Leserstimmen zu
Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen

Ulla Scheler

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Ich weiß gar nicht, wie ich mit meiner Rezension anfangen soll. Denn das Buch ist so, so, so schön. Die Geschichte um Hanna und Ben hat mich von Anfang an gepackt und mitgenommen. Ich kann Euch gar nicht sagen, wie oft ich weinen musste. Mein Mann machte sich schon etwas Sorgen um mich. Die Autorin Ulla Scheler hat einen wunderbar flüssigen Schreibstil, der das Buch (viel zu) schnell lesen lässt. Der Leser kann sich meines Erachtens wunderbar in die Protagonisten hineinversetzen. In „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ wird eine ganze Bandbreite von Gefühlen widergespiegelt: Liebe, Freundschaft, Angst, Hass, Wut, Trauer. Sicherlich noch einige andere mehr! Ist der Roman „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ eine Liebesgeschichte? In gewisser Weise schon, aber es geht um viel mehr. Es geht darum, sich selbst zu lieben, zu kennen, sich etwas zuzutrauen. Und es geht auch um Vertrauen, tiefe Freundschaft. Wie oft kam mir beim Lesen ein Schauer über die Haut, weil ich mitgefühlt habe, mein Bauch verkrampfte sich sogar teilweise. Selbst beim Yoga hat mich das Buch nicht losgelassen, es hat mich echt beschäftigt. Leider habe ich es viel zu schnell gelesen, nach dem letzten Wort im Buch fühlte ich eine kleine Leere in mir, weil Hanna und Ben dann nicht mehr da waren. Danke, liebe Ulla Scheler, für dieses wunderbare Werk.

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„Mir war immer bewusst, dass ein Ort lebenswichtig für eine Geschichte ist. Warum sonst bleiben wir beim Geschichtenerzählen sitzen, wenn es im Garten kalt wird und Stechmücken unter jede Lage Kleidung kriechen? Weil die Geschichte an diesem Ort ihre Macht hat.“ (Zitat Kapitel 34, Pos. 4480) Zum Inhalt Hanna und Ben sind beste Freunde, sie sind einander verbunden, dabei sind sie grundverschieden. Ben ist Straßenkünstler, er geht nachts sprayen, ist wild und ungestüm. Hanna hingegen ist stiller, in sich gekehrt, fast schon langweilig. Sie ist nicht schüchtern, aber introvertierter als Ben und wählt Worte und Taten mit Bedacht, während ihre Gedanken in meinen Augen manchmal irrwitzige Kapriolen schlagen. Ben ist der eine Mensch, der sie versteht, auch wenn sie oft nicht ausspricht, was sie sich am sehnlichsten wünscht. Und dann überredet Ben Hanna zu einer wilden Reise ans Meer. In der Hoffnung, an einem verwunschenen Strand mithilfe der Magie des Meeres endlich zu ergründen, was Ben tief im Herzen sagen will, wenn er es mit seiner lauten Art übertönt, lässt Hanna sich darauf ein. Doch diese Reise endet abrupt… „Du wartest nicht auf die Flut, aber sie kommt doch. Sie spült alles weg, was Du erschaffen hast. Sie macht alles neu. Und mit der Flut kommt der Sturm.“ (Zitat Kapitel 17, Pos. 2746) Meine Meinung Ich fand den Einstieg mit Hanna etwas irritierend, da sie irgendwie so unentschieden ist, was sie will. Dabei hat sie im Grunde ein tolles Leben. Und sie hat Ben. Aber Ben verschließt sich ihr und sie wendet sich immer wieder von ihm ab, anstatt ihn damit zu konfrontieren. Ben kitzelt die aufkeimende Abenteuerlust aus Hanna heraus und bringt sie dazu, mit ihm zu kommen, obwohl sie zunächst nicht will. Beide haben sie etwas geheimnisvolles, etwas, das in ihnen schlummert und das man als Leser am liebsten aus dem Buch herausschütteln möchte. Dabei ist es zu keinem Zeitpunkt nervig, nein, vielmehr baut sich eine unglaubliche, unterschwellige Spannung auf, die man zu Beginn des Buches kaum wahrnimmt und die wie ein Sturm mit einem leisen Donnern in der Ferne beginnt, dann tost und tobt, so vieles zerstört und in Stille endet. Ich liebe die Charaktere im Buch, weil sie echt sind. Sie sind nicht perfekt, sie sind aber auch nicht übertrieben unsicher oder kindlich. Es sind Menschen, wie Du und ich, mit all ihrem Leid und ihrem ganzen Leben. Besonders gefallen hat mir Chloe, ein Mädchen, das erst im Verlauf der Geschichte auftaucht. Chloe ist wie ein Zirkus, eine Scheinwelt, der man misstraut, die einem manchmal Angst macht, ja, und die doch irgendwie Publikumsliebling wird. Ich habe, während ich sie im Buch kennengelernt habe, eine seltsame Art von Sympathie für sie entwickelt. Es war eine Art Hassliebe, ich wollte sie nicht kennenlernen, aber ich konnte mich ihrer Magie nicht entziehen. Sie hinterließ einen bittersüßen Nachgeschmack bei mir, wie wenn man aus der Ferne ein Kind beobachtet, das nicht das eigene ist. Und irgendwie ist man von diesem Kind berührt, als es weint, weil die Eltern sich grob verhalten und schämt sich insgeheim, diese eigentlich so private Szene beobachtet zu haben. Hach, ich muss mich zügeln, aber es gibt noch etwas, das unglaublich wichtig ist: Die Sage, die den Strand aus einem wundervollen, sonnendurchfluteten Moment heraus in ein tosendes Ungeheuer verwandelt. Ich will euch dazu nicht mehr verraten, denn jedes Wort mehr würde spoilern, aber mich hat diese gesamte Verflechtung total fasziniert. „Und der Sinn des Lebens? Ein Leben, das wächst und sich verändert. Man muss keine Angst vor Fragezeichen haben, nur vor Punkten.“ (Zitat Kapitel 32, Pos. 4337) Mein Fazit „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ ist sicher eines der beeindruckendsten Bücher, die ich je gelesen habe. Weil es keinen literarisch hohen Anspruch hat und doch so tiefgründig und manchmal poetisch ist, ohne aber in der Sprache ausschweifend zu werden. Ich liebe Ulla Schelers Stil und habe mir deshalb sofort auch ihr neues Buch, „Und wenn die Welt verbrennt“, mitgenommen, ohne den Klappentext vorher zu lesen. Das allein soll Ausdruck sein, wie sehr ich mich in Hannas und Bens Geschichte verloren habe und wie sehr ich es mir wünsche, mich in einer anderen wiederzufinden.

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lieblingsroman

Von: valeria aus kronach

14.06.2017

ich finde dieses buch unglaublich. während ich es gelesen habe, hatte ich gespaltene ansichten. ich wollte immer weiter lesen und zur gleichen zeit aufhören. ich glaube dieser sturm hat hanna nicht durcheinander gebracht sondern ihr die klare sicht gegeben. ulla scheler ist meiner meinung nach besser als john green. keins seiner bücher hat mich so fasziniert wie dieses buch hier. ich hab es mir in der bücherei ausgeliehen, da ich ein mensch bin, der richtig gerne sachen markiert und sachen dazu schreibt, bin ich am überlegen es mir auch zu kaufen. ich schreibe selber gerne geschichten und möchte in ferner zukunft auch ein buch rausbringen.

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Im Spätsommer 2016 ist mit "Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen" das Romandebüt der jungen Autorin Ulla Scheler erschienen. Ich weiß nicht, ob sie selbst die Betonung auf "jung" noch hören kann, doch auch ich möchte ihr Alter noch mal deutlich hervorheben, denn genau diese jugendliche Frische machte den Titel für mich zu einem absoluten Lesehighlight. Ich mag es, wenn sich Bücher aufgrund ihres Schreibstils von der Masse abheben können, wenn sich Autoren etwas trauen und eben nicht so schreiben, wie es sich vielleicht am bequemsten und flüssigsten lesen lässt. Doch warum geht es denn eigentlich in diesem Buch? "Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen" lässt sich meiner Meinung nach nicht in ein vorgeschneidertes Korsett stecken. Jugendbuch? Young Adult? Liebesroman? Drama? Spannungsroman? Nicht wirklich und doch hat es von jedem etwas. Hannah und Ben sind seit vielen Jahren die besten Freunde, dabei scheinen sie auf den ersten Blick so gar nicht zueinander zu passen. Hannah ist die Ruhige und Besonnene der beiden. Sie hat für alles einen Plan und meidet das Risiko, welches Ben wiederum ganz bewusst sucht. Graffitis sind seine Passion und gleichzeitig sein Sprachrohr. Ein Rebell, den eine besondere Aura umgibt. Als ich den zwei Protagonisten das erste Mal begegnete, hatte sich ihre Freundschaft merklich verändert. Ben war von heut auf morgen, ohne ein Wort, verschwunden und nun, wie aus dem Nichts, wieder aufgetaucht, ganz so, als wäre er gar nicht weg gewesen. Die von Hannah so dringend benötigten Erklärungen bleiben aus und werden von einem außergewöhnlichen Geburtstagsgeschenk ersetzt. Schließlich sind es die drei Worte "I dare you" (Ich fordere dich heraus), die die zwei wieder zueinanderfinden lassen. Hannah lässt sich auf einen Roadtrip ins Ungewisse ein, was eigentlich so gar nicht zu der Hannah passt, die sie am Tag zuvor noch gewesen ist. Doch sie muss herausfinden, was mit Ben los ist. Der gemeinsame Roadtrip führt sie ans Meer und an einen Ort, den eine mysteriöse Legende umspült. Unheilvoll, wie eine dunkle Gewitterwolke, scheint sie über den Köpfen von Hannah und Ben zu schweben. Ein heftiges Unwetter braut sich zusammen und plötzlich ist nichts mehr so, wie es mal war. Die Geschichte allein klingt schon spannend und Ulla Scheler hat eine ganz eigene und bemerkenswerte Art, sie zu erzählen. Wie bereits zu Beginn erwähnt, hat mich der besondere, leicht außergewöhnliche Schreibstil mächtig beeindruckt. Ich weiß gar nicht, wie ich meine Empfindungen in Worte fassen kann, der Autorin jedoch scheint diese Geschichte ganz mühelos aus der Feder geflossen zu sein. Schon nach den ersten Seiten musste ich das Buch zur Seite legen, um mir besonders schöne Zitate aufzuschreiben. Mit einer Leichtigkeit malt Ulla Scheler farbenprächtige Bilder in die Köpfe ihrer Leserinnen und Leser, bedient sich dafür einer sehr bildhaften und leicht poetischen Sprache und lässt beschriebene Gefühle spürbar werden. Trotz des angenehm ruhigen Tempos sprudelt es immer wieder sehr lebhaft. Kurze, freche Sätze und Dialoge ließen mich näher an die Figuren heranrücken. Den für mich doch sehr überraschenden und ungewöhnlichen Mix aus zarter Melancholie, Poesie und jugendlicher Dynamik fand ich großartig. Auch die Geschichte an sich war sehr lesenswert. Wenn man einmal in ihrem Sog gefangen ist, lässt sie einen so schnell nicht mehr los. Ein Buch über Emotionen, Selbstfindung, Ängste, Freiheit, übers Erwachsenwerden und so viel mehr, eindringlich, fesselnd und doch ohne jegliche Hektik zu lesen. Über das Ende des Buches lässt sich streiten. Ich persönlich hätte mir eine andere Entscheidung gewünscht und kann verstehen, warum die ein oder andere Leserin enttäuscht oder gar unzufrieden ist. Auch wenn dieser Kritikpunkt nicht klein ist, ändert er an meiner Bewertung nichts. Für mich war "Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen" ein Lesehighlight, welches mir außergewöhnliche Lesestunden geschenkt und meine Lesezeit unheimlich bereichert hat. Ich bin überzeugt davon, dass wir in den nächsten Jahren noch viel von Ulla Scheler lesen werden.

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Klappentext: Wie es sich anfühlte, ihn zu sehen? Als hätte ich einen Monat lang durch einen Strohhalm geatmet. Ben ist seit Ewigkeiten Hannas bester Freund. Er ist anders. Wild, tollkühn, ein Graffiti-Künstler, ein Geschichtenerzähler. Und keiner versteht Hanna so wie er. Nach dem Abi packen die beiden Bens klappriges Auto voll und fahren zum Meer. An einen verwunschenen Strand, um den sich eine düstere Legende rankt. Sie erzählen sich Geschichten. Bauen Lagerfeuer. Kommen einander dort nahe wie nie zuvor. Und Hanna hofft, endlich hinter das Geheimnis zu kommen, das Ben oft so unberechenbar und verzweifelt werden lässt. Doch dann passiert etwas Schreckliches … Besonderheiten: Der Schreibstil ist auf jeden Fall eine Besonderheit für mich. Wundschön, teils poetisch / metaphorisch, und mit viel Gefühl geschrieben Meine Meinung: Wow! Was für ein Debut. Kurz nachdem ich eine Leseprobe zu dem Buch verschlungen hatte, kaufte ich mir das Buch und las es dann fast in einem Rutsch durch. Ich versank richtig in der Geschichte und vor allem der unglaublich tollen Sprache. Auch eher metaphorisch / poetisch geschriebene Sätze sind sofort und gut zu verstehen. Der Schreibstil ist nie überzogen, künstlich oder gar kitschig sondern passt einfach perfekt zu der Geschichte. Die Autorin schafft es verschiedenste Gefühle zu transportieren und auszulösen, zumindest war es bei mir so. Die unausgesprochenen Worte zwischen den Protagonisten, kann man richtig spüren. Das Buch versetzte mich in Spannung, Freude, Trauer, Wut und regte mich zum Nachdenken an. Genau das, was ich an Büchern sehr mag und schätze. Das Buch hat mich so sehr begeistert, dass ich es erneut lesen werde (was ich aus Zeitgründen sehr selten tue). Eines meiner Buchhighlights in diesem Jahr. Wunderschöne Lieblingszitate: - Die Welt war wattig und schimmerte blau von den Zetwänden. Weder wach noch schlafend. Genau wie wir. - Tränen rannen seine Wangen hinunter, und ich wollte ihn auffangen, aber er war noch im Fallen, er fiel so schnell und in so vielen Teilen, dass ich ihn nur umarmen konnte, ohne ihn im Mindesten zu berühren. - Ben drückte meine Hand. Sonst wäre ich davongeflogen. Ich konnte die Welt in ihren schillernden Fragmenten sehen. Splitter ohne Scherben, die sich neu arrangierten wie ein Mosaik. Alles war kantig und klar. Wie mutig man sein musste, um ein Leben zu leben. -

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Meinung: Ben und Hanna. Hanna und Ben. Beide sind beste Freunde, obwohl sie grundverschieden sind. Ben sticht aus der Menge heraus, ist tollkühn und mutig und ein Graffitti-Künstler, was für Hanna ja viel zu gefährlich wäre. Sie selber bleibt gerne im Hintergrund wagt nicht viel und tut was man ihr sagt. Nach einer Weile entsteht bei ihnen ein Spiel "I dare you" in diesem Spiel geht es um eine Mutprobe, man soll etwas wagen. Als Ben die Worte ausspricht packen beide ihre Sachen und fahren ans Meer. Vielleicht werden sie die Entscheidung bereuen und den Tag nie vergessen. Denn ab diesen Tag wird sich alles verändern. Ulla Scheler weiß sich echt auszudrücken, einige Sätze waren echt poetisch. Der Schreibstil war sehr leicht aber nicht besonders. Was ich sehr schön fand, war dass das Buch frei von jeglichen Klischees ist. An ein paar Stellen war es zwar vorausschauend, trotzdem konnte mich das Buch gut unterhalten. Ich habe mir schon einige Rezensionen zu dem Buch durch gelesen und 90% der Blogger finden das Ende nicht gelungen. Ich aber finde, dass das Ende die beste Szene im ganzen Buch war. Alles in allem ein sehr guter Jugendroman, den ich auf jeden Fall weiter empfehlen werde. Cover: Das Cover strahlt für mich nichts besonderes aus aber dafür strahlt der Inhalt um so mehr. Fazit: Ein gefühlvoller Jugendroman mit einem wundervollen Schreibstil und einem Hauch von Dramatik, genial!

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KLAPPENTEXT: Wie es sich anfühlte, ihn zu sehen? Als hätte ich einen Monat lang durch einen Strohhalm geatmet. Ben ist seit Ewigkeiten Hannas bester Freund. Er ist anders. Wild, tollkühn, ein Graffiti-Künstler, ein Geschichtenerzähler. Und keiner versteht Hanna so wie er. Nach dem Abi packen die beiden Bens klappriges Auto voll und fahren zum Meer. An einen verwunschenen Strand, um den sich eine düstere Legende rankt. Sie erzählen sich Geschichten. Bauen Lagerfeuer. Kommen einander dort nahe wie nie zuvor. Und Hanna hofft, endlich hinter das Geheimnis zu kommen, das Ben oft so unberechenbar und verzweifelt werden lässt. Doch dann passiert etwas Schreckliches … MEINUNG: Ganz egal, was auch immer ich in dieser Rezension schreibe, es wird dem Buch nicht gerecht. Ich finde keine Worte, um zu beschreiben, auf wie vielen Ebenen und mit welcher Wucht mich dieser Roman berührt und mitgerissen hat. Einfach nur großartig, wunderbar und ganz ganz besonders! Es ist nicht allein die Geschichte, die so dermaßen mitreißend ist, was mich komplett umgehauen hat ist die Sprache. Problemlos hätte ich die ersten zwei Seiten komplett zitieren können. Fast jeder Satz ist es wert, eingerahmt an die Wand gehängt zu werden. Und dieses bleibt das ganze Buch durch so. Dinge werden beschrieben und Dialoge werden geführt und das mit einer sprachlichen Intensität, dass mir der Mund offen stand und die Gänsehaut es sich dauerhaft auf meinen Armen gemütlich machte. Ulla Scheler versteht es auf brillante Weise, Wörter zu jonglieren, mit Sprache zu spielen und Kopfkino auf höchstem Niveau zu erzeugen. Ich bin begeistert! Ben und Hanna verbindet eine sehr tiefe und besondere Freundschaft. Mit jedem Dialog, den die Beiden führen und mit jedem Erlebnis, das sie haben merkt man, wie sie noch enger zusammenwachsen und noch wichtiger füreinander werden. So bleibt es dann auch nicht aus, dass Ben Hanna zum Geburtstag keine ordinäre Karte schenkt, sondern ein Graffiti an der Schulwand. So ist Ben. War ich am Anfang noch über dieses doch eher ungewöhnliche Geschenk verwundert, so merkt man im Laufe der Geschichte, während ihrer Reise ans Meer, dass Ben selbst sehr besonders ist. Gesegnet mit einem großen Talent, Geschichten zu erzählen und sein Leben zu leben, so wie er es will und für richtig hält, wuchs er mir immer mehr und mehr ans Herz. Doch nicht nur mir wuchs er ans Herz, sondern auch Hanna immer mehr. Die Nähe, Anziehung und Chemie zwischen den Beiden ist fast greifbar. Selten habe ich so gehofft, dass zwei Protagonisten zusammen kommen, wie in diesem Buch. Doch nicht nur Hanna und Ben haben es mir angetan, sondern auch die ganzen Nebencharaktere, die sie während ihrer Reise ans Meer treffen und die ebenfalls einfach nur wunderbar beschrieben sind. Besonders gut hat mir auch gefallen, dass es neben der zwischenmenschlichen Ebene, den Konflikten, Ängsten und auch dem Humor durchaus auch mysteriöses in diesem Roman gibt. Zum Beispiel die Legende von Oceana, die sich Jungen und Männer ins Meer holt und die so erschreckend genau mit Bens Geschichte übereinstimmt. Viele Fragen werden im Laufe des Buches aufgeworfen und einige werden erst am Ende aufgelöst, andere hingegen gar nicht, was mich sehr, sehr, sehr auf eine Fortsetzung dieses großartigen, poetischen und brillanten Romans hoffen lässt. LIEBLINGSZITATE: Alle haben gespürt, dass Ben anders war, und alle haben hingesehen, bis man Ben nicht mehr sehen konnte, weil er zwischen seinen Geschichten verschwand wie ein Lesezeichen. Seite 9 Wie es sich anfühlte, ihn zu sehen? Als hätte ich einen Monat lang durch einen Strohhalm geatmet. Seite 19 Worte. Was für Worte? Zwischen der Freude und der Wut und den ganzen Fragezeichen blieb nichts übrig. Seite 28 Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Die Gedanken schubsten sich gegenseitig von meiner Zunge. Seite 34 Waren wir jetzt auch schon Leute, die Musik brauchten, um sich nicht zu unterhalten? Seite 51 Tränen rannen seine Wangen hinunter, und ich wollte ihn auffangen, aber er war noch im Fallen, er fiel so schnell und in so vielen Teilen, dass ich ihn nur umarmen konnte, ohne ihn im Mindesten zu berühren. Seite 148 "Sind wir denn so kompliziert?" "Bitte. Wir sind wie das Tausend-Teile-Puzzle mit tausendundeins Teilen." Seite 208 FAZIT: Ein großartiges, wunderbares, brillantes, poetisches mitreißendes Buch! Ich Euch nur sagen: Lest dieses Buch! I dare you!

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Ben und Hanna sind, seit Ewigkeiten, beste Freunde, obwohl die beiden eigentlich grundverschiedene Menschen sind. Hanna ist eher der ruhige, rationale und vernünftige Typ, während Ben wild, tollkühn und ein großer Geschichtenerzähler ist. Er schafft es sofort Menschen für sich einzunehmen, während Hanna sich zurückhält. Nach dem Abi packen die beiden das Auto von Ben voll und machen eine Reise ans Meer. Ihr Weg führt sie zu einem fast menschenleeren Strand, der an ein kleines Dorf grenzt, das ebenfalls so wirkt, als hätte es, seit langer Zeit, niemand mehr besucht. Doch für Ben und Hanna ist es der ideale Ort und so stellen sie ihr Zelt auf, gehen schwimmen, veranstalten ein Lagerfeuer und machen all die Dinge, für die sie sich in letzter Zeit zu wenig Zeit genommen haben. Und Ben erzählt natürlich wieder jede Menge Geschichten. Doch zu diesen kommt noch eine weitere hinzu, wie Ben und Hanna schnell erfahren sollen. Um den Strand, den sie sich als Reiseziel ausgesucht haben, rankt sich eine düstere Legende, die sie zunächst nicht ernst nehmen.  Doch plötzlich mehren sich mysteriöse Anzeichen und viel zu spät erkennt Hanna, dass Ben in großer Gefahr schwebt... "Nachdem ich ein Buch beendet hatte und die Helden noch neben mir saßen, hatte ich meine Tasche gepackt, mich vor die Tür gesetzt und in die Dunkelheit gestarrt.  Wenn ich nur lange genug dort warten würde, dann würde das Abenteuer vorbeilaufen und mich mitnehmen." Hannas Abenteuer kam in Form ihres besten Freundes Ben und nahm sie mit auf eine Reise, die sie wohl niemals wieder vergessen würde. "Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen" ist ein Titel, der viel und gleichzeitig sehr wenig über die Geschichte von Ulla Scheler aussagt. Natürlich assoziiert man erst einmal damit eine Gefahr, die sich einer oder beide Protagonisten aussetzen werden aber in dem Debütroman dieser jungen Autorin steckt noch sehr viel mehr.  Ruhig und melancholisch erzählt Ulla Scheler die Geschichte zweier Menschen, die ausbrechen wollen aus ihrem Leben, aber gleichzeitig Angst vor dem haben, was sie dort erwartet.  Ben und Hanna sind schon, seit Ewigkeiten, beste Freunde, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein können. Hanna trifft ungern spontane Entscheidungen und überlegt sich Dinge lieber mehrmals, während Ben mutig und wild auf sein Herz hört und somit aber auch mal öfter die falsche Entscheidung trifft und in Schwierigkeiten gerät. Und genau hier liegt das Geheimnis der Freundschaft zwischen den beiden und der Grund, warum die beiden Protagonisten, während der Handlung, so gut miteinander harmonieren. Sie ergänzen sich. Ohne Scheu weisen sie sich auf Fehler hin und kommen somit bestens miteinander aus. Bloß in den Situationen, in denen sie sich gegenseitig herausfordern und das sind in der Geschichte nicht wenige, kommt es zwischen Ben und Hanna zum Streit. Auch die Handlung an sich, die ich mir im Vorfeld beim besten Willen nicht vorstellen konnte, ist gut konstruiert. Sowohl der Schauplatz, als auch die düstere Legende, die sich um den Strand rankt, geben der ganzen Story einen mysteriösen Glanz. "Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen" ist aber hauptsächlich eine Geschichte über Freundschaft, Liebe und das Beste aus dem zu machen, was das Leben uns gibt.  Am meisten überrascht und an vielen Stellen wahnsinnig berührt hat mich allerdings der Schreibstil der Autorin. In fast schon philosophischen Bildern präsentiert Ulla Scheler vor allem den Charakter von Ben auf eine ganz außergewöhnliche und schöne Art und Weise. Auch ihre Schauplätze und vor allem das Meer, das eine tragende und bedeutende Rolle in der ganzen Geschichte spielt, beschreibt sie wunderschön und mit einem Hauch Poetik. So ist das ganze Buch voller Zitate und Weisheiten, die ich mir alle markieren musste.  Zusammenfassend ist "Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen" ein wirklich lesenswertes Erstlingswerk geworden. Sowohl die Handlung, die zur Mitte hin noch einmal die ganze Geschichte umwirft, als auch die Charaktere und vor allem der Schreibstil, konnten mich am Ende mehr als überzeugen. 

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