Leserstimmen zu
Portugiesisches Erbe

Luis Sellano

Lissabon-Krimis (1)

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Paperback
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Mysteriöses in einem Antiquariat

Von: dreamlady66 aus Leonberg

17.07.2018

(Inhalt, übernommen) Sonne, Mord und Portugal Henrik Falkner weiß kaum, wie ihm geschieht, als er die malerischen Altstadtgassen von Lissabon betritt. Der ehemalige Polizist soll ein geheimnisvolles Erbe antreten: Sein Onkel hat ihm ein Haus samt Antiquitätengeschäft vermacht. Während Henrik mehr und mehr in den Bann der pulsierenden Stadt am Tejo gerät, entdeckt er, dass sein Onkel offenbar über Jahre hinweg Gegenstände gesammelt hat, die mit ungelösten Verbrechen in Verbindung stehen. Und kaum hat Henrik seine ersten Pastéis de Nata genossen, versucht man, ihn umzubringen. Henrik stürzt sich in einen Fall, der sein Leben verändern wird. Zum Autor: Luis Sellano ist das Pseudonym eines deutschen Autors. Schon sein erster Besuch in Lissabon entfachte seine große Liebe für die Stadt am Tejo. Luis Sellano lebt mit seiner Familie in Süddeutschland. Regelmäßig zieht es ihn auf die geliebte Iberische Halbinsel, um Land und Leute zu genießen und sich kulinarisch verwöhnen zu lassen. Schreibstil/Fazit: DANKE an den Heyne-Verlag für diesen Buchgewinn, ich freute mich! Die Geschichte entführt den Leser in die portugiesische Metropole. Es handelt sich um die Erbschaft eines Antiquariats. Der Protagonist ist guter Kenner von Lissabon, er scheint sich in diese südliche Gegend verliebt zu haben. Die Handlung wirkt glaubwürdig und mit hohem Tempo wird Spannung aufgebaut. Henrik Falkner findet schnell heraus, daß sein Onkel Geheimnisse gehütet hat, deren Auflösungen ihm bevorstehen und er damit sein Leben in Gefahr bringt. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Sehr schöne Beschreibungen über die Stadt Lissabon, auch dadurch somit ein lesenswerter Krimi - mit viel Wohlfühl-Atmo - überzeugt Euch gerne selbst!

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Von einem Anwalt wird Henrik Falkner nach Lissabon gerufen. Der ehemalige Polizist soll in Lissabon das Erbe seines Onkels antreten. Ein Onkel, dessen Existenz in der Familie totgeschwiegen wurde, den Henrik nie kennengelernt hat. Falkner ist nicht sicher, ob er das Erbe annehmen wird. Als der das heruntergekommene Haus mit dem verstaubten Antiquitätenladen und den bunt zusammengewürfelten Mietparteien betritt, sträubt sich erstmal alles in ihm dagegen. Um sein Erbe scheint es schlecht zu stehen, doch wieso wird ihm ein ausgesprochen lukratives Angebot für das Gebäude unterbreitet. Zusätzlich deutet die einzige Angestellte des Onkels aus noch an, beim Tod des Verblichenen könne es nicht mit rechten Dingen zugegangen sein. Henrik Falkner, von einem schweren persönlichen Verlust gezeichnet, sucht zwar nach einem Neuanfang. Ausgerechnet an Lissabon hat er dabei allerdings nicht gedacht. Sollte sich sein Wunsch nach einer hoffnungsvolleren Zukunft ausgerechnet hier erfüllen. Zur Ablenkung taugen die Ereignisse kurz nach seiner Ankunft alle mal und je tiefer er in die Ermittlung einsteigt, die eigentlich keine sein dürfte, desto engagierter wird er. Falkner merkt, dass er einer brisanten Sache auf die Spur kommt. Am deutlichsten merkt er das daran, dass seine eigene Gesundheit, wenn nicht gar sein Leben in Gefahr gerät. Dem Autor Luis Sellano merkt man an, dass er sich bei seinen Reisen in die Stadt Lissabon verliebt hat. Liebevoll und stimmig sind seine Beschreibungen der Häuser und malirischen Gassen, der kulinarischen Genüsse. Auch sein Neuankömmling in der Portugiesischen Hauptstadt weckt Sympathie. Durch einen Verlust aus der Bahn geworfen, kann Henrik Falkner seinen Aufenthalt in dieser schönen Stadt zunächst nicht genießen. Bald jedoch nehmen ihn die Geheimnisse, die sein Onkel gehütet hat gefangen, und ein wenig lichtet sich das Dunkel. Dass Henrik dabei reichlich blaue Flecke erntet und ein Ganzteil Haut verliert, wirkt ein wenig unangemessen. Der Fall, der hier aufgerollt wird, wurde durch den Onkel lange mit Schweigen umgeben, warum eigentlich. Man versteht zwar, das Erbe, was weitergegeben wird, aber nicht weshalb der Onkel nicht selbst die Ergebnisse seiner Nachforschungen ans Licht der Öffentlichkeit brachte. Zumindest werden jedoch der Erbe und die Polizistin Helena miteinander bekannt gemacht, um sich weiteren gemeinsamen Enthüllungen widmen zu können. Ein sympathischer Ermittler und künftiger Antiquar stolpert durch seinen ersten Fall und sammelt seine Gefolgschaft für weitere Abenteuer. 3,5 Sterne

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Inhalt Henrik Falkner ist sehr erstaunt als er als in Lissabon ein geheimnisvolles Erbe antritt. Sein Onkel vererbt dem ehemaligen Polizisten ein Haus samt Antiquitätengeschäft. Während Henrik sich immer mehr an seine Situation in Lissabon gewöhnt, entdeckt er das sein Onkel über Jahre Gegenstände gesammelt hat, die mit einem ungelösten Fall in Verbindung stehen. Keine Zeit vergeht und schon versuchte man ihn umzubringen. Trotz allem stürzt Henrik sich in den Fall, um das zu beenden was sein Onkel angefangen hat. Meine Meinung Dies nenne ich mal ein Lissabon-Krimi. Obwohl ich noch nie in Lissabon war, konnte ich die Luft des Meeres riechen, die Stadt vor meinen Augen sehen. Im Grunde genommen kann man allgemein sagen, dass mir der Schreibstil echt gefällt. Wie bereits erwähnt, man fühlt sich als wäre man gerade dort, als könnte man alles gleich miterleben. Auch die Protagonisten mochte ich, sie waren mir zwar nicht gerade mega sympathisch aber auch nicht unsympathisch. Es sind Leute denen man Theoretisch auch einfach so auf der Strasse treffen kann. Die Geschichte an sich hat mir auch gefallen. Es hat eine Spannung die genau richtig ist, es ist also nicht künstlich hochgepuscht. Das finde ich, ist wichtig für einen guten Krimi. Was mir auch sehr gefällt ist die Karte Von Lissabon, die im Buch abgebildet ist, denn dadurch kann ich den Protagonisten auf Schritt und Tritt mit verfolgen. Zum Thema der Geschichte an sich finde ich einfach genial, den als ich das Buch gesehen habe, hätte ich nie gedacht das sich so eine Geschichte dahinter versteckt. Mein Fazit Einen spannender Lissabon-Krimi der das geschehen in Lissabon einen ins Haus bringt. Dies ist echt ein Buch das ich jedem Empfehlen würde.

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Das Buch "Portugiesische Rache" von Luis Sellano (Pseudonym für Oliver Kern) schließt an den Start der Reihe "Portugiesisches Erbe" an. Die Geschichte entwickelt sich wieder actionreich, wie aus dem ersten Band gewohnt. Der Protagonist wird zusammengeschlagen, fast von Explosionen zerfetzt, verletzt sich, ist blutüberströmt, es werden mehrere Anschläge auf ihn verübt. Am Ende des Buches ist auch er körperlich fast am Ende. Der Autor hat hier sehr offensichtlich einen zweiten John McClane aus "Stirb langsam" / "Die Hard" auferstehen lassen. Was an dem an sich spannenden Buch leider störend wirkt, ist der Umstand, dass praktisch keine der vielen Fragen, die am Ende des ersten Bandes offen blieben, in "Portugiesische Rache" aufgelöst werden. Stattdessen wird ein ganz neuer Handlungsstrang verfolgt. Dabei tauchen Personen auf, deren Rolle in der Dramaturgie der Handlung sich nicht recht erschließt. So etwa der Vater von Henrik, von dem jedenfalls in diesem Buch nicht klar wird, was er eigentlich in Lissabon will und mit dem Henrik ersichtlich genauso wenig anfangen kann wie der Leser. Am Ende verschwindet er dann auch dementsprechend sang- und klanglos aus der Stadt. Zudem gibt es immer wieder mehr oder weniger punktuelle Kontakte mit den diversen Frauen in Henriks Umfeld, die teilweise ebenfalls keinen rechten Sinn in der dramaturgischen Entwicklung haben. Da hätte das Lektorat öfter mal den Rotstift ansetzen können. Und was ich besonders unbefriedigend finde: Auch der Handlungsstrang dieses Buches wird am Ende unvermittelt abgebrochen, ohne dass der Verbleib vieler beteiligter Personen oder ihre Rolle in der Handlung geklärt sind. Man hat den Eindruck, dass der Autor entweder plötzlich die Lust an der Fortsetzung der Geschichte verlor, vom Verlag eine vorrangige Deadline für ein anderes Projekt bekam oder sich dachte, dass er dem Leser für den Rest der Geschichte gern noch ein weiteres Buch verkaufen möchte. Insofern zahlt man für ein ganzes Buch, bekommt aber nur einen halben Roman. Es wäre fair gewesen, das Buch als Teil einer mehrteiligen Geschichte zu kennzeichnen, wie dies etwa beim "Promise-Falls"-Dreiteiler von Linwood Barclay der Fall ist.

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Luis Sellano entführt den Leser auf eine spannende und packende Reise nach Lissabon, wobei man ganz nebenbei ein wenig über Land + Leute erfährt, es aber keineswegs einen Reiseführer-Charakter entwickelt. Henrik Falkner, ehemaliger Polizist, bekommt aus Lissabon einen Anruf eines Anwalts: Ein Onkel, welcher in der Familie eher verschwiegen wurde, ist gestorben und hat ihm ein Mietshaus inklusive seines eigenen Antiquariates vererbt. Henrik fliegt kurzerhand nach Lissabon um sich das ganze selbst anzusehen und entdeckt dabei einige Ungereimtheiten. Doch kaum fängt er an, seine Nase in dessen Angelegenheiten zu stecken muss er erkennen, dass er in ein Wespennest voller Intrigen gestochen hat .... Spannend bis zum Schluss und nie langweilig! Kurzweiliger Spaß und deshalb perfekte Strandlektüre, aber Vorsicht: Danach möchte man selbst unbedingt Lissabon erkundigen! ;-)

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Die Grundidee fasziniert und regt die Fantasie an. Ein Ex-Polizist findet sich unter mysteriösen Umständen in einem fremden Land und einer fremden, jedoch malerischen, Stadt wieder. Kaum ist er angekommen, wird er Opfer mehrerer Angriffe und muss versuchen zu verstehen, warum er überhaupt in Portugal ist, warum diese Menschen hinter ihm her sind und was sein verstorbener Onkel damit zu tun hat. Henrik steht vor so vielen offenen Fragen, dass einem als Leser schon fast schwindelig wird. Nur eine Handvoll dieser Fragen wird bis zum Ende des Buches überhaupt beantwortet, was den Schluss zulässt, dass wir mit einigen Fortsetzungen rechnen können. An sich ist der Krimi durchaus unterhaltsam und auch spannend. Aber leider gibt es auch ein paar Punkte, die negativ auffallen. Das wäre zum einen unser Held Henrik. Dieser Mann muss neun Leben haben. So häufig, wie er irgendwo runter fällt, angegriffen oder angefahren wird, müsste er meiner Meinung nach schon Tod sein. Oder zumindest in schlechterer Verfassung. Obwohl er um seine verstorbene Frau trauert und schwört, niemals wieder lieben zu können, scheint er sich in jede Frau zu verknallen, die er trifft. Außerdem macht er sich das Leben auch selbst ein bisschen schwer, was mich manchmal wirklich frustriert hat. Sehr schade ist leider auch, dass man die restlichen Figuren nur oberflächlich kennenlernt. Obwohl ich mir gut vorstellen kann, dass man über diese in den nächsten Teilen noch mehr erfahren wird. Was mich als Portugiesin doch etwas irritiert hat, war die Art und Weise, wie Sellano die Portugiesen beschreibt. Hier ist immer wieder die Rede von der „portugiesischen Seele“. Portugiesen sollen eine besondere Art der Melancholie haben, die sogenannte „Saudade“. Ihr seht, an Klischees wird nicht gespart. Ich bemerke gerade, dass sich das alles ziemlich negativ anhört. Das war gar nicht meine Absicht. „Portugiesisches Erbe“ ist zwar nicht der beste Krimi, den ich je gelesen habe, aber er ist ziemlich unterhaltsam. Und diese ganzen offenen Fragen machen mich so neugierig, dass ich die nächsten Teile nun auch unbedingt lesen muss!

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Stellt euch vor, ihr erbt, unter etwas mysteriösen Umständen, ein Antiquariat, in dem Hinweise auf ungelöste Kriminalfälle versteckt sind. Überwiegt eure Neugierde oder eure Skepsis? Henrik ist Mitte 30, als ihm genau dies widerfährt. Nachdem seine Frau bei einem tragischen Verkehrsunfall tödlich verunglückt ist, hat es den jungen Polizisten ganz schön aus der Bahn geworfen. Kaum etwas hält ihn noch in Deutschland, weshalb er sein geheimnisvolles Erbe in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon genauer unter die Lupe nimmt. Warum gerade er von seinem ihm bis dato unbekannten Onkel mit diesem Erbe bedacht wurde, was es mit dem alten Antiquariat auf sich hat und welchen Personen er in der Stadt am Tejo begegnet, habe ich bereits letztes Jahr im ersten Band der Lissabon-Krimireihe „Portugiesisches Erbe“ erfahren. In „Portugiesische Rache“ gibt es nun ein Wiedersehen mit Henrik, der, gleich zu Beginn des Buches, in den nächsten Kriminalfall hineingezogen wird. Vor seinen Augen wird ein Mann niedergestochen, der vor wenigen Augenblicken noch ein Buch in seinem Antiquariat gekauft hat. Merkwürdigerweise fehlt von dem Buch jedoch jede Spur. Was hat es mit dem Mann und dem verschwundenen Buch auf sich? War es doch wertvoller als Henrik ursprünglich vermutet hat? Und wer steckt hinter der hinterhältigen Attacke? Denn nicht nur vom Buch ist nichts mehr zu sehen – auch der Mörder scheint sich in Luft aufgelöst zu haben. Schneller als es Henrik lieb ist, steckt er selbst mitten drin und wird sogar zum Verdächtigen. Gern habe ich mich ein zweites Mal von Luis Sellano ins schöne Lissabon entführen lassen. Obwohl ich selbst noch nie in Portugal war, fühlte es sich ein Stück weit so an, als kehrte ich an meinen letztjährigen Urlaubsort zurück. Dank der ausführlichen und sehr bildhaften Beschreibungen im ersten Band, sah ich die malerische Stadt direkt wieder vor mir, erinnerte mich an die kleinen Gässchen, den ungewohnten Geruch von Stockfisch und den melancholischen Klang des Fados. Auch Henrik war mir sofort wieder vertraut, sodass ich mühelos in die neue Geschichte eintauchen konnte. Oft ist es so, dass die anfängliche Euphorie aus dem ersten Band einer Reihe mit dem zweiten ein bisschen abebbt. Ich kann sagen, dass mir diese Fortsetzung sogar besser gefallen hat, als der Auftakt. Es fühlte sich so an, als wäre der Autor „sesshaft“ geworden, und sowohl seinen Protagonisten als auch seinem Setting näher gekommen. Eine gewisse Leichtigkeit und Vertrautheit schwangen mit jedem neuen Schritt an Henriks Seite mit. Besonders begeistern konnten mich die vereinzelt aufploppenden witzigen Spitzen, die den leicht sarkastischen Humor des Autors durchblitzen ließen, ebenso wie die neuen Charaktere, die die Geschichte auflockerten und mich Henrik noch näher brachten. So schnell wie Henrik durch Lissabons Gassen eilt, so schnell huschte ich durch die Seiten. Im Vergleich zu Band 1 hat Luis Sellano noch mal einen Gang nach oben geschaltet. Auch wenn er ab und an innehält, um seinen Lesern einen Blick auf Lissabon zu gewähren, geriet mein Lesefluss nicht ins Stocken. Mit Spannung verfolgte ich Henriks Ermittlungen und hatte schließlich ziemlich Mitleid, denn der arme Kerl muss in diesem Band ganz schön was einstecken. Irgendwann habe ich es aufgegeben, mitzuzählen, wie häufig sein Kopf in Mitleidenschaft gezogen wird. Trotz schmerzhafter Blessuren kämpft er sich wie ein Stehaufmännchen immer weiter voran – hier hätte ich ihm lieber ein bisschen weniger Unsterblichkeit zugemutet. Am Ende kann Henrik zwar einige seiner Fragen beantworten, doch sein Abenteuer in Lissabon scheint noch lang nicht beendet. Ich muss mich nun ein Jahr gedulden, bevor ich erfahre, wie es mit ihm und seinen Weggefährten weitergeht. Gemein – denn um eine liebgewonnene Person lässt uns Luis Sellano ganz schön bangen. Mir hat „Portugiesische Rache“ eine wirklich tolle Lesezeit beschert. Ich habe gerätselt, mitgefiebert, immer häufiger geschmunzelt und mich in der schönen Stadt Lissabon sehr wohlgefühlt. Henrik ist mir noch mehr ans Herz gewachsen und ich freue mich schon jetzt sehr auf meinen nächsten Besuch in seinem geheimnisvollen Antiquariat in der Rua do Almada. Auch wenn man den ersten Band nicht unbedingt gelesen haben muss, um in die Geschichte von Band 2 einzutauchen, empfehle ich euch trotzdem, mit „Portugiesisches Erbe“ zu beginnen. Eine schöne Reihe, die sich ganz wunderbar als Reisebegleiter für euren Sommerurlaub eignet und auch die Gelegenheitsleser schnell mitreißen und unterhalten wird.

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Die Grundidee des Romans ist wunderbar und hat mich sofort angesprochen: Die Geschichte um ein altes Antiquariat in Lissabon, welches verborgene Hinweise auf ungelöste Mordfälle bereithält. Henrik, ein deutscher Polizist außer Dienst, der dieses Antiquariat von seinem Onkel erbt, bemerkt schnell, dass in dem Laden etwas nicht stimmt und auch die Hausbewohner verhalten sich äußerst seltsam ihm gegenüber. Die Geschichte lässt sich gut und flüssig lesen. Besonders gut haben mir die Beschreibungen des Autors von Lissabon gefallen. Seine Beschreibungen sind sehr detailverliebt, sodass ich den Eindruck hatte, ich befände mich inmitten dieser pulsierenden Stadt. Die Charaktere allerdings bleiben meiner Meinung nach etwas blass und könnten durchaus etwas mehr Tiefgang bekommen. So bleiben die Nebencharaktere sehr schwammig und unscharf, sodass der Leser keinen wirklichen Bezug zu ihnen herstellen kann. Die Handlung kommt ziemlich schnell in Fahrt und so stößt Henrik immer wieder “rein zufällig” auf Hinweise, die ihm helfen den Fall zu lösen. Meiner Meinung nach waren es ein paar Zufälle zu viel. Die Hinweise fallen ihm quasi in den Schoß und so befindet er sich innerhalb kürzester Zeit in einem Strudel aus Macht und Korruption und gerät dabei selber in das Visier der Verbrecher. Mein Fazit: “Portugiesisches Erbe” ist ein sehr actionreicher und durchaus lesenswerter Roman, auch wenn nicht alle Szenen stimmig und nachvollziehbar waren. Portugal-Liebhaber kommen in diesem Roman auf jeden Fall auf ihre Kosten.

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