Leserstimmen zu
Die Rivalin der Königin

Elizabeth Fremantle

Die Welt der Tudors (3)

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“Die Rivalin der Königin” ist der erste Roman, den ich von Elizabeth Fremantle gelesen habe. Angezogen wurde ich von dem Cover und der Zeit, in der es spielt: Die Tudors sind schon oft Material für Filme, Serie und Bücher gewesen und ich mag dieses Drama! Also her mit dem Roman, ich war so gespannt darauf. Und tatsächlich hält der Roman was er verspricht: Intrigen, Drama, die Tudors. Es ist nicht der erste Roman von der Autorin und zählt als „Band 3“ der “Die Welt der Tudors” Reihe. Allerdings ist es kein Muss, die anderen Romane vorher gelesen zu haben. Denn es handelt von Geschichte und von realen Personen. Wenn man mehr Hintergrundwissen zu einer Person braucht, hilft Google sehr gut weiter. Außerdem handelt der Roman von Penelope Devereuxs Geschichte allein, und somit empfand ich ihn als alleinstehenden Roman. Penelope ist Hofdame bei Königin Elizabeth I. und das war sehr spannend. Man bekommt viel mit von dem höfischen Leben und den Intrigen – bzw. den politischen Handeln vieler und was nötig ist, um zu überleben. Die Königin selbst taucht nur am Rande auf, was ich sehr schade fand. Ich hätte gern mehr über sie gelesen. Allerdings ist es auch kein Roman über Elizabeth. Der Roman ist sehr locker und leicht geschrieben. Innerhalb weniger Stunden flog ich nur so durch die Seiten. Diese lockere Art kam unter anderem daher, dass der Roman ziemlich an der Oberfläche blieb. Er deckt viele Jahrzehnte ab und so pickte die Autorin immer einzelne Tage / Szenen raus, die sie beschrieb. Einerseits konnte man so das gesamte Leben von Penelope verfolgen, aber ich konnte gleichzeitig keine Verbindung zu ihr aufbauen. Die fehlende Tiefe störte mich beim Lesen immer mehr. Denn ich wollte gern mehr erfahren über die Person Penelope. Die Häppchen, die man bekommen hatte, gefielen mir gut. Ich mochte es gerade zu Beginn – ihre Liebschaft zu dem Dichter und die Beschreibung ihrer Gefühle zur Vernunftehe. Doch danach wurde es mir zu neutral. Fazit: Definitiv etwas für Fans der Tudors und von höfischen Geschichten! Mit einem rasanten und lockeren Erzählstil führt uns Elizabeth Fremantle in die sagenhafte Zeit der Tudor Familie. Mir fehlte es durch die vielen Zeitsprünge etwas an Tiefe, da ich nie richtig mit der Protagonistin Penelope warm werden konnte. Dennoch habe ich den Roman genossen und mochte es sehr, neue Aspekte von historischen Persönlichkeiten kennenzulernen.

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Handlung: Penelope Devereux wird mit 18 Jahren zu Hofdame von Elisabeth I. Sie kannte das höfische Leben bisher nicht, kann es kaum erwarten, endlich aus den Fängen ihrer Verwandten zu kommen und selbstbestimmter Leben zu können. Schon nach kurzer Zeit am Hofe ist Penelope reifer geworden, sie hat sich einen Namen gemacht und blickt hinter die Kulissen von den Intrigen. Doch ihre schöne Zeit endet bald, als sie Robert Rich heiraten muss, obwohl sie ihn nicht liebt und eigentlich schon einem anderen versprochen war. Penelope gibt nicht auf, sie geht einen Pakt mit ihrem Mann ein und verschafft der Familie Devereux durch Intrigen und geschickte Ränke einen wichtigen Post. Für den sie stetig kämpfen muss.... Meinung: Das Cover finde ich ganz ansprechend und irgendwie gefällt es mir. Normalerweise mag ich es absolut nicht, wenn Personen auf einem Cover den Betrachter direkt anschauen, hier passt es, vielleicht auch durch die authentische Kleidung der Dame. Genauso stelle ich mir Penelope, die Hauptprotagonistin vor. Vorab muss ich leider kritisieren, dass es kein Personenverzeichnis gibt. Es tauchen unglaublich viele Personen auf, die teilweise den gleichen Namen haben oder bei denen manchmal untergeht, welche Stellung sie begleiten oder wie die verwandtschaftlichen Verhältnisse sind. Hier wäre es wirklich hilfreich gewesen, wenn dies irgendwo niedergeschrieben worden wäre. Der Einstieg in den Roman fiel mir recht leicht, auch wenn ich den Prolog nur schwer einordnen konnte. Erst später ergibt er Sinn und zeigt, dass die Handlung eine Schlüsselszene ist, in der vieles geschieht und es einen kleinen Einblick in die Zukunft gibt. Ansonsten bin ich gut in den Roman gestartet, die Handlung wurde ansprechend und bildhaft beschrieben, ich war fasziniert von der Welt am Hofe mit all den positiven, aber auch negativen Aspekten. Die Autorin gewährleistet einen lockeren Start in den Roman, der den Leser langsam auf die weitere Handlung hinführt, die bei weitem ernsthafter ist, als noch die Neckerein der Hofdamen untereinander. Die Ereignisse werden meist aus der Sichtweise von Penelope beschrieben, teilweise kommt auch Robert Cecil zu Wort, ein Feind von Penelope und Minister von Elisabeth I. Mir haben die verschiedenen Sichtweisen auf den Hof und die Geschehnisse gefallen, auch wenn dies gleichzeitig bedeutet, dass von beiden Seiten noch mehr Informationen auf mich eingestürzt sind. Die Schreibweise hat sich im Laufe des Romans gewandelt. Sie war stets auf einem hohen Niveau, weshalb ich manche Sätze mehrmals gelesen habe, um den kompletten Sinn zu verstehen. Doch ich hatte das Gefühl, dass sich nicht nur die Handlung zugespitzt hat, sondern auch die Schreibweise wurde anders. Während bisher noch ein lockerer Aspekt vorhanden war, verlor sich dieser mit der Zeit und alles wurde beim Lesen eindringlicher und kritisch. Es hat zweifellos zu der Handlung gepasst, mir haben mit der Zeit ein paar Kapitel gefehlt, in denen unbeschwerte Momente, ganz ohne politische Aspekte, geschildert werden. So war mir die Spannung durchweg zu hoch und ich hatte das Gefühl, nicht mal durchatmen zu können. Außerdem prasselt eine Menge an Informationen auf den Leser ein, mir fiel es mit der Zeit etwas schwer, diese alle unter einen Hut zu bringen. Mein besonderes Highlight des Romans war der erste Teil, welcher den einfachen Titel „Das Ei“ hat. Hier gibt es eine lebhafte Einführung in die höfische Welt von Elisabeth I., sowie in die Mode, die Verhaltensweisen und in die Intrigen und Spannungen. Geschehnisse wurden authentisch und bildhaft beschrieben, sodass ich leicht in die Welt eintauchen konnte. In den weiteren zwei Teilen ist die Lebendigkeit für mich flöten gegangen, es war zwar immer noch toll beschrieben, aber auch sehr ernsthaft. Auf den knapp 480 Seiten tauchen allerhand Personen auf, manche immer wieder, andere sind nur kurze Gäste. Insgesamt haben sich fast alle Charaktere besonders durch ihren Charakter und ihren Willen ausgezeichnet, nur die wichtigsten Protagonisten wurden genauer beschrieben. Bei allen anderen gab es nur ab und an ein paar Details über das Aussehen. Ich fand es schade, dass manche Personen, unter anderem Penelopes beste Freundin und Zofe oder ihre Mutter, lange Zeit ständig auftauchen und erwähnt werden, dies mit der Zeit abflaut und es entweder keine weitere Erwähnung mehr gibt oder in einem kurzen Satz beschrieben wird, was mit der Person passiert ist. Sie waren für die Handlung zwar nicht wichtig oder entscheidend, ich finde aber, dass solch kleine Details die Handlung immer rund machen. Im Vordergrund aller Personen steht Penelope mit ihrer engsten Familie, sowie die Königin und ihr Minister. Ihnen wurde von der Autorin besondere Aufmerksamkeit zuteil, sie waren detailliert ausgearbeitet und sind ihrem Wesen treu geblieben. Fazit: Penelope Devereux war eine wirklich bemerkenswerte Frau, von der ich bisher leider noch nichts gehört habe. Zu weiten Teilen fand ich den Roman wirklich interessant und ansprechend, eine gehobene Lektüre, die man nicht mal eben in drei Tagen weglesen kann. Gleichzeitig haben mir kleine Details, u.a. das fehlende Personenverzeichnis, aber auch die stets hohe Spannungskurve mit zu vielen Informationen nicht gefallen, weshalb ich dem Roman leider keine volle Punktzahl geben kann. Trotzdem finde ich es absolut empfehlenswert und es wird ein wirklich interessanter Aspekt der britischen Geschichte beschrieben, von dem ich bisher noch nichts wusste.

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Um ganz von vorne, nämlich mit dem Cover zu beginnen: am meisten stört mich an diesem Buch der Titel, denn die junge Penelope ist in keiner Weise eine echte Rivalin der alternden Queen Elisabeth. Aber das Buch sollte halt zu den anderen Romanen der Autorin passen, die alle solche "XY der Königin"-Titel tragen, auch wenn jedes Buch für sich steht. Sonst habe ich wenig zu bemängeln. Der Roman ist sehr gut um die wenigen Fakten herumgeschrieben, die von Penelope Devereux bekannt sind. Zudem wird sie als starke Persönlichkeit gezeichnet, aber eben auch als Frau ihrer Zeit, ohne moderne emanzipatorische Züge, wie das bei historischen Romanen leider nur zu oft passiert. Generell zeichnet sich Elizabeth Fremantle durch eine große historische Sachkenntnis aus, auch kleine Details sind stimmig. Es hilft allerdings, wenn man auch als Leser mit der Epoche halbwegs vertraut ist, denn sonst dürfte es schwer fallen, im Gewimmel von Namen und Titeln der Personen an Elisabeths Hof den Überblick zu behalten.

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In Zeiten William Shakespeare, also dem Übergang des 15. zum 16. Jahrhunderts, spielt der aktuelle Roman von Fremantle. Das Buch ist Anfang Mai erschienen und zog mich sofort in den Bann. Es soll um eine starke Frau gehen, die zur Rivalin der Königin wird, so der Titel. Leider stimmt dieser Teaser nicht. Aber das ganze Buch ist stimmig. Ich habe mir immer vorgenommen die Bemerkungen der Autoren zuerst gelesen. Diesmal habe ich und es half. Zum einem wusste ich damit, dass hier die Abenteuer einer lebenden Person beschrieben werden sollen und dass der Roman mit hohem historischen Background geschrieben ist. Das dies bereits der dritte Band der Tudor-Reihe von Fremantle ist, wusste ich mal wieder nicht. In diesem Werk ist es aber nicht zu spüren. Im Roman werden die letzten Jahre der Regierung von Elizabeth I beleuchtet. Penelope Devereux, das Patenkind der Regentin, kommt als Hofdame an den Hof. Ihre Mutter, eine Verwandte der Königin, ist bei dieser in Ungnade gefallen, was die Beziehung kompliziert. Ihr Bruder Robert, Earl of Essex, nimmt dagegen einen prominenten Platz im Herzen der Königin ein. Penelopes Verhältnis zu Elizabeth ist zweigespalten: sie gibt der Königin die Mitschuld am Tod ihres Vaters, sie ist empört über die Ächtung der Mutter und als die Königin auch noch eine Verbindung zwischen ihr und Philip Sydney untersagt und stattdessen den ungeliebten Lord Rich als Ehemann für sie bestimmt, ist es mit Penelopes Loyalität so gut wie vorbei. Von nun an sorgt sich Penelope nur noch am Wohlergehen der Familie Devereux. Sie pflegt heimlich Kontakte zu König James von Schottland, den die Devereuxs als Elizabeths Nachfolger sehen wollen. Das Thema der Erbfolge der kinderlosen Elizabeth ist jedoch ein Tabu und seine Erörterung kann mit Verbannung oder Tod enden. Penelope verstrickt sich in die Machenschaften ihres impulsiven und häufig depressiven Bruders Essex, der schon lange auf der Abschussliste des größten Widersachers der Devereuxs Sir Robert Cecil, persönlicher Sekretär der Regentin, steht. Der sehr komplexe Roman zeichnet ein facettenreiches Bild einer ebenso attraktiven wie klugen Frau: Penelope Devereux, später Lady Rich, einer politisch interessierten Frau, die ihrer Zeit Meilen voraus ist. So nimmt sie sich, da ihre Liebe zu Philip Sidney nicht in eine Ehe mündete, Charles Blount, Lord Mountjoy, als Liebhaber, dem sie mehrere uneheliche Kinder gebärt. Mit ihrem Gemahl, Lord Rich vereinbart sie, nachdem Penelope ihn als Kinderschänder überführt hat, dass sie frei handeln kann, nachdem sie ihm zwei Jungen geboren hat. Mit diesem Wissen und ihrer Energie lenkt sie die Geschicke ihrer Familie und die nähere Umgebung. Eigentlich kann man die Geschichte nicht glauben, sie beruht aber auf historischen Tatsachen. Insgesamt kommt der Roman sehr gut recherchiert daher, wobei die Autorin im Nachwort erläutert, wo sie Lücken in den Quellen mit Vermutungen ausgefüllt hat. Neben dem Leben und der Persönlichkeit von Penelope, steht auch der Aufstieg und tragische Fall ihres Bruders Essex und dessen jahrelange Rivalität zu Robert Cecil um das Ansehen bei der Königin im Mittelpunkt. Die Intrige der beiden Männer, immer mit dem Zweck den Gegner zu Fall zu bringen, ist sehr fesselnd. Ein weiteres zentrales Thema ist der Glaube der Zeit. Viele politische wie gesellschaftliche Entwicklungen sind auf den Kampf um die Vorherrschaft zwischen den Katholiken und den Lutheraner bzw. Reformistischen zurück zu führen. Besonders spannend finde ich die Charakterisierung der Königin nach authentischen, historischen Quellen. Mein Fazit: Der Sprachstil ist flüssig und anschaulich. Er vermittelte mir den Eindruck, selbst als Zeuge des Geschehens am Hof und seiner Umgebung zu sein. Ich empfehle diesen Roman für Leser, die an einem gut recherchierten Roman aus der Tudor Zeit interessiert sind.

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