Leserstimmen zu
Last Mile

David Baldacci

Die Memory-Man-Serie (2)

(10)
(8)
(1)
(0)
(0)

Last Mile ist der zweite Teil der Amos Decker Reihe von David Baldacci und obwohl ich den ersten Teil nicht gelesen habe, hatte ich keine Verständnisprobleme hier. Ich habe das Hörbuch beim Bloggerportal angefragt und habe mich sehr gefreut, es anhören zu können, leider war das Buch für mich aber nur mittelmäßig. Die Geschichte war ganz interessant, hat mich aber nicht so wahnsinnig mitgerissen. Es war spannend nach und nach herauszufinden wie alles zusammen hängt, allerdings gefiel mir die Art und Weise nicht wie Amos Decker, die Hauptfigur immer wieder Ideen hatte, dem Leser diese aber nicht mitgeteilt wurden. Ich mag es, Rätsel selber lösen zu können, aber hier konnte ich für die von Decker „verheimlichten“ „Erleuchtungen“ keinerlei Hinweise sehen und konnte nicht einmal ahnen auf was für Ideen er kam. Eine Verbindung zu den Personen konnte ich nicht aufbauen, ich hatte das Gefühl sie sind ziemlich oberflächlich beschrieben worden, die Charaktere wurden aber in keiner Weise entwickelt. Das hat mich aber Alles in Allem nicht sehr gestört und ich habe das Buch trotzdem gern angehört. Was mich dagegen sehr gestört hat war der Fokus den Baldacci auf das Gewicht von seiner Hauptfigur gelegt hat. Decker war zu Anfang des Buchs stark übergewichtig und hat sich dann darauf konzentriert abzunehmen, was mich an sich nicht stört, aber die Zeit die Baldacci aufgewendet hat um über Deckers Essgewohnheiten und seine Fitnessroutine war meiner Ansicht nach völlig unnötig und passt weder zum Genre noch zur Geschichte. Trotz allem habe ich dem Buch drei Sterne gegeben, da es angenehm zum lesen / anhören war.

Lesen Sie weiter

Bester Freund

Von: wal.li

20.12.2017

Melvin Mars sitzt seit zwanzig Jahren in der Todeszelle. Er wurde für den Mord an seinen Eltern verurteilt, obwohl er immer behauptet hat, er sei unschuldig. Ausgerechnet an dem Tag, für den die Hinrichtung angesetzt ist, gesteht ein Fremder, der wegen anderer Verbrechen einsitzt, die Tat. Zufällig erfährt Amos Decker von der Sache. Seit einem Unfall besitzt Decker ein perfektes Gedächtnis und als Berater steht er einem FBI Team zur Seite. Deckers Interesse ist geweckt. Ist Mars tatsächlich unschuldig? Was ist in der Nacht, in der seine Eltern starben, wirklich geschehen. Gemeinsam mit dem Team begibt sich Amos Decker an die Aufklärung des Falles. Wenn man vorher nicht weiß, dass dies bereits der zweite Fall für Amos Decker ist, dann vermisst man nicht direkt etwas. Zwar gibt es Hinweise auf Deckers Vorgeschichte. Diese weckt zwar Neugier, ist aber für das Verständnis dieser neuen Angelegenheit nicht notwendig. Und so kann man gespannt und konzentriert die Untersuchung verfolgen, die Decker und sein Team beginnen. Decker will die Wahrheit finden, wobei es zunächst nicht einmal sicher erscheint, das Mars als erwiesen angesehen werden kann. Melvin Mars ist sehr froh, der Todeszelle entronnen zu sein, sein Interesse an der Wahrheit ist jedoch nicht so groß. Erst langsam wächst dieses als immer mehr Informationen zutage treten, die darauf schließen lassen, dass der Hintergrund der Sache weitreichender ist als zunächst ahnen konnte. Gekonnt baut der Autor die Handlung um den Mord an den Eltern des so lange weggesperrten Melvin Mars auf. Nach und nach entpuppt sich der vermeintlich klare Fall als Verschwörung anderer Größe, die lange in die Vergangenheit zurückreicht. In die amerikanische Vergangenheit, die wie auch die Vergangenheit anderer Länder einige Besonderheiten aufweist. Menschen, deren Boshaftigkeit und Skrupellosigkeit ihresgleichen sucht, die mit allem davon zu kommen scheinen. Das kann doch so nicht sein, denkt man, und man hofft, man könne Kraft seiner Gedanken die Geschicke in die Bahnen der Gerechtigkeit lenken. Dies aber muss und will man schließlich dem Autor überlassen, der es bestens versteht mit seinen Ausführungen zu fesseln. Unterstrichen wird die spannungsgeladene Handlung durch den sehr hörenswerten Vortrag von Dietmar Wunder, der dem Hörbuch echte Thriller-Atmosphäre einhaucht.

Lesen Sie weiter

Seit einem Unfall kann Amos Decker, der Memory Man, nichts mehr vergessen. Fast wäre er an den unlöschbaren Bildern seiner traumatischen Vergangenheit zerbrochen. Aber nun hat er ein neues Lebensziel gefunden: Innerhalb einer Spezialeinheit des FBI klärt er ungelöste Schwerverbrechen. In seinem ersten Fall geht es um Melvin Mars, der seit zwanzig Jahren in der Todeszelle sitzt. Er soll seine eigenen Eltern ermordet haben. Doch Stunden vor seiner geplanten Exekution taucht ein Mann auf und behauptet, der Schuldige zu sein. Kann Decker ihm glauben? Ist Melvin Mars unschuldig und muss vor der Todesstrafe bewahrt werden? Oder wird ein hochgefährlicher Mörder auf freien Fuß gesetzt? Als ein Mitglied aus Deckers Team plötzlich spurlos verschwindet, zeigt sich bald, dass der Fall eine noch viel tiefergehende gesellschaftliche Sprengkraft birgt. Ich habe auch den zweiten Teil von Amos Decker als Hörbuch gehört, denn der Sprecher gefällt mir total gut und konnte mich schon mit dem ersten Werk begeistern. Die Bücher könnte man unabhängig voneinander lesen, denn es sind abgeschlossene Geschichten, ich empfehle aber trotzdem den ersten Teil zuerst zu lesen, einfach um das Hintergrundwissen über Amos zu erlangen und ihn kennenzulernen. Denn hier im zweiten Teil wird über viele Dinge geredet, die man aus dem ersten erfährt. Nicht so, dass man nicht auch ohne Kenntnisse klar kommen würde, aber es unterstützt doch den Lesefluss, wenn der erste Teil bekannt ist. Der Sprecher schafft auch hier wieder mit seiner unvergleichlichen tiefen Stimme und seiner Betonung eine einzigartige Atmosphäre. Es wirkt düster und absolut spannend. Die Geschichte um Melvin Mars hat mich sehr bewegt. Ich glaube er ist nicht der einzige Mensch, der scheinbar ungerecht im Gefängnis sitzt und sich nun der Todesstrafe gegenüber sieht. Wie oft passiert so etwas wohl wirklich? Und ist die Todesstrafe hier überhaupt gerechtfertigt oder sollte man nich lieber einfach nur lebenslänglich im Gefängnis sitzen. Denn anhand von Melvins Erlebnissen ist schon der Aufenthalt im Gefängnis schlimm genug und der Tod hier eher eine Erlösung aus den Qualen, die er durch seine Mitinsassen und die Wärter erfahren muss. Doch Melvin kann dem Tod noch einmal von der Schippe springen, weil sich ein anderer zu seinen angeblichen Taten bekennt. Für Melvin könnte hier also ein neues Leben beginnen. Ein neues Leben ohne zu wissen, was mit seinen Eltern wirklich psssiert ist und warum. Könnte... Wenn hier nicht Amos Decker ins Spiel kommen würde, der Melvin noch aus der Highschool Zeit und vom Football kennen würde und sich seiner Geschichte annehmen will um herauszufinden was damals wirklich passiert ist und wer an dem Tod von Melvins Eltern die Schuld trägt. Amos Decker legt hier viel Elan in die Ermittlungen, will er doch wissen ob Melvin einfach nur ein begnadeter Lügner ist oder wirklich zu unrecht seine Zeit im Gefängnis abgesessen hat. Diese Geschichte ist eindeutig zum mitfiebern gedacht. Man bekommt immer wieder ein kleines Stück der Wahrheit hingeworfen und rätselt, wie dieses Puzzleteil nun ins Gesamtbild passt. Ich wurde wieder Mal auf falsche Fährten geschickt. Habe hin und her überlegt. Das Buch hat mich auch beschäftigt, wenn ich gerade nicht gehört habe. Ich wollte unbedingt herausfinden wie Melvins Geschichte aufgelöst wird. Am Ende wurde ich dann doch wieder völlig überrascht. Natürlich gab es einige Sachen, die der Autor den Leser wissen lässt. Kleine Häppchen, über die man sich freut und bei denen man denkt man hat nun endlich das große Ganze gelöst. Aber nein. Vom großen Ganzen ist man dann doch noch meilenweit entfernt und wird vom Ende wirklich überrascht. David Baldacci ist für mich keine leichte Kost, denn hierbei muss man immer aufpassen wie ein luchs, sonst übersieht man die Kleinigkeiten, die die Geschichten ausmachen. Es ist also kein Krimi, den man mal eben zwischendrin als Unterhaltung lesen kann sondern eher eine fordernde Lektüre, der man seine gesamte Aufmerksamkeit widmen muss! Wer also auf anspruchsvolle Lektüre steht, die zum Mitdenken einlädt, der ist hier genau richtig und sollte David Baldacci eine Chance geben!

Lesen Sie weiter

Melvin Mars sitzt wegen Doppelmord an seinen Eltern in der Todeszelle. Am Tag seiner Hinrichtung tritt allerdings ein anderer auf, der den Doppelmord gesteht. Seine Strafe erhöht es auch nicht mehr, er sitzt ebenfalls in der Todeszelle. Durch einen Zufall hört Amos Decker im Radio von dem Fall. Decker ist Teil einer Spezialeinheit des FBI die alte ungelöste Fälle aufklären sollen. Dies ist zwar kein alter Fall, Decker will jedoch unbedingt diesen Fall richtig aufklären. Treten doch vereinzelte Unstimmigkeiten in der Sache auf. So übernimmt die Spezialeinheit des FBI den Fall von Mars und rollt alles von hinten auf. Schnell findet Decker heraus, dass an der Geschichte so gar nichts zu stimmen scheint. Doch Mars ist erst einmal auch keine große Hilfe in der Aufklärung. „Last Mile – HB“ ist der zweite Teil der Geschichte vom Memory Man Amos Decker aus der Feder des Autors David Baldacci. Ich habe das Buch als Hörbuch genossen. Der Sprecher Dietmar Wunder hat hier wieder fantastische Arbeit geleistet. Er gibt den Figuren eine eigene Stimme und weiß, wie man ein Buch spannend umsetzt. Die Story an sich ist sehr tief und weitgreifend. Ich fand den Fall an sich wirklich gut und mitreißend. Was mir hier nicht gefallen hat, waren die einzelnen Personen. Sie waren teilweise einsiedlerisch, aufbrausend, unsympathisch, egoistisch, egoistisch und egoistisch. Wenn ich so überlege, hat Mars im kompletten Hörbuch nicht einmal wirklich seine Unschuld beteuert. Vielmehr war er eher genervt und pampig gegen die Leute, die ihm helfen wollten. Decker ging mir im zweiten Teil eigentlich auch ziemlich auf den Keks. Decker ist ein absoluter Egoist. Wenn man in einem Team ist, sollte man sich auch etwas auf sein Team einlassen. Er jedoch kannte nur sich und sich selbst. Solche Menschen mag ich überhaupt nicht. Er redete kaum mit einem, rannte einfach los und kannte die anderen meistens nur, wenn er wirklich Hilfe brauchte. Die Frauen Jameson und Davenport waren hier auch nur schnödes Beiwerk, die nicht wirklich etwas zu sagen hatten. Wenn überhaupt haben sie nur nachgeredet, was Decker vorgesagt hat. Im kompletten Buch hatten sie nur ein zwei kleine Lichtblicke. Bogart, der Chef der Truppe, blieb eigentlich immer außen vor. Wenn er sagte nach links, ging Decker nach rechts. Der zweite FBI Man in der Truppe, Milligan, war der typische Kerl, der den bösen Part übernehmen musste. Leicht verschnupft gegenüber Decker und diesem Fall. Wirklich sympathisch war mir nur Bogart, den Rest der Truppe hätte ich öfters mal kräftig durchschütteln können. Trotz dass mir die Personen nicht sympathisch waren und zeitweise auf die Nerven gingen, fand ich den Fall schon faszinierend. Wie sich alles entwickelt und heraus gestellt hat, war schon gut geschrieben. Ich erwähne hier noch schnell, dass sich bitte keiner wundern sollte, wenn ich die Namen der Personen falsch geschrieben habe. Nur durchs reine hören, konnte ich nicht wirklich erkennen, ob die Namen so geschrieben werden. Für die fünf Sterne von „Memory Man“ reicht es für den zweiten Teil bei mir nicht. Durch die nervige Art von Decker und einiger Punkte, die für mich nicht ganz rund waren, gibt es diesmal vier Sterne. Wer etwas über Decker hinweg sehen kann und einen guten Fall lösen möchte, kann hier auf jeden Fall zugreifen.

Lesen Sie weiter