Leserstimmen zu
Wild Cards. Die erste Generation 01 - Vier Asse

George R.R. Martin

Wild Cards - 1. Generation (1)

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Wer Superhelden und Fantasy mag, dem ist der Name des Autors und Herausgebers von „Wild Cards. Die erste Generation 01 – Vier Asse“ sicherlich nicht entgangen. Mir jedenfalls ist der Name immer mal wieder in Nerdsitcoms untergekommen. Oder auch bei einer Fantasydiskussionsrunde kam ich an diesem Namen nicht vorbei. Und doch kannte ich noch kein Werk des Schriftstellers. Was sich nun endlich geändert hat. „Wild Cards. Die erste Generation 01 – Vier Asse“ wurde von George R. R. Martin herausgegeben. „Wild Cards. Die erste Generation 01 – Vier Asse“ ist kein typischer Roman, auch wenn sich die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite an einem roten Faden durchzieht. An der Romanhandlung haben mehrere Autorinnen und Autoren gebastelt und geschrieben, jeder davon durfte sich eine eigene Figur schaffen, die dann im jeweiligen Kapitel, welches genau dieser Autor verfasst hat, eine besondere und tragende Rolle einnehmen durfte. Die Idee ist so klasse. Und dennoch steht kein Kapitel für sich ganz allein. Die Autoren greifen untereinander die Fähigkeiten und Figuren der anderen Autoren auf, sodass sich „Wild Cards. Die erste Generation 01 – Vier Asse“ wie ein flüssig erzählter Roman liest. Wären nicht die einzelnen Überschriften über den Kapiteln mit Autorennamen versehen, würde man gar nicht merken, dass mehrere Schriftsteller ein gemeinsames Werk erschaffen haben. Ich muss sagen, dass ich relativ lang zum Lesen des Buches benötigt habe, aber immerhin hat das Buch ja auch fast 800 Seiten. Und doch war ich sehr traurig, als sich die Geschichte um die Vier Asse dem Ende neigte. Irgendwie wollte ich die Superheldenwelt nicht verlassen. Im Übrigen sei zu erwähnen, dass die Geschichte nach dem 2. Weltkrieg spielt und auch zur Zeit der Rassentrennung in den Vereinigten Staaten. Und wer gut zwischen den Zeilen lesen kann, merkt natürlich auch schnell, wie mit den Assen und Jokern umgegangen wird. Und das macht für mich ein gutes und lesenswertes Buch auch aus: Vergnügen gepaart mit einer Spur Ernsthaftigkeit und einem Fingerzeig.

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~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Vorweg ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Wild Cards ist eine schon etwas ältere Reihe, welche 1987 das erste Mal in englischer Sprache erschien. Wichtig dabei ist, dass die einzelnen Geschichten in einem Band nicht nur aus der Feder eines Autoren stammen, sondern es sich hier um einen teilweise wechselnden Zusammenschluss von Autoren handelt.* Später wurden die einzelnen Bände auch in Deutschland durch den Heyne-Verlag veröffentlicht, wobei einige Bände gesplittet wurden. Es folgte eine jahrelange Pause, in denen keine weiteren Geschichten veröffentlicht wurden, doch führte man die Story letzten Endes weiter und so erschienen weitere Titel u. a. auch bei Penhaligon (1. Das Spiel der Spiele, 2. Der Sieg der Verlierer, 3. Der höchste Einsatz). Selbiger Verlag entschied sich aber auch, den ersten Band des Wild-Cards-Universums neu aufzulegen, wobei man sich aber Gott sei Dank dagegen entschied, die Bände wieder zu teilen, so wie es früher der Fall war. Zudem hoffe ich schwer darauf, dass auch die weiteren Bände folgen werden. Und um eben diese Neuauflage (Wild Cards. Die erste Generation 01. Vier Asse) inkl. zweier bisher unveröffentlichte Zusatzstorys(!) wird es heute gehen. *Fun-Fact: Die Idee zur Reihe entstand quasi, weil sich die Autoren für Pen&Paper-Rollenspiele getroffen haben, diese stark betrieben, was jedoch Zeit kostete, die man doch auch ins Schreiben (und somit Geldverdienen) investieren hätte können. ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Inhalt des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Beginn der Handlung ist der Zweite Weltkrieg, wobei zu erwähnen ist, dass das Buch quasi in unserer Welt spielt, wobei Orte, geschichtliche Handlungen, Berühmtheiten, Verlage etc. stark von der Realität abweichen können (Wild Cards ist eben dennoch eine fiktive Geschichte). Aliens wollen einen Virus an der Menschheit testen, da diese der eigenen Rasse sehr ähnlich ist. Fortan müssen die Menschen mit den Auswirkungen des ‚Wild Card Virus‘ leben, wobei man vor allem zwischen Assen, Personen mit besonderen Fähigkeiten durch den Virus, und Jokern, Leuten mit physischen Trans- oder Deformationen, unterscheidet. Die Mehrheit der Menschheit überlebt den Virus jedoch nicht und bei einigen Überlebenden zeigt der Virus wiederum gar keine Auswirkungen. In den einzelnen Kurzgeschichten der Autoren werden verschiedene Charaktere und Schicksale beleuchtet. So wird anfangs die tragische Geschichte von Jetboy erzählt, der versuchte, die Verbreitung des Virus zu verhindern, die Entstehung der ‚Vier Asse‘, quasi so etwas wie besondere Superhelden, wird dem Leser nahe gebracht und weitere Schicksale werden betrachtet. Dabei gibt es natürlich immer wieder Überschneidungen, da letzten Endes alles im Wild-Cards-Universum spielt und generell werden auch Themen wie die Ausgrenzung der Joker und politische Entscheidungen und Vorhaben bezüglich der Joker & Asse etc. behandelt. ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Cover, Bilder und Gestaltung ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Das Cover zeigt den Helden Jetboy und markiert somit den Beginn der Wild-Cards-Geschichte. Ansonsten sind die Bücher mit schwarzem Hintergrund eher schlicht gehalten, passend für eine zeitlich so lang anhaltende Reihe. Das Buch beginnt mit einer Vorbemerkung des Herausgebers George R. R. Martin, gefolgt mit der Geschichte zur Entstehung von Wild Cards. Umrahmt wird die eigentliche Story dann von einem Prolog und Epilog, wobei die einzelnen Geschichten ab und an durch sogenannte Zwischenspiele unterbrochen werden. Etwas Besonderes an diesem Buch jedoch ist auch der Anhang, in welchem fiktive Auszüge aus der Literatur abgedruckt sind. Gestaltungstechnisch werden die meisten Absätze zudem mit Kartenspielsymbolen (Herz, Kreuz, Pik, Karo) getrennt, was ich als eine passende und dezente Ergänzung empfinde. ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Meine Meinung zum Buch ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Nach so vielen Filmen des Genres endlich einmal eine großartige Buchreihe über Superhelden, Schurken und den ganzen Rest. Wobei man zwar sagen muss, dass Wild Cards ja eigentlich vor dem riesen Superheldenhype des 21. Jahrhunderts erschien, aber ich habe sie eben erst durch die Neuerscheinung für mich entdeckt. Es werden meines Erachtens auch wieder einmal wunderbar Sci-Fi und Fantasy miteinander verwoben, wobei ich den Fakt, dass es quasi auf der Erde spielt und auch nicht erst in 1000 Jahren der Zukunft ganz schick finde. So kommt es auch immer wieder dazu, dass berühmte Persönlichkeiten genannt werden oder später auch direkt agieren, wobei diese nicht immer zwangsläufig genau so sind, wie wir sie aus unserer Welt kennen, was mir persönlich immer wieder ein Schmunzel abringt ;) Ich mag den Aufbau in Einzelstorys sehr, da man so auch als Leser gute Pausen setzen kann. Dennoch sind die einzelnen Geschichten natürlich miteinander Verwoben und so werden die Ereignisse auch aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, was ich einerseits spannend finde, allerdings muss ich gestehen, dass man sich hätte manchmal auch ein klein Wenig kürzer fassen hätte können. Das die Charaktere sich jeder für sich aber auf so vielen Seiten entfalten und entwickeln dürfen, ist für mich auf jeden Fall ein riesengroßer Pluspunkt. Irgendwie wiedersprechen sich die letzten zwei Punkte zugegebener Maßen zwar, aber die Autoren hätten evtl. irgendwie besser die Wage finden könen. Da das ganze zur Kriegszeit startet und der Virus generell weltweite Folgen hat, sind Soldaten und das Militär und natürlich auch die Politik immer wieder ein Thema. Dies hat mir das Lesen ab und an etwas erschwert, bin ich in diesen Themen nur oberflächlich bewandert. ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Fazit des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Ein fantastisches Buch und ein genialer Auftakt einer langanhaltenden Reihe und Schaffung eines eigenen kleinen Paralleluniversums, wenn ich das so sagen darf ;D Zudem ist es toll, dass man dieses Buch quasi auch als Einzelband lesen kann, ohne das Buch total unbefriedigt zu schließen. Die weiteren Bände sollte man aber meines Wissens komplett und chronologisch lesen. ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Wem würde ich das Buch empfehlen? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Die Reihe richtet sich eher an erwachsene Leser, startet das Ganze, wie schon oben erwähnt, während des Zweiten Weltkriegs und beinhaltet zudem Kämpfe und oft kann man auch nicht einfach beurteilen, ob etwas immer schwarz oder weiß ist, sondern man bewegt sich auch gern in Grauzonen. Wenn also jemand mal so richtig Lust auf ein Superhelden Universum hat, in dem nicht alles nur supertoll ist durch die ganzen Fähigkeiten und nicht nur die ganz leichte Kost mag, der sollte unbedingt einen Blick in Wild Cards wagen. In dem Sinne freue ich mich auf jeden Fall auf die weiteren Bände, denn mich hat das Wild-Cards-Fieber ein für alle mal gepackt! Simone von Nickypaulas Bücherwelt

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