Leserstimmen zu
Der Verräter

Ingar Johnsrud

Fredrik Beier (3)

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Nach „Der Hirte“ und „Der Bote“ ist „Der Verräter“ der letzte Band in der Trilogie rund um die Osloer Ermittler Fredrik Beier und Kafa Iqbal. Einstieg in den dritten Band ist ohne Probleme. Es schmiert jemand das Wort „Verräter“ auf den Tesla eines stellvertretenden Direktors Henry Falck, als sich dieser mit Beata Wagner, einer „grauen Maus“ aus dem Finanzministerium auf den Weg in einen Nachtclub begibt. Doch zuerst in eine Waschanlage, denn nicht hasst Falck mehr als ein schmutziges Auto. Dieser Umweg sollte jedoch tödlich enden: In der Waschanlage wird ihm in den Unterleib geschossen und Beatas Hirn auf der Frontscheibe verteilt. So beginnen skandinavische Thriller. Polizeihauptkommissar Fredrik Beier vom Dezernat für Gewaltverbrechen wusste, dass es eine Medizin gegen sein Leiden gab: Im Glas und auf zwei Beinen. Für den Leser offenbaren sich mehrere Aktionsfelder: Eine - nicht gar so - christliche Sekte, politische Ränkespiele zwischen den Koalitionsparteien, illegale Waffengeschäfte, ein ausgewachsener Politskandal, eine geheime „Organisation“ und Geheimnisse, die in der Vergangenheit Fredrik Beiers und seiner Mitarbeiterin Kafa Iqbal liegen. Wem kann Fredrik trauen? Welchen Kollegen und Vorgesetzten? Welche Geheimnisse haben die anderen, was wird verschwiegen und wo ist die Grenze zwischen Lüge und Wahrheit? „Erinnerungen ähneln Samenkörnern. Wenn sie Nahrung bekommen beginnen sie zu sprießen. Fredriks Erinnerungen beginnen zu sprießen.“ Alle losen Enden werden am Ende zu einem Ganzen verknüpft, das es in sich hat. 666 Seiten sind zu lesen, Leseausdauer ist erforderlich, aber es lohnt sich. 666 – wenn das keine symbolträchtige Zahl ist. Der Epilog passt dazu: „Das Böse ist immer und überall.“

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Ingar Johnsrud Der Verräter Zwei Mordopfer, ein schockierender Politskandal und eine überraschende Verbindung zu seinem Vater – Fredrik Beiers letzter Fall wird zu seinem persönlichsten. Oslo, Norwegen: Ein Mitarbeiter des norwegischen Verteidigungsministeriums und seine Freundin werden ermordet in einer Autowaschanlage gefunden. Das Wort »Verräter« wurde auf den Wagen geschmiert. Wenige Tage später verschwindet eine Reporterin spurlos. Sie hatte nicht nur in der Vergangenheit des Toten gewühlt, sie suchte auch nach Informationen über Hauptkommissar Fredrik Beiers verstorbenen Vater. Als während der Ermittlungen immer mehr Verbindungen zu Fredriks Leben und seiner Vergangenheit auftauchen, muss er sich fragen, wem er noch trauen kann. Sogar seine Partnerin Kafa Iqbal scheint etwas vor ihm zu verbergen. Der Politskandal, dem er schließlich auf die Spur kommt, hat so ungeahnte Ausmaße, dass er alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt … Ein Abschluss wie ein Paukenschlag. Dieses Buch nimmt einen wieder mit in die menschlichen Abgründe, so tief, das man Angst bekommt. Frederik und Kafa wird alles abverlangt, um diesen Fall zu lösen. Es gibt viele Wendungen und der Leser wird immer wieder überrascht davon. Mir hat dieses Buch als Abschluss der Geschichte um Frederik und Kafa sehr gut gefallen, auch wenn es zwischendurch mal einen Teil gab der sich als langatmig angefühlt hat. Es gibt unzählige fein erzählte Details, die man vielleicht auch hätte weglassen können. Trotzdem ist es rund. Schade dass es das letzte Buch ist. Aber wer weiß? Vielleicht gibt's ja doch irgendwann eine weitere Geschichte? Ich empfehle unbedingt die Bücher in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen! Ansonsten wird es schwer nachzuvollziehen sein. Ich gebe vier von fünf Sternen.

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In einer Waschanlage wird ein norwegischer Regierungsmitarbeiter gemeinsam mit seiner Freundin grausam ermordet aufgefunden, der Täter hat lediglich das Wort „Verräter“ hinterlassen. Fredrik Beier, der hinzugezogen wird, stellt schnell fest, dass die investigative Journalistin Benedikte Stoltz, die er kürzlich kennengelernt hat, in den Fall verwickelt ist. Aber auch sein verstorbener Vater scheint eine Rolle in dem Mordfall zu spielen... Der dritte Fall um den norwegischen Ermittler Frederik Beier soll auch der letzte sein, Autor Ingar Johnsrud schließt darin auch die wesentlichen Handlungsstränge ab, die er in den Vorgängerbänden ausgelegt hat. Der Fall, der in dem Thriller erzählt wird, konzentriert sich stark auf diese Zusammenhänge, gewinnt aber auch eine sehr eigenständige Note. Das ist schon ziemlich komplex geraten und fordert vom Leser neben viel Aufmerksamkeit auch Kenntnisse der Vorgänger voraus. Viele Details bekommen noch einmal Bedeutung, gerade dadurch ergeben sich aber auch überraschende Wendungen. Mir gefällt sehr gut, wie dem Leser immer stückchenweise Teile des Gesamtbildes offenbart werden, was aber direkt wieder neue Fragen aufwirft - ganz so, als würde man mit einer Karte durch ein Labyrinth gehen, aber immer nur die Wände der direkten Umgebung sehen. Sicherlich schleichen sich dabei einige Ungereimtheiten ein, nicht alles wird ausführlich oder logisch erklärt. Das Tempo ist aber deswegen auch sehr hoch, Johnsrud konzentriert sich auf das die elementaren Entwicklungen und erzeugt damit einen Sog, der sogar noch deutlicher hervortritt als bei den ersten beiden Romanen der Reihe. Toll, dass dabei die Charaktere nicht untergehen, sondern im Gegenteil noch mehr Profil erhalten. Auch den neuen Rollen verleiht der Autor eine prägnante Aura, mal gradlinig, mal geheimnisvoll, aber immer greifbar und markant, ohne dass es das Tempo verlangsamen würde. Durch die ausdrucksstarke Sprache und markante Wortwahl gewinnt die Geschichte an Stimmung und Profil, sodass sich „Der Verräter“ sehr flüssig liest. Ein fulminanter Abschluss der Romantrilogie, in der sich die Spannung unverfälscht entlädt und einen packenden Verlauf erzeugt. Die vielen Puzzlestücke fügen sich gekonnt ineinander, sind aber auch sehr komplex angelegt und fordern so vom Leser große Aufmerksamkeit. Die habe ich dem Roman aber auch sehr gern angedeihen lassen, da alles so spannend erzählt wurde.

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Ich muss ja sagen, dass ich nicht allzuoft bei einer Reihe dabei bleibe bzw. mir dann die Folgebände hole, aber nicht so direkt dazu komme sie zu lesen - das ist dann wiederrum der Vorteil an einem Rezensionsexemplar, weil man es einfach liest. Wobei ich bei Johnsrud bestimmt auch eine Ausnahme gemacht hätte - nun habe ich den dritten (finalen?) Band um diese Ausnahme-Ermittler gelesen und ich bin traurig, dass die Reise hier zu Ende ist, dankbar, dass Ingar Johnsrud mir doch noch einige meiner offenen Fragen aus dem ersten Band beantwortet habe und gespannt, was er uns noch für tolle Bücher liefern wird. Aber fangen wir mal an. "Den Hirten" habe ich geliebt, beim "Boten" war ich ein wenig enttäuscht und für "Der Verräter" bin ich dankbar. Ich bin dankbar, weil sowohl auf die Geschichte von Fredrik und von Kafa eingegangen wird, weil der Solro-Fall wieder aufgenommen wird und wie gesagt so einiges aufgeklärt wurde. Ich weiß nämlich noch ganz genau, wie ich "den Hirten" mit gefühlten hunderttausend Fragezeichen beendet habe. Hier läuft alles irgendwie wieder zusammen, neben dem aktuellen Fall, der eigentlich ebenfalls zur Vergangenheit gehört, kommt persönliches an Tageslicht, werden Schicksalsschläge geklärt und Freiraum für Neues geschaffen. Johnsrud hat in seinem dritten Band um Fredrik Beier wieder viele tolle Charaktere geschaffen und eine Menge Spannung und Action aufgebaut. Für mich gehört Ingar Johnsrud zu den größten Thriller-Autoren unserer Zeit. Er schreibt spannend, absolut kurzweilig und versteht es besondere Charaktere zu schaffen, Anti-Helden, tapfere Opfer und fiese Halunken - ich wünsche mir eigentlich von Herzen noch mehr Fredrik Beier, denke, aber dass hier wirklich Schluss sein wird. Leider! Ich freue mich schon jetzt auf neue Bücher - eine Ausnahmeautor!

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Polizeihauptkommissar Fredrik Beier befindet sich auf einem Empfang des norwegischen Ministerpräsidenten, die Einladung ist als Dankeschön für seine Arbeit aus dem letzten Fall gedacht und natürlich auch gleichzeitig ein strategisches Wahlkampfmanöver des Politikers. Benedikte Stoltz, Reporterin bei TV2, spricht Fredrik an und bittet um ein Interview. Sie macht seltsame Andeutungen über seinen Vater, der allerdings bereits seit Jahren tot ist. Er wimmelt sie ab. Doch kurze Zeit später wird er zu einem Mordfall - skurriler weise in einer Autowaschanlage – gerufen, das Opfer steht in Verbindung zu Benedikte. Nun ist Fredrik alarmiert und möchte dringend mit ihr sprechen. Um was geht es eigentlich, wie hängen die Vorfälle der letzten Zeit zusammen? Hat die Journalistin in ein Wespennest gestochen? Ich gebe zu, ich brauchte etwas, um in die Geschichte hineinzukommen, doch ich war die ganze Zeit über fasziniert und gefesselt, so dass ich einfach weiter lesen musste, das Verständnis setzte später ein, am Ende bleibe ich erst einmal sprachlos und atemlos zurück. Eine gigantische Komposition hat der Autor Ingar Johnsrud hier erschaffen. Schnell wechselnde Szenen, die blutrünstig und brutal daherkommen. Figuren aus allen Bereichen der Gesellschaft: Manager, investigativer Journalisten, Outlaws, hohe Politiker, Militärs und mittendrin Fredrik Beier, der mehr in den Fall verstrickt zu sein scheint, als er wahrhaben möchte. Mit harter, schnörkelloser, direkter Sprache erzählt der Autor die Geschichte in einzigartiger Präzision, immer im Mittelpunkt: der Verrat. Sehr gerne vergebe ich hier fünf von fünf möglichen Sternen für einen exzellenten Thriller um Macht und Verschleierung, und ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus. Komplex angelegt ist die Story mit einprägenden Charakteren versehen, brillant in Szene gesetzt, knallharte Unterhaltung vom Feinsten. „Der Verräter“ ist der letzte Fall in der Fredrik Beier-Reihe, zuvor sind „Der Hirte (1)“ und „Der Bote (2)“ erschienen. Für alle, die die Reihe bisher nicht kennen, es ist nicht zwingend erforderlich, für die Lektüre des dritten Bandes, die ersten beiden Teile gelesen zu haben. Ganz sicher entsteht aber der Wunsch die ganze Reihe zu kennen!

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Der Mord an einem jungen Paar beschäftigt die Öffentlichkeit in Oslo. Nicht nur der Fundort der Leichen, eine Autowaschanlage, ist ungewöhnlich, auch die Tatsache, dass der Mörder sich mit dem Wort Verräter auf dem Wagen der Opfer verewigt hat, ist ein Indiz, das Fragen aufwirft. Hauptkommissar Fredrik Beier steht vor einem Rätsel. Was sollen der Mitarbeiter des Verteidigungsministers und dessen Freundin verraten haben? Doch als wenn Beier damit nicht schon ausgelastet wäre, steht ein weiterer Fall ein. Eine Reporterin wird als vermisst gemeldet. Das Besondere daran ist, dass auch sie, wie die Ermittlungen ergeben, in diesem Fall recherchiert hat. Und nicht nur das. Beier findet Hinweise, dass die Reporterin gleichermaßen an seinem Vater interessiert war. Mehr und mehr wird Frederik Beier in einen Skandal gezogen, der sein Leben in seinen Grundfesten erschüttert. Kritik: Mit seinem Romandebüt „Der Hirte“, der seinerzeit der Auftakt der Frederik Beier-Trilogie war, gelang Ingar Johnsrud ein vielbeachteter und mehrfach ausgezeichneter Roman. Nun legt er mit „Der Verräter“ den dritten Band vor. Ein sattes Werk, für das man sich durchaus Zeit nehmen kann und muss. Fast siebenhundert Seiten sind für einen Krimi wahrlich kein Pappenstiel. Doch es sind siebenhundert Seiten, die sich rundherum lohnen. Bei einer Trilogie sind die letzten Teile oft die besten. Das war bei Stieg Larsson so (die Nachfolgebände nicht mitgezählt) und dies ist auch bei Ingar Johnsrud so. Wo Band 2 „Der Bote“ stellenweise verkopft und schwer zu lesen war, legt der studierte Film- und Medienwissenschaftler diesmal einen Roman vor, der zwar komplex und überaus vielschichtig ist, der aber trotzdem logisch und schlüssig konstruiert ist. Natürlich empfiehlt es sich, die vorherigen Bände zu kennen, allerdings man kann „Der Verräter“ auch durchaus als eigenständigen Krimi lesen. Wer sich im Kosmos des Ingar Johnsrud auskennt, wird in diesem Thriller vor allem die Rolle von Beiers Kollegin Kara Iqbal zu schätzen wissen. Schon in den ersten beiden Bänden ist die junge Muslime eine der interessantesten Figuren. In diesem Roman kommt hinzu, dass Fredrik Beier nicht weiß, ob er ihr wirklich noch vertrauen kann, denn auch sie scheint Geheimnisse zu haben. Zumal sich immer stärker andeutet, dass fernerhin die Polizei infiltriert und in den Skandal verwickelt ist. Das alles baut Ingar Johnsrud Stück für Stück auf. Natürlich gibt es Passagen, die sich ein wenig ziehen, doch das Gesamtkonstrukt ist mehr als überzeugend. Fans nordischer Kriminalromane werden Ingmar Johnsrud sicher schon länger auf den Zettel haben. Mit „Der Verräter“ bekommen sie einen tollen Abschluss der Fredrik Beier Trilogie, der letztlich alles besitzt, was einen spannenden Krimi ausmacht: eine komplexe Handlung, vielschichtige Figuren, falsche Fährten und eine großen Portion Intrigen. Das alles auf ausgesprochen gutem sprachlichen Niveau. Unterm Strich ein echter Tipp und ein toller Roman für dunkle und regnerische Herbstabende.

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