Leserstimmen zu
Die Wege der Macht

Jeffrey Archer

Die Clifton-Saga (5)

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eBook
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Machtspiele

Von: Eliza

11.06.2017

Das Cover hat einen guten Wiedererkennungswert zu den ersten vier Bänden, zudem ist durch die Covergestaltung auch direkt ein Schauplatz des Romans klar. Auch der Klappentext verspricht wieder Spannung und macht den Leser neugierig. Hinzu kommt, dass der Cliffhanger vom vorherigen Band wie immer noch aufgelöst werden muss, doch diesmal war das Ende sehr offen und sehr dramatisch. Im Fokus stehen diesmal vor allen Dingen Harry, Emma und ihr Sohn Sebastian. Harry setzt sich für einen inhaftierten sowjetischen Schriftsteller ein, Emma kämpft gegen die Verleumdungsklage von Lady Virginia, Sebastian verliert seinen großen Mentor und muss nun schauen, wie er alleine seinen Weg geht. Der Roman ist wie seine Vorgänger auch wieder sehr spannend gestaltet, langweilig wird es eigentlich nie. Die vielen Perspektivwechsel und Erzählstränge tragen zu einem sehr lockeren und abwechslungsreichen Erzählstil bei. Besonderes Augenmerk hat der Verfasser diesmal auf Harry‘s Geschichte gelegt, die besonders ausführlich und gut dargestellt wird. Passagen des Buches, welches den Schriftsteller in Gefangenschaft geführt hat, werden zum Ende des Romans immer wieder zitiert, um das vermeintliche Verbrechen deutlich zu machen. Besonders die Dialoge haben mir bei diesem Band sehr gut gefallen, dies liegt zum einen an der Entwicklung, die vor allen Dingen Sebastian genommen hat und der gerne zweideutige Redewendungen benutzt und sich der Macht der Worte bewusst ist. Auch die Nebenfiguren dieses Romans, werden in gewohnter Manier von dem Autor gezeichnet. Keine Figur ist nur schwarz/weiß, wobei bei einigen Figuren eine Schwerpunktsetzung nicht zu leugnen ist. Besonders bei Sebastian wird dies sichtbar, dass er zwar beruflichen Erfolg hat, aber privat eine schwerwiegende Entscheidung trifft, die er später bereuen wird. Diesen Band kann ich definitiv nur allen Fans ans Herz legen, er ist meiner Meinung nach besser als der vierte Band, der ja seinen Schwerpunkt auf Emma und den Schiffbau hatte. Allen anderen Interessierten kann ich nur raten, auf jeden Fall mit dem ersten Band zu beginnen, sonst werden viele Zusammenhänge nicht klar und man sieht einige Verbindungen einfach nicht. Von mir gibt es für diesen Roman eine klare Kauf- und Leseempfehlung, ich wünsche jedenfalls viel Vergnügen mit Emma, Harry und Sebastian und freue mich schon auf die nächsten beiden Bände, die Gott sei Dank, dieses Jahr noch erscheinen sollen. Ich bedanke mich bei der Verlagsgruppe Random House und dem heyne TB Verlag für die Bereitstellung des Lese- und Rezensionsexemplars.

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Der Luxusdampfer „Buckingham“ aus der Reederei Barrington startet zu seiner Jungfernfahrt. Sogar Queen Mum hat der Vorstandsvorsitzenden Emma Clifton einen Strauß Blumen mit einer wertvollen Vase geschickt. Doch irgendwas stimmt damit nicht. Harry findet in letzter Minute die Ungereimtheit und die Leser können aufatmen. Seit dem Ende des vierten Bandes „Im Schatten unserer Wünsche“ mussten wir um das Leben aller Hauptfiguren bangen. Aber auch wenn die Bombe nun nicht auf dem Schiff explodiert, gibt es doch genügend Aufregung in den weiteren Handlungssträngen. So müssen Emma und ihr Sohn Sebastian clever agieren, um die Firma Barrington nicht in den Ruin treiben zu lassen. Ihre Widersacher scheinen fester denn je entschlossen, die Reederei zu übernehmen. Allen voran natürlich auch wieder Lady Virginia Fenwick. Der inzwischen fünfzigjährige Harry bekommt in diesem Band einen Alleingang im fernen Russland. Er will dort einen befreundeten Schriftsteller aus dem Gefangenenlager befreien und muss erneut um seine eigene Freiheit fürchten. Auch wenn sich dieser Vorfall aus Band 2 wiederholt, ist es doch ein interessanter Einblick, wie wohl eine derartige Aktion unter der Regierung Leonid Breschnews behandelt worden wäre. Ebenfalls greift er auf ungewöhnliche Weise den Tod Stalins auf, der zwar logisch passend aber eben nicht historisch belegt dargestellt wird. Wie gewohnt sind aber die fiktiven Figuren in der Innen- und Außenpolitik des Vereinigten Königreichs involviert. Es gibt natürlich auch ein Wiedersehen mit Charakteren aus den Vorgängern, weswegen ich nicht empfehlen kann, dass dieses Buch ohne deren Kenntnis gelesen werden kann. Zwar wird immer wieder an die wichtigsten Informationen erinnert, was aber nur stark gekürzt passiert. Die Figuren haben inzwischen ein starkes Eigenleben entwickelt, dass man sich einiges an Lesespaß vorenthält. Man muss aber auch sagen, dass Jeffrey Archer dieses Mal nicht zimperlich mit seinen Figuren umgegangen ist. Er lässt sie mit allerlei tödlichen Mitteln hantieren, um dann eine überraschende Wendung in den Handlungen zu platzieren. Dabei bekommen nicht nur die Bösewichte, was sie verdienen, sondern man muss sich auch von Sympathieträgern trennen. Im Original umfasst die Serie bereits sieben Bände. Wir dürfen uns also noch auf zwei weitere Übersetzungen freuen, die im September und Dezember 2017 erscheinen werden. Das letzte Kapitel, das mit der Sicht von Harry und Emma endet, schreibt bereits 1970. Der Cliffhanger wird in dieser Serie zum Markenzeichen. Auch diesmal steht wieder alles auf dem Spiel und ganz Neugierige müssen sich wohl mit den englischsprachigen Leseproben begnügen, um bis September wenigstens wieder ruhig schlafen zu können bis die Stunde kommen möge. Von mir bekommt die Serie weiterhin eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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Auch der 5. Teil der Barrington-Saga konnte mich wieder fesseln. Wenngleich nicht mehr ganz so wie die ersten 3 Bände. Archers Erzählstil ist flüssig und anschaulich, aber er wiederholt sich ein wenig. Ständig sind Wahlen und Ausschusssitzungen, irgendwer sägt immer an irgendjemandes Stuhl, auch die Szene mit Samantha kam mir bekannt vor. Allerdings wird die von Archer noch weiter ausgebaut und konnte mich in der Art dann doch wieder begeistern. Nach dem Cliffhanger in Band 4 geht die Handlung nahtlos weiter. Im Prolog wird das letzte Kapitel des Vorgängerbuches noch einmal aufgegriffen. Harry und Emma entgehen nur knapp dem Bombenattentat, wobei die Schilderung mir hier etwas unrealistisch schien. Die beiden arbeiten weiterhin an ihren jeweiligen Karrieren, Sebastian, ihr Sohn, ist mittlerweile erwachsen und durch Intrigen seinen Job in der Bank los. Doch er wäre kein Barrington, wenn er sich nicht wieder auf die Beine kämpfen würde. Spannung erlangt das Buch durch den Einsatz von Harry für den russischen Autoren Babakow, der in einem Straflager versauert, weil er ein Buch über Stalin geschrieben hat und das in Russland nicht gern gesehen ist. Harry reist sogar nach Russland und gerät dort in Gefangenschaft, um dem Autor zu helfen und das letzte Exemplar das noch nicht vernichtet wurde zu ergattern. Hier bekommt man einen kleinen Einblick in die russische Politik zur Zeit Chruschtschows. Das Ende – obwohl Cliffhanger von dem Autor gewohnt und schon erwartet – nehme ich ihm dennoch sehr übel. Die Geschichte hat gar keinen richtigen Abschluss, endet mitten in einer Gerichtsverhandlung. Hier noch ein paar Seiten mehr hätten dem Leser gut gefallen. Fazit: alles in allem bin ich etwas zwiegespalten. Keine Frage: der Autor kann schreiben! Und ich liebe seine Art und seine Charaktere, die alles in allem sehr integer sind. Aber seine Art, sich häufig zu wiederholen und der wirklich fiese Cliffhanger am Ende ist für mich Grund für ein Sternchen Abzug.

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Band 5 der Clifton-Saga Im Jahr 1964: Nachdem die Jungfernfahrt der MV Buckingham, dem ersten Luxusliner der Barrington Schifffahrtsgesellschaft nur knapp einer entsetzlichen Katastrophe entkommen konnte, versucht die Vorstandsvorsitzende Emma Clifton weiterhin alles, um das traditionsreiche Familienunternehmen am Laufen zu halten. Doch neue Intrigen lassen nicht lange auf sich warten und plötzlich steht alles auf dem Spiel... Emmas Mann Harry, inzwischen erfolgreicher Schriftsteller, versucht unterdessen alles, um den in Sibirien inhaftierten Autor Anatoli Babakov zu helfen. Dafür nimmt er eine nicht ganz ungefährliche Reise in Kauf und gerät in eine Situation, mit der er niemals gerechnet hatte... Auch die Wege der anderen Familienmitglieder der Cliftons und Barringtons sind nicht immer einfach, wie es Sebastian Clifton und sein Onkel Giles Barrington schon bald zu spüren bekommen... "Er wusste genau, was er vom Augenblick der Landung an zu tun hatte, und ihm blieb noch mehr als genug Zeit, um während des langen Fluges über den Kontinent die Feinheiten seines Plans auszuarbeiten." -Seite 298, eBook "Die Wege der Macht" ist inzwischen der 5. Band der packenden Clifton-Saga und schließt nahtlos an die dramatischen Ereignisse am Ende des Vorgängers an. Um nach einem halben Jahr wieder in die Geschichte reinzukommen, gibt der Prolog nochmal einen sehr hilfreichen Rückblick auf die letzten Geschehnisse des 4. Teils - der fiese Cliffhanger wird am Anfang sehr schnell aufgelöst. Auch danach geht es sofort packend weiter - im Mittelpunkt stehen hier Emma und Harry Clifton, ihr gemeinsamer, inzwischen erwachsener Sohn Sebastian und Emmas Bruder Giles, mit dem Harry seit Kindertagen eine tiefe Freundschaft verbindet. Alle vier haben unterschiedliche, spannende Geschichten, die neben Freude und Erfolg auch Leid und Missgunst enthalten. Hier gibt es, wie auch schon in den vorigen Bänden, wieder einige Intrigen und Verschwörungen, doch dieses wird nie langweilig - im Gegenteil: Jeffrey Archer macht es auch hier wieder unheimlich spannend - die ganzen Verwicklungen sind wirklich raffiniert und völlig unvorhersehbar. Das Stil des Covers schließt sich dem seiner Vorgänger an und passt mit dem historischen Flair sehr gut zum Buch. Um die Geschehnisse und Zusammenhänge in "Die Wege der Macht" zu verstehen, sollte man die Reihe auf jeden Fall von Anfang an lesen. Dieses lohnt sich in jedem Fall. "Obwohl die ersten sieben Kapitel faszinierend gewesen waren, hatte Harry den Eindruck, dass er den wahren Grund für die Zerstörung jedes einzelnen Exemplars noch nicht herausgefunden hatte, was ihn nur umso entschlossener machte, auch die übrigen vierzehn Kapitel zu lesen." -Seite 320, eBook Mein Fazit: Wieder ein gelungener Band der Clifton Saga - ein Roman, der im historischen Bereich angesiedelt ist, sich aber so spannend wie ein Krimi liest. Der Schreibstil ist flüssig, die Handlung an vielen Stellen rasant - in Verbindung mit kurzen ruhigeren Abschnitten aber sehr gut kombiniert. Es gibt ein fesselndes Ende und natürlich wieder den schon berühmten Cliffhanger. Dieser macht schon sehr neugierig auf den Folgeband, der im September 2017 erscheinen wird. Die Reihe ist und bleibt weiterhin sehr lesenswert!

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