Leserstimmen zu
Solange du atmest

Joy Fielding

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Ein Buch mit einem richtigen WOW-Effekt

Von: lese_liebe_plane

06.10.2019

Ich wurde wirklich positiv überrascht. Ich hatte eigentlich keine sooo großen Erwartungen an das Buch, jetzt nicht wegen der Autorin, die kannte ich bisher noch nicht. Ich weiß auch nicht wieso, ich dachte aber dass es ein gutes Buch für zwischendurch mal ist. Aber ich wurde wirklich positiv überrascht, das Buch war von Anfang an sehr spannend und es hat richtig spaß gemacht es sich anzuhören und mitzurätseln was passiert sein könnte. Die Protagonistin war sehr sympathisch, durch ihre selbstzweifelnde Art kam sie nicht ganz so verwirrt rüber wie man hätte denken können. Sie hat kein großes Selbstwertgefühl aber dadurch wurde sie noch viel liebenswerter. Ihre Schwester Melanie kam sehr barsch rüber, aber man hatte dennoch immer wieder den Eindruck, dass das nur eine Fassade ist um sich selbst zu schützen. Aber das interessanteste an dem Buch ist natürlich das Ende, das mich wirklich total überrumpelt hat. Auf die Idee bzw den Ausgang wäre ich tatsächlich nieeeeemals gekommen. Mehr kann ich leider nicht sagen ohne zu viel zu verraten. Super gutes Buch, absolute Lese- oder Hörempfehlung.

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Joy Fielding beweist auch in diesem Roman, wie ansprechend ihr Schreibstil ist. Das ganze Buch lässt sich flüssig lesen und die Seiten fliegen nur so dahin. Obwohl Solange du atmest nur als Roman ausgeschrieben wurde, enthält es durchaus eine angenehme Spannung, die an einen guten Thriller erinnert. Die Hauptprotagonistin Robin kehrt in ihre Heimat zurück, da sowohl ihr Vater, als auch dessen Stieftochter Cassidy und Frau Tara (letztere ebenfalls ehemalige beste Freundin von Robin) bei einem vermeintlichen Raubüberfall angeschossen wurden. Robins Schwester Melanie bringt schon ab dem ersten Moment keine Sympathie herüber, was meiner Meinung nach durchaus von der Autorin beabsichtigt war und mit vielen Zickereien und Streitereien zwischen den beiden Schwestern ausgeschmückt wurde. Die schwerverletzte 12 jährige Cassidy hingegen schleicht sich sofort in das Leserherz und lässt um das Rätsel des Überfalls richtig mitfiebern. Denn schnell stehen die ersten Verdächtigen fest, nur stimmt der erste Eindruck? Anfangs war ich gegenüber dem Buch etwas skeptisch, da es oft auf dem Thema Misstrauen herumritt, was besonders in Robins inneren Monologen deutlich wurde. Doch je weiter ich las, desto besser fügte sich alles mit der Handlung zusammen und ergab ein stimmiges Gesamtpaket. Insbesondere mit dem sehr überraschenden Ende wurde noch einmal deutlich wie gut es sein kann manches einfach öfter zu hinterfragen. Solange du atmest ist für mich ein sehr gelungener und spannender Roman von Joy Fielding und bekommt meine Leseempfehlung.

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Titel: „Solange du atmest“ Autorin: Joy Fielding Erscheinungsdatum: 24. Juli 2017 Seitenanzahl: 448 Seiten Genre: Roman/Thriller Preis: Hardcover 19,99€ Verlag: Goldmann Verlag ISBN: 978-3-442-31434-8 Klappentext: Als Psychotherapeutin und mit eigener verkorkster Familiengeschichte glaubt Robin, alle menschlichen Abgründe zu kennen. Doch dann erhält sie eines Tages während einer Sitzung einen Anruf, der sie völlig aus der Fassung bringt. Ihre Schwester Melanie, zu der sie jahrelang keinen Kontakt hatte, teilt ihr mit, dass jemand brutal auf ihren Vater, seine neue Frau Tara und deren zwölfjährige Tochter geschossen hat. Tara erliegt kurz darauf ihren Verletzungen. Obwohl Robin zweifelt, dass es das Richtige ist, sich den Geistern der Vergangenheit zu stellen, macht sie sich auf den Weg in ihren Heimatort. Ihr ist klar, dass es viele Menschen gibt, die einen Grund hätten, ihren Vater zu hassen – allen voran ihre eigene Familie. Aber was für ein Monster schießt auf eine Zwölfjährige? (Quelle: Randomhouse) Hier kannst Du „Solange du atmest“ kaufen. Ich habe dieses Büchlein vom Goldmann Verlag und Randomhouse als Rezensionsexemplar zu Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank dafür! 🙂 Cover und Klappentext Ich finde das Cover wirklich gelungen. Es strahlt eine merkwürdige Harmonie aus, ist aber dennoch gleichzeitig so geheimnisvoll, dass man sich fragt, was es mit dem Schmetterling auf sich hat. Dieser prangert inmitten des Covers ziemlich hervorstechend heraus, was den Titel darunter etwas in den Hintergrund rückt. Dies tut der Neugierde allerdings keinen Abbruch. Der Titel wird ein einziges Mal im Buch in einen Kontext gesetzt und auch zur allgemeinen Handlung passt er gut. Dennoch hätte ich mir für dieses Werk einen prägnanteren Titel gut vorstellen können. Der Kontrast zwischen dem Grau und Rot des Hintergrundes und des Schmetterlings, sowie das Weiß und der darauf liegende Name der Autorin in Schwarz ist wunderbar gelungen und macht das Cover zu etwas Einzigartigem. Der Klappentext lässt den Leser bereits darauf schließen, dass es sich hierbei wieder um einen Thriller handelt, obwohl das Werk mit „Roman“ tituliert ist. Dennoch finde ich die Bezeichnung „Roman“ in einigen Punkten treffend, da es sich in diesem Buch ebenfalls um eine Familientragödie zu handeln scheint. Alles in allem hat mich der Klappentext nur noch neugieriges auf das Buch werden lassen und hat definitiv nicht zu viel verraten oder gar versprochen. Figuren Die Protagonistin dieses Werkes ist Robin Davis, eine Psychotherapeutin aus LA, die mit ihrer Familie, so scheint es, weitesgehend abgeschlossen hat und keinen engeren Kontakt pflegt. Bereits auf den ersten Seiten erschien sie mir wie eine gebrochene, unsichere Frau, die Panikattacken erleidet und damit nicht gut umzugehen weiß, was für mich einen kleinen Widerspruch zu ihrem Beruf bildet, indem sie sich mit genau derartigen Problemen auseinandersetzt. Im Laufe der Handlung verändert sie sich nicht unbedingt, sondern bleibt eher zurückhaltender, was ihre eigene Meinung betrifft und gibt in meinen Augen schnell auf. Ich denke, dass sie mit diesen Methoden eine gemeinsame Basis mit ihrer Schwester Melanie sucht, was jedoch in den meisten Fällen fehlschlägt. Melanie ist eine ziemlich unzufriedene Frau und Mutter eines authistischen Sohnes. Das gesamte Buch über liest man über ihre Unzufriedenheit bezüglich ihres Lebens, der Krankheit ihres Sohnes, ihr kaum vorhandenes Liebesleben und über die Personen, die sie in ihrem Leben als störend empfindet (was so gut wie jeder ist). Sie erschien mir absolut verbittert und trat zu 95% mürrisch, missgelaunt und sarkastisch auf. Mit ihrer Schwester Robin findet sie keinen grünen Zweig und findet so gut wie nur Kritik an allem, was sie tut. Auch, wenn sich diese beiden Hauptfiguren für euch nun total negativ behaftet anhören, lasst euch sagen: Auf irgendeine verquere Weise mag man sie trotzdem und einige finden sich bestimmt zu kleinen Teilen darin wieder. Dadurch, dass beide Frauen ihre Probleme, sowie Ecken und Kanten (mal größere, mal kleinere) haben, wirken sie zu großen Teilen authentisch, realistisch und menschlich. Fielding beweist durch diese humane Zeichnung ihrer Charaktere ihr Talent. Natürlich spielen auch andere Charaktere eine große Rolle in diesem Roman. So auch Robins und Melanies Bruder Alec. Auch er hat sich von der Familie abgeschottet, wird aber in dem Buch näher beleuchtet, sodass wir die Hintergründe des Zerwürfnisses auch hier nochmal deutlich gezeigt bekommen. Wir hätten noch Blake, Robins Verlobten, der aber in meinen Augen keine allzu große Rolle spielt. Er kommt in der zweiten Hälfte quantitativ mehr vor, besitzt für mich aber keine Figur von allergrößtem Gewicht, obwohl er natürlich in einigen Aspekten und für gewisse Hintergrundinformationen wichtig ist. Viel mehr von Bedeutung ist da die 12 jährige Cassidy: Robins und Melanies Stiefschwester, sowie Opfer einer Schiesserei im trauten Heim, der ebenso ihre Mutter und ihr Stiefvater zum Opfer liegen. Zu Beginn wirkte Cassidy für mich wie ein aufgewecktes Mädchen, das sich absolut nicht ihrem Alter entsprechend verhielt. Ihr Ausdruck ist so manches Mal der eines Erwachsenen und auch ihre Handlungen sind nicht ‚kindlich‘ genug. Mit der Tat an sich scheint sie gut, vielleicht sogar zu gut, umzugehen und sie immer mehr zu verkraften. Inhalt und Schreibstil Ich habe bisher lediglich ein Buch von Joy Fielding gelesen und das war „Lauf, Jane, Lauf“, welches mir schon gut gefallen hat. Dort hatte ich allerdings an der kleinen Schrift und dem engen Zeilenabstand zu meckern, was in „Solange du atmest“ allerdings keinen negativen Kritikpunkt darstellt. Hier finden wir eine schöne, gut lesbare Schrift, sowie einen ausreichenden Zeilenabstand vor, der, in Verbindung mit einem brillanten und absolut angenehm zu lesenden Schreibstil, dazu führt, dass man quasi durch das Buch fliegt. Fielding hat es geschafft, konstant Spannung aufzubauen, obwohl das gesamte Konstrukt zum Ende hin betrachtet denkbar einfach gestrickt ist. Für mich waren die stetigen Spannungen innerhalb der Familie und die entsprechenden Hintergründe ebenso interessant, wie die eigentliche Tat (die Schiesserei) an sich. Auch durch Fieldings einfachen sprachlichen Ausdruck sind die Seiten nur so vor sich hingeblättert. Ich wollte außerdem durchgehend wissen, wie es weitergeht. Natürlich konstruiert man sich im Laufe einer Handlung seine eigenen Theorien, verdächtigt Personen, die einem merkwürdig vorkommen und fragt sich, wie nun alles aufgelöst werden wird. Wie bereits kurz angeschnitten haben wir hier keinen hochkarätigen und komplex strukturierten Thriller vor uns, sondern ein Buch, das eher auf die seichte Rasanz und Brisanz setzt. So lesen wir des öfteren kleine, aber feine packende Aspekte, die der Handlung immer wieder neuen Schwung geben und den Leser dazu bringen, seine bisherigen Theorien und Gedanken nochmals neu zu ordnen. Das Ende ist gut durchdacht, allerdings für Thriller-Viel-Leser etwas zu durchsichtig. Wie ihr wisst, bin ich kein Genie im Herausfinden von Tätern vor der autorischen Auflösung, aber die letzten Seiten vor dieser hat Fielding relativ offensichtlich gestaltet, sodass ich erahnen konnte, worauf der Abschluss nun hinausläuft. Hier hätte ich mir, auch durch die Handlungen der einzelnen Charaktere, einfach mehr Spannung, unvorhersehbare Wendungen und einen den einen „Wow“-Moment gewünscht, den so ein Buch eigentlich verdient hätte. Nichtsdestotrotz bin ich mit dem Ende als solches zufrieden und fühle mich von „Solange gut atmest“ gut unterhalten. Fazit Joy Fielding hat mit diesem, für mich erst zweiten, Roman ein weiteres Buch in die Buchhandlungen befördert, das definitiv lesenswert ist! Man wird durch verschiedene Aspekte und Thematiken immer wieder gut unterhalten, was den Spannungsbogen nie wirklich sinken lässt. Die Figuren hat Fielding individuell und, wie ich finde, außergewöhnlicher, als die typischen 08/15 Mainstream Protagonisten gezeichnet und hat ihnen somit Leben eingehaucht. Die Autorin schafft es, die Charaktere trotz ihrer, teils doch relativ beachtlich negativen Eigenschaften, sympathisch und echt wirken zu lassen, sodass man sich in keiner einzigen Minute von ihnen gestört fühlt. Das Ende hätte für meinen Geschmack noch etwas…Explosiveres vertragen. Alles in allem vergebe ich aber 4,5/5 Sternchen an ein Buch, dass durch seine seichte, aber doch konstante Spannung, unverwechselbare Charaktere und Leichtigkeit des Schreibstils besticht. Ich freue mich schon auf ein weiteres Buch von Joy Fielding. „Die Schwester“ liegt schon bereit und wartet auf mich! 🙂

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Die Psychotherapeutin Robin bekommt eines Tages einen Anruf von ihrer Schwester Melanie, die sie schon seit Jahren nicht gesehen hat und auch keinen Kontakt mehr hatte. Sie übermittelt ihr die Schocknachricht, dass jemand auf ihren Vater, seine neue Frau und die 12-jährige Stieftochter geschossen hat. Ohne noch einmal mit ihrem Verlobten zu sprechen fährt sie in ihre Heimatstadt. Nun beginnen Ermittlungen und so gut wie jeder könnte es gewesen sein und fast jeder hätte auch ein Motiv. Meine ersten Gedanken zu den Personen innerhalb der ersten Seiten, welche sich allerdings innerhalb des Buches öfter ändern. Doch meine veränderten Sichtweisen auf diese Menschen werde ich hier nicht schildern, da diese spoilern: Robin sie hatte eine teilweise schreckliche Kindheit und wurde von ihrer Schwester seit ihrer Geburt verachtet und auch so behandelt sie verlor ihre Mutter an Krebs ihre beste Freundin Tara seit Kindertagen heiratete, nachdem sie die Verlobung zu Robins Bruder Alec löste, Robins und Alecs Vater Greg ich verstehe allerdings nicht, warum sie bei dem Hass, der verständlicherweise in ihr herrscht, zu ihrer Familie gefahren ist Melanie Robins Schwester einer der schrecklichsten Menschen überhaupt kein Humor nur Hass in sich allein-erziehende Mutter von Landon Tara Robins beste Freundin seit der Schule bekam ein Kind - Cassidy heiratete Robins Vater Greg vorher verlobt mit dessem Sohn Alec Robin als beste Freundin verloren durch Schüsse getroffen Cassidy Tara Mutter ihr Vater ist ein Verbrecher sie ist 12 ist in Schussfeld geraten Greg Vater von Robin, Melanie und Alec Stiefvater von Cassidy Mann von Tara sein Leben lang untreu Blake Verlobter von Robin Robin hat den Verdacht, dass Blake sie betrügt (ständig Überstunden) Landon Sohn von Melanie 18 Autist macht vielen Menschen Angst mit seinem Verhalten (unter anderem mir) Zu erst einmal oute ich mich als großen Fan der Autorin. Bisher habe ich all ihre Bücher geliebt. Ich habe alle im Regal und die ich gelesen habe, haben bis auf eins (4 Sterne) alle 5 Sterne. Innerhalb eines Wochenendes habe ich die 448 Seiten nur so verschlungen. Sie weiß einfach, wie man Orte und Personen real macht und diese mit Worten in die Köpfe der Menschen bringt. Es gibt in Solange du atmest keine einzige Seite, auf der Langeweile auf kommt. Außerdem gibt es keine überflüssigen Stellen. Irgendetwas erfährt man immer. Über das Leben der anderen Personen, des Protagonisten, der Verbindungen zu anderen und der Vergangenheit. Es gibt auch eine spannende Handlung, die sich dauerhaft ändert und wendet. Was Gefühle betrifft oder Beziehungen. Bei jedem neuen Charakter, der zur Geschichte dazu kommt, muss man überlegen, ob dieser es war und warum usw. Und mit jedem Kapitel ändert sich der Verdacht und ich kann von mir sagen, dass ich es meistens schon von Anfang an weiß. Doch diesmal habe ich 1000fach daneben getroffen. Das hätte ich nie vermutet. Also noch ein großer Punkt, der für das Buch springt. Es gibt also eine große Leseempfehlung von mir.

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