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Ulf Torreck: Fest der Finsternis

Fest der Finsternis Blick ins Buch

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€ 11,99 [D] inkl. MwSt.
CHF 14,00*
(* empf. VK-Preis)

eBook (epub) ISBN: 978-3-641-19054-5

Erschienen:  13.02.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Thematik super

Von: Suse Datum : 06.05.2018

https://m.facebook.com/Buchverrueckt/?ref=page_internal

Paris im September 1805. Der intrigante Polizeiminister Joseph Fouché regiert die Stadt mit eiserner Hand. Doch die Bewohner der Weltmetropole sind ergriffen von Angst. In finsteren Gassen werden die Leichen blutjunger Mädchen gefunden, die Brutalität der Morde ist beispiellos. Der für seinen Jagdinstinkt berühmte Polizist Louis Marais arbeitet wie besessen an dem Fall. Marais weiß, dass es ein Monster braucht, um ein Monster zu jagen. Er greift auf die Hilfe eines alten Bekannten zurück, der hinter den Mauern des Irrenhauses von Charenton sein Leben fristet. Doch damit führt Marais den Alptraum erst zu seiner wahren Größe …

Der Autor:
Ulf Torreck, geboren 1972 in Leipzig, arbeitete bereits früh als Rausschmeißer und Barmann, später als Journalist und Filmkritiker. Nach längeren Aufenthalten in Südostasien, Frankreich, Irland und Großbritannien begann er, Novellen und Romane zu schreiben. Für seinen historischen Thriller »Das Fest der Finsternis« recherchierte Torreck mehrere Jahre lang und befasste sich intensiv mit den dunklen Seiten des Menschen.

Meine Meinung:
Mal ein ganz neues Gengre für mich. Historisch gepaart mit Thriller. Eine coole Mischung die mir wirklich gut gefallen hat. Ich mochte den Schreibstil sehr und die Geschichte war spannend und sehr unterhaltsam. Mir hat die Thematik des Buches sehr gefallen. Die Dicke merkt man dem Buch beim lesen gar nicht an, weil man so durch die Seiten fliegt. Ich bin sehr froh, das ich auf das Buch aufmerksam geworden bin.

Also diese Geschichte kann wirklich jeder lesen. Ob Thriller-Fan oder nicht. Es macht Spaß und unterhält wirklich sehr gut. Ein Buch was ich gerne jedem Leser ans Herz legen möchte. Super

- Die Stadt der Liebe spuckt ihren Abschaum aus -

Von: LACK OF LIES Datum : 15.03.2018

www.lackoflies.com

Fest der Finsternis von Ulf Torreck
(Heyne Verlag)

- Die Stadt der Liebe spuckt ihren Abschaum aus -

„Fest der Finsternis“ ist ein historischer Kriminalroman, der auf einem einstmals real existierenden Personenkreis aufgebaut und in den Anklängen des 19. Jahrhunderts in Paris angesiedelt ist. Die Geschichte spielt zu der Zeit, als die Pest grassiert und ganz Europa fest in ihrem Würgegriff hält. Der, 1973 in Leipzig geborene Autor Ulf Torreck, nimmt es mit den Zeitepochen, Vitae und persönlichen Beziehungen seiner Protagonisten allerdings nicht ganz so genau. So ward ein allerletztes Aufflammen der Pest in Frankreich 1786 in Marseille dokumentiert und Hauptprotagonist Inspecteur de Police Louis Marais 1805 bereits ein Vierteljahrhundert tot. Wobei hier die Meinungen stark differieren. Aber sei es drum, schließlich handelt es sich bei „Fest der Finsternis“ um Trivialliteratur mit bemerkenswertem Unterhaltungswert, einem köstlich umschriebenen Personenkreis und einer verkommenen, faulig-modrigen Grundstimmung.

Der überaus hartnäckige Inspekteur de Police Louis Marais ist von Polizeiminister Joseph Fouché höchstpersönlich nach Brest strafversetzt worden. Als Marais‘ Frau Nadine und sein Sohn Paul der Pest zum Opfer fallen, versucht sich Marais das Leben zu nehmen. Kurz nachdem er sein Vorhaben noch einmal überdenkt und selbiges vorerst auf die lange Bank schiebt, wird er von Fouché nach Paris zurückbeordert. Zum Commissaire du Police Judiciaire degradiert, soll er Ermittlungen zu den jüngsten Vorfällen in der französischen Hauptstadt aufnehmen. Denn mitten hinein in diesen unsäglichen Zustand des allseitigen Leids, sticht ein brutaler Mörder, der es auf junge Frauen abgesehen zu haben scheint. Als der Clochard Nounous die kopflose Leiche eines toten Mädchens aus der Seine angelt, hat Marais die Antwort auf die Frage nach seiner Rekrutierung durch Polizeiminister Fouché und gleichzeitig seinen nächsten Fall. Der Pathologe Doktor Mounasse stellt fest, dass das Mädchen kurz vor ihrer Ermordung ein Kind entbunden haben muss. Außerdem hat man ein silbernes Kreuz in ihrer Vagina platziert. Das dies nicht die einzige weibliche Leiche in der Form darstellt, wird Inspektor Marais schnell klar, als eine Reihe weiterer grässlicher Morde verübt wird und Marais dabei stets im Dunkeln tappt. Die Leichname sind auf grausamste Art und Weise verstümmelt. Angst und Schrecken, Revolten und eine infame Unsicherheit prägen das Bild dieser verruchten Stadt, in der sich schwarze Messen mit absolut widerwärtigem Hintergrund zutragen sollen. Das Beschriebene und die mörderischen Taten sind zum Teil echt harter Tobak und nichts für zarte Gemüter.

Marais‘ Ermittlungen führen ihn in das weitverzweigte Netz des französischen Hochadels und er erhält hierbei direkte Unterstützung eines weltberühmten Insassen der Irrenanstalt Charenton, welche sich weit im Süden von Paris befindet. Niemand geringerer als der adelige Libertin (Freigeist) und Verfasser einiger pornographischer, kirchenfeindlicher und philosophischer Romane Namens Donatien Alphonse François de Sade (besser bekannt als Marquis de Sade), einem der führenden Connaisseure, wenn es um die Verknüpfung der Themen Sex und Gewalt geht, steht Louis Marais zur Seite. „Es braucht ein Monster, um ein Monster zu jagen“, um es mit Marais‘ Worten zu erklären. Dass, sich die beiden tatsächlich kannten und de Sade den Inspecteur de Police, der ihn des Öfteren wegen seiner unzüchtigen Ausschweifungen festnahm, tatsächlich als seinen Lieblingspolizisten bezeichnete, lag laut Aussage des Marquis an der bemerkenswerten Intelligenz und Redegewandtheit Marais. Man schickte nun also nach de Sade und unterstellte den, in die Jahre gekommenen und fett gefressenen, Gicht und Rheuma geplagten Mittsechziger der Aufsicht des frisch gebackenen Commissaire du Police Judiciaire. Da die beiden Streithähne unterschiedlicher kaum sein könnten, entbrennt auf kurz oder lang eine Art Hassliebe, die sich allerdings nicht zu sehr in den Vordergrund drängt oder gar von den Geschehnissen abzulenken droht und sich immer wieder in kleinen Spitzen zwischen den beiden äußert. Die Geschichte erfährt durch die Investigationen der beiden ungleichen Protagonisten, ein leichtes Flair von Sherlock Holmes und Dr. Watson. Marais hat natürlich auch so seine Schwierigkeiten mit der respektlosen und vulgären Art de Sades. Sehr zum Leidwesen Marais gibt der Marquis nämlich stets seine unpassenden Expertisen ab, mit denen selbiger aber gar nicht mal so unrecht zu haben scheint oder beantwortet Fragen schon mal mit einer nachgeahmten oder geruchsechten Flatulenz.

Der historische Roman ist an die damalige Ausdrucksweise angelehnt, jedoch dahingehend recht verständlich und unkompliziert geschrieben. Es wird unter anderem über den jungen Marquis de Sade berichtet, wie er neben seinen Pflichten als Ehemann Unzucht mit dem Comte (Graf) trieb, wie er im Gefängnis saß, der Guillotine entging und im geheimen seine Bücher schrieb. Leider sind diese erzählerischen Ausschweifungen zum Auftakt des Plots etwas langatmig geraten, was den Lesefluss auf den ersten siebzig Seiten immer wieder stark auszubremsen droht. Das Buch besitzt jedoch einen ganz besonderen Charakter und baut in dieser Stimmung vergangener Epochen, trotz der teils vulgären Sprache und expliziten Gewaltdarstellungen, eine ganz spezielle Gefühlsregung beim Leser auf. Man atmet förmlich den Gestank, die Feuchtigkeit und den Moder aus Paris Gossen, den Dreck und die Fäkalien aus den Abwasserkanälen und die kalte, erniedrigende Hierarchie der Pariser Gesellschaft. Die Geschichte eröffnet von der Grundstimmung her so einige Parallelen zu dem modernen Klassiker "Drood" von Dan Simmons. Dem Plot fehlt es jedoch an einer konsequenten Konstante, denn er wirkt eher ein wenig wirr, grotesk und durcheinander. Der ehemalige Rausschmeißer und Barmann Ulf Torreck lässt es außerdem, sehr zum Leidwesen des Lesers, ein wenig an Lokalkolorit mangeln.

Die Ermittlungen führen den Commissaire du Police Judiciaire unter anderem nach Bicêtre, einem weiteren Irrenhaus vor den Toren von Paris, wo er mit dem ehemaligen Polizeiarzt sprechen will, der nach den ersten Morden dieser Art in einen katatonischen Zustand vollkommener Leere, einhergehend mit Stupor (Starre des gesamten Körpers) und akinetischem Mutismus (antriebsgestörtes Schweigen), gefallen zu sein scheint. Aber auch hier kommt Commissaire Louis Marais trotz enormer Gewaltausbrüche und Folterung seinerseits, was ihn um ein Haar selbst zum Mörder werden lässt, keinen Schritt weiter. Trotz Marais großspuriger, ja teils gar großkotziger Art, zieht er in der kranken Pariser Unterwelt anno 1805 die Sympathien auf sich. Wie ein Besessener ackert Marais an seinem Fall. Allmählich scheint er daran zu zerbrechen und zugrunde zu gehen. Der große Inspektor Marais nur noch Schatten seiner selbst? Mitnichten! Eine Kriminalgeschichte nimmt ihren Lauf, in der Marais mit seinem neu rekrutieren Assistenten Aristide und dem Asylum Insassen Marquis de Sade ermittelt. Von allen möglichen Seiten werden ihnen Fallen gestellt oder Steine in den Weg gelegt. Auf ihrem gemeinsamen Weg und ihren Ermittlungen begegnet das ungleiche Paar allerlei illustren Gestalten, die ihnen mal mehr mal weniger hilfreich bei ihren Investigationen zur Seite stehen. Dabei kommen sie einem grausamen Motiv auf die Schliche, das sich für meinen Geschmack allerdings etwas zu grotesk ausnimmt. Der historische Thriller/Kriminalroman hat sein ganz eigenes Flair und ist durchaus lesenswert, wenn auch nicht immer ganz glaubwürdig. Die Leichen und deren zum Teil amputieren Körperteile werden hierbei recht explizit beschrieben, was vielleicht nicht jemand Sache sein dürfte. Der 672 Seiten starke Plot liest sich ansonsten ganz gut, weist aber durchaus verzichtbare Längen auf. Auch flacht die Geschichte zu ihrer Aufklärung hin leider ein wenig ab. Ulf Torreck schreibt übrigens auch unter dem Pseudonym David Gray.

https://www.facebook.com/UlfTorreck

Meine Wertung: 82/100

Link zur Buchseite des Verlags:
https://www.randomhouse.de/Paperback/Fest-der-Finsternis/Ulf-Torreck/Heyne-Hardcore/e498831.rhd

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Paperback, Klappenbroschur, 672 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-67713-5
€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Heyne Hardcore
Erschienen: 13.02.2017

More hard stuff @ www.lackoflies.com

Toller Thriller

Von: Nici F. Nici's WORT und Totschlag Datum : 10.01.2018

https://www.facebook.com/NicisWortundtotschlag/

Ulf Torreck "Fest der Finsternis"
(Historischer Thriller)

Heyne Verlag

Inhalt:

Paris im September 1805
In finsteren Gassen werden die Leichen blutjunger Mädchen gefunden, die Brutalität der Morde ist beispiellos, Angst geht um.
Die Mordopfer haben eine Gemeinsamkeit:
Alle Frauen haben kurz vor ihrem Tod ein Kind zur Welt gebracht.
Wird es dem, für seinen Jagdinstinkt bekannten, Polizisten Luis Marais gelingen den Mörder zu überführen?

Autor:

Ulf Torreck, geboren 1972 in Leipzig, arbeitete bereits früh als Rausschmeißer und Barmann, später als Journalist und Filmkritiker. Nach längeren Aufenthalten in Südostasien, Frankreich, Irland und Großbritannien begann er, Novellen und Romane zu schreiben. Für seinen historischen Thriller »Das Fest der Finsternis« recherchierte Torreck mehrere Jahre lang und befasste sich intensiv mit den dunklen Seiten des Menschen.

Meinung:

Wie immer werde ich nicht viel über den Inhalt des Buches schreiben, da ich euch die Spannung nicht nehmen will.

"Fest der Finsternis" passender kann ein Buchtitel nicht sein, hier ist drinn was drauf steht. Ein düsterer, packender und spannender Thriller der seinesgleichen sucht.
Der Autor hat eine wahnsinnige Atmosphäre geschaffen, ich konnte den Dreck und das Elend förmlich riechen. Eine Story voller Gewalt, Intrigen, Mord und Totschlag.
Durch die bildhafte Beschreibung des historischen Paris wirken einzelne Handlungen noch düsterer und haben mir so manchen Gänsehautmoment verschafft.
Der Schreibstil ist der Sprache der damaligen Zeit angepasst und lässt sich nach ein wenig Eingewöhnung, sehr gut lesen. Die einzelnen Protagonisten sind wirklich passend und richtig gut charakterisiert.
Am Anfang nahm ich die Spannung eher unterschwellig wahr, welche sich dann aber bis zum Schluss kontinuierlich steigerte. Manchmal waren einige Handlungen arg in die Länge gezogen, was mich manchmal ziemlich genervt hat, deswegen zieh ich einen Stern ab.

Fazit:
Ein packender historischer Thriller, mit so manchen Schockmomenten. Von mir gibt es 4 Sterne und eine Leseempfehlung!

Vielen Dank an den Heyne Verlag und Random House für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Fest der Finsternis

Von: Niklas' Leseblog Datum : 10.06.2017

niklas-leseblog.jimdo.com

Paris im September 1805. Der intrigante Polizeiminister Joseph Fouché regiert die Stadt mit eiserner Hand. Doch die Bewohner der Weltmetropole sind ergriffen von Angst. In finsteren Gassen werden die Leichen blutjunger Mädchen gefunden, die Brutalität der Morde ist beispiellos. Der für seinen Jagdinstinkt berühmte Polizist Louis Marais arbeitet wie besessen an dem Fall. Marais weiß, dass es ein Monster braucht, um ein Monster zu jagen. Er greift auf die Hilfe eines alten Bekannten zurück, der hinter den Mauern des Irrenhauses von Charenton sein Leben fristet. Doch damit führt Marais den Alptraum erst zu seiner wahren Größe …



Ein düsterer Thriller, der im historischen Frankreich spielt.

Die Geschichte ist spannend, unheimlich und vor allem eines: sehr, sehr düster. Die Kombination des historischen Frankreichs mit einem grausamen Mordfall und unheimlichen Geschehnissen, dazu skurriler Ermittler, die ungleicher nicht sein könnten. Eine Mischung, die voll aufgeht.
Die Charaktere sind grandios gut angelegt: Sie haben eine Geschichte, machen eine Entwicklung durch, wirken währenddessen authentisch und erfüllen ihre Rolle perfekt.
Dazu eine spannende, abwechslungsreiche und voller Wendungen angelegte Story, die gut recherchiert wurde.

Der Schreibstil ist angenehm, flüssig zu lesen und kann Spannung erzeugen und den Leser somit an die Geschichte fesseln.



Fazit:
Alles in allem ein sehr gelungener historischer Thriller mit zwei weltklasse angelegten Progatonisten.

Komm mit, zum Fest der Finsternis

Von: Kaisu Datum : 09.05.2017

life4books.de

„Im August 1805 herrschte die Pest bereits den dritten Monat über Brest. Leise wie ein Dieb in der Nacht war sie aus einer der Gossen aufgestiegen und hatte die Stadt und ihre Bewohner innerhalb weniger Tage in ihren Bann geschlagen.“ (S.11)

Und ganz so schnell werden die Menschen den schwarzen Tod auch nicht mehr loswerden. Dennoch schwebt noch eine andere Angst, als die der Ansteckung in der Luft Paris‘ umher. Seit geraumer Zeit, werden immer wieder Leichen junger Frauen gefunden. Nichts ungewöhnliches zu jener Zeit, mag man denken. Doch allesamt waren schwanger und hatten kurz vor ihrem Tod entbunden. Nur fehlt von dem Nachwuchs jede Spur.

Der örtliche Polizeichef Fouché ist mit dem Fall komplett überfordert und ordert den einst verbannten Polizisten Louis Marais zurück ins Amt. Dieser ist natürlich verwundert und argwöhnisch. Dennoch verbeißt er sich recht schnell in den Fall und merkt, dass er Hilfe braucht. Mit diesem Killer ist nicht zu spaßen und er bewegt sich auf einem Terrain, wo sich Marquis de Sade wesentlich besser auskennt. Somit wird dieser ins Boot geholt.

Stückchenweise kommen sie dem Täter auf die Spur und trotzdem drehen sie sich im Kreis. Erst als sie eine weitere weibliche Person zu Rate ziehen, bekommt der Mörder ein Gesicht und ihnen wird bewusst, in was sie sich da verfangen haben. Die Herrin der Nacht selbst begleitet die beiden Männer dabei natürlich nicht, sondern schickt eine ihrer vertrautesten Damen als Hilfe mit.

„Ein Polizeiagent, ein berüchtigter Schriftsteller und die Thronerbin der Herrin der Nacht. Eine interessante Kombination.“ (S.268)

Kaum zerren sie erste Wahrheiten an das grelle Tageslicht, kommen sofort die Widersacher daher und wollen ihre Arbeit zunichte machen. Da haben wohl auch mächtigere Wesen ihre Hände im Spiel, als man von Angesicht zu Angesicht in Gesprächen zugeben mag. Somit beginnt eine Katz-Maus-Jagd quer durch die Straßen von Paris, die letztlich nur eine Seite gewinnen kann.

Diese Jagd nach dem grausamen Killer ist nicht auf 300 Seiten abgehandelt. Ulf Torreck hat hier alle Register gezogen und einen extrem gut recherchierten Roman vorgelegt, der viele wahre Daten oder Gesichter aus der damaligen Zeit mit einbindet. Zudem werden viele französische Begriffe und Titel genannt. Man hat dadurch wirklich das Gefühl sich in Frankreich zu befinden.

Wem dies alles zu viel wird, der findet auf den letzten Seiten eine kurze Auflistung der wichtigsten Gesichter.

Die Spannung kommt dabei natürlich nicht zu kurz. Hat man sich erst einmal einen Überblick verschafft und sich in die Welt der Pariser eingefunden, will man auch nicht mehr davon weg. Ich empfehle zudem das kurze ebook „Vor der Finsternis“, vor diesem Buch hier zu lesen. Man erfährt hier noch einiges mehr über Marais. Vor allem über seine Vergangenheit und versteht seine Beweggründe besser.

Alles in allem war ich positiv überrascht von dem Buch. Muss aber dennoch ein paar Abstriche machen. So hat es eine Weile gedauert, bis ich für das dicke Büchlein bereit war und mich komplett in der Story verbeißen konnte. Zudem kommt es durch die wunderbare Ausführlichkeit gelegentlich zu langen Passagen, wo ich mich arg zusammenreißen musste, diese nicht zu überfliegen. Wer über diese kleinen Makel hinwegsehen kann, sollte zugreifen!

Lesenswerte Lektüre, die einen intensiv in die Abgründe der Pariser Welt entführt!

Ein Fest es zu lesen

Von: WortGestalt-BuchBlog Datum : 25.04.2017

wortgestalt-buchblog.de

Mit diesem Thriller taucht man ein in das dreckige und raue Paris des frühen 19. Jahrhunderts. Autor Ulf Torreck gelingt es hier, eine gleichzeitig charmante wie auch niederträchtige Geschichte zu erzählen. Charmant in ihrer Figurenzusammenstellung und deren Ausgestaltung, niederträchtig in den Motiven und Taten der Antagonisten.


Düster und dreckig

Paris, auf dem Weg zur Metropole, präsentiert sich im »Fest der Finsternis« wunderbar düster und dreckig und erinnert in seinem Ambiente an Filme wie »From Hell«. Es liegt Unrat auf den Straßen, das Kopfsteinpflaster glänzt speckig, das Licht ist trübe und über der Stadt hängen die Ausdünstungen seiner Bewohner. Gelungen atmosphärisch kommt das Kopfkino daher. Es entsteht ein Szenenbild, das ich mir beim Lesen unheimlich gern vorgestellt habe.

Neben der Stimmung trägt auch das Figurenensemble zu großen Teilen die Geschichte. Denn da sind zum einen die beiden Hauptakteure, der pflichtbewusste und konsequente Polizeiinspektor Louis Marais und der fast schon liebevoll gezeichnete Marquis de Sade. Der Marquis ist ein in die Jahre gekommener und umstrittener Schriftsteller, ein Freigeist, der ein nach damaligen Maßstäben zügelloses Leben führte, bevor er letztlich in der Irrenanstalt von Charenton landete.

Die Figur des Marquis de Sade ist ebenso historisch belegt wie die des Inspektors Louis Marais. Auch eine Bekanntschaft der beiden Männer lag nachweislich vor, wie man im Nachwort des Romans erfahren kann.


Kulturhistorisches Schreckgespenst

Tatsächlich war mir die Person des Marquis de Sade bisher ausschließlich als eine Art kulturhistorisches Schreckgespenst bekannt. Ein französischer Adeliger, der sich mit vermeintlich pornografischen und blasphemischen Schriften und Gewaltfantasien den Unmut und die Empörung seiner Zeitgenossen sicherte. Und als Namenspatron für den später geprägten Begriff des Sadismus herhalten musste.

Sicherlich ist die Charakterisierung der Figur des Marquis de Sade in diesem Roman vor allem eines, nämlich fiktiv und keine biografische Abhandlung. Dennoch gelingt es dem Autor, in mir ein grundsätzliches Interesse an dieser Person zu wecken und klassische Bilder hinterfragen zu wollen.

Zudem spürt man neben der intensiven Recherchearbeit, die in diesen Roman eingeflossen ist, auch ein gewisse Sympathie des Autors für dieses alte Scheusal de Sade. Denn auch wenn dieser hier im »Fest der Finsternis« mit loser wie spitzer Zunge, selten um Gefallen, aber immer um Provokation bemüht, auftritt, so hat seine Darstellung doch auch durchaus etwas possierliches.


Dramatis personae

Vom Marquis de Sade und dem Polizeiinspektor Marais abgesehen, staffiert Ulf Torreck seine Geschichte noch mit einer ganzen Reihe weiterer Figuren aus. Die überzeugen in ihrer Gesamtheit, weil sie harmonieren.

Da gibt es einige undurchsichtige Ärzte und Geistliche, den ehemaligen Sklaven und nun Kopfgeldjäger Nicolas Bonnechance, die Bordellbesitzerin und Herrin der Nacht Isabelle de la Tour nebst schöner und stummer Tochter Silhouette, dann noch das fahrende Volk, einige ambitionierte Staatsmänner mit guten wie schlechten Absichten und immer ganz eigenen Interessen. Dazu habe ich besonders an den Frauenfiguren in diesem Roman gefallen gefunden. Die wurden vom Autor angenehm vielschichtig angelegt.

Zusammengehalten wird das Personal durch einen Plot, der eine Geschichte voller Hässlichkeiten erzählt. Er dringt tief in die Abgründe der Menschen, spielt aber auch geschickt mit Aberglaube und dem herrschenden Zeitgeist. Ich war am Ende von beidem fasziniert. Davon, wie sich der Plot, ein sehr dichtes und komplexes Konstrukt, darstellt. Und davon, wie sehr das Zusammenwirken der einzelnen Charaktere der Handlung Charisma verleiht. Das hat mir beim Lesen unheimlich viel Spaß gemacht.


Schönheitsfehler

Gleich zu Beginn hatte ich in diesem Roman noch mit einem unnötigen Schönheitsfehler zu kämpfen. Der Einstieg war für mein Empfinden holperig, was zu großen Teilen an dem sehr nachlässig redigierten Text lag. Auf den gut 60 ersten Seiten unterbrachen Tippfehler, Wortwiederholungen und ungelenke Satzkonstruktionen immer wieder den Lesefluss. Das brachte mich aus der Atmosphäre der beschriebenen Epoche heraus. Darauf reagiere ich ähnlich gereizt wie auch auf andere, äußere Störfaktoren beim Lesen. Das ist quasi die gedruckte Form von Baustellenlärm und wäre in diesem Fall vermeidbar gewesen.

Allerdings flaut dieser Ärger im Verhältnis zur Gesamtseitenzahl bald ab. Denn das »Fest der Finsternis« wird mit jedem Kapitel stärker, opulenter, faszinierender und zieht einen – so abgedroschen diese Formulierung auch ist, hier hat sie Gültigkeit – in seinen Bann. Und das macht wirklich Freude.

Der Autor Ulf Torreck, vielen Lesern auch als David Gray gut bekannt (»Kanakenblues«), vereint in seinem historischen Thriller viele interessante Elemente. Er bindet historisches, politisches, religiöses, kulturelles und gesellschaftliches in eine Geschichte ein, die mit sehr viel Herzblut erdacht, erarbeitet und geschrieben wurde, sodass dieser Roman alles in allem ein Fest ist. Ein Fest der Finsternis und ein Fest, ihn zu lesen.

Fazit: »Fest der Finsternis« ist eine spannende Reise und ein dichtes, komplexes Abenteuer, eine Geschichte mit einem abwechslungsreichen und unterhaltsamen Figurenenemble im sehr stimmungsvoll beschriebenen Paris des frühen 19. Jahrhunderts.

Ein historischer Thriller, der unter die Haut geht und den Leser packt und nicht mehr loslässt!

Von: www.buecherwesen.de Datum : 25.04.2017

www.buecherwesen.de/2017/04/fest-der-finsternis-von-ulf-torreck.html

Inhalt:

September 1805, Paris. Mit eiserner Hand regiert der intrigante Polizeiminister Joseph Fouché die Stadt. Doch greift die Angst in Paris um sich, denn es werden in den dunklen Gassen die Leichen blutjunger Mädchen gefunden. Die Brutalität, mit der die Morde verübt wurden, ist beispiellos.
Louis Marais, berühmter Polizist und für seinen Jagdinstinkt bekannt, arbeitet wie ein verrückter an diesem Fall, doch er weiß, dass man ein Monster braucht um ein solches Monster zu fangen.
Daher greift er auf die Hilfe eines alten Bekannten zurück, der hinter den Mauern des Irrenhauses Charenton, sein Leben fristet.

Meine Meinung:

Ich lese ja sehr gerne Thriller und auch vereinzelte historische Bücher konnten mich begeistern, daher wollte ich einmal die Mischung aus beidem lesen und bin so über das Fest der Finsternis von Ulf Torreck gestolpert.
Was soll ich sagen, die Mischung hat es in sich. Ich finde ja die Zeit in der das Buch spielt schon faszinierend, die Pest versetzt die Menschen in Angst und Schrecken und dann passieren auch noch viele Morde und die Leichen der noch blutjungen Mädchen werden in den dunklen Gassen von Paris gefunden.
Die ganze Geschichte verströmt eine ziemlich dunkle Stimmung, voller Spannung und die Nerven des Lesers sind von Anfang an bis zum zerreißen gespannt.
Intrigen und Geheimnisse verfeinern noch das Gesamtwerk und wenn ich ehrlich bin, habe ich es selten mit so einem Meisterwerk zu tun.
Die Charaktere finde ich auch sehr interessant, besonders Louis Marais, den Hauptermittler in diesem Buch. Der Marquis de Sade ist uns ja durchaus bekannt, da er zu dieser Zeit einige delikate Romane verfasst hat.
Doch was fasziniert mich so an Louis Marais? Auf den ersten Seiten war er mir noch eher unsympathisch, da ich seine Art nicht mochte, doch habe ich mich sehr in ihm getäuscht.
Er ist ein Gentleman. der seinen Beruf beherrscht und sich auch durch nichts und niemanden vom Weg abbringen lässt.
Der Autor Ulf Torreck hat auch sehr gute Arbeit geleistet, was seine Recherchen betrifft, denn dadurch kann man sich sehr gut in diese Zeit hineinversetzten und sich vorstellen, wie das damalige Paris ausgesehen hat. Die Geschichte liest sich relativ zügig weg und das obwohl das Buch ja nicht gerade über eine geringe Anzahl an Seiten verfügt.
Auf dieses Buch bin ich auch eher durch Zufall gestoßen und kurz vorm Ende bin ich darüber gestolpert, dass es noch eine Vorgeschichte dazu gibt. Diese wird sicherlich auch noch von mir gelesen werden müssen, ich kann nur leider nichts dazu sagen ob es besser wäre diese vorher zu lesen oder ob sich die Bücher auch getrennt voneinander lesen lassen.

Mein Fazit:

Ein historischer Thriller, der unter die Haut geht und den Leser packt und nicht mehr loslässt!

Punktabzug, da unvollständig

Von: Nomas Literaturblog Datum : 20.03.2017

nomasliteraturblog.wordpress.com/

Erst wollte ich das Buch abbrechen. Zu sehr wirkten die Morde bei Jack the Ripper abgekupfert, auch das Milieu stimmte. Später kamen noch Geschichten um jahrhundertealte Orden dazu - Jack the Ripper trifft auf Dan Brown.

So richtig Schwung in die Handlung kam, als der Marquis de Sade als unfreiwilliger Ermittler verpflichtet wurde. Die Wortgefechte, welche er das ganze Buch über mit Marais abhält, sind einfach nur Klasse. Zwischen dem prüden Polizeibeamten und dem alten, verfetteten Schwerenöter treffen Welten und Gegensätze aufeinander, welche den ganzen Roman beleben. Während de Sade überall Heuchlertum, Bigotterie und Prüderie wittert, versucht Marais, die Ermittlungen nicht ganz aus dem Ruder laufen zu lassen. Was auch bitter nötig ist, denn die Verschwörung geht bis und höchste Kreise, und so geraten die beiden in einen Kampf zwischen Talleyrand und Fouche.

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Die 132 seitenstarke Vorgeschichte *Vor der Finsternis* gibt es nämlich nur für rund 1,50 Euro als Kindle-Version. Ohne sie gelesen zu haben, kann ich mir vorstellen, dass es das Lesevergnügen gewaltig erhöht, wenn man über die Personen Bescheid weiß, und wie sie sich kennenlernten. Dies hätte meiner Ansicht nach in das Buch mit reingehört.

Fazit

Bis auf die Tatsache, dass ich für die Vorgeschichte extra hätte zahlen sollen, hat das Buch mir großen Spaß gemacht. Wenn ich 15 Euro bezahle, dann will ich die ganze Geschichte lesen können. So gelungene Erstlinge liest man selten.

Gelungener Mix aus Fakt und Fiktion

Von: Sebastian Datum : 28.02.2017

stuffed-shelves.de

»Historischer Thriller« steht dick und breit unter dem Titel von »Fest der Finsternis«. Ulf Torreck, der unter dem Pseudonym David Gray erfolgreich als Hardboiled-Krimiautor unterwegs ist, liefert unter seinem bürgerlichen Namen gänzlich andere Kost ab. Und das auch noch im großen Publikumsverlag Heyne. Man durfte gespannt sein.

Vom Start weg wird eines klar: Torreck versteht sich gut darauf, historisch verbriefte Figuren wie den Polizeikommissar Louis Marais oder seinen Partner wider Willen, den Marquis de Sade persönlich, darzustellen. Ebenso hat er ein gutes Händchen dafür, die Charaktere in eine fiktive, hochspannende Story einzubauen. Denn das ist »Fest der Finsternis« von der ersten Seite an: extrem spannend. Auch atmosphärisch hat der Autor alles richtig gemach. Seine Schilderungen des Paris im frühen 19. Jahrhundert wirken glaubwürdig und authentisch. Ich fühlte mich schnell in eine andere Zeit versetzt und wurde vom Strudel der Ereignisse mitgerissen. Diesen positiven Eindruck kann Torreck über weite Strecken aufrechterhalten. Er zieht seine Leser an der Nase von einer in die andere Richtung, streut Zweifel über die Motivation des Mörders und die Hintergründe der Untaten. Durchschaubar ist der Roman nicht. Es ist aber auch nicht alles Gold, was glänzt. Zwar weist der Plot einige interessante Wendungen auf, die Auflösung selbst hat mir aber nur bedingt gefallen. Halt, nicht die Auflösung als solches, denn die ist gut und unvorhersehbar. Vielmehr die Art, in der sie präsentiert wird. Der ellenlange Monolog trifft das Klischee »Villain glaubt, gewonnen zu haben und plaudert seinen Plan in epischer Länge und Breite aus« zu 100 %. Das ist schade, letztlich aber nur ein Detailmangel, über den man wegen der Qualität des gesamten Buches gerne hinwegsehen kann. Außerdem entschädigt die bitterböse Schlusspointe auch dafür.

Was die Figuren angeht, kann »Fest der Finsternis« eine Menge Punkte einfahren. Ulf Torreck verbindet, wie eingangs erwähnt, geschickt historische Figuren mit einer fiktiven Geschichte. Er hangelt sich dabei nicht an den belegten Lebensläufen seiner Protagonisten entlang. Natürlich werden sie zu gewissen Teilen in den Plot eingebunden, was man vor allem am Verhältnis von Marais zu de Sade sieht. Allerdings nimmt der Autor sich auch genügend künstlerische Freiheit heraus, um sie an seine Geschichte anzupassen. Daraus entsteht ein wunderbar explosives Gemisch, welches man am Besten mit einer Art Buddy-Movie vergleichen kann. Nur, dass die Buddies sich nicht übermäßig grün sind. Es prallen eckige und kantige Charaktere aufeinander, die entstehende Reibungswärme ist auf jeden Fall ebenfalls dazu angetan, den Leser zum umblättern zu motivieren. Während man über den Marquis noch recht viel in den gängigen Quellen lesen kann, ist Louis Marais eine ziemliche Schattenfigur. Torreck zollt dem Tribut, indem er Monsieur Le Commisaire einen sehr mysteriösen und undurchsichtigen Hintergrund verpasst. Das ist spannend und brachte mich immer wieder dazu, darauf rumzurätseln, wer der Kommissar nun tatsächlich ist.

Insgesamt hat mir Torrecks Stil gut gefallen. »Fest der Finsternis« präsentiert sich auf eine moderne und frisch geschriebene Art. Vor allem, wenn man bedenkt, dass es sich um eine Geschichte mit historischem Setting handelt. Dadurch liest der Roman sich flüssig und gut. Aus den Dialogen hingegen spricht genau der richtige Zeitgeist, sodass man nicht den Eindruck hat, dass hier jemand eine historische Deckschicht auf einen modernen Thriller aufgetragen hat. Das weiß zu gefallen. Allerdings gibt es auch kleinere Schwachpunkte. Nach der gefühlten hundertsten Anrede dieser Art weiß man als Leser, dass der Marquis ein »altes Ungeheuer/ Scheusal« ist. Was anfangs noch witzig schien, wurde im Laufe der knapp 700 Seiten über- und ausgereizt. Da wäre weniger mehr gewesen. Auch wechseln zwischenzeitig die Anreden von »du« zu »Sie« und auch mal zu »Euch«. Im Lektorat wurden diverse Rechtschreib- und Formatierungsfehler durchgewunken. Reite ich normalerweise nicht drauf rum, sollte aber zumindest erwähnt werden.

Fazit:

»Fest der Finsternis« ist eine spannend erzählte Geschichte in einem überzeugenden historischen Setting. Die Figuren wussten zu gefallen, auch wenn der Marquis de Sade im Buch mehr Schnupftabak vernichtet, als John McClane Zigaretten raucht – in allen Stirb-Langsam-Filmen zusammen. Ein paar kleinere Detailmängel störten den Lesespaß nicht merklich, die übersehenen Rechtschreibfehler sorgten nicht für großes Stolpern. Insgesamt ein Roman, der mir vom Start weg gut gefallen hat und ein Autor, von dem ich gerne mehr lesen würde.

Auf Mörderjagd mit dem Marquis de Sade

Von: Nini Datum : 28.02.2017

ninis-kleine-fluchten.blogspot.com

Bereits nach wenigen Seiten merkt man, dass "Fest der Finsternis" das Potential zu etwas Großem hat. Denn schon nach kurzer Zeit entsteht eine Atmosphäre der Beklemmung und des Dunklen. Spätestens wenn Marquis de Sade auf der Bildfläche erscheint, ist klar, dass dies kein gewöhnlicher Thriller ist.

Der Lesefluss ist von Anfang an sehr gut, was bei einem Buch von über 600 Seiten sicher nicht ganz nebensächlich ist. Denn gerade bei einer derart ausgiebigen Handlung, ist es oft nicht leicht, das Interesse des Lesers durchgängig wach zu halten.

In den Informationen zum Autor steht, dass er für "Fest der Finsternis" über mehrere Jahre recherchiert hat. Und dies kommt eindeutig dem Leser zugute. Wir befinden uns in Paris zu Zeiten Napoleons. Entsprechend darf man erwarten, dass das Ambiente, die Gepflogenheiten und Sitten der damaligen Zeit entsprechen. Und das tun sie eindeutig - nicht einen Moment zweifelt man daran, sich im 19. Jahrhundert zu befinden. Dies bezieht sich nicht nur auf Kleidung, Umgangsformen, etc, sondern ebenso auf Politik und Polizeiarbeit. Da, neben Monsieur de Sade, eine ganze Reihe weiterer historischer Personen ihren Auftritt in "Fest der Finsternis" haben, dürfte es eine Menge Arbeit bedeutet haben, die historisch verbürgten Informationen zu diesen in den jeweiligen Charakter und zu integrieren und all dies der Fiktion einzuverleiben.

Auch der eigentlich Kriminalfall, um den es hier geht, ist nicht 08/15 und der Leser wird mit Marais und de Sade diversen Wegen folgen müssen, um die Lösung zu finden.

Die Übergänge zwischen Krimi und Thriller sind grau und fließend, dennoch hätte ich die Genrebezeichnung "Historischer Krimi" bevorzugt, da bei einem Thriller doch eine offener zutage tretende Spannung erwartet wird. Dies soll nicht bedeuten, dass "Fest der Finsternis" nicht spannend sei - ganz im Gegenteil, allerdings ist dies mehr eine dauerhaft vorhandene atmosphärische Spannung, die über allem liegt und nicht die typische Thrillerspannung.

Um an "Fest der Finsternis" Gefallen zu finden, sollte man auf jeden Fall gern historische Handlungen lesen und keine Furcht vor den dunklen Seiten des Menschen haben - dann kann es dem Leser aber wie mir ergehen, die ich schon jetzt sagen kann, dass Ulf Torreck mit "Fest der Finsternis" ganz klar eines meiner Lesehighlights 2017 geschrieben hat.

Paris, 1805

Von: Marius Datum : 27.02.2017

buch-haltung.com

Paris im September 1805. Der Sturm auf die Bastille ist genauso beendet wie die blutige Terrorherrschaft der Jakobiner . Napoleon herrscht über Europa und in der Hauptstadt seines Reichs große Armut und Elend. Der ehemalige Inspektor Louis Marais, dessen Name noch immer die Unterwelt von Paris in Unruhe versetzt, kehrt genau hierhin zurück. Eigentlich hatte ihn der Polizeiminister Joseph Fouché nach Brest abgeschoben, doch nun braucht er den Polizisten dringend wieder in Paris. Die Leiche eines jungen Mädchens wurde schwer verstümmelt aus der Seine gefischt. Wenn ein Ermittler dem Täter das Handwerk legen kann, dann Marais.

Und dieser stößt bei seiner Recherche recht schnell auf höchst beunruhigende Information. Denn offenbar wurde von oberster Stelle her vertuscht, dass diese Leiche des jungen Mädchens nicht die erste ist, die in letzter Zeit aufgefunden wurde. Eine ganze Reihe weiterer Morde gibt es – nur war an der Aufklärung niemand interessiert. Marais verbeißt sich in den Fall und fordert damit Täter heraus, die keinerlei Interesse an der Wahrheit hinter den Morden haben. Seine Spuren führen in okkulte Kreise und sorgen schließlich dafür, dass aus dem Jäger einer Gejagter wird.

Ulf Torreck ist mit seinem Debüt im Heyne-Verlag ein großer Wurf gelungen. Bisher publizierter er unter dem Namen David Gray im Pendragon-Verlag, nun gibt es im neuen Verlag einen historischen Thriller von ihm zu lesen. Und der hat es in sich. Wendungsreich entführt er den Leser in ein dunkles und dreckiges Paris, das nicht viel mit der Seine-Metropole zu tun hat, die man heute kennt. In großer Armut lebt die französische Bevölkerung, während das Establishment rauschhafte Feste feiert und sich in Eskapismus ergeht.

Als besonderen Clou integriert Torreck zahlreiche historische Gestalten, deren Treiben den Rahmen des Buchs bildet. So spielt der damalige Polizeiminster Joseph Fouché genauso eine entscheidende Rolle wie auch der Staatsmann und Lenker Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord. Schon fast ein Holmes/Watson-Doppel ergibt dann Torrecks Idee, Marais mit dem legendären Marquis de Sade zusammenzuspannen, der den Ermittlungen entscheidend weiterhilft. Diese Idee und die entsprechende Umsetzung bilden das Salz in der Suppe und machen aus Fest der Finsternis ein besonderes Erlebnis.

Eine Prise Jean-Christophe Grangé, ein wenig Das Parfüm, ein wenig Okkultismus, ein bisschen Alexandre Dumas – die Mischung geht auf. Wenn die nächsten Fälle für Louis Marais genauso gut ausgearbeitet sind wie dieser erste Fall, dann stehen uns noch viele großartige Titel ins Haus, bei denen alleine das Lektorat deutlich bessere Arbeit machen muss. Ansonsten eine stimmige Geschichte!

Ein ungleiches Duo ermittelt

Von: Elke Heid-Paulus Datum : 21.02.2017

www.lovelybooks.de/mitglied/Havers/rezensionen/

In der französischen Metropole regiert die Angst. Zum einen fallen immer mehr Menschen dem „Schwarzen Tod“ zum Opfer, zum anderen treibt offenbar ein Serienmörder, der es auf junge Frauen abgesehen hat, sein Unwesen. Die Mordopfer haben eine Gemeinsamkeit: sie haben alle kurz zuvor entbunden, und von ihren Neugeborenen fehlt jede Spur. Die Polizei ist ratlos, und so bleibt dem korrupten Polizeiminister Fouché nichts anderes übrig, als Louis Marais zurück nach Paris zu holen. Ehemals sein bester Mann, aber in der Zwischenzeit in Ungnade gefallen und strafversetzt. Diesem kommt der Ruf zurück gerade recht, hilft ihm die Arbeit doch, den Verlust von Frau und Kind durch die Pest leichter zu ertragen. Aber auch Marais ist bald mit seinem Latein am Ende, alle Spuren verlaufen im moralischen Sumpf der Millionenstadt. Bis auf eine, aber um diese deuten zu können, bedarf es der Hilfe eines prominenten Insassen der Nervenheilanstalt von Charenton. Und so macht sich Marais auf, um den Marquis de Sade mit ins Boot zu holen.

Das ungleiche Duo Marais und de Sade, der gläubige Halb-Gitan und der atheistische Adlige – aus dem Gegensatz dieser beiden unterschiedlichen Persönlichkeiten speisen sich die spannenden Ermittlungen, die sie nicht nur in die Elendsviertel der Metropole sondern auch in höchste politische Kreise führen. Die wahre Hauptfigur ist aber das postrevolutionäre Paris, diese düstere Kloake, die der Autor bildhaft und schonungslos beschreibt. Mit „Fest der Finsternis“ ist Ulf Torreck ein üppiger historischer Roman - eher ein Thriller, da man die blutigen Details nicht außer Acht lassen kann - mit einem wohlkonstruierten Spannungsbogen gelungen, der höchst stimmungsvoll diese besondere Atmosphäre in der französischen Hauptstadt zu Beginn des 19. Jahrhunderts kreiert. Die Rücksichtslosigkeit der Herrschenden, ihre Intrigen und Machtspielchen, die Prunksucht und Dekadenz des Adels, das Elend und die Verzweiflung der Armen und Ärmsten in den Randbezirken.

Die ideale Lektüre für ein langes Wochenende. Lesen!

Spur der Schmetterlinge

Von: wal.li Datum : 17.02.2017

wallis-buechersichten.blogspot.de/

In Brest, wohin Louis Marais strafversetzt wurde, wütet im Jahr 1805 die Pest. Obwohl er seine Frau in sein Haus auf dem Land gebracht hat, fallen sie der Seuche zu Opfer. Bevor ihn die Verzweiflung übermannen kann, wird Marais nach Paris zurückberufen. Dort wurde die verstümmelte Leiche eines jungen Mädchens gefunden, die offensichtlich kurz vor ihrem Tod ein Kind geboren hat. Eifrig trommelt Marais sein altes Team zusammen. Er befürchtet, es könnten weitere Morde geschehen. Gleichzeitig erhält der Marquis de Sade von seinem im Sterben liegenden ehemaligen Gönner eine seltsame Liste. Nicht lange dauert es bis die beiden ungleichen Sucher nach der Wahrheit wieder aufeinander treffen.

Nachdem der Polizist Marais bei der Lösung des Falles des Mörders Lasalle schon auf die etwas widerwillige Hilfe des Marquis zurückgreifen konnte, werden die beiden hier wieder zusammen geführt. Der Fall erscheint zunächst äußerst rätselhaft. Wer könnte schließlich ein Interesse am Tod eines jungen Mädchens haben, gerade wenn es sich bei dieser auch noch um eine Mutter handelt. Und was geschah mit dem Kind, von dem keine Spur gefunden wurde. Sollten die angesehenen Bürger der Stadt Paris, die es auf die ominöse Liste geschafft haben, eine Art Geheimbund bilden. Es dauert jedenfalls nicht lange bis auch das politische Paris beginnt, sich in die Ermittlungen einzumischen.

Dieses unheimliches Geschehen bedrückt den Polizisten Marais. Tief betrübt über den Verlust seiner Familie sieht er in der Lösung dieses Falles eine Art Erlösung. Konzentriert wandert er durch die Gassen der Stadt, manchmal abgelenkt, manchmal unterstützt durch den Marquis.

Gekonnt wird das Leben im Paris des napoleonischen Zeitalters eingefangen. Sowohl das Leben der einfachen Leute als auch das der gehobenen Schichten wird auf eine Art dargestellt, dass man glauben kann, es könnte sich so abgespielt haben. Die Unterschiedlichkeit der Einstellung und des Hintergrundes von Marais und de Sade und deren Zusammenarbeit, bei der Marais mutig vorweg schreitet und de Sade eher wiederwillig murrend aber doch kluge Schlüsse ziehend folgt, bilden den Mittelpunkt dieses historischen Krimis. Zur Lösung ihres gemeinsamen Falles kombinieren sie ihre Fähigkeiten und schaffen einen packenden Einblick in einen kniffligen Fall, bei dem es wahrhaft um Alles zu gehen scheint. Manche Schilderungen wirken fast wie aus einem Buch de Sades entsprungen. Da möchte man sich das Geschehen lieber nicht allzu bildhaft vorstellen. Dennoch bilden Marais und de Sade ein beinahe geniales Gespann, das mit einem unterschwelligen Humor unterhält und einen verzwickten Fall löst.

Fest der Finsternis

Von: Manuela Hahn Datum : 13.02.2017

lesenswertesausdembuecherhaus.blogspot.de/

Inhalt: Während in Frankreich die Pest wütet, werden in Paris die Leichen junger Mädchen gefunden, die kurz vor ihrem Tod ein Kind geboren hatten. Der Polizeiminister Joseph Fouche beschließt den in Ungnade gefallen Polizisten Louis Marais zurück nach Paris zu holen um die Morde aufzuklären. Dieser muss schon bald feststellen, das er der Aufgabe allein nicht gewachsen ist: Hilfe erhofft er sich ausgerechnet vom Marquis de Sade.

Meine Meinung:
Also mal gerade für zwischendurch ist dieses Buch weder von der Seitenzahl noch von seinem Aufbau her geeignet, 670 Seiten liest man nicht mal gerade so weg und wenn der Autor seine Leser dann auch noch in eine ferne Vergangenheit führt, die auch im besten Geschichtsunterricht nur kurz angerissen wurde, bedarf es schon etwas Konzentration. Das Buch spielt im Jahr 1805 zu Zeiten Napoleons.
Marais tappt lange im Dunklen auf der Suche nach dem Mörder und mit ihm ich als Leser, immer wieder hatte ich jemand anderen in Verdacht um ihn auf der nächsten Seite wieder zu auszuschließen, das ist genau das was mir an Krimis gefällt, das Rätseln und Spekulieren wer denn nun verantwortlich ist für all die grauenhaften Taten.
Ihre Ermittlungen führen Marais und de Sade, bis in höchste Regierungskreise und in die Pariser Unterwelt.
Ich muss leider sagen das mir Marais nicht sonderlich sympathisch war, er ist überheblich, ungerecht unfreundlich und schreckt auch vor Nötigung nicht zurück um an sein Ziel zu gelangen, zwar ist sein Verhalten nachvollziebar, bedenkt man unter welchen Umständen er seine Ermittlungen führen muss, aber gefallen muss mir das nicht.
Leider hatte ich im Laufe des Buches häufiger das Gefühl, das mir wichtige Informationen fehlten, Informationen die in einem vorigen Buch vielleicht vorkamen. Nach dem Lesen habe ich erfahren das es tatsächlich eine Vorgeschichte gibt *Vor der Finsternis*, leider ist diese nur als e-book erhältlich, das allerdings als Kindle Edition kostenlos ist.
Nichts desto Trotz habe ich das Buch gern gelesen, Ulf Torreck hat mich in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele blicken lassen.

Düsterer, historischer Thriller

Von: Silly2207 Datum : 13.02.2017

worldofbooksanddreams.blogspot.de/

Wir schreiben das Jahr 1805, die Pest wütet durch Frankreich und auch die Familie des Polizeichefs Louis Marais, die er absichtlich nicht mit in die Stadt Brest genommen hatte, um dies zu verhindern, verstirbt. Da kommt das Schreiben des Kommandanten der Polizei Paris, Fouché, wie gerufen. In Paris geschah ein grausamer Mord, eine junge Frau wurde kurz nach der Geburt ihres Kindes grausam getötet und verstümmelt und ihre Leiche in der Seine entsorgt. Diese Morde scheinen schon seit geraumer Zeit vorzugehen, denn bei dem ehemaligen Gerichtsmediziner findet man 12 Zeichnungen von ebenfalls grausam ermodeter Frauen. Marais beginnt zu ermitteln und dabei greift er auf die Hilfe eines sehr bekannten Marquis zurück, der zur Zeit in der Anstalt Charenton lebt. Doch wohin die Ermittlungen die Beiden führt, daran hätte Marais niemals gedacht.
Meine Meinung:
Das Buch kommt mit einer sehr düsteren Optik daher und macht gleich neugierig auf seinen Inhalt, denn ein historischer Thriller verspricht interessante Unterhaltung. So war es auch bei Fest der Finsternis, denn es überzeugt gleich mit einer sehr gelungenen Darstellung der Zeit. Der Schreibstil des Autors wird dabei sehr gut der damaligen Zeit angepasst und ich fühlte mich regelrecht nach Frankreich zu Beginn der Morderne versetzt.
Der Thriller baut auf eine sehr gute Recherche auf und ich konnte mir ein gutes Bild machen, wie Paris in diesen Zeiten wirklich aussah und von Romantik ist da keine Spur. Dabei kommt allerdings der Thriller zunächst nur langsam in Fahrt. Zunächst einmal erhielt ich eine klare Vorstellung der beiden Hauptakteure Louis Marais, der Polizist und kein geringerer als der Marquis de Sade, der zu diesen Zeiten eine eher fragliche Berühmtheit war und bis heute als wohl einer der bekanntesten Perversen (Quelle: Stern) gilt. Dieses Zusammensetzung ließ mich schon ein wenig, sagen wir schmunzeln, denn die beiden Herren sind natürlich sehr gegensätzlich. Nachdem dann auch der erste Mord geschieht, nimmt auch die Spannung immer mehr Tempo auf und man begibt sich mit Marais und de Sade auf eine äußerst spannende Jagd nach dem Mörder. Die Morde an für sich sind sehr grausam und auch bildlich beschrieben, so dass ich das Geschehen gut vor Augen hatte. Zimperlich sollte man hier als Leser nicht sein.
Erzählt wird der Thriller durch einen personellen Erzähler in der dritten Person, der uns hauptsächlich aus der Perspektive Marais' an den Entwicklungen des Falles teilhaben läßt. Hier und da erlebte ich aber auch das Ganze mit den Augen de Sades und das bot dem Ganzen gute Abwechslung.
Das Setting ist hier sehr gut beschrieben und mein Eindruck der Zeit wurde sehr lebhaft in der Vorstellung. Dabei wurde mir nur allzu deutlich, wie schmutzig und düster alles damals aussah. Somit wurden Setting und Atmosphäre aber auch sehr lebendig und vorstellbar und es gelingt dem Autor perfekt, diese düstere Zeit darzustellen. Auch hier kann ich nur sagen: sehr gut recherchiert.
Die Charaktere des Thrillers sind durchweg sehr interessante Persönlichkeiten. Sehr gelungen ist hier die Einbindung eines Mannes wie den Marquis de Sade, bei dem ich gleich googeln musste, ob der Autor wirklich "diesen" Sade meinte und ja, den meinte er. De Sade wird hier sehr lebendig und ich konnte ihn direkt vor mir sehen in all seiner wunderlichen Art, sympathisch, nein, das ist er nicht, aber mehr als interessant. Doch die Figur konnte mich durchaus überzeugen, genau so wie mich auch die Figur des Protagonisten Marais überzeugen konnte. Auch diesen Mann soll es in der Tat damals gegeben haben und ich mochte einfach seine Art, wie er ermittelt und das er schon damals eine unkonventionelle Art hatte und vor nichts und niemanden wirklich halt machte. Eine sehr interessante Figur, mit vielen Ecken und Kanten und auch wenn er mir nicht unbedingt ans Herz gewachsen ist, so konnte er mich doch in seinem Handeln überzeugen. Auch sonst fand ich die Charaktere der Zeit gelungen und äußerst glaubhaft dargestellt.
Mein Fazit:
Ein düsterer, aber auch dadurch sehr atmosphärisch wirkender Thriller, der die damalige Zeit so darstellt, wie es auch war, schmutzig, korrupt und rücksichtslos. Guter, fesselnder Schreibstil und glaubhaft ausgearbeitete Charaktere geben der Zeit ein passendes Bild. Ich fühlte mich auf jeden Fall in das Paris vergangener Tage versetzt und hatte das ein oder andere Mal durchaus eine Gänsehaut, wenn alles vor meinen Augen lebendig wurde. Ein interessanter Thriller, der sehr gut recherchiert wurde und dadurch ebenfalls sehr glaubhaft wirkt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!