Leserstimmen zu
Das Echo der Wahrheit

Eugene Chirovici

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Joshua Fleischer ist 64 Jahre alt und schwer an Leukämie erkrankt, als er den Psychiater und Hypnosespezialisten Dr. James Cobb kontaktiert und ihm ein finanziell großzügiges Angebot unterbreitet. Fleischer erklärt, er möchte vor seinem Ableben noch einige Gedanken und Erlebnisse sortieren, die oberflächlich "in Vergessenheit geraten sind". Aus Neugierde macht sich der Psychiater kurzfristig auf den weiten Weg zum Landsitz seines Klienten, erfährt aber in seinen Sitzungen nur, dass der Multimillionär einen Mordfall aus den Siebziger Jahren in Paris aufgeklärt haben möchte. Während der Hypnose bleiben seine Informationen wirr und kurz nach Beendigung stirbt Fleischer wie schon vorhergesehen ohne Qualen und im Schlaf. Doch er hinterlässt dem Arzt einen Brief, der ihn mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert. Cobb kann nicht loslassen. Er engagiert einen Privatdetektiv, es tauchen alte Tage- und auch Notizbücher auf und somit erfährt er dabei unweigerlich Stück für Stück Tatsachen, die sowohl ihn, als auch den Leser nicht mehr loslassen... Ich bin nach dem "Buch der Spiegel" (große Leseempfehlung!!!) einmal mehr beeindruckt von dem Autor Eugene Chirovici. Er schreibt einfach wunderbar und man befindet sich auch in diesem Roman wieder in einem spannenden Labyrinth. Ein Buch, dass von Anfang an schlüssig geschrieben ist und eine wahnsinnig gut konstruierte Geschichte bei der man das Buch bis zur vollständigen Aufklärung nicht aus der Hand legen mag. Somit erneut meine absolute Leseempfehlung!

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Eugene Chirovici „Das Echo der Wahrheit“ Am Ende eines Lebens schaut man vielleicht zurück, hinterfragt sein Tun und Handeln, bereut sogar das Eine oder Andere und hat unter Umständen Manches in den tiefsten Winkeln des Unterbewusstseins vergraben. An diesem Punkt angelangt ist auch Joshua Fleischer, millionenschwer und todkrank. Immer wieder versucht er sich einer weit zurück liegenden Nacht in Paris zu entsinnen. Es war etwas geschehen in dieser Nacht damals, aber seine Erinnerungen trügen, entsprechen vielleicht nicht ganz der Wahrheit, oder doch? Dann wird er auf den berühmten New Yorker Psychiater Dr. James Cobb aufmerksam, der sich auf Hypnose spezialisiert hat. Als Dr. James Cobb die Einladung erhält Joshua Fleischer in Maine für ein paar Tage zu besuchen und diesen psychologisch zu betreuen, ist er zunächst argwöhnisch und ablehnend. Aber neugierig geworden und immer auf der Suche nach neuem Klientel, nimmt er an; außerordentlich gute Entlohnung und eine Auszeit vom Alltag machen ihm die Entscheidung leichter. Komfortabel und luxuriös in der Villa des Millionärs untergebracht, erfährt der erfolgsverwöhnte Psychiater bald, was genau man von ihm erwartet. Er soll den kranken Mann, der täglich zusehends an Lebenskraft verliert, in Hypnose versetzen, um herauszufinden, was in diesem Pariser Hotel 1976 geschehen ist. Denn Joshua Fleischer hat einen bösen Verdacht. Eine verzwickte Story, die uns der Autor Eugene Chirovici hier erzählt. Aber das kennen wir ja schon aus seinem „Buch der Spiegel“. Nach dem Zwiebelprinzip entblättert er uns die Geschichte Stück für Stück. Mit Entfernen jeder einzelnen Schale ergeben sich mehr Fragezeichen und die Verwirrung des Lesers steigt; aber auch die Spannung ist bald zum Zerreißen. „Und während ich da auf meiner Couch im Wohnzimmer lag, als einzige Lichtquelle der stummgeschaltete Fernseher, begann ich zu ahnen, dass der Ort, zu dem ich am nächsten Tag fahren würde, etwas Dunkles und Böses barg, wie ein feuchter Keller voller altem Gerümpel und schauriger Geheimnisse.“ (Seite 35) Wer an dieser Stelle nicht das Bedürfnis verspürt unbedingt weiterlesen zu müssen, dem ist nicht zu helfen. Ich zunächst war skeptisch. Die kleinen Geschichten IN der Geschichte waren verwirrend und erschienen sehr abstrus. Je näher ich dem Ende aber kam, dem Inneren der Zwiebel sozusagen, ergab sich ein Bild. Ein Bild um Erinnerungen, Wahrnehmungen, Geheimnissen und der Wahrheit. Die Frage bleibt aber, entspricht diese immer der Realität? Ein Krimi der etwas anderen Art, der durch clevere Verschachtelung und einer unglaublichen Spannung überzeugt!

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Dieses Buch hätte ich anhand des Titels und des Covers niemals in die Hand genommen. Umso glücklicher bin ich darüber, dass ich es nun gelesen habe, denn es ist absolut genial. Klappentext: Eines Tages macht der New Yorker Psychiater Dr. James Cobb die unerwartete Bekanntschaft des Multimillionärs Joshua Fleischer. Fleischer leidet an einer unheilbaren Krankheit und bittet Cobb eindringlich, für einige Tage zu ihm nach Maine zu kommen. Als Cobb dort eintrifft, erfährt er, dass der vom Tod gezeichnete Mann eine schwere Last mit sich trägt: Er hat Angst, in den Mord an einer jungen Frau verwickelt zu sein, mit der er vor vielen Jahren einen Abend in einem Pariser Hotelzimmer verbracht hat. Seine Erinnerungen sind aber bruchstückhaft, und deshalb soll Cobb ihm helfen, endlich die Wahrheit ans Licht zu bringen. Noch kann Cobb allerdings nicht ahnen, dass damit die verdrängten Dämonen seiner eigenen Vergangenheit zum Leben wiedererwachen… Rezension: Das Buch beginnt mit einem Prolog, der im Oktober 1976 in Paris spielt und in dem wir einen jungen Mann begleiten, der schnellstmöglich aus Paris verschwinden will. Es liegt natürlich sofort die Vermutung nahe, dass es sich um Fleischer handeln muss, man bekommt aber keine weiteren Informationen. Danach gibt es einen Zeitsprung und wir befinden uns nicht direkt in der Gegenwart, sondern elf Monate davor. Cobb hält einen Vortrag über Hypnose und nach diesem tritt Fleischer an ihn heran. So kommt es nach ein bisschen hin und her dazu, dass James Cobb zu Joshua Fleischer nach Maine reist, um ihn zu therapieren. Interessanterweise spielt die Therapie dann aber gar nicht die Hauptrolle in dem Buch. Bereits nach etwas mehr als 100 Seiten und wenigen Sitzungen, wird sie ergebnislos abgebrochen und Cobb reist wieder ab. Die Geschichte lässt ihn aber nicht los, was nicht zuletzt daran liegt, dass sie ihn an eigene schmerzliche Erfahrungen erinnert. So kommt es, dass er mithilfe eines ihm bekannten Privatdetektivs Nachforschungen anstellt. Er will rausfinden was damals in Paris wirklich passiert ist und inwieweit Fleischer und sein damaliger Studienfreund Abraham darin verwickelt sind. Dabei tauchen verschiedene Personen auf, die damals mit den beiden irgendwie in Kontakt standen und jeder schildert eine andere Geschichte. Somit fragt sich der Leser, genau wie Cobb, ständig was nun der Wahrheit entspricht und so bleibt es bis zuletzt spannend. Überdies hat mich der Autor auch sprachlich absolut begeistert. Durch die Ich-Perspektive von Cobb erleben wir alles durch seine Augen, was in diesem Fall extrem interessant ist. Außerdem hat er eine ganz neue Erzählweise entwickelt: Cobb gelangt an ein Tagebuch und innerhalb diesem schreibt der Besitzer das nieder, was er auf Notizblöcken eines anderen gefunden hat. Das klingt zunächst unnötig verkompliziert, ist aber so gekonnt umgesetzt, dass es das ganze nur noch spannender macht. Dazu gibt es dann am Ende noch eine geniale Auflösung, die man nicht hat kommen sehen. Die erste Andeutung darauf gab es nach circa 280 Seiten und man dachte sich, dass man nun wisse wie es ausgeht. Diese Vermutung ist dann am Ende aber doch nur halb richtig und so wird man noch ein weiteres Mal überrascht. Zudem findet auch Cobb selbst hinsichtlich seiner eigenen Vergangenheit Antworten und geht hier am Ende einen Schritt, der nicht nur das Buch in sich, sondern auch hinsichtlich des Titels perfekt abrundet. Klare Empfehlung für alle, die geschickt konstruierte Spannungsromane mögen. Eckdaten: Autor: Eugene Chirovici Verlag: Goldmann Preis: 20,00 € – Hardcover Seitenzahl: 320 ISBN: 978-3-442-31450-8 Weitere Formate: eBook

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James Cobb ist Psychiater und Buchautor, sein Spezialgebiet ist die therapeutische Anwendung von Hypnose. Nach einem Vortrag wird er von dem Multimillionär Joshua Fleischer angesprochen. Fleischer ist sterbenskrank und möchte endlich Klarheit über einen schicksalsträchtigen Abend vor Jahrzehnten in Paris, bei dem eine junge Frau ums Leben kam. Die Geschichte Fleischers lässt James Cobb nicht mehr los, aber er ruft auch die eigenen Geister der Vergangenheit hervor. Eugene Chirovoci spielt mit Leichtigkeit mit dem Leser. Das Echo der Wahrheit liest sich nicht nur süffig und äußerst komfortabel. Das Buch liest sich von Anfang an spannend und bald ist man mittendrin in dem verzerrten Tanz rund um Wahrheiten und Erinnerungen. Kaum glaubt man dem Rätsel auf der Spur zu sein dreht sich die Geschichte und man muss seine Eindrücke wieder ganz neu sortieren. Das Rätsel, was mit der jungen Französin Simone damals 1976 in Paris passiert ist, gestaltet sich dicht und undurchsichtig. Joshua Fleischer und Abraham Hale, dessen Freund und Antagonist, sind Charaktere, die nicht leicht einzuordnen sind. Abhängig davon aus welcher Perspektive über die beiden berichtet wird, nehmen sie alle Schattierungen von schwarz bis weiß und dazwischen an. Aber auch James Cobbs Rolle in diesem Roman ist vielschichtig und interessant. Das Echo der Wahrheit ist eine absolut faszinierende und merkwürdige Geschichte, im besten Sinne dieses Wortes.

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Der Psychologe James Cobb soll aufklären, was sich in der Vergangenheit von Milliardär Joshua Fleischer wirklich abgespielt hat. Fleischer ist schwer krank und liegt fast schon im Sterben, er bittet Cobb um Hilfe um im Tod seinen Frieden finden zu können. Cobb verwendet in seinen Therapien Hypnose und die soll auch in diesem Fall helfen. Fleischer will herausfinden, was sich in den 70ern in einem Hotelzimmer abgespiegelt hat, als eine junge Frau getötet wurde. Fleischer war dabei, hat aber keine Erinnerung mehr. Fazit: Was ist die Wahrheit? Was ist wirklich passiert, was ist nur unsere Erinnerung, inwieweit weichen die beiden von einander ab? Ich fand das Konzept des Romans unglaublich interessant, ein Psychologe ermittelt mit Hilfe von Hypnose in einem Mordfall. Es geht in dem Buch immer wieder um die Frage: inwieweit entspricht die persönliche Wahrnehmung tatsächlich dem, was wirklich passiert ist? Wie subjektiv alles ist, zeigt der Autor klar, indem er dieselbe Geschichte immer wieder von verschiedensten Charakteren erzählen lässt. Immer wieder hab ich mich beim Lesen gefragt: was stimmt jetzt? Wie will der Autor das bloß auflösen? Das hat mich bei der Stange gehalten. Die Auflösung hat mir allerdings nicht ganz so gut gefallen und es waren sehr viele Charaktere und Geschichten in der Geschichten, wodurch es mir nicht immer leicht gefallen ist. Alles in allem aber ein gutes Buch, das mit dem Wahrheitsbegriff spielt. 3,5/5 🌟

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"Das Echo der Wahrheit" bleibt lange sehr verwirrend, da immer mehr Handlungsstränge und Personen in die Story eingeflochten werden und das Lesen daher sehr unspektakulär ist bis etwa zur Mitte des Romans. Irgendwann kippte meine Stimmung, denn das Ende ist dann doch schlüssig und begreifbar, sodass sich das Lesen von "Das Echo der Wahrheit" doch lohnenswert erscheint. Zu Beginn war ich eher enttäuscht, da ich nicht verstand, warum sich die Ereignisse aneinanderreihen und wer letztendlich schuldig ist. Wer ist Schuld an dem Verschwinden einer jungen Frau in Paris? Der Psychiater Dr. James Cobb ist selbst unsicher darüber, wo Schuld und Sühne liegen und nutzt sein Wissen, um die richtige Fährte zu finden, wobei er meiner Meinung nach einige Umwege nimmt, die noch mehr für Verwirrung sorgen. Geschrieben ist der Roman aus der Sicht von Dr. James Cobb und bleibt daher sehr sachlich und emotionslos. Eigentlich kein Problem, aber dadurch schlich sich in mir ein klein wenig Langweile auf. Warum ich dennoch eine Leseempfehlung und vier Sterne vergebe liegt daran, das das Ruder irgendwann herumgerissen wird und sich Spannung aufbaut, die ich zuvor vermisst habe. Letztendlich gelingt es dem Autor doch noch, mich für sich zu gewinnen. Manchmal muss man einfach durchhalten, um ein befriedigendes Ergebnis zu erzielen. Dieses ist ein Grund für mich, ein Buch nicht abzubrechen, sondern weiterzulesen, denn es gab eben schon oftmals diese Momente während des Lesen, das ein Roman seine Schönheit oder Spannung zum Ende doch noch entfalten kann. "Das Echo der Wahrheit" verwirrt und begeistert gleichermaßen. Je mehr sich der Psychiater in die Geschehnisse verstrickt, umso verrückter wirkt die Story und lässt einfach keinerlei Lösung erkennen. Es wirkt zunächst blass und aufgesetzt und der Schreibstil ist zunächst sehr sachlich, was sich zwar nicht ändert, aber irgendwann leichter zu lesen wurde. Als ich anfing zu begreifen und mein persönlicher AHA-Effekt einsetzte, wurde ich warm mit Dr. James Cobb und dem Schreibstil des Autors. Das Ende ist absolut schlüssig und eben nicht vorhersehbar, sodass ich den Roman doch als gelungen erachtete. Auch wenn ich Hypnose zur Wahrheitsfindung befremdlich finde, war es für das Buch eine interessante Begebenheit, auch wenn sie letztendlich nicht der Wahrheitsfindung diente. Die Verbissenheit und Cleverness des Psychiaters, der sich selbst auf die Suche der Wahrheit macht, ist es zu verdanken, das Licht in das Dunkle dringt, auch wenn es für mich unerklärlich ist, wie viel Zeit es braucht, um Schuldige zu überführen und es nie zu Verdachtsmomenten innerhalb der Familie kam oder anderen, die den Menschen kannten. Wenn ein Mensch urplötzlich verschwindet, muss doch gefahndet und vermisst werden, oder? Trotzdem ein stimmiges Ende, wobei ich natürlich meine Zweifel darüber habe, das es im wahren Leben zu solch Verschleierungen kommen kann, aber in Büchern ist eben alles möglich.

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Das Buch ist aus der Sicht von Claire geschrieben. Claire, deren größter Wunsch es ist, als Schauspielerin in Amerika erfolgreich durchstarten zu können ist extrem ehrgeizig. Um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, arbeitet sie zusätzlich als Lockvogel für einen Privatermittler, der die Treue von Ehemännern testet. Nach einem Job wird die Frau des „getesteten Ehemanns“, Patrick Fogler, am nächsten Tag tot aufgefunden – ermordet! Die Polizei verdächtigt den Ehemann, aber auch Claire gerät ins Visier der Ermittler. Als die Ermittlungen ins Leere führen, bittet die Polizei, Claire sie bei den Ermittlungen zu unterstützen um den Ehemann zu überführen. Und dann beginnt ein Spiel, welches Claire alles abverlangt. Die Kapitel sind sehr kurz, manchmal wie ein Drehbuch geschrieben. Anfangs ist das etwas verwirrend, aber ich wurde schnell in die Handlung gezogen und wollte das Buch nicht mehr weglegen. Die beiden Hauptprotagonisten Claire, die junge Schauspielschülerin und Patrick, der Witwer und Hauptverdächtige sind sehr komplex und emotional kompliziert angelegt. Claire, mit ihrer schwierigen Vergangenheit und der absoluten Fixierung auf das Schauspiel einerseits und dann Patrick, der anscheinend gefährliche Psychopath, der sich aber auch als liebenswürdig und fürsorglich erscheint. Nichts ist so wie es erscheint, was ist Lüge, was ist Schauspiel und was ist die Realität? Neben dem Thema „Schauspiel“ ist auch Baudelaire und sein Gedichtband „Fleurs de Mal“ – „Die Blumen des Bösen“ ein zentrales Thema des Buches. Patrick ist Professor an der Universität und Übersetzer von Baudelaire. Der Gedichtband, der 1840 erschienen ist und über 100 Gedichte umfasst, wurde bei der Erstausgabe verboten und Baudelaire wegen Verletzung der öffentlichen Moral verurteilt. JP Delaney lässt immer wieder historische Details und Gedichte daraus einfließen, sie bilden einen wichtigen Teil der Handlung. Fazit Mir hat der Thriller sehr gut gefallen und er kommt für mich auf jeden Fall an „The Girl before“ heran. Auch hier haben wir wieder eine unzuverlässige Erzählerin und ich wusste bis zum Schluss nicht, wie der Thriller enden wird. Ein spannendes Verwirrspiel mit vielschichtigen Protagonisten! Der packende Psychothriller lässt sich dank der kurzen Kapitel auch gut und zügig lesen. Von mir eine klare Leseempfehlung!

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Psychiater James Cobb ist bekannt für seine Kunst der Hypnose. Als ihn eines Tages der Multimillionär Joshua Fleischer anspricht, glaubt Cobb zunächst, das auch dieser nur einer von denen ist, die ihn auf Grund seiner Bekanntheit bedrängen. Doch zwei Tage später erhält Cobb einen Brief von Fleischer, in dem er gebeten wird, Fleischer auf seinem Anwesen zu besuchen. Der Millionär leidet an einer tödlichen Krankheit und er bittet Cobb, ihm bei der Suche nach der Wahrheit zu helfen. Denn Fleischer glaubt, dass er vor vielen Jahren in Paris an einem Verbrechen beteiligt gewesen sein könnte und möchte Gewissheit. Meine Meinung Mit seinem Buch “Das Buch der Spiegel” gelang es Eugene Chirovici bereits vor zwei Jahren Bekanntheit zu erlangen. Dementsprechend gespannt war ich auf seinen neuen Roman “Das Echo der Wahrheit”. Hier ist allein schon der Titel sehr bezeichnend für den Inhalt des Buches, denn hier dreht es sich darum, Wahrheit und Gewissheit zu erlangen, sowohl beim Blick auf die eigene Persönlichkeit als auch auf vergangene Ereignisse. Der Einstieg in den Roman gelingt recht gut, denn zunächst erhält man einen kurzen Blick auf die Vergangenheit und wird dann gleich mit dem Thema der Gegenwart konfrontiert, in dem man sowohl den Psychiater Cobb als auch den Multimillionär Fleischer kennenlernt. Dabei ist der Schreibstil des Autors durchaus ein wenig anspruchsvoller, beinahe schon poetisch klingend, detailliert, ohne aus- bzw. abzuschweifen. Wer also Thriller mag, in denen es blutig und temporeich zugeht, wird hier eher enttäuscht werden. Dafür überzeugt Chirovici mit viel Tiefgang und einer Suche nach einer Wahrheit, bei der nichts und niemand das zu sein scheint, was er auf den ersten Blick darstellt. Mit vielen Perspektivwechseln, aber auch Zeitsprüngen, die eine gewisse Aufmerksamkeit vom Leser verlangen, führt der Autor durch seine spannende Geschichte und was zunächst noch klar erscheint, bekommt schnell ein anderes Bild. Immer wieder erhält Cobb auf seiner Suche nach der Wahrheit neue Einblicke auf die Ereignisse, die sich langsam zu einem Gesamtbild zusammensetzen. Gleichzeitig begleitet man Cobb aber auch auf seiner Reise in die eigene Gedankenwelt, denn auch er kämpft mit dem Echo der eigenen Vergangenheit. Immer wieder neue Wendungen und Überraschungen halten den Lesefluss aufrecht und das Ende weiß ebenso zu überraschen. Auch die Einblicke in die Psychoanalyen, insbesondere der Hypnose waren interessant und spannend. Die Charaktere an für sich bleiben recht überschaubar, doch jeder einzelne von ihnen regt den Leser zum Nachdenken an. Bei jedem Wechsel des Blickwinkels erfährt man auch eine neue Sicht auf die Ereignisse, ganz so, wie der jeweilige Charakter diese miterlebt hat. Das lässt auch den Leser jede einzelne Person besonders betrachten, denn jeder hat seine Besonderheiten. Mein Fazit Ein sehr gelungener und spannender Roman, der mit vielen Wendungen und Facetten für Unterhaltung und Abwechslung sorgt. Man rätselt hier permanent mit, was wirklich geschehen ist und wird doch immer wieder aufs Neue verblüfft. Chirovici konnte mich an seinen ungewöhnlichen Roman fesseln und überzeugte mit einem sehr gekonnten Sprachstil. Alles in allem ein sehr lesenswerter Roman mit einer fast schon düsteren Atmosphäre, der ruhig erzählt wird und doch spannend bleibt.

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