Leserstimmen zu
Gärtner-Latein

Richard Bird

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Einer meiner Lieblingsorte in Städten ist der botanische Garten. Oft lese ich da neugierig die Namen und da kommt oft der Punkt, mal abgesehen von Sprichwörtern, wo sich fehlende Sprachkenntnis bemerkbar macht. Dann wenn ich an überlege, was actino, folius, pumilus, oder aurorius, bedeutet oder warum ich bei Pflanzen mit litoralis im Namen Fernweh bekomme. Weltweit ist das Gärtnerlatein eine tote Sprache, die durch ihre Festlegung Leben rettet. Wie auch in der Medizin, kann damit eine Kommunikation stattfinden unabhängig der Muttersprachbezeichnungen. Wenn ich rätselte, was mit Mondscheinblume, Tausendschön, Sommerrösschen, Marienblume, daisy oder Margarita gemeint ist, weiß der Profigärtner, dass ein Bellis perennis ein Gänseblümchen ist und sich ganzjährig durchkämpft. Das Buch führt lehrreich durch Form, Farben, Herkunft und Eigenschaften der Pflanzen. Optisch bietet es auf jeder Seite wunderbare malerische Blumen und Landschaftsmotive und passt in die Handtasche. Mir erschließen sich mit diesen Buch Wissenslücken – ich behaupte: Jetzt ein bisschen mehr Latein zu verstehen und ich fühle mich kreativ inspiriert durch diesen vielseitigen Blick in die Natur und Geschichte. Eine Einführung für Pflanzeninteressierte, Sprachenbegeisterte und für kreative Menschen, denen diese Welt des Gärtnerlateins, bisher verborgen blieb.

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REZENSION Ein wunderbares, fein mit bunten Blumenblüten und Gräsern bebildertes Büchlein auf jeder Seite im handlichen Format. Es ist eine kleine Erkennungshilfe für den Hobbybotaniker und/oder den Freizeit-Gärtner für seine Pflanzen, der des Lateinischen nicht mächtig ist. Das Buch beschreibt und übersetzt botanische Begriffe vom Latein in die deutsche Sprache, Blumennamen und ihre Beschreibungen, wie Farbe, Aussehen, Lebensraum. Es ist in verschiedene Lebensräume eingeteilt, wie Lebensraum Gebirge, Wald, offene Landschaft, Feuchtland und widmet sich jedem Lebensraum auf einigen Seiten , auch in Bezug auf Standort, Kontinente, Länder, Orte, Himmelsrichtungen, Duft, Geschmack, Farben und Blütenformen. Hübsch und ansprechend illustriert von Dawn Cooper wirkt es bescheiden und ist etwas für Blumenfreunde, die über Herkunft der Blumen , Ihrer Namen und Eigenschaften rasch Informationen nachschlagen möchten. Als praktische Hilfe zum Gärtnern kann ich es leider nicht empfehlen, eher ist es ein ansprechendes Mitbringsel für den wissbegierigen Blumen - und Pflanzenfreund, der kein Latein beherrscht. In dieser Kategorie verdient es fünf Sternchen. Herzlichen Dank an DVA und den Autor für das nette Leseexemplar.

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Oft genug stehe ich ratlos vor einer lateinischen Bezeichnung und frage mich wie es zu den Namen kam. Dieses Buch hilft mir jetzt, zumindest im gärtnerischen Bereich, weiter. Oft kenne ich nur den deutschen Namen der Pflanze und spätestens beim Nachschlagen nützt mir das wenig. Der Untertitel "von den Geheimnissen der Pflanzennamen" verspricht nicht zu viel. Gleich zu Beginn des Buches gibt es die erste Lektion: Präfixe und Suffixe. Ich sehe jeden Lateiner die Hände über Kopf zusammenschlagen aber ich bin der Sprache nicht mächtig und schon diese beiden Begriffe überfordern mich - bis jetzt, denn sie werden als erstes erklärt. Ob Erscheinung (z.B. groß und klein), Farbe (z.B. purpur, violett, dunkles Purpur), Lebensraum oder Form: alles hat einen lateinischen Namen. Nach der Lektüre des Buches erklärt sich so mancher Pflanzenname wie von selbst. Ein alphabetisches Register der lateinischen Begriffe erleichtert (mir zumindest) das Nachschlagen bzw. die Rückwärtssuche. Ein informatives Nachschlagwerk das aufgrund seiner Größe von 12,8x19,8 cm gut in der Hand liegt. Die Illustrationen von Dawn Cooper machen das Durchblättern zu einem Vergnügen.

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Ich habe die 13 Jahre Schulzeit hinter mich gebracht, ohne groß mit Latein in Berührung zu kommen. Eine Sprache, die niemand spricht? Nichts für mich. Umso erstaunlicher, dass ich beim Schlendern über die diesjährige Gartenmesse in Köln an einem Buch hängengeblieben bin, das sich zwischen all den imposanten Bildbänden fast bescheiden ausnahm: „Gärtner-Latein – von den Geheimnissen der Pflanzennamen“. Bescheiden, aber entzückend. Wobei ich mich frage, ob ich ein Wort wie „entzückend“ überhaupt verwenden darf. Oder ob es zu wenig sachverständig klingt, zu schnell begeistert und mädchenhaft. Und ein wenig altmodisch. Aber es passt zu den Illustrationen von Dawn Cooper, die das Cover zieren. Ein Reigen unterschiedlicher Blumen, die sich im Buch selbst als Einzelblüten auf den Seiten wiederfinden. Das Buch strahlt deutlich den Charme englischer Gartentradition aus. Dawn Cooper stammt aus England, ebenso wie der Autor Richard Bird. Er hat mit der Zusammenstellung von lateinischen Begriffe, die in botanischen Pflanzennamen auftauchen, ein schönes Nachschlagewerk geschaffen. Man kann es darüber hinaus auch zum Schmökern in die Hand nehmen, weil den einzelnen Kapiteln kleine Einführungstexte vorangestellt sind. So beschäftigt sich das Kapitel „Allgemeine Erscheinung“ mit den Eigenschaften und Farben von Pflanzen. Viele Artnamen beschreiben deren Schönheit. Zitat: „Daher ist der Name bellas (schön) recht leicht nachzuvollziehen; die Steigerungen callistus (sehr schön) und agetus (wundervoll) sind dagegen weniger augenfällig. …Was moralische Kategorien betrifft – auch Pflanzen können tief sinken: adulterinus meint untreu (in anderen Worten sie hybridisiert leicht) …“ Die weiteren Kapitel sind nach den unterschiedlichen Lebensräumen der Pflanzen gegliedert und ein Register am Ende des Buchs enthält alle botanischen Begriffe in alphabetischer Reihenfolge zum schnellen Nachschlagen. Das ist Wissensvermittlung mit gutem Unterhaltungswert.

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