Leserstimmen zu
Stresst ihr noch oder liebt ihr schon?

Alexa Hennig von Lange, Marcus Jauer

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Ich dachte eigentlich, dass ich ein weiteres Ratgeberbuch in Händen halte, mit superschlauen Ideen und Tipps die sich unbedingt für alle Familien eignen (Ironie off) Der Untertitel "Warum Familie nicht das Problem ist, sondern die Lösung." und das lustige Cover haben mir wirklich signalisiert, dass man mir jetzt Lösungen für ein gelungenes Familienleben vorsetzt, doch es ist viel besser. Die Autoren sind verheiratet und haben 5 Kinder, wobei die beiden älteren aus früheren Beziehungen von Alexa stammen. Abwechselnd schreiben Alexa und Marcus Kapitel mit Überschriften wie: "Nicht jedes Kanu kentert" oder "Ich mach das aber so!" Man erhält immer aus der jeweiligen Perspektive einen Blick auf das Familienleben der Patchworkfamilie zu einem Thema, mit Gedanken dazu und Rückschlüssen. Nicht mehr und nicht weniger. Den erhobenen Zeigefinger finde ich nicht einmal im Buch. Sie beschreiben ihren Weg und wie er für sie der richtige ist und es super funktioniert, meistens. So ein bisschen fühle ich mich als lese ich eine Doppel Autobiografie, nur unterhaltsamer und mit Zeitsprüngen. Es macht Mut zu lesen, das andere auch Zweifel haben und sich fetzen. Dass es einfach normal ist, dass sich der Freundeskreis ändern wenn man Kinder hat und die eigene Erziehung und Kindheit immer mit rein spielt, so viel man auch alles anders machen möchte. Im Kapitel "Das macht man aber so!" dachte ich, hey, da werde aber ich beschrieben beim Spülmaschine einräumen und so wie ich hat der Autor dieser Zeilen einen Partner, der die Spülmaschine total anders einräumt. Also ich gestehe Euch, wenn Christian die Maschine einräumt, kann es sein, dass ich alles wieder raus hole und neu sortiere (so wie es richtig ist ;-) ) Lustig ist jedoch, dass in dem Fall Marcus der Spülmaschinenpedant ist und ich dachte das wäre so ein Frauen/Männer-Ding. Ich fühlte mich auf allen 190 Seiten gut unterhalten und habe genossen, dass mir keiner mit dem erhobenen Zeigefinger vorm Gesicht fuchtelte und mir superschlaue Ratschläge zu meinem Leben erteilte, die bei uns gar nicht umzusetzen wären. (Warum werden gerade Blogs die das tun so oft gelesen? Sucht die Generation nach mir doch ein bisschen Bevormundung, weil das ihre Eltern verpasst haben und Dinge lieber "auf Augenhöhe" diskutiert haben?) Danke für gesunden Menschenverstand und dieses Buch.

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Das Cover finde ich nicht gerade ansprechend, ich dachte es wird sich um ein langweiliges, pseudo-witziges Buch handeln und wurde in dieser Hinsicht -dem Universum sei Dank- enttäuscht. Das Buch ist wundervoll und ich kann es euch wärmstens weiterempfehlen! Ich kannte Alexa Henning von Lange bereits und deswegen hat mich das Buch -trotz des schrecklichen Covers- sehr angesprochen, also habe ich dem Buch eine Chance gegeben und Alexa hat mich nicht enttäuscht. Ich liebe ihre Art, sie erzählt alles immer so direkt und locker, ihre Bücher lesen sich unglaublich schnell & gut. Marcus Jauer kannte ich hingegen noch nicht, aber auch seine Kapitel fand ich sehr interessant. In dem Buch erzählen die beiden übrigens immer abwechselnd von verschiedenen Dingen aus ihrem Alltag, ein bisschen was zu ihrer Vorgeschichte, wie ihr Zusammenleben funktioniert und so weiter. Ich persönlich finde die Thematik sehr spannend. "Stresst ihr noch oder liebt ihr schon?" zieht den Leser durch eine interessante und abwechslungsreiche Erzählweise schnell in seinen Bann. Obwohl ich anfangs sehr skeptisch war, habe ich mich sehr schnell in das Buch verliebt und wollte es nicht mehr aus der Hand geben. Die Gedankengänge, aus denen man auch etwas lernen kann, regen einen zum nachdenken an und sind wirklich sehr wertvoll. Wenn man denn tatsächlich darüber nachdenkt und vieles davon auf sein Leben anwendet. Mir hat es auf jeden Fall sehr viel für mein persönliches Leben gebracht, dieses Buch zu lesen. Es eröffnete mir neue Blickwinkel auf die unterschiedlichsten Dinge und ich habe gelernt, dass ich alles viel entspannter angehen sollte, als ich es in Wirklichkeit tue. Fazit Ein sehr emotionales und schönes Buch!

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Wahrscheinlich kennen alle Eltern diese Tage, an denen wir nur darauf warten, dass die Kleinen friedlich schlummernd im Bett liegen. Im besten Fall in ihren Eigenen. Das Baby zahnt, das Kleinkind will sich nicht anziehen/nicht in den Kindergarten/ausschließlich mit weißer Schokolade überzogene Rosinen essen, die man nicht mehr im Haus hat. Manchmal vergessen wir an solchen Tagen, dass Kinder keine Strafe, sondern ein Geschenk des Himmels sind. Leben mit Kindern – Stress oder Liebe? Schriftstellerin Alexa Hennig von Lange und der Journalist Marcus Jauer haben insgesamt fünf Kinder, und: Sie genießen das Leben. In Stresst ihr noch oder liebt ihr schon?: Warum Familie nicht das Problem ist, sondern die Lösung schreiben sie in kurzweiliger Weise abwechselnd über all das, was Menschen mit Kindern umtreibt: Schlafmangel, Kinderwünsche, die Prägungen der eigenen Kindheit, die in unserem Verhalten sichtbar werden, Me Time und Paar Time. Und wie all das in ihrer Patchwork Familie aussieht. Alexa Hennig von Lange und Marcus Jauer lernen sich nach einer gescheiterten Ehe bzw. Beziehung kennen und lieben. Unterhaltsam erzählen sie ihre Geschichte vom ersten Kennenlernen, dem Formen einer neuen Beziehung, in der Kinder von Anfang an mit dabei sind, bis zum fünften Kind. Von Lange und Jauer reflektieren ihre eigenen Kindheitserinnerungen, Erfahrungen früher und heute, und lernen, anders zu reagieren. “Unser Leben besteht aus Momenten, von denen wir gelernt haben, dass sie nerven”, schreiben sie, und auch, dass unsere Wahrnehmung nicht so bleiben muss. Nicht jedes Kanu kentert, nicht jede Beziehung scheitert, nicht jedes umgekippte Glas Saft ist ein Drama. Das Leben mit Kindern ist ein Abenteuer, an dem wir wachsen können. Stresst ihr noch oder liebt ihr schon? ist ein unterhaltsames Buch darüber, wie es sich anfühlt, Eltern zu sein. Das Buch ist kein Ratgeber, sondern eine kurzweilige Liebeserklärung an das Leben mit Kindern. Die kurzen Kapitel machen es auch für Eltern lesbar, die manchmal eben nur fünf Minuten Zeit haben, um was zu lesen. Die Anekdoten ließen mich immer wieder mit einem positiven Gefühl auf die Kinder reagieren. Alexa Hennig von Lange und Marcus Jauer reden das Elternsein nicht schön, doch sie schauen auf die schönen Seiten. Das sollten wir alle viel öfter tun.

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Heute werden Eltern bemitleidet. Kinder stressen, schreien, machen Dreck und kosten Nerven. Dass Kinder auch schön sind und Spaß machen wird schnell vergessen. Eltern stressen zwischen Nachwuchs und Karriere, Kinder hetzen zwischen Elternteilen, Nachmittagsprogrammen und sonstigen Problemen. Familie, das lernen wir schnell, ist Stress pur. Die Autoren von Stresst ihr noch oder liebt ihr schon haben dieses Problem erkannt und schreiben dagegen an, denn Familie kann erfüllender Lebensinhalt sein, bereichern, ohne zu erdrücken. Dabei erzählen Alexa Hennig von Lange und Marcus Jauer vor allem ihre Geschichte. Die Geschichte einer Familie, in der nicht alle Kinder von beiden Elternteilen sind. Eine wahre Geschichte, die hinter den Blickwinkeln der Protagonisten gefärbt wird. Als die beiden zueinander fanden hatte Alexa bereits zwei Kinder von zwei Vätern und Marcus war überzeugter Junggeselle. Binnen kürzester Zeit änderte sich für beide alles. Partnerschaft, Zusammenziehe, Erziehung. Punkte die hier unter der Sichtweise einer modernen Familie beleuchtet werden. Darf er miterziehen, wo er doch nicht der „Vater“ ist? Kann sie loslassen, wenn sie sich doch seiner Unterstützung sicher sein will? Die erste Phase der hier aufgezeigten Familie befasst sich vor allem mit solchen Punkten. Der Stil ist dabei locker und ungezwungen. Wie bei einem abendlichen Plausch und ohne Wertung oder Belehrung lesen sich die Geschichten andekdotenhaft. Leichte Kost also und gut nachzuvollziehen. Dabei wird die Besonderheit des Alltäglichen herausgearbeitet. Angefangen bei Kochen und Haushalt, über Arbeit und Termine zu Freiraum und Nähe. Dass hierbei auch die Ausgangssituationen der beiden eine Rolle spielen und nicht alles Friede Freude Eierkuchen ist, fand ich sehr realistisch. Hier wird kein Allheilmittel prognostiziert, auch Alexa und Marcus stressen sich. Der Unterschied ist, wie sie damit umgehen und was sie daraus machen. Entwicklung, statt Stillstand. Reflexion, statt Verteidigung der eigenen Fehler. Die zwei Kinder, die Alexa in die Beziehung bringt werden im Lebenslauf der Familie bald durch drei gemeinsame ergänzt. Hier ist vor allem das Kapitel, in dem Marcus erklärt, dass er sich auch als Vater der anderen zwei Kinder versteht und dementsprechend handelt, aufschlussreich. Ebenfalls interessant fand ich dazu die Absätze zum leiblichen Vater des ersten Kindes und des Einflusses der Situation auf Mutter, Kind und die restliche Familie. Dieser Teil hat beispielsweise erfrischend wenig mit Marcus zu tun, es geht hier vor allem um Alexas Blick auf die Erziehungssituation. Natürlich ist er hier auch nicht außen vor, aber in diesem Moment ist schlicht der Anspruch ein anderer und so deckt das Buch einen weiten Bereich ab und wird nicht zum Spielball zwischen zwei Partnern. Schön ist hierbei auch, wenn die unterschiedliche Sicht auf die gleichen Begebenheiten erkennbar ist. Auch in einer funktionierenden Partnerschaft existiert ein Bild des anderen in unserem Kopf, das keinesfalls absolut mit dessen Selbstwahrnehmung übereinstimmen muss. Nicht zuletzt aber fand ich den Umgang der Eltern mit den Kindern hochinteressant. Dass beide auch hier versuchen, neue Blickwinkel einzunehmen, finde ich bemerkenswert. In der Pubertät nicht damit zu hadern, dass das eigene Kind sich der elterlichen Fremdbestimmung entzieht und eigene Wege geht, sondern dies als Chance zu verstehen, Neues zu erfahren, ist eine interessante Einstellung. Erholsam fand ich auch, dass das Buch die Konzentration so breit fächert. Es geht hier allgemein um Familie und Zusammenhalt. Damit ist das Buch zwar mehr Erfahrungsbericht als Ratgeber, aber erholsamer Weise wirklich einer, der sich sowohl an Mutter als auch Vater zu gleichen Teilen richtet. Und dabei wird der Fokus nicht auf das leider alltägliche Thema der Aufgabenverteilung gelegt, sondern ganz unterschiedlichen Bereichen gewidmet. Zeit mit den Kindern, Veränderungen, die eine Familie mit sich bringt, Partnerschaft und auch der Zeit für sich selbst.

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Das neueste Buch von Alexa Hennig von Lange und Marcus Jauer lag schon ein bisschen auf meinem Bücherstapel und als ich es mir endlich vornahm, war ich maximal gestresst: Eine kurze, aber heftige Lebensmittelvergiftung lag gerade hinter uns [Stellen Sie sich hier bitte eine fünfköpfige Familie vor, die eines Nachts gleichzeitig anfängt, sich zu übergeben.] und ein Fußballgeburtstag mit neun Jungs, für den dadurch nichts vorbereitet war ist, lag vor uns. Und auch die Wochen und Monate davor waren nicht so gewesen, dass man irgendwelche psychischen und physischen Reserven für solche Situationen hätte aufbauen können. Wie gesagt: Ich war maximal gestresst. Da kommt doch ein Buch mit dem Titel Stresst ihr noch oder liebt ihr schon? gerade richtig, oder? Als ich über Alexas Kinderbuch Wie eine Nuss mein Leben auf den Kopf stellte schrieb, erwähnte ich bereits, dass ich die gemeinsame, beziehungsweise abwechselnde Kolumne von ihr und ihrem Mann in der Nido sehr schätze, deshalb hatte ich mich auch so auf die Lektüre des ersten gemeinsamen Buches der beiden gefreut... Weiter geht's auf dem Blog! :-)

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