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Leserstimmen (30)

Jack Ketchum, Lucky McKee: SCAR

SCAR Blick ins Buch

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€ 14,99 [D] inkl. MwSt.
€ 15,50 [A] | CHF 20,50*
(* empf. VK-Preis)

Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-67717-3

Erschienen: 10.04.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

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Kundenrezensionen

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Genial! Familiendrama mit Mystery-Einlagen

Von: Mattsbooks.de Datum : 11.09.2017

www.mattsbooks.de

Durch die Tatsache, dass „Scar“ von Jack Ketchum und Lucky McKee unter dem Label „Heyne Hardcore“ erschienen ist, bin ich mit komplett falschen Erwartungen an das Buch rangegangen. Denn meiner Meinung nach passt „Scar“ nicht in die Hardcore-Reihe. Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich weder um Horror, noch um Thriller.
Meiner Meinung nach handelt es sich hierbei um ein Familiendrama mit ein paar Mystery-Einlagen und einem etwas härteren Finale. Daher ist es für mich wirklich nicht nachvollziehbar, wieso „Scar“ bei Heyne Hardcore erschienen ist.

Die Freundschaft und Liebe des 11-jährigen Mädchens Delia zu ihrem Hund Caity steht im Vordergrund der Geschichte.
Delia ist bereits ein kleiner Star und ihr Alltag wird geprägt durch den unerbitterlichen Ehrgeiz ihrer Mutter. Jeden Tag stehen Drehtermine an, Tanzstunden, Vorsprechen, Castings, Pressetermine und und und.
Während ihre Mutter sie vermarktet wo es nur geht und versucht aus allem Profit zu schlagen, ertränkt ihr Vater sich in Alkohol und Luxus. Ihr Bruder Robbie schwankt zwischen Geschwisterliebe zu Delia und Missgunst, da er immer mehr in den Hintergrund rückt.
Caity, Delias Hund ist zugleich ihr bester Freund, ihre Vertraute. Diese Freundschaft nimmt auch einen sehr wichtigen Stellenwert in „Scar“ ein.
Allgemein wirken die Charaktere sehr gut ausgearbeitet und authentisch.

Was uns Jack Ketchum zusammen mit Lucky McKee hier präsentieren ist allerdings phänomenal! „Scar“ ist ein besonderer Roman, er soll Emotionen wecken und den Leser mitreißen. Stephen King hat folgendes nicht ohne Grund gesagt:

»SCAR ist ein furchterregendes, fesselndes Buch über eine Familie am Abgrund - und zugleich eine herzergreifende Geschichte über ein Mädchen und ihren Hund. Die Sprache ist glasklar, das Tempo atemberaubend. Jack Ketchum und Lucky McKee haben einen verdammt guten Roman geschrieben.«
(Stephen King)

Dem kann ich mich wirklich nur anschließen. Trotz, dass ich mit völlig falschen Erwartungen an das Buch rangegangen bin, war ich positiv überrascht und „Scar“ wurde mein Monatshighlight! Die beiden Autoren haben mich wirklich begeistert und der Schreibstil ist unglaublich. Mich hat die Geschichte gefesselt!

Gesellschaftskritik

Von: Diana Großer / die Blutbraut Datum : 07.09.2017

https://www.facebook.com/GibDeinemBuchEinGesicht/?ref=aymt_homepage_panel

Ähnlich wie es bei Stephen King der Fall ist, schreibt auch Jack Ketchum nicht nur expliziten Horror (wie zB "Beutezeit") sondern veröffentlicht auch immer wieder Romane die ihren Schrecken aus einer -vermeintlichen- Normalität beziehen.
So auch im hier vorliegenden "Scar" der in der Heyne Hardcore Reihe veröffentlicht wurde.

Es wird die Geschichte einer Familie erzählt, die am eigenen Ehrgeiz - aber auch an ihrem eigenen "amerikanischen" Traum zerbricht.
Die 11jährige Delia Cross lebt mit ihren Eltern und ihrem Bruder zusammen. Ihre beste Freundin ist der Hund " Caity". Eine auf dem ersten Blick "perfekten" Familie.
Allerdings ist Delia das was man einen Kinderstar nennt und ernährt damit ihre Familie.
Die Mutter ist die Managerin der Tochter, der Vater schmeisst das Geld zum Fenster heraus.
Nebenbei haben beide ein Alkoholproblem.
Delia selbst hinterfragt ihr Leben zunächst nicht. Ihre beste Freundin, ihre Hündin, hilft ihr über die eigene Einsamkeit hinweg.
Doch dann kommt es zu einem Unfall bei der Delias Gesicht entstellt wird.
Als ihre Mutter selbst das als willkommene Geldquelle ausmacht fängt Delia an sich zu hinterfragen - und letztendlich zu verweigern.

An dieser Stelle nimmt der ganz reale Horror seinen Lauf.
Doch dann kommt es zu einem Unfall bei der Delias Gesicht entstellt wird.
Als ihre Mutter selbst das als willkommene Geldquelle ausmacht fängt Delia an sich zu hinterfragen - und letztendlich zu verweigern.

An dieser Stelle nimmt der ganz reale Horror seinen Lauf.
Ketchum hinterfragt in diesem Roman (mal wieder) unsere Gesellschaft und kritisiert insbesondere die Rolle der verlogenen Medien.
Wenn man sich darauf einlässt und keinen blutigen Splatter erwartet wird man auch von diesem Ketchum nicht enttäuscht sein.
Für mich gehört Ketchum definitiv zu den besten zeitgenössischen Autoren.

Horror braucht keine Monster

Von: Kyra Cade Datum : 01.09.2017

www.stage-reptiles.com

Jack Ketchum ist bekannt für seine Horrorgeschichten, die wie beispielsweise Evil oder The Lost auf wahren Begebenheiten beruhen. Aber auch seine fiktiven Romane lassen dem Leser gerne das Blut in den Adern gefrieren. Ketchum baut dabei nicht auf Dämonen und Monster, die in dunklen Ecken lauern und ihre Opfer überfallen. Stattdessen ist der Horror perfider und schleicht sich langsam in Denken und Leben der Protagonisten und greift schließlich auf den Leser über. Bei Scar – das er zusammen mit Lucky McKee geschrieben hat – ist es nicht anders. Der Horror ist kein Dämon, auch nicht das zum Teil seltsame Verhalten des Hundes Caity, der Horror ist eine vom Ehrgeiz zerfressene Mutter, die ihre kleine Tochter als Mittel zum Zweck missbraucht und selbst absolut nichts erreicht hat im Leben. Der Horror ist der Vater, der sich gegen seine Frau nicht zur Wehr setzen kann und das Geld seiner Tochter in Autos und technische Geräte steckt und dabei das gesamte Vermögen durchbringt. Der Horror sind die Menschen, nicht die Monster im Wandschrank. Ketchum schafft es einmal mehr, diese Abgründe aufzuzeigen und malt ein verstörendes Bild einer Familie, die schon lange kaputt ist.

Bei Scar fällt es einem zu Beginn etwas schwer, dran zu bleiben, weil es eher eine langweilige Beschreibung von Delias Leben ist, die einen kaum mitreißen kann. Man fragt sich, wann denn endlich etwas passiert und muss sich durchbeißen. Nach dem Brand, der Delia entstellt, beginnt schleichend der Horror, der sich schließlich deutlich zeigt durch die Taten der Mutter. Am Ende bleibt der Leser nachdenklich zurück, wie so oft bei Ketchum.

Anders aber gut

Von: Suse Datum : 23.08.2017

https://m.facebook.com/Buchverrueckt/?ref=page_internal

Mit elf Jahren ist Delia Cross bereits ein gefeierter Fernsehstar – aber nicht glücklich. Ihre Mutter ist von krankhaftem Ehrgeiz getrieben. Ihr Vater dem Alkohol verfallen. Ihr Bruder von Eifersucht zerfressen. Einzig der Familienhund Caity hält immer treu zu ihr. Dann droht ein tragischer Unfall, Delias Karriere für immer zunichtezumachen. Doch sogar ihre Narben werden gegen ihren Willen vermarktet. Bis sie beginnt, sich zu wehren …

Der Autor:
In seinem früheren Leben war Jack Ketchum (geboren 1946) Lehrer, Schauspieler, Holzhändler, Literaturagent und Getränkeverkäufer. Damals hieß er noch Dallas Mayr; Jack Ketchum ist das Pseudonym für sein Leben als Autor. Seit Anfang der 80er-Jahre verfasst er Horrorromane, Schmerz und Gewalt, Spannung und Sex bestimmen ihre Atmosphäre. Seine erste Veröffentlichung – „Beutezeit“ – wurde zunächst als Pornografie hart kritisiert. Jack Ketchum selbst war nicht dieser Meinung, überließ es aber seinen Lesern, sich ein eigenes Urteil zu bilden. Inzwischen zählt man seine Bücher zu den Meisterwerken des Horrorgenres.

Meine Meinung:
Ich habe schon ein paar Bücher des Autors gelesen und kenne ihn daher eher blutig und brutal. In diesem Buch ist das jedoch anders. Die Geschichte baut sich langsam auf und es ist mehr die Psyche mit der der Autor spielt. Der Leser erlebt eine Geschichte die nachdenklich macht und die einen auch trotz ohne Grausamkeit gefangen nimmt. Jack Ketchum hat sich hier mal an etwas neues gewagt und ich finde es ist ihm durchaus gelungen. Die Entwicklung der Geschichte und der einzelnen Charaktere hat mir sehr gut gefallen. Der Aufbau macht Lust auf mehr und man möchte wissen was als nächstes passiert. Sicher werden viele Fans des Autors enttäuscht sein das es in diesem Buch mal nicht so brutal zugeht, aber mich konnte es dennoch packen.

Eine Geschichte die Kritisch mit der Gesellschaft umgeht und die mich wirklich nachdenklich gemacht hat. Eine zwischenmenschliche Entwicklung und die Liebe zu einem Tier stehen hier sehr im Vordergrund. Man darf keine blutigen Szenen erwarten und wenn man wie ich ganz neutral an die Geschichte geht, macht sie Spaß und ist spannend.

Von mir eine Empfehlung für alle die den Autor einmal ausprobieren möchten. Ich finde er hat hier wieder sein Können bewiesen, wenn auch diesmal viel ruhiger und ganz ohne viel Blut und Grausamkeiten. Für mich auf jeden Fall gelungen.

Durchschnittliche Familientragödie

Von: Lenas Welt der Bücher Datum : 08.08.2017

www.lenasweltderbuecher.de

Meine Meinung:

Ich mag die Bücher von Jack Ketchum unfassbar gerne und habe mich daher auch sehr auf sein neustes Buch gefreut und hatte auch ein Horrorbuch erwartet, doch das habe ich nicht bekommen.

Das Buch ist nicht in das Horrorgenre einzuordnen, höchstens zu den Thrillern. Die Geschichte ist ein Familiendrama, das sich um Delia dreht. Sie ist ein Fernsehstar und ihre Mutter möchte sie immer höher bringen. Ihr Bruder Robbie ist unglaublich eifersüchtig und dem Vater interessiert nur der Alkohol.

Die Geschichte beschreibt der Konflikt in der Familie, den keiner so wirklich sehen möchte. Für mich waren die Charaktere unglaublich oberflächlich gehalten, sodass ich mit keinem der Charaktere irgendwie mitfühlen konnte. Am meisten konnte ich noch mit Delia harmonisieren, aber auch hier kenne ich mehr von Jack Ketchum.

Die Geschichte plätschert sehr von sich hin. Spannung kommt kaum auf und dadurch konnte mich das Buch auch kaum fesseln.

Der Schreibstil von Jack Ketchum und Lucky McKee hat mir sehr gut gefallen. Er lässt sich sehr gut lesen und ist wirklich sehr Wortgewalt. Erzählt wird die Geschichte in dritten Personen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven, die mich stellenweise sehr überrascht haben.

Fazit:

"Scar" ist eine durchschnittliche Familietragödie, sich gut lesen lässt. Das Buch ist ganz anders als die anderen Bücher von Jack Ketchum. Wenn hier mit den richtigen Erwartungen ran geht, wird man belohnt.

Familiendrama (4,5 Sterne)

Von: World of books and dreams Datum : 01.07.2017

worldofbooksanddreams.blogspot.de/

Die elfjährige Delia Cross steht schon seit vielen Jahren immer im Licht der Scheinwerfer. Immer wieder wird sie von ihrer ehrgeizigen Mutter ins Rampenlicht gezogen und gerade scheint sie es richtig geschafft zu haben, denn das Vorsprechen zu einer TV-Serie sieht vielversprechend aus. Delias Vater hingegen umgibt sich gerne mit teuren Dingen, wie großen Fernsehern oder schnellen Autos und ihr Zwillingsbruder Rob scheint fast schon unsichtbar für seine Eltern. Zum Glück gibt es da Caity, den Hund der Familie oder eher noch Delias Hund, denn die Beiden haben eine ganz besondere Verbindung zu einander. Als es dann eines Nachts zu einem großen Unglück kommt, wird Delia im letzten Moment von ihrer Hündin gerettet.
Meine Meinung:
Ich habe eine ganze Weile überlegt, wie ich hier überhaupt beginnen soll, denn eigentlich bin ich von Jack Ketchum etwas ganz anderes gewohnt, z. B. seine Beute-Reihe, die hier allerdings so gar nicht mit Scar verglichen werden kann. Der Schreibstil ist durchaus mitreißend, die Sprache gut verständlich und das Erzählte auch so gut beschrieben, dass man sich sowohl Familie Cross als auch das Geschehen vorzustellen. Aber es dauerte etwas, bis ich wirklich mit dem Geschriebenen warm wurde, doch ab einem gewissen Punkt, war ich völlig fasziniert vom Geschriebenen. Was mir hier auch auffällt, dass die Sätze recht kurz, aber dadurch auch sehr prägnant sind. Die Stimmung der Geschichte spiegelt sich also auch durchaus in der Sprache wieder.
Das Buch beginnt noch recht langsam, wobei man hier die Familie, zumindest das, was sie nach aussen vorgibt zu sein, kennenlernt und auch die ersten Blicke in den Hintergrund gibt es hier auch. Doch es gibt hier weder viel Gefühl, noch großes Tempo, es ist eher das, was Ketchum und McKee nicht aussprechen, dass mich immer wieder inne halten ließ. So ist es vor allem die Mutter, die in mir die meisten Gefühle hervorrufen konnte, ja und diese sind nicht gerade freundlich, denn sie ist ein Mensch, die alles dafür gibt, um im Ruhme ihrer Tochter mitzuschwimmen. Tatsächlich ist dies ein Thema, dass immer wieder aktuell ist, denn mal ehrlich, wieviele Kinder würden von sich aus lieber den ganzen Tag vor einer Kamera stehen, anstatt mit den Freunden zu spielen. Genau diesen Umstand greifen die Autoren hier sehr geschickt auf und mit dem Tempo, das die Geschichte vorgibt, steigerte sich auch meine Abneigung gegenüber Delias Familie, bzw. ihren Eltern.
Wirklich gelungen fand ich die Darstellung der besonderen Beziehung zwischen Delia und ihrem Hund, die auch eine ganz besondere Rolle in diesem Buch einnimmt. Allerdings möchte ich hier gar nicht zu viel verraten, da es etwas wichtiges sonst vorweg nehmen würde.
Die Geschichte wird hier aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, vieles erfährt man aus Delias Perspektive, aber auch die Mitglieder der Familie und vor allem der Hund Caity bekommen ihren Raum. Genau diese Perspektive aus der Sicht des Hundes hat dann wieder etwas ganz besonderes, das dem die Geschichte eine ganz aussergewöhnliche Wendung gibt. Das meiste wird hier in der dritten Person erzählt, aber hier und da gibt es da eine kleine Änderung, die das mysteriöse unterstreicht.
Die Personen haben wenig Tiefgang, allerdings ist das genau das, was die Autoren hier auch bezwecken, die Hervorhebung der Oberflächlichkeiten der Personen. Delia konnte durchaus am Anfang mein Mitleid erwecken, ist aber innerhalb der Geschichte eine sehr interessante Persönlichkeit geworden und diese Entwicklung gefiel mir gut. Rob, Delias Zwillingsbruder, scheint für seine Eltern beinahe unsichtbar und nimmt hier sehr wenig Raum im Leben seiner Eltern ein, er ist das Kind am Rande und auch wenn man nicht merkt, dass er nach Aufmerksamkeit sucht, ist es genau das, was nachher ebenfalls eine Wendung der Geschichte ausmacht. Delias Mutter ist kalt und unsympathisch, Geld und vor allem Ruhm sind es, was sie will. Ansonsten helfen ihr Alkohol und Pillen über den Tag und durch die Nacht. Tja, und Delias Vater? Der ist alles andere als die hellste Kerze auf der Torte, aber wenn es darum geht, für sich den größten Nutzen heraus zu holen, ist er sehr erfinderich. Am meisten gefiel mir hier der Hund der Familie, Caity, die hier der Charakter mit dem größten Herzen ist.
Mein Fazit:
Ich habe zwar noch nicht alle Bücher des Autors Ketchum gelesen, aber dieses hier ist auf jeden Fall anders, als ich erwartet habe. Der Beginn konnte mich noch nicht ganz so fesseln, aber die Geschichte nahm dann einen ganz eigenen Verlauf und konnte mich schließlich doch noch einnehmen und fesseln. Wer allerdings einen Horror-Splatter-Roman erwartet ist hier falsch, denn Ketchum und McKee lassen ihren Horror eher in Mystery wandeln und bleiben mit dem Grauen ganz unterschwellig. Ein gelungenes Buch, das ich an nur einem Abend gelesen habe und dem ich eine Leseempfehlung gebe!

Familiendrama (4,5 Sterne)

Von: World of books and dreams Datum : 01.07.2017

worldofbooksanddreams.blogspot.de/

Die elfjährige Delia Cross steht schon seit vielen Jahren immer im Licht der Scheinwerfer. Immer wieder wird sie von ihrer ehrgeizigen Mutter ins Rampenlicht gezogen und gerade scheint sie es richtig geschafft zu haben, denn das Vorsprechen zu einer TV-Serie sieht vielversprechend aus. Delias Vater hingegen umgibt sich gerne mit teuren Dingen, wie großen Fernsehern oder schnellen Autos und ihr Zwillingsbruder Rob scheint fast schon unsichtbar für seine Eltern. Zum Glück gibt es da Caity, den Hund der Familie oder eher noch Delias Hund, denn die Beiden haben eine ganz besondere Verbindung zu einander. Als es dann eines Nachts zu einem großen Unglück kommt, wird Delia im letzten Moment von ihrer Hündin gerettet.
Meine Meinung:
Ich habe eine ganze Weile überlegt, wie ich hier überhaupt beginnen soll, denn eigentlich bin ich von Jack Ketchum etwas ganz anderes gewohnt, z. B. seine Beute-Reihe, die hier allerdings so gar nicht mit Scar verglichen werden kann. Der Schreibstil ist durchaus mitreißend, die Sprache gut verständlich und das Erzählte auch so gut beschrieben, dass man sich sowohl Familie Cross als auch das Geschehen vorzustellen. Aber es dauerte etwas, bis ich wirklich mit dem Geschriebenen warm wurde, doch ab einem gewissen Punkt, war ich völlig fasziniert vom Geschriebenen. Was mir hier auch auffällt, dass die Sätze recht kurz, aber dadurch auch sehr prägnant sind. Die Stimmung der Geschichte spiegelt sich also auch durchaus in der Sprache wieder.
Das Buch beginnt noch recht langsam, wobei man hier die Familie, zumindest das, was sie nach aussen vorgibt zu sein, kennenlernt und auch die ersten Blicke in den Hintergrund gibt es hier auch. Doch es gibt hier weder viel Gefühl, noch großes Tempo, es ist eher das, was Ketchum und McKee nicht aussprechen, dass mich immer wieder inne halten ließ. So ist es vor allem die Mutter, die in mir die meisten Gefühle hervorrufen konnte, ja und diese sind nicht gerade freundlich, denn sie ist ein Mensch, die alles dafür gibt, um im Ruhme ihrer Tochter mitzuschwimmen. Tatsächlich ist dies ein Thema, dass immer wieder aktuell ist, denn mal ehrlich, wieviele Kinder würden von sich aus lieber den ganzen Tag vor einer Kamera stehen, anstatt mit den Freunden zu spielen. Genau diesen Umstand greifen die Autoren hier sehr geschickt auf und mit dem Tempo, das die Geschichte vorgibt, steigerte sich auch meine Abneigung gegenüber Delias Familie, bzw. ihren Eltern.
Wirklich gelungen fand ich die Darstellung der besonderen Beziehung zwischen Delia und ihrem Hund, die auch eine ganz besondere Rolle in diesem Buch einnimmt. Allerdings möchte ich hier gar nicht zu viel verraten, da es etwas wichtiges sonst vorweg nehmen würde.
Die Geschichte wird hier aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, vieles erfährt man aus Delias Perspektive, aber auch die Mitglieder der Familie und vor allem der Hund Caity bekommen ihren Raum. Genau diese Perspektive aus der Sicht des Hundes hat dann wieder etwas ganz besonderes, das dem die Geschichte eine ganz aussergewöhnliche Wendung gibt. Das meiste wird hier in der dritten Person erzählt, aber hier und da gibt es da eine kleine Änderung, die das mysteriöse unterstreicht.
Die Personen haben wenig Tiefgang, allerdings ist das genau das, was die Autoren hier auch bezwecken, die Hervorhebung der Oberflächlichkeiten der Personen. Delia konnte durchaus am Anfang mein Mitleid erwecken, ist aber innerhalb der Geschichte eine sehr interessante Persönlichkeit geworden und diese Entwicklung gefiel mir gut. Rob, Delias Zwillingsbruder, scheint für seine Eltern beinahe unsichtbar und nimmt hier sehr wenig Raum im Leben seiner Eltern ein, er ist das Kind am Rande und auch wenn man nicht merkt, dass er nach Aufmerksamkeit sucht, ist es genau das, was nachher ebenfalls eine Wendung der Geschichte ausmacht. Delias Mutter ist kalt und unsympathisch, Geld und vor allem Ruhm sind es, was sie will. Ansonsten helfen ihr Alkohol und Pillen über den Tag und durch die Nacht. Tja, und Delias Vater? Der ist alles andere als die hellste Kerze auf der Torte, aber wenn es darum geht, für sich den größten Nutzen heraus zu holen, ist er sehr erfinderich. Am meisten gefiel mir hier der Hund der Familie, Caity, die hier der Charakter mit dem größten Herzen ist.
Mein Fazit:
Ich habe zwar noch nicht alle Bücher des Autors Ketchum gelesen, aber dieses hier ist auf jeden Fall anders, als ich erwartet habe. Der Beginn konnte mich noch nicht ganz so fesseln, aber die Geschichte nahm dann einen ganz eigenen Verlauf und konnte mich schließlich doch noch einnehmen und fesseln. Wer allerdings einen Horror-Splatter-Roman erwartet ist hier falsch, denn Ketchum und McKee lassen ihren Horror eher in Mystery wandeln und bleiben mit dem Grauen ganz unterschwellig. Ein gelungenes Buch, das ich an nur einem Abend gelesen habe und dem ich eine Leseempfehlung gebe!

Schockierend gut

Von: booknator Datum : 17.06.2017

booknaator.blogspot.de/

Idee: Die Idee eine nach außen hin glückliche Familie darzustellen und ihm Verlauf des Buches dann die wahren Verhältnisse zu eröffnen, finde ich sehr vielversprechend. Gerade bei Jack Ketchum ist die Bandbreite für die Geheimnisse der Familie riesengroß und nahezu alles kann passieren. Und das dazu das Film-Business und ein unglücklicher Kinderstar mit eingebaut wird, hört sich sehr gut an!

Handlung: Anfangs hat mich das Buch ehrlich gesagt eher weniger gefesselt. Die Handlung plätscherte so dahin und so wirklich viel passiert ist irgendwie nicht. Aber diese ersten Seiten waren sehr gut um die Familie und die Charaktere an sich sowie die Beziehungen der Cross kennenzulernen.
Nachdem es dann zum Unfall kommt, welcher mich wirklich entsetzt hat, nimmt die Geschichte eine ganz andere Intensität an und wird mit jeder Seite ein kleines wenig spannender und einvernehmender. Die Situation spitzt sich ganz langsam aber immer mehr zu und als Leser erkennt man die Abgründe der Charaktere und die schlimmen Verhältnisse der Familie.
Gegen Ende des Buches ist man als Leser komplett in der Geschichte gefangen und erlebt nochmal eine Situation, die die gesamte Geschichte dreht und einfach von Grund auf schockierend ist. Spätestens ab dieser Stelle kann man das Buch nicht mehr beiseite legen. Das Ende ist typisch Ketchum, was mir wirklich sehr gefallen hat!
Was ich sonst noch echt schön fand war die Beziehung von Delia zu ihrem Hund und allgemein das der Hund einen so großen Stellenwert im Buch hatte.

Schreibstil: Der Schreibstil war zwar sehr schlicht und einfach gehalten aber ich bin super super gut durch das Buch durchgekommen und hatte überhaupt keine Probleme einen angenehmen Lesefluss zu finden!

Fazit: Alles in allem ein sehr empfehlenswerter Roman. Anfangs zieht es sich ein bisschen und stellenweise gibt es immer wieder mal Längen, jedoch sind die Familienkonstellationen und -verhältnisse sehr interessant aufgebaut und die Handlung an den Schlüsselszenen so schockierend, dass einem der Mund offen stehen bleibt. Für Ketchum-Fans ein absoluter Lesemuss!

Eine Story, die süchtig macht!

Von: Bücherfarben Datum : 13.06.2017

buecherfarben.blogspot.de/

~ Lieblingszitat: ~

»Sag mir, was du getan hast, Mom! Was hast du mit Caity gemacht? Was hast du mit meiner Schwester gemacht?«

~ Meine Meinung: ~

Ganz zufällig entdeckte ich SCAR und bevor ich schauen konnte, wurde es auch schon meins, denn der Klappentext klang einfach sehr gut und deshalb musste ich auch das Buch lesen und ich kann euch eins sagen, es war pure Spannung mit einer Familie die vor dem Abgrund steht. Das Cover ist sehr außergewöhnlich aber trotzdem passend zum Inhalt, mir gefällt dieses sehr gut.

Der Schreibstil der Autoren ist einfach unglaublich stark und trotzdem noch flüssig zu lesen. Was mich am Stil echt begeistern konnte, war diese Wortgewalt die mich an die Geschichte gefesselt hat und die Seiten nur so davon fliegen lassen hat.

Die Autoren haben Charaktere erschaffen, die sehr gut ausgearbeitet waren und vor allem die Eltern von Delia waren erschreckend echt dargestellt. Delia Cross ist ein 11-jähriges Mädchen, welches mir auf anhieb sehr leid tat und die ich am liebsten vor ihrer Mutter gerettet hätte. Delia ist ein sympathisches Mädchen und ihr Bruder war ebenfalls sehr nett. Ihre Mutter hingegen war so egoistisch und wurde von ihrem Ehrgeiz angetrieben, was ich nicht gut geheißen habe, denn Delia ist ein Kind und das sollte sie auch bleiben.

Es war erstaunlich, wie die Handlung rund um die Story aufgebaut war. Ich war sehr fasziniert von dieser Handlung und dem Setting, dass ich dieses Buch kaum aus der Hand legen konnte! SCAR zeigte mir, dass ein Kind niemals seiner Kindheit beraubt werden sollte, egal was ist, denn ein Kind bekommt nur diese eine Chance zu leben und dies wird mit diesem Buch noch einmal richtig deutlich gemacht.

~ Mein Fazit: ~

Mit SCAR ist den Autoren Jack Ketchum und Lucky McKee ein Buch gelungen, welches mich mit einem Schreck zurück ließ. Ein Mädchen das seiner Kindheit beraubt wurde und eine Mutter die bereits krankhaft, anders kann ich es nicht sagen, ihre Tochter vermarktet waren der Gipfel des Buches. Die Wortgewahlt im Schreibstil setztem dem Buch die Krone auf und konnte mich überzeugen. Auch die Charakterbildung war ein sehr überzeugender Punkt, denn diese entwickelten sich stets weiter und haben viele Facetten gezeigt. Ich vergebe 5 von 5 Diamanten an das Buch.

Jack Ketchum - Scar

Von: miss_mandrake Datum : 05.06.2017

www.live-breath-words.de


Klappentext

Mit elf Jahren ist Delia Cross bereits ein gefeierter Fernsehstar – aber nicht glücklich. Ihre Mutter ist von krankhaftem Ehrgeiz getrieben. Ihr Vater dem Alkohol verfallen. Ihr Bruder von Eifersucht zerfressen. Einzig der Familienhund Caity hält immer treu zu ihr. Dann droht ein tragischer Unfall, Delias Karriere für immer zunichtezumachen. Doch sogar ihre Narben werden gegen ihren Willen vermarktet. Bis sie beginnt, sich zu wehren …



Inhalt

Delia ist schon in jungen Jahren ein kleiner Star. Egal ob Werbeaufnahmen oder Fotoshootings, ihre krankhaft ehrgeizige Mutter tut alles um ihre Tochter berühmt zu machen.
Dabei ist es ihr ziemlich egal ob Delia glücklich ist oder ihre Kindheit überhaupt genießen kann.
Auch sonst ist an ein normales Familienleben im Hause Cross nicht zu denken. Delias Bruder Robbie wird von Eifersucht und der mangelnden Aufmerksamkeit zerfressen und der Vater, der sich den Missständen durchaus bewusst ist, ertränkt seinen Kummer in Alkohol und frönt dem Luxus, der das Geld seiner Tochter mit sich bringt.
Einzig die Freundschaft zu der Familienhündin Caity kann Delia aufmuntern. Sie ist ihr Lebensinhalt, ihre beste Freundin und darf deshalb auch zu jedem Vorsprechen mitkommen, auch wenn dies bei Delias Mutter ehr auf Ablehnung stößt.
Doch dann kommt es zu einem folgenschweren Unfall, bei dem sich Delia schwere Brandverletzungen im Gesicht zuzieht. Aber selbst davon lässt sich ihre Mutter nicht beirren und versucht selbst jetzt noch Kapital aus ihrer Tochter zu schlagen.


Meine Meinung

Obwohl ‘Scar’ im Heyne-Hardcore-Label erschienen ist, handelt es sich keineswegs um einen durchweg brutalen und blutrünstigen Horrorroman. Der Horror steckt hier ehr in der Realität, im Alltag des Kinderstars Delia. Es ist eine Story um eine Familie die falsche Prioritäten setzt, ein sozialkritisches Buch mit Anspielungen auf die heutige Medienbranche.
Die einzelnen Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet. Die Story liest sich flüssig und die anhaltende Spannung hat diesen Roman zu einem richtigen Highlight für mich gemacht.



Fazit

Ein Familiendrama mit Mystery-Einlagen und einem gelungenen und Jack Ketchum typischen blutigem Finale.
Wer dieses Genre mag sollte das Buch auf jeden Fall lesen.

♥ Vielen Dank an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Randomhouse für das Rezensionsexemplar! ♥

Scar von Jack Ketchum & Lucky McKee

Von: Bina van Book Datum : 02.06.2017

www.binavanbook.de

Klappentext:
Mit elf Jahren ist Delia Cross bereits ein gefeierter Fernsehstar – aber nicht glücklich. Ihre Mutter ist von krankhaftem Ehrgeiz getrieben. Ihr Vater dem Alkohol verfallen. Ihr Bruder von Eifersucht zerfressen. Einzig der Familienhund Caity hält immer treu zu ihr. Dann droht ein tragischer Unfall, Delias Karriere für immer zunichtezumachen. Doch sogar ihre Narben werden gegen ihren Willen vermarktet. Bis sie beginnt, sich zu wehren …


Die Autoren:
Jack Ketchum ist das Pseudonym des ehemaligen Schauspielers, Lehrer, Literaturagenten und Holzverkäufers Dallas Mayr. Er gilt heute als einer der absoluten Meister des Horror Genres. 2011 wurde er zum Grand Master der World Horror Convention ernannt. Er erhielt fünfmal den Bram Stoker Award sowie 2015 den Lifetime Achievement Award der Horror Writes Association.

Lucky McKee ist Autor, Schauspielerin und Regisseur. Zu seinen Werken gehören der Kultfilm May, sowie die Verfilmung von Beuterausch, für die er zusammen mit Kack Ketchum das Drehbuch und die Romanfassung schrieb.

Die ersten Sätze:
Es ist sechs Uhr morgens. Delia liegt auf der Seite und schläft tief. Sie träumt nicht und ist, im Augenblick jedenfalls, zufrieden. Die Brise, die durch offene Fenster dringt, pustet ihr eine Haarlocke in die Stirn. Sie bemerkt es nicht.

Meine Meinung:
Das eher schlicht gehaltene aber auf mich sehr gruselig wirkende Cover ist wirklich ein Hingucker.

Wir lernen die kleine Delia (Fernsehstar), ihren Zwillingsbruder (der als normaler Schüler aufwächst) und ihre Eltern mit Familienhündin Caity kennen. Delia würde gerne ein „normales“ leben führen. In die Schule gehen, mit anderen Kindern spielen. Eben all das machen was ihr Bruder leben kann. Allerdings zieht ihre Mutter sie von einem Cast zum nächsten, über Werbespots bis hin zu TV Auftritten. Ihre treue Hündin Caity weicht ihr dabei nicht von der Seite.

Die knapp über 300 Seiten die wirklich groß bedruckt sind, lassen sich super schnell auslesen, zu längen konnte es so schon gar nicht kommen. Allerdings hätte ich ein bisschen mehr Horror erwartet da es im Heyne Hardcore Verlag erschienen ist. Trotzdem fand ich Scar erschreckend nah an der Realität. Die Familientragödie wie ich sie bezeichnen würde, lies mich an vielen Stellen im Buch erschaudern aber auch richtig wütend werden.

Fazit:
Eine schockierende Familientragödie mit ein bisschen Horror zum gruseln.

Enttäuschung pur!

Von: Jenny Datum : 30.05.2017

dasblondinchen.blogspot.de/

Klappentext: Mit elf Jahren ist Delia Cross bereits ein gefeierter Fernsehstar – aber nicht glücklich. Ihre Mutter ist von krankhaftem Ehrgeiz getrieben. Ihr Vater dem Alkohol verfallen. Ihr Bruder von Eifersucht zerfressen. Einzig der Familienhund Caity hält immer treu zu ihr. Dann droht ein tragischer Unfall, Delias Karriere für immer zunichtezumachen. Doch sogar ihre Narben werden gegen ihren Willen vermarktet. Bis sie beginnt, sich zu wehren …

Meine Meinung: Mein erstes Buch von Jack Ketchum war Evil, was ich vor einigen Jahren gelesen habe & was mich unglaublich mitgenommen hat. Ich habe die Geschichte heute noch im Kopf & denke mit Schrecken daran zurück. Als ich erfahren habe das ein neues Buch von ihm erscheint, habe ich mich wahnsinnig darauf gefreut, denn das geniale Cover und der Klappentext lassen eine vielversprechende Geschichte vermuten ...

Ich musste leider ziemlich schnell feststellen, dass ich große Probleme damit hatte, in die Geschichte reinzukommen. Schon gleich nach den ersten Seiten ist mir der Schreibstil negativ aufgefallen. Diese abgehackten, kurzen Sätze haben mich zwar durch das Buch gejagt, bei mir aber keinerlei Atmosphäre oder Spannung erzeugt. Auch die Charaktere, die meiner Meinung nach sehr viel Potenzial hatten, blieben mir allesamt durchweg zu blass und oberflächlich. Und ganz besonders bei Delia hätte ich mir viel mehr Tiefgang gewünscht. Das einzige was spürbar war, war die Liebe zu ihrer Hündin Cathy, aber die Entwicklung der Geschichte diesbezüglich, hat mir so gar nicht gefallen!

Während dem lesen habe ich ständig auf einen ganz bestimmten Moment hingefiebert. Auf den großen Knall, der mir eine Gänsehaut beschert und mir den Atem stocken lässt. Was soll ich sagen? Fehlanzeige! Die Umsetzung oder Delias Art und Weise sich zu wehren, hat mich einfach nur enttäuscht. Vielleicht hatte ich auch zu hohe Erwartungen, da das Buch ja im Heyne Hardcore Verlag erschienen ist und dort Geschichten zu finden sind, die absolut schockieren und einem wirklich unter die Haut gehen. Bei "Scar" war das so nicht der Fall, hierbei handelt es sich eher um ein Familiendrama, das mich aber leider nicht erreichen konnte.
Ich werde in Zukunft auch die Finger von Jack Ketchum Bücher lassen (auch wenn Lucky McKee hier mit am Werke war) denn die Art zu schreiben hat mir einfach überhaupt nicht zugesagt.

Super gelungenes Buch

Von: Michele.F Datum : 30.05.2017

https://www.instagram.com/buechereulen_/

Übers lange Wochenende habe ich nun auch endlich SCAR von Jack Ketchum zu ende gelesen und war positiv überrascht. Ich wollte das Buch zuerst nur lesen, da Stephan King dieses Buch grandios Fand und ich ein totaler Stephen King Fan bin.
Das war nun mein zweites Buch von Jack Ketchum und hatte eigentlich keine großen Erwartungen, da ich das Buch, was ich zuvor gelesen hatte recht gut fand. Doch Jack Ketchum und Lucky Mckee haben sich beide mit dem Buch übertroffen. Der Schreibstil war mal wieder Total flüssig und Klasse, sodass man ohne Probleme das Buch in zwei Tagen durchlesen konnte. Auch wenn es mir etwas schwer viel das Buch aus der Hand zu legen. Ich war in die Geschichte so gefesselt, dass die Zeit beim lesen wie im Flug verging.
Ich kann das Buch jedem Empfehlen, der zwischen durch mal einen guten Thriller lesen möchte, ohne gelangweilt zu werden.
Klasse Buch, freue mich schon auf einen seiner nächsten Bücher.

Mit elf Jahren ist Delia Cross bereits ein gefeierter Fernsehstar – aber nicht glücklich. Ihre Mutter ist von krankhaftem Ehrgeiz getrieben. Ihr Vater dem Alkohol verfallen. Ihr Bruder von Eifersucht zerfressen. Einzig der Familienhund Caity hält immer treu zu ihr. Dann droht ein tragischer Unfall, Delias Karriere für immer zunichtezumachen. Doch sogar ihre Narben werden gegen ihren Willen vermarktet. Bis sie beginnt, sich zu wehren …

Gutes Buch mit Luft nach oben

Von: Charlene Datum : 27.05.2017

mylittlebookpalace.weebly.com

Handlung: In dem buch ' Scar ' geht es um die elfjährige Delia, die schon ein gefeierter Filmstar ist und die Haupteinnahmequelle der Familie, also ihrer Famebesessenen Mutter, ihrem abhängigen Vater, ihrem eifersüchtigen Bruder und ihrer einzigen Freundin Caity, der Familienhund. Die Familie ist kaputt, Mutter und Vater lieben sich nicht mehr und ihr Bruder spielt seiner Zwillingsschwester die ganze Zeit Streiche. Doch eines Tages wird Delia's Gesicht durch einen Unfall von Narben geschmückt und so darf sie doch garantiert nicht mehr in die Branche, sie will es auch gar nicht. Doch das sieht ihre Mutter anders und vermarktet diese Narben und zwingt Delia zu Interviews. Doch Delia wehrt sich und ist nicht länger die perfekte Tochter.

Orte: Einen großen Teil der Zeit hat es in dem trostlosen Haus von Delia gespielt, was mich nicht gestört hat, den das hat einfach zum Buch gepasst. Aber es hat auch in verschiedenen Städten gespielt, da sie wegen den Interviews so viel rumgereist sind. Ich persönlich fand das auch die restlichen Orte sehr gut zu den verschiedenen Stimmungen gepasst hat.

Personen:Ich mochte Delia eigentlich ganz gerne, vor allem als sie sich dann angefangen hat zu wehren. Die anderen Personen mochte ich leider überhaupt nicht, abgesehen von Caity natürlich. Die meisten Personen waren mir persönlich einfach zu oberflächlich.

Schreibstil:Den Schreibstil mochte ich tatsächlich relativ gerne, es gab halt viel Sichtenwechsel, was ich echt gerne mag. Allerdings fand ich es etwas seltsam, das der Hund auch eine Sicht hatte, ich fand es aus der Sicht des Hundes echt etwas seltsam. Und ich hatte mir eigentlich etwas gruselig beschriebene Szenen gewünscht, aber mich kann man auch nicht so sehr erschrecken

Gestaltung:Ich finde dieses Cover einfach soooo schön, ich finde es passt einfach so gut zu der Story und dem Buch. Ich fand auch die Kapitelgestaltung wirklich toll, sie war sehr schlicht, was die Geschichte noch mehr herausstechen lassen hat.

Geschichte: Ich fand die Grundidee wirklich gut, ich finde solche Geschichten immer so toll. Ich fand es hat auch gut angefangen, aber es hat so lange gedauert bis der richtige Plottwist geschehen ist und ich fand es danach auch wirklich nicht so spannend. Dafür fand ich aber die Entwicklung fast aller anderen Charaktere wirklich gut gefallen, vor allem die von Delia und das Ende war wirklich gut

Fazit:Das Buch hatte eine wirklich tolle Grundidee, die auch relativ gut umgesetzt wurde, allerdings fand ich es an vielen Stellen zu langweilig, weshalb mich das Buch auch nicht so gepackt hat. Auch mit den Personen konnte ich mich nicht wirklich identifizieren. Die Gestaltung bekommt dafür aber definitiv einen Punkt von mir und auch der Schreibstil war nicht schlecht, auch wenn ich manche Sichten etwas seltsam fand. Mir hat das Buch insgesamt relativ gut gefallen, aber perfekt ist es meines Erachtens nicht, weshalb ich 3 von 5 Sternen gebe.

Rasant und kurzweilig, vor allem aber oberflächlich und spannungsarm

Von: Dirk Hoffmann Datum : 25.05.2017

mamouliansgeschichten.blogspot.de

Im Leben der Familie Cross dreht sich alles um die elfjährige Delia Cross. Sie ist als Darstellerin in Werbeclips die einzige, aber gute Einnahmequelle der Familie. Während ihre Mutter Pat sich um die Vermarktung kümmert und eine Affäre mit Delias Agenten Roman unterhält, soll sich ihr Vater Bart eigentlich um die Finanzen kümmern, vergnügt sich aber lieber mit seinen Spielzeugen wie dem mächtig aufgemotzten Firebird oder dem neuen Riesenflachbildschirm-Fernseher. Dass er darüber vergisst, eine Anschluss-Krankenversicherung für Delia abzuschließen, nachdem er die alte gekündigt hat, kommt der Familie allerdings teuer zu stehen. Gerade als Delia eine Rolle in einer Sitcom mit dem Star Veronica Smalls erhält, sorgt ein tragischer Unfall für das abrupte Ende eines Bilderbuch-Märchens. Während Pat aus jeder Notlage noch Profit zu schlagen versucht und das Schicksal ihrer Tochter in einem Buch und in verschiedenen Fernsehshows ausschlachtet, lehnt sich die nach dem Unfall missgestaltete Delia zunehmend gegen die Pläne ihrer herrschsüchtigen, von Ehrgeiz getriebenen Mutter auf.
„Pat bezweifelt, dass das hier jemals ausgestrahlt werden wird, und sie fragt sich, ob überhaupt irgendwas davon ins Fernsehen kommt. Mit einem Mal ist sie stocksauer auf Delia. Sie hat die Schnauze voll von ihren Überraschungen, ihren egoistischen Spielchen. Warum zum Teufel folgt sie nicht dem beschissenen Drehbuch wie alle anderen auch? Für wen hält sie sich?“ (S. 224)
Allmählich geraten vor allem Delias treue Gefährtin, die Australian-Cattle-Hündin Caity, und Delias eifersüchtiger Bruder Robbie ebenso in emotionale Schieflagen wie der an sich gutmütige, aber kaum mannhafte Bart. Der steigende Alkoholkonsum von Delias Eltern führt schließlich zur Katastrophe …
Dass Jack Ketchum auf bislang fünf Bram Stoker Awards und eine wachsende Anzahl von Verfilmungen seiner Werke („Red“, „Beutegier“) zurückblicken kann, kommt nicht von ungefähr, denn mit seiner klaren Sprache und einem ausgeprägten Sinn für knackige Plots und detailliertes Grauen entwirft der ehemalige Literaturagent von Henry Miller und Babysitter von Lady Gaga regelmäßig Drehbücher für das blutige Kino im Kopf.
Die erneute Zusammenarbeit mit Lucky McKee nach der Verfilmung von „Beuterausch“ kann an diese Qualitäten leider nur bedingt anknüpfen. Im Vordergrund von „Scar“ steht die ungewöhnlich innige Beziehung zwischen der hübschen und talentierten Delia und ihrer Hündin Caity, die bis zum blutigen Finale eine Schlüsselrolle in der Geschichte einnimmt. An die inneren Monologe gerade des Hundes muss sich der Leser dabei ebenso gewöhnen wie an die grob und oberflächlich gezeichneten Figuren. Bei dem mehr als überschaubaren Ensemble wäre an dieser Stelle durchaus mehr Sorgfalt angebracht gewesen. So gerieren sich vor allem Delias Eltern als ganz und gar unsympathische Nutznießer des Ruhms, den Delia der Familie beschert. Wie sehr Pat dabei den Bogen überspannt und für die katastrophale Entwicklung der Ereignisse sorgt, macht die Geschichte aber nicht glaubwürdiger. Selbst die offensichtliche Kritik an der Rolle der Medien bei der Ausschlachtung von persönlichen Tragödien und an der Raffgier ehrgeiziger Eltern, die die Fürsorge ihren Zöglingen gegenüber aus den Augen verlieren, bleibt allzu oberflächlich.
Zwar bietet „Scar“ ein rasantes Leseerlebnis, wartet mit leicht übernatürlich inszenierten Elementen auf und einem straff inszenierten Plot, doch bleibt das Buch in Sachen Spannung und Horror weit hinter den bisherigen Ketchum-Werken zurück.

Mystery-Thriller mit einer faszinierenden Beziehung zwischen Mensch und Tier

Von: schnäppchenjägerin Datum : 19.05.2017

erdbeersekt-testet.blogspot.de/

Die elfjährige Delia Cross ist ein Fernsehstar und wird von den Eltern gewinnbringend vermarktet. Sie stellt die einzige Einnahmequelle der Familie dar und nur ihr Zwillingsbruder merkt dies kritisch an. Die Eltern sind beide dem Alkohol nicht abgeneigt, Vater Bart hat völlig den Überblick über die Finanzen verloren, erfreut sich an den neuesten Flachbildfernsehern und neuen Autos, während Mutter Pat eine Affäre mit dem Manager ihrer Tochter hat.

Delia würde gerne "normal" aufwachsen und zur Schule gehen, stattdessen ist sie den ganzen Tag unter Erwachsenen und ihre einzige Gefährtin ist die hochintelligente Australian Cattle Hündin Caity, die ihr treu zur Seite steht. Ohne zu Nörgeln fügt sich Delia vor allem ihrer Mutter zuliebe in ihr Schicksal, tritt in TV-Shows und Werbespots auf, bis es zu einem folgenschweren Unfall kommt und die gezeichnete Delia das Spiel nicht mehr mitspielt...

Von "SCAR" hatte ich mir aufgrund des gruseligen Covers und als Buch, das im Verlag "Heyne Hardcore" erscheint, einen Schocker versprochen. Aber auch wenn ich mir von der Handlung mehr Horror erwartet hatte, handelt es sich dennoch um einen sehr lesenswerte Familientragödie, die die menschlichen Abgründe aufzeigt.

Fasziniert war ich vor allem von der innigen Beziehung zwischen Mensch und Tier. Wie sich Caity schützend um Delia kümmert, fast schon menschliche Züge hat und furchtlos ihr eigenes Leben aufs Spiel setzt, um ihre Freundin zu retten, ist wirklich sehr berührend zu lesen.

Zudem setzte sich das Buch kritisch mit der Medienwelt auseinander, in der Kinderstars durch falschen Ehrgeiz und aufgrund von Gewinnmaximierung in Szene gesetzt und hilflos ausgenutzt werden. Dies rächt sich am Ende des Buches, in dem vor allem Mutter Pat - einem Thriller gerecht - brutal ihr Fett wegkriegt.

Offen sein sollte man für Mystery-Elemente, die vor allem in der Charakterrolle der Hündin zum Tragen kommen und sich bis zum Ende der Geschichte durchziehen.

Emotionaler und dramatischer Roman mit Thriller und Mystery-Elementen

Von: jasminsbooks Datum : 16.05.2017

https://www.instagram.com/jasminsbooks/


Vielen Dank an den Heyne Hardcore Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.


Inhalt/Klappentext:

Mit elf Jahren ist Delia Cross bereits ein gefeierter Fernsehstar - aber nicht glücklich. Ihre Mutter ist von krankhaftem Ehrgeiz getrieben. Ihr Vater dem Alkohl verfallen. Ihr Bruder von Eifersucht zerfressen. Einzig der Familienhund Caity hält immer treu zu ihr. Dann droht ein tragischer Unfall, Delias Karriere für immer zunichtezumachen. Doch sogar ihre Narben werden gegen ihren Willen vermarktet. Bis sie beginnt, sich zu wehren.

Mein Fazit:

Scar war mein erstes Buch das ich von Jack Ketchum und Lucky McKee gelesen habe. Der Schreibstil ist sehr flüssig und außerdem sehr rasant zu lesen. Nichts wird noch großartig umschrieben. Jack Ketchum und Lucky McKee kommen einfach sofort zum Punkt. Das Cover des Buches sticht einem ebenfalls direkt ins Auge. Das Puppengesicht lässt vermuten, dass die kleine Delia für ihre Mutter nicht mehr ist, als eine Puppe oder Marionette, die sie einfach überall vor eine Kamera in Pose setzen kann. Nichts in dieser Familie ist wie es scheint.

Scar ist in dem Sinn kein Horrorbuch, sondern eher ein Psychothriller der dem Leser die dunkelsten Abgründe einer Familie zeigt. Aber trotz allem erlebt man mit diesem Buch eine herzzerreißende Geschichte über die tiefe Verbundenheit und Liebe zwischen Mensch und Tier. Ich finde, diese Geschichte geht dem Leser wirklich ans Herz, die aber auch gleichzeitig erschreckend ist und nicht vor Gewaltszenen zurückschreckt.

Mich hat dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und zu 100% überzeugt. Ich kann es mit gutem Gewissen jedem empfehlen der gerne Thriller liest und lasst euch vom tollen Epilog überraschen!

Einfach klasse, daher 5 von 5 Sternen!

Subtiles Grauen mit brutalem Showdown

Von: Laura Datum : 16.05.2017

www.lauravoneden.de

Jack Ketchum gehört zu meinen liebsten Autoren und das schon über viele Jahre hinweg. Ich liebe seinen schockierenden Schreibstil und finde seine Geschichten immer sehr interessant und flüssig zu lesen. 'SCAR' durfte also auch in meinem Bücherregal nicht fehlen.

Das Cover erregt sofort Aufmerksamkeit und der Klappentext macht extrem neugierig. Wir begleiten in der Geschichte Delia, ein junges Mädchen, das gerade dabei ist ihren schauspielerischen Durchbruch zu erleben. Gleich zu Beginn kann man hinter die heile Familienwelt blicken und feststellen, dass hier gar nichts so rosig ist, wie es nach außen scheint. Wärme und Nähe sucht Delia bei ihrer Hündin Caity, die beiden sind unzertrennlich. Als dann der besagte Unfall geschiet, beginnt die eigentliche Wendung der Geschichte.

Zunächst einmal würde ich gerne anmerken, dass das Buch zwar als 'Roman' deklariert ist, aber dennoch von Heyne Hardcore verlegt wurde. Wer den Verlag kennt, der weiß, dass es hier normalerweise sehr blutig und radikal zugeht, da hier schonungslos über rohe Gewalt geschrieben wird. Bei 'SCAR' fehlt mir das ein bisschen, da lediglich ganz zum Schluss der 'Hardcore-Teil' losgeht. Trotzdem finde ich es für die Story recht passend. Sie beginnt langsam und gipfelt eben in einem Showdown, der auf jeden Fall Hardcore genannt werden darf. Zarte Seelchen sollte nicht unbedingt zu diesem Buch greifen.

Die Geschichte wird uns aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wir begleiten alle Familienmitglieder, wenn auch in verschiedenem Ausmaß. Sogar die Familienhündin Caity kommt quasi zu Wort, diese Abschnitte fand ich allerdings nicht immer notwendig. Jede der Figuren wird so etwas näher beleuchtet und man erfährt, dass anscheinend jeder mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen hat, was jedoch gewisse Personen nicht sympathischer macht. Der Schreibstil von Jack Ketchum ist für mich sehr flüssig lesbar, da die Sprache recht einfach gehalten ist.

Für mich ist 'SCAR' nicht unbedingt das, was ich von Ketchum gewohnt bin, aber dennoch konnte das Buch bei mir punkten. Wer Geschichten über heile Welten mit tiefen Abgründen mag, vor Gewaltszenen nicht zurückschreckt, der sollte sich dieses Buch unbedingt mal angucken.

Wahre Verbundenheit zwischen Mensch und Tier

Von: FiktiveWelten Datum : 16.05.2017

https://fiktivewelten.wordpress.com

In Familie Cross gibt Mutter Patricia, kurz Pat, den Ton an. Dies bekommt vor allem die inzwischen elfjährige Delia zu spüren. Schon von Geburt an wahnsinnig fotogen und mit einem strahlenden Lächeln gesegnet, sieht Pat in der Tochter ihren großen Traum von Ruhm und Reichtum erfüllt. Im Gegensatz zu ihrem Zwillingsbruder Robbie, geht Delia nicht auf eine normale Schule und hat kaum Kontakt zu Gleichaltrigen. Mit Gesangs- und Tanzunterricht ist sie für alle Eventualitäten auf der Karriereleiter gewappnet. Von früh bis spät wird sie von ihrer Mutter zu Anproben, Vorsprechen, schließlich Fotoshootings und Dreharbeiten geschleift. Während sich Pat im Erfolg ihrer Tochter bestätigt sieht, erfüllt sich Vater Bart vom eingenommenen Geld kostspielige Wünsche. Robbie verschwindet im Schatten seiner selbst, einerseits froh über gewisse Freiheiten, andererseits doch eifersüchtig auf die Aufmerksamkeit, die seiner Schwester stets widerfährt. Plötzlich wird das Leben der Familie auf den Kopf gestellt! Ein schrecklicher Unfall kostet Delia fast das Leben, wäre nicht Caity zu Hilfe geeilt. Der Australian Cattle Dog und Delia sind ein Herz und eine Seele. Nun mehr denn je. Delia muss zahlreiche Operationen über sich ergehen lassen, ihr Gesicht bleibt jedoch für immer entstellt. Kein Grund für Pat, die Flinte ins Korn zuwerfen – jetzt erst recht …

JACK KETCHUM und LUCKY MCKEE sind ein eingespieltes Team. Was bei BEUTERAUSCH funktioniert hat, bestätigt sich einmal mehr mit SCAR. Lebendiges Kopfkino garantiert!

Die dramatische Geschichte von Delia und ihrem Hund erstreckt sich über achtzehn Kapitel, eingebettet in Pro- und Epilog. In drei Teilen erleben wir das familiäre Miteinander vom glorreichen Aufstieg, über die unerwartete Wende bis zum bitteren Untergang. Drei Akte subtilen Horrors und psychologischer Hochspannung. Erzählt wird in dritter Person Singular aus wechselnden Perspektiven. Für den Leser ergibt sich ein allumfassendes Bild: Die Mutter, die eins ihrer Kinder auf Teufel komm raus vermarktet und das andere durch Gleichgültigkeit fast schon seiner Existenz beraubt. Der Vater, der sich der Missstände bewusst ist, seinen Kummer jedoch in Alkohol ertränkt und purem Luxus frönt. Der Sohn, der zwischen Missgunst und Geschwisterliebe schwankt. Die Tochter, die trotz alledem eine starke Persönlichkeit entwickelt und schließlich der Vierbeiner, der weit mehr ist, als nur bester Freund des Menschen. Die Charaktere wirken sehr authentisch, vereinzelt ist man ihnen unglaublich nah. Während der Lektüre kommt es zu ergreifenden Momenten, die tief bewegen, mitunter erschrecken oder sogar zu Tränen rühren. Grausam ist vor allem, dass die Ereignisse mit wenigen Abstrichen ebenso Realität sein könnten. Zum Abschluss kommt es zu einigen blutrünstigen Szenen, derer das Buch in der Form eigentlich nicht bedurft hätte. Nichtsdestotrotz ist der Titel für all jene ein Highlight, denen Empathie nicht allzu fremd ist.

SCAR erscheint als hochwertiges Paperback bei Heyne Hardcore. Das matt gehaltene Cover ziert eine Puppe. Und nichts Anderes ist die Elfjährige für ihre Mutter. Ein Riss durchs Gesicht steht stellvertretend für Delias Entstellung nach dem tragischen Unfall. Besonders wirkungsvoll ist darüber hinaus das Auge in glänzendem Spotlack. Es gibt der Puppe etwas Lebendiges. Insgesamt ein überaus passendes Motiv! Im Anhang listet ein Werkverzeichnis alle von JACK KETCHUM im Wilhelm Heyne Verlag erschienenen Titel.

Fazit:

SCAR ist kein Horror im herkömmlichen Sinne, sondern vielmehr psychologische Spannung vom Feinsten. JACK KETCHUM und LUCKY MCKEE verweisen auf Abgründe einer vermeintlichen Familienidylle und setzen dem eine tiefe Verbundenheit zwischen Mensch und Tier entgegen. Eine erschreckende Geschichte, die zu Herzen geht!

Leider nicht das, was ich erwartet habe..

Von: Anna Datum : 12.05.2017

https://liveyourlifewithbooks.wordpress.com/

Inhalt

Delia Cross ist elf Jahre alt und der Star ihrer Familie. Sie ist diejenige, die die Kassen füllt und den hohen Lebensstandard der Familie finanziert. Ihre Mutter ist getrieben von einem ungesunden Ehrgeiz und verlangt immer mehr von ihrer kleinen Tochter, während der Vater in Verschwendungssucht lebt und das Geld seiner Tochter für alle möglichen Dinge ausgibt. Delias Zwillingsbruder fühlt sich vernachlässigt und unbeachtet. Nur ihre Hündin Caity steht fest an Delias Seite, erwartet nichts von ihr, sondern ist einfach für sie da. Ihre beste Freundin, ihr Fels in der Brandung. Und dann passiert der Unfall. Delias Gesicht ist entstellt, die einzige Einnahmequelle der Familie scheint versiegt, aber der Ehrgeiz der Mutter kennt keine Grenzen: sie vermarktet nun die Narben ihrer Tochter. Bis zu dem Moment, an dem Delia sich zu wehren beginnt.

Ein Buch, das so vielversprechend klang und dann doch auf ganzer Linie versagt hat.

Ich weiß nicht mehr genau wie ich auf „Scar“ aufmerksam geworden bin, doch einer der Autoren, Jack Ketchum, ist schon länger auf meiner Liste derer gestanden, von denen ich unbedingt mal etwas lesen möchte. Aus dem Heyne Hardcore Verlag habe ich außerdem noch nie etwas gelesen und ich war deshalb besonders gespannt darauf ein grauenerregendes Buch zu lesen, das entweder blutig und brutal ist oder Elemente von Horror enthalten. Dank dem Bloggerportal konnte ich das Buch bald in den Händen halten! Vielen Dank dafür.

Zu Beginn der Geschichte lernt man die Familie Cross sehr gut kennen. Allen voran natürlich Delia, die als hübsches, junges und auch talentiertes Mädchen das Geld der Familie verdient und ihre Hündin Caity, die ihr auf Schritt und Tritt folgt und sie nie wirklich aus den Augen lässt. Die beiden sind ein eingespieltes Team, die sich gegenseitig vertrauen. Beste Freunde wenn man so will. Delia will nur das Beste für ihre ganze Familie und ihr macht es Spaß vor der Kamera zu stehen und so zu tun als wäre sie jemand ganz anderes. Sie weiß, wie sie sich verhalten muss und fügt sich allem, was ihre Mutter ihr vorschlägt. Wie jede 11jährige wünscht sie sich allerdings auch noch eine andere Art Aufmerksamkeit. Sie möchte in eine richtige Schule gehen, mit Kindern in ihrem Alter spielen. Keinen Privatunterricht. Doch das ist für sie nicht möglich und das kleine Mädchen hat ein gutes Herz, sie widersetzt sich nicht.
Der Rest der Familie passt nicht so wirklich zu ihr dazu. Patricia, ihre Mutter, ist getrieben von krankhaftem Ehrgeiz. Sie will ihre Tochter immer weiter und weiter treiben. Delia soll um jeden Preis berühmt werden und sie, als ihre Mutter, würde dann mit ihr im Rampenlicht stehen.
Ihr Vater Bart hat ein eher ruhigeres Gemüt, unternimmt aber nichts gegen seine Frau, denn auch er zieht Vorteile aus Delias Einkünften: er kann jegliches Spielzeug kaufen, das er begehrt. Geld spielt schließlich keine Rolle, wenn die kleine Tochter es mit nach Hause bringt.
Delias Zwillingsbruder Rob ist geplagt davon, dass er nicht die Aufmerksamkeit geschenkt bekommt, die ihm vielleicht zustehen würde. Er wünscht sich nichts sehnlicher als auch einmal von seinen Eltern beachtet zu werden. Die Eifersucht sickert immer stärker durch seine Gedanken und lässt ihn für das, was seine Schwester durchmachen muss, blind werden.

Die Familie bis zu dem schrecklichen Unfall begleiten zu können hat mir Spaß gemacht. Man spürt die Dramatik der kaputten Familie durch jede Seite hindurch. Nicht die Liebe und der gute Umgang miteinander stehen im Vordergrund, sondern einzig Delia, die um jeden Preis Geld verdienen muss. Ihr wird keine Zeit gelassen Kind zu sein, denn sie hat zu arbeiten. Vorsprechen um Vorsprechen wird organisiert, Tanzstunden werden genommen, Texte werden gelernt, Freizeit kennt Delia gar nicht. Es ist für mich als Leserin grauenvoll gewesen, wie sehr die 11jährige ausgebeutet wird. Von ihrer eigenen Familie.
Daher ist es auch wenig verwunderlich, dass sie und ihre Hündin Caity eine so besondere Beziehung zueinander haben. Doch auch mit dieser Beziehung beginnt das Buch ein wenig merkwürdig zu werden. Zunächst war es noch recht interessant auch aus der Sicht des Hundes zu lesen, doch je weiter man in dem Buch voran gekommen ist, desto häufiger kam Caity zu Wort. Die Verbindung zwischen Kind und Hund wurde immer enger und die Grenzen sind teilweise sehr stark verwischt worden. Ob der Verlag aus diesem Grund entschieden hat, das Buch bei Heyne Hardcore erscheinen zu lassen? Denn nichts, was in diesem Buch geschehen ist, hat mich verstört, erschrocken, aus dem Konzept gebracht oder auch nur ansatzweise gegruselt.

Das Buch war ein einfaches Familiendrama, das ein Ende nimmt, das hätte ganz klar verhindert werden können, wenn die einzelnen Familienmitglieder mehr auf die Bedrüfnisse der anderen eingegangen wären. Doch „Hardcore“ war an dieser Geschichte gar nichts.
Mir hat die Spannung und der Thrill gefehlt, auch wenn das Buch als Roman deklariert wurde, ist es dennoch in einem Verlag erschienen, das eine andere Erwartungshaltung vermittelt. Es war mir eher zu langweilig und irgendwann schon fast zu merkwürdig, als spannend oder gruselig.
Da trotzdem sehr viele von Jack Ketchum schwärmen, werde ich es noch einmal mit ihm versuchen und hoffen, dass er mir dann besser gefällt.
Fazit

Wenn ihr eine erschreckend, grausame und furchterregende Geschichte um eine zerrüttete Familie lesen wollt, seid ihr mit diesem Buch leider an der falschen Adresse. Scar beleuchtet auf dramatische Weise, wie eine Familie zugrunde geht, doch nichts davon ist besonders schrecklich. Das Buch lässt sich zwar sehr leicht und schnell lesen, denn der Schreibstil ist eingänglich, doch viel mehr ist es nicht.

Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Heyne Hardcore Verlag für das Rezensionsexemplar!

Tragische Geschichte, aber für mich nicht "Hardcore"

Von: Books have a soul Datum : 08.05.2017

https://bookshaveasoul.blogspot.de

Da ich ein Fan von Jack Ketchum bin, war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Das Cover fand ich total interessant und hat mich gleich neugierig gemacht.

Der Schreibstil ist angenehm und locker, da gibt's nichts zu meckern, allerdings muss ich gestehen, dass ich insgesamt etwas komplett anderes erwartet hatte. Die Geschichte an sich ist für mich eine Mischung aus Drama und Thriller mit einem Hauch Übernatürlichem. Allerdings kann ich mir nicht erklären, warum das Buch als "Hardcore" gilt. Am Ende sind zwar einige Szenen dabei, die etwas blutiger sind, aber ich kenne normale Thriller, die sind da weit heftiger. Insofern war ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht.

Trotzdem hat mich aber die Beziehung von Delia und ihrer Hündin Caity sehr berührt und da ich selber ein großer Tierfreund und vor allem auch Hundeliebhaber bin, ging mir dabei wirklich das Herz auf. Die Charaktere und die Handlung sind auch gut ausgearbeitet. Mir hat nur insgesamt einfach etwas gefehlt. Es war nett zu lesen und wie gesagt stellenweise auch sehr berührend und aufwühlend, eine tragische Geschichte über ein Mädchen, dass von ihren Eltern benutzt wird. Aber es war mir einfach im Ganzen etwas zu langatmig und auch größere Überraschungen blieben komplett aus!

Fazit: Tragische Geschichte, die zum Teil auch sehr berührt, aber für mich absolut kein "Hardcore" Buch. Zum Ende hin gibt es zwar einige härtere Szenen, aber leider war es mir insgesamt zu wenig Spannung. Es hat sich für mich mehr wie ein Familien-Drama gelesen und weniger wie ein Thriller. Wenn das allerdings beachtet, kann ich dem Buch, vor allem wegen der gut vermittelten Gefühle, passable 3,5 Sterne geben.

Anhaltende Gruselstimmung

Von: NiWa Datum : 06.05.2017

zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at

Delia Cross ist gerade mal 11 Jahre und auf dem Weg zum gefeierten Fernsehstar. Unglücklich, vom alles verzehrenden Ehrgeiz der Mutter getrieben, hält sie sich an ihrer Hündin Caity fest, in der sie mehr als den Familienhund sieht. Doch dann zerstört ein furchtbarer Unfall ihr Gesicht und selbst jetzt lassen ihr die mütterlichen Ambitionen keine Ruhe und sie steht erst recht wieder im Rampenlicht.

Obwohl dieser Roman im Heyne-Hardcore-Label erschienen ist, handelt es sich keineswegs um einen brutalen Horrorroman sondern um ein vielschichtiges Werk mit leisen Tönen, Mysteryelementen und einer Familiengeschichte.

Im Vordergrund der Handlung steht zuerst die Freundschaft von Delia und ihrem Hund Caity. Obwohl Caity eigentlich der Familienhund sein sollte, hat sie an Delia einen Narren gefressen und diese Begeisterung beruht auf Gegenseitigkeit. Sie sind beste Freunde und für Delia ist Caity ihr Lebensinhalt.

Genauso wird der Alltag eines Kinderstars thematisiert. Delia wird vom furchteinflößenden Ehrgeiz ihrer Mutter getrieben. Tanz- und Musikstunden, hier ein Vorsprechen, da ein Drehtermin - im Showbusiness hat man es nicht leicht, schon gar nicht, wenn man ein kleines Mädchen ist.

Der Horror steckt nicht im Roman, sondern in der Realität. Es ist furchtbar, wie Delia von ihrer Familie - in erster Linie von ihrer Mum - angetrieben wird. Sie nimmt ihr jeden Funken Normalität, geht bis zum Äußersten und lässt sich dabei die Sonne auf den Bauch scheinen, ohne das Mädchen nur einmal zu fragen, was sie überhaupt will.

Etwas im Hintergrund, aber ebenso wichtig, ist das Familienleben der Cross’. Der Vater und der Bruder nehmen eher Nebenrollen ein, die aber das Gesamtbild von Delias Umfeld wunderbar abrunden und der Handlung eine tiefere Note geben.

Die Handlung ist großartig und nicht einfach zu durchschauen. Mehrere Male wurde ich an der Nase herumgeführt und stellte überrascht fest, dass ein unerwarteter Weg eingeschlagen wird. Gleichzeitig hat mich die dichte Atmosphäre überzeugt. Es ist großartig, mit Delia in ihrer Welt zu versinken, ihrer Hündin Caity durch’s Fell zu kraulen, gemeinsam mit ihr nach Sternschnuppen zu schauen oder den Erwachsenen rundherum auf subtile Art einen Spiegel vorzuhalten.

Hier darf man allerdings keine Schwarzweißmalerei erwarten, sondern das Autorenduo hat auf grandiose Weise mit den Grauschattierungen der Realität gespielt. Sie zeigen, wie aus guten Vorsätzen oder der Not heraus ganz langsam eine furchtbare Situation entsteht, die als solche gar nicht gleich zu erkennen ist.

Die Tiefe der Figuren, die Dichte der Erzählung und die andauernde Spannung haben diesen Roman zu einem richtigen Highlight gemacht. Obwohl der Horror nicht in genreüblichen Elementen liegt, bauen die Autoren eine anhaltende Gruselstimmung auf, aus der es kein Entrinnen gibt. Es war mir eine Freude, Delia Cross und ihre Hündin Caity kennenzulernen, und ich kann dieses Werk mit Begeisterung weiterempfehlen.

Ein absolutes muss für Fans und die, die es noch werden wollen.

Von: Michael Merhi Datum : 04.05.2017

https://www.facebook.com/Michael-Merhi-Books-162561143909915/

Jack Ketchum - Lucky McKee | SCAR | Buchrezension | Buchtipp | Horror | Thriller | Heyne Hardcore

Video-Rezi: https://youtu.be/bxXVvD41eAY
(aboniert mein Kanal, danke ;) )

Jack Ketchums und Lucky McKee´s SCAR ist eine echte Wucht. Nach langen warten, kehrt der Meister des Horrors zurück und überrascht mit einer Geistergeschichte seine Fans - zu dem ich schon von Anfang an gehöre, mit einer ordentlichen Portion Grusel. Zwar hinkt die Story, in Zeiten wo sich Kids aller Länder mit ihren Instagram und Facebookacounts die Welt mit ihren Bildern und Statusnachrichten überfluten, aber dennoch ist die Handlung aktueller denn je.
Einfühlsam, überraschend und mit leisen Tönen beschreiben die beiden Autoren das heutige Familienleben um es am Ende in alter Ketchums Manier auseinandernehmen.
Ein absolutes muss für Fans und die, die es noch werden wollen.

Es entsprach nicht sein Genre

Von: Mara Datum : 03.05.2017

mara-ladystyle.blogspot.de/

Inhalt:
Mit elf Jahren ist Delia Cross bereits ein gefeierter Fernsehstar – aber nicht glücklich. Ihre Mutter ist von krankhaftem Ehrgeiz getrieben. Ihr Vater dem Alkohol verfallen. Ihr Bruder von Eifersucht zerfressen. Einzig der Familienhund Caity hält immer treu zu ihr. Dann droht ein tragischer Unfall, Delias Karriere für immer zunichtezumachen. Doch sogar ihre Narben werden gegen ihren Willen vermarktet. Bis sie beginnt, sich zu wehren …

Meine Meinung:
Aufgrund dieses großartige Buch Cover was ein mega Hingucker ist hat mich das Buch gleich angesprochen und auch der Inahlt darin klingt vielversprechend.
"SCAR" ist eine spannende und erschreckende Geschichte, die erzählt, wie weit Menschen für die Karriere gehen können "SCAR" konnte mich schockieren, aber auch gleichzeitig zum Nachdenken anregen.

Oft habe ich mich gefragt, wie kann eine Mutter so etwas tun? Wieso zwinge ich mein Kind zu so etwas?

Erzählt wird hier die Geschichte der Familie Cross. Während die elfjährige Delia bereits große Karriere macht und ein gefeierter Werbestar ist, wird ihr Zwillingsbruder Robbie immer neidischer und unglücklicher. Ihr Vater hängt immer mehr an der Flasche und ihre Mutter Pat ist geradezu krankhaft ehrgeizig, sodass es in der Familie alles andere als harmonisch abläuft.
Die anderen Charaktere werden sehr gut beschrieben und man konnte sich die einzelnen Personen bildlich vorstellen. Jedoch mochte ich die Mutter Pat überhaupt nicht sie wirkt eiskalt egoistisch und eine Rabenmutter wie sie mit ihrer Tochter umgeht., und gar nicht auf ihre Bedürfnisse eingeht.Aber auch der eigene Vater war nicht besser anstatt sich liebevoll um Delia zu kümmern die einen Unfall erlitten hat handeln die Eltern total bescheuert und denken nach wie sie ihre Tochter am besten vermarkten können. Dann ist es nachvollziehbar das sich Delia dagegen wert. Während dem Lesen dachte ich immer wieder sie tit mir leid lass sie doch einfachin Ruhe oder besser gesagt lass sie einfach Kind sein. Mit ihren Elf Jahren wirl´kte sie auf mich total reif, ich mochte Delia unheimlich gerne. Auch ihr Hund Caity ein wundervolle Hündin, ihr Verhältnis fand ich total niedlich da kam die Tierliebe spürbar rüber.
Der Schreibstil war leicht und flüssig zu Lesen wie ich es von Jack Ketchum auch gewohnt bin, und man konnte dieses Buch schnell in einem Rutsch durch lesen.
Jedoch habe ich was zu bemängeln es entspricht nicht sein Genre, es wurde als Horror deklariert aber für mich war es kein Horror, sondern eher wie ein Psychothriller. Der Anfang der Story fand ich ein wenig zäh es ging schleppend voran erst mit der Zeit wurde es spannender und die Geschichte nahm seinen lauf.


Fazit: http://facemot.blogspot.com/ Ein paar kleine Mängel gibt es, doch einige Stellen sind gut.
Ich kann dennoch das Buch weiter empfehlen die gerne ein Pschothriller lesen wollen

Ein eher zahmer Ketchum

Von: harakiri Datum : 28.04.2017

harakirisleseecke.jimdo.com/

Jungstar Delia steht kurz vor ihrer ersten Filmrolle, als ein tragisches Unglück passiert, aus dem sie ihr Hund Caity gerade noch retten kann. Von Narben gezeichnet ändert sich ihr Leben. Vom gefragten Model hin zur Vermarktung der Wunden. Doch irgendwann hat Delia genug und versucht sich zu wehren. Ohne Erfolg. Denn die dominante Mutter sieht ihre Felle davonschwimmen.
Erzählungen aus Sicht eines Hundes? Ungewöhnlich. Auch dieses „Wir“ in dem der Hund erzählt fand ich sehr gewöhnungsbedürftig. Das Buch startet recht ruhig und ich wartete angespannt auf die Stelle, an der das Buch seine Berechtigung für die Heyne-Hardcore-Reihe fand. Leider musste ich sehr lange warten, fast bis zum Ende. Anfangs war das Buch fast noch mystisch angehaucht, was allerdings so gar nicht zu Ketchum passt. Von ihm bin eher Blutvergießen und mehr Horror gewöhnt.
Scar erzählt von einer eigentlich intakten Familie. Doch wenn man hinter die Kulissen schaut, ist da auch nicht alles zum Besten. Vor allem Sohn Robbie leidet sehr unter der Lieblosigkeit seiner Mutter. Überhaupt kamen mir beide Eltern sehr berechnend vor, allen voran Vater Bart, der nur nach sich schaut. Mutter Pat hingegen steckt all ihre Energie in die Vermarktung ihrer Tochter und in die Liebschaft zu Agent Roman.
Eigentlich eine starke Geschichte, die Ketchum und McKee da erzählen. Allerdings eher ungewohnt für den Autor. Und wer Horror erwartet, der sei gewarnt: schaurig wird es erst weit am Ende. Allerdings gibt es dann auch noch eine kleine Überraschung, die zwar zum Buch, nicht aber zu Ketchum passt.
Fazit: man kann die Geschichte gut lesen und sie fesselt auch, allerdings sollte man wissen, dass man keinen harten Horror-Thriller bekommt, auch wenn der Titel in der Hardcore-Schiene erscheint

Eine andere Seite von Jack Ketchum. Ruhiges Familiendrama mit Mystery-Einlagen und einem gelungenen, etwas härteren Finale.

Von: Wolfgang Brunner - Buchwelten Datum : 24.04.2017

https://buchwelten.wordpress.com/

Delia ist schon in jungen Jahren ein kleiner Filmstar. Ihre Eltern, vor allem die Mutter, schert sich nicht viel um die Kindheit ihrer Tochter, sondern hat nur Reichtum, das sie mit ihr verdient, im Kopf. Die beste Freundin von Delia ist ihr Hund Caity. Als Delia nach einem Unfall entstellt wird, gibt die Familie nicht auf, sie weiter zu vermarkten und mit ihr Geld zu machen. Doch keiner von ihnen ahnt, wie tief die Freundschaft zwischen dem Mädchen und ihrem Hund in Wirklichkeit ist.

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Es ist immer wieder erstaunlich, wie wandelbar manche Autoren sind. Jack Ketchum zeigt in Zusammenarbeit mit Co-Autor Lucky McKee (mit dem er auch bereits auch den letzten Teil seiner „Beute“-Trilogie mit dem Titel „Beuterausch“verfasst hat), dass Horror auch anders funktioniert. „Scar“ ist kein Jugendbuch, aber auch kein richtiges Erwachsenenbuch, sondern bewegt sich irgendwo dazwischen, daher für mich auch nicht nachvollziehbar, warum der Roman in der Edition „Heyne Hardcore“ erschienen ist. Genausowenig wie ich wieder einmal nicht begreife, warum der im Original betiltete „The Secret Life Of Souls“ in einen „deutschen“ Titel „Scar“ umbenannt wurde. Wer kein Englisch versteht, weiß auch nicht, was „Scar“ bedeutet. Aber gut, diese Dinge haben mit dem Roman an sich nichts zu tun, stoßen mir nur immer wieder sauer auf, weil wir uns ja schließlich in Deutschland befinden und Romantitel „Das geheime Leben der Seelen“ oder „Die Narbe“ doch auch gut klingen und von den Deutschen verstanden werden.

Zurück zum Buch: „Scar“ schlägt einen sehr ruhigen, aber nichtsdestoweniger unheimlich spannenden Weg ein, der das zerrüttete Leben einer Familie, die Einsamkeit einer Kinder-Schauspielerin und eine tiefe Verbundenheit zwischen Mensch und Tier erzählt. Mit kurzen Sätzen wird eine Story erzählt, die man neugierig verfolgt. Es ist eigentlich ein Drama, das Ketchum und McKee da in einem Thrillergewand mit Horroransätzen präsentiert. Und das funktioniert außerordentlich gut. Der Roman ist in drei Teile eingeteilt, die verschiedene Entwicklungen im Berufs- und Geschäftsleben des schauspielernden Kindes behandeln. In einer Mischung aus sozialkritischen Anspielungen auf die heutige Medienbranche und einem (zwar nicht sehr tiefgehenden, aber dennoch unmissverständlichen) Familienzerfalls, wird eine Geschichte geschildert, die zum Nachdenken anregt. Denn letztendlich wird ein menschliches Leben (und noch dazu ein Kind der eigenen Familie) schlichtweg nur dazu benutzt, um eigene finanzielle Bedürfnisse zu stillen. Allein das ist schon realer Horror pur. Aber Ketchum und McKee lassen es sich nicht nehmen und streuen noch ein wenig Grusel und Mystery in ihren Plot, um in einem dramatischen und effektvollen Finale zu enden, das einem Stephen King würdig ist. Obwohl sich die Geschichte in eine esoterische Richtung bewegt, wirken die Ereignisse niemals gekünstelt, sondern auf faszinierende Weise dennoch glaubwürdig.

Wer Jack Ketchums Klassiker wie „Evil“ oder eben die „Beute“-Trilogie kennt, könnte von „Scar“ leicht enttäuscht werden, denn hier wird eindeutig ein anderer, weitaus weniger brutale Weg eingeschlagen, der aber auf andere Weise zu schockieren vermag. Manches Mal fühlte ich mich an „Blutrot“ erinnert, das für mich immer noch neben „Evil“ eines der besten Bücher von Jack Ketchum darstellt.
Die Dialoge in „Scar“ wirken oft filmreif, was wahrscheinlich daran liegt, dass Co-Autor Lucky McKee neben seiner Autorentätigkeit auch noch Drehbuchschreiber und auch Regisseur („May“, „The Woman“) ist. Gerade diese lebendigen Dialoge machen neben den kurzen, knackigen Kapiteln „Scar“ zu einem Pageturner, den man schwer aus der Hand legen möchte. Ich fühlte mich auf jeden Fall richtig wohl in der Handlung und Delia, ihr Bruder Robbie und natürlich die Hündin Caity sind mir in der kurzen Lesezeit ans Herz gewachsen. Aber auch die Antipathie gegenüber den Eltern wurde treffend geschildert. Mal ein etwas anderer Jack Ketchum.

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Fazit: Eine andere Seite von Jack Ketchum. Ruhiges Familiendrama mit Mystery-Einlagen und einem gelungenen, etwas härteren Finale.

© 2017 Wolfgang Brunner für Buchwelten

Ein Roman, mit Thriller und mystischen Elementen

Von: Anni_Book Datum : 23.04.2017

annisbookworld.blogspot.de/

Klappentext...
Die elfjährige Delia Cross wird mit verschiedenen Auftritten in diversen Werbespots zu einem Kinderstar und ihr neuer großer Auftrag ist die Hauptrolle in einer TV-Soap, die sie nun endgültig zum Star macht. Ihre über motivierte Mutter und ihr von Alkoholabhängiger Vater, leben nur noch von ihrer Tochter!
Bei einem Streich von ihrem Zwillingsbruder Robbie, kommt es zu einem Brand, bei dem Delia schwer verletzt wird und nur in letzter Sekunde von dem Familienhund Caity gerettet. Delia ist schwer entstellt und das scheint das AUS ihrer Karriere zu sein, doch ihre Mutter Pat entdeckkt schnell, dass man mit einem entstellten Kind noch viel mehr verdienen kann...

Meine Meinung...
Was für ein wahnsinnig gutes Buch!

Als erstes möchte ich sagen, wer jetzt ein Horrorbuch erwartet wird leider enttäuscht, wer aber auf Mystery und Thriller steht, der ist mit diesem Buch genau richtig!
Der Schreibstil von Jack Ketchum ist mal wieder richtig packend und ich wurde ab der ersten Seite in das Buch rein gezogen. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr beiseite legen, ich musste die ganze Zeit wissen wie es weiter geht, denn Delia ist ein so starkes kleines Mädchen und ich musste bei einigen Stellen wirklich schlucken.

Oft habe ich mich gefragt, wie kann eine Mutter so etwas tun? Wieso zwinge ich mein Kind zu so etwas? Natürlich merkt man als Leser, dass Delia schon Spaß an einigen Sachen hat, doch man erfährt auch von ihr, dass sie nie gefragt wird, ob sie das möchte!
Mich hat niemand gefragt. Mich fragt nie jemand. Selbst vor...
{Scar S. 227}
Die Verbundenheit, die sie mit Caity hat, finde ich toll. So ein inniges Verhältnis, wünscht sich doch jeder Tierbesitzer.
Wir sind hier. Wir sind zusammen. Wir sind nicht allein. {Scar S.253}
Auch die anderen Charaktere werden sehr gut beschrieben und man konnte sich die einzelnen Personen bildlich vorstellen.
Ich mochte Pat nicht und werde sie auch niemals mögen, denn für mich ist sie eine Rabenmutter, genauso wie Bart ein furchtbarer Vater ist.
Anstatt ihrem Kind nach diesem schlimmen Unfall zu helfen, überlegen sie wie Delia & Caity vermarkten könnten. Sie merken nicht einmal, wie sehr sie damit ihrer Tochter schaden oder wie sehr Rob darunter leidet!

In diesem Buch passieren so viele Dinge womit ich überhaupt nicht gerechnet hätte! Ich hatte das Gefühl ich würde in einer Achterbahn sitzen nur das die erst ganz langsam ist und dann immer schneller wird. Es gibt in diesem Buch kein langweilig oder lahm, es gibt nur schneller und höher!

Ich fand das Buch wirklich gelungen und kann es nur jedem ans Herz legen! Lest es und der Epilog, ist nochmal der Wahnsinn!

Jack Ketchum & Lucky McKee: SCAR (Heyne Hardcore)

Von: Christian Funke Datum : 19.04.2017

www.wewantmedia.de/

Dallas Mayr, besser bekannt unter seinem Pseudonym Jack Ketchum, ist ein Mensch, der seine realitätsnahen Geschichten in seinem für ihn typischen, auf Effizienz ausgerichteten Stil, punktgenau erzählt. Der ehemalige Schauspieler, Lehrer oder Holzverkäufer begann Anfang der 80‘er mit der Schreiberei, hier war sein Debüt jedoch eher dem grausamen Terror einer Kannibalen-Familie zuzuordnen, ehe er sich später mit dem auf wahre Tatsachen beruhenden Roman Evil (im Original: The Girl Next Door) einen Namen auch bei den ernsthaften Lesern und Kritikern machen konnte. Der Weg, sich an Hand eines real existierenden Falls literarisch mit diesem auseinanderzusetzen, zeichnete fortan sein Werk aus. In einem Interview, welches ich vor geraumer Zeit las, äußerte er, dass der Alltag so viele grausame Anstöße geben könne, wie er sie sich als Autor gar nicht auszudenken vermag. Lange hat es nun gedauert, bis ein neuer Roman von ihm erschien, hier nun erscheint nach einer Reihe von Kurzgeschichten und Gedichtbänden sein erneut mit Autor und Regisseur Lucky McKee gemeinsam verfasster Roman Scar. Hier erzählen die beiden Autoren die Geschichte der elfjährigen Delia, die aufgrund ihres Talents und guten Aussehens von der Mutter für Werbekampagnen und Sitcom-Auftritte vermarktet wird. Selbst ein schwerer Unfall, der das junge Mädchen entstellt, hindert die Mutter nicht daran, selbst diesen Umstand zu vermarkten.

Scar ist ein psychologisch aufgebauter Thriller, der geschickt die Blickwinkel der Familienmitglieder nutzt, um ein subtil wirkendes, komplexes Bild dieses in sich krankenden familiären Gefüges aufzubauen. Der Leser wird schnell in die Geschichte gesogen und beginnt Empathie für das Mädchen und ihren treuen Begleiter, den Hund Caity aufzubauen. Dabei überrascht die Handlung mit zahlreichen Wendungen und einer beinahe kindlichen, aber sehr emotionalen Erzählweise, die die Gedanken des Kindes geschickt in Worte fassen.

Scar (Originaltitel: The Secret Life of Souls, 2016) erscheint in einer Übersetzung von Kristof Kurz als Paperback mit Klappenbroschur bei Heyne Hardcore (336 Seiten, €14,99). Im Bonusbereich befinden sich ein Werkverzeichnis und die Kurzbiografien der Autoren.

Es ist eine der Stärken des Autors, nicht moralischer Ankläger sondern Warner zu sein. Er deutet auf Missstände, weist auf die möglichen Folgen hin, eine Meinung jedoch muss sich der Leser allerdings selber machen! Jack Ketchum ist aus der gegenwärtigen Thriller- und Horror-Literaturszene nicht mehr wegzudenken, mit seinem neusten Werk, welches ich fast als Jugendroman einordnen würde, untermauert er seinen Ruf. Ein subtil aufgebauter, clever erzählter Roman, der seinen Schrecken aus dem realitätsnahen Grauen schöpft.

Christian Funke

Sehr spannender überraschender Roman

Von: Annas besondere Welt Datum : 15.04.2017

https://www.youtube.com/channel/UC3hEK-tEGAIg5O2JiSzZTlA

Delia ist ein junges sehr hübsches Mädchen, schon seit ihrer Geburt hat sie das schönste Gesicht und Lächeln, sodass ihre Mutter Pat (Patricia) sie zu Fototerminen und kleineren Werbespots bringt, sodass sie davon leben können. Begleitet wird sie immer und überall von dem Australian Cattle Dog Caity welche sie schon als Welpen bekommen hat und Delia immer beschützt.

Jetzt hat Delia einen großen Auftrag in Sicht! Sie soll für eine Sitcom die Tochter spielen, neben einer berühmten Schauspielerin! Die ‚Eislaufmutter‘ sieht die Gelegenheit darin das große Geld mit ihrer Tochter zu machen.

Doch als das Mädchen kurz vor dem Unterschreiben des Vertrages einen gravierenden Unfall erleidet wird sie für ihr Leben entstellt und tragt schwere Narben davon im Gesicht. Pat glaubt zuerst die Karriere ihrer Tochter sei dahin, sieht dann aber auch in den Narben und der Geschichte dahinter die Chance viel und schnell Geld zu machen, wobei Delia das gar nicht mehr gefällt da es ja keine Schauspielerei mehr ist…


Ich fand dieses Buch sehr gut, man fühlt mit Delia mit kann sich gut in sie reinversetzen. Sie ist ein sehr intelligentes, wortgewandtes junges Mädchen so dass sie einem gar nicht wie zwölf vorkommt. Auch den Hund und Delias Bruder Robbie sind sehr sympathisch. Was ich mit Bart (dem Vater) anfangen soll weiß ich nicht, er kommt zwar auch gut rüber aber er steht mir doch zu sehr ‚unter dem Schlappen‘ der Frau, wie man bei uns so schön sagt.
Man entwickelt sehr schnell und das ist natürlich auch so gewollt eine Antipathie gegen die Mutter Patricia sodass man sich über das ganze Buch hinweg über sie aufregt, was ich sehr gut geschrieben finde.
Die Geschichte an sich fängt sehr harmlos aber spannend an und endetet mit einem grandiosen Finale. Es hält viele Überraschungen bereit und hat ein paar Wendungen an die ich nicht gedacht hätte. Das Buch ist eher ein mystischer Psychothriller als ein Horrorbuch, aber hält trotzdem sehr viele spannende und auch bedrückende Szenen parat.
Das Buch hat mir sehr viel Spaß gemacht und war ziemlich schnell gelesen so wie auch die anderen beiden ‚Jack Ketchum‘ Bücher die ich habe!

Kein Horror, dafür ein emotionales Buch über ein Mädchen und ihren Hund

Von: Jessi Datum : 13.04.2017

in-buechern-leben.blogspot.de/

Schreibstil

Von Jack Ketchum habe ich schon eine ganze Weile nichts mehr gehört. Mit "Evil" hat er mich vor vielen Jahren begeistern können, "Beutezeit" war aufrund der vielen Klischees dann aber eher ein Flop für mich!



Sein neues Buch, das er mit dem Autoren, Schauspieler und Regisseuren Lucky McKee hat mich vom ersten Moment brennend interessiert. Ich bin mit den Erwartungen, einen spannenden Horrorroman zu lesen, doch im Grunde ist "Scar" ein recht jugendliches Buch, das sehr emotional und tiefgründig ist und nicht mit "Evil" oder "Beutezeit" gemein hat.

Ich muss sagen, dass ich am Anfang etwas verwundert war aufrund eines Rechtschreibfehlers hinten auf dem Klappentext. In letzter Zeit hatte ich gerade bei größeren Verlagen oft das Problem mit nur oberflächlichen Lektoraten und dadurch auch Probleme beim Schreibstil. Zum Glück ließ sich "Scar" aber sehr flüssig lesen und ich war nach wenigen Seiten schon komplett in der Geschichte gefangen.

Das Buch wird aus den Sichten aller Familienmitglieder verfasst, so bekommen wir einen tiefen Einblick in die zerrüttete Beziehung zwischen Vater, Muter, den beiden Kindern und dem Hund Caity. "Scar" ist eine sehr tiefgründige Geschichte, an vielen Stellen ist sie sehr emotional und ladet zum Nachdenken über unsere heutige Gesellschaft ein!

Charaktere

- Delia -

Delia ist mit ihren 11 Jahren bereits ein gefeierter Kinderstar und wird von Job zu Job geschleift. Sie ist die große Einnahmequelle der Familie und lässt eigentlich alles mit sich machen. Ihre geliebte Hündin Caity steht ihr bei und scheint ihr einziger Freund auf dieser Welt zu sein.



Während zu Beginn der Geschichte noch alles recht unterschwellig abläuft, ändert sich alles, nach einem schrecklichen Unfall. Delia ist entstellt, doch ihre Eltern wollen weiterhin mit ihr Geld verdienen ...

Delia muss man als Leser einfach ins Herz schließen. Sie steht zwar im Fokus der Familie, aber nur, weil sie ein Goldesel ist. Sie wird beachtet, solange sie schön ist, gehorcht und einfach funktioniert. Das Leben von Delia ist kein schönes Leben. Sie hat keine Freunde, darf nicht zur Schule gehen und wird von ihrer Familie nur benutzt. Ich fand es richtig schlimm, den ganzen Druck zu spüren, der auf ihr lastet!
- Pat und Bart -

Hier haben wir Delias Eltern. Pat ist selbst sehr hübsch, aber sie hat selbst nie den Durchbruch geschafft. Also muss jetzt ihre Tochter ran. Pat symbolisiert jene strebsamen Eltern, die in ihren Kindern eine Art zweite Chance sehen, endlich Erfolg zu haben. Ich fand Pat einfach nur abartig und schrecklich, zumal sie noch einige Geheimnisse hat ...



Bart ist ähnlich egoistisch, ihm geht es aber in erster Linie ums Geld. Er kauft sich vom Geld seiner Tochter ein fettes Auto und mehrere Fernseher. Ja, er schmeißt das Geld förmlich zum Fenster raus und interessiert sich nur für den Luxus, den er sich nun leisten kann! Er war für mich ebenso abartig wie seine Frau ...

- Caity -

Caity ist der Hund der Familie und war mein absoluter Lieblingscharakter in diesem Buch. Sie und Delia verbindet eine ganz besondere Art der Freundschaft und Verbundenheit, die einfach nur mein Herz erwärmt hat.



Caity tut alles für Delia und das ist das ganze Buch über spürbar. Die Verbindung der beiden bricht auch nicht ab, als so einige schlimme Dinge passieren ...

Meine Meinung

Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit der Erwartung an das Buch gegangen bin, mal wieder einen blutigen und verstörenden Horrorroman von Jack Ketchum zu lesen, doch "Scar" ist komplett anders. Fast schon kindlich erzählt es erst einmal die Geschichte eines Mädchens, das in ihrer Familie nur als Geldquelle benutzt wird.



Durch die verschiedenen Sichtweisen bekommen wir Einblick in die gesamte Familie, einschließlich des Hundes Caity. Es wird deutlich, wie zerbrochen die Familie längst ist und von welchem Egoismus jeder einzelne geleitet wird. Beim Lesen hatte ich einen regelrechten Hass auf die Eltern, die ihr Kind so dermaßen ausnutzen und echt nur an Ruhm und Geld interessiert sind.



Interessant finde ich, dass das erste Drittel des Buches damit Spannung aufbaut, dass Delia anscheinend Angst vor Geistern in ihrem Puppenhaus hat. Caity spürt ebenfalls etwas und versucht Delia zu beschützen, doch dann kommt alles anders als gedacht und es gibt echt eine bitterböse Wendung!



Mitgefühl ist von der Familie kaum zu spüren, stattdessen sehen sie weiterhin nur ihr eigenes Leben im Vordergrund. Delia selbst entwickelt sich im Laufe der Geschichte in eine tolle Richtung - wird aber weiterhin vermarktet. Die beiden Autoren zeigen hier wieder einmal, in was für einer grauenhaften Welt wir leben. Geld und Erfolg scheint das wichtigste zu sein, dabei wird oftmals die Menschlichkeit vergessen.



Horror findet man in "Scar" überhaupt nicht. Stattdessen ist die Geschichte voller psychologischer Spannung, voller Schockmomente und voll mit Emotionen. Teilweise musste ich echt weinen, da mir die Geschichte von Delia und Caity ungemein nahe ging! Das Ende selbst ist so zwar abzusehen, aber dennoch absolut spannend und es gibt wenigstens einen Hauch Vergeltung ...



Fazit



"Scar" ist fast schon ein Jugendroman über eine zerrüttete Familie und die wundervolle Verbindung von einem Mädchen und ihrem Hund! Auch wenn ich Horror erwartet hatte, muss ich doch sagen, dass ich angenehm überrascht über diese tiefgründige und teils sehr traurige Geschichte war, die mich bestimmt noch einige Tage oder Wochen begleiten wird! Eine klare Empfehlung!