Leserstimmen zu
Die Fliedertochter

Teresa Simon

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Die Fiedertochter

Von: Christa Atma Durante aus BErn

03.07.2019

Die Fiedertochter musste lange warten. War kranke und konnte leider nichts lesen. Ich liebe dieses Buch, wir schon „ Die Olesnderfrauen“,die ich übrigens auf der FB Seite von Teresa Simon gewonnen habe! Danke! Köszönöm!

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Das Hörbuch hat mir sehr gut gefallen. Ich mag Geschichten sehr gern, wo sich das Leben von Menschen auf unerwartete Art und Weise verbindet. Ich möchte nicht zu viel verraten aber auch hier finde ich die „Lösung des Rätsels“ sehr gelungen und darüber hinaus hat es mir auch sehr viel Spaß gemacht den einzelnen Schicksalen von Pauline und Luzie zu folgen, auch wenn letztere ja wirklich in einer sehr schwierigen Zeit lebt. Es hat mir dabei besonders gut gefallen, zu lesen, wie sie für ihre Überzeugungen und Wünsche eintritt. Auch die Vorbestimme war sehr angenehm. Ich kann dieses Hörbuch daher nur weiter empfehlen.

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"Weder die Vernunft, noch die Schrift lehrt, daß man jedes gegebene Versprechen halten müsse." (Baruch de Spinoza) Berlin 2018: Antonia soll zu einer Beerdigung und wegen einem Erbe nach Wien. Doch ihr gesundheitlicher Zustand erlauben es nicht das sie diese lange Reise antritt, deshalb schickt sie die 30-jährige Paulina Wilke eine langjährige Freundin für sie hin. Noch ahnen sie beide nicht das dieses Erbstück ihr beider Leben verändern wird. In Wien angekommen wird sie liebevoll von der Familie Brunner aufgenommen. Lediglich das sie dort die identische Schneekugel, vorfindet, macht Paulina stutzig. Wien 1936: Die junge Sängerin und Halbjüdin Luzie Kühn muss Berlin und ihre geliebten Großeltern verlassen. Insbesondere vor Göbbels der Luzie verehrt und nachstellt, hat sie Angst. Sie befürchtet, dass er irgendwann womöglich ihre jüdische Herkunft herausfinden könnte. Noch ahnt sie nicht das die Spannungen zwischen Österreich und Deutschland ebenfalls zunehmen und sie in Wien genauso in Gefahr kommen könnte. Derweil wird sie bei Familie Brunner gut aufgenommen, bis sie die jüdische Vergangenheit nicht mehr verschleiern kann. Zudem lernt sie den Juden Bela Król kennen und lieben, dieser bekommt vor allem von seinem Kollegen aus dem Theater Probleme. Meine Meinung: Bisher kannte ich die Autorin, bzw. ihre Bücher nur vom sehen, doch das sollte sich nun ändern. Das schöne blumige Cover mit dem Flieder, den die junge Frau in der Hand hält, passte sehr gut zur Geschichte. Fliedertochter ist der vierte historische Roman der Autorin, der diesmal nach Wien führte, zum einen in der Gegenwart und in der Zeit des Dritten Reichs. Im Plot ging es um eine geheimnisvolle Erbschaft, Verrat, Freundschaft, Krieg, Nationalsozialismus, Hass, Judenverfolgung, Liebe und ein Versprechen. Ich empfand das gekürzte Hörbuch von nicht ganz 10 Stunden ausreichend und die warmherzige Stimme von Christiane Marx als recht angenehm. Die Geschichte mit den verschiedenen Handlungen war sehr gut durchdacht und umgesetzt, insbesondere der historische Teil empfand ich grandios recherchiert. Eingeteilt in Gegenwart bei der ich Paulina und im Nebenstrang ihre Mutter Simone auf der Pilgerfahrt erlebte und der Vergangenheit mit Luzie, Bela und Richard. Ich habe inzwischen schon viele Biografien von Holocaustüberlebenden gelesen, die mich emotional bewegten, doch selten wurde ich von einem Roman so berührt. Besonders Luzies Erlebnisse und ihr Schicksal gingen mir nahe, sodass ich besonders im letzten Drittel häufig mit Taschentuch vor dem Player saß. Was Luzies, Bela und Richard erlebt hatten, zeigte das Leben von vielen Juden in dieser Zeit auf. Das Vermächtnis des Tagebuchs zeichnete ein wirklich bewegendes Leben auf. Doch es offenbarte zudem eine starke Frau, die schon recht jung ihr Leben selbst in die Hand nehmen musste. Auch die Liebesgeschichte von Paulina und Tamesch, die zusammen mit Moritz Brunner einen Film über die Spuren von Luzie in Wien drehten, gefiel mir recht gut. Zu lesen wie es in Österreich in Kriegszeiten und danach zuging, speziell auch in Wien war schon etwas ganz besonderes für mich. Was es mit den nostalgischen, geheimnisvollen Schneekugeln und dem Versprechen auf sich hatte, erfährt man erst nach und nach. Bewegt hat mich außerdem Paulinas Mutter Simone die vor Jahren ihrer todkranken Freundin ein Versprechen gegeben musste und das nun immer mehr zu bröckeln begann. Auch die Charaktere waren sehr gut dargestellt, besonders die Frauenbilder wurden hier stark hervorgehoben. Allen voran die smarte, dynamische, ehrgeizige Paulina und die liebenswerte, zuverlässige Luzie. Ein Hörbuch das ich jedem empfehlen kann der mehr über das Dritte Reich, Judenverfolgung und Nationalsozialismus erfahren möchte. Und von mir gibt es obendrein 5 von 5 Sterne.

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Soeben habe ich dieses schöne Buch zu einem wichtigen Thema – gerade jetzt wieder in den Tagen nach der Wahl – zugeklappt und muss sagen, dass die engagierte und sehr sympathische Autorin Teresa Simon mit jedem Buch besser wird. Soweit das überhaupt noch möglich ist! Der Roman spielt – wie schon im Klappentext beschrieben – auf zwei Zeitebenen, die beide auf ihre Weise beeindrucken. Während die Gegenwart sich mit der jungen Paulina Wilke als Hauptprotogonistin beschäftigt, die etwas ungewollt in einen Strudel alter Erinnerungen reingezogen wird, behandelt die Vergangenheit ein leider sehr bedrückendes Thema unserer Geschichte. Paulina begibt sich mit dem blauen Tagebuch von der bisher unbekannten Luzie auf Spurensuche in der herrlichen Stadt Wien, die in den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts leider auch Schauplatz der Verbrechen der braunen Nazidiktatur wurde. Geschrieben ist der Roman aus einer Mischung von Tagebucheinträgen und normalen Textpassagen, sodass man als Leser fast das Gefühl haben kann, selbst in Wien mit dem Buch in der Hand zu sitzen und zu lesen. Schnell wird klar, warum Pauline und einige wichtige Personen um sie herum so fasziniert sind davon. Ich empfehle jedem Fan von Romanen mit geschichtlichem Hintergrund einen Blick in dieses besondere Buch zu werfen, es lohnt sich. Lasst euch nicht abhalten von dem – meiner Meinung nach – leider etwas kitschigen Cover, ich glaube, das hat die Autorin nicht zu verantworten. Von mir eine absolute Leseempfehlung.

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Berlin 1936. Luzie Kühn ist mit Leib und Seele Revue-Sängerin. Hier hat sie ihre offenen, toleranten und humorvollen Freunde gefunden. Ihre Großeltern, die sie nach dem Tod ihrer Eltern aufgezogen haben, lesen ihr jeden Wunsch von den Augen ab. AUF DER FLUCHT VOR DEN NAZIS Eigentlich ist alles perfekt, gäbe es die Nazis nicht. Immer offener zeigen sie ihren Hass. Eine Gefahr für Luzie und ihre Familie und Freunde. Denn Luzie ist Halbjüdin, ihre Großeltern, wenn auch nicht religiös so doch jüdischen Glaubens. Schweren Herzens beschließt sie, dem Rat ihrer geliebten Großeltern zu folgen und Zuflucht in bei Verwandten in Österreich zu suchen. Dass sie damit ihr Schicksal nur hinauszögern aber nicht aufhalten kann, ahnt die junge Frau bei ihrer Abreise noch nicht. Bewegend und mit perfektem Timing Besser hätte ich den Zeitpunkt, dieses Buch zu lesen nicht wählen können. Eben erst hat Vizekanzler und FPÖ-Chef Österreich in eine tiefe politische Krise manövriert. Ein Ergebnis des beständigen Rechtsrucks unserer Nachbarn. Morgen, am 27.05.2019, muss sich Bundeskanzler Sebastian Kurz die Vertrauensfrage stellen lassen. Wie es dann weitergehen wird, muss sich zeigen. Hoffen wir, dass der Skandal viele Menschen zum Umdenken und zum Festhalten an einer demokratischen Grundordnung bringen wird. Setzt sich der Rechtsdrall fort, kann das, was Luzie in den 30er und 40er Jahren erlebt hat erlebt, wieder zum Alltag werden. Nicht nur in Österreich. Diese Woche warnte der deutsche Antisemitismusbeauftragte Juden davor, überall Kippa zu tragen. So weit sind wir schon wieder. Würde Luzie noch leben, es würde sie schütteln. Wer jetzt denkt, Die Fliedertochter sei eine Kriegsgeschichte mit erhobenem Zeigefinger, der irrt. Teresa Simon hat ein ruhiges, äußerst liebenswertes Buch geschrieben, in dem sie Vergangenheit und Gegenwart leichtfüßig miteinander verknüpft. ICH BIN BEGEISTERT! Die Fliedertochter hat mich ebenso in seinen Bann gezogen wie Luzies blaues Tagebuch Paulina. Ich habe mitgeschmunzelt und mitgelitten. Hätte es bei mir je Zweifel gegeben, dass Nazis nie wieder das Sagen haben dürfen, wäre ich nach der Lektüre dieses Buches geläutert. Die Fliedertochter von Teresa Simon ist einfach ein bezauberndes Buch. Egal, ob man es mit oder ohne politischen Hintergrund liest. Ich empfehle es sehr gern weiter!

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In "Die Fliedertochter" begleiten wir zwei Frauen auf ihrer Reise von Berlin nach Wien. 1936 beschließt die Halbjüdin Luzie Berlin zu verlassen und in Wien ein neues Leben als Künstlerin zu beginnen. Sie findet dort Freunde, Familie und die Liebe, aber auch unendliches Leid. 2018 macht sich Paulina dann auf den Weg nach Wien um dort für ihre großmütterliche Freundin Antonia ein Tagebuch in Empfang zu nehmen und auf den Spuren Luzies Wien zu erkunden. Auch für sie ändert sich durch diese Reise vieles im Leben. Teresa Simon nimmt uns mit, und das im doppelten Sinn. Einmal begleiten wir Paulina und Luzie durch das Wien ihrer Zeit und zusätzlich leiden wir mit Luzie unter den Umständen und Grausamkeiten, die Wien während der Nazizeit beherrscht haben. Cover und Klappentext versprechen einen Familienroman, in dem diverse Geheimnisse aufgedeckt werden. Das Buch ist jedoch viel mehr. Es ist ein Zeichen gegen das Vergessen. Es zeigt wie schlimm die Judenverfolgung in Wien losbrach, als Österreich "heim ins Reich" geholt wurde. Und wie es trotzdem möglich ist, in dieser Zeit seine Menschlichkeit zu behalten. Luzie trifft auf Menschen, die sie hassen und quälen, aber sie hat auch Menschen an ihrer Seite, die unbedingt für sie da sind und ihr helfen. Paulinas Geschichte bringt Licht ins Dunkel von Luzies Geschichte. Mit ihr erleben wir das moderne Wien, das mit kulinarischen Köstlichkeiten, einer wunderbaren Stadt und tollen Plätzen zum Verweilen einlädt. Paulina orientiert sich hier neu, findet die Liebe und auch ihre Familie neu. Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Der Wechsel zwischen hell und dunkel, fröhlichem hier und jetzt und der bedrohlichen Vergangenheit ist der Autorin ganz hervorragend gelungen. Durch die Zeitsprünge hat man immer wieder die Möglichkeit, das Gelesene sacken zu lassen. Der Schreibstil ist einfach toll, ich hatte Wien und auch Berlin sofort vor Augen. Die handelnden Personen waren gut ausgearbeitet und auch die Nebenfiguren hatten ein Gesicht und eine Geschichte. Für mich ist dieses Buch auf jeden Fall eines meiner Jahreshighlights. Da ich von der Autorin sonst noch nichts gelesen habe, wandern ihre weiteren Bücher auf meine to-read-Liste. Von mir eine absolute Leseempfehlung für dieses berührende Buch!

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Ganz stark!

Von: unclethom

13.05.2019

„Die Fliedertochter“ ist der nunmehr vierte Band der Reihe aus der Feder von Teresa Simon, in der sie jedes Mal eine starke Frau zur Hauptfigur macht. Der mir hier vorliegende vierte Band ist zugleich, für mich der stärkste. Das Buch ist weitestgehend in zwei Erzählsträngen erzählt, der eine im heute, mit der Hauptfigur der Paulina, einer jungen Frau für die am Ende des Buches nichts mehr so ist wie zu Beginn. Und der zweite Erzählstrang, mit der Hauptfigur der Luzie, spielt von Mitte/Ende der dreißiger Jahre, bis etwa zum Ende des zweiten Weltkriegs. Ganz so wie man es von Teresa Simon kennt, gelingt es ihr den Leser schnell zu fesseln. Es gelang mir nur selten das Buch aus der Hand zu legen, zu neugierig machte mich die Story. Für mich das Highlight waren die Einträge aus Luzies Tagebuch, welches Paulina zu lesen bekam. Großartig gezeichnet die beiden Frauen, die bei sehr real und echt wirken. Auf der einen Seite die junge Paulina im heute, die man oft in Luzie wiederentdeckte. Und auf der anderen Seite Luzie, deren Schicksal im dritten Reich sehr betroffen machte. Den wie üblich toll beschriebenen Schauplätzen konnte man sehr gut folgen und wie gewohnt hatte ich direkt ein Bild vor Augen. Das Buch ist kein Buch welches man mal eben so weg lesen sollte, sondern vielmehr sollte man es lesen und insbesondere Luzies Geschichte sollte man zum Anlass nehmen darüber nachzudenken. Luzies Geschichte soll mahnen, dass dies wie im dritten Reich nie wieder geschehen darf. Es ist auch eine Geschichte wider dem Vergessen. Insgesamt wurde ich wieder aufs Beste unterhalten und so ist es logisch, dass ich hier 5 von 5 Sternen sowie eine Leseempfehlung vergebe.

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Der neuesten Roman von Terese Simon spielt in Wien zu Zeiten des zweiten Weltkrieges. Die Geschehnisse haben mich so in ihren Bann gezogen, dass ich nur kurz das Buch aus den Händen legen konnte. Wieder präsentiert die Autorin eine absolut stimmige Geschichte. Zwei Zeitstränge, 1936 und 2018, verweben sich zu einer sehr berührenden Geschichte um zwei Frauen – zwei Leben. 1936 zeigt sich auch Wien schon bald im Nazi-Glanz und bringt die Härten und Greuel des Regimes mit sich. Für viele von uns sind die “wienerischen Härten gegen die Juden” unbekannt. Paulina macht sich 2018 ungewollt auf die Suche nach ihren Wurzeln. So verbinden sich die Leben von Luzie und Paulina zu einer rundum gelungen Geschichte. Und auch in diesem Buch finden sich im Anhang leckere Rezepte. Diesmal sind es pikante und süße Gerichte aus Wien. Ich habe einige ausprobiert und finde besonders die Wiener Serviettenknödel erwähnenswert. Fazit: Teresa Simon schafft es, gänzlich ohne den Finger zu erheben, in ihren Romanen den Krieg in all seinen Greueln und Qualen für die Menschen zu zeigen. Alles in mir ruft: NEIN, nie wieder Krieg. Leute macht die Augen auf, nichts rechtfertigt diese Grausamkeiten! Allen, die einen guten Roman mit viel Geschichte und Leben lesen möchten, kann ich diese Bücher ans Herz legen. Tipp: Wer mehr von Teresa Simon lesen möchte, dem lege ich noch “Die Frauen der Rosenvilla”, “Die Holunderschwestern” und "Die Oleanderfrauen" ans Herz.

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