Leserstimmen zu
Feinde

Susanne Saygin

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Zwei Roma werden tot und in eindeutiger Pose auf einem Schrottplatz gefunden. Can Arat und seine Chefin Simone bekommen den Fall zugeteilt. Die beiden Roma waren Schrottsammler, keine Stricher, aber die anderen Schrottsammler sagen kein Wort. Can und Simone klappern in tagelanger Kleinstarbeit bekannte Adressen ab, doch die Gemeinschaft der Sinti und Roma schweigt. Dann werden zwei weitere tote Roma gefunden, gleiche Pose, in einem Müllcontainer. Doch die Ermittlungen schwachen ab, ein Anschlag, bei dem ein kleines Mädchen getötet wurde, zieht alle polizeilichen Ressourcen auf sich. Dann meldet sich doch ein junger Roma, der Anhaltspunkte liefert. Diese führen in die Baubranche, zu bekannten Namen, Männern die scheinbar eine weiße Weste haben. Derweil Simone sich von den Oberen zurückpfeifen lässt, ermittelt Can – suspendiert – weiter und kommt dabei nicht nur den Machenschaften der Bauherren auf die Spur, sondern auch ungeklärten Ereignissen in seiner eigenen Vergangenheit. Can Arat ist erst spät in den Polizeidienst eingetreten, ist davor ein wenig gestromert, war mal hier, mal da, gehörte zu einem Kreis um Künstler und Bohemians. Er hat kaum Bindungen, seine Mutter ist tot, sein Vater neu verheiratet in der Türkei, in einer Wohngemeinschaft lebt er mit Isa, eine, die aus dem Kreis der Bohemians übrig ist. Der neue Fall scheint erst nur ein Fall wie jeder andere zu sein, doch schon bald verbindet er sich mit Cans Vergangenheit, als er gleichzeitig beginnt, in der Akte von Marie zu schnüffeln, seiner früheren Liebe, die ermordet wurde. Can scheint unnahbar, wortkarg, unnachgiebig. Einzig seine Kopfschmerzen zwingen ihn auszuruhen, bis auch hier der Grund gefunden ist. Auch wenn sich das nun auf den ersten Blick unwahrscheinlich anhört, dass der Fall Verbindung zu Can hat, fügen sich die Zahnräder der Ermittlung nach und nach ineinander und offenbaren einen groß angelegten Coup in der Baubranche. Can stochert und wühlt, greift auf alte Freunde zurück, reist sogar mit falscher Identität nach Rumänien. Eine gefährliche Ermittlung, denn nicht nur die Handlanger sind nicht zimperlich, auch die großen Bosse halten sich nicht zurück, wenn auch hintergründiger. Bedrohungen des gut funktionierenden und finanziell lohnenden Systems werden ausgeschaltet, ob nun durch Schläger oder indirekte Drohungen. Man folgt Can durch Köln, von Flüchtlingsheimen zum sozialen Wohnungsbau, über Nobelpuff mit Extras zurück zum Präsidium, mit Zwischenaufenthalt im Krankenhaus direkt rein in seine Vergangenheit. Immer wieder werden Passagen daraus eingestreut, wie er Marie kennen gelernt hat, wie er deren Mitbewohner kennen gelernt hat, wie die Beziehung zerbricht – und dann beginnt es von neuem, nur mit Isa als Mittelpunkt. Keine Abschweifungen, sondern wichtig, nicht nur um zu verstehen, warum Can ist wie er ist, sondern elementar für die Ermittlung. Ermittlung und Privates zu verweben macht nicht immer Sinn, doch hier fügt es sich nahtlos zusammen und nimmt einen mit auf einen fast selbstmörderischen Trip, für den Versuch ein mächtiges Verbrechenskartell zu Fall zu bringen. Nicht atemlos, aber mit gehörigem Druck, um weiterzulesen, mit dem Ziel immer mehr Verflechtungen aufzudecken, an der Seite von Can, an der Seite der Gerechtigkeit. Man fiebert mit und möchte, dass denen, die sich nicht wehren können, Gerechtigkeit widerfährt, dass nicht immer die Reichen und Mächtigen gewinnen und die Armen noch mehr in den Dreck stoßen. Fazit: Ein sehr gelungener Debütroman, der einen mitnimmt und fesselt – der Kampf der Gerechten, für die, welche sich nicht wehren können, um den Mächtigen Einhalt zu gebieten. Ein Kampf, so alt wie die Menschheit, aber neu und spannend interpretiert. Ich will doch hoffen, dass wir von der Autorin auf jeden Fall noch mehr hören!

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Can und seine Chefin Simone werden zu einem Doppelmord gerufen - 2 Roma-Männer in sehr eindeutiger Pose werden aufgefunden. Wer die Opfer sind, woher sie kommen, warum ihnen das widerfahren ist - das herauszufinden ist nun die Aufgabe von Can und Simone und sie tappen im Dunkeln. Zeugen gibt es, aber die haben zu große Angst und wollen nichts verraten... Im Laufe ihrer Ermittlungen bemerken Can und Simone sehr schnell, dass es hier um mehr als Mord geht ... um Menschenhandel, billige Arbeitskräfte, Subventionen der EU abschöpfen, Leben zu zerstören ... und diese Machenschaften ziehen ihre Kreise bis ganz nach oben ... Ich möchte mich beim Heyne Verlag sowie dem Bloggerportal und Random House für das Rezensionsexemplar bedanken. (Dies hat keine Auswirkungen auf meine Rezension!) Zu Beginn ist es etwas holprig, man weiß nicht so genau, wohin die Geschichte führen wird, auch muss man sich an Can und Simone etwas gewöhnen, da sie als Team sehr eigen miteinander umgehen - aber genau hier liegt auch der Charme der Ermittler - sie reden wie ihnen der Mund gewachsen ist, haben Ecken und Kanten und ihre privaten Probleme, die sie eben auch belasten. Der Schreibstil an sich ist flüssig, sehr gut verständlich, und von Seite zu Seite packt er einen auch immer mehr, bis man das Buch nur sehr ungern aus der Hand legt. Ein besonderes Augenmerkt legt die Autorin gekonnt auf die offenen Grenzen, auf den Rechtsdruck, der nicht nur in Deutschland wieder zunimmt, auf die Möglichkeiten, die EU zu "bescheißen" und welche dunklen Geschäfte möglich sind. Und gerade hier, wie auch in der Realität - man kommt sehr schwer an die "ganz dort oben" heran. Die jahrelangen Recherchen der Autorin haben sich auf jeden Fall ausgezahlt, was man diesem Thriller auch deutlich anmerkt. Man sollte sich vielleicht auch für den "Blick über den Tellerrand" interessieren, sich mit Politik und Gesellschaft etwas auskennen, damit man diesen Thriller auch gerne liest. Ein Thriller, der einem den eigenen Spiegel vorhält, der zeigt dass Rechts ebenso Mist ist wie zuviel Links, dass man einen gehobenen Lebensstandard meist auf Kosten von anderen Menschen lebt, die für Dumpinglöhne und kaum überleben jede Arbeit annehmen und dabei ausgebeutet werden. Mich konnte dieser Thriller auf ganzer Linie überzeugen, packen und auch schockieren und ich kann ihn daher nur empfehlen!

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Can und seine Chefin Simone werden zu einem Doppelmord gerufen- 2 Roma Männer in sehr eindeutiger Pose werden aufgefunden. Wer die Opfer sind, woher sie kommen, warum ihnen das widerfahren ist- das ist nun die Aufgabe von Can und Simone und sie tappen im Dunkeln. Zeugen gibt es, aber die haben zu grosse Angst und wollen nichts verraten... Im Laufe ihrer Ermittlungen bemerken Can und Simone sehr schnell dass es hier um mehr als Mord geht..um Menschenhandel, billige Arbeitskräfte, Subventionen der EU abschöpfen, Leben zu zerstören... und diese Machenschaften ziehen ihre Kreise bis ganz nach oben... Ich möchte mich bei dem Heyne Verlag sowie dem Bloggerportal und Random House für das Rezensionsexemplar bedanken. (Dies hat keine Auswirkungen auf meine Rezension!) Zu Beginn ist es etwas holprig, man weiss nicht so genau wohin die Geschichte führen wird, auch muss man sich an Can und Simone etwas gewöhnen da sie als Team sehr eigen miteinander umgehen- aber genau hier liegt auch der Charme der Ermittler- sie reden wie ihnen der Mund gewachsen sind, haben Ecken und Kanten und ihre privaten Probleme die sie eben auch belasten. Der Schreibstil an sich ist flüssig, sehr gut verständlich, und von Seite zu Seite packt er einen auch immer mehr bis man das Buch nur sehr ungern aus der Hand legt. Ein besonderes Augenmerkt legt die Autorin gekonnt auf die offenen Grenzen, auf den Rechtsdruck der nicht nur in Deutschland wieder zunimmt, auf die Möglichkeiten die EU zu "bescheissen" und welche dunklen Geschäfte möglich sind. Und gerade hier, wie auch in der Realität- man kommt sehr schwer an die "ganz dort oben" heran. Die jahrelangen Recherchen der Autorin haben sich auf jeden Fall ausgezahlt was man diesem Thriller auch deutlich anmerkt. Man sollte sich vielleicht auch für den "Blick über den Tellerrand" interessieren, sich mit Politik und Gesellschaft etwas auskennen damit man diesen Thriller auch gerne liest. Ein Thriller der einem den eigenen Spiegel vorhält, der zeigt dass Rechts ebenso Mist ist wie zuviel Links, dass man einen gehobenen Lebensstandard meist auf Kosten von anderen Menschen lebt die für Dumpinglöhne und kaum überleben jede Arbeit annehmen und dabei ausgebeutet werden. Mich konnte dieser Thriller auf ganzer Linie überzeugen, packen und auch schockieren und ich kann ihn daher nur empfehlen!

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Can Arat, Kriminalhauptkommissar bei der Kölner Kripo, ist einer der untypischen Typen. Türkischstämmig, mit festen Wurzel in dieser Stadt, einem guten Freundes- und Bekanntenkreis und Kollegen und Kolleginnen, auf die er sich verlassen kann. Er wohnt zusammen mit dieser Isa und doch sind sie kein Liebespaar. Seine Liebe war Marie, wegen der er noch immer Alpträume hat. Kopfschmerzen sind sein täglich schlechtes Gewissen und nur dank Schmerzmittel kann er es unterdrücken. Was ihn aber so richtig ausmacht, ist sein Wirken inmitten der täglichen Dienste. Es ist in einem grausamem Doppelmord zu ermitteln und das bitte schnellstmöglich, sonst kommt der Fall zu den Akten. Die Opfer waren zu „uninteressant“, ohne Lobby und nach Meinung so manchem eh nur Abschaum und Ballast. Can ist das, ganz salopp gesagt, scheißegal. Er will diese Morde aufklären, doch dafür muss er und seine direkte Vorgesetzte Simone erst einmal viel recherchieren. Das Milieu, aus dem die Ermordeten stammen ist deutlich sichtbar und doch will keiner hinschauen. Roma und Sinti, billige Arbeitskräfte, angelockt um dann auf dem Arbeiterstrich zu landen und in heruntergekommenen Mietskasernen – eine effiziente Geldmaschinerie, nur eben nicht für diese Menschen. "Das macht keinen Unterschied für euch, richtig? Deutsche Sinti, bulgarische Roma – alles eine Zigeunersoße. Ein hoch auf die Sippenhaft!" (S. 83) Dieser Thriller ist eine ungeschönte und schonungslose Darstellung des Milieus um die Untersten der Gesellschaft. Ganze Familien am Abgrund des täglichen Überlebenskampfes. Durchs Cans und Simones Recherchen begegnet man all diesen Schicksalen, die zwischen Apathie, Resignation und dem alltäglichen Wahnsinn aus Gewalt und Gegengewalt in ihren eigenen Welten hausen. Es ist das betreten dieser heruntergekommenen Häusern, genau wie so mancher Villa. Die Türen die geöffnet werden, lassen doch niemanden herein – eine eingeschworene Gemeinschaft, die nur aus einem einzigen Grund zusammenhalten – Angst. Can ist der Typ Ermittler, der genau hinschaut. Seine Ermittlungsmethoden sind geprägt von dem Wunsch mehr zu Hintergründen zu erfahren und der eigenen Erfahrung, wie mit wem umzugehen ist. Vieles was er sieht und hört schockiert ihn mindestens genauso sehr wie die Leserschaft. Die Vergangenheit der Roma und Sinti. Ihre Schicksale vor und während des 2. Weltkrieges und das damit, nach Friedenschluss, dennoch kein Ende war. Vorurteile en masse! Es geht um üble Machenschaften, bei denen ein Menschenleben nichts zählt und Geld über allem steht. Can beginnt Dinge aufzudecken, die ihn in große Gefahr bringen und auch diese Sache mit seiner ehemaligen Freundin Marie beschäftigt ihn immer mehr. In Rückblicken erfährt man Stück für Stück was das für eine Freundschaft war, wie und warum sie endete und welch Schicksal Marie widerfuhr. Harter Toback und eine entsprechend derbe Sprache. Was im Buch geschieht und dargestellt wird ist kein Zuckerschlecken, sondern harte Fakten. Die Autorin Susanne Saygin hat trotz der grausamen Detail doch viel Liebe zwischen die Zeilen geschrieben. Can wirkt einsam und verlassen, bekommt aber durch Isa eine ungewöhnliche Frau an seine Seite. Beide leben aneinander vorbei und doch haben sie etwas, das sich im Buch offenbart, gemein. Eine tolle Freundschaft, die allerdings auf eine harte Probe gestellt wird. Man sollte durch diese Aussage allerdings nicht meinen, dass es eine kitschige Romanze im Buch gibt. "Das ist Mafia, Herr Kriminalhauptkommissar! Hausgemachte, deutsche Mafia! Glaubst du wirklich, du kommst da allein gegen an?" (S. 339) Die Sprache im Buch hat mich komplett abgeholt. Kein Schickimicki oder friedfertiges Umschreiben von Personen, Orten oder Begebenheiten. Die Autorin ist gnadenlos mit allem und lässt durch Can und andere Charaktere viel Authentizität einfließen. Das kommt in Sachen Umgangssprache genauso ehrlich rüber wie in Slang oder Dialekten. Es wirkte nie billig oder vulgär, derb und hart dagegen auf jeden Fall, aber es passt immer ins Bild. Das Thema Rassismus kommt in seinen Facetten genauso zur Sprache wie Korruption und Ausbeutung. Ein Thriller, in dem es nicht um einen irren Serienkiller geht oder übertrieben zelebrierte Gewalttaten geht – wobei Gewalt und deren Folgen im Buch deutlich zu finden ist. Die Ware Mensch ist Dreh- und Angelpunkt im Buch. Billige Arbeitskräfte, ausgebeutet um noch mehr Profit rauszuschlagen. Frauen, die als Prostituierte nur noch ihrem Zuhälter, oder der dahinter stehenden Organisation gehören. Selbst vor Kindern wird in beiden Fällen kein Halt gemacht. Es war schon klar, dass Can da einer großen Sache auf die Spur kommen wird, dieses Ausmaß habe ich aber nicht erwartet. Das Cover empfinde ist als sehr passend. „FEINDE“ als Aussage, die man sehr vielfältig interpretieren kann und dieses eine, sehr entschlossen wirkende und präsente Auge, haben mich magisch angezogen. Ein starker menschlicher Charakter, der doch mit seinen Schwächen dargestellt wird, was ihm etwas besonderes gab. Definitiv ein spannender Thriller. 22 Kapitel auf 351 Seiten verteilt, spornen einen geradezu an, immer tiefer und weiter in diese Geschichte abzutauchen. Rezension verfasst von © Kerstin

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gut recherchierter, packender Roman

Von: Alice

15.12.2018

Spannend vom Anfang bis zum Schluss. Man wird sofort mitgerissen in einen Strudel von Mord, Korruption, Menschenhandel und der Macht von Beziehungen - ein erbarmungsloses Abbild der heutigen Zeit, selbst die Polizei scheint machtlos zu sein, fungiert im Grunde nur als Marionette der Wirtschaftsbosse. Dieser Roman greift schonungslos die Dinge auf, vor denen wir nur zu gern unsere Augen verschließen. Das Ende fand ich nicht so gelungen, auf den letzten ca. 100 Seiten hatte ich das Gefühl, dass eine Auflösung die andere jagt und es vielleicht hilfreich gewesen wäre, wenn man sich für manche Dinge doch ein wenig mehr Zeit genommen hätte. Nichtsdestotrotz sehr empfehlenswert!

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Köln. Can und Simone von der Mordkommission werden zu einem mysteriösen Leichenfund gerufen. Die Spur führt ins Roma-Milieu. Zumindest auf den ersten Blick. Aber die Drahtzieher haben noch viel mehr Leichen im Keller. Ein politisch brisanter Wettlauf mit der Zeit beginnt. Der Tag fängt für die Polizisten Can und Simone gut an. Vor dem Wertstoffhof wurden zwei Tote gefunden, mit Paketband zu einer obszönen Inszenierung verbunden. Schnell führen die Ermittlungen zum bulgarischen “Arbeiterstrich”, Menschen, die – häufig mit unklarem Bleibestatus – händeringend nach jeder Arbeit greifen. Tag für Tag. EIN TIEFER BLICK IN MENSCHENVERACHTENDE NETZWERKE Vermutlich hat jede und jeder von uns schon mal etwas vom sogenannten Arbeitsstrich gehört oder eine Reportage dazu gesehen. Gleiches gilt für die Zwangsprostitution von Kindern und Erwachsenen. Auch die Tatsache, dass die Opfer dieser Ausbeutung in den ärmsten Ländern rekrutiert, dass ihre Hoffnungen auf ein besseres Leben gnadenlos ausgenutzt werden, dürfte nicht neu sein. Susanne Saygin hat all diese Informationsbrocken nach mehrjähriger Recherche zu einem beeindruckenden und beängstigenden Bild verwoben. Zwar betont Susanne Saygin, dass Handlungen und Personen frei erfunden sind und dass sie kein Sachbuch geschrieben hat, aber vieles aus Feinde kann ich mir erschreckend problemlos genau so vorstellen. Auch, dass prominente Verbrecher politisch gedeckt werden. DIESE REALITÄT MACHT ANGST Feinde von Susanne Saygin hat mich abwechselnd traurig und wütend gemacht. Die Story hat mich frustriert und mir Angst gemacht. Weil sie so realistisch ist, weil sie Abgründe zeigt, für die ich mich im Alltag blind stellen kann, wenn ich es möchte. In diesem Buch werden sie so grell ausgeleuchtet, dass die Leserinnen und Leser sich ihnen stellen müssen. Was ich sehr gut und sehr wichtig finde, was aber empfindsame Gemüter vielleicht überfordern könnte. Dafür bekommt Feinde von Susanne Saygin eine absolute Leseempfehlung von mir.

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Feinde

Von: Christin

10.12.2018

Hätte nicht die vielen Verwicklungen und überraschenden Zusammenhänge erwartet. Das Buch gibt Einsicht in viele, auch sicher jetzt aktuelle Dinge, die bei näherer Betrachtung Verständnis und Mitgefühl für die Umstände, fremd in einem Land zu sein, vermitteln.

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Weniger ist manchmal mehr

Von: Schwarzes Schaf

29.10.2018

Tief drinnen ist die Geschichte interessant, die Idee jedenfalls. Aber für meinen Geschmack gibt es viel zu viele Füllsel, Dinge, die nicht wirklich zur Handlung gehören, die nicht wirklich interessant sind und den Anschein wecken, als sollten Seiten gefüllt werden. Auch die aufgepuschte Ausdrucksweise, wie die Kommissare reden, sowas von obercool, gefällt mir nicht. Bei diesem Buch bekam ich Lust es umzuschreiben, sodass aus der guten Grundidee ein spannender, flüssiger Roman und ein echter Krimi wird. Weniger ist manchmal mehr.

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