Leserstimmen zu
Das Licht der Insel

Jean E. Pendziwol

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Vergangenheit: Emily und Elizabeth sind Zwillingsschwestern und leben mit Ihren beiden Brüdern und Eltern auf der Insel Porphyry. Der Vater ist dort Leuchtturmwärter und alle lieben die raue Einsamkeit. Doch Emily ist anders. Sie spricht nicht und ist ganz in Ihrer eigenen Welt gefangen. Elizabeth fühlt sich für Ihre Schwester verantwortlich und weicht nicht von Ihrer Seite. Bis eines Tages ein schreckliches Ereignis alles auseinander reißt. Gegenwart: Morgan lebt in einer Pflegefamilie und wird in einem Seniorenheim zu Sozialstunden verurteilt. Dort trifft Sie auf Elisabeth. Auf eine Ihr unbekannte Art fühlt sie sich zu der Dame hingezogen. Als eines Tages alte Tagebücher zum Vorschein kommen, soll Morgan Elisabeth daraus vorlesen. Was verbindet die beiden zusammen? Und wieviel Erinnerung kann ein Herz ertragen? In diesem Buch erlebt der Leser rückblickend die Geschichte von Emily und Elizabeth aber auch das Leben von Morgan. Das vorgelesene Tagebuch sind alte Logbücher des Leuchtturmwärters. Die Ausschnitte fand ich gut gelungen. Durch die intensiven Beschreibungen konnte man sich das Leben damals sehr gut vorstellen. Man erlebt die Schwierigkeiten, das das Leben mit sich brachte aber auch den familiären Zusammenhalt und die Veränderungen. Elisabeth als auch Morgan fand ich als Protagonisten sehr gut gelungen. Morgan ist manchmal etwas naiv und weiß nicht wirklich was Sie mit Ihrem Leben anfangen soll, da sie sich niemals irgendwo zuhause gefühlt hat. Elisabeth ist die liebevolle, eine Frau die alles auf sich nimmt um andere zu beschützen. Durch die Tagebücher kommen viele Erinnerungen zurück. Mit einem Schreibstil der die Gefühlswelt so real beschreibt, erlebt der Leser alles was man sich vorstellen kann: Liebe , Trauer, Verachtung aber auch Hilflosigkeit. Eins haben sie alle aber nie: Die Hoffnung aufgegeben. Immer wieder fragt man sich: Wieviel Erinnerungen kann ein Herz ertragen?

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Die Zwillingsgeschwister Emily und Elizabeth wachsen mit ihren Brüder Peter und Charlie auf Porphyry Island auf. Ihr Vater ist der dortige Leuchtturmwärter. Emily ist eher in sich gekehrt und spricht kein einziges Wort, während Elizabeth die Verantwortung für sie übernimmt. Die beiden sind unzertrennlich und ihr Bruder Charlie gibt ihnen ein Gefühl der Sicherheit. Bis eines Tages ein fürchterliches Ereignis dazu führt der wunderbaren Idylle ein jähes Ende zu setzen. Siebzig Jahre später und immer noch kein Wortwechsel zwischen Elizabeth und ihrem Bruder Charlie. Sein Boot wurde angeschwemmt und die inzwischen alte Dame geht davon aus, dass er sicher auf dem Weg nach Porphyry war. Doch was wollte er dort nach all den Jahren? "Das Licht der Insel" ist ein Roman, der mir persönlich aufgezeigt hat, dass ich in meinem Lieblingsgenre nicht immer willkommen bin. Der Schreibstil der Autorin hat mich regelrecht überrannt und ich konnte manchmal gar nicht den niedergeschriebenen Worten folgen. Auch habe ich die Warmherzigkeit vermisst, welches gerade in solchen Romanen sehr oft zu finden ist. Die Geschichte selbst konnte mich auch nicht überzeugen, mir kamen viele Ungereimtheiten in den Sinn. Vor allen aber die Gefühlskälte der Eltern gegenüber ihren Kindern. Das Tagebuch des Vaters war ebenso voller Emotionslosigkeit, dass ich schon fast keine Lust mehr verspürte weiter zu lesen. Morgan, das Mädchen ohne Perspektiven, die im Altersheim Elizabeth kennen lernt und urplötzlich herausfindet, dass sie indirekt mit ihr verwandt ist, verhielt sich meiner Meinung nach auch nicht regelkonform. Elizabeth selber verhielt sich nicht wie eine alte Dame, die ihr Leben lang fast nur Trauer empfand. Ich wurde mit keinen der Protagonisten wirklich warm, niemand von ihnen konnte mich überzeugen und auch die Autorin leider ebenso wenig. Ein geschwollener Schreibstil, der zu weit abdriftet und Erzählungen, die mich langweilten. Sehr schade, denn ich fühle mich ansonsten sehr heimisch in diesem Genre. Fazit: Geschwollener, kaum überzeugender Schreibstil, ebenso wenig die Protagonisten, welche mir persönlich eher gefühlskalt herüberkamen. Das große Geheimnis kam erst zum Schluss und wer gleich zu Anfang Spannung erwartet, wird meiner Meinung nach eher enttäuscht zurück gelassen. Für mich ein kleiner Fehltritt, der mich kaum überzeugen konnte und deswegen kann ich auch nur 2 Sterne vergeben !

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Die Autorin hat mir ihrem Debütroman ein kleines Meisterwerk erschaffen. Ihr Schreibstil ist fesselnd und leicht zu lesen. Sie hat das Talent alles sehr detailreich zu beschreiben, sodass man sich alles sehr gut vorstellen kann. Das Buch hat mich wirklich begeistert und wird definitiv eines meiner Jahreshighlights 2018 werden. Von Anfang an hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen. Ich wollte einfach alles über die Geheimnnisse wissen und was mit der Familie geschehen ist. Die Geschichte wird aus zwei verschiedenen Perspektiven und Zeiten erzählt. Einmal hätten wir die Perspektive von der Teenagerin Morgan, die Sozialstunden im Altersheim ableisten muss und dann noch die Perspektive von Elizabeth, die mittlerweile eine alte Frau ist. Zwischen den beiden entsteht eine wunderschöne, berührende Freundschaft, da Morgen Elizabeth aus den Tagebüchern von Elizabeth' Vater vorliest. Darüber hinaus erzählt Elizabeth auch noch sehr viel aus ihrer Vergangenheit was nicht in den Büchern steht. So erfährt man nach und nach alles über die Vergangenheit von Elizabeth und ihrer Zwillingsschwester Emily. Besonders gut und faszinierend fand ich an dieser Handlung, dass es bis zum Ende hin so viele Geheimnisse gibt, die erst ganz zum Schluss aufgedeckt werden und den Leser total überrascht zurück lassen. Ich konnte dieses Buch auf jeden Fall nur schwer aus der Hand legen. Ich kann dieses Buch einfach jedem empfehlen, der gerne Romane über Familiengeheimnisse liest. Von mir gibt es 5 von 5 Sterne!

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,Mit ihrem Roman-Debut schafft es Jean E. Pendziwol den Lake Superior in Kanada in einer wunderschönen Bildersprache nachzuzeichnen. Man kann sich wunderbar vorstellen, wie Elizabeth and Emilys Kindheit und Jugend aussieht und ich habe mir die ganze Zeit gewünscht bei ihnen sein zu können. Das Buch ist unglaublich fesselnd und ich konnte es kaum abwarten zu erfahren, was genau passiert ist und wie Morgan in Elizabeths Welt passt.

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(0) Cover: Es passt perfekt zu der Story. Der Leuchtturm begleitet einen von Anfang bis Ende in dem Buch mit und die Covergestaltung ist durch ihre detailreiche Arbeit wirklich wunderschön. Schreibstil: Die Autorin hat einen wirklich sehr angenehemen Stil zu schreiben. Ich konnte flüssig lesen und geriet nicht ins stocken. Teilweise war es vlt etwas langatmig und ohne viel wörtliche Rede, allerdings ist es auf die Erinnerungen zurückzuführen und darauf das eine der beiden Schwestern taubstumm ist. Meine Meinung: Das Buch hat mich umgehauen! Von Anfang an möchte man einfach wissen was dieser Familie passiert ist und man muss wirklich gar nicht lange warten. Viele Schicksalschläge mussten sie erleiden und doch haben sie es überlebt. Teilweise war es auch wirklich erschreckend wie skrupellos eine Mutter sein kann und wie grausam die Menschheit ist. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen weil es so spannend war und ich unbedingt alles erfahren musst. Das Buch springt dabei immer zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her, da die alte Frau ihre Geschichte einem jungen Mädchen erzählt. Die Figuren waren wirklich super ausgearbeitet und der Leser konnte sich in alle Personen sehr gut reinversetzen. Am Anfang der Story hatte ich kurz ein kleines Problem die Namen zu sortieren, aber das hat sich sehr schnell wieder gegeben. All zu viel über die Handlung möchte ich gar nicht erzählen. Nur so viel: Bis zur letzten Seite gibt es Geheminisse die sich erst dann wirklich aufklären. Ganz besonders hervorheben möchte ich noch das man die Handlung wirklich nicht erahnen kann. Sehr oft hat man es in Büchern das man genau weiß was passiert und wie alles endet, aber das ist hier definitiv Fehlanzeige! Wirklich einfach beeindruckend dieses Buch. Fazit: Für alle die Geschichten über Geheimnisse lieben ist dieses Buch ein absolutes MUSS! Ich bin immer noch hin und weg...

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Eine alte blinde Frau und ein einsames junges Mädchen suchen nach ihrer eigenen Vergangenheit mit der Frage wer sie wirklich sind. Zeichnungen und ein Geigenlied verbindet sie, nur wie der Zussammenhang besteht ist noch rätselhaft und geheimnisvoll. Vielleicht schaffen es die alten Tagebücher des Leuchtturmwärters die Geheimnisse zu lüften. Ein sehr schönes Buch, dass nur schon vom Cover her sehr detailreich, filigran und geheimnisvoll erscheint. Es gibt viele atmosphärische naturnahe Beschreibungen, die das wettergegerbte Leben auf der Insel sehr Nahe gebracht haben. Trotz allem war Elisabeths Kindheit mit ihrer Zwillingsschwester von Freiheit , Glück und Unschuld geprägt. Morgan dagegen hatte ein sehr einsames Leben, ohne Familie, Rückhalt und Geborgenheit. Beide sind trotz großem Altersunterschied auf der Suche nach sich selbst. Wer bin ich? Ist die zentrale Frage, die den Leser im Laufe der Geschichte laufend begleitet. Es war eine sehr schöne, gefühlvolle, auch traurige und tragische Geschichte, die viel verborgenes zutage bringt und den Einen oder Anderen auch überraschen wird. Ich konnte mich in die Geschichte sehr gut reinfallen lassen, habe die rauhen und kalten Winter gespürt, die heißen erstickenden Sommer, die Einsamkeit und Stille der Insel. Ich mochte Elisabeth und Morgan sehr gerne. Sie waren ein toller Kontrast und trotzdem haben sie unglaublich gut zusammen gepasst und harmoniert. Ebenso die Zwillingsschwester Emily, die auch eine sehr zentrale Rolle spielte. Ich habe es genossen dieses Buch zu lesen und kann es nur allen empfehlen, die Familiengeschichten mit Geheimnisse und Schicksale lieben.

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Der Einstieg in die Geschichte ist mir anfangs recht schwer gefallen, das hat leider auch einige Zeit angedauert. Es wird zum einen die Geschichte von Elisabeth erzählt, wie sie aufgewachsen ist mit ihren Geschwistern und ihrem Vater als Leuchtturmwächter und alle auf eine Katastrophe zusteuern. Zum anderen geht es um Morgan, die ihre Sozialstunden in dem Altersheim ableistet, in dem Elisabeth Jahrzehnte später lebt und Morgan ihr das Tagebuch von Charlie, Elisabeths Bruder, vorlesen soll. Mich konnte das Buch nicht so ganz durchgehend begeistern, es war nicht immer spannend und interessant. Zum Ende hin wurde es aber dann recht spannend und da konnte ich das Buch dann auch nicht mehr zur Seite legen. Für mich war das Ende der Geschichte aber etwas undurchsichtig, ich bin irgendwie nicht richtig mitgekommen und ist mir leider auch nicht lange im Kopf geblieben. Alles in allem konnte mich das Buch leider nicht begeistern und überzeugen, so dass ich es mit 3,5 Sternen bewerte.

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Die Zwillinge Emily und Elizabeth sind unzertrennlich. Sie wachsen auf der kleinen, sturmumtosten und abgeschiedenen Insel Porphyry inmitten des Lake Superior auf. Ihr Vater ist dort Leuchtturmwärter. Emily spricht jedoch nicht, ist in sich gekehrt, macht viele einsame Wanderungen auf der Insel und malt wunderschöne Bilder. Elizabeth und auch ihr Bruder Charlie fühlen sich für sie verantwortlich. Bis eines Tages ein dramatisches Ereignis das Leben der Familie für immer verändert… Die ersten hundert Seiten zogen sich für mich ziemlich. Bis dahin fand ich die Handlung und auch die Tagebucheinträge ziemlich langweilig. Doch dann gibt es die ersten Hinweise auf ein Familiengeheimnis und ich war gefesselt. Und zwar so sehr, dass ich für die letzten ca. hundertfünfzig Seiten eine „Nachtschicht“ einlegen musste. Ich konnte das Buch einfach nicht weglegen, bevor ich alle Zusammenhänge und Geheimnisse kannte. Wie bei vielen Büchern, in denen es um Familiengeheimnisse geht, gibt es auch in diesem wieder eine Handlung in der Gegenwart und eine in der Vergangenheit. Die Idee: rebellischer Teenager macht eine Art soziale Strafarbeit („förderliche Resozialisierung“) und lernt dabei eine ältere lebenserfahrene Frau kennen, ist nicht neu (z.B. „Der Zug der Waisen), hat mir aber trotzdem gut gefallen. Das Mädchen Morgan hilft der inzwischen 80-jährigen und blinden Elizabeth bei der Aufarbeitung von deren Erlebnissen und dem Aufklären des Geheimnisses. Beide Charaktere haben mir gut gefallen. Vielleicht gibt es ein oder zwei Zufälle zu viel, doch auch das habe ich nicht als negativ empfunden, denn sie führen zu einem für mich zufriedenstellenden Ende. Fazit: Ein düsterer, dramatischer und berührender Roman um ein Familiengeheimnis. Nach einigen Kapiteln zur Einführung ein echter Pageturner.

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