Leserstimmen zu
Das geheime Netzwerk der Natur

Peter Wohlleben

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Hardcover
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Mein Fazit: Wer die Natur ein bisschen liebt, sollte dieses Buch lesen. Das Buch eröffnet einem eine neue Sicht auf die Welt und die Zusammenhänge. Diejenigen, die die Natur lieben und genau hinsehen, werden hier auf ihre Kosten kommen. Peter Wohlleben ist wohl der bekannteste Förster in Deutschland und mit ihm seine Bücher. Sein neustes Werk „Das geheime Netzwerk der Natur“ besticht durch den emotionalen und für den Laien verständlichen Schreibstil. Kein Fachchinesisch, sondern auf ganz einfühlsame Weise beschreibt uns der Autor, wie das zarte Netzwerk Natur funktioniert. Gleich zu Beginn greift Peter Wohlleben das aktuelle Thema Wolf auf. Er erzählt, warum es so wichtig ist, dass der Wolf sich wieder in unseren Wäldern etabliert. Hättet ihr gedacht, dass der Wolf sogar Flussläufe verändern kann? Wusste ich bis dahin auch nicht. Anhand des Yellowstone-Park-Projekts erklärt er uns den Zusammenhang „Wolf“ und was alles davon abhängt. Mit seiner einzigartigen Schreibweise begeistert er für das große Netzwerk Natur. Er spricht eine Sprache, die wirklich jeder versteht und ich bin mir sicher, dass jeder Leser auch die Natur immer besser verstehen wird. So sollte meiner Meinung nach auch in den Schulen unterrichtet werden, damit schon unsere Kleinen wissen, dass wir ohne die Natur nicht können, dass sich diese nicht beeinflussen lässt, zumindest nicht im positiven Sinne. Peter Wohlleben schafft es, dass wir aufmerksamer und achtsamer unsere Umwelt wahrnehmen. Ich kann euch die Bücher von Peter Wohlleben nur empfehlen. Fundiertes Wissen liest sich hier fast schon wie ein Liebesroman und bringt uns garantiert zum Staunen. Eine Liebeserklärung an die Natur sind sie auf jeden Fall! Wenn ihr jetzt noch wissen wollt, wie „Regenwürmer Wildschweine steuern“ oder „Wie Lachse in die Bäume wandern“, dann solltet ihr unbedingt zu diesem Buch greifen. Das Buch hat nicht im geringsten irgendetwas mit esotherischer Weltauffassung oder rosaroter Brille zu tun. Klare Fakten und Vergleiche, die sicherlich jeder nachvollziehen kann lassen ein Bild entstehen, das einen mehr als staunen lässt. Absolute Leseempfehlung und der Rat, danach sofort in die Natur zu gehen und reinzuhorchen.

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In „Das geheime Netzwerk der Natur“ beschreibt Peter Wohlleben größere Zusammenhänge des vielschichtigen Ökosystems, zeigt auf, wie einzelne, kleine Veränderungen eine Reihe von großen mit sich ziehen können, sowohl in relativ kurzen als auch langen Zeitspannen betrachtet, generationsübergreifend sowie im Verlauf der Evolution. viele Beispiele Besonders interessant fand ich beispielsweisedie Darstellung der „trophischen Kaskade“, die Ausführungen zur Mäusepopulation ( Nachwuchs auf 1qkm / Saison im Vergleich zu Wild, auch auf das Gesamtgewicht bezogen), Ausführungen über Lichtimpulse samt Nutzung, Flug des Zugvögel, verschiedene Blühstrategien, sowie die Ausführungen zu „Frostrissen“, die ich offensichtlich auch schon mit Schüssen verwechselt haben muß. Meistens werden die dargestellten Zusammenhänge in kurzen Kapiteln, wie gewohnt salopp, witzig und manchmal auch etwas provokativ, geschildert, lassen sich gut lesen und haben neben dem vermittelten Wissen auch einen guten Unterhaltungswert. Mittlerweile habe ich schon einige Bücher von Peter Wohlleben gelesen, denke jedesmal, dass es Überschneidungen seiner Erzählungen geben muß. Aber auch diesesmal ist es ihm wieder vorzüglich gelungen, keine Wiederholungen aus anderen Büchern einfliessen zu lassen. Sollte in Einzelfällen ein Bezug zu bereits Geschriebenem hergestellt werden, ist dieser derart kurz, dass es keinesfalls stört oder uninteressant wäre. Insgesamt vermittelt auch dieses Buch von Peter Wohlleben wieder mit viel Spaß und manchmal auch kuriosen Beispielen gut erklärte Einblicke in Zusammenhänge in der Natur sowie eine ganzheitliche Sicht dieser, äußerst ansprechend und unterhaltsam.

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Das Cover Das Cover mit seinen Pflanzen und dem kleinen Frischling ist optisch mit hohem Wiedererkennungswert an die bereits erschienenen Bücher des Autors angelehnt. Es ist auf den ersten Blick als Sachbuch erkennbar und sehr gelungen. Die Geschichte (Achtung Spoiler!) Die Wunder der Natur oder wie die Natur die Menschen überrascht. Warum beeinflussen Laubbäume die Erdrotation, warum können Nadelwälder Regen machen und wieso sabotieren Kraniche die spanische Schinkenproduktion? Peter Wohlleben erklärt und beschreibt das Zusammenspiel zwischen Pflanzen und Tieren. Er fragt, ob sie untereinander kommunizieren können und was geschieht, wenn diese Systeme der Natur aus dem Gleichgewicht kommen. Beobachtungen und wissenschaftliche Erkenntnisse gestatten dem Autor uns mitzunehmen in die faszinierende Natur. Wir dürfen staunen und die Welt mit neuen Augen betrachten. Meine Meinung: Wie gewohnt schafft es der Autor in einer leichten und gut verständlichen Sprache die Natur insgesamt und die Zusammenhänge des geheimen Netzwerks der Natur zu erklären. Wunderbaren Beispiele, die uns erklären wie unter anderem Kraniche durch die Veränderung ihrer Flugroute die Fleischproduktion beeinflussen, bringen uns Menschen nahe, wie Veränderungen die Natur und ihre Systeme beeinflussen können. Der humorvolle Umgang und die fachliche Einordnung zwischen den Pflanzen und Tieren im Zusammenspiel mit der Schöpfung ziehen mich in den Bann und lassen mich wieder einmal die Natur aus einer ganz anderen Perspektive betrachten. Auch dieses Buch hat mich sehr beeindruckt und mit Faszination diesen Ausflug in die Geheimnisse der Natur genießen lassen. Das Buch bekommt eine ausdrückliche Leseempfehlung. friedericke von "friederickes bücherblog"

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Peter Wohlleben zeigt in seinen Kapiteln sehr plakativ und zum Teil sehr deutlich vereinfacht, wie Zusammenarbeit und Ökologie in Wald und Wiesen funktioniert. Für Leser, die ein wenig in der Materie stecken, bietet die Lektüre leider keine sehr großen Überraschungen mehr. Ich denke jedoch auch, dass es eine Vielzahl an Lesern gibt, die mit diesem Buch einen neuen Blick auf die umgebende Natur bekommen und ihn damit auch mit anderen Augen wahrnehmen können.

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Tiere haben ein Seelenleben, Bäume können kommunizieren, und in der Natur hängt alles mit allem zusammen und bedingt sich gegenseitig. So oder so ähnlich kann man in Kurzfassung die überaus erfolgreichen Veröffentlichungen Peter Wohllebens zusammenfassen, Förster in der Eifel und Autor populärwissenschaftlicher Wald-und-Wiesen-Sachbücher (aber das ist nun wirklich nicht despektierlich gemeint). In seinem aktuellen Bestseller „Das geheime Netzwerk der Natur“ schaut sich Wohlleben verschiedene Phänomene in der Natur an, stellt Verbindungen her und sensibilisiert seine Leser für Vernetzungen, die auf den ersten Blick für den Laien so nicht erkennbar sind. Seine Schilderungen und Auslassungen wirken fundiert und von Erfahrungen geprägt, wobei mir aber der stellenweise naturromantische, an die Emotionen appellierende, fast schön frömmelnde Tonfall gegen den Strich gegangen ist. Und ganz so geheim ist das Netzwerk der Natur dann doch nicht. Zumindest nicht für Leser, die auf dem Land leben oder aufgewachsen sind, im besten Fall auch noch Eltern oder Großeltern haben/hatten, die sich mit Flora und Fauna auskennen/-kannten und ihr Wissen an Kinder und Enkelkinder weitergeben/-gaben. Der große Zuspruch, und dafür sprechen schlicht und einfach die Verkaufszahlen bzw. Platzierungen seiner Bücher in den Bestsellerlisten, erstaunt mich nicht. Rückbesinnung auf die Natur, speziell bei Menschen, die in dicht besiedelten Ballungsräumen leben, ist ja seit einigen Jahren ein Thema. Und hier trifft nicht nur Wohlleben mit seinen Büchern einen Nerv. Man schaue sich nur die thematisch ähnlichen Veröffentlichungen der letzten Jahre an. Hier ist alles vertreten – von Ameise bis Zebra. Was er uns aber als der Weisheit letzten Schluss nahelegt, nämlich so wenig wie möglich in den natürlichen Kreislauf einzugreifen, ist keine bahnbrechende Erkenntnis. Unkontrolliertes Schützen bestimmter Tierpopulationen führte schon immer zu einem Ungleichgewicht im Tierreich. Dichte Besiedlung zerstört Lebensräume. Wenn Futterquellen versiegen, verändert sich der Bestand. Nichts Neues also. „Das geheime Netzwerk der Natur“ ist eine gut lesbare, nette Lektüre für zwischendurch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Für all diejenigen, die glauben, dass Kühe lila sind, bietet es mit Sicherheit jede Menge Aha-Erlebnisse. Bei mir hat sich der Erkenntnisgewinn allerdings sehr im Rahmen gehalten.

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Wieder einmal (ver-)führt uns Peter Wohlleben auf eindrucksvolle, anschauliche und leichtverständliche Weise in die geheime Welt der Natur. Spannend erzählte, schon "magisch" anmutende Zusammenhänge und Abläufe offenbaren eine Einheit, deren Teil wir sind. Respekt! Eine würdige Weiterführung vom "Geheimen Leben der Bäume"

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Tja

Von: M.H aus Wafibabu

20.01.2018

Als Naturliebhaber muss ich mich mal wieder wundern was so mancher an weißheiten zu Papier bringt. Leider musste ich nach den ersten Kapiteln aufhören zu lesen. Ziemlich an den Haaren herbei gezogene Theorien. Muss man nicht haben.

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Peter Wohllebens neues Buch öffnet unser Denken und unsere Sinne für die komplexen natürlichen Kreisläufe und Wechselwirkungen unserer Mitwelt. Dabei spielen große und kleine sowie kurzfristige und langfristige Zusammenhänge zwischen den zoologischen und botanischen Arten ebenso eine tragende Rolle wie geologische und klimatische Entwicklungen und der Einfluß der menschlichen Zivilisation. Das Spektrum der anschaulichen Beispiele für natürliche Gleichgewichte und Selbst-organisationen sowie positive und negative menschliche Einflußnahmen reicht vom winzwinzigen, unterirdischen Mikroorganismus bis zum Baumriesen, vom Moospolster, das ein Vielfaches seines Gewichtes an Wasser speichern kann, bis zur Gewitterwolke, die innerhalb weniger Minuten pro Quadratkilometer bis zu 30 000 Kubikmeter Wasser abregnen lassen kann, vom CO₂- und Stickstoffkreislauf bis zum Für und Wider winterlicher Vogelfütterung, von Ameisen-Blattlaus-Lebensgemeinschaften bis zum evolutionären Hörwettbewerb zwischen Fledermäusen und Nachtfaltern … Peter Wohlleben weckt sogleich im ersten Kapitel mit der Überschrift „ Warum Wölfe Bäumen helfen“ unsere Neugier. Denn der Zusammenhang zwischen Bäumen und Wölfen ist ja zunächst nicht offensichtlich. Im 19. Jahrhundert wurden im Yellowstone-Nationalpark auf Druck der umliegenden Farmer systematisch alle Wölfe ausgerottet. Das hatte zur Folge, daß sich die Hirsche massiv vermehrten und insbesondere die Gräser und Baumschößlinge an den Flußufern wegfraßen. Die verödeten, pflanzenarmen Uferregionen boten zu wenig Nahrung für Vögel, deren Artenspektrum abnahm; Biber, die auf Uferbäume angewiesen sind, verschwanden ebenfalls. Da die Uferböschungen kaum noch einen schützenden Pflanzenbewuchs hatten, wurde bei Hochwasser viel Erdreich mitgerissen, die Erosion beschleunigte sich, und die Flußläufe mäandrierten beträchtlich. 1995 wurden wieder Wölfe im Yellowstone-Nationalpark angesiedelt, und es begann eine „trophische Kaskade“, d.h. „eine Veränderung des gesamten Ökosystems über die Nahrungskette, von oben beginnend“. (Seite 11) Die Wölfe jagten die Hirsche, die Hirschpopulation nahm ab, und die verbliebenen Hirsche hielten sich nur noch kurz an den offenen Uferstreifen auf, da sie die Wölfe fürchteten und sich zum Selbstschutz bevorzugt in weniger sichtoffenen Waldarealen aufhielten. Die Bäume und die Pflanzenvielfalt kehrten zurück, und nach einigen Jahren waren die Flußufer wieder natürlich befestigt, die Biber kehrten zurück, und in Folge der Biberstau-dämme gab es mehr Tümpel, mehr Tümpel förderten die Ansiedlung von Amphibien, und auch die Vogelvielfalt wurde wieder größer … In Anbetracht der Tatsache, daß „Deutschland auf die Fläche bezogen eines der wildreichsten Länder der Erde ist“ (Seite 16), sollten wir die Rückkehr der Wölfe also gelassen begrüßen und nicht auf hysterische Schlagzeilen gewisser Blättchen hereinfallen. Menschen gehören nicht zum Beutespektrum des Wolfs, und selbst Vieh und Haustiere machen lediglich 0,75 Prozent seiner Nahrung aus. Tatsächlich sind streunende oder verwilderte Hunde viel gefährlicher, da sie keine natürliche Scheu vor Menschen haben. Peter Wohlleben vermittelt dem Leser eine ganzheitliche Perspektive, er berichtet ausgewogen von Chancen, Gefahren und möglichen Lösungen für menschengemachte Probleme. Er schreibt eigentlich nicht, sondern er erzählt, und dies auf eine solch lebendige, interesseweckende und faszinierende Weise, daß selbst schon sehr naturverbundene Leser nach der Lektüre mit noch wacherem Blick durch Wald und Wiesen streifen. „Das geheime Netzwerk der Natur“ legt uns mit Gefühl die Natur ans Herz und hebt uns mit Verstand die feinverästelte Komplexität der Natur ins Bewußtsein. Kritiker, die Peter Wohllebens einfühlsame Erzählweise als unwissenschaftlich bemängeln, verkennen in verkopfter oder profitbeschränkter Welt- und Selbstsicht unsere eigene menschliche Natur, die nämlich am erfolgreichsten durch eine emotionale Ansprache berührt und motiviert wird. Nur wer die Natur liebt, wird ihr mit Achtsamkeit und Respekt begegnen, lebensfeindliche Einmischungen vermeiden und sich im Rahmen seiner Möglichkeiten um ihren Erhalt und Schutz bemühen.

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