Leserstimmen zu
Belgravia. Zeit des Schicksals

Julian Fellowes

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»Belgravia« – mit seinem neuen Roman setzt der Schöpfer der Erfolgsserie »Downton Abbey« Julian Fellowes dem nobelsten Londoner Stadtteil ein großartiges Denkmal. Dabei entführt er seine Leser mitten ins 19. Jahrhundert, wo alter Hochadel, neureiche Unternehmer und korrupte Dienstboten aufeinandertreffen und die Liebe sich den Standesgrenzen widersetzt … Überaus spannend lässt Julian Fellowes in »Belgravia« eine versunkene Welt lebendig werden.Vita :Julian Fellowes wurde 1949 in Ägypten geboren, wuchs in England auf und studierte in Cambridge. Er ist Schauspieler und preisgekrönter Autor von Romanen, Drehbüchern und Theaterstücken; für »Gosford Park« wurde er mit einem Oscar ausgezeichnet, die Serie »Downton Abbey« hat ihn weltweit berühmt gemacht. Auch seine Romane »Snobs«, »Eine Klasse für sich« und »Belgravia« haben die englische Gesellschaft zum Thema. 2009 wurde er in den Adelsstand erhoben. Julian Alexander Kitchener-Fellowes, Baron Fellowes of West Stafford, lebt mit seiner Frau Emma im Südwesten der englischen Grafschaft Dorset.Die Fernsehserie " Downton Abbey " gehört zu meinen absoluten Favoriten und auch " Snobs " habe ich regelrecht verschlungen.Deshalb konnte ich es kaum erwarten, den neuen Roman von Julian Fellowes in den Händen zu halten.Wir lernen die Familie um James Trenchard kurz vor der Schlacht von Waterloo in Brüssel kennen. James Trenchard, genannt " Der Zauberer", ist ein aufstrebender und ehrgeiziger Kaufmann, der immer auf der Suche nach neuen Tätigkeitsfeldern ist.Im Gegensatz dazu steht die Familie Brockenhurst, alter englischer Adel. Normalerweise hätten die beiden Familien überhaupt keine Berührungspunkte, käme da nicht die Liebe ins Spiel. Sophia Trenchard und Edmund Bellasis, ein Neffe der Herzogin von Richmond und ältester Sohn eines Earls, verlieben sich Hals über Kopf ineinander und beginnen eine ganz und gar nicht standesgemäße Liebesbeziehung. Diese wird jedoch schon bald durch einen tragischen Todesfall überschattet und hat für beide Familien unabsehbare und weitreichende Konsequenzen.Schon ab den ersten Seiten war ich als Leserin mitten drin im Geschehen. Zuerst erleben wir in Brüssel hautnah den Beginn der Schlacht von Waterloo. Danach setzt sich die Geschichte einige Jahre später in London fort.Obwohl man zwar als Leser ahnt, wo die Geschichte hinführt, wird es doch nie langweilig. wir lernen das damalige Leben mit seinen Standesdünkeln und Konventionen aus verschiedenen Sichtweisen kennen. Der Adel kommt ebenso zu Wort wie die Hausangestellten, die meist einen unverstellten und klaren Blick auf die Dinge haben.Anne Trenchard und Lady Brockenhurst, die beiden Hauptprotagonistinnen, haben mir sehr gut gefallen und wenn sie auch aus völlig unterschiedlichen Gesellschaftsschichten stammen, sind sie sich doch ebenbürtig.Julian Fellowes versteht es mit diesem Roman wieder einmal meisterhaft, uns als Leser in eine längst vergangene Zeit zu entführen und diese vor unserem inneren Auge wieder lebendig werden zu lassen.Dieses Buch war wieder ein absoluter Lesegenuss für mich und Julian Fellowes bleibt einfach einer meiner Lieblingsautoren.Ich vergebe natürlich die Höchstbewertung von 5 Sternen.Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

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Der Autor Julian Fellowes hat es von der ersten bis zur letzten Seite verstanden mich völlig mit in die Welt des Buches zu nehmen. Als großer Downtown Abbey Fan liebe ich auch dieses Buch. Die Ähnlichkeiten sind ja offensichtlich. Arme und reiche Menschen spielen eine gleichsam wichtige Rolle im Buch. Die Verbindung zwischen ihnen ist das Band der Liebe. Das Buch spielt im 19 Jahrhundert und Liebe, Intrigen, Neid, Krieg und Missgunst spielen auch eine Rolle. Der Schreibstil des Autors ist leicht und sehr gut zu lesen. Die Seiten flogen nur so dahin. Wirklich ein zauberhaftes Buch. Für jeden, der historische Geschichten mit Glanz, Glamour und Tragik mag, genau das Richtige.

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Im Jahre 1800

Von: Jandy

15.04.2018

Meine Meinung Auch wenn es erst so richtig spannend wird am Schluss, so hat auch dieses Buch einen gewissen Charm den ich nicht leugnen kann. Ich war schon immer ein Fan und Bewunderer des 19 Jahrhunderts. Und nur eine Person habe ich durchgehend bis zum Ende nicht leiden können. Es ist perfekt um gesetzt das Spiel von Höhen und Tiefen. Ist natürlich auch schön erzählt, wenn mich auch die Vorgeschichte ein wenig irritiert hat und ich zu Anfang Probleme mit den Zeitangaben hatte. Habe ich mich trotz dessen schnell in die Geschichte und ihre Spieler verliebt. Wärmstens zu empfehlen für diejenigen, die sich von der Vergangenheit verzaubern lassen wollen.

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Also ich finde eigentlich das, der Autor, dass wieder gut umgesetzt hat. Man konnte sich direkt in der Zeit wiederfinden. In dem Roman von Julien Fellowes geht es um zwei Familien angesiedelt in England im 19. Jahrhundert. Die Familie Trenchard, James das Oberhaupt der Familie, hat es wirklich geschafft von einem kleinen Markthändler zum Proviantmeister der britischen Armee. Für James war und ist es immer wichtig gewesen in den oberen Kreisen des englischen Adels zu agieren, nur seine Frau Anne findet seine Art sehr unangehm. Für beide ist aber sehr wichtig, dass seine Tochter Sophia gut verheiratet wird und in den Genuss vom Adel kommt. Der komplette Gegensatz zu Trendardfamilie ist der Clan der Familie Brockenhurst. Sie gehören zu dem alteingesessenen englischen Adel und sind gegenüber unteren Klassen sehr herablassend. Ihr Sohn Edmund verliebt sich ausgerechnet in Sophia Trendard und es dauert auch nicht lange und beide haben sowas wie eine „Affäre“ miteinander. Daraus resultiert eine Schwangerschaft von Sophia, während Edmund bei der Schlacht von Waterloo fällt. Aber auch Sophia erleidet an Kindsbettfieber nach der Geburt, James und seine Frau haben den Säugling in die Obhut eines Geistlichen gegeben, dieser zieht den kleinen Charles wie sein eigen auf. Man kann sagen, dass die eigentlich Geschichte dann 25 Jahre später spielt. Denn Charles weiß nicht genau wer er ist und wo er herkommt. Was aber noch schlimmer ist, dass James und auch Anne damals noch nicht mal in der Lage waren den Brockenhurst die Wahrheit zu erzählen. So kommt es natürlich wie es kommen muss und ein Familiengeheimnis scheint ans Tageslicht zukommen. Fazit: Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und konnte auch gut in die Geschichte eintauchen. Vielleicht liegt es daran, dass ich gerne solche Art der Romane lese. Aber ich würde das Buch gerne weiterempfehlen. Lieben Dank an das Random Bloggerportal und den Penguin Verlag für das Leseexemplar.

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Inzwischen ist Downton Abbey ohne jeden Zeifel eine Institution, eine Serie epischen Ausßmaßes, die man einfach gesehen haben muss. Lange hat es gedauert, bis ich das endlich spitz gekriegt habe, doch schon nach der ersten Folge war es um mich geschehen. Downton ist schlicht DAS Period Drama des 21. Jahrhunderts. Und auch wenn unsere Zeit in Downton leider schon abgelaufen ist, hat der Autor Julian Fellowes noch eine weitere epische Geschichte für uns parat: Belgravia. Am 14. November 2016 beim C.Bertelsmann Verlag erschienen und theoretisch auch in Episodenform erhältlich, entführt uns Fellowes ins Viktorianische Zeitalter. Belgravia beginnt am Vorabend der Schlacht von Waterloo, dem 15. Juni 1815, als in Brüssel die Herzogin von Richmond einen prächtigen Ball für den Herzog von Wellington gibt. Kurz nach Mitternacht kommt die Nachricht, dass Napoleon unerwartet die Grenze überschritten hat. Wellington und seine Truppen müssen umgehend in die Schlacht ziehen. Eingeladen zum Ball sind auch die Trenchards, die durch Geschäfte mit der Armee reich geworden sind. Auf ihre schöne Tochter Sophia hat Edmund Bellasis, der Sohn und Erbe einer der prominentesten Familien des Landes, ein Auge geworfen. Nach diesem Abend wird nichts mehr so sein wie zuvor. Fünfundzwanzig Jahre später werden die beiden Familien noch immer von dem dunklen Geheimnis verfolgt, das am Vorabend der Schlacht von Waterloo seinen Anfang nahm. (Klappentext) Period Drama ist in jeglicher Hinsicht mein Ding. Deshalb war mir auch schon nach Lesen des Klappentextes klar, dass dieses Buch genau das richtige für mich sein würde. Und ich sollte Recht behalten. Die Geschichte beginnt gleich mit Vollgas in 1815, man ist sozusagen live dabei, wenn der Rahmen für den gesamten Roman geschaffen wird. Wo einen die Geschichte allerdings 25 Jahre später hinführen würde, konnte man am Anfang noch nicht erahnen. Es bleibt aber eine turbulente Reise, so viel sei gesagt. Während der längeren Kapitel wechselt die Erzählperspektive immer wieder zwischen den verschiedenen Charakteren hin und her, was dem Leser seinen sehr umfassenden Einblick in den Stand der Dinge gibt. Die Kommentare des Erzählers sind dahingehend auch äußerst hilfreich, wobei nie zu viel verraten wird. Insgesamt entwickelt sich die Geschichte stetig und selbst wenn man alles zu wissen glaubt, sollte man sich nie zu sehr darauf verlassen, denn es kann sich, ganz in Downton Manier, immer alles ändern. Belgravia erzählt eine Geschichte voller Liebe, Missgunst und Neid, mit einer ganzen Menge an dramatischen Geheimnissen. Langeweile ist absolut fehl am Platz, da an einer der vielen Fronten immer etwas passiert. Mit Fronten sind in diesem Fall die verschiedenen Erzählstränge gemeint, die Fellowes kunstvoll durch die gesamte Geschichte zieht. Dabei sind die einzelnen Erzählstränge jedoch bei weitem nicht so isoliert, wie man zu Beginn denkt, da sie sich nicht nur immer wieder berühren, sondern Teils auch von einander abhängen. Dies führt zu einer sehr vielfältigen Geschichte, die stets spannend ist. In dieser spannenden Geschichte findet man außerdem eine Vielzahl an interessanten Charakteren, die sehr viel zur Geschichte beitragen. Manche mag man, manchen kann man nicht vertrauen und bei einigen hat man sich vielleicht doch gettäuscht. Das schöne ist hier, dass man durch die unterschiedlichen Erzählperspektiven immer einen guten Einblick in die Motive der Antagonisten bekommt. Dadurch kann man diese umfassende Geschichte in ihrem gesamten Facettenreichtum genießen. Belgravia ist ein genial geschriebener historischer Roman, der einen unterhält, berührt und nicht mehr loslässt, wenn man erstmal in die Geschichte eingetaucht ist. Die Intrigen sind dabei mindestens genauso unterhaltsam und faszinierend, wie die Geschichten hinter den Liebesbeziehungen und die Werdegänge einzelner Charaktere. Wer also Geschichten mit historischem Setting und einer Menge Liebe, Gier und Verrat zu schätzen weiß, ist mit Belgravia auf jeden Fall gut beraten. Ebenso würde ich jedem Downton Abbey Fan dringend raten, sich dieses Buch mal näher anzusehen

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In diesem Buch geht es hauptsächlich um 3 Protagonisten: um die Countess Brockenhurst und das Ehepaar Trenchard. Diese drei Menschen teilen ein riesen Geheimnis welche um die Person Charles Pope spannen. Die Leser erfahren dieses Geheimnis recht schnell im Beginn des Buches. Dies fand ich sehr interessant, da man mitbekommt wie verzweifelt diese drei Charaktere versuchen das Geheimnis zu wahren, während alle anderen krampfhaft versuchen herauszufinden was die drei verbergen und dabei mit den wildesten Theorien daher kommen. Auch wenn der Leser zu Beginn schon den Kern des Geheimnisses kennt, wird im Laufe des Romans immer mehr enthüllt und man erlebt dennoch so einige Schockmomente. Viele die ich gar nicht erwartet hätte. Nicht zu kurz kommen hier Lügen und Intrigen. Davon gibt es einige, dabei geht es um Macht, den guten Ruf und der verzweifelte Kampf um die gesellschaftliche Position. Dabei sind vielen Charakteren jede Mittel recht und viele Versuchen durch Lug und Trug das beste für sich herrauszuholen. Geld spielt hierbei auch eine wichtige Rolle. Dadurch bleibt die Geschichte durchwegs spannend und man möchte zu jedem Zeitpunkt wissen wie es weiter geht. Auch interessant fand ich wie der Autor grandios die vielen verschiedenen Schichten der Gesellschaft des 19 Jahrhunderts dargestellt hat. Sei es die wirklich Reichen, die gute Mittelschicht oder die untere Schicht der Butler und Zofen. Es war wirklich sehr authentisch geschrieben und man hat sich oft in diesem vergangenen Jahrhundert verloren. Aber wen wundert es auch, ist doch Julian Fellowes der Autor der berühmten Downton Abbey Serie. Auch diese ist einfach grandios und eine Empfehlung an jeden! Von den drei Hauptprotagonisten ist mir keiner wirklich symphatisch geworden. Ich konnte die vielen Handlungen der jeweiligen Personen nicht nachvollziehen, zu fremd waren mir die gepflogenheiten dieser Schichten und dieser Art des Lebens. Wirklich symphatisch waren mir Charles Pope und Lady Maria Grey. Sie waren beide herzlich und nett, haben auf ihr Herz gehört und sich nicht von den Regeln der Aristokratie unterkriegen lassen. Interessanterweise scheint es 2 verschiedene Cover zu geben. Ein dunkel blaues auf dem ein Schloß zu sehen ist das sehr an Schloß Schönbrunn in Wien erinnert und ein hell blaues in dem man ein spaziergehendes Pärchen sehen kann. Ich finde mein Cover, das hell blaue, sehr viel schöner, aber das ist wohl Geschmackssache. Allerdings habe ich mir eine Szene aus dem Buch genauso vorgestellt. Auch der Titel ist im Englischen wie im Deutschen der gleiche geblieben: Belgravia. Finde ich toll das es nicht einen weit entfernten übersetzten Titel gibt. Dies finde ich immer sehr verwunderlich. Dies war ein sehr gelungenes Buch das mich von Anfang an gut unterhalten hat und mir viele Gedanken bereitet hat. Es war traurig, rührend, berührend, spannend und interessant gleichermaßen. Ich kann dieses Buch jedem Roman Liebhaber empfehlen und hoffe sehr das es verfilmt wird – ich würde es mir definitiv anschauen.

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"Belgravia" aus der Feder des Autors Julian Fellowes ist ein spannender, packender und hochinteressanter historischer Roman. Die Geschichte beginnt im Jahr 1815 in Brüssel, als die Schlacht um Waterloo tobt. Wir befinden uns im Jahr 1841 in England. Der junge, ergeizige Charles Pope versucht - der behütet auf dem Land aufgewachsen ist - versucht sich in der Londoner Geschäftswelt einen Namen zu machen. Er erhält Unterstützung von Mister Trenchard, einem guten Bekannten seines Vaters. Eines Tages wird er in eine Villa in dem noblen Stadtteil Belgravia eingeladen. Lady Brockenhurst ist sehr um ihn bemüht und will ein sein Geschäft einsteigen. Charles ahnt jedoch nicht, dass er bald in einen Skandal verwickelt sein wird, der vor vielen Jahren auf einem glanzvollen Ball der Londoner High Society begann. Seine Familie umgibt ein dunkles Geheimnis. Und hat seine Liebe zur schönen Lady Maria Grey überhaupt eine Chance ........... Eine Wahnsinnsgeschichte! Der Autor lässt den Leser in eine andere Zeit eintauchen. Und wenn ich die Augen schließe, befinde mich auf Zeitreise und bin plötzlich in Brüssel und London vor über 200 Jahren. Sehe das geschäftige Treiben auf den Straßen und genieße eine Kutschenfahrt. Ich befinde mich in der Welt der Schönen und Reichen. Der Ball in Brüssel war einfach traumhaft und wird dann von schrecklichen Ereignissen überschattet. Der Schreibstil des Autors hat mich sofort gefesselt. Einfach genial! Ich bin von Anfang an in die Geschichte eingetaucht, die hat mich nicht mehr losgelassen und beim Lesen für manches Gänsehautfeeling gesorgt. Wir lernenn zwei unterschiedliche Familie kennen. Da sind die Trenchards, eine Kaufmansfamilie, die sich in London einen Namen gemacht haben. Sie mussten schon einen schweren Schicksalschlag erleiden und der Sohn des Hauses ist nicht so recht geeignet, in die Fußstapfen des Vaters zu treten. Es war interessant am Leben der Familie teilzunehmen. Und dann sind da die adeligen Brockenhursts. Es war schon interessant, zu erfahren, wie das Leben in diesen hochherrschaftlichen Häusern abläuft. All die Bediensteten, Zofen und Diener, die sich ständig um alles kümmern. In der Geschichte geht es aber auch um Liebe, Verrat, Vergessen und Verzeihen und die Hoffnugn auf einen Neuanfang. Für mich ein absolutes Lesehightlight. Eine unglaubliche Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Das Cover ist auch ein echter Hingucker. Selbstverständlich vergebe ich für diese Traumlektüre 5 Sterne.

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Ein opulenter und dramatischer Familienroman, der die Fans von Downton Abbey und Jane Austen begeistern wird. Das Cover ist wunderschön, so blau wie der Adel und elegant wie die Kleider der Damen auf den Bällen und Empfängen. Auch die Aufmachung des Buches ist sehr schön und ansprechend gestaltet. Der Klappentext gibt eine gute Zusammenfassung des Geschehens. Der Prolog spielt 26 Jahre vor dem eigentlichen Roman, danach folgt der Roman einen chronologisch zeitnahen Aufbau von wenigen Monaten. In Zentrum dieses Romans stehen die Intrigen, Machtspiele und Familienfehden der beiden im Fokus stehenden Familien. Es geht um das Erbe, sowohl im finanziellen als auch ideellen Sinn, um welches gestritten wird. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Wahrheit ans Licht zu bringen, denn sie wird über das Schicksal der Familien entscheiden. Aber auch die politische Lage und die gesellschaftliche Stellung spielen in diesem Roman immer wieder eine Rolle, sodass dieser Roman eine gewisse Tiefe und einen unabwendbaren Anspruch hat. Der Schreibstil von Julian Fellows ist ein wenig sperrig und ausschweifend, ich habe ein paar Seiten gebraucht, um in die Geschichte rein zu kommen. Die Figuren und Dialoge gewinnen dann aber wie wir es schon von Downton Abbey kennen ein Eigenleben und ziehen den Leser in den Bann. Besonders gut hat mir die facettenreiche Gestaltung der Protagonisten gefallen, keine Figur ist das was man zuerst glaubt, was sie sei. Der oder diejenige überrascht sowohl mit ihren Aussagen, als auch mit ihren Handlungen, was der Geschichte eine wunderbare Dynamik verleiht. Etwas mehr gestört haben mich die doch recht sehr langen Kapitel, da habe ich dann auch schon mal bei einem Abschnitt unterbrochen, dies ist aber sicher Geschmacksache. Mit hat der Roman von Julian Fellows gut gefallen und ich würde sicherlich auch bei einer Fortsetzung bedenkenlos zugreifen. Wer gerne Familiensagas mit einem gewissen Anspruch liest wird hier sicherlich fündig werden. Von mir gibt es daher für diesen Roman eine klare Leseempfehlung nicht nur für die Fans von Dowton Abbey und Co. Julian Fellwos wird der Erwartungshaltung gerecht und zeigt, dass er nicht nur Autor einer unvergesslichen Serie ist, sondern dass er auch das Potential hat sich in die Herzen seiner Leser und Leserinnen zu schreiben. Ich bedanke mich bei der Verlagsgruppe Random House und dem C. Bertelsmann Verlag für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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