Leserstimmen zu
Streetkid

Jimmy Kelly, Patricia Leßnerkraus

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Das Cover des Buches zeigt, wie man es auch von einer Biografie gewohnt ist, den Musiker Jimmy Kelly in seiner schlimmsten Zeitdes Lebens jedoch mit einem Lächeln auf den Lippen. Ich lese sehr gerne und sehr viele Biografien, doch diese war mal etwas anders gestaltet, als ich es bisher kannte, was ich an sich nicht schlecht fand. Ich höre schon sehr lange immer mal was von den Kelly´s, doch hab ich mich nicht als Kelly-Fan bezeichnet. Maite Kelly hab ich schon mehrfach Live gesehen u.a. beim Semperopernball (2013) und bei einem Roland Kaiser Konzert. Jimmy Kelly habe ich 2014 beim "Tag der Sachsen" gesehen und ich hab auch eine CD gekauft (worauf er mir später auch unterschrieben hat :D ) und ein Foto durfte ich auch mit ihm machen. Aus diesem Grund hat mich auch sein Buch schon eine ganze Weile interessiert. Er schreibt wirklich schonungslos alle Details aus seinem Leben, was für ihn sehr viele Tiefen für ihn mitbrachte. Wie er in seinem Buch schreibt wurde er des öfteren sehr abfällig behandelt obwohl diese Leute nicht gesehen haben wie stark er jeden Tag um das Überleben seiner kleinen Familie und sich kämpfen musste. An anderen Tagen wiederum gab es auch Menschen die ihn wieder etwas Aufgebaut haben, was ein kleiner Trost für ihn war. Das Buch war wirklich sehr gut geschrieben und man hat jetzt ganz andere Eindrücke in so ein Kelly- Leben bekommen. Ich finde Jimmy Kelly richtig klasse und vor kurzem war ich auch bei der Comeback-Tour der "Kelly Family" dabei und jetzt kann ich sagen: Ich bin ein "kleiner" Kelly- Fan !!! :D

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Ich fand früher die Kelly Family sehr gut, sie waren gemeinsam stark, nach außen und sie gab es immer zusammen. Nach der Trennung mussten sich alle finden und dies sieht man in diesem Buch sehr genau, es ist die Geschichte von Jimmy und wie er wieder auf die Strasse kam. Wenn ihr jetzt denkt warum, geht ein Kelly wieder auf die Strasse sie waren ja berühmt, ja das waren sie alle zusammen, aber nicht einzeln. In diesem Buch bekommt man einen genauen Einblick in das Leben als Straßenmusiker und die ganzen Hürden die man meistern muss. Es ist alles nicht so einfach und das musste auch Jimmy jeden Tag sehen und er schrieb dieses Buch offen und ehrlich. Auch seine Familie hatte hier eine große Rolle. Es gab viele Situationen die Jimmy auf der Straße erlebte und viele interessante Leute die er kennen lernte und auch wir. Er fing an ohne seinen Namen zu verraten, er hatte Angst was die Medien mit der Information das er auf der Straße arbeitet tun, er hatte Angst vor denn negativen Schlagzeilen über seine Familie. Daher sagte er erstmal nichts, aber er merkte das es nichts hilft, zu schweigen und seine Beweggründe zu verraten, warum er auf der Strasse singt. Er musste seine Familie durchbekommen. Im Laufe des Buches wird Jimmy immer offener und ehrlicher, er lernt viele Leute kennen und ihre Schicksale. Es war ein sehr detaillierter ehrlicher Einblick in das Leben nach der Kelly Family. Mich haben auch die Schicksale und Emotionen der verschiedenen Menschen die Jimmy begegnet ist, sehr bewegt. Mein Fazit: Ich war überrascht aber auch fasziniert und fand es sehr schön so hautnah mitzuerleben wie es Jimmy jetzt geht und wie er sich wieder einen Namen macht.Ich war glücklich ihn mal einzeln kennen zu lernen und seinen faszinierten Weg mit ihm zu gehen.

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Ich bin seid neustem ein Kelly Fan und das genau seit dem Comeback der Kelly Family. Aber mir haben diese Dokus im Fernsehen einfach nicht gereicht. Ich wollte mehr erfahren und so bin ich auf die Biografie von Jimmy Kelly gestoßen. Das war auch das erste Mal für mich, dass ich eine Biografie gelesen habe und es hat mir wirklich gut gefallen. In diesem Buch geht es ausschließlich um den Menschen Jimmy Kelly. Wie er damit umgegangen ist, als sich die Familie irgendwann getrennt hat und jeder seinen eigenen Weg gegangen ist. Und dafür bewundere ich ihn sehr, mit wieviel Kraft und Elan er diesen neuen Lebensabschnitt begonnen hat. In diesem Buch geht es um seine Arbeit als Straßenmusiker. Er beschreibt seine schönen Momente, indem er Menschen mit seiner Musik glücklich machen kann, aber auch schlechte bzw. traurige Momente gehören dementsprechend dazu. Ich möchte euch gar nicht so viel verraten, aber ich kann euch versprechen es lohnt sich wirklich zu lesen. Zudem beschreibt er sehr berührend, wie er seelisch und körperlich an seine Grenzen ging, und das hat mich wirklich berührt. Zudem ist das Buch noch mit ganz tollen Bildern gestaltet, die auch zeigen, dass er diese Musik mit Leidenschaft macht und dass dies ein Teil von ihm ist. Ich habe davor wirklich großen Respekt. Mit viel Humor und Witz erzählt er seinen Lesern von der Zeit, als er auf den Straßen Deutschlands Musik gemacht hat. Das Ganze, was er dort erlebt hat, ist einfach unfassbar und ich fand es sehr interessant und mitreißend. Auch was er dann über seine Gefühle und die Bindung zu seinem Vater geschrieben hat fand ich wirklich außergewöhnlich. Ich finde es toll, einen so persönlichen Einblick in sein Leben bekommen zu haben. Er hat einfach schon so viel erlebt, ob das jetzt seine Kindheit mit der Kelly Family war oder jetzt sein ganz eigenes Abenteuer als erwachsener Mann. Ich finde ihn durch das Buch jetzt noch sympathischer als sowieso schon, denn mit dem Buch zeigt er, dass auch Stars nicht perfekt sind. Ich musste manchmal wirklich über seine Art und Weise lachen, denn er trägt sein Herz wirklich auf der Zunge. Er ist total lustig, obwohl er das, denke ich, manchmal gar nicht merkt. Ein wundervolles Buch über Jimmy Kelly, das einfach berührt und mitreißt. Ich finde seinen Lebensstil einfach so toll, dass man sich wirklich eine Scheibe von seiner Motivation abschneiden könnte.

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„Streetkid – Fluch und Segen, ein Kelly zu sein“ ist eine Biografie von Jimmy Kelly und erschien 2017 im Heyne Verlag. In den Neunzigerjahren füllen Jimmy Kelly und seine Geschwister die größten Hallen und Stadien in Deutschland, verkaufen mehrere Millionen CDs und verdienen ein Vermögen. Doch der Erfolg hat seinen Preis: Der "Family" muss sich jeder unterordnen. Erst nach dem Tod des Vaters, der innerhalb der Familie die Fäden fest in der Hand hielt, schafft Jimmy Kelly den Ausstieg aus der Familienband – und steht vor dem Nichts, denn das Erbe ist weg. In seiner Not besinnt er sich auf seine Wurzeln und zieht wieder als Straßenmusiker durchs Land. In Streetkid erzählt er erstmals, wie er aus seiner größten persönlichen Krise zu seiner wahren Berufung und zu sich selbst findet. Ehrlich, menschlich, sehr persönlich! Meine Meinung: Ich oute mich gerne als Kelly-Fan. In meiner Kindheit habe ich so einige Konzerte besucht (ich habe allerdings nie tagelang vor den Hallen geschlafen um in der ersten Reihe zu stehen), und die Musik lief bei mir einfach hoch und runter. Beim Video „Live at Loreley“ kann ich noch heute so ziemlich das ganze Konzert mitsingen und -sprechen. In den letzten Jahren wurde es ja ziemlich ruhig um die Kelly Family. Man wusste, es gab einen großen Knall und eigentlich hat wohl niemand mehr richtig damit gerechnet, dass es jemals ein großes Comeback geben würde. Umso überraschter waren die Fans in diesem Jahr als es für 3 Tage Konzerte in Dortmund geben sollte. Ich war sofort wieder infiziert, vom Kelly-Virus und natürlich haben wir Karten für eins der Konzerte in Dortmund gekauft. Weil wir aber so sehr im Baustress waren (das Konzert war im Mai und Ende Mai war schon der Umzug, und eigentlich war noch nichts richtig fertig im Haus), wollte ich die Karten eigentlich wieder verkaufen. Zum Glück hatte das nicht funktioniert! Das Comeback war grandios! Plötzlich konnte ich wieder alles mitsingen, und auch die vielen tausend Menschen in der Halle sangen mit und feierten die Kellys und das schöne Leben. Nicht nur einmal musste ich dicke Tränen runterschlucken. Passend zum Kelly-Comeback hat auch Jimmy Kelly eine Art Biografie geschrieben. Das Buch musste ich natürlich unbedingt lesen. Mit vielen Schulden und ohne jegliche Berufsausbildung weiß Jimmy manchmal so gar nicht wie er seine kleine Familie ernähren soll. Also geht er zurück auf die Straße und singt – was er eh sein Leben lang getan hat. Er lernt die Gesetze der Straße neu kennen, lernt unheimlich viele Menschen kennen und erzählt in seinem Buch von diesen Menschen und dem harten Alltag auf der Straße. Jimmy erzählt witzige Geschichten, aber vor allen Dingen auch Geschichten von Menschen, die mich tief berührt haben. Ich hatte manchmal einen Kloß im Hals, musste das Buch kurz zur Seite legen und mir bewusst machen was für ein tolles Leben ich habe. Jimmy hat es geschafft durch harte Arbeit all seine Schulden zu begleichen und sicherlich gebührt auch seiner Frau und Familie ein riesen großer Respekt. Seine Frau war viel zu oft alleine mit den Kindern, und hat Jimmy somit den Rücken freigehalten. Auch ich habe Jimmy vor einigen Jahren als Straßenmusiker in Cottbus gesehen. Ich war mit meiner Mutter im Shopping-Center und hörte Musik, die mir sehr bekannt war. Als wir uns umschauten, sahen wir Jimmy. Natürlich habe ich eine CD von ihm gekauft und wollte diese unterschrieben haben. Und wie das manchmal so ist, wenn man vor den Stars seiner Kindheit steht, dann traut man sich nicht. Also musste meine Mutter mir die ersehnte Unterschrift besorgen 😊 Auch wenn ich mich wiederhole, ich habe größten Respekt vor dem, was Jimmy in den letzten Jahren geschafft hat. Das Buch zeigt: wenn man nur will, kann man eigentlich alles schaffen. Respekt! Und den neu auferlegten Ruhm gönne ich Jimmy und dem Rest der Kelly Family sehr! Auf dass sie uns noch lange mit ihren großartigen Stimmen verzaubern werden… Keep on Singing!!!! Jimmy Kelly, eigentlich Victor James Kelly, wurde 1971 in Talavera de la Reina, Spanien, geboren. Als Mitglied der berühmten Kelly Family, einer einzigartigen Familienband, wurde er in den Neunzigerjahren zum Popstar und Teenie-Idol. Jimmy kehrte zu seinen Wurzeln zurück und spielt seit 2007 wieder auf den Straßen Europas sowie in Kleinkunsttheatern und auf Festivals. Er lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in der Nähe von Aachen. Fazit: 5 Sterne. Ich möchte mich ganz recht herzlich bei der Randomhouse Verlagsgruppe bedanken, die mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

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Ich war früher in den 90ern bis in die 2000er Jahre hinein großer Fan der Kelly Family und auf etlichen Konzerten. Damals erfuhr man nur recht wenig über die berühmte Musikerfamilie und privates schon gar nicht. Nun, Jahre später, bin nicht nur ich erwachsener geworden, sondern auch die Mitglieder dieser einzigartigen Musikerfamilie. Sie haben gelernt Individuen zu sein und alleine zu agieren. Genau darüber hat nun Jimmy Kelly ein Buch geschrieben. Er beschreibt in seinem Buch die Abnabelung von seiner Familie nach dem großen Erfolg und wie er es geschafft hat seinen eigenen Weg und seine eigene Identität zu finden. Man kann es sich gar nicht vorstellen, dass die Kelly Family, die in den 90er Jahren Millionen von Platten verkauft, tausende von Konzerten gegeben und Rekorde gebrochen hat, nur wenige Jahre später pleite sein soll. Genau so war es allerdings und so stand Jimmy Kelly Mitte der 2000er Jahre nicht nur ohne Job und ohne seine Geschwister da, sondern auch absolut pleite. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits seine Frau Meike an seiner Seite, ebenso wie zwei kleine Töchter. Und er konnte weder seine Miete bezahlen, noch garantieren, wie in der nächsten Woche das Essen auf den Tisch kommen sollte. Das ist bestimmt der Alptraum eines jeden Familienvaters, wie man sich vorstellen kann. Aber für jemanden wie Jimmy Kelly, der nie einen festen Beruf erlernt hatte und sich außerdem nie um Geld scheren musste, muss dies ein absoluter Tiefschlag gewesen sein. Genau so beschreibt er diese Zeit auch. Ich war überrascht ob seiner ehrlichen und offenen Worte. Der Weg dahin fiel ihm aber auch oft nicht leicht und genau das beschreibt er auch. Jimmy war schon soweit auf der Straße zu spielen, aber trotzdem gestand er in der Öffentlichkeit immer noch nicht, wieso er dies tat, dass er pleite war. Es brauchte erst ein sehr ernüchterndes Ereignis, dass ihn dazu brachte offen zu reden und zuzugeben, dass die Kellys pleite sind, dass vom einigen Ruhm nicht mehr viel übrig war. Jimmy beschreibt diese Erkenntnis ganz klar und ungeschönt in einem Kapitel dieses Buches. Und man nimmt ihm seine Worte ab. Jimmy Kelly erzählt hier mit Hilfe von Patricia Leßnerkraus generell nicht wirklich chronologisch. Er erzählt seine Geschichte zwischen dem großen Erfolg der Kelly Family bis hin zum großen Comeback im letzten Jahr häppchenweise in Form von kurzen Kapiteln. Tatsächlich sind diese zum größten Teil chronologisch, aber nicht in der Hauptsache. Tatsächlich geht es in den vielen Kapiteln um Ereignisse, die ihn wachgerüttelt haben, die ihm geholfen haben auf den Weg zu kommen, den er schlussendlich beschritten hat. Jimmy ist wieder zurück auf die Straße gegangen und hat sich hart erarbeitet was er sich aufgebaut hat. Er beschreibt seinen Weg nach dem großen Erfolg, als er sich als Opfer eines Systems sah, als er versuchte die Schuld bei jemand anderem zu suchen. Er beschreibt, wie er es geschafft hat aus diesem Sumpf aus Selbstmitleid heraus zu kommen und über seinen eigenen Schatten zu springen. “Ignore the moods” – dieser Spruch wurde zu seinem Motto, was bedeutete, dass er sich einfach zusammen riss, ungeachtet von Wind, Wetter und Launen und einfach sein Ding durchzog. Er erzählt, wie er sich sein neues Leben mit seiner eigenen Band, dem Street Orchestra, aufgebaut hat, wie er wieder auf einen guten und erfolgreichen Weg kam. Dabei erleben wir auch mit, was Jimmy mit dem titelgebenden Spruch “Fluch und Segen ein Kelly zu sein” meint. Ich habe dieses Buch als recht emotional erlebt, eben weil ich fand, dass Jimmy hier sehr offen und persönlich seinen Weg schildert und das muss ich ihm hoch anrechnen. Natürlich spielt auch seine Familie eine Rolle in diesem Buch. Aber nicht nur ausschließlich und genau das ist auch der Grund, warum dieses Buch doch sehr, sehr lange brauchte, bis es endlich erscheinen konnte, denn der erste Entwurf befasste sich zum größten Teil mit der Kelly Family und das sollte es ja eben nicht. Dieses Buch befasst sich mit Jimmy Kelly, dem Streetkid. Es setzt quasi dort ein, wo der große Erfolg der Kelly Family endete und es hört auf, kurz bevor die Kellys sich wieder als Band zusammen fanden. Jimmy lässt uns in seinen Kopf, lässt uns seinen inneren Wettstreit miterleben und das hat mir sehr gefallen mir Jimmy als Menschen nahe gebracht. Das Buch ist eine broschierte Ausgabe mit unheimlich vielen, schönen Fotoaufnahmen und einem sehr schönen Vorwort von Thomas Stachelhaus, einem seit Jahren befreundeten Fotografen der Familie und engen Freund. Fazit Jimmy Kelly hat mit seinem Buch Streetkid – Fluch und Segen ein Kelly zu sein wahnsinnig private Einblicke in sein Leben gegeben. Wir erleben ihn zu einer Zeit, als er ganz unten war und sich nur mühsam wieder nach oben arbeitete. Sehr persönlich und sympathisch, aber immer menschlich gewährt uns Jimmy hier Einblicke in sein Leben nach dem großen Erfolg der Kelly Family. Nicht nur für Kelly-Fans oder ehemalige lesenswert, sondern für jeden, der ebenfalls seinen inneren Schweinehund zu überwinden versucht und sich selbst finden will.

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Das Buch: Jimmy Kelly, einst erfolgreich mit der Kelly Family, steht nach Erbstreitigkeiten am Rande der Existenz. Da beschließt er, dass zu tun, was er schon als kleines Kind machte, um Geld zu verdienen: Straßenmusiker. Jimmy Kelly erzählt in diesem Buch über seine Rückkehr zur Straße, Begebenheiten während dieser Zeit, Geschichten rund um das Musizieren. Und letztendlich auch ein wenig den Weg zu sich selbst. Das Fazit: Rezension über wahre Begebenheiten und Erzählungen sind immer schwierig. Noch dazu als kleiner Kelly Family Fan. Da kennt man die Person Jimmy Kelly schon etwas länger. Und tatsächlich hatte ich das Gefühl, dass Jimmy mir mit seinem Akzent dieses Buch in meinem Kopf vorlesen würde. Jimmy erzählt in recht kurzen Kapiteln vorwiegend über seine Zeit als Straßenmusiker. Viele kleine Ereignisse bilden ein rundes Etwas. Leider fehlt doch ein Tick Tiefgründigkeit. Natürlich erzählt er, warum er die Entscheidung traf, wieder auf der Straße zu singen. Mit allen Konsequenzen. Doch es scheint alles nur Friede-Freude-Eierkuchen. Es fehlt dieser der letzte Biss. Ein wenig schien dieser Biss in den ersten Kapiteln durch, als er Parallelen zu seiner Vergangenheit zog. Doch leider hielt dies nicht länger an. Dann folgten viele Geschichten der Straße, die auch ab und zu im zeitlichen Rahmen umsortiert wurden, um das Buch runder zu machen. Die einzelnen Geschichten reihen sich aneinander. Doch sie bleiben kaum hängen. Sie bringen zum Teil den Leser zum Lächeln, manchmal sind sie traurig. Aber es bleiben kleine Episoden. Im letzten Viertel des Buches dreht es sich eher um die Entstehung und Entwicklung der Folkband. Interessanterweise setzt sich diese Band aus sehr unterschiedlichen Straßenmusikern zusammen. Und ich könnte mich heute noch ärgern, dass ich damals,2009, nicht zu dem Konzert von Jimmy Kelly und Band in einer Bar in unserer Stadt ging. Aber sei es drum: dieses Datum gab mir ein wenig Halt in der zeitlichen Anordnung von Jimmys Erzählungen. Denn es werden kaum Daten oder Jahreszahlen genannt. Dies bleibt doch ein wenig schwammig zurück. Siehe Punkt Tiefgründigkeit. Ein wenig cheesy wird es dann doch Richtung Ende des Buches. Nämlich dann, wenn Jimmy von seinem Trip nach Lourdes und dem Grab seiner Mutter erzählt. Doch das gehört irgendwie zu ihm dazu. Denn erst dann fand er Frieden mit sich, seiner Familie und der Welt. Dann ist es auch wieder in Ordnung. Geschrieben wurde dieses Buch sehr einfach. Jimmy, mit der Hilfe von Patrica Leßnerkraus erzählt sehr simpel seinen Lebensabschnitt. Klar wird dies in der Danksagung. Da entschuldigt sich Jimmy sogar für seine Sprache. Dies hätte er so durchgesetzt. Und das macht ihn wieder sehr sympathisch. So wirkt er eigentlich im ganzen Buch über. Gestalterisch ist dieses Buch wunderbar aufgebaut. Viele Fotos von Thomas Stachelhaus schmücken das Buch, dass doch in einem ungewöhnlichen Format daherkommt (und schwer ist!). Leider kann man hier schnell die kurze Bemerkung auf der Seite vor dem Inhaltsverzeichnis überlesen. Denn da steht, was eigentlich offensichtlich ist: die Fotos haben nichts mit den Erzählungen im Buch zu tun. Manchmal haben sie den Anschein. Mehr nicht. Denn wirklich, wenn man pleite ist, hat man keinen Fotografen an seiner Seite um die Geschichten zu fotografieren. Aber die vier oder fünf Orte, wo der Fotograf Jimmy begleitete (für die Fotos zum Buch) reichen völlig aus, um das Feeling der Straßenmusik und von Jimmy dem Leser näher zu bringen. Dieses Buch ist das Beste Beispiel, dass gute Bilder ein Buch wahnsinnig aufwerten können. Zusammenfassend bringt dieses Buch doch einen guten Blick hinter die Kulissen. In die Zeit nach der Kelly Family und all dem Ruhm. Man kann Jimmys Freude am Leben sehr spüren. Und die Aufmachung des Buches ist eh gelungen. 3 Sterne + 1 Stern, da ich ein großes Kelly-Herz habe

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Als Familienmitglied der Kelly Family erlebt Jimmy Kelly große musikalische Erfolge. Doch nachdem der Vater gestorben ist und es Probleme bei der Aufteilung des Erbes gibt, gerät Jimmy in eine große finanzielle Krise. Um seine Familie ernähren zu können, wagt er den Schritt zurück auf die Straße. In diesem Buch berichtet er davon, was er in den verschiedenen Innenstädten in ganz Deutschland erlebt hat und wie die vielen Begegnungen mit ganz unterschiedlichen Menschen ihn geprägt und verändert haben. Jimmy Kelly gibt hier einen ganz persönlichen und offenen Einblick in sein Leben, aber auch in den typischen Alltag eines Straßenmusikers. Er beschreibt, wieviel Überwindung es ihn gekostet hat, wieder in den Fußgängerzonen aufzutreten und sich dem ständig wechselnden und äußerst kritischen Publikum zu stellen. Beim lesen kann man richtig miterleben, wie er nach und nach wieder an Selbstvertrauen gewinnt und auch schwierige Situationen meistert. Mir hat besonders gefallen, dass Jimmy auch Dinge anspricht, über die sonst kaum gesprochen wird. So thematisiert er, wie schwer es Städte Straßenmusikern machen, überhaupt legal auftreten zu dürfen. Auch berichtet er von Gesprächen mit älteren Menschen, deren Rente kaum zum Überleben reicht. Jimmy kommt im Buch sehr sympatisch rüber und wirkt nicht wie ein unnahbarer Star. Seine Erlebnisse sind unterhaltsam zu lesen, aber haben mich auch oft berührt. Ganz besonders sind auch die vielen Farbfotos, die ganze Seiten im Buch füllen und einen Eindruck von den Auftritten des Sängers geben. Insgesamt war ,,Streetkid" für mich eine sehr aufschlussreiche Lektüre. Wer sich genauso wie ich dafür interessiert, wie es nach den 90ern mit den Kellys weitergegangen ist und was Jimmy auf der Straße erlebt hat, sollte dieses Buch lesen. Gerne empfehle ich es hier weiter.

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Wer kennt sie nicht, die bekannteste Musiker-Familie der 90er? Auch wenn ich kein Fan war, so habe ich in den letzten Jahren die Entwicklung der einzelnen Mitglieder verfolgt. Jimmy Kelly und seine Geschwister zogen als Straßenmusiker quer durch Europa, bis es zu dem riesen Durchbruch kam und sie ganze Konzerthallen füllten. Vom Vater zum Erfolg gedrängt, von Fans belagert,... die Kinder hatten es nicht immer leicht. Und dennoch ist jeder seinen Weg gegangen, auch wenn dies die Trennung der gemeinsamen Musik-Karriere bedeutet hat. In seinem Buch erzählt Jimmy wie er mit dem Ruhm und der Karriere klar kam, und mit dem Absturz, als das Geld ausblieb. Man geht immer dvon aus, Prominente müssen ja reich sein, und verfügen jederzeit über genügend Geld. Doch genau so ist es eben nicht. Ich stelle es mir schwer vor, wenn man all diese Privilegien gewohnt ist, und dann vor einem Bankmitarbeiter steht, der einem mitteilt, daß das Konto gesperrt ist. Solche Dinge passieren also nicht nur "normalen" Menschen. Auch der psychische Druck ist nicht ohne, und es hat einige Zeit gedauert, bis Jimmy sich wieder an seine Wurzeln erinnert hat und den Weg zurück zur Musik fand. Ehrliche Musik, die er auf den Straßen dieser Welt verbreitet. Eine große Hilfe auf seinem Weg ist seine Familie. Seine Frau und die Kinder liebt er, denn von ihnen erzählt er auf sehr einfühlsame und liebevolle Art. Ich habe schon einige Biografien gelesen, auch von Mitgliedern der Kelly Familie. Es war interessant Jimmys Sicht auf sein Leben zu erleben, und ich glaube, dieses Buch ist nicht nur für Fans lesenswert. Denn es erzählt die Geschichte eines Mannes, der einen langen Weg gegangen ist, auf der Suche nach sich selbst. Die Familienmitglieder erschienen mir schon immer sehr mit sich im Reinen und sehr besonnen, und diese Biografie hat meine Meinung verstärkt.

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