Leserstimmen zu
Begraben

Simon Kernick

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1990 ist Henry Forbes 25 Jahre alt und Dozent für Humanwissenschaften in Brighton. Seine Freundin Katherine Sinn, genannt Kitty, hat dort gerade ihr Studium beendet. Beide sind erst seit wenigen Monaten ein Paar, als sie zum Urlaub nach Thailand fliegen. Doch nach wenigen Tagen verschwindet Kitty dort spurlos. Trotz intensiver Suche bleibt sie verschollen ... bis ihre Leiche 2016 in England gefunden wird. Was ist vor gut 25 Jahren geschehen? Nichts deutete damals darauf hin, dass die junge Frau Thailand verlassen hatte. Als Detective Ray Mason den Anruf eines Anwalts namens Reedman erhält, der behauptet, er vertrete Henry Forbes, und dieser habe brisante Informationen zum Verschwinden von Kitty Sinn, fährt er für ein Treffen zum Haus des Anwalts. Doch bevor Forbes erzählen kann, was er weiß, erscheint ein Killerkommando und ermordet ihn und Reedman. Mason überlebt, und ihm ist nun natürlich klar, dass es sich im Fall von Kitty Sinn um eine große Sache handeln muss. Doch er steht bei Null, weiß nicht, wo er anfangen soll zu ermitteln, als Leichenteile einer anderen, ebenfalls vor langer Zeit ermordeten jungen Frau gefunden werden. Und er erhält den Anruf der ehemaligen Polizistin und nun Privatdetektivin Tina Boyd, die ihn dringend um ein Gespräch in der Angelegenheit bittet. Zusammen nehmen sie schließlich eine vielversprechende Spur auf und geraten in der Folge von einer gefährlichen Situation in die andere, denn die Killer sind ihnen schon sehr bald auf den Fersen. Resümee: Dies ist ein von Anfang an sehr spannender Thriller voller Aktion und interessanten, zum teil ungewöhnlichen Charakteren - allen voran natürlich die Protagonisten Detective Ray Mason und Tina Boyd. Ersterer ist zu seinem Leidwesen von der Abteilung für Terrorismus-Bekämpfung ins Morddezernat versetzt worden. Er ist ein Einzelgänger und immer fest entschlossen, das zu tun, was er für richtig hält - koste es, was es wolle. Aus seiner Perspektive wird das Geschehen in der Ich-Form erzählt. Tina Boyd war früher Ermittlerin bei der Polizei, arbeitet jetzt aber als Privatdetektivin. Sie ist von ähnlichem Naturell wie Ray Mason und schreckt ebenfalls vor keiner gefährlichen Aktion zurück. Der Autor hat immer wieder in genau der richtigen Dosis ein paar Informationen zur beruflichen und privaten Vergangenheit der beiden eingefügt, die ihr Verhalten und Masons schwierige Stellung bei den Kollegen erklären. Die Handlung ist so bildhaft und lebendig, dabei in einem genau richtigen Maß an Detailliertheit geschildert, dass sie vor dem Auge des Lesers wie ein Film abläuft, dem man sich nur schwer entziehen kann. Thematisch geht es im Rahmen der Verbrechensaufklärung auch um Menschenhandel, Ritualmorde und Snuff-Movies. Dass der Thriller mit einem Cliffhanger endet, finde ich einerseits natürlich höchst unbefriedigend, andererseits macht es natürlich neugierig auf Folgebände - ... Fazit: ... ich erwarte sie mit Spannung!

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