Leserstimmen zu
Ein notwendiges Übel

Abir Mukherjee

Sam-Wyndham-Serie (2)

(12)
(9)
(6)
(1)
(1)
€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Spannender historischer Kriminalroman

Von: Schatzi78

03.09.2018

Der Roman von Abir Mukherjee hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Neben der spannenden Krimi-Geschichte versetzt der Autor den Leser mit seinem anschaulichen Erzählstil in die Kolonialzeit Britisch-Indiens Anfang des letzten Jahrhunderts. Der Autor zeichnet ein faszinierendes Bild Indiens, mit all seinen kuturellen und landschaftlichen Besonderheiten und Geheimnissen, die für einen Europäer exotisch klingen. Auch die Hauptfigur des Scotland-Yard-Ermittlers Sam Wyndham fesselt den Leser. Die Geschichte ist gut und routiniert erzählt und bleibt bis zum Schluss spannend. Ich kann das Buch nur empfehlen und werde mir sicherlich noch den ersten Teil der Sam-Wyndham-Serie "Ein angesehener Mann" von Abir Mukherjee kaufen.

Lesen Sie weiter

Fremdes Land

Von: Susanne Winand

01.09.2018

Der zweite Roman von Abir Mukherjee um den britischen Ermittler Sam Wyndham und seinen indischen Sergeant Banerjee führt im Jahr 1920 in das ferne unabhängige Fürstentum Sambalpur. Der Thronfolger wurde ermordet und obwohl die britische Kolonialmacht dort keine Befugnis hat, ermitteln sie im Auftrag des Maharadschas. Ihre Nachforschungen bringen nicht nur sie in große Gefahr und es sind weitere Tote zu beklagen. Dem Autor gelingt es vortrefflich, die fremde Welt und die längst vergangene Zeit lebendig zu schildern und dieses Buch wird mit jeder Seite spannender.

Lesen Sie weiter

Ein notwendiges Übel, der 2. Teil um Captain Sam Wyndham spielt in Britisch-Indien (1920) - der Roman ist allerdings auch ohne seinen Vorgänger verständlich - wobei das Ermittlerduo Wyndham und Banerjee den Anschlag auf den Thronprinzen Sambalpurs untersucht. Dafür reisen sie nach Sambalpur an den Hof des dortigen Maharadschas, wo jeder ein Motiv zu haben scheint und das Land noch mehr indisch als britisch ist. Man erfährt viel über das Leben in der damaligen Zeit, insbesondere über das Leben am Hofe und den Prunk einer Fürstenfamilie, die von den einfachen Bewohnern wie Götter verehrt werden. Aus britischer Sicht erzählt, werden einige Vorurteile aufgezeigt, teils auch schockierend gut. Es ist ein Roman, der Lust auf eine Indienreise macht, um die genannten Schauplätze auch mit eigenen Augen zu sehen, aber vielleicht nicht unbedingt in der Monsunzeit. Mir hat der Schreibstil Mukherjees gut gefallen, er lässt sich viel Zeit, um die Szenerie zu beschreiben, wunderbar detailreich und auch die Handlung nimmt nur langsam Fahrt auf, das Ende hingegen ist sehr schnell und plötzlich erzählt und kommt etwas abrupt. Es enthält schöne Wendungen, die zwar teils vorhersehbar sind, aber meinen Lesegenuss nicht allzu sehr störten. Mir hat das Buch gefallen und ich habe Lust bekommen, auch noch Teil 1 zu lesen.

Lesen Sie weiter

kein Pageturner

Von: Marco

28.08.2018

Die Handlung ist überschaubar und zieht sich etwas, schön sind die Beschreibungen exotischer Prachtentfaltung. Sprachlich wird ein eher moderner Ton angeschlagen, der mir bei der Vorstellung der kolonialen Welt etwas im Wege steht. Insgesamt eher reizvoll für anglophile Leser.

Lesen Sie weiter

Ein notwendiges Übel

Von: Renate Tandler

28.08.2018

Der Anfang ist etwas gewöhnungsbedürftig, weil man ins Indien der 20er Jahre geführt und mit zahlreichen indischen Fachausdrücken konfrontiert wird. Deshalb muss man häufig das am Ende angefügte Glossar zu Rate ziehen. Aber wenn man sich dann durch die ersten Kapitel gelesen hat, in denen man auch man vieles über die Zeit der Kolonialmächte und die indische Mentalität erfährt, baut sich nach und nach Spannung auf, so dass man das Buch schließlich nicht mehr weglegen möchte.

Lesen Sie weiter

Ein Jahr nach seiner Ankunft in Britisch-Indien und seinem ersten Fall wird der Sam Wyndham erneut mit einer Mission betraut: Der Thronfolger von Sambalpur ist ermordet worden und die Regierung hat großes Interesse an der Ergreifung des Täters. Sam und sein indischer Freund und Sergeant Surrender-not reisen ins Reich des ermordeten Maharadschas und decken mühsam die Hintergründe des Mordes im undurchschaubaren Machtgefüge von Sambalpur auf … . Sam Wyndham kehrt zurück. Und, man möchte es kaum glauben, sogar noch besser als im ersten Teil „Ein angesehener Mann“ der Reihe. Erneut entführt Mukherjee seine Leser in ein fremdes Land und beeindruckt durch seine hervorragenden Kenntnisse, was die Eigenheiten dieses Landes und jener Zeit betrifft. Der zweite Teil der Sam Wyndham-Reihe macht, genauso wie der erste, schlichtweg süchtig und man muss sich zwingen, das Buch aus der Hand zu legen. Zu den wirklich beindruckenden Hintergrundinformationen gesellt sich ein flüssiger, hochwertiger und äußerst angenehmer Schreibstil, der sein übriges dazu tut, dass an immer weiterlesen möchte Mukherjee besitzt außerdem einen ungewöhnlichen Humor, der einem immer wieder zum Schmunzeln bringt. „Ein notwendiges Übel“ ist Historienroman, Krimi und Thriller in einem. An manchen Stellen schimmert sogar ein ganz klein wenig eine zarte Liebesgeschichte hervor. Und auch hier zeigt sich der Ermittler Sam Wyndham von seiner herrlich erfrischenden Seite, in dem er nämlich absolut nicht dem gängigen Klischee eines Ermittlers entspricht, sondern Schwächen zeigt. Auch die Ausflüge in „seine“ Opiumwelt finden hier im zweiten Teil genauso Beachtung wie schon im ersten. Doch trotz der unkonventionellen Beschreibung der beiden Ermittler liest sich Abir Mukherjees zweites Buch an vielen Stellen wie ein klassischer Krimi im Stil von Agatha Christie. Der verzwickte Plot lässt einen miträtseln und selbst Überlegungen anstellen. Mukherjee hat die Handlung sehr geschickt aufgebaut und lenkt den Leser immer wieder in eine andere Richtung, so dass in keiner (Lese-) Minute Langeweile aufkommt. Man wird von der Handlung wirklich mitgerissen, so rasant geht sie voran. Vor allem auch aus handwerklicher Sicht lässt Abir Mukherjee keine Wünsche offen. Er beschreibt souverän die Geschehnisse und macht dies auch so bildhaft, dass man meint, unmittelbar dabei zu sein. Auch als Laie sind die politischen Rangeleien und Verstrickungen einigermaßen gut erklärt, dass man ihnen zumindest folgen kann. Und selbst wenn man als Leser an solchen Intrigen nicht interessiert ist, richtet Mukherjee sein Augenmerk dazwischen immer wieder auf andere Dinge, so dass man niemals genervt das Buch zur Seite legt. Das liegt aber auch an der nahezu perfekten Ausdrucksweise des Autors, der einen sämtliche Dinge, die langatmig sein könnten, vergessen lässt. Die historischen und/oder politischen Aspekte sind jedoch gegenüber der Krimihandlung sehr ausgewogen gehalten und wirken dadurch weder konstruiert noch explizit ausufernd. Genau genommen ist es genau die richtige Mischung, die Mukherjee hier anwendet: Auf der einen Seite unterhält er den Leser, der „nur“ unterhalten werden will, auf der anderen Seite informiert auch diejenigen Leser, die neben der Unterhaltung auch ein Stück Geschichte miterleben wollen. Auch hier möchte ich gern das Wort „perfekt“ verwenden. Als Fan bleibt mir nur zu hoffen, dass Abir Mukherjee mit seiner Sam Wyndham-Reihe weitermacht – oder zumindest seine schriftstellerische Tätigkeit nicht einstellt. 😉 . Fazit: Fast besser als der Vorgänger. Witzig, spannend, informativ und äußerst stimmungsvoll. © 2018 Wolfgang Brunner für Buchwelten

Lesen Sie weiter

Abir Murkherjee - Ein notwendiges Übel Format: Taschenbuch Vielen Dank für die Auswahl als Testleser und damit für das vorliegende Rezensionsexemplar. Mit diesem historischen Krimi legt Abir Murkherjee den zweiten Teil der Wyndham-Reihe vor. Ich habe den ersten Teil nicht gelesen, was weder den Einstieg in die Buchgeschichte erschwerte, noch das Verständnis für Handlungsgeschehen und Handlungsort beeinflusste. Ich spoilere schon etwas, denke aber es hält sich noch im Rahmen. Captain Sam Wyndham, eigentlich Brite, aber seit einem Jahr in Indien lebend und arbeitend, wird zusammen mit Sergeant Surrender-not Banerjee zum Schutz des Prinzen Adhir Sing Sai abgestellt. Der Prinz, Sohn und Thronfolger des Maharadschas des kleinen Fürstentums Sambalpur, nimmt als dessen Vertreter an einem Treffen unabhängiger Fürstenstaaten in Kalkutta 1920 teil. Gleichzeitig bittet eben dieser Prinz seinen alten Studienkameraden Banerjee um Hilfe, da er in seiner Heimat Briefe erhalten hatte, die ihn warnen sollten. Auf der Rückfahrt von den Feierlichkeiten zum Hotel wird der Prinz vor den Augen von Wyndham und Surrender-not erschossen und trotz sofortiger Verfolgung seitens Wyndhams, kann der Attentäter fliehen. Schnell ist man sich in den oberen Etagen der Polizeikreise einig und will den Fall als Attentat eines Fanatikers abtun und unter den Teppich zu kehren. Allein Wyndham und Surrender-not können sich damit nicht abfinden und versuchen, Näheres herauszufinden. Allerdings erhalten sie keine Befugnisse im Mordfall weiter zu ermitteln, weder in Kalkutta und erst recht nicht in Sambalpur, wo Wyndham den Grund für die Ermordung vermutet. Also reisen beide als Privatpersonen nach Sambalpur, um einerseits an der Beisetzung des Prinzen teilzunehmen, aber auch Undercover zu ermitteln, um der Wahrheit näher zu kommen und den Fall zu lösen. Abir Murkherjee bietet dank seiner bildhaften und spannenden Schreibweise Einblicke in eine Welt, die uns fremd und exotisch erscheint. Lebhaft konnte ich mir den Palast des Maharadschas vorstellen, konnte den unermesslichen Reichtum, erschaffen durch den Verkauf von Diamanten, fühlen. Auch Einsicht in das alltägliche Leben, die politische Situation und religiöse Strömungen wurden verständlich und anschaulich erklärt, ohne das die Geschichte darunter leidet, weil alles geschickt in den Handlungsablauf eingebunden wurde. Schwierigkeiten hatte ich allerdings anfangs. Obwohl locker und flüssig geschrieben (bzw. übersetzt), machte mir gerade dieser „schnodderige“ Ton zu schaffen, weil ich mit den teilweisen ironischen, sarkastischen und zynischen Ausdrücken, die die Protagonisten an den Tag legten und deren dazugehörigen Charakteren nicht zurechtkam. Je weiter ich mich aber in die Geschichte einlas, umso vertrauter wurde mir dann diese „Unterhaltungs- und Denkweise“ der Personen. Ich sollte doch noch den ersten Teil lesen, denn der zweite ist auf alle Fälle empfehlenswert,

Lesen Sie weiter

Macht Lust auf mehr...

Von: Teichleseer

20.08.2018

Ein lesenswerter Krimi, dessen Ermittler Opium raucht und mit britischen Vorurteilen der Zeit behaftet ist. Er macht sich Gedanken zu diesen Vorurteilen und geht ganz in seinen Ermittlungen auf. Abgelenkt durch seine Beziehung zu einer Halbindern findet er doch noch zur gesuchten Wahrheit und Gerechtigkeit. Sam Wydham und Surrender-Not ermitteln unaufgeregt und very british, denn solange es schwarzen Tee gibt, gibt es Hoffnung. Das Buch macht Lust auf Fälle der beiden Ermittler, die fast ein bißchen an ein klassisches Ermittlerpaar erinnern.

Lesen Sie weiter