Leserstimmen zu
Gott wohnt im Wedding

Regina Scheer

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Hardcover
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Spannender Roman durch Generation

Von: Monal

07.05.2019

Man kann dank Regina Scheer fast die Blumensträuße riechen die in der "SCHÖNE FLORA" gebunden werden. Ein fesselndes aber doch politisches Buch über Generationen hinweg, dass einen in die Geschichte mit ihnen / um sie herum hinein zieht und man mit Spannung dem Geschehen im Jetzt folgt... Einen Stern Abzug, da teilweise wirklich schwer zu lesen. Gott sei dank ist am Buchende eine kleine Übersicht und Geschichte zu den jeweiligen Charakteren zu finden.

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Das alte Haus im Wedding knackt… …und lauscht den Geschichten der Menschen, die in seinen Wänden nun wohnen, und erinnert sich an seine eigene Geschichte mit all den Menschen mit ihren Schicksalen, die in seinen Wänden gewohnt, gelebt und geliebt haben. Es ist erstaunt, wie eng diese Schicksale miteinander verknüpft sind – für die Menschen manchmal nicht begreifbar… Das alte Haus im Wedding knarrt… …und blickt auf Laila Fidler, einer jungen Sintiza, die in sein Hinterhaus gezogen ist, nichtsahnend, dass ihr Vorfahren ebenfalls hier einmal Zuflucht gefunden haben. Laila, die mit ihrer Familie als Spätaussiedler aus Polen nach Deutschland gekommen ist, fühlt sich zerrissen: Ist sie eine Deutsche? Ist sie eine „Zigeunerin“? Wohin gehört sie? Sie hadert mit ihrer Herkunft und verschweigt sie lieber aus Angst, geächtet zu werden. Sie ist eine Vertriebene in der eigenen Heimat… Das alte Haus im Wedding stöhnt… …und erkennt in dem alten Mann, der seit einigen Tagen unter seinem Torbogen steht, Leo Lehmann wieder, der in den Jahren des Nationalsozialismus als Jude untertauchen musste und mit seinem besten Freund Manfred Neumann im Untergrund operierte. Mit dem Mut und der Kraft der Verzweifelten kämpften sie ums Überleben, bis Manfred hier in der Wohnung von Gertrud Romberg verhaftet wurde. Leo überlebte und wanderte nach Israel aus. Nun ist er nach Jahrzehnten wieder in Berlin in Begleitung seiner Enkelin, die in dieser Stadt ihre Zukunft sieht… Das alte Haus im Wedding knarzt… …und schaut voller Sorge auf Gertrud Romberg, die seit ihrer Geburt hier lebt. Sogar die traumatischen Geschehnisse rund um die Verhaftung von ihrem geliebten Manfred konnten sie nicht zum Wegzug bewegen. Wo sollte sie auch hin? Jetzt ist es zu spät: Sie ist alt! Doch die neuen Investoren des Hauses möchten sie gerne loswerten, aber sie wird sich nicht vertreiben lassen. Wenn sie stirbt, dann hier in diesem Haus im Wedding… Das alte Haus im Wedding brennt… …und muss so dem Fortschritt weichen. Aber ist Fortschritt nicht auch nur eine andere Form von Vertreibung? Die Figuren in Regina Scheers Roman sind allesamt Flüchtende: Sie fliehen vor Bedrohungen wie Krieg und Verfolgung. Sie fliehen vor Armut und Unterdrückung. Sie fliehen aber auch vor der eigenen Geschichte. Und doch suchen sie alle eine Identität und ein kleines Stückchen Heimat, eine Ahnung von „zuhause sein“. Diese Sehnsucht nach Heimat und das Gefühl der ständigen Entwurzelung formen die Seelen dieser Menschen. Sehnsucht: Endlich angekommen sein! Regina Scheer packte mich als Leser emotional am Schlafittchen und rüttelte am Fundament meiner Existenz. Eine spürbare Trauer durchzieht diesen Roman und lässt mich nachdenklich zurück. Bei der Lektüre schwirrten mir immer wieder Fragen durch meinen Kopf: „Was bedeutet Heimat für mich?“ und „Was wäre ich, wenn ich plötzlich heimatlos wäre?“. Ich musste dann die Lektüre unterbrechen, Luft holen, Gedanken ordnen…! Trauer…! …und doch verlässt uns der Roman auch wieder mit dem Funken der Hoffnung nach einem Neubeginn: Das alte Haus im Wedding ist nun Geschichte! Aber eine neue Geschichte beginnt…!

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Gott Wohnt im Wedding von Regina Scheer ist ein ordentliches Buch, Passagenweise sogar mehr als ordentlich bis gut. Ich habe zwei offizielle Rezensionen gefunden, ein Lob, einen Verriss. Gott Wohnt im Wedding liegt qualitativ tatsächlich irgendwo dazwischen. Hoch gesteckte Ziele Das Projekt ist an sich sehr anspruchsvoll. Die Geschichte eines Hauses und seiner Bewohner wird vom Ende des 19. Jahrhunderts bis fast heute erzählt. Der Fokus liegt auf den Erniedrigten und Beleidigten. Lose strukturierte Geschichte, die lang herausgezögerte Wiederbegegnung zwischen dem aus Israel zurückgekehrten Leo Lehmann, der in den vierziger Jahren als jüdisches „U-Boot“ (Bezeichnung für untergetauchte Juden) in Berlin gelebt hat und der etwa gleichaltrigen Gertrud Romberg, bei der er manchmal übernachtet hat, und von der er glaubt, verraten worden zu sein. Ansonsten schieben sich mit der Zeit vor allem die im Haus lebenden Romafamilien in den Mittelpunkt. Die systemischen und privaten Vorurteile gegen Roma bilden den politischen Schwerpunkt des Romans. Gelungene und misslungene Geschichten Der hat seine Stärken und Schwächen. Gut erzählt sind alle Geschichten, die direkt aus den Lebenserfahrungen von Gertrud und Leo erwachsen. Auch die Art und Weise, wie die neuen Besitzer des Hauses im Wedding Minderheiten gegeneinander ausspielen, Besetzungen und Überbelegung, erst durch russische Familien, dann durch Roma, bewusst dulden, und sogar ermöglichen, um an bestehende Vorurteile anzudocken und neue zu schüren, damit langfristige Mieter herauszuekeln und am Ende das Haus abzureißen und einen teuren Neubau hinzustellen, ist gut erzählt, gibt dem Schlagwort „Gentrifizierung“ ein Gesicht. Auch die Gruppendynamiken innerhalb der Bewohnerschaften wirken glaubhaft, Scheer zeichnet keine heile Welt der Benachteiligten gegen die Mehrheitsgesellschaft, sondern selbst zutiefst von Vorurteilen durchzogene Minderheiten, die sich menschlich längst nicht immer korrekt verhalten – im Gegenteil. Gebrochene Helden also. Das ändert allerdings nichts daran, dass das gesamte Personal des Romans ein wenig wirkt, als sei es nur dazu da, Geschichtsdiskurse anzustoßen. Gott Wohnt im Wedding versammelt wirklich alles an Lebensgeschichten, was es braucht, um die vergangenen 150 Jahren mit Schwerpunkt auf den Nationalsozialismus durchzuackern. Das gerät Scheer stellenweise sehr hölzern und auch mehr als nur ein wenig bemüht. Ernsthaft? Ein sprechendes Haus? Apropos bemüht. Die Autorin hat sich tatsächlich dazu hinreißen lassen, Teile des Romans aus der Perspektive des Hauses zu erzählen. Ja: das Haus sagt „ich“. Das steckt so nervig quer im Text, dass man geneigt ist, die Szenen zu überblättern. Vor allem weil es relativ unnötig ist. Zwar wird so die Zeit „vor Gertrud“ abgedeckt, aber selbst das hätte man aus dem Text heraus angehen können. Alle diese Momente wären in Gesprächen zwischen Protagonisten besser aufgehoben gewesen, zumal ein Nebencharakter Historiker ist. Im Ganzen aber lohnt Gott wohnt im Wedding als Lektüre. Es ist ästhetisch keine Meisterleistung. Ein Modernismus mit angezogener Handbremse, der genau so viel an wechselnden Perspektiven erlaubt, wie sie auch Durchschnittsleser noch leicht ertragen können sollten. Politisch ist das Buch allein schon deshalb bedeutsam, weil es die immer noch herrschende Romaverfolgung in vielen Staaten Europas und die Ignoranz der wenigen Staaten, in denen Sinti und Roma zumindest mit etwas Glück halbwegs unbehelligt leben könnten, in den Blick rückt, insbesondere die Erklärung von osteuropäischen Staaten zu „sicheren Herkunftsländern“. Ja: Für die meisten seiner Bewohner mag der Balkan größtenteils sicher sein. Für Sinti und Roma definitiv nicht.

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Wer Berlin liebt wird dieses Buch lieben

Von: Sharleena62

28.04.2019

Die Geschichte eines Hauses, seiner Bewohner, einer Stadt - erzählt aus der Sicht des Hauses in einer Straße im Wedding, das die Zeit und seine Bewohner überlebt hat. Es ist ein stilles, leises Buch, das einen eintauchen lässt in die Geschichte und die Gegenwart. Man nimmt teil am Leben der Bewohner und taucht ein in deren Leben. Ein faszinierendes Buch für Leser, die Berlin lieben und die sich im Wedding auskennen. Aber auch für Menschen, die sich aufgrund des Buches dann in den besonderen Charme, den der Wedding ausmacht, verlieben. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich, wenn ich das nächste Mal in Berlin bin, ich den Wedding ganz neu zu entdecken werde und ich sicher mit einer anderen Wahrnehmung durch die Straßen gehen werde.

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Sehr empfehlenswert

Von: Gethsemane

28.04.2019

Das Buch passt zur aktuell erschreckend veränderten Haltung weiter Gesellschaftsteile nicht nur in Deutschland: in Zeiten zunehmender rechter Hetze und Diskriminierung von Menschen mit Fluchterfahrung und „Migrationshintergrund“ zeigt es anschaulich und erschütternd auf, was Ausgrenzung von Anderen, Flucht und Vertreibung für grausame Auswirkungen direkt und bis in die nächsten Generationen hat. Ein Haus im Berliner Stadtteil Wedding, im Jahr 1890 erbaut, erzählt von den Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religionen, die in diesen mehr als 100 Jahren in seinen Mauern gewohnt haben: „Ich habe überhaupt nur gehört, was hier auf meinem Hof, zwischen meinen Wänden geredet wurde, und nur gesehen, was da geschehen ist, und das reicht mir auch.“ Der Leser erfährt darüber hinaus durch auktoriale Erzählung mehr von den Lebensgeschichten, die die bedrückende jüngere deutsche Vergangenheit bis in die Gegenwart lebendig erscheinen lässt. Deutsche Fabrikarbeiter, Spätaussiedler aus Polen, Russland, Sinti mit ostpreußischen Vorfahren, rumänische Roma, eine alte Dame, die 1943/44 zwei verfolgten jüdischen Nachbarsjungen Unterschlupf gewährt hat, von denen der eine in ihrer Wohnung verhaftet wurde und der andere Jahrzehnte später aus Israel wegen einer Erbschaftsangelegenheit mit seiner Enkelin Berlin besucht: sie alle sind mehr oder weniger mit dem Haus verbunden und ihre Geschichten berühren sich und durch die behutsame Erzählweise auch den Leser. Man kann das Buch als spannenden Roman verschlingen und mag es nicht mehr aus der Hand legen. Wer sich aber die Mühe macht, sich mit den Bedeutungen der im Buch vorkommenden nicht alltäglichen Wörter aus der Geschichte der Sinti und Roma, der jüdischen Religion und Siedlungsgeschichte und den politischen Begriffen auseinanderzusetzen, kann noch viel mehr über die Situation der Menschen, um die es geht, erfahren. Das Buch habe ich mit großem Interesse gelesen. Es hat mich gefesselt und über vieles zum Nachdenke angeregt. Die Autorin kannte ich nicht, aber ich werde nun auf jeden Fall auch ihren Debütroman „Machandel“ lesen.

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Dieses Buch hat mich zutiefst berührt und bewegt. Mit einem sehr lebendigen, bildhaften Schreibstil gelingt es der Autorin, dass man schon ab Seite 1 von der Geschichte gefesselt ist. Stellenweise fiel es mir wirklich schwer mit dem Lesen aufzuhören. Man verfolgt das Leben verschiedener Personen, die alle ihre eigenen Geschichten haben. Geschichten, die Stück für Stück mehr entdeckt werden und ein Zeitzeugnis bilden. Dabei bleibt keine Figur nur schwarz oder weiß, sondern jede Figur entwickelt Ebenen. Durch den sehr guten Schreibstil fühlt es sich immer so an als würde man mit den Figuren (er)leben. Eine besonders charmante Idee: Selbst das Haus kommt als Protganist zu Wort. Ein spanneder Gedanke: Was würden die alten Häuser wohl zu erzählen haben, wenn sie könnten? Welche Geschichten haben sie erlebt? Welche Gespräche mitbekommen? Ein Buch, dass Jahrzehnte überspannt und teilweise zum Nachdenken anregt. Ich habe es auf jeden Fall sehr gern gelesen.

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Regina Scheers "Gott wohnt im Wedding" erzählt Geschichten aus dem Alltag eines Hauses und einiger seiner Bewohner*innen im Berliner Wedding. Über ein Jahrhundert deutscher Geschichte wird hier auf grandiose Weise erzählt. Ob die Kommentare zur Veränderungen der Zeiten durch das Haus, die Erinnerungen des jüdischen Großvaters, die Ansichten der jahrzehntelangen Bewohnerin oder die Überlegungen und Hoffnungen einer nach langer Reise dort Angekommen: Die Charaktere und ihre Hintergründe verweben sich und werden liebevoll dargestellt, ohne kitschig zu werden. "Gott wohnt im Wedding" lehrt Geschichte ganz nebenbei, ohne dabei den Zeigefinger zu erheben. Und das ist sehr wertvoll. Hier wird verschiedenen Meinungen Raum gegeben, die allesamt ihre Berechtigung haben. Selten habe ich in letzter Zeit ein Buch gelesen, das so vielseitig und so respektvoll Pluralität zum Ausdruck brachte. Gerade in unserer heutigen Zeit brauchen wir Geschichten, die uns verdeutlichen, wie wunderbar und wichtig unser Zusammenleben durch unsere Unterschiede wird - dass es kein Problem ist, anders zu sein, sondern wir alle durch ein bunteres Leben profitieren können. Und dieses Buch weist uns darauf hin, wie wir einander immer nur bis vor die Stirn sehen können. All die Kämpfe, die wir bereits ausgefochten haben und innerhalb derer wir uns immer noch befinden, prägen die Leben und Ansichten der Charaktere wie sie auch uns prägen. Ebenso zeigt es aber auch, wie wohltuend die Verbindung zu unseren Nachbarn und Nachbarinnen sein kann. Vor allem für Berliner*innen und jene, die sich in der Ferne nach dieser Stadt sehnen, eignet sich dieses Buch. Es entführt in die Stadtteile, wie sie sind und wie sie waren. "Gott wohnt im Wedding" ist Stadtspaziergang, Zeitreise und Blick in die Seele in einem. Eine wunderbare Erinnerung an das, was wirklich zählt im Leben und eine Ode an die Verschiedenheit der Menschen!

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Um damit zu beginnen, ich habe "Machandel" leider noch nicht gelesen, den preisgekrönten Debütroman Regina Scheers. Daher kann ich über "besser" oder "schlechter" nicht urteilen. Und eigentlich bin ich ganz froh darüber, ohne Erwartungen an diesen Roman gegangen zu sein. Es wäre nämlich immens schade gewesen, wenn er mich auch nur ein Deut weniger berührt hätte, weil ich falsche Vorstellungen im Kopf gehabt hätte. Das Buch erzählt die Geschichte eines Hauses im Wedding, einem an Geschichten reichen Berliner Stadtteil. 1890 erbaut, steht nun sein Abriss bevor. Zuletzt haben rumänische Wanderarbeiter dort gewohnt, meist Roma, und seit ihrer Geburt 1918 die alte Frau Romberg. Intensiv und mit offensichtlich viel Hintergrundwissen berichtet Frau Scheer über die Parallelen und Unterschiede im Umgang mit den Juden und den Roma im Dritten Reich. Sie erzählt von U-Booten (untergetauchte Juden, die versuchen den Häschern zu entkommen), von Arbeitslagern, von Schmerz, Verrat und Tod. Sie erzählt von den "Zigeunern", die vor, während und vor allem auch nach dem Krieg überall unerwünscht sind, von fehlender Anerkennung, mangelndem Schuldbewußtsein der Deutschen und Behördenterror. Ich habe mich immer für geschichtsbewußt gehalten und dennoch ist mir der Umgang mit den Sinti, den deutschen Roma, nur am Rande bewußt gewesen und schon gar nicht das Ausmaß der Verfolgung. Das Alles in einen Roman verpackt zu haben, der einerseits spannend geschrieben ist und andererseits die Zusammenhänge verdeutlicht, ist eine Kunst. In dem Berliner Mietshaus treffen Juden, Roma und Deutsche aufeinander, kreuzen sich Lebenswege. Da trifft der alte Leo Lehmann, gerade aus Israel mit seiner Enkelin eingetroffen, auf Gertrud Romberg, die ihn und einen Freund vermutlich an die Gestapo verraten hat. Aber hat sie wirklich? Dort wohnt Laila Fidler, die nicht ahnt, dass ihre Großeltern auch schon genau dieses Haus bewohnt haben. Laila, die in Deutschland aufgewachsen ist, versucht auch den vielen aus Rumänien eingereisten Roma bei den Behördengängen zu helfen. Ihr Stiefvater ist Mitglied einer Organisation, die Sinti und Roma eine Stimme geben möchte. Der Roman ist sicherlich nicht dafür geeignet, einfach zur Unterhaltung gelesen zu werden. Er ist nicht schwer zu lesen, nein, aber der Inhalt ist bisweilen schwer zu fassen. Und man muss schon bereit sein, mit dem großen Personal zu leben. Man kann eine derart breit gefächerte Geschichte nicht mit drei Personen erzählen. Schließlich wird ein Zeitraum von fast einhundert Jahren abgedeckt. Und dann, ja, das muss ich noch schreiben, brauchen wir solche Bücher derzeit. Jetzt, wo der Ruck nach Rechts deutlich spürbar wird und die braune Sauce wieder aus allen Abwasserkanälen quillt, sollten wir uns immer und immer wieder bewusst machen, dass wir unsere Geschichte noch lange nicht aufgearbeitet haben. Dass man eben nicht den Deckel auf den Topf setzen und die Geschichte verleugnen oder zu den Akten legen kann. Daher kann ich diesen Roman wirklich nur jedem ans Herz legen.

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