Gott wohnt im Wedding

Roman
Der neue Roman der Autorin von "Machandel"

Bestseller Platz 39
Spiegel Hardcover Belletristik

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Ein Haus. Ein Jahrhundert. So viele Lebensgeschichten.

Alle sind sie untereinander und schicksalhaft mit dem ehemals roten Wedding verbunden, diesem ärmlichen Stadtteil in Berlin. Mit dem heruntergekommenen Haus dort in der Utrechter Straße. Leo, der nach 70 Jahren aus Israel nach Deutschland zurückkehrt, obwohl er das eigentlich nie wollte. Seine Enkelin Nira, die Amir liebt, der in Berlin einen Falafel-Imbiss eröffnet hat. Laila, die gar nicht weiß, dass ihre Sinti-Familie hier einst gewohnt hat. Und schließlich die alte Gertrud, die Leo und seinen Freund Manfred 1944 in ihrem Versteck auf dem Dachboden entdeckt, aber nicht verraten hat. Regina Scheer, die großartige Erzählerin deutscher Geschichte, hat die Leben ihrer Protagonisten zu einem literarischen Epos verwoben voller Wahrhaftigkeit und menschlicher Wärme.

»Ein bewegender Roman.«

HÖRZU (29. März 2019)

Hardcover mit Schutzumschlag, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-328-60016-9
Erschienen am  25. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Leider nicht meins

Von: GaBo1412

17.04.2019

Der Klappentext hat Interessantes erahnen lassen in Bezug auf die Verbindung verschiedener Menschen mit einem Ort. Das Lesen ist mir sehr schwer gefallen, da ich keine Verbindung zu den unterschiedlichen Charakteren aufbauen konnte. Diese wechseln oft und springen in der Zeit vom Deutschland zu Hitlers Zeiten und der jetzigen Zeit. Auch kommen mir die Familienkonstruktionen sehr überladen vor. Mir ist es nicht gelungen, mir während dem Lesen zu merken, wer zu wem gehört. Es sind viele "Fachbegriffe" verwendet worden, die mir ein flüssiges Lesen schwer gemacht haben. Ich empfand dies als eine Mischung zwischen Biografie und Fachbuch. Leider ist dies nicht mein Thema und hat mich deshalb auch nicht sonderlich unterhalten. Ich kann mir jedoch gut vorstellen, dass dies ein tolles Buch ist, für jemanden, der sich in sowas wiederfindet bzw an der Geschichte interessiert ist.

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„Es wiederholt sich immer alles und doch ist es nicht dasselbe.“

Von: Barbara62

17.04.2019

Ihr 2014 erschienenes Debüt "Machandel" habe ich erst kürzlich entdeckt und war absolut begeistert von dieser gelungenen Verknüpfung aus Zeitgeschichte und Romanhandlung. Genau dies gelingt Regina Scheer auch in ihrem neuen Buch "Gott wohnt im Wedding". Im Personenregister, einem wegen der Vielzahl von Mitwirkenden hilfreichen Instrument, steht ein überraschender Protagonist ganz oben: ein Berliner Mietshaus in der Utrechter Straße im Wedding, erbaut um 1890 und nun Spekulationsobjekt und, „weil ich als Immobilie nicht mehr das Potential habe, den Mietwert zu erhöhen“, kurz vor dem Abbruch. Seine kursiv gedruckten Geschichten über seine Erbauer und Besitzer, die Mieter, die kamen und gingen, und sein Wissen darum, dass sich „alles wiederholt“, sind so spannend wie melancholisch, „jetzt, wo alles zu Ende geht“, und es „eine Ahnung von Endgültigkeit“ umweht. „Wenn man lange genug wartet, kommen hier alle wieder vorbei“, so auch der Jude Leo Lehmann, der ab 1943 mit seinem Freund Manfred als „U-Boot“, Untergetauchter, lebte. Nun ist er mit seiner Enkelin Nira wegen Erbangelegenheiten aus Israel nach Berlin gekommen und ausgerechnet in einem Hotel im Wedding gelandet. Im alten Haus in der Utrechter Straße lebt noch immer Gertrud Romberg, die den beiden Jungen damals Unterschlupf gewährte. Manfred wurde in ihrer Wohnung verhaftet und Leo hat nie erfahren, welchen Anteil Gertrud daran hatte. Die alte Frau ist an die hundert Jahre alt, schon ihr Vater wurde in diesem Haus geboren. Sie hat Manfred nie vergessen, nie geheiratet und nie über das gesprochen, was damals passierte. Der Handlungsstrang um Leo und Gertrud, der wiederum viele Einzelschicksale umfasst, hat mir ausnehmend gut gefallen, besonders auch die Geschichte von Leos Frau Edith. Ein weiterer Handlungsstrang umfasst das Schicksal der Sintiza Laila, die 1975 in Polen geboren wurde und als Spätaussiedlerin über Umwege 1991 nach Berlin kam. Sie hat studiert, lebt getrennt von ihrem Mann und hat einen Mietvertrag über drei Jahre, der demnächst ausläuft. Mit ihrem ausgeprägten Sozialbewusstsein kümmert sie sich um die alte Gertrud, um die vielen Roma-Familien aus Rumänien, die genauso wie Wanderarbeiter inzwischen im Haus leben. Ihre komplizierte, sehr ausführlich erzählte Familiengeschichte und die ihrer Schützlinge haben mich das ein oder andere Mal verwirrt, es war nicht leicht, Personen, Orte und Schicksale auseinanderzuhalten. Wichtiger ist aber ein großer Erkenntniszuwachs über die Geschichte und Tradition der sehr verschiedenen Roma-Gruppen, zu denen die Sinti als eine Untergruppe gehören, und über ihre fehlenden Perspektiven. Man merkt dieser geglückten Verbindung von Geschichte und Gegenwart die umfängliche Recherchearbeit von Regina Scheer deutlich an. Dass sie darüber hinaus so viel Wärme für ihre Figuren aufbringt und auf Schwarz-Weiß-Zeichnung weitgehend verzichtet, macht den Roman für mich empfehlenswert. Ich hatte das Glück, Regina Scheer am 10. April 2019 live bei einem Interview mit Lesung im Botnanger Buchladen in Stuttgart zu erleben. Wer die Gelegenheit dazu hat, sollte sie sich nicht entgehen lassen, denn die Autorin hat auch über den Roman hinaus viel zu erzählen.

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Vita

Regina Scheer, 1950 in Berlin geboren, studierte Theater- und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität. Von 1972–1976 arbeitete sie bei der Wochenzeitschrift «Forum». Danach war sie freie Autorin von Reportagen, Essays und Liedtexten und Mitarbeiterin der Literaturzeitschrift «Temperamente». Nach 1990 wirkte sie an Ausstellungen, Filmen und Anthologien mit und veröffentlichte mehrere Bücher zur deutsch-jüdischen Geschichte. Für ihren ersten Roman «Machandel» erhielt sie 2014 den Mara-Cassens-Preis.

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Events

25. Apr. 2019

Lesung

20:00 Uhr | Rostock-Warnemünde | Lesungen
Regina Scheer
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07. Mai 2019

Lesung

20:00 Uhr | Berlin | Lesungen
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13. Mai 2019

Besprechung von Regina Scheer "Gott wohnt im Wedding" im MDR Kultur Lesezeit

09:05 Uhr | Radio
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15. Mai 2019

Lesung im Rahmen von "Lesezeichen - Literatur live in Tegel"

19:30 Uhr | Berlin | Lesungen
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16. Mai 2019

Lesung

20:00 Uhr | Berlin | Lesungen
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22. Mai 2019

Lesung

20:00 Uhr | Greifswald | Lesungen
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23. Mai 2019

Lesung

19:00 Uhr | Anklam | Lesungen
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02. Juni 2019

Lesung im Rahmen des Festivals NEBEN DER SPUR

Wustrau | Lesungen
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04. Juni 2019

Lesung

20:00 Uhr | Osnabrück | Lesungen
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06. Juni 2019

Lesung und Gespräch

20:30 Uhr | Berlin | Lesungen
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26. Juni 2019

Lesung

Berlin | Lesungen
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19. Juli 2019

Lesung

20:00 Uhr | Kloster / Hiddensee | Lesungen
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13. Aug. 2019

Lesung

19:00 Uhr | Ludwigslust | Lesungen
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21. Aug. 2019

Lesung

19:00 Uhr | Berlin | Lesungen
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28. Aug. 2019

Lesung im Rahmen des Warener Lesesommer

19:30 Uhr | Waren (Müritz) | Lesungen
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07. Sep. 2019

Lesung

19:30 Uhr | Hamburg | Lesungen
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19. Sep. 2019

Lesung im Rahmen von „Leseland Hessen 2019“

Darmstadt | Lesungen
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26. Sep. 2019

Lesung

Berlin | Lesungen
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27. Sep. 2019

Lesung

Berlin | Lesungen
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06. Nov. 2019

Lesung

19:30 Uhr | Schwerin | Lesungen
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07. Nov. 2019

Lesung

Rostock | Lesungen
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22. Nov. 2019

Lesung

19:00 Uhr | Bremerhaven | Lesungen
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29. Nov. 2019

Lesung

20:00 Uhr | Berlin | Lesungen
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Pressestimmen

»Regina Scheers neuer Roman ist großartige Literatur.«

Lesart. Unabhängiges Journal für Literatur, Frühlingsheft 01/2019, Lena Panzer-Selz

»Regina Scheer mit einem gefühlvollen Roman Berliner Historie über Einheimische, Zugezogene, Verlierer, Verfolgte und Verachtete.«

Hellweger Anzeiger (16. März 2019)

»(...) ‚Gott wohnt im Wedding‘ ist ein so vielschichtiger wie praller Berlin-Roman, der Gegenwart und Vergangenheit auf vielen Ebenen miteinander verknüpft«

Jüdische Allgemeine, Frank Keil (21. März 2019)

»Regina Scheer ist ein bedeutender, aus Vergangenem schöpfender Gegenwartsroman gelungen und – so sei zu hoffen! – ein Roman, der in eine hellere Zukunft weist.«

Zweiwochenschrift Ossietzky, Walter Kaufmann (23. März 2019)

Weitere Bücher der Autorin