Leserstimmen zu
Nächstes Jahr in Havanna

Chanel Cleeton

Die Kuba-Saga (1)

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Nächstes Jahr in Havanna

Von: Anonym

17.09.2019

Das Cover des Buches hat mich sehr angesprochen. Die ersten Seiten des Buches waren schnell gelesen, bis es für mich zu langatmig wurde. Ich musste mich dann teilweise überwinden weiterzulesen. Es fehlte für meine Verhälnisse teils Spannung, aber auch das gewisse etwas, um mich zu fesseln, besser reinversetzen zu können und mitzufiebern. Gegen Ende des Buches wird es dann noch ein wenig emotional, was mich dann doch wieder etwas positiver stimmte. Leider hatte mein Exemplar einige Druckfehler, das ich manche Wörter kaum lesen konnte, aber da seh ich mal drüber hinweg, hat mit der Geschichte ja nichts zu tun. Mein Gesamtfazit: Würde es nicht nochmal lesen, aber ich würde auch niemandem von diesem Buch abraten. Jeder hat seinen Geschmack und sollte sich daher eine eigene Meinung bilden.

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"Die Exilanten sind die Historiker, die Hüter der Erinnerung an ein verlorenes Kuba, das beinahe vergessen ist." Ein Buch über starke Frauen, Frauen die angesichts lebensverändernder Entscheidungen auch mal unsicher sein dürfen. Ein Roman über Schicksale, die über Generationen von der Geschichte eines Landes geschrieben werden. Der Leser wird Zeuge von ersten Schritten in die Vergangenheit: Die Enkelin reist zurück an den Ursprung, in die alte Heimat der Familie, deren Zeit im Sehnen und Erinnern der Großmutter eingefroren zu sein schien. Auf diesem Weg wird der Leser Zeuge von Freundschaften und Familienbanden, denen weder Zeit noch Entfernung etwas anhaben können. Zwei Liebesgeschichten, die obendrauf eine gute Portion Fernweh bringen, gepaart mit einer Menge geschichtlichem Hintergrundwissen über Land und Mentalität. Ein Sommerbuch, das sich auch prima am Strand lesen lässt, verträumt romantisch - in der Story leider nicht immer überraschend. Berührend ist der sehr persönliche Brief der Autorin am Ende des Buches, in dem sie ihre eigene Verbindung zur Geschichte schildert. Fast wünsche ich mir, dieses eine Mal, das Ende des Buches zuerst gelesen zu haben.

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Das Buch „Nächstes Jahr in Havanna“ von Chanel Cleeton enthält 2 Romane in einem Buch. Es beschreibt die Erlebnisse von Großmutter Elisa zum Ende der Regierungszeit des Diktators Batista (1958-1959) und der ersten Monate der Revolution sowie ihrer Enkelin Marisol 2017. Die Familie ist privilegiert, sowohl in Kuba und auch anschließend in USA, wo mit dem erhalten gebliebenen Auslandsvermögen eine neue Existenz aufgebaut werden kann. In der Geschichte von Elisa wird die Geschichte Batistas angedeutet, der 1940 erst eine Verfassung mit initiierte, die als beste in Lateinamerika galt und sich 1952 dann als Diktator an die Macht putschte, ein Gewaltregime führte und sich hauptsächlich selbst bereicherte. Als Marisol 2017 ist Raoul Castro seit 9 Jahren Präsident von Kuba, seit November 2016 ist Fidel Castro tot. Da die Enkelin Marisol bei Ana, einer Freundin der Großmutter Elisa wohnt, kommen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Zeiten zur Sprache und werden gut gegenübergestellt. Beim Lesen stolpert man über kleinere Fehler in den angegebenen Beziehungen, z.B. Seite 142, als Elisas Freundin Ana über die Suche ihrer Eltern nach einem Verlobten für sie sucht. Ana „beneidet“ Elisa „um ihre drei älteren Schwestern“. Tatsächlich ist Elisa aber die dritte Tochter und hat damit nur zwei ältere und eine jüngere Schwester. Für mich sind solche Ungenauigkeiten Stolpersteine, die meinen Lesefluss hemmen. Marisols „Stolperstein“ steht auf Seite 179, als sie die Kathedrale von Havanna besichtigt. Ihre „Großmutter und“ deren „Geschwister sind hier getauft worden.“ Die Großeltern heirateten jedoch bereits in USA und in dem Buch müsste es Urgroßeltern heißen. Davon abgesehen liest sich das Buch flüssig und interessant. Liest sich einerseits gefällig als Roman(e) und ist nachdenkenswert in Bezug auf die Geschichte und eventuelle Lehren für die Gegenwart. Es gab damals bereits Flüchtlingsprobleme, wenn auch lokal begrenzt zwischen Kuba und überwiegend USA. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Kolonie der Exilkubaner in Florida (wohl überwiegend in Teilen von Palm Beach). Geschichte scheint sich immer irgendwo zu wiederholen! Insgesamt ist das Buch eine empfehlenswerte Lektüre, vielleicht auch als Vorbereitung auf eine Urlaubsreise nach Kuba.

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Diese ist Band 1 der Kuba-Saga. Es ist ein historischer Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt. Es wird aus der Sicht von Elisa (1958) und ihrer Enkelin Marisol (2017) erzählt. Zum Inhalt: Elisa ist Tochter eines Plantagenbesitzers in Havanna. Sie weiß kaum etwas über die politische Lage in Kuba. Elisa lernt einen Mann kennen, der tief in die politischen Umwälzungen verstrickt ist, die ihre Zukunft für immer verändern werden. 1958 steht Fidel Castro kurz vor der Machtergreifung und Elisa flieht mit ihrer Familie nach Amerika. Ihre Enkelin Marisol lebt in Miami und reist 2017 nach dem Tod der Großmutter nach Kuba, um dort ihre Asche zu verstreuen und das Land ihrer Großmutter kennenzulernen. Meine Meinung: Dieses war mein erster Roman über Kuba. Bisher habe ich wenig Romane in diesem Genere gelesen. Ich hatte mich auf eine spannende und fesselnde Familiengeschichte eingestellt. Mir war das Buch zu langatmig. Es wurden sehr viele Informationen zur politischen Lage Kubas vermittelt.Diese waren sehr ausführlich und gut beschrieben, ich fühlte mich jedoch davon "erschlagen". Mit den Charakteren konnte ich leider auch nicht warm werden...eventuell lag dies an der Ich-Form,die ich in diesem Buch so gar nicht mochte. Auch die Liebesgeschichte der beiden Frauen konnte mich nicht begeistern. Ich habe mich regelrecht durch das Buch "gekämpft".Das lag aber wahrscheinlich daran, dass ich mit falschen Erwartungen gestartet bin. Empfehlung: Für jemanden, der sich ausführlich über die Politik Kubas informieren möchte und dazu eine Liebesgeschichte sucht, ist diese Buch sicher genau das Richtige.

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Miami, 2017: Marisol macht sich auf den Weg nach Kuba, in das Land ihrer Vorfahren. Dort wartet eine schwierige Aufgabe auf sie, sie soll einen Ort für die Asche ihrer Großmutter Elisa finden. Während der Reise erfährt sie mehr über ihre Familie, die Kuba 1958 verlassen hat und sie stellte sich der Frage, wieviel Kuba noch in ihr steckt. "Bei nächstes Jahr in Havanna" handelt es sich um den ersten Teil der Kuba-Saga. Der Roman lässt sich gut lesen und hat eine tolle Geschichte, aber irgendwas hat mir hier gefehlt, dabei kann ich es nicht ganz genau festmachen und nur versuchen es zu erklären. Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Elisa und Marisol erzählt, wobei ich die Geschichte von Elisa etwas interessanter fand. Gleich zu Anfang erfährt man, dass Elisas Familie Kuba verlässt, rückblickend erfährt man, wie es dazu kam. Eigentlich mag ich es, wenn Romane in verschiedenen Zeitebenen spielen, hier hat es mich aber ein wenig im Lesefluß gebremst. Bei der Erzählebene von Marisol hatte ich das Gefühl, dass vieles zerredet wird und ich habe lange gebraucht, um mit Marisol warm zu werden. Die Zeiten in denen der Roman spielt sind politisch sehr unruhig, als Leser bekommt man zwar ein leichtes Gespür dafür, ich persönlich wäre aber gerne etwas mehr dabei gewesen. Da Marisol eher behütet aufwächst, weiß sie kaum etwas über die politische Lage und so ist man Leser auch immer etwas auf Abstand. Ein guter Familienroman, allerdings empfand ich ihn streckenweise ein wenig langatmig und so vergebe ich 3,5 Sterne.

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Unterhaltsam, leichte Urlaubslektüre

Von: Booklover

03.08.2019

Das Buch erzählt eine kubanische Familiengeschichte aus zwei Perspektiven. Elisa gehört 1958 zur Schicht der reichen Plantagenbesitzer, die Revolution und politische Umwälzungen stehen kurz bevor. Genau in dieser unsicheren Zeit verliebt sie sich in einen Mann, der sich politisch auf der Seite der Bewegung des 26. Juli befindet. Nach dem Tod Elisas 2017, soll ihre Enkeltochter (Marisol) in das Land ihrer Großmutter reisen, um diese dort beizusetzen. Die Bemühungen, die Beziehungen zwischen den USA und Kuba zu verbessern, hatten eine Reise von amerikanischen Staatsbürgern nach Kuba mittlerweile möglich gemacht. Was die Autorin gut herausstellt, ist die Beschreibung der Landschaft und des Malecón, dadurch weckt sie eine Art Sehnsuchtsgefühl (das ja auch beide Protagonistinnen haben). Allerdings sind die Beschreibungen oftmals romantisierend, wie aus einer Werbeanzeige. So wird beispielsweise bei Marisol ein Ausflug von Havanna nach Varadero zum wunderschönen Roadtrip, die schlechten Straßenbedingungen und die strapaziöse Fahrt werden nicht berücksichtigt. Marisol spricht zwar die Versorgungsknappheit und die schwierigen Bedingungen in Kuba an, hat aber während ihres Aufenthalts keine Probleme, immer die Speisen zu bekommen, die sie mit Kindheitserinnerungen verbindet. Von den Charakteren bin ich enttäuscht. Beide werden zwar als starke Frauen angepriesen, jedoch finde ich die Motivationen, Handlungen und Selbstwahrnehmung der Protagonistinnen eher schwach dargestellt. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass die männlichen Charaktere den weiblichen weit überlegen sind. Die Autorin beschreibt die Figuren nach einem klassischen Rollenbild, das zumindest in der Perspektive von Marisol längst überholt sein sollte. Auch die Liebesgeschichte(n) bedienen sich klassischer Klischees und sind meist voraussehbar. Dadurch wirken die Darstellungen etwas oberflächlich. In dem Buch werden aktuelle Konfliktsituationen in Kuba, wie beispielsweise jene zwischen Blogger/innen und der Regierung herausgestellt. Die Beschreibung der verschiedenen Konfliktsituationen ist der Autorin gelungen. Auch gibt es ab und an spannende Wendungen, die das Buch zu einer guten Urlaubslektüre machen.

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Tolle Geschichte, schlecht erzählt

Von: Julia Bohr

30.07.2019

Inhaltlich überzeugt das Buch mit spannenden Themen, wie Revolution, Tod, gefährliche Liebschaften und Flucht. Stilistisch leider nicht gelungen. Die Figuren in "Nächstes Jahr in Havanna" haben schwere Zeiten durchgemacht und teilweise Schlimmes erlebt. Leider schafft es die junge Autorin zu keinem Zeitpunkt den geneigten Leser mit zu reißen oder ihn mit den Akteuren mitleiden zu lassen. So unerfahren und ahnungslos ihre beiden Hauptfiguren, Großmutter und Enkelin sind, so planlos hinterlässt sie am Ende auch den Leser. Sie nutzt zwar den Perspektivwechsel, um uns sowohl die Welt aus 1958, als auch 2017 zu zeigen, die Beweggründe, den tieferen Sinn der handelnden Personen waren für mich allerdings nicht nachvollziehbar. Stereotypisch sind die Männer politisch engagiert und kämpfen für Ihr Land. Wofür genau und warum überhaupt habe ich auf den fast 500 Seiten nicht erfahren. Ihr weiblichen Heldinnen sind reich, naiv und schwer verliebt, ansonsten aber nicht besonders schlau. Die Autorin hätte mit dem Briefwechsel zwischen den Verliebten die Möglichkeit gehabt, uns die Motivation der Revolutionäre näher zu bringen, entschied sich aber offensichtlich dafür, die Figuren, insbesondere, die männlichen, flach zu halten. Schade, da die Geschichte wirklich viel Potential hat. Kubas Schicksal ist außergewöhnlich, die Geschichten Ihres Volkes spannend und erzählenswert. Als direkte Nachfolgerin geflüchteter Kubaner hätte ich mir von Ms Cleeton mehr Tiefe gewünscht. Eine gute Lektorin hätte hier einen Diamanten rausholen können; Ms Seaver schaffte diese leider Aufgabe nicht. Zu guter Letzt fand ich die Übersetzung an manchen Stellen nicht gelungen. Zitat auf Seite 107: "Trotzdem nehme ich das Kompliment trotzdem gerne an." Wie ein doppeltes "trotzdem" wohl im Original klingt??? In diesem Sinne: TROTZDEM eine Leseempfehlung von mir für alle, die nach Kuba reisen wollen und einen langen, langen Flug vor sich haben ....

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Kubanische Einblicke im Generationenriman

Von: MaraSchreibt

25.07.2019

Obwohl ich mich bisher nicht mit der Geschichte Kubas beschäftigt habe, hat mich dieser Roman doch gereizt. Ich lese immer wieder Generations-Romane und bin an Geschichte insgesamt interessiert. Leider konnte mich dieser nicht absolut fesseln. Die Charaktere blieben mir alle fremd und die Handlung an sich, ist etwas standardmäßig vorsichhingeplätschert. Der historische Teil hat mir besser gefallen, da ich Elisa viel interessanter fand als Marisol. Mit dieser bin ich so gar nicht warm geworden. Ein wenig hatte ich das Gefühl, dass sie als reiche junge Frau in ein Land kommt und zwar irgendwie davon berührt ist, es aber nicht wirklich versteht. Sie betont immer wieder (sehr häufig), dass sie ja Kubanerin ist und sich mit dem Land verbunden fühlt, aber auf mich wirkte es nicht, als ob sie wirklich versteht, wie es den Menschen dort geht und wie sie denken. Gut, der Schluß war dann spannend gestaltet, hat mich aber dennoch nicht mitgerissen. Außerdem frage ich mich, wie es weitergeht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das alles so abläuft, wie sich das die Charakrete vorstellen... Gefallen hat mir hingegen die Aufarbeitung der kubanischen Geschichte. Natürlich handelt es sich um einen Roman und man darf nicht erwarten, danach alles über die beschriebene Zeit zu erfahren, aber mich hat es dazu angeregt mich zumindest ein bisschen näher damit zu beschäftigen. Außerdem gelingt es der Autorin, die verschieden Grundstimmungen anschaulich zu vermitteln. Der Schreibstil ist größtenteils flüssig. An ein paar Stellen sind die Sätze etwas verwirrend geraten und ich musste sie mehrmals lesen. Das kann natürlich auch mit der Übersetzung zusammenhängen und hat mich im Großen und Ganzen kaum gestört. Alles in Allem ließ sich dieser Roman gut zwischendurch lesen, wird mir aber vermutlich nicht allzu intensiv im Gedächtnis bleiben. Das ist etwas schade, denn das Thema war wirklich interessant.

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