Leserstimmen zu
Mörder

Veikko Bartel

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Veikko Bartel schildert in diesem Buch die Fälle von Mördern, die er als Strafverteidiger vertreten hat. Vom betrogenen Ehemann bis über das absolute Genie, das aber menschlich sehr schlecht behandelt wurde und deshalb zum Mörder wurde – diese und weitere Fälle hat er hier zusammengetragen. Da mir bereits „Mörderinnen“ vom Autoren „gut gefallen“ (schwierige Formulierung bei einem Buch mit einer solchen Thematik), war ich auch auf „Mörder“ mehr als gespannt. Der Schreibstil hat mir auch in diesem Buch gut gefallen, in einer sachlich, klaren Art und Weise wird gut verständlich wiedergegeben, wie die verschiedensten Männer getötet haben. Außerdem erfährt man, was sie dazu brachte, bekommt Informationen über familiäre oder auch berufliche Hintergründe. Inhaltlich war das für mich alles gut zu verstehen, Fremdwörter oder Fachbegriffe kommen, wenn in einem verständlichen Maß vor. Die Schilderungen sind so geschrieben, dass die Seiten nur so dahin fliegen. Ich habe es als unheimlich spannend empfunden, wie sich hier ein Puzzleteil dem anderen fügt – und sich so die gesamte Geschichte um die jeweilige Tat ergibt. Quasi rückblickend. Die Fälle schildert er eher nüchtern und sachlich, wobei man selbst vielleicht doch auch Emotionen dabei empfindet – von einer gewissen Trauer, vielleicht gar auch Wut bis hin zum Mitleid. Man sollte also einfach nicht unbedingt pauschal urteilen, wie es sonst viel zu oft getan wird. Für mich war „Mörder“ ein wirklich interessantes, spannendes und unterhaltsames Buch. Ich finde es spannend mehr über menschliche Abgründe zu erfahren, denn manchmal sieht man manches ja so überhaupt nicht, hat keine Ahnung vom familiären bzw. persönlichen Geschehen. Entsprechend vergebe ich hier 5 von 5 Sternen und spreche eine Empfehlung aus.

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Ein Vorzeigebuch aus dem Genre "True-Crime"

Von: Book_seduction

02.06.2019

Nach „Mörderinnen“ musste ich den Nachfolgeband „Mörder“ unbedingt lesen. Da ich im Resozialisierungsbereich arbeite, fand ich einige Aussagen von Veikko Bartel hier sehr interessant, auch um anderen diese Arbeit näher zu bringen und verständlicher zu machen. Eigentlich könnte ich hier fast die selbe Rezension hin schreiben, wie bei Mörderinnen, mit der Ausnahme, dass ich hier durch die Bank eigentlich alle Fälle sehr spannend fand, es war eine "bunte Mischung" und es war von allem etwas dabei. Ich hab das Buch auch dieses Mal regelrecht verschlungen. Der Autor schildert vor allem am Ende nochmal sehr anschaulich, wieso seine Arbeit so wichtig ist und weshalb man die Strafverteidiger nicht als „Mittäter“ sehen sollte, sondern sie die Aufgabe erfüllen, Menschen vor Willkür zu schützen und unseren Rechtsstaat, so wie wir ihn kennen aufrecht zu erhalten und damit eine immens wichtige Aufgabe erfüllen. Hier komme ich auch zu meiner einzigen "Kritik“, der Grund, wieso ich hier einen Stern abgezogen habe: Der Schluss. (Auf die Gefahr hin, dass sich jemand gespoilert fühlen könnte: Der nächste Satz wird was über die letzte Seite verraten, nichts schlimmes, aber ich hatte danach einen fahlen Beigeschmack.. also aufgepasst, Spoiler folgt: )  Es geht um den „Nachrichtenverkehr mit Jan S. ("Einer 'der auf der anderen Seite kämpfte'"): Hier schreibt Jan S., dass der Strafverteidiger Mitschuld trägt, dass ein ehemaliger Mandant wieder straffällig geworden ist, dass er gar an dem begangenen Mord schuld ist. So endet das Buch, keine weitere Erklärung oder Richtigstellung. Mich hat diese Aussage etwas ratlos zurückgelassen, mir erschließt sich schon der Sinn dahinter, wieso der Autor das genauso und nicht anders geschrieben hat, aber für mich hat es das ganze irgendwie nicht „rund gemacht“. Es lässt einen etwas verdutzt zurück. Mich zumindest. Denn im Vorgänger Buch, als auch in diesem Buch, versucht Veikko Bartel dem Leser zu erklären, wieso dieser Beruf so wichtig ist und die Gesellschaft hier falsch liegt, wenn sie Strafverteidiger stigmatisiert.. und dann dieser Schlusssatz? (SPOILER ENDE) Aber gut, ein letzter Satz kann kein sonst insgesamt SEHR GUTES Buch zerstören! Ich kann Mörder als auch Mörderinnen wärmstens empfehlen! Denn am Ende, wollte der Autor hier vielleicht auch ein kleines bisschen Ratlosigkeit zurück lassen, und zum Nachdenken anregen .. 

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sehr interessant

Von: Suse

18.05.2019

Wer in gut 40 Tötungsfällen vor Gericht verteidigt hat, weiß, was Männer dazu bringt, einem anderen Menschen das Leben zu nehmen. In seinem zweiten Buch »Mörder« zeigt Strafverteidiger Veikko Bartel die männliche Seite des Tötens und schildert die sechs spektakulärsten Fälle. Er erzählt mitreißend von den Hintergründen, den seelischen Untiefen und den biographischen Tragödien, die sich hinter den Taten verbergen. Einmal mehr stellt der Autor die Frage nach Gerechtigkeit und beweist mit jeder Geschichte: Kein Krimi ist so spannend wie die Realität. Der Autor: Veikko Bartel, geboren 1966 in Karl-Marx-Stadt (DDR), studierte nach der Wiedervereinigung Jura und arbeitete von 1996 bis 2011 als Rechtsanwalt in Potsdam, ab 1998 als Strafverteidiger. Heute ist er Dozent für Steuerrecht. Er lebt mit seiner Familie in Potsdam. Meine Meinung: Ich lieber Thriller sehr und was liegt da näher als sich einfach mal mit realen Fällen zu beschäftigen. Leider habe ich das erste Buch des Autors nicht gelesen, dass möchte ich jetzt aber unbedingt nachholen. Das Buch beginnt bereits sehr spannend, denn der Autor lässt uns einen Einblick gewähren warum er seinen Job so liebt und was es für ihn bedeutet, auf dieser Seite des Gesetzes zu stehen. Die Fälle sind unglaublich spannend beschrieben, es mutet fast schon so an einen Thriller zu lesen. Wir als Leser bekommen daher einen guten Blick auf die Verurteilten und ihre Taten. Einige Beispiele die hier angeführt werden wecken Mitleid und zum Teil auch Verständnis. Was würde man selbst in dieser Situation tun, diese Frage stellt man sich beim lesen. Die Fälle sind sehr interessant. Vom normalen kleinen Delikt bis über Mord und Vergewaltigung. Das gelesene regt sehr zum nachdenken an. Zudem lässt der Autor Einblicke in seine Arbeit zu und auch in die Arbeit seiner Anwaltsgehilfin. Was bedeutet es also für alle Beteiligten in dieser Kanzlei zu arbeiten und nach welchen Gesichtspunkten wählt er seine Mitarbeiter aus? Auch ein sehr interessanter Einblick, den ich so vorher noch nie hinterfragt habe. Wir bewegen uns in diesem Buch nicht nur in Deutschland. Ein Fall wird in Indien verhandelt und das war sehr anschaulich und teilweise auch erschreckend. Andere Länder also auch andere Sitten. Das die Anwälte und Strafverteidiger dort eher zu Unterschicht gehören, war mir nicht klar. Sehr interessant auch diesen Fall zu verfolgen. Mir hat an diesem Buch sehr gut gefallen, das ich die Fälle nochmal selbst nachschlagen konnte. Im Internet findet man so einiges. Das macht das Buch für mich persönlich noch echter. Ein Buch was ich empfehlen kann, aus den gegebenen Gesichtspunkten. Sehr informativ und gut erzählt. Für Leser von Thriller natürlich sehr gut geeignet, aber auch für Leser die sich einfach mal in diese Thematik reinfallen lassen möchten. Die lieber an echten Verbrechen interessiert sind und an der Arbeit eines Strafverteidigers. Sehr lesenswert und ich werde den Autor im Auge behalten.

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Cover: Lediglich ein weißer Hintergrund. Ein Mann in einem Rollkragenpullover säumt unter dem mittig platzierten Titel "MÖRDER" das Buch. Er ist verdunkelt dargestellt. Keine Gesichtszüge oder Mimik ist zu erkennen. Der Kopf ist etwas gesenkt. Dieses Cover weckt das Interesse aufgrund seiner minimalitsichen Gestaltung. Inhalt: Nach den erschreckenden und zugleich doch faszinierenden Fällen in "MÖRDERINNEN", gibt uns Veikko Bartel in 6 ausgewählten Fällen Einblicke in die Hintergrundmotive, das Vorgehen und die Verhandlungsverläufe. Es sind die Fälle von Menschen, Der betrogene Finanzbeamte Der Drücker Thailand, mon amour Das Genie Der Scharfschütze der Fremdenlegion Der Serienvergewaltiger, der Tod von Frau Meyer und das Gewissen eines Verteidigers die vor Gericht einen Strafverteidiger brauchten. Fazit: Es sind Bücher die einem in Erinnerung bleiben. Die einen fesseln und zum Nachdenken über das Weltliche anregen. Nachdem ich den Band "MÖRDERINNEN" von Veikko Bartel innerhalb von 2 Tagen ausgelesen hatte wusste ich, dass ich MÖRDER zu einer absoluten Pflichtlektüre für mich werden würde. Und schon zu Beginn war ich wieder von dem anspruchsvollen und doch flüssigen Schreibstil eingenommen werden. Der Autor versteht es hervorragend sich und seine Beweggründe diese Geschichten zu erzählen in authentischer und verständlicher Weise auszudrücken. Ich finde es faszinierend, wie er jede einzelne Geschichte der Menschen wiedergibt und sie detailreich beschreibt. In MÖRDER schafft es Veikko Bartel erneut dem Leser zu verdeutlichen, dass man einen Täter nicht voreilig bzw. vorschnell verurteilen sollte. Er zeigt auf, dass es immer die bekanntlichen 2-Seiten-der-Medaille gibt. Intensiv und sehr empathisch zeigt er uns die Hintergründe der Taten. Warum wurde ein Mord gegangen? Welche Auswirkungen hatte es auf das Leben des Täters. Was waren die Beweggründe des Gerichts für eine Verurteilung zum Mord. Auf alle diese Fragen geht der Autor ein und schafft so eine Brücke zwischen dem Leser und seiner Mandanten. Es ist erschreckend und traurig zugleich, sowohl aber auch aufschlussreich. In dem letzten Kapitel geht der Autor mehr auf seine eigene Gefühlslage als Strafverteidiger ein. Es sind die Fälle, die seine Ethik in Frage stellen. Warum er als Strafverteidiger fungiert und was das Fundament zum reißen bringen kann. Seit dem ersten Buch bewundere ich diesen Menschen, seinen Mut diese Fälle niederzuschreiben sowie viel Persönliches von sich Preis zu geben. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, auch wenn mich MÖRDERINNEN in der Art und Weise der Fälle besser gefallen hat. Aber das liegt vermutlich an der unterschiedlichen Tötungsart. Frauen sind halt doch ein wenig einfallsreicher und gerissener. Vielen Dank an das Bloggerportal von Randomhouse sowie dem Mosaik Verlag für die Möglichkeit das Buch als Rezensionsexemplar zu erhalten. 5 Sterne.

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Mörderinnen war eines meiner Jahreshighlights 2018 und dementsprechend groß war meine Freude, dass Veikko Bartel uns nun mit Mörder neues True-Crime-Futter liefert. Klappentext: Wer in gut 40 Tötungsfällen vor Gericht verteidigt hat, weiß, was Männer dazu bringt, einem anderen Menschen das Leben zu nehmen. In seinem zweiten Buch »Mörder« zeigt Strafverteidiger Veikko Bartel die männliche Seite des Tötens und schildert die sechs spektakulärsten Fälle. Er erzählt mitreißend von den Hintergründen, den seelischen Untiefen und den biographischen Tragödien, die sich hinter den Taten verbergen. Einmal mehr stellt der Autor die Frage nach Gerechtigkeit und beweist mit jeder Geschichte: Kein Krimi ist so spannend wie die Realität. Rezension: Auch in Mörder richtet Veikko Bartel das Wort zunächst in einem Vorwort an den Leser, was ich persönlich sehr wichtig finde. Man merkt so ganz schnell, was seine Arbeit für ihn ausmacht und was in antreibt, was als Grundlage für die folgenden Geschichten enorm wichtig ist. In insgesamt sechs Fällen schildert uns der Autor was Männer zu Mördern macht und vom eiskalten Täter bis hin zur Verzweiflungstat ist wieder alles dabei. Zwar werden alle Fälle als eine Art Kurzgeschichte geschildert, die Erzählweise variiert aber doch sehr stark. Manche Fälle beinhalten einen Epilog, in dem Bartel zum Beispiel das Urteil kommentiert und erläutert. Hier fand ich schade, dass er dies nicht jedem Fall beigefügt hat, denn bei manchen hätte ich es doch sehr hilfreich und informativ gefunden. Er schildert auch nicht jedes Mal genau die Tat oder die Verhandlung und die richterliche Entscheidung. Manchmal steht das Schicksal des Täters, das ihn überhaupt erst in diese Situation gebracht hat, im Vordergrund. Ein anderes Mal fokussiert er sich eher auf seine eigene Arbeit und die Verteidigungsstrategie. So gleicht kein Fall dem anderen und als Leser wird es nie langweilig. Wobei das alleine schon dadurch gegeben ist, dass es sich um reale Taten handelt und nicht um fiktive Erzählungen. Dies regt natürlich stark zum Nachdenken an, vor allem, weil Bartel aufzeigt, dass nicht jeder Mörder automatisch ein schlechter Mensch sein muss. Dieser Gedanke mag vielen schwerfallen, ist nach diesem Buch aber nahezu unumgänglich. Besonders spannend ist der Vergleich mit seinem Buch „Mörderinnen“. Dass es Unterschiede zwischen Frau und Mann gibt, ist jedem klar. Dennoch war es hochinteressant zu lesen wie unterschiedlich die beiden Geschlechter morden. Allerdings muss ich auch sagen, dass mir Mörderinnen einen Ticken besser gefallen hat. Woran das liegt, kann ich aber gar nicht wirklich festmachen. Das heißt jedoch nicht, dass Mörder nicht gut wäre, im Gegenteil. Bartel liefert wieder ein unheimlich spannendes Buch, was nicht zuletzt auch an seinem schreiberischen Können liegt. Dabei geht es ihm nicht darum möglichst brutale Szenen zu schildern und effekthascherisch zu schreiben, sondern auch aufzuzeigen was die Menschen zu ihrer Tat brachte, welches Schicksal hinter dem Menschen steckt und wie das deutsche Rechtssystem in solchen Fällen funktioniert. Klare Empfehlung für Fans von True-Crime. Eckdaten: Autor: Veikko Bartel Verlag: Mosaik Preis: 18,00 € – Hardcover Seitenzahl: 256 ISBN: 978-3-442-39348-0 Weitere Formate: eBook

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Aus dem Leben eines Strafverteidigers

Von: milkysilvermoon

12.04.2019

Was bringt einen konservativen Beamten dazu, zum gnadenlosen Zweifachmörder zu werden? Wie kommt es dazu, dass ein Hochbegabter einen Mann massakriert, der ihm ein Zuhause geboten hat? Tötet ein ehemaliger Elitesoldat auch außerhalb des Kriegseinsatzes mit brutaler Kaltblütigkeit? Mehrere solcher Fälle landen vor Gericht. Der Jurist Veikko Bartel hat die Angeklagten verteidigt. Er erzählt von sechs interessanten Tötungsdelikten. „Mörder – Fälle aus der Praxis eines Strafverteidigers“ ist das zweite True-Crime-Buch von Veikko Bartel. Meine Meinung: Das Buch besteht aus einem Vorwort und sechs Kapiteln, die je einen Fall behandeln und mit treffenden Überschriften versehen sind. Erzählt wird vorwiegend in der Ich-Perspektive aus der Sicht des Strafverteidigers. Der Aufbau der einzelnen Kapitel unterscheidet sich allerdings hinsichtlich der Länge und des Schwerpunktes. Mal wird mehr über die Tat an sich ausgeführt, mal mehr über das Erleben des Rechtsanwalts und das Drumherum. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, anschaulich, der ernsten Thematik angemessen und dennoch nicht zu trocken. Auch für juristische Laien sind die Erklärungen und Beschreibungen gut nachvollziehbar. Störend sind lediglich die Fehler, die beim Korrekturlesen übersehen wurden und sich in manchen Kapiteln der ersten Auflage häufen. Die jeweiligen Fälle sind gut ausgewählt und spiegeln ein interessantes Täterspektrum wieder. Die einzelnen Männer werden detailliert charakterisiert, sodass sich die Hintergründe der Taten gut erschließen. Die tragischen Lebensgeschichten konnten mich fesseln. Einige der Fälle haben mich betroffen gemacht. Gut gefallen hat mir, dass der Autor ausführlich erläutert, was zu den Taten geführt hat, welche Taktik er in der Verteidigung anwendete und wie das Urteil zustande kam. Zwar wird Bartel bisweilen etwas pathetisch und neigt stellenweise zur Selbstbeweihräucherung. Jedoch zeigt sich auch das Herzblut, mit dem er in seiner Zeit als Strafverteidiger für seine Angeklagten eintrat. Zudem ergeben sich für den Leser interessante und lehrreiche Einsichten. Das reduzierte Cover ist ansprechend gestaltet und passt gut zum Thema. Der Titel ist prägnant und dem Inhalt entsprechend gut geeignet. Mein Fazit: „Mörder – Fälle aus der Praxis eines Strafverteidigers“ von Veikko Bartel hat meine Erwartungen zwar nicht in allen Punkten komplett erfüllt. Dennoch kann ich die Lektüre allen empfehlen, die sich für echte Mordfälle und deren Hintergründe interessieren.

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In diesem Werk stellt der Strafverteidiger Veikko Bartel sechs Fälle vor, in denen er Täter in Tötungsfällen verteidigt. Dabei zentral sind die Beweggründe für die Taten: Was haben die Männer erlebt und wie gerieten sie in ihre Situation? Doch auch die Frage nach Gerechtigkeit bleibt nicht außer Acht gelassen. Als sehr interessant empfand ich zudem Bartels Ausführungen zu der häufig an Strafverteidiger gerichtete Frage „Wie können Sie nur XY verteidigen?“. Denn auch solche Täter hat er vertreten. Männer, von denen zu erwarten war, dass sie wieder ähnliche Verbrechen begehen. Hat Bartel Schuld an dem Mord an einer Frau, nachdem er den Täter erfolgreich verteidigt hat? Darüber hinaus lernt man beim Lesen etwas über die Strukturen des Justizapparates – nicht nur in Deutschland – sondern auch in Thailand und Indien, denn auch dahin begleitet man den Strafverteidiger. Das Buch ist spannend und abwechslungsreich geschrieben, sodass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Was mir neben der detaillierten Beschreibung der Fälle und ihrer Hintergründe sehr gefallen hat, ist, dass verschiedene Prinzipien, Richtlinien, Ausdrücke und Ähnliches sowohl im Text als auch in Fußnoten anschaulich erklärt werden, weswegen man bei der Lektüre sicherlich das ein oder andere lernen kann. Auch ist es interessant, zu erfahren, was die Männer zu ihren Taten bewegt hat und dass man erkennt, wie viele Details erkannt und zusammengefügt werden müssen, um ein ausreichendes Gesamtbild erhalten und die Tat verstehen zu können. Ich bin von diesem Werk sehr angetan und werde bald seinen Vorgänger „Mörderinnen“ lesen, welcher sich ausschließlich mit von Frauen verübten Taten befasst.

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Gestern habe ich in einem Rutsch das neue Buch von Veikko Bartel gelesen. Mich hat es so gefesselt, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte. . Worum geht's?: Das neue Buch von Veikko Bartel beschäftigt sich, wie der Titel schon verrät, mit Mördern. Veikko Bartel ist Strafverteidiger und beschreibt in "Mörder" insgesamt 6 Fälle, die er betreut hat. Der Leser hat es mal mit dem betrogenen Finanzbeamten oder einem Scharfschützen der Fremdenlegion zu tun, die zu Mördern werden. . Der Autor schildert u.a. die Biographien der Täter, die Umstände der Taten als auch die Strafverteidigung an sich. Der Schreibstil ist durchgehend flüssig. Bartel gelingt es, die Fälle wunderbar juristisch aufzuarbeiten und dem Leser verständlich darzustellen. . Fazit: Mit "Mörder" ist dem Autor ein weiteres True-Crime-Buch gelungen, das den Leser mitnimmt. Mitnimmt in die Welt, die Gedanken und Motive von Mördern, aber auch in die Welt eines Strafverteidigers. . Das Buch hat mir unglaublich gut gefallen und ich hoffe, dass Veikko Bartel auch weiterhin aus seinen Erfahrungen schöpfen kann und den Leser weiter auf eine Reise durch das deutsche Rechtssystem mitnimmt.

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