Leserstimmen zu
Lästige Liebe

Elena Ferrante

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Ihre Neapolitanische Saga machte Elena Ferrante berühmt, mit "Lästige Liebe" wird nun ihr Debütroman vom Suhrkamp Verlag wieder aufgelegt. Handlungsort ist wie in ihren anderen Büchern das italienische Neapel. Dieses mal beschreibt Ferrante eine Mutter-Tochter Geschichte, die man so erzählt wohl selten gelesen und gehört hat. Die Protagonistin Delia reist in die Stadt ihrer Kindheit und kommt dort einem Geheimnis auf die Spur das ihre Welt auf den Kopf stellt. Ferrantes Geschichte fesselte mich von Beginn an. Die Stadt wird mit allen Sinnen erlebbar gemacht, man fühlt sich richtig in die Straßen eines Molochs hineinversetzt. Es stinkt, fault, brodelt und trieft an jeder Ecke. Man kann sich dem nicht entziehen und taucht in eine Geschichte ein, die von Gewalt, Machismo und Männlicher Dominanz geprägt ist. Von der ersten Minute an wurde ich in eine Atmosphäre hineingezogen, aus der man sich nur schwer entziehen kann. Man will einfach wissen wie es weitergeht. Ferrante besitzt eine Fähigkeit, zwischenmenschliche Beziehungen perfekt zu beschreiben und das hat mir sehr imponiert. Die Sprecherin - Eva Mattes - macht einen guten Job. Mir persönlich hat es sehr gut gefallen, sie passt meiner Meinung nach perfekt hinein in Ferrantes kleines Universum. Ein definitiver Hörbuch-Tipp.

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Wie kam ich zu dem Hörbuch? Ich habe das Hörbuch als Überraschungsgewinn erhalten. Cover: Das Cover finde ich irgendwie unheilvoll und mysteriös. Die abgebildete Stadt wirkt unfreundlich. Auf den ersten Blick scheint es, als wären die Häuser von der Sonne erleuchtet, aber es handelt sich nur um einen gelben Farbverlauf der leider nichts mit der Sonne zu tun hat, ansonsten würde man es mehr in den Fenstern erkennen können, es wirkt eher gestellt. Inhalt: Delias Mutter Amalia ist im Meer ertrunken. Daraufhin kehrte Delia in ihre verhasste Heimatstadt Neapel zurück um dem Tod ihrer Mutter auf die Spur zu kommen. Handlung und Thematik: Leider konnte mich das Hörbuch nicht wirklich fesseln. Es gab etliche Sprünge von der Gegenwart in die Vergangenheit und die Protagonistin war sich ihrer Gefühle wohl nie sicher. Ihr Ziel war eigentlich nicht erkennbar. Die Autorin hat gut die Thematik von psychischen Problemen aufgrund einer schweren Kindheit dargestellt, allerdings hätte ich mir mehr gewünscht, dass dies einem roten Faden folgt (so einen haben ich nämlich nicht erkannt). Das Ende war für mich genauso schwach wie der Anfang und der Mittelteil. Verglichen mit einer Autofahrt wirkte diese Story wie jemand der im Schritttempo fährt immer bremst, Zick-Zack fährt und dann in Moskau statt in Rom ankommt… Charaktere: Delia ist leider das absolute Gegenteil eines starken Charakters. Sie weiß nicht wer sie ist, was sie gern hat und was sie nicht gern hat. Sie handelte absolut unlogisch und machte Sachen, die sie eigentlich nicht tun will… Im Anschluss macht sie das glatte Gegenteil von dem was sie sich vorgenommen hat und erkennt, dass es falsch war. Einige andere Charaktere kamen zwar vor, waren jedoch noch weniger (liebevoll) ausgearbeitet wie Delia. Sprecher: Das Highlight dieses Hörbuches war eindeutig die Sprecherin! Ich fand Eva Mattes Einsatz an Stimme perfekt. Sie war der Grund, warum ich nicht abgebrochen habe. Sie hat eine angenehme Stimme, der man gerne zuhört. Die Art und Weise wie sie manche Wörter ausspricht fand ich großartig! Man konnte ihr gut folgen und es gab nichts zu meckern. Persönliche Gesamtbewertung: Leider war die Handlung absolut gar nicht mein Fall. Auch die Charaktere fand ich unterdurchschnittlich. Die Sprecherin Eva Mattes fand ich hingegen grandios. Ich hoffe bald wieder etwas von ihr zu hören. Von Elena Ferrante habe ich erstmal genug. Theoretisch wäre der starke psychische Druck unter dem Delia litt interessant gewesen, allerdings verwirrten mich die Zeitsprünge und ich konnte keine Sympathie zu ihr aufbauen. Auch das Ende fand ich irgendwie schwach, da es von Anfang an auf so etwas hingedeutet hat. Absolut keine Überraschungen und keine spannenden Momente. Kann das Hörbuch leider nicht empfehlen.

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