Leserstimmen zu
Tot bist du perfekt

JP Delaney

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Zum Buch: Das Cover wirkt auf mich sehr düster, durch den schwarzen Horizont und der jungen verängstigten Frau, die anscheinend vor etwas davonläuft. Der Titel ist leicht geprägt in einer silberfarbenen Schrift, was mir direkt aufgefallen ist. Im inneren des Buches fand ich einen interessanten Zeitungsartikel, zum Verschwinden der Protagonistin vor. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und die Pitches auf der Rückseite des Buches, ließen mich auf einen spannenden Thriller hoffen. Erster Satz: „Du hast wieder diesen Traum, in dem du am Lichterfest mit Tim in Jaipur bist.“ Meine Meinung: Ich habe bereits „The Girl Before“ von dem Pseudonym JP Delaney verschlungen und war daher sehr gespannt auf sein neues Werk. Mit dieser Story hat er mich allerdings enorm enttäuscht. Tim, ein erfolgreicher Unternehmer von „Scott Robotics“ verliert seine geliebte Frau Abbie bei einem tragischen Sportunfall und hinterlässt nicht nur ihn, sondern auch ihren autistischen Sohn Danny. Tim ist in Trauer und entwickelt einen Cobot. Eine Form von einer künstlichen Intelligenz mit Gefühlen und lässt somit seine Frau Abbie zurückkehren. Abbie, der Cobot, denkt und fühlt wie die vermisste Abbie Cullen-Scott und umso mehr sie in der Vergangenheit recherchiert, beginnt sie an Tims Geschichte zu zweifeln. Was ist wirklich an dem Tag von Abbies verschwinden passiert. Die Geschichte ist in der Vergangenheit und in der Gegenwart, in der 3. Person geschrieben, was mir gut gefallen hat. Ich konnte mich durch das Direkte ansprechen des Autors in die Protagonistin hineindenken. An einigen Stellen fühlte es sich sogar an, als wäre ich selbst in der Geschichte eingetaucht. Die Schreibform in der Vergangenheit empfand ich teilweise interessant, flachte aber mit der Zeit so enorm ab, dass es mich langweilte und ich am liebsten vorgeblättert hätte. Zu Beginn hatte ich einige Schwierigkeiten mich in die Systematik einzufinden. Ich empfand es unrealistisch, dass ein Cobot, denken und fühlen kann, wie ein Mensch aus Haut und Knochen. Mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt und die Geschichte verfolgte ich bis zur Mitte des Buches mit Spannung und Begeisterung. Anschließend nahm das Buch eine Wendung ein, die mir den Lesespaß genommen hatte. Es wurde immer mühseliger weiterzulesen. Die Rückblenden wurden langatmiger und uninteressanter. Die Gegenwart zunehmend verwirrender und weit ab der Realität. Ich konnte keinen Gefallen mehr an der Erzählung finden und war demnach froh, als ich es beendet hatte. Das Ende war kurz und nicht vorhersehbar, trotzdem lies es mich unzufrieden zurück. Die Charaktere lernte ich nur oberflächlich kennen und konnte bis auf den Cobot keine tiefere Bindung eingehen. Gut gefallen hat mir das Zusammenspiel von Abbie und ihrem autistischen Sohn Danny. Ich fand es interessant, zu verfolgen, wie die Behandlung von dem Jungen durchgeführt wurde, trotz der nicht seriösen Methoden. Dannys kleine Welt, wurde authentisch erzählt. Auch wenn dieses Buch nicht meinen Geschmack getroffen hat, freue ich mich bereits jetzt auf das nächste Buch des Schriftstellers. Denn ich weiß, dass er mich mit seinem Schreibstil begeistern kann, wie er es bereits getan hat, mit seinem ersten Buch „The Girl Before“. Fazit: „Tot bist du Perfekt“ von JP Delaney hat mich nach beginnender Begeisterung schlussendlich enttäuscht. Nach der Spannung folgte nur gähnende Langeweile, und unrealistische Handlungen. Für Science-Fiction Liebhaber bestimmt ein grandioses Werk. Den Thrill fand ich leider nur auf dem Cover, in der Story vergeblich. ~ starker Aufbau gefolgt von Langatmigkeit ~ unrealistisch ~ SciFi Elemente statt Thriller!

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Thriller ???

Von: Lesekatze

05.04.2020

Abbi Mutter eines Sohnes und mit dem IT Visionär Tim verheiratet wacht in einem Krankenhaus auf. Sie glaubt sie hätte einen Unfall gehabt. Abbi hatte keinen Unfall. Sie ist ein Cobot von ihrem Mann Tim erschaffen. Abbi Tims Frau ist vor 6 Jahren beim surfen verschwunden. Man vermutete, dass sie verunglückte und ins Meer hinausgetrieben wurde. Tim hat es nie verwunden und baute eine exakte Kopie von Abbi als Cobot. Sie ist so programmiert, dass sie selbstständig denken kann. Bald findet sie heraus, dass die Geschichte nicht stimmen kann. Eine Person erzählt in der Du Form die Ereignisse der Vergangenheit. Wer das ist wird erst am Ende erklärt. Ist Tim wirklich der so trauernde Ehemann? Den er vorgibt zu sein? Die Schreibweise war etwas gewöhnungsbedürftig. Trotzdem leicht und flüssig zu lesen. Leider konnte die Geschichte mich nicht fesseln. Ich habe das Buch öfters beiseite gelegt. Schade. Vergebe hier nur 2 Sterne

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Geht so

Von: tombi100

03.04.2020

Es ist eine komplizierte Story! Verwirrend weil jeder Mensch den Cobot Abbie anstandslos als Mensch anzunehmen scheint. Verwirrend weil eine Person in der du-Form die Ereignisse der Vergangenheit kommentiert. Wer da zu wem spricht wird erst ganz zum Schluss erklärt und als Leser ist man dann echt enttäuscht ... Ich hatte durchgehend meine Schwierigkeiten am Ball zu bleiben. Zu viele Nebenschauplätze, die auch als solche dahin dümpeln Nach und nach schält sich die unglaubliche Wahrheit heraus. Sie ist nicht immer logisch und nur mäßig spannend. Keine klare Empfehlung!

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Neulich hab ich Tot bist du perfekt von JP Delaney gelesen. Leider hat es mich nicht so wirklich überzeugen können 🤷🏼‍♀️ 🤖 Vom Klappentext her habe ich einen spannenden Thriller erwartet. Was ich bekam war eine Geschichte über ein Thema, mit dem ich nicht gerechnet hatte: Roboter und künstliche Intelligenz. Denn als Abbie nach einem Surfunfall nicht mehr auftaucht, baut ihr Mann Tim - ein Mogul in der Roboterszene im Silicon Valley - einfach eine Kopie von ihr und erweckt sie zum Leben. Die Probleme sind im wahrsten Sinne des Wortes vorprogrammiert 🤖 Was ist mit Abbie passiert? Ist es moralisch vertretbar einen Menschen zu kopieren und ihn künstlich weiterleben zu lassen? Tim verkauft es als Backup des Gehirns und somit als ewiges Leben. Ein ganz spannendes Thema eigentlich. Doch leider tritt diese Thematik bei der Aufklärung des Verschwindens der menschlichen Abbie in den Hintergrund. Denn der Autor wirft uns jede Menge anderer Themen zu: Autismus, Galatea-Syndrom, Datenschutz, Ehekrise und und und. Statt sich auf ein Thema zu konzentrieren, überfrachtet Delaney das Buch leider völlig mir den verschiedensten Themen. Was zu Anfang vielversprechend und spannend klang, wurde ab der Mitte richtiggehend langweilig 😑 Auch der Schreibstil war gar nicht meins: aus der Sicht einer dritten Person in Du-Form und Präsens. Damit tat ich mich bis zum Ende schwer! Gut fand ich, dass kapitelweise zwischen Vergangenheit (Kennenlernen & Ehe Abbie/Tim) und Gegenwart erzählt wird. Allerdings dominierte die Beziehungsentwicklung schnell und auch das ließ Langweile beim Lesen aufkommen. 🤖 ich kann leider nur 2,5-3 ⭐️ vergeben. Thematisch überfrachtet, unnötige Längen, oberflächliche Protagonisten und ein für mich nicht überzeugendes Ende 🤖

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Vor fünf Jahren verschwand Tims Frau spurlos. Er hat diesen Verlust nie verkraftet. Um sie zurückzubekommen hat er all seine Energie in seine Arbeit gesteckt und jetzt, endlich, hat er Abbie zurück! Abbie wacht in einem Bett, an Maschinen angeschlossen auf. Hatte sie einen Unfall? Nein, Abbie ist ein Cobot, ein Roboter mit künstlicher Intelligenz, wenn man es auf den kleinsten Nenner runterbrechen will. Abbie wurde mit den Erinnerungen der „echten“ Abbie aus deren Social Media Profilen gefüttert. Doch irgendetwas stimmt nicht. Irgendetwas bedrohliches geht hier vor, Abbie kann nur den Finger nicht darauflegen. Die Idee ist echt der Hammer. Mich hatte der Klappentext direkt neugierig auf das Buch gemacht. Allerdings hatte ich nicht mit KI gerechnet. Dass ein Mann sich seine verschwundene Frau neu erschafft ist gleichermaßen gruselig, wie auch auf eine verdrehte Art verständlich. Er vermisst sie und trauert, doch es steckt noch mehr dahinter und das ist dann echt ein Schlag in den Magen. Die Auflösung ist der Hammer aber der Schluss dafür deprimierend. Ich fand es toll, wie die KI nach und nach die Puzzle Teile von Abbies Leben zusammengesetzt hat und sich in ihren neuen und irgendwie auch alten Leben langsam zurechtgefunden hat. Aber schon sehr früh gibt es erste disharmonische Töne. Irgendetwas stimmt einfach nicht, aber es dauert ziemlich lange, bis man den Finger drauflegen kann. Es gibt immer mehr Risse in der perfekten Fassade und immer mehr Abgründe tun sich auf. Tim scheint nicht der zu sein, den er Abbie sehen lässt. Er hat sie programmiert, also wer weiß, ob er ihr nicht irgendetwas einzureden versucht? Die echte Abbie ist verschwunden und ab einem gewissen Punkt fragt sich die KI-Abbie, was wohl geschehen sein mag. Die Verwicklung mit der Öffentlichkeit und der Polizei fand ich sehr interessant. Wie würde unsere Gesellschaft auf einen KI Roboter reagieren? Vor allem dann, wenn er „frei“ mitten unter uns lebt? Die Auflösung war spannend, es ging wirklich Schlag auf Schlag. Das, was da rauskommt ist wirklich heftig. Das Ende fand ich dafür sehr deprimierend. Ich hätte mir etwas anderes gewünscht. Das Buch regt definitiv zum Nachdenken an. Wie würde man selbst reagieren, wenn man erführe, dass es KI Roboter gibt? Würde man sich wünschen, einen geliebten Menschen auf diese Art zurückzubekommen? Wie viel von diesem Menschen steckt in der KI? Ich mag sowas, wenn man gezwungen wird nachzudenken. Ich habe aber auch Kritik. Der Schreibstil hat mir hier echt zu schaffen gemacht. Das Buch ist in der „Du“-Perspektive geschrieben, die immer schwierig ist. Ich persönlich mag sie eigentlich ganz gern, aber nicht so, wie sie hier angewandt wurde. Ich mag es, wenn jemand damit über einen anderen Menschen spricht, den er zum Beispiel beobachtet. Das sorgt für Gruselfaktor und lässt einen selbst nach Verfolgern oder Stalkern Ausschau halten. Hier ist es aber so, dass der Leser direkt abgesprochen wird. Mit dem „Du“ soll der Leser gezwungen werden KI-Abbies Position einzunehmen, indem sie einen direkt anspricht. Ich empfand das hier als sehr anstrengend. Die Ich-Perspektive hätte ich besser gefunden. So ließ mich der Schreibstil immer wieder abdriften und ich musste mich echt zusammenreißen dran zu bleiben. Für die Auflösung hat es sich gelohnt, aber man muss auch erstmal so lange durchhalten. Fazit: Die Grundidee ist sehr interessant und regt zum Nachdenken an. Allerdings empfand ich den Schreibstil in der Du-Perspektive als extrem anstrengend. Das Problem war, dass man als Leser dadurch gezwungen wurde, die Perspektive der KI-Abbie einzunehmen. Durch Sätze, die in dieser Art und Weise geschrieben werden, wie „Du deckst den Tisch.“ oder „Du hattest natürlich nie vor das zu tun.“ folgt man Ki-Abbie im Prinzip in der Ich-Perspektive, nur dass da „du“ steht und man dadurch gezwungen wird, ihren Platz einzunehmen. Es ist keine schlechte Idee, aber in der Praxis empfand ich es als sehr anstrengend und ermüdend. Ich hatte ernsthaft überlegt, das Buch nach wenigen Seiten direkt abzubrechen. Aber ich habe mich durchgekämpft und wurde mit einer tollen und spannenden Auflösung belohnt. Doch ich fürchte, es wird mehr als einen Leser geben, der es auf Grund der Erzählperspektive abbrechen wird, ohne bis zu dieser Stelle gekommen zu sein und das ist echt schade. Allerdings war das Ende nicht mein Ding. Ich empfand es als total deprimierend. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich zu diesem Buch stehe. Einerseits hat es einen wirklich ermüdenden und anstrengenden Schreibstil, andererseits ist die Idee wirklich gut, ebenso wie die Wendung. Aber man muss sich wirklich durchbeißen. Zwischendrin wird es immer wieder verwirrend, wenn disharmonische Töne aufkommen, die nicht zum Gesamtbild passen wollen. Am Ende wird klar, was es damit auf sich hat, aber man muss dafür dran bleiben und ich fürchte, das wird nicht jedem gelingen, ich musste echt kämpfen und habe zwischendrin sogar ein anderes Buch gelesen, was ich nur sehr selten tue. Von mir bekommt das Buch ganz knappe 2,5 Sterne. Ich habe lange überlegt ob 2,5 oder 3 Sterne, aber für 3 Sterne habe ich zu oft überlegt abzubrechen.

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