Leserstimmen zu
Schweige still

Michael Robotham

Cyrus Haven (1)

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Interessant und spannend

Von: leseratte1310 aus Mönchengladbach

13.02.2020

Der Psychologe Cyrus Haven wird von einem Bekannten gebeten, sich die junge Evie Cormac, einmal anzuschauen. Evie wurde entführt, gefangen gehalten und hat wochenlang neben ihrem toten Entführer gelebt – bis man sie gebunden hat. Dem Fall "Angel Face" wurde seinerzeit große Aufmerksamkeit zuteil. Nun lebt sie seit einigen Jahren unter der Obhut des Staates in einem Heim. Ihr tatsächlicher Name und ihr Alter sind unbekannt. Cyrus hat selbst in der Kindheit ein schweres Trauma erlitten. Nun möchte er Evie helfen und nimmt sie in Pflege bis zur Volljährigkeit. Da Cyrus Haven als Psychologe die Polizei unterstützt, wird er hinzugezogen, als die fünfzehnjährige Eiskunstläuferin Jodie tot aufgefunden wird. Schon bald hat die Polizei einen Tatverdächtigen. Viele Indizien deuten auf ihn, doch Cyrus hat Zweifel. Ich mag die Bücher von Robotham und wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Obwohl mir anfangs ein wenig die Spannung fehlte, hatte mich das Buch gleich gepackt. Das lag aber wohl auch an den interessanten Charakteren. Evie hat Schreckliches hinter sich. Sie hat das Vertrauen in Menschen verloren und es fällt ihr auch schwer, sich auf Cyrus einzulassen. Er möchte wissen, was ihr wirklich geschehen ist. Hat sie alles vergessen oder will sie einfach nicht darüber reden? Evie hat ein untrügliches Gefühl dafür, ob jemand lügt. Man sollte annehmen, dass das im Leben hilfreich ist, aber für Evie ist diese Fähigkeit nur eine Last. Cyrus bürdet sich da eine große Verantwortung auf, als er Evie zu sich holt. Mir gefällt es aber, wie er mit ihr umgeht. Trotzdem aber muss er noch einige Ängste um sie ausstehen. Er kniet sich auch in den Fall der toten Jodie. Auch wenn die Kommissarin Lenny es gerne sieht, wenn ein Fall schnell abgeschlossen werden kann, muss Cyrus doch seinen Zweifeln nachgehen. Das Umfeld um Jodie macht es der Polizei und Cyrus aber auch nicht leicht, denn es gibt eine ganze Menge Lügen. Der Showdown am Schluss ist dramatisch, das Ende ist aber schlüssig. Doch nicht alles wird aufgeklärt, es bleiben eine Menge Fragen zu Evies Vergangenheit. Mich hat dieser spannende Psychothriller mit interessanten Charakteren wirklich gefesselt und ich bin schon gespannt auf den nächsten Band dieser Reihe.

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Der australische Bestsellerautor Michael Robotham ist mit seiner inzwischen schon 11-bändigen Psychothriller-Reihe um Joe O’Loughlin und Vincent Ruiz äußerst erfolgreich und ein Garant für Hochspannung und beste Thriller-Unterhaltung. Nun hat er mit dem Psychothriller „Schweige still“ den sehr viel versprechenden Auftakt zu einer neuen Reihe vorgelegt, der mich rasch völlig in seinen Bann ziehen konnte. Mit dem jungen forensischen Psychologen Cyrus Haven schickt Robotham einen neuen charismatischen Protagonisten ins Rennen, der die Polizei von Nottingham mit seiner Expertise bei der Aufklärung von Gewaltverbrechen unterstützt. So zieht die erfahrene Chief Inspector Lenny Parvel im Fall der zunächst vermissten und später ermordet aufgefundenen 15-jährigen Eiskunstläuferin Jodie Sheehan Cyrus als Profiler hinzu. Die Ermittlungen verlaufen schwieriger als erwartet und der öffentliche Druck ist immens hoch. Mit immer neuen Widersprüchen, Ungereimtheiten und Geheimnissen gewinnt der komplexe und sehr wendungsreiche Mordfall zunehmend an Dynamik und wird immer spannender. Doch ist es weniger der gut konstruierte Kriminalfall, der mich so fesseln konnte, sondern vielmehr die eigentliche Rahmenhandlung, in der sich alles um die junge Evie im Teenageralter und ihr mysteriöses Schicksal dreht, und die mich völlig in den Bann gezogen hat. Entsprechend ist der Psychothriller auch aus zwei sich abwechselnden Erzählperspektiven im Präsens angelegt. Die geschickten Perspektivwechsel bauen zudem viel Spannung auf. Wir erleben die Geschehnisse zum einen aus der Ich-Perspektive von Cyrus und zum anderen aus der von Angel Face – Evies Spitznamen, den die Medien ihr verpasst hatten. Dies sorgt für eine große Nähe zu den Charakteren und ihrem Innenleben. Mit Evie hat Robatham einen interessanten, sehr widersprüchlichen und hochkomplexen Charakter geschaffen, der einen nicht mehr loslässt. Als kleines Mädchen entführt, in einem Geheimraum festgehalten und sexuell missbraucht – doch niemand weiß, wer sie ist, woher sie kommt und wie alt sie wirklich ist, denn Evie schweigt beharrlich über ihre grauenvolle Vergangenheit. Seit ihrer Befreiung aus ihrem Martyrium vor 6 Jahren wechseln ihre Aufenthalte zwischen unzähligen Pflegefamilien und psychiatrischen Kliniken, bis Cyrus sich ihrer annimmt. Wir lernen Evie als einen aufmüpfigen, willensstarken, unberechenbaren, selbstzerstörerischen und in vielerlei Hinsicht beschädigten Teenager kennen. Doch zeigt sie neben ihrer hohen Intelligenz und ihrer außergewöhnlichen Fähigkeit als „Truth wizard“ – einem menschlichen Lügendetektor - auch sehr faszinierende Züge und viel Empathie, die einen für sie einnehmen. So will man unbedingt mehr über die Hintergründe ihrer düsteren, geheimnisvollen Vergangenheit erfahren, ihre charakterliche Entwicklung miterleben und sie auf ihrem Weg in eine besseres Zukunft begleiten. Auch mit seiner charismatischen Hauptfigur Cyrus hat Robotham einen unglaublich tiefgründigen Charakter geschaffen, der mit seiner umsichtigen, einfühlsamen aber oft unkonventionellen Art sowie seinen Macken und persönlichen Problemen äußerst sympathisch wirkt. Da er ebenfalls als Kind ein schweres Trauma erlitten hat, hat er den Beruf des forensischen Psychologen gewählt und sich nun ganz der Aufklärung von Gewaltverbrechen verschrieben. Höchst interessant und mitreißend beschreibt Robotham die sich zwischen diesen beiden traumatisierten Menschen entwickelnde Dynamik und ihre keineswegs unproblematische Interaktion. Geschickt lässt der Autor schließlich die verschiedenen Handlungsstränge immer mehr zusammenlaufen und in einem absolut nervenaufreibenden, furiosen Finale gipfeln. Ich bin sehr gespannt, wie es mit dem Psychologen Cyrus und der jungen Evie weitergehen wird, und kann die Fortsetzung der Reihe kaum erwarten! FAZIT Ein sehr gelungener Auftakt der neuen Cyrus Haven-Reihe mit einem komplexen, fesselnder Fall, überraschenden Wendungen und außergewöhnlich faszinierenden Charakteren. Eine klare Leseempfehlung von mir!

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Spannend und beängstigend

Von: gerlisch aus Bremke

10.02.2020

Inhalt: Die Leiche der 15jährigen Eiskunstläuferin Jodie Sheehan wird gefunden. Die Polizei bittet den Psychologen Cyrus Haven um Unterstützung. Dieser lernt bei den Ermittlungen Evie kennen, sie hat eine düstere Vergangenheit und durch ihre GAbe Lügen zu erkennen, bringt sie sich in Gefahr. Meinung: Michael Robotham hat mit diesem Thriller eine neue Reihe gestartet. Die Story wird meist aus 2 Perspektiven in der Ich-Form erzählt. Zum einen aus Sicht des etwas schrägen Psychologen Cyrus Haven, der kein Telefon besitzt und zum Anderen aus Sicht von Evie Cormac, genannt Angel Face, ein hochintelligentes Mädchen, das unbedingt ihre Vergangenheit hinter sich lassen will und ein eigenes Leben führen will. Beide Charaktere sind sehr sympathisch dargestellt und es war schön zu lesen wie sich die Beziehung der beiden nach und nach aufgebaut hat. Der Autor hat den Spannungsbogen bis zum Schluss sehr hoch gehalten, sodass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte. Die Story ist gut nachvollziehbar konzipiert und endet natürlich in einer unerwarteten und dramatischen Auflösung. Trotzdem blieben noch ein paar Fragen unbeantwortet und ich bin gespannt wie es mit Cyrus und Evie weitergeht. Hoffentlich müssen wir nicht so lange auf den nächsten Teil warten. Fazit: Ein gut durchdachter Thriller mit sympathischen Protagonisten und spannenden Wendungen.

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Spannender Auftakt einer neuen Reihe

LeseZeichen Buchhandlung GmbH &Co.KG

Von: Juliane B. aus Emden

31.01.2020

Großartiger englischer Thriller, den man während der Lektüre kaum aus der Hand legen kann. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil mit Evie und Cyrus. Psychologie Spannung vom Feinsten ohne ins Abartige auszuarten, was bei diesem Genre ja gern mal passiert. - Klare Leseempfehlung.

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„Schweige still“ von Michael Robotham ist der erste Teil der Cyrus Haven Serie und ich freu mich jetzt schon auf den 2. Teil! Evie Cormac wird vor 6 Jahren verwahrlost und unterernährt in einer geheimen Kammer gefunden. Da sie minderjährig und ohne „Vergangenheit“ ist, wird sie in Langford Hall untergebracht und bringt dort sämtliche SozialarbeiterInnen, PsychologInnen mit ihrer hochintelligenten und aufmüpfigen Art zum Verzweifeln. Als Cyrus Haven, hinzugezogen wird um zu Evie durchzudringen, ist dieser von ihrem Charakter fasziniert. Gleichzeitig wird ein junges Mädchen tot gefunden und Cyrus hilft bei den Ermittlungen. Ich habe den Thriller verschlungen. Michael Robotham hat einen Pageturner geschrieben, der nicht durch Cliffhanger, sondern durch die Charaktere, durch Evie (!) besticht. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ob Evie im 2. Teil auch vorkommt? Ich hoffe es! Außerdem könnte ich mir den Thriller verfilmt sehr gut vorstellen. Als hätte er eine Drehbuchvorlage geschrieben.. . 🎥

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-diese Rezension basiert auf ein Rezensionsexemplar und dafür wurde ich nicht bezahlt- Titel: "Schweige still" Autor: Michael Robotham Verlag: Goldmann Seitenzahl: 512 Cover: Das Cover ist sehr anziehend, und man hinterfragt automatisch ob es sich mit dem Inhalt deckt. Schreibstil: Ich habe schon einige Bücher von Herrn Robotham gelesen und ja ich muss es zugeben ich mag seinen Stil. Flüssig, jugendlich und oft nicht jugendfrei, und er bringt es auf dem Punkt und umschreibt Dinge nicht in 50 Sätzen. Die Charaktere sind sehr stark, Evie die quasi ein niemand ist und keine Identität hat und Cyrus, der seine Vergangenheit nicht ganz verarbeitet hat. Inhalt: Seine Kindheit birgt ein schweres Trauma, sein Leben hat er dem Kampf gegen das Verbrechen gewidmet: Der Psychologe Cyrus Haven berät die Polizei bei der Aufklärung von Gewaltverbrechen. Während er einen brutalen Mordfall untersucht, lernt Cyrus Evie Cormac kennen. Evie, die als Kind aus den Fängen eines Entführers gerettet wurde, ist zu einer hochintelligenten, aber unberechenbaren jungen Frau herangewachsen. Und verfügt über ein untrügliches Gespür dafür, wenn jemand lügt. Als Cyrus‘ Ermittlungen sich zuspitzen, bringt sie damit nicht nur sich selbst in tödliche Gefahr … Meinung: Ich kann hier eine ganz klare Leseempfehlung geben. Die Bücher von Michael Robotham sind in ganzer Linie extrem, extrem geprägt von bestimmten Themen. Hier geht es um Missbrauch, Inzests und nach der Suche der eigenen Identität. Schon bei Beginn des ersten Kapitels wurde mir klar das Buch wird in kürzester Zeit inhaliert und so war es auch, denn der Spannungsaufbau ist so unfassbar gut, dass man es gar nicht weglegen konnte. Der Handlungsablauf ist mega gut, alles ist so gut recherchiert, dass keine Zweifel aufkommen, dass es nicht so passiert sein könnte. Ganz besonders bewegte mich die Geschichte von Evie. Wenn man sich vorstellt, dass sie ganz alleine Wochenlang in einem Geheimzimmer war. Sie musste sich grausame Dinge mitansehen und mit ihr geschahen ebenfalls grausame Dinge…Als sie gefunden wurde, wusste man nicht wie sie heißt, wie alt sie war und woher sie kommt. Sie bekam von dem Gericht eine neue Identität und wurde von einer Pflegefamilie zur nächsten gereicht. Bis sie schließlich in eine Anstalt für schwer gestörte kam und dort lernte sie Cyrus kennen. Von da an schien es besser zu laufen. Ich hoffe das man noch mehr über Evie erfahren wird. Mein Fazit, ein sehr starker Auftakt eine grandiosen Reihe.

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Inhalt: Die 15 jährige Jodie Sheehan wird ermordet aufgefunden. Jodie wurde von einer Brücke gestoßen, vergewaltigt und ihre Leiche anschließend versteckt. Sie war eine hochtalentierte Eiskunstläuferin, die aus einer guten Familie stammte. Der Psychologe Cyrus Haven wird gebeten die Polizei bei den Ermittlungen zu unterstützen, da diese absolut im Dunklen tappt. Gleichzeitig muss Cyrus die junge Evie Cormac begutachten. Evie ist rund um 18 Jahre als und lebt als staatliches Mündel in einem Heim. Nun möchte Evie die Volljährigkeit und eigenständig leben. Da niemand Evies wirkliches Alter kennt, braucht sie dieses Gutachten. Sie wurde sechs Jahre zu vor aus einer Gefangenschaft befreit, doch Evie schweigt über ihren Namen, ihre Herkunft und die Umstände ihrer Entführung. Aber das, was sie erzählt, führt Cyrus zu seinem eigenen Kindheitstrauma .... Fazit: Anfangs habe ich mich etwas schwer getan, dass Robotham hier einen neuen Ermittler einführt. Ich trenne mich so schwer von "alten Reihen". Doch nach wenigen Seiten war ich von diesem neuen, unkonventionellen Ermittler sehr angetan. Cyrus Haven hat zwar ein schweres Trauma, stürzt aber nicht egozentrisch, als seelisches Wrack, durch den Krimi, sondern ist klug, besonnen und nachvollziehbar. Evie und Cyrus erzählen in eigenen Kapiteln, so ist es einfach Beide isoliert kennen zu lernen. "Schweige still" ist eines von den Büchern, die man liest und liest und das Buch bewegt sich förmlich von alleine fort. Dadurch, das es wenig Kulissenwechsel gibt und Cyrus und Evie sich eher in einem Kammerspiel bewegen, ensteht zwischendrin der Eindruck, als würde nichts passieren, aber der Eindruck täuscht, die Geschichte bewegt sich stetig fort und lässt den Protagonisten den Raum sich zu entfalten. Der Mord an Jodie trat für mich eigentlich in den Hintergrund, für mich war die Beziehung zwischen Evie und Cyrus, sowie Evies Fall das Wichtigere. "Schweige still" ist eine gelungene Einführung des neuen Ermittlers und macht Lust auf die Fortsetzung Cyrus Haven Reihe.

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Michael Robothams neuer Krimi “Schweige still” mit dem Psychologen Cyrus Haven und der jungen Evie Cormac ist eigentlich ein ganz klassischer whodunit – wären da nicht seine beiden neuen und etwas ungewöhnlichen, sympathischen Protagonisten. Beide haben ihre Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen: Der Psychologe Cyrus fand als Kind seine vom älteren Bruder ermordete Familie vor, und Evie musste bei ihrer Entführung schlimme Dinge erleben. Das harte Schicksal der beiden birgt Potential für eine interessante und spannende Zusammenarbeit. In ihrem ersten Fall geht es um die Ermordung einer jungen Schülerin, die auf dem besten Weg war, zur gefeierten Eisprinzessin zu werden. Und es geht um ehrgeizige Eltern, eifersüchtige Freundinnen und heimliche Lover. Robotham switcht in seiner gut inszenierten Story immer wieder zwischen den Perspektiven seiner beiden Figuren hin und her. Und auch wenn manche Passagen etwa arg dramatisch und emotional daherkommen, ist “Schweige still” ein guter Auftakt, der Lust auf mehr macht.

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