Leserstimmen zu
Hä? Die schönsten unübersetzbaren Wörter der Welt

Christian Koch, Axel Krohn

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Ja es ist mir bewusst, „nitpicky“ (pingelig) betrachtet ist dieses wunderbare Kompendium der Sprachkuriositäten wieder dem Genre Sachbuch; Unterkategorie: unnützes Wissen zuzuordnen. Sprachen, Wörter, Ideenreichtum, Kreativität und Witz. Dieses Buch des eigentlich unützen Wissens musste ich also haben, und zwar nicht „Tsonduko“ wie man im Japanischen sagt, wenn man ein Buch kauft um es dann ungelesen im Regal sthen zu lassen, sondern um zu schwelgen und zu blättern, FunFacts zu entdecken mit denen die Mitmenschen traktiert werden können. Bei „Hä?“ gefällt ihnen das sogar. Weshalb dieses Buch dennoch so nützlich ist? Es erweitert das Denken und stupst, aufgrund der gelungen bebilderten Aufmachung das Hunorarreal des Nutzers an sich auszudehnen und zu wachsen. Es lässt sich aber auch nutzen um kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu untersuchen und sich daran zu erfreuen. So ist das „Japanische Nachtlied“ ein wunderbares Beispiel dazu, dass Lyrik sehr wohl übersetzbar ist und der „Stille Post-Effekt“ seltsame Blüten treibt ist das japanische Nachtlied doch eine Rückübersetzung von Goethes „Wanderers Nachtlied“ das ein Goetheliebender Franzose ins Japanische transkribierte. Die Fudji Verehrer können aber auch anders. Gruselig wird es, wenn der Begriff TSUJI-GIRI fällt: „Ein neues Schwert an einem Passanten ausprobieren.“ Erfreulich hingegen, für meine in der Teeniezeit bevorzugte Flirttechnik gibt es einen Ausdruck auf Yaghan, der Sprache der Feuerland Bewohner. Es lautet: MAMIHLAPINATAPAI und bedeutet soviel, wie „das Austauschen eines Blickes zwischen zwei Personen, von denen beide hoffen, dass der andere etwas initiiert, was beide begheren, aber keiner bereit zu tun ist„. Zur Zeitmessung werden ebenfalls kreative Vorschläge in anderen Sprachen gemacht, sei es nun die Zeit, die vergeht bis ein Rentier pinkelt, oder die Zeit die es braucht, um eine Banane zu essen. Ersteres dauert übrigens länger. Einer meiner Lieblingsbegriffe, den ich schon kannte ist Wabi-Sabi aus der buddhistischen Philosophie kommend und die Schönheit des natürlichen Alterungsprozesse beschreibend. Vintage Style sozusagen. Aus den 80ern stammt der Export des Vokuhila in andere Zungen auf italienisch: Capelli alla tedesca, holländisch: duitse mat und die offensichtlich maulfaulen Ungarn nenne diese Fußballertraditionsfrisur gleich: Bundesliga. Um bei den Haaren zu bleiben, für Friseurvermeiderinnen wie mich sehr nachvollziehbar bezeichnet AGE-OTORI den Fakt, dass man nach dem Friseurbesuch schlechter aussieht als vorher. Eine Fülle solcher Wortschöpfungen haben die Autoren Christian Koch und Axel Krohn mit viel Liebe und Akribie zusammengetragen und es ist vergnüglich, aber auch philosophisch sich damit zu befassen, wobei man sich dabei unbedingt vor UMUDROVAT SE hüten sollte. Ein Wort für die Tätigkeit, „sich selbst ins Irrenhaus zu philosophieren“. Das muss aber ganz besonders jetzt im Frühling nicht geschehen. Jetzt ist KWADI angesagt, ein brasilianisches Wort, das das Gefühl jener inneren Trägheit beschreibt, die man nach einem Sonnenbad an einem kalten Tag empfindet. Dieses Buch des doch sehr nützlichen Wissens dazu und fertig ist der perfekte Tag.

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Meine Meinung „Hä? Die schönsten unübersetzbaren Wörter“ ist ein Sachbuch von den Autoren Christian Koch und Axel Krohn, erschienen im Goldmann Verlag. Allein das Cover hat mich sehr angesprochen und meine Neugier geweckt. Durch die Gestaltung mit den farbigen Ländern Europas und die kleinen Bildchen habe ich ein unterhaltsames Buch erwartet, was sich durch den Unterhaltungswert von einem gewöhnlichen Sachbuch abhebt. Beim ersten Durchblättern ist mir die konsequente Gestaltung des Buches aufgefallen. Auf jeder Doppelseite ist ein Bild und Text. Das Geschrieben und der Text bilden einen Kontext, den man nach dem Lesen immer gut erkennen kann. Mir gefällt die Auswahl der Bilder sehr gut, denn meiner Meinung nach unterstreichen sie nicht nur den Inhalt, sondern sie sind modern und witzig. Der Schreibstil der beiden Autoren sagte mir sehr zu, denn es ist eine Mischung aus sachlich Erzähltem mit einer Portion Humor, die sehr gut zu dem Thema passt. In diesem Buch erfährt man jede Menge über unübersetzbare Wörter. Unübersetzbare Wörter sind Wörter für die es in der Übersetzung nicht nur ein Wort, sondern einen ganzen Satz bedarf. Neben diesen Wörter, gibt es immer noch jede Menge Informationen über fremde Kulturen. Diese Einblicke haben mir sehr gut gefallen, da sie meiner Ansicht nach, sehr gut erklären warum es in dieser Sprache jenes Wort gibt, aber dafür keine passende Übersetzung. Ich habe mich von Anfang bis Ende sehr gut unterhalten gefühlt. Aber nicht nur das sondern nach dem Lesen war ich um einiges an Wissen wieder reicher. Fazit „Hä? Die schönsten unübersetzbaren Wörter“ hat mir, als Mensch der sich unter anderem für Sprache interessiert, sehr gut gefallen. Die Mischung aus informativem Text gepaart mit Charme und Witz und den Bildern finde ich sehr gut gelungen. Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen und vergebe dafür 5 von 5 Punkten.

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Wussten Sie, dass es im Japanischen einen Begriff dafür gibt, ein Buch zu kaufen, es dann aber ungelesen im Regal stehenzulassen (»Tsonduko«)? Oder dass norwegische Jugendliche wegen der teuren Alkoholpreise eigentlich nur »helgefyll« sind, also wochenendbetrunken? Das Bestseller-Duo Christian Koch und Axel Krohn hat sich auf eine abenteuerliche Reise durch die menschliche Kommunikation gemacht und ist dabei auf kuriose Sprachpannen und verdrehte Übersetzungen, unübersetzbare Wörter und skurrile Sprichwörter gestoßen. Nicht selten waren sie kurz davor, sich ins Irrenhaus zu philosophieren (wofür es im Tschechischen das schöne Reflexivverb »umudrovat se« gibt). Herausgekommen ist ein kurioser Wegweiser durch den Sprachendschungel dieser Welt, der mal verblüffend, mal erhellend und vor allem das ist, wofür es in (fast) allen Sprachen der Welt ein Wort gibt: saukomisch! (Klappentext) Es hat mir sehr viel Spaß gemacht "Hä? Die schönsten unübersetzbaren Wörter der Welt" zu lesen. Es ist unterhaltsam und brachte mich öfters zum schmunzeln. Es scheint lustig, für welche Situationen es in anderen Sprachen Begriffe gibt. Doch es sind Situationen, die wir uns nicht einmal vorstellen können. Somit ist es auch nicht verwunderlich, wenn wir dafür keine Wörter haben, andere Menschen allerdings schon. Von daher empfinde ich dieses Buch auch lehrreich. Man bekommt kleine Einblicke in andere Gepflogenheiten und Sprachgebräuche. Gut, die Frage ist, wie viel nutzt mir dieses spezielle Wissen. Aber genau für solches Wissen begeistere ich mich und es ist ja bekanntlich immer gut etwas dazu zu lernen. Und außerdem: Man weiß ja nie... Fazit: Lehrreich, unterhaltsam und lustig.

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