Leserstimmen zu
Der erste König

Sabrina Qunaj

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Sabrina Qunaj – Der erste König – Historischer Roman . Mir hat ein wenig die Spannung gefehlt! . Klappentext: Britannien im 8. Jahrhundert: Der junge Adlige Offa träumt davon, ein großer Krieger Mercias zu werden und das Land gegen die Waliser zu verteidigen. Doch als der König hinterhältig getötet wird, steht Offa plötzlich vor einer gewaltigen Aufgabe: Er selbst wird zum neuen König ernannt und soll die angelsächsischen Reiche unter Mercia einen. Die Krone verschafft ihm mächtige Feinde. Nicht zuletzt wegen der mysteriösen, schönen Drida, die vom fränkischen König Karl zum Tode verurteilt und auf dem offenen Meer ausgesetzt wurde. Als sie an Britanniens Küste gespült wird, bringt sie nicht nur Offas Herz sondern auch sein Reich in größte Gefahr ... . Ich kannte Sabrina Qunaj durch das Buch Elfenmagie. Ein Fantasy Epos das mir heute noch in den Adern steckt. Der Schreibstil war mir also bekannt und somit wollte ich unbedingt ihren neuen historischen Roman lesen. Das Genre „historischer Roman“ war mir neu und somit wurde ich entjungfert mit „Der erste König“. . Der Einstieg war relativ leicht, wobei ich am Anfang mit den Namen zu kämpfen hatte. Offa ist ein Name, den ich nicht häufig in Romanen lese und Drida hörte ich ebenfalls zum ersten Mal. . Man liest abwechselnd Drida, Offa und Hilda. Hilda ist eine tragische Figur mit der ich als Leserin Probleme hatte. Ihre Aktionen haben oft Kopfschütteln bei mir ausgelöst. Offa und Drida hingegen konnten mich mitnehmen und schwer begeistern. Überhaupt der kleine Wolf an Dridas Seite hatte es mir angetan. Ich als großer Game of Thrones Fan war mit diesem Wolf gefangen. . „Der erste König“ war mein erster historischer Roman überhaupt und ich muss zugeben es war keine leichte Lektüre. Ich musste mich beim Lesen anstrengen und Kopfkino war leider nicht wie in „Elfenmagie“ bei mir eingeschaltet. Mir fehlte die Spannung und vor allem fehlten mir Gefühle und Emotionen. . Ich als New Adult Leser, brauche Dramen und Emotionen! . Trotzdem fand ich die Geschichte interessant. Wird es einen zweiten historischen Roman für mich geben? Ich glaub in nächster Zeit wohl eher nicht. Ich brauch wohl mehr die Beziehungsdramen und nicht die Königreichsdramen. . 3 ⭐️/ 5 ⭐️ . Cover und Gesamteindruck: Ich finde das Cover ist gelungen und es zeigt genau das, was ich sehen möchte wenn ich einen historischen Roman in den Händen halte. Ich finde dem Buch hätte ein Hardcover und ein bisschen Größe nicht schlecht getan. Es wirkte ein wenig unhandlich bzw. die Seiten waren sehr dünn aufgrund der Menge. . 3 ⭐️/ 5 ⭐️

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Ich habe bis jetzt jeden historischen Roman der Autorin gelesen und war immer sehr angetan, weshalb ich mich sehr auf das Erscheinen dieses Romans gefreut habe. Gespannt begann ich die fast 900 Seiten zu lesen. In der Geschichte geht es um Offa, der sich nach dem Tod des Königs in einer Rolle wiederfindet, die vielleicht ein Kaliber zu groß ist. Doch das Leben fordert jeden irgendwann einmal. Wird ihm das Schicksal hold sein? Und was soll er mit dieser jungen Frau anfangen, die plötzlich wie aus dem Nichts aufgetaucht ist und ihm den Verstand zu rauben scheint? Bevor es mit der Lektüre losgeht, bekommt der interessierte Leser Karten, Stammbäume und ein Personenregister, welche beim Lesen alle sehr helfen, um sich orientieren zu können. Bei solch umfangreichen Geschichten ist mir das immer sehr wichtig. Der Roman beschreibt den Werdegang des ersten Angelsachsens, der König von England war, weshalb der gewählte Titel nicht besser passen könnte. Zunächst lernt man Offa kennen. Ich mochte ihn, weil er mutig, aber gleichzeitig rücksichtsvoll seinen Kameraden gegenüber ist. Nie handelt er leichtsinnig, sondern stets bedacht und zum Wohl aller, was mich sehr beeindruckt hat, da er bereits sehr jung seinem Vater folgt. Im Verlauf der Geschichte spürt man dann immer mehr die Strenge, die so eine Rolle als König mit sich bringt, aber ungerecht ist er nie, manchmal fast etwas zu gutmütig, was ich an ihm mochte. Hilda ist eine tragische Figur, die man gleichzeitig liebt und hasst. Ihr Schicksal ist wirklich hart und tat beim Lesen an manchen Stellen einem in der Seele weh, aber jeder ist seines Glückes Schmied und muss sehen, ob er ein guter oder schlechter Mensch sein will. Ihre Intrigen haben es in sich. Am meisten berührt hat mich Drida, zumal ich mich am besten mit ihr identifizieren konnte. Sie hat wirklich keine leichte Rolle, steht sie doch immer zwischen den Stühlen. Ich mochte ihren Mut und ihren festen Willen. Ebenfalls klasse ihre Wölfin Luna, die sie begleitet. Das hatte fast einen Hauch von "Game of Thrones". Ansonsten gelingt es der Autorin wieder richtig gut Zeitgeschichte und Liebe harmonisch zu verbinden. Beim Lesen bekommt man das Leben im 8. Jahrhundert hautnah mit, kann sich die walisischen und englischen Landschaften gut vorstellen und zwischen einzelnen Protagonisten knistert es. Bedrückend lasen sich zudem auch die Schlachten und die teils ausweglosen Situationen, in denen sich die Krieger befanden. Und ich habe auch wieder was dazu gelernt, denn von Offa hatte ich zuvor noch nie etwas gehört. Für mich wieder ein seitenstarker Roman, der sich las als wäre er nur halb so dick und eigentlich will man als Leser, dass es ewig so weitergeht. Fazit: Abtauchen ins Mittelalter geht hiermit perfekt, daher kann ich nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Klasse!

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In „Der erste König“ erzählt Sabrina Qunaj die Geschichte von Offa von Mercia und wie dieser im 8. Jahrhundert zum ersten König Englands wurde. Erschienen ist der Roman im August 2020 bei Goldmann. Britannien, 8. Jahrhundert: Offa ist noch jung als ihm nach dem Tod Æthelbalds die Krone Mercias angetragen wird. In den Jahren zuvor hat er sich als unerschrockener Krieger einen Namen gemacht, der die nötige Führungsstärke mitbringt, um ein Reich zu regieren. Er macht es sich zur Aufgabe, das Land gegen die Waliser zu verteidigen und möchte dazu einen Wall von Küste zu Küste bauen. Drida wächst im Frankenreich an der Seite der Söhne Pippins, Karl und Karlmann, auf. Zwischen beiden Brüdern herrscht große Rivalität und als Pippin stirbt, droht der Zwist der beiden zu eskalieren. Drida reist zu Karl, um genau das zu verhindern, stattdessen wird sie jedoch von ihm zum Tode verurteilt und auf einem Boot auf offenem Meer ausgesetzt. Dem Tode nahe wird sie in Britannien angespült und landet über Umwege schließlich bei Offa. Was habe ich mich auf den neuen Roman von Sabrina Qunaj gefreut. Bereits die Geraldines-Reihe konnte mich begeistern und ich mag es sehr, dass die Autorin fast ausschließlich historisch verbürgte Personen in ihren Romanen handeln lässt. Ich war von der ersten Seite an in der Geschichte drin. Der Schreibstil reißt einen direkt mit und es entsteht ein reges Kopfkino. Ob nun Wales, England oder das Frankenreich, ich konnte mir alles wunderbar vorstellen und ich war an allen Orten gerne. Mit fast 900 Seiten ist „Der erste König“ ein richtig dicker Wälzer und ich habe jede einzelne Seite davon genossen. Man lernt sehr viel über das 8. Jahrhundert, wie die Menschen gelebt haben und was sich mit Offa als König gewandelt hat. Der Fokus liegt eindeutig auf England, dennoch erfahren wir auch etwas über das Frankenreich und Wales. Gerade die Unterschiede im Fortschritt haben mich ein wenig überrascht, weil mir dies bisher nicht so bewusst war. Historische Romane, die in Frankreich spielen habe ich bisher kaum gelesen und wenn dann war das deutlich später und die Unterschiede waren nicht mehr so gewaltig. Der Spannungsbogen wurde über den gesamten Roman gehalten. Für mich gab es keinerlei Längen im Buch, allerdings hat mich der erste Zeitsprung, der dazu auch noch ziemlich gewaltig war, ein wenig überrumpelt. Mit den Personen im Roman habe ich mitgefiebert. Ich mochte die Geschichte von Drida und Offa sehr gerne. Beides sind starke Persönlichkeiten. Offa zeigt sehr schnell, was ihn für den Posten als König perfekt macht. Er ist intelligent, kann strategisch denken und behält das größere Ziel im Blick. Mit Drida bekommt er eine Person an die Seite, die ihm ebenbürtig ist. Vielleicht nicht was das Kämpfen betrifft, aber sie ist ebenso intelligent und kann Menschen geschickt in die gewünschte Richtung lenken, ohne das diese es merken. Das hat mich sehr beeindruckt. Der Autorin ist es gelungen vielschichtige Charaktere zu erschaffen und aufzuzeigen, dass es manchmal auch auf den Blickwinkel ankommt, aus dem man die Geschehnisse betrachtet. Das hat mir sehr gut gefallen, weil es zum Nachdenken und Hinterfragen anregt. Außerdem haben manche Nebencharaktere erst mit der Zeit an Stärke gewonnen, wie z.B. Herefrith, der als Priester sowohl Drida als auch Offa zur Seite steht. Es gibt tolles Zusatzmaterial im Buch. Zu Beginn gibt es Stammbäume, Karten und ein Personenverzeichnis. Alleine hiermit habe ich mich vor dem Lesen bestimmt eine Stunde beschäftigt, weil hier schon viele interessante Fakten verarbeitet wurden. Am Ende gibt es ein ausführliches Nachwort, das viele Informationen zur Recherche und zu Wahrheit und Fiktion bereit hält. Man merkt dem Buch auch auf jeder anderen Seite an, dass sich Sabrina Qunaj wie immer mit viel Herzblut in die Recherche gestürzt hat. Ihr ist es gelungen, aus den Fakten sowie den Legenden eine spannende Geschichte zu formen und die Lücken geschickt zu füllen. Abweichungen werden im Nachwort gut begründet und sind meines Erachtens nicht gravierend. Fazit: Die Mischung aus Historie, Fiktion, Abenteuer, Unterhaltung und Spannung ist diesem Historischem Roman zu 100% gelungen. Drida und Offa konnte mich begeistern und werden mir sicher noch lange im Gedächtnis bleiben. Für mich ein Jahreshighlight und ich freue mich bereits jetzt auf die hoffentlich kommende Fortsetzung. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung an alle, die gerne in vergangenen Zeiten abtauchen.

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Im Jahr 747 wird der 17-jährige Krieger Offa durch den Tod seines Vaters Aldermann von Averdun, bevor er im Jahr 757 zum König Mercias gekrönt wird. Im Jahr 768 lebt die 16jährige Drida am fränkischen Hofe von König Pippin auf. Ihre Gefährten sind dessen Söhne, die zukünftigen Könige Karl und Karlmann. Eines Tages widersetzt sich Drida dem Bischof und wird von Karl zum Tode verurteilt. Ausgesetzt auf dem offenen Meer überlebt sie und strandet mit ihrem kleinen Boot in Britannien. Händler bringen sie zum Fürsten von Powys, dort wird sie gebeten, eine Botschaft an den König von Mercia zu überbringen. Drida macht sich auf den Weg diese Bitte zu erfüllen. "Der erste König" von Sabrina Qunaj hat mich wirklich fasziniert. Sie erschafft ein klares Bild, man erlebt die Abenteuer von Offa und Drida wirklich hautnah mit. Auch die Skepsis von Drida gegenüber Offa ist sehr anschaulich dargestellt und man versteht ihre Gründe dafür - aber auch ihren Beweggrund, sich an ihn zu halten. Erstaunlich gut verstrickt sie hier fiktive Charaktere mit wahren. Allesamt sind sie sehr gut dargestellt und werden durch dieses Buch lebendig. Aber auch die Handlungsorte werden hier so beschrieben, daß man sie reell vor Augen hat und man zum Teil der Geschichte wird. Das Buch liest sich sehr, sehr gut und flüssig. Es verliert nie die Spannung und man wird hier durch die zahlreichen Geschehnisse förmlich gefesselt. Langeweile kommt hier garantiert nicht auf. Ein grandioses Buch für alle Fans historischer Romane!

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Wir reisen hier zurück ins 8. Jahrhundert nach Britannien und können die Geschichte wunderbar auf der vorne im Buch eingefügten Karte verfolgen. Ebenfalls gibts eine Liste der dramatis personae, in der die historischen Persönlichkeiten zu finden sind, wie auch im Nachwort der Autorin nochmal, in dem sie genau Bezug nimmt, welche Figuren auf überlieferter Grundlage beruhen und wo sie sich ihre Freiheiten erlaubt hat. Soweit ich sehen konnte wurde hier wirklich wieder toll recherchiert und zwischen den dürftigen Informationen von damals genug Freiraum gelassen, um eine spannende Geschichte über König Offa zu erzählen. Der erste Abschnitt ist auch direkt (dem mehr oder weniger widerwilligen Helden) Offa gewidmet. Man verfolgt seinen Werdegang und die vielen Verwicklungen, die das gespaltene Britannien immer wieder in Scharmützel und Machtintrigen führen. Die ständigen Kämpfe gegen die Waliser, aber auch das Machtgerangel der eigenen höher gestellten "Aldermänner". Das wirkt sich im Laufe der Zeit auch auf Offa aus, der sich eine innerliche Härte aneignet, die ihm zwar zum Führen des Reiches prädestiniert, ihm jedoch kaum eine Chance lässt, Gefühle an sich heranzulassen. Immer in der Angst vor Enttäuschung und Verrat. Trotzdem war er mir am sympathischsten muss ich sagen - auch wenn die anderen Figuren alle etwas "gutes" oder auch "liebenswertes" hatten. Jeder von ihnen muss mit Schicksalsschlägen und Problemen kämpfen und nicht jeder entwickelt daraus ein Gespür, es besser zu machen. Diese Charakterzeichnungen fand ich außerordentlich gut, da sie zeigen, dass Menschen nunmal nicht in ein Schwarz-Weiß-Denken passen. Grade auch einige Nebenfiguren haben manche Situation immer wieder aufgepeppt! Die Namen sind übrigens etwas gewöhnungsbedürftig, aber das ging recht gut und vor allem geben sie der Geschichte eine authentische Note. Überhaupt wird das damalige Leben anschaulich und lebendig rübergebracht und man erlebt in kleinen und größeren Sprüngen die Entwicklungen zwischen den Angelsachsen und Walisern sowie auch dem Frankenland, in dem wir die Protagonistin Drida begleiten. Sie wächst mit den beiden Herrschersöhnen Karl (später "der Große") und dessen Bruder Karlmann auf und erlebt aus nächster Nähe den Konflikt der beiden, der in offene Konfrontationen auswächst. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und ich bin größtenteils nur so durchgeflogen. Allerdings gab es auch Momente, die mir etwas zu langgezogen erschienen und gerne etwas kürzer gefasst werden könnten - da spricht aber auch meine Ungeduld raus, denn ich wollte ich wollte einfach schneller wissen wie es weitergeht ^^ Auch das typische Spiel zwischen den Paaren war mir manchmal zu vorhersehbar, gehört aber in dem Genre irgendwie dazu bzw. erlebe ich es selten anders ;) Durch die politisch geplanten Ehen war das Zusammenfinden ja nie leicht und trotz der unterschiedlichen Hoffnungen und Ansichten entwickeln sich Gefühle, die vielleicht nicht immer nachvollziehbar, aber doch menschlich sind. Trotz der ähnlich gestrickten Entwicklungen ohne viel Überraschung habe ich mitgefiebert. Insgesamt hat es mir auf jeden Fall wieder sehr gut gefallen! Vor allem die vielen Informationen über die damalige Zeit, die man fast schon nebenher erfährt und einen guten Einblick schaffen haben mich fasziniert. Wie die Autorin im Nachwort ankündigt, ist wohl ein weiterer Band mit den Nachkommen von König Offa geplant - ich würde mich sehr freuen!

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"Der erste König" ist der neue historische Roman von Sabrina Qunaj und Auftakt einer möglichen neuen Reihe. Er spielt im Zeitraum 747 - 773 a.D. und erzählt die Geschichte des jungen Offa von Mercia, dem ersten Angelsachsen der sich als König von England bezeichnete und seiner Gattin Cynethryth, kurz Drida. Dabei ist das Buch in zwei Abschnitte eingeteilt. Der kleinere beschäftigt sich mit Offa's Aufstieg zum König, der große zweite Teil mit Drida's Werdegang im Frankenland und deren schicksalshaften Weg nach Britannien an die Seite von König Offa. Ein schwerer Werdegang steht den beiden bevor, getrieben von eigenen Gefühlen, aber auch Verantwortung gegenüber dem Königreich. Es gibt viele historische Romane über England aus der Zeit von Alfred dem Großen oder später. Sabrina Qunaj greift hier aber eine Zeit in der Historie auf, über die wenig bekannt ist und ich selbst auch das erste Mal lese. Basierend auf historischen Daten erzählt sie diesen Roman und vermischt hervorragend Fiktion mit Geschichte, so dass für den Leser ein packendes Mittelalterabenteuer entstand. Zwar gibt es wenige kleinere Passagen, die mir persönlich einen kleinen Touch von Fantasy zuviel hatten, speziell Dridas Beziehung zu ihrem Wolf Luna, aber in Summe ist es stimmiger Roman. Gut gefällt mir dabei Dridas Zerrissenheit zwischen ihren alten Banden ins Frankenland, wo Karl der Große die Herrschaft an sich zog und ihrer Verbundenheit zu ihrem Gatten und ihrer neuen Aufgabe als Königin von Mercia. Als Leser kann man sehr diese Spannungen und Gefühle spüren und nachvollziehen. "Der erste König" ist weniger ein Roman der von großen Schlachten geprägt ist, aber einer der all die schwierigen Herrschaftsverhältnisse dieser Zeit gut vermittelt. Offa's Dyke ist zum Beispiel ein bis heute sichtbares Zeichen. Eine in Summe fast 129 km lange Wallanlage, die Offa damals zur Abgrenzung des angelsächsischen Königreichs Mercia zu den keltischen Fürstentümern im heutigen Wales errichtete. Diese gilt bis heute als eines der größten landschaftsprägenden und am besten erhaltenen frühmittelalterlichen Bauwerke in Westeuropa. Mir hat dieser neue historische Roman von Sabrina Qunaj gut gefallen und ich bin gespannt wie der Weg von König Offa und seinem Königreich Mercia in einem weiteren Roman hoffentlich fortgesetzt wird. Wer sich für historische Romane über England interessiert, der sollte auch zu diesem Buch greifen.

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Der erste König

Von: dorli aus Berlin

02.09.2020

In ihrem historischen Roman „Der erste König“ nimmt Sabrina Qunaj den Leser mit in das 8. Jahrhundert nach Britannien und erzählt aus dem Leben des angelsächsischen Königs Offa. Die Autorin hat die wenigen historischen Fakten, die über den Werdegang Offas bekannt sind, mit einer spannenden fiktiven Geschichte verknüpft und lässt diesen Roman damit zu einer genauso interessanten wie kurzweiligen Zeitreise werden. Die Handlung beginnt im Jahr 747. Der 17-jährige Krieger Offa wird nach dem Tod seines Vaters Aldermann von Averdun. Er beweist Mut und Stärke und bewährt sich als Kriegsherr. 757 wird er vom Rat der Weisen zum König Mercias gekrönt. Ein zweiter Handlungsstrang beginnt im Jahr 768 und spielt im fränkischen Reich. Hier lernt der Leser Cynethryth kennen. Die 16-Jährige, die Drida genannt wird, wächst am Hof des Königs Pippin gemeinsam mit dessen Söhnen und späteren Königen Karl und Karlmann auf. Als Drida sich gegen einen Bischof zur Wehr setzt, wird sie von Karl zum Tode verurteilt und in einem kleinen Boot auf dem offenen Meer ausgesetzt. Doch Drida überlebt, sie wird vor der Küste Britanniens von Händlern gerettet und zum Fürsten von Powys gebracht. Als die Fürstin sie bittet, mit einer Botschaft zum König von Mercia zu gehen, macht Drida sich auf den Weg… Sabrina Qunaj erzählt sehr anschaulich. Sie versteht es ganz ausgezeichnet, Figuren zum Leben zu erwecken und facettenreich darzustellen, Handlungsorte bildhaft zu beschreiben und Ereignisse spannend und unterhaltsam zu schildern. Die Autorin lässt Offa und Drida viele Höhen und Tiefen durchmachen. Das Miteinander der beiden gestaltet sich äußerst schwierig, denn Drida hat ein denkbar schlechtes Bild von Offa, er wurde ihr als brutal und gottlos beschrieben. Nur die Hoffnung, dass Offa Karlmann dabei unterstützen wird, gegen seinen Bruder Karl zu bestehen, lässt sie an seiner Seite ausharren. Auch die Darstellung der weiteren Akteure ist Sabrina Qunaj sehr gut gelungen. Sowohl die zahlreichen historischen Persönlichkeiten wie auch die fiktiven Figuren bekommen schnell ein Gesicht und wirken in ihrem Tun überzeugend. Unerwartete Ereignisse, Konflikte, Intrigen und Schicksalsschläge halten das Geschehen durchweg lebendig - man kann mit allen Akteuren mitfiebern und ist stets neugierig darauf, was wohl als nächstes passieren wird. „Der erste König“ hat mir sehr gut gefallen – der Mix aus fesselnder Historie, spannender fiktiver Handlung und bewegender Liebesgeschichte hat mir ein paar kurzweilige Lesestunden beschert und mir gleichzeitig einen facettenreichen Blick in die Geschichte des angelsächsischen Englands ermöglicht.

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Das Buch war nach Hause kommen pur! Mercia 747. Der junge adlige Krieger Offa wird, nach dem Tod des Königs unerwartet als neuer Herrscher ernannt. Er hat eine große Aufgabe vor sich, denn es herrscht Krieg zwischen den Walisern und Angelsachsen und es heißt das Land zu verteidigen. Parallel dazu, kommen die verfeindeten Brüder Karl und Karlmann in Frankenreich an die Macht. Als Karl seine Cousine Drida zum Tode verurteilt, gelangt sie nach Britannien und die Wege zwischen ihr und Offa kreuzen sich. Drida ist geheimnisvoll und schön und hat ihren eigenen Kopf. Zu Beginn habe ich erwartet, dass sich das Buch komplett um die Geschichte Mercias handeln wird und war etwas überrascht, als der Fokus auch auf Frankenreich gelegt wurde. Aber damit habe ich mich sehr schnell arrangiert, da es für die Geschichte unabkömmlich war und ich Drita als Protagonisten unfassbar interessant fand. Sie war eine starke Persönlichkeit und ich konnte mich komplett in sie hineinfühlen. Aber nicht nur Drita würde sehr gut umgesetzt, sondern auch viele andere Charaktere zu denen man schnell Sympathie, aber auch Antipathie aufgebaut hat. Die Autorin hat es geschafft, die Zeit und das Land realistisch rüber zu bringen und die Geschichte rasant und spannend zu erzählen. Trotz fast 900 Seiten gab es keine Längen und es ist auf jeder Seite spannend. Für alle Fans solcher Romane, eine klare Empfehlung von mir

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