Leserstimmen zu
Mama, nicht schreien!

Jeannine Mik, Sandra Teml-Jetter

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Einladung zur Selbstreflexion

Von: windelprinz.de

16.10.2019

Der Bestseller "Mama, nicht schreien!“ ist kein klassischer Erziehungsratgeber. Als Leser findet man hier weder die erhobene Hand, noch stößt man auf weichgespülte Ratschläge, die den Eltern nahelegen wollen, ihre Kinder in allen Dingen frei gewähren zu lassen. Prinzipiell stehen weniger die Pädagogik und Kindererziehung im Fokus, sondern viel mehr Gefühle, Ängste und Trigger. "Mama, nicht schreien!“ lädt auf empathische Weise zur Selbstreflexion und zur Erforschung der eigenen Gefühlswelt ein. Mein einziger Kritikpunkt ist der Titel, der suggeriert, das Buch wäre vorwiegend an Mütter gerichtet. Dabei sind alle Eltern - Väter, wie Mütter - gleichermaßen angesprochen. Zu Unrecht verzichtet das Buch damit womöglich auf väterliches Leserpotenzial. Danke an Jeannine Mik und Sandra Teml-Jetter für diesen einfühlsamen und bereichernden Ratgeber!

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Jeannine Mik und Sandra Teml-Jetter haben einen Bestseller geschrieben und sicherlich nicht ohne Grund in der heutigen Zeit, hat es doch den eindringlichen Titel: „Mama, nicht schreien!“ Info-Boxen, hervorgehobene Fallbeispiele und Übungen, Schlüsselsätze machen es nach der Lektüre einfacher die wichtigsten Stellen wiederzufinden. Mein Exemplar war nach dem Lesen auch im wahrsten Sinne des Wortes durchgearbeitet und ist nun personalisiert mit vielen eigenen Anmerkungen und Unterstreichungen. Sorry, das kann man sich leider bei mir nicht leihen! Das macht auch deutlich was es ist. Kein Ratgeber den man von vorne nach hinten liest und dann zuklappt und wieder weitermacht wie bisher. Nein, ich empfinde es eher als „Arbeitsbuch“. Jedes gelesene Kapitel arbeitet in einem nach und macht was in einem drin. Auch die Übungen und Anregungen schreien nach Ausprobieren und in sich hineinhorchen. Überhaupt, wieder ein Eltern-Ratgeber, der aber auch viele andere bereichern könnte, die ihr inneres Gleichgewicht schnell verlieren. Das Buch basiert auf der Pädagogik von Jesper Juul und der eigene Ansatz der beiden Autorinnen ist noch mal im Anhang erklärt, ihr Weg zur Beziehungsorientierung. Natürlich kann man auch sich auch nur Kapitelweise mit dem Buch beschäftigen, aber die Einführung sollte man auch dann lesen. Fazit: Wer sich gut kennt und in sich hineinhorchen kann, ist erst in der Lage eine gute Beziehung zu führen, sei es mit den eigenen Kindern oder anderen Personen die einem wichtig sind!

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Wer Jeannine Mik auf ihrem Blog "Mini and Me" folgt, wusste schon vor dem Lesen des Buches auf was er sich einlässt - auf ein Buch, welches sich nicht mit einfachen Erziehungstipps abgibt, sondern in dem es um bedürfnisorientierte Elternschaft geht. Gemeinsam mit Sandra Teml-Jetter hat Jeannine mit "Mama, nicht schreien!" ein wundervolles Buch über Stress, Wut und starke Gefühle geschrieben. Mit viel Herz wird geballtes Wissen vermittelt, welches, trotz des hohen Niveaus, verständlich erklärt wird. Ein Unterhaltungsbuch und "normaler Erziehungsratgeber" ist "Mama, nicht schreien!" definitiv nicht. Durch viele Beispiele und Übungen wird man angehalten immer wieder innezuhalten und in sich selbst reinzuspüren - ein Arbeitsbuch zur Selbstreflexion. Ganz klar geht aus dem Buch hervor, dass es den Kindern gut geht, wenn es uns Mamas (oder natürlich auch den Papas) gut geht und man nur dann auch in Stresssituationen gelassener reagieren kann. Wer eine genaue Anleitung für akute Krisensituationen sucht, ist mit diesem Buch falsch beraten, da "Mama, nicht schreien!" tiefer greift, denn die Veränderung liegt bei uns und nicht bei den Kindern. Der Kösel-Verlag hat wieder ein tolles Buch herausgegeben, welches meine absolute Kaufempfehlung, für alle die an sich arbeiten wollen, damit der Familienalltag entspannter wird, bekommt.

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„Der Alltag ist voller Baustellen. Der Stress im Beruf, der Stress daheim, alle wollen etwas, und irgendwie reicht die Zeit nicht, um andere und auch noch uns selbst halbwegs glücklich zu machen.“ (Auszug S. 10, Mitte) Wem kommt das bekannt vor? Also mir schon und als meine Tochter mit Händen an den Ohren vor mir stand und bat „Mama, bitte nicht schreien!“ war für mich klar: ich muss was ändern! Als Empfehlung bekam ich den Buchtipp „Mama, nicht schreien!“ von Jeannine Mik und Sandra Teml-Jetter, welches mir wirklich geholfen hat, Wege aus den verzwickten Situationen zu finden, so dass ich es euch gerne näher vorstellen möchte: Das Sachbuch ist ein Arbeitsbuch der Familienbloggerin Jeannine Mik (www.mini-and-me.com) und der Familienberaterin Sandra Teml-Jetter. Es ist ansprechend und vor allem übersichtlich aufgebaut: mit verschiedenen Farbgebungen in Rot und Schwarz, mit Listen, Übungen, Praxisbeispielen und anschaulichen Illustrationen lässt sich das Buch entweder in einem Rutsch oder (am besten beim zweiten Lesen) gezielt kapitelweise lesen. Es erwartet uns weder der erhobene Zeigefinger, noch der weichgespülte „Kinder dürfen alles“-Jargon, sondern wir Eltern werden dort abgeholt, wo wir gerade zum Stehen gekommen sind und verständnisvoll aufgebaut. Reflektion heißt eines der Zauberworte ;) und sich selbst wichtig nehmen! Nicht alle Übungen bzw. Ausführungen sind für jeden geeignet – das will das Buch auch gar nicht vermitteln, so habe ich den Eindruck, da auch die Beispielfamilien unterschiedlich gewählt sind. Für mich z.B. entsprach manche Aussage einfach nicht meiner Erfahrung und auch nicht meiner Erwartung an Familie bzw. meine Kinder und den Alltag, den wir leben. Aber doch merkte ich an mir selbst, dass ich in stressigen Situationen an das Buch bzw. einige Übungen dachte und diese anwendete... Grund dafür ist wohl auch der sinnvolle Aufbau des Ratgebers, der uns erst einmal Wut und die Situation, in der sie einem herausbricht, wie auch Erwartungen an das Gegenüber – sprich das Kind – analysiert... und dann vielseitige Lösungen findet, was mir eben praxisbezogen geholfen hat. Kritisch anmerken möchte ich aber, dass sich alleine schon vom Titel her eher Mütter angesprochen fühlen, obwohl Väter ebenso in die „Wutfalle“ tappen. Und nicht jeder ist ein Jesper Juul-Fan bzw. überzeugt von der „beziehungsorientierten“ Elternschaft. Daher lohnt es sich, in der Buchhandlung vor dem Kauf einmal in das Buch reinzulesen ;) denn das Buch ist locker-erzählend geschrieben. Aber es ist anspruchsvoll! Es hat einerseits leicht verständliche „Marker“ an der Seite im roten Kasten wie z.B. „Das Ja zu jemand anderen darf kein Nein zu dir selbst bedeuten“, aber Lernkapitel wie „Lern dein Fenster kennen“ mit der Aufforderung, stressige Situationen niederzuschreiben oder Ausarbeitungen zu Allianzen wie der „kollusiven, kombativen oder kollaborativen Allianz“ sind schon recht anspruchsvoll und können abschreckend wirken. Fazit: für mich eines der besten Ratgeber in der Elternzeit, welche ich immer wieder zur Hand nehmen werde. Ich habe es nicht in einem Rutsch durchgearbeitet, sondern mir die „Rosinen“ rausgepickt und kann diese Arbeitsweise auch nur empfehlen ;)

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Zum Inhalt: Wer kennt nicht die Situation, wenn man mit zunehmendem Stress konfrontiert ist, nicht allen Terminen nachkommt, auch nicht allen Personen im eigenen Umfeld gerecht wird? Und dann hat man auch noch mit einem oder mehreren Kindern im Alltag zu kämpfen, die mit ganz anderen Bedürfnissen an Einen herantreten und womöglich auch noch übel gelaunt sind und nur noch herumquengeln. Dann brodelt es in Einem hoch und der Ärger ist vorprogrammiert. Doch was tun, damit die eigenen Kinder nicht zum Ventil werden, um Frust abzulassen? Jeannine Mik und Sandra Teml-Jetter erklären in ihrem Buch "Mama, nicht schreien!", wie man es dennoch schafft, in solchen Situationen trotz starker Gefühle weiterhin ruhig und besonnen zu reagieren und liebevoll mit den Kindern umzugehen. Meine Leseerfahrung: Ich hatte einen praktischen Ratgeber für kritische Situationen zwischen Eltern und Kindern erwartet. Doch dieses Buch ist weitaus mehr als das. Es beschäftigt sich nämlich hauptsächlich mit der eigenen Person und geht den starken Gefühlen auf den Grund, indem tiefe Ängste durchleuchtet werden und innere Belastungen und auch Ressourcen erforscht werden.  Dabei finde ich den Titel doch eher irreführend, denn das Buch spricht gleichermaßen auch Väter an. Jeder hat seine eigenen Grenzen und seine Päckchen zu tragen. Entscheidend ist, dass man als Elternteil genug Reife besitzt, zu reflektieren und die Ursachen für Triggermomente bei sich selbst zu suchen. Beeindruckend fand ich hierbei die Erklärung mit der Prioritätenpyramide und der Vergleich mit der Sauerstoffmaske im Flugzeug, die man in einer Notsituation zu allererst sich selbst anlegt, um dann anderen Personen helfen zu können.  Nichts Anderes ist es innerhalb einer Paarbeziehung und auch im Verhältnis zu unseren Kindern. Die gestärkte Verbindung mit dem eigenen Körper und dem eigenen Geist führt zwangsläufig dazu, auch seine persönlichen Grenzen zu erkennen und sich selbst zu erden. Erst dann kann man seinem Umfeld auf vernünftige und gesunde Art und Weise begegnen.  Wer tatsächlich detaillierte praktische Tipps zum Umgang mit schwierigen Kindern oder Wutausbrüchen innerhalb der Familie sucht, sollte sich noch anderweitige Literatur zulegen. Mit diesem Buch wird ein Elternteil größtenteils zur Selbstreflexion und zur Erforschung der eigenen Gefühlswelt eingeladen, und das teilweise  mit einigen praktischen Übungen, die einfach durchzuführen sind. Dies kann allerdings nur dann gelingen, wenn man auch offen zu den o.g. Themen steht. Fazit: Ein faszinierendes Buch zur Selbstfindung und Selbstreflexion, das als Lebenshilfe dient, die Elternschaft bewusster zu (er-)leben. Aber auch Nichteltern werden sicherlich zur aktiveren Gestaltung ihres eigenen Lebens einige Themenpunkte für sich verwenden können.

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Der Ratgeber spricht mit seinem Titel nicht die Mütter/Väter an, die alles im Griff haben. Nein, die Autoren wenden sich ganz klar an die Mütter/Väter, die wissen, dass sie Fehler machen und bereit sind, daran zu arbeiten. Jeannine Mik und Sandra Teml-Jetter machen mit ihrer Botschaft keine Vorwürfe, sondern geben den Müttern/Vätern das Gefühl, sie willkommen zu heißen sind geben Ratschläge, wie man seinen Erziehungsstil verbessern kann. Dazu nutzen sie einen Notfallplan: Cut, Imagine & Act. Es geht dabei um das Stoppen, das Vorstellen der Situation und das bewusste Handeln. Sie geben weiterhin Tipps zur Selbstregulierung, wie man unter Stress zu sich findet, Atem- & Entspannungsübungen und praktische Lösungen. Wichtig für gestresste Mütter/Väter ist, herauszufinden, was es eigentlich genau ist, dass einen stresst. Dazu bietet der Ratgeber eine Übung, bei der man Situationen ankreuzt, bei denen man sich hochfährt. Das stellt die Grundlage dar, auf die man aufbaut. Danach analysiert man, wieso man sich aufregt. Alleine das bringt schon viele Aha-Erlebnisse. Dadurch lernt man, sich selbst zu reflektieren und erkennt, dass nicht das Kind schuld ist. Wenn man das dann weiß und liest, wie diese Vorgänge im Gehirn ablaufen, erkennt man ein Muster. Das ist die beste Vorraussetzung, , um Dinge ändern zu können. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Kommunikation auf Augenhöhe. Dafür bietet die vorgeschlagene Familienkonferenz eine tolle Möglichkeit. Jeder bekommt die Möglichkeit, seine Anliegen zu äußern und hat das Gefühl ernst genommen zu werden. Oft kann das schon viel bewirken. Fazit: Ein Buch, das nicht mit dem Finger auf die Eltern zeigt, sondern eher ein Arbeitsbuch ist. Es geht um Selbstreflektion und darum, das Kind so zu akzeptieren, wie es ist.

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Mit Wut und Impulsivität in der Erziehung gekonnt umgehen! Ganz oft eskaliert die Situation mit den eigenen Kindern und man ist wütend. Häufig bestimmen Ängste, Kränkbarkeit und andere Stressreaktionen den Familienalltag. Diese Emotionen führen schnell dazu, dass Eltern anders reagieren, als sie es sich eigentlich wünschen. Dieses Buch soll den Eltern zeigen, wann sie erwachsen denken und wann sie in alte Muster fallen. So wird es möglich, den Kindern auf Augenhöhe zu begegnen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Wer kennt es nicht, man ist wütend, hat Stress mit den Kindern und handelt, aber leider nicht so, wie man es sich wünscht. Im Nachhinein denkt man sich meist, dass man es auch anders hätte handhaben können. So habe ich hier ein Buch erwartet, dass mir Lösungen anbietet, Strategien vermittelt und das Miteinander leichter macht. Ganz so, wie erhofft, habe ich es nicht bekommen. Was mich sehr stört, ist der Titel! Mama, nicht schreien! Warum nicht „Mama und Papa, nicht schreien!“, denn auch im Klappentext werden die Eltern angesprochen. Das Buch hat gute Ansätze und es bringt einen immer wieder zum Nachdenken und Reflektieren von sich selbst. Einerseits in der Vergangenheit, aber auch in den jeweiligen Situationen. Natürlich gibt es immer wieder Situationsbeschreibungen, die man mit Kindern kennt, doch wird hier teils sehr tief in der eigenen Kindheit gegraben, um das eigene Verhalten zu erklären. Es gibt bestimmt viele Familien, bei denen die Erziehung anders verlaufen ist, wie heutzutage, doch ich habe keine negativen Erfahrungen und werde trotzdem wütend. Die Reflektionen, warum man in diesen Momenten so reagiert finde ich für mich nachvollziehbarer. Denn häufig kann es ja schon einfach sein, dass man Stress auf der Arbeit, wenig Schlaf oder einfach noch nicht mal richtig wach ist und einfach in diesem Moment nicht belastbar ist. Die Erklärung, was sich in einem Menschen abspielt, während man eine Wutattacke hat, fand ich sehr interessant und das werde ich auf alle Fälle mitnehmen, 90 Sekunden atmen und sich nicht auf die Wut einlassen. Oft war es mir aber fast ein bisschen zu sehr in die Richtung schwere Kindheit und Probleme mit dem Partner, was ja nicht bei fast allen Eltern sein kann und wenn ich hier solch schwerwiegenden Probleme hätte, wäre ein Therapeut vielleicht die bessere Alternative, als dieses Buch zu lesen. Es hilft einem in einem gewissen Maße, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, zu überlegen was zu diesem Ausbruch geführt hat, die Wut nicht jedes Mal zuzulassen und sich etwas zu Erden, doch haben mir die Hilfestellungen gefehlt, die Tipps für den Alltag. Es gibt den Spruch - wie es in den Wald hineinruft, so schallt es heraus – und dies ist garantiert richtig. Somit ist das Buch nicht verkehrt, nur bewegt es sich für mich zu sehr in der psychologischen Richtung und konnte mich, aufgrund der fehlenden praktikablen Hilfestellungen, nicht ganz zufriedenstellen.

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Eigentlich mag ich die Bezeichnung Ratgeber überhaupt nicht. Ratgeber geben uns Ratschläge. Und Ratschläge sind bekanntlich auch irgendwie Schläge und genauso empfindet man sie ja oft auch. Einziger Unterschied ist vielleicht, dass man Ratgeber nunmal freiwillig liest und die enthaltenen Ratschläge einem in diesem Fall nicht ungefragt aufgezwungen werden. Vor allem wir Mamas sind da eher sensibel und weil wir in Erziehungs- und Beziehungsfragen gerne auch zur Perfektion neigen, fühlen wir uns dann auch schnell so schlecht wenn etwas nicht so klappt wie im Buch beschrieben. Gerade, weil sich viele von uns auf dem Weg befinden, es mit unseren eigenen Kinder anders zu machen. Anders als wir es selbst erlebt haben oder anders als wir es aus anderen Bereichen kennen. Wir wollen ein bedürfnisorientiertes Miteinander, gleichwürdig und auf Augenhöhe. Die „neuen“ Elternratgeber können aber viel mehr als nur Rat zu geben und aus diesem Grund finde ich diese Bezeichnung auch einfach nicht stimmig. Ich möchte Werbung machen für Elternratgeber, denn sie geben uns nicht mehr nur Rat, sondern begleiten uns in unserem bedürfnisorientierten Familienleben, sie inspirieren uns, geben uns Impulse zur Reflexion und bieten ganz viel Raum für Entwicklung. Sie geben uns Ideen und zeigen Möglichkeiten auf. Viele Leute behaupten ja, dass man sich ruhig auf sein mütterliches Bauchgefühl verlassen sollte und dann für seine Kinder schon alles gut machen, eine gute Mutter sein würde. So einfach ist das aber nicht, finde ich. Das hat ja schlichtweg mit unserem Gehirn zu tun und damit, dass unter Stress (und der Alltag mit unseren Kindern ist eben oft purer Stress), nichts mehr anderes funktioniert und in dir selbst abrufbar ist, als alte Gewohnheiten oder fest verankerte Verhaltensmuster. Wenn du die Tage, an denen du vielleicht selbst aus dem Schimpfen nicht mehr rauskommst und dich selbst nicht mehr hören kannst, dann ist dein mütterliches Bauchgefühl eben doch nicht das richtige für dich. Wenn du wirklich etwas ändern willst, könntest du diese Chance nutzen, dich mit Hilfe eines Elternratgebers selbst zu verändern. Zwei dieser „neuen“ Erziehungs- oder besser Beziehungsratgeber möchte ich euch heute vorstellen und euch wirklich dazu ermutigen sich auf diesen spannenden Weg zu begeben. Die Bücher sind eine Art Pflichtlektüre für alle Eltern, die bereit sind, die Verantwortung für das innere Gleichgewicht ihrer Familie zu übernehmen. ❤️ „Mama, nicht schreien! Liebevoll bleiben bei Stress, Wut und starken Gefühlen“ so heißt das geniale Buch von Sandra Teml-Jetter und Jeannine Mik. Jeannine kennt ihr vielleicht von ihrem wundervollen Blog mini-and-me.com, auf dem sich auch ganz viel um bedürfnisorientierte Elternschaft auf Augenhöhe dreht. In ihrem Buch geben die beiden Autorinnen nun wirklich keine Erziehungstipps wie man in Situation X oder Y mit seinem Kind am besten umgeht damit man sich selbst eine „gute Mutter“ nennen kann, sondern sie geben eben wirklich nur Impulse und zwar gar nicht in erster Linie was konkret man im Umgang mit seinem Kind verändern muss, damit man eine „gute“ Mutter wird, sondern sie geben Ideen wie man selbst an sich arbeiten kann. Denn da liegt ja einzig und allein der Hund begraben. Im Leben mit unseren Kindern werden eben immer wieder alte Erlebnisse angetriggert. Meistens sind das Erlebnisse aus unserer eigenen Kindheit und unter Druck, im Stress, in Wut und im Umgang mit unseren Kids tappen wir ja genau wieder in diese automatisierten Muster. Jene Muster, die wir selbst nicht an uns mögen, die Verhaltensweisen ans Licht bringen, wie wir nie sein woll(t)en. Das Buch hilft uns Eltern dabei endlich mal auf Forschungsreise zu uns selbst zu gehen, Verantwortung für uns selbst, für unsere Gefühle und für unser eigenes inneres Kind zu übernehmen. Das Buch ist voller Fallbeispiele, die original aus unserem Alltag mit Kind genommen sein könnten, und ebenfalls voller Übungen und Reflexionsimpulsen, die für dich stimmig sein können, aber natürlich nicht müssen. Ich bin jedenfalls sehr begeistert von diesem Buch, denn ich möchte wie viele von euch auch an meinen „Knackpunkten“ arbeiten, meine Kindheit aufarbeiten und viele Dinge mit unserer Frieda wirklich anders machen – authentisch und liebevoll auf Augenhöhe! Erschienen ist das Buch bei Kösel.

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