Leserstimmen zu
So dunkel der Wald

Michaela Kastel

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Inhalt: Ronja und Jannik wurden bereits als Kinder entführt und führen nun seit vielen Jahren zusammen mit ihrem Entführer, den sie Paps nennen müssen, und drei anderen entführten Kindern, ein einsames und abgeschiedenes Leben tief im Wald. Sie haben die Hoffnung auf ein ‚normales‘ Leben aufgegeben und geben einander Halt. Als eines Tages die Situation eskaliert, stehen Ronja und Jannik vor einer schweren Entscheidung, die sie völlig überfordert. Währenddessen sucht die Polizistin Sarah Wiesinger fieberhaft nach den entführten Kindern… Meine Meinung: Ich wusste, dass es in diesem Thriller um Kindesmissbrauch geht und das hat mich auch sehr lange von diesem Buch ferngehalten. Doch wegen der vielen begeisterten Rezensionen habe ich es jetzt doch gelesen. Der Spannungsbogen beginnt sofort hoch, sinkt dann leider in der Mitte etwas, steigt aber gegen Ende des Buches wieder stark an. Die Atmosphäre ist ununterbrochen düster und beklemmend und der Schreibstil so bildhaft, dass ich mir das Haus im Wald und die Umgebung sehr gut vorstellen konnte. Viele erschreckende Szenen deutet die Autorin nur an, andere beschreibt sie detailliert. Durch Ronjas Erzählungen in der Ich-Form wird deutlich, wie sehr die Kinder, trotz des Missbrauchs und der permanenten Angst, schon von Paps abhängig sind und sich mit ihrem einsamen und traurigem Leben abgefunden haben. Sie können sich kaum noch an ihre eigenen Eltern erinnern. Einige Handlungen fand ich unlogisch, sowohl von den Kindern, als auch von Sarah, die sich gegen Ende ziemlich unprofessionell verhält. Trotzdem haben mir die Kapitel mit Sarah gut gefallen und ich hätte gerne noch mehr über die polizeilichen Ermittlungen gelesen. Vor allem hätte mich interessiert, warum die Kinder im Wald nie gefunden wurden! Fazit: Ein bedrückender, düsterer und auch grausamer Thriller, der hauptsächlich aus der Perspektive der beiden inzwischen erwachsenen Opfer erzählt wird und deren psychologische Entwicklung deutlich macht. Erschreckend und spannend, aber nichts für zarte Gemüter.

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Ein packender Thriller, der schneller beendet war als erwartet. Michaela Kastel hat einen sehr packenden Schreibstil, sodass man das Buch gar nicht aus der Hand legen möchte! Ihre Beschreibungen vom Haus, dem Wald und auch den Charakteren war absolut authentisch. Eventuell wäre hier eine Triggerwarnung angebracht. Auch, wenn der Missbrauch an den Kindern nicht explizit erwähnt wird, weiß man, dass dieser passiert. Ronja und Jannik sind zwei von fünf Kindern, die im Wald gefangen gehalten werden. Da recht früh ein großer Plottwist geschieht möchte ich nicht allzu viel bezüglich des Handlung oder ähnliches schreiben. Soviel sei aber gesagt: ich kann mir gut vorstellen, dass die Handlungen der entführten Kinder ihrem Schicksal entsprechend waren. Gut fand ich auch, dass es keinen konstanten Erzählstrang gab, sondern die Geschichte mit Tagebucheinträge als Rückblenden komplexer wurden. Alles in allem ist dies ein, für mich, sehr gelungener Thriller, den ich guten Gewissens weiter empfehlen kann!

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(TRIGGERWARNUNG! Enthält Missbrauch & Gewalt an Kindern) INHALT: Ihr Haus befindet sich im Wald, mitten im Nirgendwo, weit entfernt von Straßen oder anderen Menschen. "Paps" hat sie alle entführt. Ronja, Jannik und Nika sind mittlerweile erwachsen geworden, so lange leben sie schon hier. Von ihnen lässt er seitdem seine Finger. Doch er holt sich immer wieder neue Kinder, wie Theo und Henna, die auch mit ihnen unter einem Dach leben. Alle müssen sie die gleichen Qualen durchleben. Wenn sie nicht artig sind, oder gar versuchen zu fliehen, wirft Paps sie in die Höhle. Dort ist es kalt, nass und eng. Niemand möchte dort hin. Und schon einige mussten dabei sterben... Die zwanzigjährige Ronja weiß innerlich, dass das hier alles nicht in Ordnung ist und plant zu fliehen. Doch die Freiheit kann einem nach jahrelanger Gefangenschaft auch gehörige Angst einjagen, wenn man nicht weiß, was einen dort draußen in der Zivilisation erwartet... MEINUNG: Vor allem der Anfang, hat mich etwas an Gabriel Tallents "Mein Ein und Alles" erinnert: Mitten im Nirgendwo im Wald, ein gewalttätiger Vater, Missbrauch und Waffen. Die Zeilen haben es in sich. Wenn auch nicht detailliert geschildert, geschieht hier Missbrauch an Kindern, was ich immer schwierig zu lesen finde und bei mir eine große Abneigung hervorruft. Glücklicherweise beschränkt sich das eher auf den Beginn des Buches. Gewalt & Mord treten jedoch auch danach weiterhin auf, blutige Szenen werden glücklicherweise nicht zu detailliert geschildert. Für mich war es anfangs kurz etwas zu viel, aber insgesamt gerade noch aushaltbar, was mir persönlich bei Thrillern immer wichtig ist. Bei den ersten Sätzen des Buches dachte ich erst, ich hätte mich verlesen. Ein "Paps", der seine Kinder in eine 5-Meter tiefe Höhle wirft, wenn diese nicht artig waren - geht's noch?? Tatsächlich ist dieser "Paps" alles andere als ein liebevoller Vater. Er ist nämlich der Entführer mehrerer Kinder, die zum Teil mittlerweile schon erwachsen sind und von der Polizei gesucht werden. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Der größte Teil berichtet von Ronja und was sie bei "Paps" alles erlebt und erleben musste und wie sie nun die Flucht antreten möchte. Sarah dagegen arbeitet bei der Kripo und versucht mit größtem Einsatz herauszufinden, wer die spurlos verschwundenen Kinder entführt hat. Beide Perspektiven habe ich mit großer Spannung verfolgt. Ich empfand das ganze Buch als extrem spannend, konnte es kaum zur Seite legen und habe es regelrecht verschlungen. Großes Lob an die Autorin, denn genau das muss ein Buch mit einem machen! Zuvor hatte ich von Michaela Kastel schon ein anderes Werk ("Worüber wir schweigen") gelesen, das mir aber zu viel Jugendsprache enthielt. Hier jedoch, mochte ich ihren atmosphärischen Schreibstil gerne, er ist sehr bildlich und ich konnte mir die Umgebung und alles sehr gut vor Augen führen. Auch die Nässe, Kälte und Dunkelheit haben gut dazu gepasst und alles noch unheimlicher erscheinen lassen. Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist folgender: Ich konnte mir nicht vorstellen, dass eine erwachsene Frau ihren Entführer auch in Gedanken "Paps" nennt und damit eine eher liebevolle Bezeichnung verwendet für den Mann, den sie so sehr verabscheut. Warum nicht Monster? Das hätte ich vermutlich glaubhafter gefunden... Aber sonst ist es ein wirklich großartiges Buch, bei dem ich so richtig mitfiebern konnte und das ich leider viel zu schnell zu Ende gelesen hatte, weil es mich nicht losgelassen hat. FAZIT: Ein sehr packender Thriller, der mich nicht losgelassen hat und von mir 4,5-5/5 Sterne erhält!

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Ich weiß gar nicht, was genau ich von Michaela Kastels „So dunkel der Wald“ erwartet habe, auf jeden Fall war das Buch am Ende ganz anders als gedacht. Und das fand ich super! Anfangs dachte ich, das Buch würde einen recht typischen und vorhersehbaren Verlauf nehmen, die Geschichte hat mich aber schnell vom Gegenteil überzeugen können. Ich war von Anfang an begeistert vom düsteren und stimmungsvollen Schreibstil und der generell bedrückenden Stimmung des Buches. Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an fesseln können und es fiel mir wirklich schwer, es auch mal zur Seite zu legen. Nach Beenden des Buches brauchte ich noch ein wenig Zeit um über das Gelesene nachzudenken und das schätze ich an guten Geschichten und Enden immer sehr: dass sie einen ein wenig hilflos und verwirrt zurücklassen. „So dunkel der Wald“ ist auf jeden Fall ein Buch, dass mich schockiert und traurig gemacht hat. Die Geschichte ist wirklich nichts für schwache Nerven, vor allem weil sexueller Missbrauch von Kindern im Buch recht oft thematisiert wird. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der Lust auf einen erschreckenden und fesselnden Thriller hat, der ein wenig aus dem Rahmen fällt und einen immer wieder überrascht.

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Ronja und Jannik leben seit Jahren in Gefangenschaft in einer Hütte in einem dunklen Wald. Als Kind wurden sie von ihrem Peiniger, den sie Paps nennen, entführt. Dort leben sie mit weiteren Kindern, die noch nicht durch "das Sonnentor" gegangen sind. Als sie eines Tages die Möglichkeit haben ihren Entführer zu überwältigen, scheint die Freiheit in greifbare Nähe gerückt. Doch Ronja und Jannik ist die Welt außerhalb des Waldes fremd und sie haben Bedenken, einfach so zurückzukehren, denn sie fühlen sich schuldig an den Ereignissen, die sie erlebt haben und an den Dingen, die sie getan haben. Währenddessen ermittelt Sarah Wiesinger an dem Fall der Kindesentführungen, denn jüngst ist wieder ein kleines Mädchen im Wald verschwunden. "So dunkel der Wald" ist ein düsterer Thriller, der in zwei Handlungssträngen erzählt wird. Im Fokus steht die Situation der Kinder und Jugendlichen im Wald, während die parallel verlaufenden Ermittlungen durch die Kriminalkommissarin weniger Raum einnehmen. Es ist kein klassischer Thriller über eine Kindesentführung, denn statt dem Schmerz der Eltern und der Suche nach den Kindern rückt die Perspektive der Opfer, die seit Jahren an ihr Martyrium gewohnt sind, in den Mittelpunkt. Der Roman beginnt spannend mit einem möglichen Fluchtversuch und flacht dann etwas ab, als es nicht mehr um die Gefangenschaft als solche, sondern den ungewohnten Umgang mit der Aussicht auf Freiheit geht. Die Kinder kennen kein normales Leben mehr und wissen nicht, was sie außerhalb des Waldes erwartet. Sie sind verunsichert und haben Angst, was durch ein ewiges Hin und Her zwischen Ronja und Jannik sehr deutlich wird. Der psychologische Ansatz ist spannend und auch wenn man das Verhalten der Jugendlichen zunächst nicht verstehen kann, wird nachvollziehbar dargestellt, wie Opfer zu Tätern werden und wie verstörend die Situation für sie erscheinen mag. Die Ermittlungen der jungen Kommissarin sind nur nebensächlich, waren mir aber von zu vielen Zufällen geprägt. Es ist ein schauriger Plot mit gewalttätigen Szenen, der den Leser vor allem aufgrund der inneren Zerrissenheit der Protagonisten, die sie Grenzen überschreiten lässt, packt.

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