Leserstimmen zu
Die Wächter

John Grisham

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Kurz zum Inhalt: Der Anwalt Cullen Post, setzt sich für unschuldige, zum Tode verurteilte Menschen ein. Bei seinem neuen Fall versucht er einen verurteilten Mörder wieder auf freien Fuß zu bekommen und gerät in eine Verschwörung mit der er so nicht gerechnet hat. Die Thematik in diesem Buch finde ich sehr interessant und die Geschichte liest sich sehr glaubwürdig und authentisch. Mich hat die Entwicklung und der Ausgang der Geschichte zwar interessiert, aber trotzdem hatte ich oft Probleme mit dem Buch. Für meinen Geschmack war die Geschichte nicht flüssig genug erzählt. In einem Satz wurde über einen Fall berichtet und im nächsten plötzlich über einen anderen, was mich meistens rausgebracht hat, da der Themenwechsel nicht sofort ersichtlich war und keinen Sinn gemacht hat. Dazu wurden oft Dinge wiederholt. Zusätzlich haben mir bei dieser Thematik die Emotionen gefällt, da immer alles sehr sachlich und distanziert erzählt wurde. Wenn es dann aber in die emotionale Richtung gehen sollte, hat es sich falsch angefühlt und hat mich nicht berührt. Hätte der Autor eine klarere Erzählline eingeschlagen, hätte mir das Buch sicherlich viel besser gefallen.

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Das amerikanische Justizsystem – viel gelobt und auch stark kritisiert. Wenn Menschen urteilen, können ihnen Fehler unterlaufen. Aber genau diese Fehler können sich auf den Verurteilten dramatisch auswirken, gar den Tod bedeuten, oder noch schlimmer – das lange, quälende Warten auf die Todesspritze, oder einen Aufschub der Hinrichtung. Ist ein verurteilter von Rechts wegen immer schuld?! In den USA sitzen mehr als 1600 Häftlinge in den Todeszellen und warten manchmal 10 Jahre, oder mehr auf ihre Hinrichtung. Statistisch gesehen könnten davon ca. 4% unschuldig sein. Belegt ist jedenfalls seit 1973 wurden mindestens 340 Menschen hingerichtet, die nachgewiesen unschuldig waren. Erschreckend. John Grisham ist selbst Anwalt und seit Jahrzehnten ein erfolgreicher Anwalt. In seinen Romanen thematisierte er ganz unterschiedliche, rechtliche Gebiete und verpackte diese spannend und informativ. John Grisham befasst sich in seinem neuesten Titel: „Die Wächter“ mit der Todesstrafe, bzw. potentiellen Justizopfern, die ihre Unschuld beteuern. In Seabrook, Florida wird der junge Anwalt Keith Russo erschossen. Der Mörder hinterlässt keine Spuren. Es gibt keine Zeugen, keine Verdächtigen, kein Motiv. Trotzdem wird Quincy Miller verhaftet, ein junger Afroamerikaner, der früher zu den Klienten des Anwalts zählte. Miller wird zum Tode verurteilt und sitzt 22 Jahre im Gefängnis. Dann schreibt er einen Brief an die Guardian Ministries, einen Zusammenschluss von Anwälten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, unschuldig Verurteilte zu rehabilitieren. Cullen Post übernimmt seinen Fall. Er ahnt nicht, dass er sich damit in Lebensgefahr begibt. (Verlagsinfo) Auch wenn dieser Roman mit seiner Handlung, seinen Protagonisten fiktiv ist, so befasst sich John Grisham mit vielen kontrovers diskutierten Themen, die polarisieren. Neben der Frage: „Schuldig oder Unschuldig“ geht es auch um politische Themen, es geht um Rassismus, um einen konservativen, moralischen Kompass, und um die Manipulation und dem Versagen dieses Rechtssystems. Erzählt wird die Handlung aus der Sicht des ehemaligen Priesters und jetzigen Anwalts Cullen Post. Ein idealistisch handelnder Mensch der Mitarbeiter der kleinen Kanzlei „The Guardians“ ist. John Grisham schleudert den Leser mitunter in den Todestrakt, lässt ihn mit Cullen Post Beweise suchen und nimmt an spannenden Dialogen teil, z.B. wenn sich jemand nach Jahrzehnten für seine Falschaussage im Gericht entschuldigt. Wir erfahren viel von den dunklen, trüben Gewässern einer Schuld oder Unschuld. Als des „Teufels Advokat“ kann man Cullen nicht bezeichnen, aber auch er interpretiert die Suche nach Beweisen für die Unschuld seiner Mandanten sehr grenzwertig. Nichtsdestotrotz ist ein Kampf auf Leben und Tod – und manchmal wird es halt auch sehr zeitkritisch. In „Die Wächter“ können wir ebenfalls einen intensiven Blick auf die Prozesslandschaft werfen: Zuständigkeiten, die Argumentation von Staatsanwälten und ehemaligen Verteidigern, Berufungen um ein Wiederaufnahmeverfahren einzusteuern und vieles mehr. Cullen Post ist vielleicht das einzige Element in der Handlung, dass man etwas kritisieren kann. Zu typisch aufgesetzt – zu idealistisch dargestellt – aber im Grunde auch nicht unglaubwürdig. Er hat ein wenig von dem Ritter in einer traurigen Gestalt. Das macht ihn weder sympathisch, noch abstoßend – er ist da ….ja und!? Vielmehr faszinierend aufgezeigt und das sehr spannend, sind die Schwach- und Sollbruchstellen im Justizsystem der Vereinigten Staaten. Und Fakt ist – der Fehler in diesem System ist der Mensch – der nun mal fehlbar ist. Sehr emotional wird auch geschildert, was der mutmaßliche Täter erdulden musste, sei es vor Gericht der Willkür von korrupten Polizeibeamten standzuhalten, oder von der eigenen Familie verraten und verkauft worden zu sein. Spannend – traurig und lässt einen oft nachdenken über ein Pro- und Contra dieses Justizsystems. Selbst am Ende des Romans – mag ich mir hier kein Urteil bilden wollen. Die Handlung ist atmosphärisch fesselnd und insgesamt sehr, sehr spannend. John Grisham ist bekannt dafür, dass die Bühne für seine Handlung, auch wenn sie fiktiv sein mag, sehr realistisch überzeugt. Die Hauptrolle in dem Roman spielen nicht die menschlichen Protagonisten, sondern Justitia – eine spröde, manchmal langweilige, aber letztlich endliche Göttin des Rechts. Aber auch „Götter“ werden von Menschen gelenkt und manipuliert. Fazit „Die Wächter“ ist einer der spannendsten und stärksten Bände von John Grisham. Fragen aufwerfend – Ergreifend inszeniert – mit guten und vielschichtigen Dialogen und einer Aura, die überzeugt. Ganz starker Titel. Unbedingt lesen. Michael Sterzik

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Ein Mord ohne jegliche Spur. Kein Motiv. Kein Zeuge. Ein Afroamerikaner der zu 22 Jahre Haft verurteilt wurde. Ohne Beweise. Ein Anwalt der den Fall übernimmt und sich in Lebensgefahr bringt. Meine Meinung: Mit diesem politischen Thema hat John Grisham ein Buch geschrieben, was keine leichte Kost für mich war. Das dieses Thema in Amerika in der heutigen Zeit immer noch so eine große Rolle spielt. Einen Afroamerikaner für etwas zu beschuldigen, wofür es keine Beweise gibt. Einfach nur eine Hautfarbe. Und dann noch von einer hauptsächlich weissen Jury verurteilt zu werden für etwas wofür man nichts kann. Denn dieser Mann wurde für seine Hautfarbe verurteilt. Das ist der einzige Beweis den sie hatten. Das der Mann schwarz ist. Das dies nichts aber auch gar nichts mit dem Fall zu tun hat.... Mich hat es so erschüttert. Ich wusste schon vorher, dass die Lage immer noch sehr kritisch ist. Aber was sind das für Menschen, die jemanden wegen seiner Hautfarbe verurteilen? Wo ist deren Gewissen? Wo ist deren Verstand? Wie kann all das auf der Welt immer noch so passieren? Diese Geschichte war bedrückend und beängstigend. Ich war von Anfang an in der Story, war geschockt und habe immer wieder nur den Kopf schütteln können. Jeder sollte dieses Buch lesen. Und jeder sollte danach sein eigenes Handeln überdenken. Solche Vorurteile in der heutigen Welt/Zeit noch zu haben und sich so darauf zu versteifen... das kann nicht gesund sein. Für etwas wofür niemand etwas kann. Ich bin ja ein Riesen John Grisham Fan, dank meinem Opa. Mittlerweile lese ich die Bücher für ihn mit. Bei den letzten Werken hat John Grisham mich wirklich enttäuscht, aber mit diesem Buch hat er mich voll und ganz zurück. Dieses Buch hatte mich von Anfang bis Ende und es ist einfach super. Es ist packend, ergreifend, spannend bis zur letzten Seite. Ich wünschte, diese Geschichte wäre nicht so realitätsnah sondern frei erfunden. Von mir 5 von 5 Sterne.

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Die gefährliche Suche nach der Wahrheit… In Seabrook, Florida wird der junge Anwalt Keith Russo erschossen. Der Mörder hinterlässt keine Spuren. Es gibt keine Zeugen, keine Verdächtigen, kein Motiv. Trotzdem wird Quincy Miller verhaftet, ein junger Afroamerikaner, der früher zu den Klienten des Anwalts zählte. Miller wird zu lebenslänglich verurteilt und sitzt 22 Jahre im Gefängnis. Dann schreibt er einen Brief an die Guardian Ministries, einen Zusammenschluss von Anwälten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, unschuldig Verurteilte zu rehabilitieren. Cullen Post übernimmt seinen Fall. Er ahnt nicht, dass er sich damit in Lebensgefahr begibt. (Quelle: Klappentext) Die besten Justiz-Thriller schreibt meiner Meinung nach immer noch John Grisham. Auch sein neuester Roman „Die Wächter“ hält eine spannende Geschichte bereit. Hauptfigur hier ist der Anwalt Cullen Post, der sich für die Aufklärung von Fehlurteilen einsetzt. Seit mehreren Jahren arbeitet er zusammen mit einem kleinen Team für „Guardian Ministries“ - eine gemeinnützige Organisation, die sich für Menschen einsetzt, die durch ein Justizirrtum unschuldig im Gefängnis sitzen. „Die meisten Anwälte träumen von einem solchen Augenblick, aber für mich ist es ein bittersüßes Gefühl. Einerseits ist es ungeheuer befriedigend, einen Unschuldigen zu retten. Andererseits bin ich wütend und frustriert, weil das System solche Fehlurteile zulässt. Dabei wären fast alle vermeidbar.“ (Cullen Post) – Seite 216, eBook Sein aktueller Fall ist weitreichender und komplizierter, als er zunächst ahnt. Sein Mandant ist Quincy Miller, der vor 22 Jahren einen Anwalt ermordet haben soll. Doch obwohl vieles darauf hindeutet, dass er unschuldig ist, bekommt er eine lebenslange Haftstrafe. Je mehr Quincy in der Vergangenheit wühlt, desto unglaublicher ist das, was er zutage fördert: Korruption und illegale Absprachen sind nur die Spitze des Eisbergs. Und es wird weit gefährlicher, als er ahnt… „Er beschleunigt das Tempo und ist bald außer Sicht, und mir wird klar, wie sehr ihn die Vergangenheit belastet. Die Frage ist: Wie beängstigend ist die Gegenwart? Die Antwort erhalte ich binnen weniger Stunden.“ (Cullen Post) – Seite 220, eBook Neben dem aktuellen Fall von Quincy Miller hat „Guardian Ministries“ noch weitere Fälle, in denen Cullen Post ermittelt. Da das Buch überwiegend in der Ich-Perspektive aus Sicht von Cullen geschrieben ist, erfahren wir auch etwas über die anderen Fälle. Alles wird detailreich geschildert und man bekommt einen klaren Einblick in Cullens Arbeit und seine Vorgehensweise. Auch über die Organisation „Guardian Ministries“, die sich für dafür einsetzt, unschuldig einsitzende Häftlinge freizubekommen, erfährt man einiges. In der anschließenden Nachbemerkung schreibt Grisham, was ihn zu diesem Roman inspiriert hat und das der Plot auf einer wahren Geschichte basiert. Der Verlauf ist interessant und spannend zu verfolgen, es gibt unglaubliche Entwicklungen und einige Überraschungen. Mein Fazit: Wieder ein gelungener Justiz-Thriller aus der Feder von John Grisham – atmosphärisch dicht, spannend konstruiert und mit Überraschungen! Sehr gut geschrieben, voller Details und mit starken Charakteren. Lesenswert!

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Inhalt: Quincy Miller wird zu 22 Jahren Haft verurteilt. Die Jury sprach ihn für den Mord an Keith Russo schuldig. Quiny bestreitet die Schuld. Mit Russo verband ihn nur ein Anwalt-Klient Verhältnis, doch der Jury reichte diese Verbindung. Im Laufe der Jahre in Haft haben sich alle Freunde und Verwandten von Quincy zurückgezogen und als letzten Strohhalm schreibt Miller an die Guardian Ministries. Die Guardian Ministries setzen sich für unschuldig verurteilte Gefangene ein und Cullen Post, ein ehemaliger Priester und nun Anwalt, beginnt in Quincys Fall zu ermitteln. Schnell gewinnt er den Eindruck, dass Quincy Miller unschuldig ist und seine Verurteilung zu Unrecht erfolgte. Allerdings schreckt Cullen Post mit seinen Ermittlungen Menschen auf, die mit allen Mitteln verhindern wollen, dass ihre Machenschaften ans Tageslicht kommen und Cullen wird vom Retter zum Gejagten .... Fazit: Grisham ist einfach der Beste. Auch dieser Roman hat mich voll gepackt und aufgewühlt zurückgelassen. Natürlich kennt man in groben Zügen das amerikanische Rechtssystem, doch was es in allen Einzelheiten für Menschen, die vor Gericht stehen, bedeutet, ahnt man meist nicht. Der Angeklagte ist dem Rechtssystem vollkommen schutzlos ausgeliefert und wenn er nicht genug Geld hat, um sich einen Anwalt zu leisten, der wirklich für ihn kämpft, hat er verloren. Hier geht es oft nicht um Gerechtigkeit, sondern darum, welcher Anwalt seine Geschichte der Jury am besten verkaufen kann. Die Jury, eine Ansammlung von juristischen Laien, die oft von persönlichen Präferenzen angetrieben werden, urteilt über die Zukunft des Angeklagten, basierend auf Beweisen und den Auftritten der Anwälte. Der Angeklagte ist so nicht von den Beweisen alleine abhängig, sondern auch von dem Können des Anwalts. Aber mit der Verhandlung, der Jury und dem Anwalt ist das System noch nicht fertig. Dahinter steht auch noch eine große Gefängnisindustrie, die ein starkes Interesse an arbeitsfähigen Gefangenen hat. Das Gefängniswesen ist privatisiert und gewinnorientiert ausgerichtet. Jeder arbeitsfähige Gefangene bringt Geld... Quincy Miller ist in diesem System gefangen und hat eigentlich keine Chance dort wieder rauszukommen. Mich hat das beim Lesen sehr erschüttert. John Grisham hat dieses System so gnadenlos porträtiert, dass ich Quincys hilflose Lähmung förmlich spüren konnte. Cullen Posts Ermittlungen haben mir gezeigt, warum Quincy ins Gefängnis gekommen ist und Quincy steht eigentlich für so viele Gefangene in den USA. Damit hat Grisham auch eine deutliche Gesellschaftskritik abgeliefert, denn die Geschichte ist zwar fiktiv, doch die Vorgänge finden ähnlich bei real existierenden Personen statt. John Grisham hat hier auf eine sehr lebendige und doch eindringliche Weise Jura und Gerechtigkeit wieder zusammengebracht und damit ist dies, für mich, einer seiner besten Romane!

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Meine Meinung: Ich bin ein großer Fan der Justizthriller von John Grisham und habe mich daher sehr darüber gefreut, dass er mit seinem neuesten Werk „Die Wächter“ wieder in genau diese Kerbe schlägt. Durch seine Arbeit als Anwalt bzw. Politiker kennt sich der Autor natürlich bestens aus im Rechtssystem der USA und im Zusammenhang mit seinem großen erzählerischen Talent ergibt sich für den Leser ein sehr authentisches und ungemein fesselndes Leseerlebnis. Dieses wurde durch meinen eigenen hohen Gerechtigkeitssinn nochmal verstärkt, denn die Handlung bzw. die darin dargestellte Organisation „Guardian Ministries“ beschäftigt sich damit, Beweise zu finden, um unschuldige, sogar zum Tode verurteilte, Gefängnisinsassen rehabilitieren zu können. Grisham legt demnach mit seinem neuen Roman sehr eindrucksvoll den Finger auf die Wunden amerikanischer Rechtssprechung und weist damit auf teils verheerende Missstände hin, die er nicht nur rein fiktiv gestaltet, sondern als Inspiration/Quelle eine reale Fallgeschichte und Person benennt. Der durchweg spannende fiktive Fall um Quincy Miller wird vom Autor mit spürbaren Emotionen garniert, denn dieser macht nicht nur insgesamt sehr wütend, er transportiert auch auf erschreckende Weise das Gefühl von Machtlosigkeit/Selbstaufgabe, Rachegedanken aber auch tiefste Dankbarkeit für einen scheinbar aussichtslosen Kampf. Der Autor hat hiermit einen wahren Kopfkino-Blockbuster verfasst, der förmlich nach Hollywood schreit und bis dahin „verurteile“ ich Euch dazu, zu diesem Buch zu greifen. Es lohnt sich!

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Seit 22 Jahren sitzt Quincy Miller, zum Tode verurteilt, im Gefängnis. Freunde und Familie haben sich schon vor vielen Jahren von ihm abgewand und auch sonst hat er keinerlei Unterstützung, niemanden der seinen Beteuerungen glaubt, dass er unschuldig ist. Das er diesen Mord nicht begangen hat. Dann tritt Cullen Post in sein Leben. Cullen, Anwalt und Priester, arbeitet für die Fuardian Ministries, eine Organisation die alles daran setzt unschuldig Inhaftierte aus dem Gefängnis zu befreien und zu rehabilitieren. Cullen und seine Kolleginnen nehmen die Ermittlungen auf und stößen dabei auf ein Wespennest voller Intrigen, Gefahr und Gewalt, das besser unberührt geblieben wäre. Als weitere Hilfe ist da noch ein ehemaliger Häftling, der bereits aus dem Gefängnis befreit wurde und nun Guardian Ministries hilft wo er nur kann. Quincy Miller ist nicht der einziger Mandant aktuell, sondern da ist auch noch Duke Russell. Ihm wird die Vergewaltigung und Ermordung einer jungen weißen Frau vorgeworfen. In Cullens Augen sind beide Männer unschuldig und er setzt alles daran dies auch zu beweisen. Vor skrupellosen Gegnern schreckt er dabei nicht zurück! Im Laufe des Buches ist mir erst richtig bewusst geworden wie wichtig die Arbeit von Guardian Ministries ist und das es viel zu wenig dieser Organisationen gibt. Es ist traurig wie marode das Rechtssystem in den USA ist und wie vermeintlich einfach es ist, einen Schwarzen ohne richtige Beweise für immer hinter Gitter zu bekommen. Die gesamte Hoffnung, die Personen wie Quincy Miller haben sind Firmen wie die von Cullen Post, die heillos überarbeitet sind und gar nicht alle Anträge annehmen können. Und wenn man hier keine Hilfe findet, zahlt man vermutlich mit seinem Leben. Ebenfalls nicht außer Acht lassen, darf man die privatisierte Gefängnisindustrie, die volle Gefängnisse braucht um maximalen Umsatz zu erreichen. Eine absolut grauenvolle Vorstellung.

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In Seabrook, Florida wird der junge Anwalt Keith Russo erschossen. Der Mörder hinterlässt keine Spuren. Es gibt keine Zeugen, keine Verdächtigen, kein Motiv. Trotzdem wird Quincy Miller verhaftet, ein junger Afroamerikaner, der früher zu den Klienten des Anwalts zählte. Miller wird zum Tode verurteilt und sitzt 22 Jahre im Gefängnis. Dann schreibt er einen Brief an die Guardian Ministries, einen Zusammenschluss von Anwälten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, unschuldig Verurteilte zu rehabilitieren. Cullen Post übernimmt seinen Fall. Er ahnt nicht, dass er sich damit in Lebensgefahr begibt. (Klappentext) Interessant schreibt John Grisham in seinem neusten Roman 'Die Wächter' über die Zustände in US-amerikanischen Gefängnissen, die Todesstrafe und Justizirrtümer und einer Justiz, die sich manipulieren lässt. Seine Figuren wirken real - man kann sich gut in sie hineinversetzen, ihr Denken und Handeln hervorragend nachvollziehen. Mit ihnen Hoffen und Bangen. Die Handlung ist fesselnd, spannend und tiefgründig. Die Seiten sind nur so dahin geflogen - freiwillig habe ich das Buch nicht zur Seite legen können. Dieser Roman ist eine weitere Meisterleistung John Grishams, die man unbedingt gelesen haben muss.

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