Leserstimmen zu
Jesolo

Tanja Raich

(11)
(6)
(2)
(0)
(1)
€ 20,00 [D] inkl. MwSt. | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empf. VK-Preis)

herrlich erfrischend

Von: zeilensucht_

16.01.2020

Jesolo von Tanja Raich Hach, wann gab es das zuletzt? Man schlägt ein Buch auf und denkt sich 'huh? schreibt mir die Autorin da wirklich direkt aus der Seele?'. Ich hatte dieses Gefühl ewig nicht mehr so intensiv und war teilweise wirklich hin und weg. Jesolo beschäftigt sich mit den Problemen und Gedanken einer Frau und macht das auf eine so erfrischende Art und Weise, dass man das Buch gar nicht mehr weglegen kann. Für viele Leserinnen dürfte das hier eine gute Hilfe zur Selbstreflektion sein. Bin ich eigentlich glücklich? Tue ich das jetzt, weil es von mir als Frau erwartet wird, oder weil ich es selbst möchte? Es geht nicht immer nur um Herzchen und Blümchen, die knallharte Realität kann eben auch schnell mal anders aussehen. Für mich ein komplett neues Erlebnis. Das Buch werde ich sicherlich auch noch ein zweites Mal lesen! [4/5]

Lesen Sie weiter

Wie wird eine Mutter geformt?

Von: Virginie Storm

11.01.2020

Andrea will keine Kinder, will in der Stadt leben und arbeitet gerne. Und dann ist sie plötzlich schwanger und zieht auf eine Baustelle im Haus ihrer Schwiegereltern mit einem Mann, den sie nicht liebt. "Jesolo" liest sich nicht angenehm. Andrea verhält sich frustrierend passiv, treibt dahin, macht im Kopf Listen, dekliniert das ABC der Mutterschaft durch und träumt immer wieder von Wasser und Ohnmacht. Scheinbar wird sie, sobald sie schwanger ist, zum Spielball der Anderen, wird geformt und beeinflusst. Und kann sich nur mit unterschwellig aggressiven Aktionen wehren. Ich habe selbst keine Kinder, habe aber oft davon gelesen, welchen Einfluss der Partner, Familie, Nachbarn, gesellschaftliche Vorstellungen auf eine Mutter nehmen. Die Autorin Tanja Raich stellt dies so dar, als sei es unabwendbar. Als werde die Frau schwanger zum Objekt, zur Trägerin eines neuen Lebens, die von Hormonen vernebelt, stumm bleibe. Aber Andrea ist auch bereits vor der Schwangerschaft unentschieden, hat keinen konkreten Plan für ihre Zukunft, ist mit Georg nicht glücklich. Sie weiß nur, dass sie keine Kinder will, nicht aufs Dorf ziehen will, weiter arbeiten will. Warum zur Hölle bekommt sie dann das Kind? Die Autorin verrät es nicht. Ich vermute, die Autorin übergeht dies aus erzählerischen Gründen, um zu verdeutlichen, welche Konsequenzen eine Schwangerschaft haben kann. Aber diese Konsequenzen warten auch auf eine Frau, die sich auf ihr Kind freut. Es kann zu großer Frustration führen, wenn die Frau zwar glückliche Mutter ist, aber nicht von ihrem Mann unterstützt wird, wenn sie aus dem Beruf ausscheidet und nicht weiss, ob die Stelle bei ihrer Rückkehr noch da ist, wenn die Anderen alles besser wissen und sich einmischen. Ein Kind zu haben, berührt die Partnerschaft, den Beruf, die Unabhängigkeit, das Bild bei Verwandten und Nachbarn. Kindergärtenplätze, Gesetze zum Arbeitsschutz und finanzieller Unterstützung sowie zum Schwangerschaftsabbruch werden relevant. Frauen müssen sich über ihre Wünsche klar sein, sie äußern und sich mit ihrem Partner einigen. Tut man dies nicht, kann es laufen wie in diesem Roman. Ein sehr wichtiges Thema!

Lesen Sie weiter

Lieblingsurlalub

Von: wal.li

08.11.2019

Ein Urlaub in Jesolo ist genau das Richtige, schon seit Jahren. Man muss nicht fliegen, die drei Stunden sind schnell geschafft. Andi und Georg kennen die Gegend und die Hotels. Zwar ist es nach der langen Zeit schon etwas abgegriffen, aber doch immer wieder schön. Georg aber möchte, dass sich ihre Beziehung weiterentwickelt. Mit Mitte dreißig sollte man doch erwachsen werden. Andi hat jedoch ganz andere Dinge im Kopf. Allerdings nichts bestimmtes, sie möchte das Leben auf sich zukommen lassen, sich nicht festlegen. Ihre Beziehung mit Georg gehört eigentlich auf den Prüfstand. Sie will nicht zusammenziehen, sie will kein Kind, sie will sich nicht festlegen, sie will, dass es so unverbindlich bleibt wie es ist. Nach dem letzten Urlaub ist Andi kurz davor, sich zu trennen. Es wird ihr einfach zu viel. Doch dann die Nachricht: sie ist schwanger. Der erste Impuls, ist der Gedanke an eine Abtreibung. Schnell aber ändert sich dies, Andi behält das Kind und sie behält es erstmal für sich. Immer noch unsicher, ob sie sich einfach in die ihr zugedachte Mutterrolle fügen soll oder ob sie sich auflehnen soll. Nach einem heftigen Streit, erinnert sie sich wieder an die guten Zeiten. Nicht jede Frau sieht es als Lebensziel, Ehefrau und Mutter zu werden. So auch Andrea genannt Andi. Sie lässt sich treiben im Leben, hat ihre Arbeit und einen Freund. Eigentlich reicht ihr das. Mit 35 verspürt sie den Wunsch nach Veränderung, allerdings geht dieser Wunsch wohl eher Richtung Trennung. Die Schwangerschaft kommt dann unerwartet. Doch Andi stellt sich der neuen Situation. Allerdings wirkt sie nicht glücklich. Freund und Schwiegereltern sind es, die vor Glück strahlen. Immer wieder stellt sich Andi alternative Situationen vor und sie scheint unsicher, was sie sich wünschen soll. Es gibt keinen wohligen Schwangerschaftskokon für Andrea. Eine ehrliche Schilderung über Beziehung und Schwangerschaft, die doch sehr ernüchtert. Es müssen Kompromisse gemacht werden, die wohl nur der einen Hälfte der Familie gefallen. Vielleicht ist es ein Buch, auf das man gewartet hat. Gut, zu erfahren, dass nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen herrschen. Bei aller Ehrlichkeit jedoch, bleibt in den neun Schwangerschaftsmonaten offen, ob Andrea schließlich zufrieden ist mit ihren Kompromissen der Einengung oder ob sie nicht doch noch ein Hintertürchen findet, das ihr eine gewisse Freiheit bedeutet.

Lesen Sie weiter

Andrea, genannt Andi, und Georg in Tanja Raichs “Jesolo” sind schon seit ihrer Jugend zusammen. Mittlerweile sind beide in den Dreißigern und sie treten in ihrer Beziehung auf der Stelle. Andi gefällt das so, Georg möchte den nächsten Schritt gehen. Und dann wird Andi unerwartet schwanger. Erwartet habe ich die Geschichte einer Frau, die nicht schwanger werden wollte. Bekommen habe ich eben das, gepaart mit einer so profanen wie präzisen Kritik an der bürgerlichen Lebenswelt auf dem Dorf, dass mir die Treffsicherheit der Autorin wirklich die Sprache verschlagen hat. Gleichzeitig erzählt Raich aber auch die Geschichte einer Frau, die Familie so scheut, weil sie selbst nie eine richtige hatte. Die Autorin hinterfragt die Konventionen der Gesellschaft zum Glücklichsein, bricht sie in letzter Konsequenz aber nicht auf. Aufgefallen ist das Buch durch seine sehr konstante Erzählform: Parataktische Struktur, elliptische Sätze. Das war sehr angenehm zu lesen, führte aber dazu, dass die Erzählung weitestgehend ohne Höhepunkt blieb. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, die Geschichte hätte aber Potential zu mehr gehabt. Vielleicht lebt das Buch aber auch gerade von dem Konflikt, sich in den bürgerlichen Strukturen unwohl zu fühlen, ohne diese aufbrechen zu können. Und auch wenn die Erzählung sicher anders konstruiert war, hinterließ sie bei mir doch das Gefühl: Hach, irgendwie ist Familie doch was schönes.

Lesen Sie weiter

Mit 30 spätestens muss man sich dann doch irgendwann entscheiden, was man sich vom restlichen Leben erwartet. Familie und Kinder, Karriere, Reisen oder etwas ganz Anderes? Andi hingegen schiebt die Entscheidung immer weit von sich. Irgendwie ist sie mit ihrem kinderlosen Leben recht zufrieden und es ist bequem, weswegen sie auch klaglos alljährlich den immer gleichen Urlaub in "Jesolo" hinnimmt. Der Job ist nicht perfekt, der Freund eigentlich auch nicht so der Passende, aber um an der Situation etwas ändern zu wollen, reicht es nicht. Freund Georg hingegen drängt seit längerer Zeit darauf, dass sie endlich Entscheidungen treffen soll. Zu ihm stehen, zu ihm ziehen und eine Familie gründen. Nach dem gemeinsamen Urlaub stehen alle Zeichen auf Trennung. Doch dann merkt sie, dass sie schwanger ist. Möchte sie das Kind oder nicht? Möchte sie es mit dem Vater gemeinsam aufziehen oder nicht? Ist sie bereit auf das Leben in der Stadt zu verzichten und mit Georg auf dem Land in das Haus seiner Eltern dazuzuziehen? Und ehe Andi sich versieht, hat sie einen Kredit aufgenommen, die Wohnung bei den Schwiegereltern in spe renoviert und bezogen und muss sich in ihrer Rolle als Mutter finden, die sie sich so nie gewünscht hat. Während für die Menschen um sie herum alles so klar zu sein scheint und es nur einen "richtigen" Weg gibt, hadert Andi mit ihrem Schicksal und ficht innerlich mit sich. Dabei malt sie sich zu allen Szenarien mehrere mögliche Ausgänge aus - und man spürt als Leser so nachvollziehbar ihre Unsicherheit und innere Zerrissenheit, dass man sie so gerne in den Arm nehmen und ihr versichern möchte, dass alles gut wird. Eigentlich schlimm, wie das gesellschaftliche Rollenbild der Frau heute immer noch klar diktiert, welche Werte ab 30 wirklich wichtig sein müssten und welcher Lebensentwurf als wahr und regelkonform festgelegt ist. Für mich als Frau im gleichen Alter beklemmend, absolut nachvollziehbar und sehr ehrlich dieser Roman. Großartiges Erstlingswerk von Tanja Raich.

Lesen Sie weiter

Liege an Liege. Die immer gleiche Pizza und schon wieder dasselbe Hotel: Tanja Raich dient der italienische Badeort Jesolo als Metapher für eine abgekühlte Liebe. … damit die Kinder später im Garten spielen können Andi ist Anfang Dreißig und steckt in einer okayen Beziehung mit ihrem irgendwie okayen Freund. Der will mit ihr ins Haus seiner Eltern ziehen, aufs Dorf, damit die Kinder später im Garten spielen können. Doch sie will gar nicht zusammenziehen, wollte eigentlich noch mal in einer großen Stadt gewohnt haben und überhaupt noch so einiges erleben. Als die Trennung schon fast ins Haus steht, entdeckt sie, dass sie schwanger ist. Was folgt, ist eine Kaskade gut gemeinter Ratschläge und schließlich steht Raichs Figur da, wo sie nie sein wollte. Sie ist Hausfrau im Haus seiner Eltern mit einem Kredit an der Backe und einem Baby im Arm. Das ultimative Glücksversprechen: Mutterschaft Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut! Raichs Protagonistin ist keine unnahbare Überfrau, die den Gedanken der Mutterschaft grundsätzlich ablehnt (anders als zum Beispiel die Protagonistin in Christian Dittloffs Dystopie „Das weiße Schloss“). Sie glaubt nur nicht, dass Mutterschaft ein allgemeingültiges Glücksversprechen ist. Sie hat aber auch keinen konkreten Gegenentwurf, weshalb ihr Freund, dessen Eltern und gemeinsame Freunde ihre Ablehnung nicht ernst nehmen. Als sie dann ungewollt schwanger wird, ist es, als schließe sich die Falle, an der sie selbst in den letzten Jahren gebaut hat. Durch wunderbar lakonische Beschreibungen erfasst Raich den ganzen Wahnsinn, der mit einer Schwangerschaft einhergehen kann. Da faselt der zuvor noch so abweisende Gynäkologe plötzlich was vom „Wunder des Lebens“, während die Protagonistin über Abtreibung nachdenkt. Da richtet die Schwiegermutter und Oma in spe schon die Wohnung ein, ohne sich darum zu scheren, was dem Paar überhaupt gefällt. Raich gibt ihrer Protagonistin derweil völlig entgegengesetzte Gedanken auf den Weg. In rascher Abfolge malt diese sich aus, wie sie Strampler kauft, abtreibt, dem Kind beim Spielen zuschaut, ihrem Freund erzählt, dass sie schwanger ist, ihren Freund verlässt. Den Leser erheitert und beunruhigt diese Technik gleichermaßen, denn er kann die Ausweglosigkeit des idyllischen Dorflebens schon sehen. Die sonntägliche Bratengabel hängt über Raichs Protagonistin wie ein Damoklesschwert. Ein feministischer Roman? Tanja Raich wurde gefragt, ob „Jesolo“ ein feministischer Roman sei. Sie antwortete, dass die Bewertung als „feministisch“ wohl in der Wahrnehmung des Lesers liege und sie diese nur bedingt beeinflussen könne. Für ein Buch, das die gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen thematisiert, klang das ziemlich unbefriedigend. Raich schob dann auch nach, es sei doch normal, dass Frauen feministisch schreiben. Fazit Ich muss gestehen, dass ich etwas enttäuscht von ihrer Antwort war. Denn Tanja Raich trifft mit „Jesolo“ den Nerv der Zeit und schafft es durchaus, zu provozieren. Daneben unterhält sie den Leser auch wunderbar – und Provokation und Unterhaltung sind doch eine ausgezeichnete Kombination, die man auch als solche präsentieren kann.

Lesen Sie weiter

Jesolo

Von: Miss.mesmerized

06.09.2019

Andrea und Georg, beide Mitte 30 und mit beiden Beinen im Leben stehend. Sie machen Urlaub in Jesolo, weil sie immer Urlaub in Jesolo machen. Sie kennen das Hotel, den Stand mit den immer gleichen Liegen, die Umgebung und wissen, worauf sie sich einlassen. Doch statt entspannter Tage verbringen sie die schönste Zeit des Jahres mit Streitigkeiten. Ein wiederkehrendes Thema ist Andreas Weigerung, mit Georg zusammenzuziehen. Sie will ihre Freiheit nicht aufgeben, er will und kann sie nicht verstehen. Im Haus seiner Eltern ist genügend Platz, sie können die Miete sparen, haben Unterstützung. Für Andrea die Vorhölle. Doch dann teilt ihr Arzt ihr mit, dass sie schwanger ist. Sie denkt über Abtreibung nach, sagt Georg nicht Bescheid, bis sie die vermeintlich freudige Nachricht doch teilt und sich für das gemeinsame Leben entscheidet. Ein Leben, das nicht ihres ist, das sie nie wollte und das sie schon hasst, bevor es beginnt. Tanja Raich bringt in ihrem Roman das Dilemma der heutigen Frau auf den Punkt. Jahrelang schildert man ihr die Illusion der beruflichen Selbstverwirklichung, lässt sie zur Karriere ansetzen und suggeriert ihr, dass sie die ganze Welt haben kann. Doch dann wird sie 30 und aus der ganzen Welt wird plötzlich Kinder, Küche, Kirche. Wer sich sträubt, muss den Gegenwind aushalten, Alternativen zum tradierten Rollenverständnis gibt es nicht. Ihr Erstlingswerk hat ihr die Nominierung auf der Shortlist Debüt 2019 des Österreichischen Buchpreises beschert, einer Auszeichnung, der man aufgrund ihrer Sprachversiertheit nur uneingeschränkt zustimmen kann. Vom Ende her betrachtet, beginnt der Roman interessanterweise geradezu mit dem Auflösen der Beziehung der beiden Protagonisten. Man wundert sich, dass sie den finalen Schritt nicht endlich tun, so quälend sind ihre Auseinandersetzungen. Sie verletzten sich gegenseitig absichtlich, nichts scheint sie mehr zu verbinden. Nur nach außen erhalten sie noch den Schein. Die Zäsur kommt durch die Schwangerschaft. Lange war ich überzeugt, dass Andrea sich gegen das Kind, gegen Georg und gegen das gemeinsame Leben entscheidet. Doch dann kommt es anders und genau das, wovor sie immer Angst hatte, tritt ein. Noch stellt sie Bedingungen an das gemeinsame Leben, doch mit dem Heranwachsen des Kindes schwindet ihr Widerstand und mit ihm verschwindet Andrea: „Das ist nur der Anfang. Dieser Strudel wird uns immer weiter nach unten ziehen. Aber vielleicht zieht dieser Strudel nur mich nach unten, während du sorglos an der Oberfläche weiterschwimmst.“ Georg realisiert seinen Traum vom Haus, von der Familie, von der Idylle auf dem Land. Immer beratend an seiner Seite: seine Eltern. Andrea ist nur ein Möbelstück, ein Accessoire, das aber bitte nicht reinreden soll: „Was weiß ich schon von diesem neuen Leben. Darüber weißt du besser Bescheid.“ Und bald schon erkennt sie in sich die Kopie ihrer Schwiegermutter, die wartet, dass der Gatte nach Hause kommt, um ihm dann das heiße Essen zu servieren. Wenig deutet zu Beginn des Buchs auf das hin, was Andrea widerfährt. Aber so ist nun mal das Leben und Tanja Raich schildert authentisch, wie Frauen in diese Rolle hineingedrängt werden, zunächst ganz sachte, sich irgendwann ergeben und einfach machen, was man von ihnen erwartet. Widerstand ist zwecklos bzw. der Zeitpunkt, um einen anderen Weg einzuschlagen, wurde einfach verpasst. Sie können daran verzweifeln oder sich einreden, dass das auch ihr Traum ist. Ist ja auch alles ganz toll. Nur halt nicht das, was sie vom Leben erwarteten, wovon sie träumten, was aus ihnen hätte werden können. Dramaturgisch überzeugend, sprachlich stark – ein Debut, das mich schnell überzeugen konnte und das in seiner Aktualität nicht unterschätzt werden sollte, denn diese Generation wir irgendwann ausbrechen wollen und sich das zu holen, was man ihr versprochen hatte.

Lesen Sie weiter

"Jesolo" macht, was Bücher, was Geschichten machen sollen: es eröffnet neue Perspektiven. Teils überzeichnet aber immer treffend fällt die Autorin über unsere Rollenbilder her, die uns wie Glücksdämonen verfolgen. Witzig, schockierend und entlarvend zeigt "Jesolo" die Perspektive einer jungen Frau, die genau dorthin gelangt, wo sie nie hin wollte. Beissend witzig, böse und schnell.

Lesen Sie weiter