Leserstimmen zu
50 Künstlerinnen, die man kennen sollte

Christiane Weidemann, Petra Larass, Melanie Klier

50, die man kennen sollte... (9)

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Kurz, prägnant und neugierig machend

Von: heinoko

18.10.2019

Die wunderbare Reihe „50 Gemälde, die…“ oder „50 Bilder, die … “ ist nun ergänzt worden durch die Vorstellung von „50 Künstlerinnen, die man kennen sollte“. Mit großer Entdeckerlust bin ich durch das Buch und damit durch die Jahrhunderte gewandert. Ich begegnete vertrauten Namen, aber auch vielen unbekannten Künstlerinnen, und Seite um Seite wurde ich neugieriger… Der Verlag drückt sein Anliegen so aus: „Die Autorinnen berichten von ungewöhnlichen Biografien und bahnbrechenden ästhetischen Ansätzen, sie zeigen weltbekannte Meisterwerke und wenig gesehene Neuentdeckungen und vermitteln damit einen umfassenden und gleichzeitig kompakten Überblick über weibliches Kunstschaffen.“ Das Buch ist chronologisch aufgebaut, beginnend mit dem 16. Jahrhundert und endend in der Gegenwart. Jeder Künstlerin ist eine Textseite gewidmet, auf der sie kurz, prägnant und doch hoch informativ vorgestellt wird. Leben, Werk und kunstgeschichtliche Bedeutung finden gleichermaßen Raum. Am Rand gibt es ergänzend jeweils eine tabellarische Biographie und eine sehr gelungene Kürzestinformation über die spezifische Besonderheit oder Bedeutung der Künstlerin zu ihrer Zeit. Eine ganzseitige Abbildung mindestens eines Werkes, manchmal auch von zweien oder dreien, macht die jeweilige Künstlerin in ihrer individuellen Ausdrucksweise besonders intensiv erlebbar. Dass bildende Kunst in früherer Zeit eine Männerdomäne war und wie sich einzelne Künstlerinnen dennoch zu verwirklichen verstanden, wird in den erläuternden Texten lesenswert berichtet. Ich war von diesem Buch sehr beeindruckt, weil ich sehr, sehr viel Neues erfuhr und meine Neugier geweckt wurde, über einzelne Künstlerinnen mehr erfahren zu wollen bzw. mich ausführlicher mit Ihnen beschäftigen zu wollen. Für meinen persönlichen Geschmack wurde den Kunstschaffenden der Gegenwart ein wenig zuviel Raum gegeben, denn wer von den genannten Namen tatsächlich überdauern wird, dürfte sich erst in fernerer Zukunft zeigen. Rundum jedoch ein interessantes, informatives und Neugier weckendes Kompendium, das eine Vielzahl weiblicher Kunstschaffender zwar kurz, aber dennoch in gebührender Weise würdigt.

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Heute stelle ich euch mal ein sehr interessantes Buch vor, keinen Roman, mehr eine Übersicht über 50 begabte Künstlerinnen vom 15 Jahrhundert und bis in die 60er Jahre! Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar bekommen und ich muss sagen ich bin beeindruckt und schockiert zugleich. In der Oberstufe hatte ich den Kunstleistungskurs und wir haben über viele begabte Künstler gesprochen, aus allen nur denkbaren Jahrhunderten, aber kaum bis nie über Frauen. Als ich dieses Buch gesehen habe, musste ich ernsthaft überlegen, ob ich eine Künstlerin kenne. Schlussendlich ist mir keine eingefallen, zu meiner Schande, oder zu der Schande des deutschen Bildungssystems. Das kommt davon, wenn man Frauen keine Beachtung schenkt. Ja, mir ist auch bewusst, dass die Frauen damals weniger bis gar nicht wertgeschätzt wurden (in ihren jeweiligen Jahrhunderten), aber heute kann man dennoch über die beeindruckenden Werke sprechen! Nun aber mal zum Buch. Das Buch ist vom Prestel Verlag und ist 2018 erst erschienen. Es umfasst 144 Seiten voller Künstlerinnen plus einiger Glossar Seiten und Inhaltsverzeichnis, sowie Bildnachweise. Das Buch ist wie folgt aufgebaut, auf je ein bis zwei Doppelseiten folgen 50 Künstlerinnen aufeinander. Zuerst gibt es einen einleitenden Text zu jeder Künstlerin und dann Beispielbilder in größeren Formaten. Am Anfang, sowie am Ende des Buches findet man einen Zeitstrahl, welcher 1500 anfängt und 1960 endet, dort findet man wieder die 50 Künstlerinnen. Ich finde das Buch so wundervoll und für mich sollte es eine Schullektüre werden oder zumindest sollte es im Kunstunterricht erwähnt werden! Das Buch ist großartig strukturiert und man kann sich stundenlang damit beschäftigen! Es sind sehr begabte Künstlerinnen in diesem Buch und sie verdienen so viel mehr Aufmerksamkeit. Als ich das Buch durchgeblättert hatte, war mir nur eine Frau vom Namen her bekannt, Käthe Kollwitz. Allerdings musste ich erst überlegen, wann ich ihren Namen gehört hatte. Vielleicht war es nur in meiner Schule so, dass kaum bis gar nicht über Künstlerinnen geredet wurde, aber vielleicht liegt es auch an dem Schulsystem? Ihr könnt ja mal kommentieren oder mir schreiben, wie es bei euch so war oder noch ist. Meiner Meinung nach sind die Frauen in dem Buch mindestens genauso gut wie die Männer über die wir in der Schule geredet haben. Nun nenne ich euch mal meine liebsten Werke aus dem Buch, aber nur 3 von ganz vielen, da ich euch sonst das ganze Buch nenne. – Anna Dorothea Therbusch hat ein so wunderschönes und stilistisch merkenswertes Selbstbildnis gemalt, dass ich sie einfach nennen muss. Das Bild ist von 1776/77. – Rosa Bonheur hat ein paar Schafe an der Meeresküste gemalt und ich liebe Schafe, außerdem sehen die Schafe so echt aus, als ob sie gleich aus dem Buch gelaufen kommen. Das Bild ist aus dem Jahr 1865. – Elizabeth Armstrong Forbes hat ein atemberaubendes Bild namens „Das Menuett“ gemalt und es ist ein in sich so perfektes Bild, dass ich es einfach nennen musste. Es ist aus dem Jahr 1892. Abschließend, ich gebe dem Buch 5 von 5 Sternen! Es verdient so viel mehr, so wie auch die Künstlerinnen selbst. Ich befürchte, dass keine der genannten Künstlerinnen wusste, wie wundervoll sie und ihre Kunst waren. Allerdings hoffe ich, dass viele Menschen heute wissen oder erfahren, wie begabt sie waren.

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... Doch damit ist jetzt Schluss! Denn dieser neue Band 50 Künstlerinnen, die man kennen sollte stellt 50 weibliche Kunstschaffende aus europäischen Ländern vor – abgedeckt wird dabei der Zeitraum von der Renaissance bis hin zur Gegenwart.... ...Von wegen schwaches Geschlecht. Unterm Strich gefällt mir der Band 50 Künstlerinnen, die man kennen sollte sehr gut, denn mehr als die Hälfte der vorgestellten kreativen Frauen war mir völlig unbekannt. Ein starkes Buch über starke Frauen!... Ganzer Text unter https://meinkunstbuch.wordpress.com/2019/03/30/50-kuenstlerinnen-die-man-kennen-sollte/

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Der Bildband "50 Künstlerinnen, die man kennen sollte" von Christiane Weidemann erscheint im Prestel Verlag. Ebenfalls zum Buch beigetragen haben Petra Larass und Melanie Klier. Bis ins frühe 20. Jahrhundert galten Künstlerinnen als "Ausnahmeerscheinungen". Die abgebildeten Beispiele ziehen sich von der Renaissance bis in die Neuzeit und zeigen beeindruckende Werke von 50 Künstlerinnen, die ihre Schaffenskraft im künstlerischen Bereich ausgelebt haben. Zu den einzelnen Kunstschaffenden erfährt man interessante Lebensläufe und Informationen über ihre Werke und Aussageformen. Die darstellende Kunst ist seit jeher eine Männerdomäne gewesen, wenn man von Kunst im Altertum redet, fallen fast immer Namen von bekannten Malern oder Bildhauern, die als Meister wieder Männer ausbildeten. Ihre gesellschaftliche Stellung verhinderte den Frauen Zugang in die Gilden und Werkstätten. Sie waren allenfalls Modell oder Muse, selten eigenständige Künstlerinnen. Wenn sie dennoch eigene Werke erschufen, so nur unter dem Deckmantel eines männlichen Pseudonyms. 50 wichtig Künstlerinnen, die es geschafft haben, sich in der Kunst einen Namen zu machen und sich mit ihren Werken behaupten konnten, würdigt dieser Bildband. Die Vorstellung der Künstlerinnen erfolgt in chronologischer Reihenfolge, zu jeder Künstlerin gibt es auf einer oder zwei Doppelseiten die Stationen ihres Lebenslaufes, ihren persönlichen Werdegang in der entsprechenden Kunstepoche mit Informationen zu ihrer Vita und ihrem Gesamtwerk und beispielhaften Bildern ihrer Werke. Das Buch ist chronologisch geordnet. Vorn und hinten im Einband befindet sich eine Timeline, sie beginnt mit der 1528 geborenen Catharina van Hemessen, einer flämischen Portraitmalerin aus der Zeit von Pieter Brueghel d. Ä. Die Timeline endet 1965 mit der Britin Tacita Dean, die Film, Zeichnung und Fotografie in ihren Werken verbindet. Während die frühen Künstlerinnen in der Malerei tätig waren, kommen in der Moderne die Darstellungsformen der Fotografie, Skultpuren, Konzeptkunst und Videoinstallationen hinzu. Von der Renaissance bis zur Postmoderne sind darunter: Die niederländische Malerin Judith Leyster, deren Werke lange Frans Hals zugeordnet wurden. Die Italienerin Barbara Longhi, die im Familienbetrieb ihres Vaters lernte und mitarbeitete, die flämische Malerin Clara Peeters, die aufwendig gestaltete Stillleben darstellte und Maria Sybilla Merian, deren botanische Studien und Insektenbilder wegen ihrer einzigartigen detailgetreuen Präzision für hohe Beachtung in Fachkreisen sorgte. Rosa Bonheur, die als berühmteste Tiermalerin des 19. Jahrhunderts gilt. Berthe Morisot, deren Bilder als einziger Frau auf der ersten Impressionistenausstellung zu sehen waren. Die Worpsweder Künstlerin Paula Modersohn-Becker malte lange vor der Zeit bereits avantgardistische Bilder. Mit ihren plastischen Arbeiten galt Camille Claudel bereits 1885 als erste europäische Bildhauerin. Zu den bekanntesten deutschen Künstlerinnen zählen Käthe Kollwitz und Gabriele Münter. Desweiteren werden Niki de Saint Phalle, Frida Kahlo oder Meret Oppenheim, Barbara Kruger und Kiki Smith, Shirin Neshat und Pipilotti Rist vorgestellt. Dieser Überblick durch alle Stilrichtungen hat mir verdeutlicht, wie gewaltig und ausdrucksstark Kunstwerke sein können und wie diese allein durch weibliche Schaffenskraft den Werken der Männer in nichts nachstehen. Dank der einzelnen Vorstellungen kann man sich der jeweiligen Künstlerin gut nähern, bekommt einen Eindruck über ihre Zeit, ihre Ideen und ihre Werke. Die Biografien erklären und machen die gesellschaftlichen Schwierigkeiten deutlich, denen sich Frauen von jeher aussetzen mussten. Man muss für diesen Bildband nicht kunsthistorisch vorgebildet sein. Die vielfältigen Kunstwerke kann man bestaunen, bewundern oder hinterfragen, ganz im Sinne ihrer Erschaffenden und durch die Abbildungen und Erklärungen bekommt man zu ihnen einen persönlichen Zugang. Die Werke sind international und in vielen Stilrichtungen und Darstellungsformen vertreten. Diese Kunst ist weiblichen Ursprungs und die damit verbundenen Hindernisse in der Vergangenheit sollte man sich klar vor Augen halten. Im Glossar werden die wichtigsten Fachbegriffe von abstraktem Expressionismus bis zum Surrealismus erklärt und eine Übersicht gibt Informationen zu den gezeigten Portraits über Farben, Größe, Erstellungsjahr und wo sich das Kunstwerk heute befindet. Dieser vielseitige und umfassende Querschnitt durch die Epochen der Kunst stellt namhafte Künstlerinnen und ihre Werke vor und ist damit ein gelungener Einstieg in die Kunstgeschichte. Stilvorlieben entdecken oder sich auf neue Darstellungsformen einlassen, in diesem Lehrbuch gibt es diverse Beispiele weiblicher Schaffenskraft zu bewundern. Für Kunstinteressierte ein lohnenswertes Nachschlagewerk.

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