Leserstimmen zu
Einfach plastikfrei leben: Schritt für Schritt zu einem nachhaltigen Alltag

Charlotte Schüler

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Plastikfreier und gesünder leben!

Von: Andersleser

31.10.2019

Plastikfrei leben und das ganz einfach? Ist das überhaupt einfach, wenn man im Supermarkt von allen Seiten davon umgeben ist? Wenn man genau darüber nachdenkt, was man an Plastik im Haushalt hat, würde man bei dem Gedanken Plastikfrei leben zu wollen sicher die Krise kriegen, oder sich im nächsten Augenblick erschlagen von all dem Plastik fühlen. Im Grunde ist es aber so, dass es nicht um ein vollständig plastikfreies Leben geht, sondern einfach darum, mit sehr viel weniger Plastik zu leben und auch weniger Müll zu produzieren, um so etwas für die Umwelt, aber auch für die eigene Gesundheit zu tun. Was durchaus geht, aber nicht immer unbedingt die günstigste Alternative ist. Aber eins ist klar, wir sollten durchaus weniger Plastik nutzen. Es zählt jeder Mensch, der auf eine überflüssige Plastikverpackung verzichtet. Sicherlich braucht es nicht zu jedem Thema einen Ratgeber und man könnte sicher auch einfach allein sagen, was man weglässt und was nicht. Ich finde dieses Buch aber trotzdem sehr gut, weil es einfach einen Anfang bietet und verdeutlicht, was Plastik eigentlich alles verursacht, aber auch Erklärungen rund um dieses Material bietet. Was wir für Müll produzieren und wie wir uns selbst und unserer Gesundheit mit dem Plastik schaden. Dabei ist es gar nicht wichtig, ob man sich an das 4-Schritte-Programm aus dem Buch hält, oder sich eigene Schritte daraus ausdenkt. Denn auch wie die Autorin selbst betont: Man soll sich selbst damit wohlfühlen und es nach und nach in seinem eigenen Tempo angehen. Und ich würde sagen das funktioniert. Zwar bedarf es Anfangs ein paar Investitionen, aber wenn man auch diese Schritt für Schritt tätigt, kann man es sich auch mit kleinerem Geldbeutel leisten. Von mir wäre da ein Tipp, bei bestimmten Haushaltsgegenständen auch mal Second Hand zu kaufen, oder auch mal auf gängigen Seiten nach Dingen zu suchen, die verschenkt werden. So kann man für wenig oder gar kein Geld Glasbehälter bekommen, die noch völlig in Ordnung sind und in denen man hervorragend alles aufbewahren kann. Was gleichzeitig wieder Müll vermeidet. Genauso auch Blechdosen und anderes. Auch werden in diesem Buch Alternativen aufgezeigt, zum Beispiel Unverpacktläden - die allerdings eher in Städten zu finden sind - aber auch andere Produkte, die man als Alternative nutzen kann. Das alles ist sicher noch nicht perfekt, zum Beispiel wenn man sich Weizenfrei ernähren muss, der Bioladen in der Nähe unverpackt aber nur die gängigsten Weizenprodukte anbietet, anstatt auch andere Getreidesorten zu bieten, aber man findet durchaus Alternativen und kann Kompromisse machen, wenn man sich etwas Zeit dafür nimmt. (Oder in den nächst besser ausgestatteten Laden gehen, wenn möglich) Gleichzeitig kann man aber auch dem Ladenpersonal selbst den Wunsch äußern, das Sortiment eventuell zu ergänzen, manchmal kann schon das etwas bringen und die Idee vom unverpacktem weiter voranbringen. Und wenn man mal keine Alternative findet, oder nicht viel Geld ausgeben möchte, so findet man in diesem Buch auch die ein oder andere Anleitung, wie z.B. das Wachstuch selber gemacht, oder ein Rezept für Reinigungsmittel. Am Anfang etwas Zeit zu investieren, zahlt sich am Ende aber einfach aus. Kurz und Knapp Insgesamt ist es ein hilfreiches und gutes Buch, dass mir gut gefällt und das ich für einen Start in ein Plastikfreieres Leben empfehlen kann. Wer sich dafür interessiert, kann sich aber auch auf dem Blog der Autorin umsehen, den ich unten verlinke. Ein tolles Buch, dass man lesen sollte. Außerdem: Am 16. März 2020 erscheint ihr neues Buch "Do it yourself! Einfach plastikfrei leben: Selbstgemacht statt gekauft"

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Inhalt Charlotte Schüler verrät ihre Tipps und Tricks um im Alltag Plastikmüll zu vermeiden und nachhaltiger zu leben. Das Buch ist in 3 Abschnitte unterteilt. Im ersten Teil werden die Basics erklärt. Was bedeutet plastikfrei leben? Warum gibt es so viel Plastik? Was passiert mit unserem Plastikmüll? Wie kam Charlotte zum plastikfreien Leben? Im zweiten Teil beginnt die tatsächliche Veränderung mit einem 4-Schritte-Plan. Schritt 1: schnelle und effektive Veränderungen. Wie fange ich an? Was kann ich leicht verändern im Bereich Lebensmittel, Bad, Haushalt, unterwegs? Schritt 2: Mehrweg statt Einweg. Was kann ich wiederverwenden oder wo kann ich auf wiederverwendbare Dinge umsteigen? Schritt 3: Mikroplastik. Wo steckt Mikroplastik drin und wie kann ich es vermeiden? Schritt 4: Nachhaltig leben. Dort geht es darum bewusst zu reduzieren und auch bei grösseren oder langfristigen Anschaffungen auf Nachhaltigkeit zu achten. Ich mag, dass Charlotte Schüler hier nicht mit erhobenem Zeigerfinger auftritt, sondern ganz einfach die Vorteile von plastikfreien Alternativen aufzeigt, aber auch zugibt, wenn es noch keine perfekte plastikfreie Lösung gibt und man einen Kompromiss eingehen muss. Es wird auch absolut kein Druck aufgebaut von heute auf morgen Plastik komplett aus dem Haushalt zu verbannen, sondern in kleinen Schritten zu gehen und eine Veränderung nach der Anderen zu machen. Ausserdem hat sie eine unglaublich positive Ausstrahlung und macht so richtig Lust zu starten. Gestaltung Ich finde das Buch ist wirklich toll aufgemacht. Es hat ein kleines, handliches Format, so dass es wirklich ein guter Begleiter für den Weg zum plastikfreien Leben sein kann. Ausserdem ist es auf Apfelpapier gedruckt was ich sehr konsequent finde. Auch innen ist es übersichtlich gegliedert, so dass man leicht nochmal zu einem bestimmten Thema nachschlagen kann. Es gibt kleine Kästen mit Tipps und Tricks, DIY oder interessanten Infos. Ich freue mich schon richtig darauf einiges davon auszuprobieren. Fazit Dieses Buch macht richtig Lust auf Veränderung! Und das ohne Druck aufzubauen oder mit einem schlechten Gewissen zu plagen. Ich freue mich richtig darauf einiges auszuprobieren und so etwas zu verändern!

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Vor kurzem hatte ich auf meinem Blog bereits ein Buch zum Thema "plastikfrei leben" vorgestellt. Das hatte mir gut gefallen und ich wünschte mir noch ein paar weitere Informationen zu dem Thema. Deshalb habe ich mich gefreut, dass mir das Buch #einfachplastikfreileben von Charlotte Schüler als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde. Der erste Eindruck: Das Buch ist auf Apfelpapier gedruckt. D.h., das Papier wird aus Apfelresten hergestellt. Das hat mir direkt gefallen. Ein guter Einstieg für ein Buch, dass dem Leser Schritt für Schritt in einen nachhaltigeren Alltag helfen soll. Der Inhalt des Buchs ist gut strukturiert und das Layout sehr ansprechend. Der Ratgeber wirkt modern und spricht ganz gezielt Lesergruppen an, die sind wie du und ich. Auch das ist für mich ein großes Plus, denn je mehr Personen sich von einem nachhaltigeren Lebensstil angesprochen fühlen, um so besser. Die Autorin zeigt im Buch einen 4 Punkte Plan auf, der dem Leser helfen kann, sich mit und mit von Plastik zu verabschieden. Ich gebe zu, ich habe mich nicht wirklich an diesen Plan gehalten. Aber das eine oder andere habe ich ganz gezielt übernommen. So habe ich beispielsweise alle nicht benutzten Produkte im Badezimmer in einen Karton gepackt. Der wartet jetzt darauf, mit und mit geleert zu werden. Nur das, was dort nicht vorhanden ist, wird nachgekauft. Und zwar, sofern möglich, in einer nachhaltigeren Alternative. Denn auch hier bietet das Buch einige Tipps und Anregungen: Wie kann ich Produkte durch ökologisch sinnvollere ersetzen? Wo gibt es Einkaufsmöglichkeiten, die es mir ermöglichen, weniger Müll zu verursachen? Wo ist Plastik versteckt, wo wir es vielleicht gar nicht erwarten. Positiv angesprochen hat mich der Ton, in dem das Buch geschrieben ist. Es bietet Möglichkeiten aber die Autorin schreibt auch, dass die Menschen jetzt nicht alles, was sich an Utensilien aus Plastik im Haushalt befindet, in den Müll werfen sollen. Das finde ich einen guten Ansatz. Denn erstens wäre dann ein riesiger Müllberg hinter meinem Haus. Und zum anderen würde der Ersatz aller Artikel aus Plastik mein Budget bei weitem überschreiten. Also werde ich es langsam angehen lassen, nur das austauschen, was meine Gesundheit belastet und bei den anderen Dingen in Ruhe nach alternativen Möglichkeiten suchen und dann austauschen, wenn etwas kaputt geht. Die Kapitel sind, wie bereits erwähnt, sehr übersichtlich struktuiert und die Autorin zeigt für verschiedene Bereich (Haushalt, Bad etc.) Möglichkeiten auf, wie wir es schaffen können, weniger Plastik in unserem Alltag zu haben und insgesamt nachhaltiger zu leben. Denn letztlich geht es nicht nur um den Ersatz von Verpackungen und Dingen aus Plastik sondern auch um die Frage, wie viele Dinge wir eigentlich besitzen müssen. Auch hier bietet Charlotte Schüler interessante Denkansätze und fordert im locker, freundlichen Ton die Leserin auf, auch hier das eigene Verhalten zu überdenken. Neben Tipps für alternative Einkaufsmöglichkeiten bietet das Buch auch Rezepte für selber gemachte Putz- und Spülmittel. Auch das Thema: Wie vermeide ich Müll, wenn ich unterwegs bin. Ein wichtiges Thema, denn wir sind heute mehr denn je außerhalb unserer eigenen vier Wände unterwegs. Und je nachhaltiger wir uns auf Reisen verhalten, umso besser. Das Buch ist meiner Meinung nach vor allem für jene geeignet, die sich noch nicht ganz so viel mit dem Thema "Leben mit weniger Plastik" beschäftigt haben. Denn natürlich wir der sehr informierten Leserin vieles auffallen, was sie oder er bereits kennt. Was nicht schlimm ist, manches muss man einfach öfters hören. Der Ratgeber ist locker und freundlich geschrieben, so dass sich die Leserin nicht auf die Füße getreten fühlt, dass sie bisher noch nicht so viel gegen den Verpackungswahnsinn unternommen hat. Vielmehr versucht Frau Schüler, die Leserin vor Frust zu schützen, wenn sich alles weniger schnell umsetzen lässt, als wir das eigentlich möchten. Und dass mir manchmal bei Familie und Freunden auf taube Ohren stoßen können. Das finde ich besonder wichtig, denn wenn die Leserin frustriert ist, wirft sie vielleicht hin und kümmert sich dann doch weniger um ein nachhaltigeres Leben. Und das wäre sehr schade. Von mir bekommt der Ratgeber #einfachplastikfreileben 5 von 5 Punkten. Ein kurzweilig geschriebenes Buch, dass uns hilft, unseren Alltag nachhaltiger zu gestalten. Schön illustriert spricht die Autorin auch ein junges Publikum an, dass sich durchaus für Ästhetik und ein modernes Leben interessiert. Finde ich sehr gut, denn je früher wir beginnen, weniger Plastik in unser Leben zu lassen, umso weniger müssen wir dann später entsorgen. Der Text ist locker geschrieben und übersichtlich. Das Buch lässt sich auch gut quer lesen und einzelne Punkte können gut nachgeschlagen werden. Folglich ein Ratgeber, den wir immer mal wieder zur Hand nehmen können, wenn uns die Ideen ausgehen.

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Nachdem ich das Jenke Experiment auf RTL gesehen hatte, indem es darum ging, wie sehr Plastik unser Leben und unsere Umwelt gefährdet, sind auch mir endlich die Augen aufgegangen. Ich wusste: Ich will etwas verändern. Aber wo fange ich am Besten an? Und welche Alternativen gibt es? Mir war also klar, ich brauche einen Ratgeber. Und dieser Ratgeber hier hat es mir sofort angetan. Das Buch ist in vier Schritte aufgeteilt und Charlotte schreibt auch gleich zu Beginn, dass jeder sein eigenes Tempo hat und nichts überstürzen soll. Es reichen auch schon kleine Schritte und wenn man erstmal etwas verändert hat, dann bekommt man auch gleich einen ganz anderen Blick und versucht sich so weit es geht umzustellen. Wir für unseren Teil, haben gleich gesagt, dass wir nicht alles zu 100% plastikfrei haben wollen. Die Spielsachen unserer Tochter werden wir nicht wegschmeißen. Aber alles was mit Essen, Gesundheit und Müllproduktion zu tun hat, versuchen wir einzuschränken. Nach 3 Wochen haben wir bereits Frischhaltefolie durch Bienenwachstücher ersetzt und jegliches Plastik, welches mit Essen erhitzt wird, aus der Küche entfernt. Auch im Bad haben wir einiges verändert und dafür war dieser Ratgeber echt perfekt. Das einzige, was ich ein wenig schade finde ist, dass es keine Online Shop Liste in dem Buch gibt. Nicht jeder lebt in einer Großstadt mit einem Unverpackt Laden in der Nähe und so gibt es einiges, was ich mir jetzt selber in müßiger Arbeit raussuchen musste. Gerade für Frauen das Thema Beauty und Kosmetik finde ich sehr wichtig. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt. Ansonsten beschreibt und erklärt Charlotte das wirklich hervorragend und regt auch zum Nachdenken und Handeln an. Bis auf einen kleinen Kritikpunkt bin ich der Meinung, dass dieses Buch perfekt ist für Einsteiger und noch Unwissende. 5 von 5 Punkten

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Ein sehr interessantes Buch mit vielen Anregungen zum umdenken. Man erhält viele Inspirationen und nützliche Tipps wie man seinen Plastikkonsum einschränken kann. Es enthält auch viele DIY's, die sehr hilfreich sind 😊 Stellenweise hat es mir auch sehr die Augen geöffnet, weil ich selber auf manche Ideen gar nicht gekommen wäre. Natürlich ist es einfacher gesagt als getan seinen Plastikkonsum und den Plastikmüll zu reduzieren. Aber auch kleine Veränderungen bringen Erfolge. Auf alles zu verzichten wird unmöglich sein, wenn man seinen Lebensstandard nicht komplett einschränken/ändern will. Besonders schwierig ist es wenn man sehr ländlich lebt! Im ländlichen Bereich hat man einfach nicht so die Möglichkeiten z. B einen unverpackt Laden zu finden oder die Auswahl an Geschäften die größere Auswahl an unverpackten Produkten haben. Aber trotzdem werde ich, vor allem im Badezimmer und der Küche, einige Produkte austauschen 😊 Mir persönlich liegt das Thema sehr am Herzen und ich werde es so gut es geht auf Plastik verzichten, so dass es meinen Alltag in nichts einschränkt 😊 Dieses Buch ist eine tolle Hilfe dabei 👍🏻 Die Autorin erklärt realitätsnah und ohne das man sich gemaßregelt fühlt 😃 Ebenso erhält man Informationen über Plastik, aus was es besteht, wie es hergestellt wird usw. Für alle die was ändern möchten, lest dieses Buch! Vielleicht ist ja auch für ein ein Denkanstoß dabei 😊 Wir haben nur diesen einen Planeten und auch für unsere Gesundheit und die der Tierwelt ist es das beste etwas zu ändern!

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Ich möchte gerne mehr für die Umwelt tun und Müll zu reduzieren ist definitiv ein Aspekt, bei dem ich mich verbessern möchte. Während Biomüll und Papier relativ gut recycelt bzw. abgebaut werden können, sieht das bei Plastik leider anders aus. Daher habe ich mich mit dem Thema “plastikfrei Leben” befasst und dazu das Buch #einfach plastikfrei leben von Charlotte Schüler gelesen. Das Buch Nach einer Einleitung zum Thema Plastik gibt es im Buch vor allem Tipps und Tricks, wie man seinen Alltag plastikfrei(er) gestalten kann. Es werden konkret Produkte genannt, die ersetzt werden können und Routinen erklärt, die man in seinen Alltag etablieren kann, um den Plastikfallen zu entkommen. Der Fokus liegt darauf, dass es zwar etwas Mühe erfordert, aber gar nicht so schwer sei. Das Thema Plastik an sich ist relativ kurzgehalten. Mir ist in dem Kapitel leider ein inhaltlicher Fehler aufgefallen, was dazu geführt hat, dass ich auch den anderen Fakten gegenüber misstrauisch war. Dennoch war es schön auf den Punkt gebracht. Der größte Teil des Buchs befasst sich mit einem Vier-Schritte-Programm zu einem plastikfrei(er)em Leben. Die einzelnen Kapitel haben sich inhaltlich leider nicht besonders voneinander abgegrenzt und oft wurden die gleichen Aspekte in mehreren Kapiteln wiederholt, wie z.B. der Verweis auf Unverpackt-Läden. In allem Kapiteln fanden sich sehr hilfreiche, konkrete Tipps, was man tun kann, um Plastik aus seinem Alltag zu verbannen. Viele fand ich interessant, aber auch einige schwer umsetzbar bzw. aktuell (noch) nicht mit meinem Leben vereinbar. Das Problem ist aber nicht, dass die Autorin schlecht recherchiert hat, sondern dass es auf dem Markt in vielen Bereichen einfach zu wenige plastikfreie Alternativen gibt. Leider habe ich mich im Buch allgemein ein bisschen zu sehr “bemuttert” gefühlt. Für meinen Geschmack wurde zu oft erwähnt, dass es doch gar nicht so schwer sei, auf Plastik zu verzichten. Dafür, dass ein plastikfreies Leben machbar ist, gibt es im Buch genug Argumente, aber einfach ist es meiner Ansicht nach nicht; daran hat leider auch das Buch nichts geändert. Mehr dazu im Abschnitt “Was ich durch das Buch gelernt habe”. Mein Experiment Müll reduzieren kann jeder, insbesondere Plastikmüll. Schon bevor ich dieses Buch gelesen habe, habe ich einiges gegen zu viel Plastik unternommen. Bei uns gibt es zu Hause Wasser aus dem Wassersprudler oder abgefülltes Leitungswasser zum Mitnehmen. Wir versuchen, viel frisch zu kochen (auch wenn es zugegebenermaßen nicht immer klappt) und unsere Vorräte in Glasdosen mit Plastikdeckel zu lagern. Zum Einkaufen habe ich immer Leinenbeutel dabei. Meine Wattestäbchen bestehen nicht mehr aus Plastik. Und generell versuche ich nur das zu kaufen, was ich brauche – für zu viel unnötigen Kleinkram habe ich sowieso keinen Platz. Einkaufen auf dem Markt Während ich mich genauer mit diesem Buch auseinandergesetzt habe, wollte ich einige Tipps und Tricks ausprobieren. Als erstes ging es zum Markt. Frisches, lokales Obst und Gemüse bekommt man hier immer noch am besten. Alternativ bin ich auch ein großer Fan von Hofläden, aber in meiner Nähe gibt es leider keinen. Auf dem Markt in meiner Nähe gab es zwar nur zwei Stände, nämlich einen Gemüsestand und einen Brotstand, aber das hat für mich ausgereicht. Ich habe fast alles bekommen, wonach ich gesucht habe. Leider gibt es diesen Markt nur samstags. Das ist sehr schade, weil sich nicht alles eine Woche lang hält und ich auch nicht immer eine Woche im Voraus planen kann oder will. In der Stadt, in der ich früher gewohnt habe, gab es immerhin zweimal pro Woche einen Markt mit deutlich mehr Ständen. Ihr solltet auch also informieren, was es in eurer Nähe gibt und ob ihr es zu den Zeiten schafft, dort einzukaufen. Preislich waren die meisten Produkte nicht teurer als im Supermarkt. Sich Produkte in mitgebrachte Boxen füllen lassen Im Buch wird immer wieder hervorgehoben, dass man sich vielerorts Produkte in selbst mitgebrachte Behälter füllen lassen kann. Ich habe das in einem Schokoladengeschäft ausprobiert und es hat tatsächlich funktioniert. Ich bin zwar ziemlich schräg angeschaut worden, aber habe meinen Wunsch ohne Diskussion erfüllt bekommen. Zwar musste ich dafür den ganzen Nachmittag eine ziemlich schwere Glasbox mit mir rumschleppen, aber es hat sich gelohnt. Ich habe mich sehr gefreut, dass es so gut geklappt hat – immerhin kann man so ein ganz, ganz kleines bisschen die Welt retten. Leider habe ich nicht immer eine Glasbox in der Tasche und muss ganz gezielt vorher planen, wenn ich etwas einkaufen will. Das ist zwar mehr Aufwand, aber nicht unmöglich. Im Unverpackt-Laden einkaufen Ich habe in der Vergangenheit bereits öfters in einem Lübecker Unverpackt-Laden eingekauft und bin dort sehr freundlich behandelt worden. Nun habe ich einen Münchener Laden ausprobiert und habe mich deutlich weniger wohl gefühlt. Die Stimmung in dem Geschäft war mir zu angespannt. Zudem war er etwa eine halbe Stunde von meinem Wohnort entfernt, weswegen ich dort nur selten einkaufen können werde. Darüber hinaus habe ich ein paar unverpackte Produkte im Bioladen in meiner Nähe gefunden. Ich habe mir zunächst zwei unverpackte Produkte gegönnt: Eine Körperseife und Buchweizenmehl. Von der Seife bin ich noch nicht 100%ig überzeugt, aber schlecht ist sie nicht. Produkte wie Buchweizenmehl würde ich generell gerne unverpackt kaufen. Meine Erfahrungen mit Unverpackt-Läden sind gemischt. Das Konzept gefällt mir extrem gut, aber leider sind die Produkte oft überteuert. Der Rundkornreis hat z.B. 4,99€ / kg gekostet. Okay, es ist Bioreis, aber dennoch finde ich die Preise deutlich zu hoch. In der Theorie müssten die Produkte doch günstiger sein, weil die Hersteller sich die Plastikverpackung und den Verpack-Vorgang sparen könnten. Aber in der Realität sieht es leider anders aus, was bestimmt auch daran liegt, dass die Hersteller nicht darauf vorbereitet sind. Auch andere plastikfreie Produkte sind viel zu teuer. Ist 30€ für eine Brotdose aus Metall gerechtfertigt? Zumal man theoretisch gleich mehrere bräuchte, um seine Vorräte darin aufzubewahren. Einige unverpackte. bzw. Mehrweg-Produkte sind gar nicht so viel teurer als verpackte Einweg-Produkte. Mehrwegstrohhalme könnten sich z.B. mit der Zeit rechnen. Bei meiner Körperseife muss ich noch abwarten, wie ergiebig sie ist. Sie war deutlich teurer als mein Duschgel, soll aber auch länger halten. Auch einige unverpackte Lebensmittel sind preislich in Ordnung gewesen. An der Preispolitik muss sich trotzdem schnellstens etwas ändern, wenn man die breite Masse erreichen will. Als gutverdienender Single-Haushalt oder kinderloses Pärchen mag der Lebensstil bezahlbar sein, aber eine normale, fünfköpfige Familie wird sicherlich schnell an ihre finanziellen Grenzen stoßen. Natürlich kann man sich hier und da mal ein plastikfreies, teureres Produkt gönnen. Aber in diesem Konzept geht es darum, Plastik komplett aus seinem Alltag zu verbannen und das ist leider sehr teuer, wenn man kaum Komfort einbüßen will. Was ich durch das Buch gelernt habe Im Endeffekt scheitert es bei mir nicht an mangelndem Wissen, sondern zu wenig Aufwand und zu hohen Kosten. Denn auch wenn der Titel verspricht, dass es einfach sei, plastikfrei zu leben, ist es das nicht wirklich. Man muss nicht nur genauestens die Produkte und Preise vergleichen, sondern auch noch mit seinen eigenen Behältern zu Geschäften fahren, die unverpackte Produkte anbieten. Sobald man Behältnisse braucht, die über alte Gurkengläser und Leinenbeutel hinaus geht, wird es leider schnell teuer, genau wie bei vielen unverpackten Produkten. Zudem muss man genau planen, was und wie viel man braucht, da spontan einkaufen schwierig ist. Es gibt jedoch einige Sachen, die jeder von uns gegen Plastikmüll unternehmen kann. Zum Beispiel können wir alle versuchen, Obst und Gemüse unverpackt zu kaufen. Statt die in Plastikfolie eingeschweißten Tomaten zu nehmen, sollte man lieber zu denen ohne Folie greifen und sie direkt in den Einkaufswagen legen bzw. ein wiederverwendbares Netz benutzen. Auch Wasser aus Plastikflaschen kann man sich sparen, indem man einen Wassersprudler verwendet. Das sind jedoch alles Themen, die mir schon vor dem Buch bewusst waren. Gute Alternativen zu tatsächlichen Problemen habe ich nur wenige gefunden. Insbesondere im Badezimmer fällt bei mir noch immer viel Müll an. Die Körperseife ist hoffentlich ein Schritt in die richtige Richtung. Manchen “DIY-Produkten” aus dem Buch traue ich noch nicht wirklich. Vielleicht müsste ich hier einfach mehr wagen und mich noch genauer informieren, aber wenn es um meinen Körper geht, bin ich vorsichtig. Da kann aber das Buch nichts dafür, schließlich werden einige Vorschläge gemacht. Fazit Ich habe im Buch viele Tipps und Tricks gefunden, von denen ich die meisten allerdings schon kannte, da ich mich bereits mit dem Thema befasst habe. Ich habe gehofft, im Buch zu erfahren, wie man einen plastikfreien Lebensstil *einfach* gestaltet, aber muss sagen, dass ich es jetzt immer noch genauso aufwändig und teuer finde, wie vorher. Dennoch gab es im Buch ein paar hilfreiche Tipps und Tricks für den Alltag. Wenn man sich noch nie mit dem Thema befasst hat, ist das Buch ein wirklich guter Einstieg. Und auch ich gehe jetzt mit offeneren Augen durch die Welt.

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Wer gerade anfängt sich für das Thema Plastik und wie es vermieden werden kann interessiert, für denjenigen ist dieses Buch gut zum Einstieg geeignet. Die Autorin ist erfolgreiche Bloggerin und konnte sich dank ihrer Mutter schon als junges Mädchen mit diesem Thema auseinandersetzen. Das Buch ist in 3 Kapitel untergliedert: Basics rund ums Plastik Das Vier-Schritte-Programm Plastikfrei leben - FAQ Die Kapitel enthalten viele hilfreiche und umsetzbare Tipps zum Start ins plastikfreie Leben. Es werden unterschiedliche Bereiche angesprochen, z.B. zu Hause, unterwegs oder auf Reisen. Auch praktische und anwendbare Tipps gegen Lebensmittelverschwendung und das Herstellen von plastikfreien Dingen, z.B. Reinigungsmittel, Zahnpulver etc. sind im Buch zu finden. Das Buch macht Mut den ersten Schritt zu gehen und durch die eigenen Erfahrungen der Autorin sieht man, dass eine Umstellung machbar ist.

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Sehr informativ

Von: Jasmin

07.07.2019

Oft ist mir das Cover auf Instagram aufgefallen. Gerade jetzt, wo das Thema Nachhaltigkeit sehr gefragt ist, ist dies eins der Bücher, das in den letzten Wochen sehr oft im Netz auftaucht. Weshalb meine Neugier geweckt war und was soll ich sagen ... ich bin mehr als begeistert! Und vor allem hat es eine tolle Botschaft: Jeder kann etwas bewirken!! Es ist nicht nur ein tolles Buch, das einem die Augen öffnet, wie man es schaffen kann plastikfrei zu leben, durch den Alltag zu kommen, ohne sich dabei zu stressen und das mit super einfachen umsetzbaren Tipps. Danke für diesen unglaublich tollen Ratgeber, der in keinem Haushalt fehlen sollte!

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