Leserstimmen zu
»Mama, ich will spielen!«

Iben Dissing Sandahl

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Wie habe ich mich gefreut!!!! Seit 4 Wochen können wir ja nun schon nicht nach Hause und dann kam in diesem Chaos das Buch von Iben Dissing Sandahl bei mir an. Liebes Bloggerportal ich bin so dankbar, auch wenn das Buch kleine Schwächen hat, ich als Mutter, Erzieherin und Mensch, finde es großartig wie Iben Dissing Sandahl für das Wichtigste in der Kindererziehung überhaupt einsteht: das Spiel. Aber erst einmal von Anfang an. Iben Dissing Sandahl ist eine dänische Autorin, Coach und Psychotherapeutin, sie ist Mutter und ehemalige Lehrerin. Im Buch, warum dänische Kinder glücklicher sind, schrieb I.Dissing Sandahl gemeinsam mit Jessica Joelle Alexander einen Bestseller, zu Recht, wie ich finde (Lies hier meine Rezension) In ihrem neuesten Werk greift die Autorin nun einen Punkt aus dem GLUECK Prinzip des ersten Buches auf und vertieft es ganz konkret. Die Bedeutung des Spiels widmete sie mehrere Seiten, genauso wie den verschiedenen Spielarten aber auch konkreten Umsetzungsmöglichkeiten. Die Aussage ist ganz klar: Lasst Kinder spielen! Sie werden resilienter, kreativer, wachsen in ihrer Persönlichkeit, werde Lernfähiger und sowieso werden durch das Spiel ALLE Entwicklunsgbereiche angesprochen. Was meine Erzieher:innen schon seit Jahren Versuchen umzusetzen und zu predigen, fasst Dissing Sandahl auf 190 Seiten zusammen: Das Spiel ist die wichtigste Beschäftigung für das Kind. Gutes Spiel, freies Spiel unterstützt und fördert Kinder optimal. Was Kinder stresst und hemmt, sind zu viele vorgegebene Lernprogramme. Natürlich, Eltern wollen nur das Beste für ihr Kind, das weiß ich nur zu gut aus meinem Berufsalltag. Doch neben Zahlenland, Hören-Lauschen-Lernen, Englisch für Kids, musikalischer Früherziehung und so weiter, geht das Kind sein und Lernen verlorenen. Ausführlich wird in diesem Buch geschildert was Spielen bedeutet, was es alles bietet. Nicht nur für Eltern ist dieses Werk damit eine Grundlage mit dem Zusammenleben und sinnvollem Fördern von Kindern, sondern auch für Erzieher:Innen und Lehrer:innen, da Iben Dissing Sandahl auch immer wieder von ihrer Praxis als Lehrerin erzählt. Positives: Viele praktische Beispiele auch schon für Babys oder ältere Kinder, wie man Spiel gestalten kann. Eine Spielanleitung: Wie schaffe ich einen angenehmen Raum zum Spielen? Was sollte ich vermeiden? Usw. Viele praktische Beispiele aus dem Alltag der Autorin Die fünf Spielarten werden erklärt und nicht nur benannt Negatives: Erst ab Seite 102 wird es richtig praktisch, davor zieht es sich leider etwas mit vielen Wiederholungen und Abschweifungen. Der Preis von 20 Euro kann sehr abschreckend wirken Mein Fazit ist ganz klar, dass ich das Buch mochte, es mich aber nicht ganz so sehr überzeugte wie Was dänische Kinder Glücklich macht. Ganz enttäuscht bin ich aber bei weitem nicht. Es bestärkt mich in meinen Ansichten, lässt mich schon gelerntes Wiederholen und vor allem die zweite Buchhälfte ist eine wunderbare Anregung, das Buch in die Praxis umzusetzen. 1 ½ Sterne Abzug gibt es für die langgezogene erste Hälfte (1/2 Stern) und für den, meines Erachtens teuren Preis (ganzer Stern) im Vergleich zu die beste Ernährung für Baby und Kleinkind wirkt es einfach sehr teuer. Dennoch kann ich es guten Gewissens empfehlen und ich freue mich schon jetzt auf den Nachfolger.

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Kind sein dürfen

Von: Bine

12.07.2020

Traurig ist, dass wir das Spielen verlernen. Die gute Nachricht ist, wir können es wieder mit unseren Kindern lernen. Wusstet ihr, dass Erdmännchen auch spielen und zwar nur aus Spaß ohne großen Lerneffekt wie bei Katzenmama, die ihrem Baby eine Maus zum Spielen bringt. Die Dänen praktizieren hier das freie Spiel, welches auch geschlechtsneutral ist. Also der Bub der mit der Puppe spielt und das Mädchen mit dem Traktor. Wir (und auch in Asien und den USA) sind vielmehr wie die Katzenmama. Das Spiel soll auch einen Lerneffekt haben, damit unser Kind in der Welt schneller bestehen kann. Konkurrenzdruck und Co. lassen grüßen. Was ich auch toll fand war, dass die Dänen oft nicht ein Spielzeug mit gewissen Effekt haben, sondern das Kind selbst seine Kreativität benutzen kann, wie es das Spielzeug einsetzt. Dabei ergibt sich ein viel nachhaltiger Lerneffekt als bei reinen Spiel mit vorgefertigten Lerneffekt, da die Kinder es sich ja für sich selbst erarbeitet/erfunden haben. Die Kinder entdecken dadurch ihre Fantasie und haben mehr Freude am Spiel. Spielen fördert zudem auch das Selbstbewußtsein des Kindes. Gestern konnte der Kleine noch nicht so hoch klettern und heute hat er es am Klettergerüst bis ganz nach oben geschafft. Dabei gibt das Buch auch zahlreiche Anleitungen zum gemeinsamen Spiel mit Kindern. Da ist einiges an kreativen Spiel dabei und ich finde es toll, dass hier auch die Eltern mit eingebunden werden. Dabei gibt es tolle Spiele im Freien wie auch daheim, wenn es mal regnen sollte. Wer von euch hat nicht mit Hingabe "Der Boden ist Lava" gespielt?

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Bisher habe ich weder ein Buch über das Spielen an und für sich gelesen, noch das ganz bekannte Buch "Warum dänische Kinder glücklicher und ausgeglichener sind" - aber Iben Dissing Sandahls Buch hat mich angesprochen - grade in der aktuellen Situation, in der die Kindergärten geschlossen haben. Ich bin nun seit neun Wochen mit meinen Kindern zuhause - Zwillinge von 5 Jahren und noch mein Sohn von 3 Jahren -da ist klar, dass der Großteil des Tages aus Spiel besteht. Und bei dem schönen Wetter meist im Garten, Wald oder bei uns am Weiher. In der Regel ohne Spielzeug oder mit Naturmaterialien oder auch schon mal Fahrzeugen. Ich bewundere immer wieder die Phantasie mit der die Kinder an die Sachen rangehen. Im einen Moment sind sie Piraten, dann haben sie einen Bauernhof, fahren zu einem Notfalleinsatz oder suchen sich Haustiere. Natürlich wird auch das klassische Vater-Mutter-Kind gespielt oder die Straße mit Kreide bemalt - Wassermatschereien stehen bei warmen Wetter natürlich auch an erster Stelle. "Mama, ich will spielen!" zeigt mir auf, wie wichtig es ist, auf der einen Seite Zeit mit seinen Kindern zu verbringen, egal ob es sich um Babys, Kleinkinder oder ältere Kinder handelt - für alle Altersklassen gibt es hier Anregungen zum Spiel und sich näher zu kommen. Wir können malen, basteln, bauen - aber genauso wichtig ist es für die Kinder sich im freien Spiel entfalten zu können, der Phantasie freien Lauf zu lassen und zu schauen, was sich entwickelt. Ich bin dankbar, dass meine Kinder sich haben, denn so wird ihnen ganz selten langweilig, natürlich haben wir auch Medienzeit, grade jetzt, damit ich auch manchmal etwas getan bekomme, aber so gibt es drei verschiedene Kinder mit verschiedenen Ideen und so verschiedene Impulse für freies und geführtes Spiel. Was ich für mich noch mitnehme ist, dass ich mich nicht nur in geführtes Spiel mit einbringe, sondern auch häufiger im freien Spiel mitspielen werde. Ein tolles Buch, dass uns aufzeigt, wie wichtig es für die Entwicklung der Kinder ist zu spielen, zu singen und sich entfalten zu dürfen! Es lebe das Spiel!

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