Leserstimmen zu
Japan. Der illustrierte Guide

Marco Reggiani

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Marco Reggiani hat eine großartige Art- und Weise entdeckt, dem Leser ein Land schmackhaft zu machen! Coole, bunte Zeichnungen und eigene Erfahrungen des Autors machen Lust auf Japan. Ich hatte richtig viel Spaß beim Entdecken des Landes und werde nun definitiv meine Reise 2020 nach Japan planen! Tolles Buch! Es sollte mehr in dieser Art für diverse Länder geben. Besprochen werden nicht nur Kultur und Sehenswürdigkeiten, sondern auch Kulinarische-Entdeckungen, Glaube und Manga-K-Pop-Kult.

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Worum es geht: Sprechende Ampeln, Essen servierende Roboter, rumlaufenden Pikachus, beheizte Toiletten. Japan weiss zu faszinieren. Doch noch immer haben viele Angst dieses Land zu bereisen. Vor allem die Sprachbarriere verängstigt. Der Illustrierte Guide aus dem Prestel Verlag hilft bei der Vorbereitung und vor allem Erklärung. Was die schönsten Orte sind, oder was für ein Brauch gerade gefeiert wird. Von Etiquette bis hin zu "Unbedingt probieren"-Gerichte, findet ihr alles in diesem Guide. Komplett untermalt mit den bunten Illustrationen von Sabrina Ferrero um euch in Stimmung zu bringen. Und eines kann ich euch aus Erfahrung sagen: Ihr braucht kein Japanisch zu können um Japan zu bereisen. Aber es hilft. "Achtung! Wer nicht sowieso schon japanbegeistert ist, wird es nach Lektüre dieses Buches wahrscheinlich sein. Nur, damit Sie gewarnt sind!" Meine Meinung: Wer meinen Blog, oder Instagram, folgt weiss, dass ich grosser Japanfan bin. Bereits mehrfach habe ich meine 2. Wahlheimat bereist und öfters mit Hilfe eines Reiseführers meine Runden gedreht. Umso gespannter war ich auf diese Neuerscheinung aus dem Prestel Verlag. Es sollte mein erstes Prestel Buch werden. Beim Auspacken dann schon mal die Überraschung: Das Buch ist gross, und schwer, und sehr bunt. Es als Taschenguide mitnehmen ist nicht. Dieser Guide ist eher als Kunstband anzusehen. Positive Überraschung war ausserdem, dass es nicht nur um Orte geht, sondern neben den Städten auch Erklärungen zu Festen und anderen Eigenarten geliefert werden. Ausser Tokyo und Kyoto war ich froh auch Hiroshima drin zu sehen. Miyajima. Tagesausflüge wie Kamakura werden genannt. Reggiano erklärt aber auch Hanami und was ein Daruma ist. Ich war vor allem neugierig was der Guide für "Kenner" Japans wie mich zu bieten hat. Voller Freude kann ich berichten, dass auch für schon alte Hasen noch die oder andere Seite von Interesse ist! Das meiste war mir "leider" schon bekannt. Das schmälert die Freude am Schmökern in diesem Buch aber nicht. Vor allem muss das Buch ja auch universell Interessant bleiben, und Tokyo und Kyoto rauszulassen für eventuell andere Städte die ich cooler gefunden hätte, irritiert Kunden die eben genau danach suchen. Ich persönlich fand die Mischung sehr gelungen. Ein schönes Geschenk an alle Japanfans und solche die es werden wollen. Vor allem aber auch an die, die noch ihre erste Reise vor sich haben. Kleiner Kritikpunkt geht leider an die Illustrationen. Oberflächlich gesehen fand ich es ganz süss, allerdings war mir der Stil im Detail dann doch zu simple. Wenn man den Guide jetzt eher als Kunstbuch betrachten möchte ( da er zum Mitreisen zu schwer ist ), ist der Stil unzulänglich.

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Ein Japan-Guide aus der Feder eines italienischen Duos ist ungewöhnlich. Noch ungewöhnlicher ist die Art und Weise, wie uns Marco Reggiani, der in Tokio Architektur studierte und sich dort mit urbanen Räumen beschäftigt, das Land näher bringt. In diesem Band hat er hundert Schlüsselthemen, gegliedert in sieben Kapiteln, zusammengestellt und von Sabrina Ferrero illustrieren lassen. Die Lektüre erlebt man wie eine abenteuerliche Reise, die in Tokio beginnt, quer durch Japan führt und uns nicht nur verschiedene Sehenswürdigkeiten, sondern auch japanische Gepflogenheiten, Kultur, Küche, Produkte und Feste vorstellt. Ich bin in Deutschland aufgewachsen, kenne aber das Land durch meine Eltern, Verwandten und regelmäßigen Reisen sehr gut. In den Illustrationen erkannte ich so viele Stadtviertel und Details wieder, hatte das Gefühl erneut durch die Straßen zu streifen und die Menschenmengen, Geräusche und Gerüche zu spüren. Nicht nur Menschen, Städte und typisch japanische Gerichte, auch Naturlandschaften wie die Bambushaine von Kyoto, der von Kirschbäumen gesäumte Philosophenweg oder der Biwa-See sind so lebendig gezeichnet, dass sie Lust machen, dorthin zu reisen. Die Themensammlung und die Kommentare zeigen tiefe Kenntnisse, da Marco Reggiani auch auf Aspekte wie die Rolle von Berufskleidung, Schutzmaßnahmen vor Erdbeben oder das Verhalten in U-Bahnen eingeht. Er gibt damit nicht nur Einblick in die traditionellen Sitten und Alltagsbräuche, sondern auch ein sehr treffendes Bild, wie die Japaner ticken und was ihnen wichtig ist. Die Kombination von Kurztexten und doppelseitigen Illustrationen sowie die grafische Umsetzung sind so gelungen, dass es ein wahres Vergnügen ist, in dem Band zu schmökern. Dass die Texte sprachlich sehr einfach gehalten sind, hat mich kaum gestört. Leider haben sich mehrere grammatikalische Fehler eingeschlichen, daher ein Punktabzug. Tokio wird nächstes Jahr als Austragungsort der Olympischen Spiele viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Wer sich im Vorfeld mit dem Land vertraut machen möchte, dem ich kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen.

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