Leserstimmen zu
The Passengers

John Marrs

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Seitenzahl: 496 Verlag: Heyne Preis: 14,99€ Autorin: John Marrs . Klappentext: . »Guten Morgen, Claire. Sie dürften bemerkt haben, dass sich Ihr Fahrzeug nicht mehr unter Ihrer Kontrolle befindet. Ab sofort bestimme ich, wohin Ihre Fahrt geht. Im Augenblick gibt es nur eines, das Sie wissen sollten: In zwei Stunden und dreißig Minuten sind Sie höchstwahrscheinlich tot.« Als die hochschwangere Claire Arden diese Worte aus dem Lautsprecher ihres nagelneuen selbstfahrenden Autos vernimmt, hält sie es zunächst für einen schlechten Scherz. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass sie tatsächlich in ihrem Wagen gefangen ist. Und sie ist nicht die Einzige – noch sieben weitere Passagiere sind in derselben Situation: Die Systeme ihrer Autos wurden geknackt, und nun befinden sie sich auf einem fatalen Kollisionskurs. Doch damit nicht genug: Der Hacker streamt das ganze live im Internet, und die Zuschauer entscheiden über Leben und Tod der acht Passagiere … Quelle: www.lesejury.de . Meine Meinung: . Ich fange diese Rezension mal anders an als die Anderen. Und zwar, falls ihr das Buch noch nicht gelesen habt, dann lest nicht weiter, sondern kauft das Buch und lest es!!!!! In dieser Rezension sind keine Spoiler enthalten, aber ich will einfach, dass jeder dieses Buch liest. Es ist grandios! . Zu dem Cover kann man ja nicht viel sagen, da es schwarz mit schwarzer Schrift ist, aber trotzdem gefällt es mir sehr gut. Was ich aber noch viel besser finde, ist der knallblaue Buchschnitt. Wow. Ich hatte noch nie ein Buch mit farbigem Buchschnitt. . Ich habe mich am Anfang hauptsächlich für das Buch interessiert, weil mich der Klappentext und die Thematik des Buches sehr angesprochen. Autonome Autos sind durchaus realistisch und es wird ja auch schon mit Erfolg daran geforscht. Dadurch wirkt alle einfach noch realistischer. . Der Schreibstil des Autors hat mir sehr gut gefallen und ich bin trotz der Länge des Buches nur so durch die Seiten geflogen. Ich war immer mitten im Geschehen und habe mir immer alles sehr gut vorstellen können und auch mit den Charakteren mitgefühlt. . Kommen wir als nächstes auch gleich zu den Charakteren, die mir in diesem Buch einfach mega gefallen haben. Jeder einzelne hatte seine eigene Geschichte und seine eigenen Geheimnisse. Alle Charaktere waren wirklich gut ausgearbeitet und obwohl es viele Protagonisten sind, hatte ich keine Probleme sie auseinander zu halten. Man hat mit jedem Charakter mitgefühlt, auch wenn man mache eigentlich nicht so mochte. Aber ich glaube genau darum ging es auch, dass man Manche mehr mag und Andere weniger. . Man wurde als Leser richtig in das Buch integriert und ich hatte das Gefühl, als wäre ich vor Ort und würde alles miterleben. Man wird als Leser dadurch, dass man manche Passagiere mehr mag und Andere weniger, quasi dazu gezwungen auch eine Entscheidung zu treffen wer leben darf und wer nicht. Und das fand ich sehr erschreckend, weil ich selber auch zu einer Entscheidung gekommen bin und ich mir auch sicher bin das alle anderen das auch sind, auch wenn Manche es sich nicht eingestehen wollen. . Dadurch das, autonomes Fahren ein sehr aktuelles und realistisches Thema ist, wirkt das ganze Buch noch erschreckender und ich habe mir persönlich auch viele Gedanken gemacht. . Was mir auch besonders gut gefallen hat war, dass auch noch viele andere sehr aktuelle Themen eingebaut wurden, wie Verhalten in Gruppen, Rassismus, Vorurteile, Depressionen, KI, Flüchtlinge und Anonymität im Internet, um nur mal ein paar zu nennen. Das Buch hat es wirklich in sich und es hat mich oft zum Nachdenken angeregt. . Den Plottwist in diesem Buch hatte ich wirklich nicht erwartet und war echt überrascht, wie sich am Ende alles aufgelöst hat. Allgemein hat mir das Ende sehr gut gefallen, da es kein 0815 Ende ist und noch Raum für eigene Gedanken lässt. Die einzige mini Kleinigkeit, die ich nicht so ganz gut fand ist, dass man die letzten 100 Seiten etwas hätte kürzen können aber das ist meckern auf hohem Niveau. . Fazit: Für mich war das Buch ein absolutes Highlight und ich habe vor auch die anderen Bücher von John Marrs zu lesen. Ich würde das Buch absolut jedem empfehlen! Ich gebe dem Buch 5/5 Sterne. . Hier könnt ihr es kaufen: https://www.randomhouse.de/Paperback/The-Passengers/John-Marrs/Heyne/e562241.rhd

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Nachdem mich John Marrs bereits mit „The One“ begeistern konnte, musste ich natürlich auch zu seinem neuesten Werk „The Passengers“ greifen. Und hier ist ihm echt ein Pageturner gelungen, der Wahnsinn. Ich habe das Buch innerhalb 2 Tage durchgesuchtet und das auch nur, weil dazwischen noch die Arbeit gerufen hat. Was sehr ärgerlich war, denn ich wollte und konnte mich gar nicht von der Story trennen. Wir befinden uns in einem England der Zukunft, die gar nicht so weit von uns entfernt ist. Eigentlich gibt es nur einen Unterschied: normale Autos gibt es nicht mehr, alles ist selbstfahrend. Autos, Busse, Taxen. Alles wird durch eine künstliche Intelligenz gesteuert, die automatisch auf die anderen Fahrzeuge reagiert. Kennt man ja schon bei einigen unserer Autohersteller. Gerade deswegen konnte mich das Szenario auch so packen. Es ist gar nicht so weit weg und auch wir laufen genau darauf zu, irgendwann. Der Mensch gibt immer mehr Verantwortung an die Maschinen ab. Durch diese autonom fahrenden Fahrzeuge entstehen auch weniger Staus und Unfälle. Und kommt es doch mal zu einem seltenen tödlichen Verkehrsunfall, entscheidet eine spezielle Kommission monatlich ob hier menschliches oder maschinelles Versagen vorliegt. Gerade als diese Kommission wieder tagt, kommt es plötzlich zu einem eigentlich unmöglichen Zwischenfall, der die ganze Welt in Atem hält. Und mich ebenfalls. Acht Passagiere steigen morgens in ihr Fahrzeug, kommen aber nicht da an, wo sie eigentlich hinwollen. Acht Passagiere mit komplett verschiedenen familiären Hintergründen und aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Acht Passagiere werden durch Hacker gekidnappt indem diese die Kontrolle der Autos an sich reißen mit nur einem Ziel: dem Tod der Passagiere. Dieser Zwischenfall wird nicht nur live in die ganze Welt gestreamt sondern auch direkt in das Büro der Kommission. Und diese müssen sich plötzlich mit der Frage beschäftigen, welchem Passagier sie den Tod wünschen und welchem nicht. Wie auch der Rest der Welt. Denn die Regeln des Hackers sind eindeutig und wer diese nicht befolgt, erlebt die Konsequenzen. Der Wahnsinn! Das verrate ich euch, mehr zur Story nicht. Denn natürlich steckt da noch viel, viel mehr dahinter. Ich war echt ab der ersten Seite gefesselt und die Spannung steigerte sich mehr und mehr. Dazu wird die Handlung auch immer vielschichtiger und interessanter. Denn wir erleben natürlich nicht nur das Kidnapping. Wir lernen die Passagiere und die Kommission kennen. Und die Hintergründe. Genau. Mit all ihren Geheimnissen. Und das teils echt schockierend und mit so explosionsartigen Wendungen, dass ich zwischendurch echt mit offenem Mund vor´m Buch saß und gar nicht wusste, wo mir jetzt der Kopf steht. Das nenne ich einen Pageturner. Und dazu eben diese realen Elemente, die John Marrs einbaut. Dazu die kritische Inaugenscheinnahme der Gesellschaft und des Sozialverhaltens. Das machte alles noch schockierender, denn dummerweise konnte ich ihm größtenteils echt zustimmen. Erst gegen Ende nimmt die Story an Tempo ab, aber auch erst als wir uns im Nachspann befinden. Diesen hätte ich, ehrlich gesagt, gar nicht mehr gebraucht. Hier hat auch nicht alles meinen Geschmack getroffen. Aber es ist sehr kurz und gibt allem nochmal einen festen Abschluss…wie bei Filmen am Ende um zur Ruhe zu kommen, wenn man sieht, was aus den Helden einige Jahre später geworden ist. Für mich ist „The Passengers“ eine klare Leseempfehlung. Spannung von der ersten bis fast zur letzten Seite in einer gar nicht so weit entfernten Zukunft. Mein Fazit: Wann habt ihr das letzte Mal zu einem Buch gegriffen und wolltet es gar nicht mehr aus der Hand legen, weil es zu spannend war? Mir ging es so mit „The Passengers“ von John Marrs. Was ein rasanter Pageturner voller Überraschungen, Wendungen und doch auch schockierenden Passagen. Ein Thriller der Zukunft, die gar nicht so weit von uns entfernt ist, weshalb es ihn umso realer und schockierender macht. Für mich eine klare Leseempfehlung, die hochspannende Stunden beschert.

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Acht Passagiere verlassen sich blind auf ihre selbstfahrenden Autos und machen sich eines Morgens auf, um entweder zur Arbeit oder zum Arzt zu fahren oder Besorgungen zu machen. Doch kurz nachdem sie in ihren Fahrzeugen sitzen, ertönt eine Stimme und teilt ihnen mit, dass sie in 2 1/2 Stunden tot sein werden. Eine Kommission unterschiedlichster Menschen soll nun entscheiden, wer überleben darf und wer nicht. Sie stimmen - zusammen mit Nutzern von sozialen Medien - darüber ab. Doch es ist schwer, sich anhand weniger Informationen ein Urteil zu bilden und unschuldiges Leben zum Tode zu verdammen. Ich hatte etwas Mühe, mich der Stimme des Sprechers Charles Rettinghaus hinzugeben. Doch je mehr ich mich auf ihn einlassen habe, umso spannender wurde es, der Geschichte zu lauschen, die mit einer stetig aufbauenden Spannung fesselte. Zu Beginn bekommen wir die einzelnen Personen der acht selbstfahrenden Autos vorgestellt. Sehr unterschiedliche Charaktere, die uns Kapitel für Kapitel näher vorgestellt werden. Dabei werden die Informationen nur sporadisch offen gelegt. So bekommt man nur langsam ein Bild von den Passagieren. Es werden so einige Überraschungen bekannt gegeben. Charaktere, die man am Anfang sehr mochte, werden im Laufe der Geschichte zu unsympathischen Figuren. Im Gegenzug sind die unsympathischen plötzlich sympathisch. Doch gibt es zwischendurch immer wieder Wendungen, so dass man immer wieder seine Meinung ändern muss. Der Autor gibt seinen Figuren sehr unterschiedliche Geschichten mit auf den Weg. Mitleid, Hass, Trauer und Wut wechseln sich dabei ständig ab. Die Kommission, die über den Tod der Passagieren entscheiden muss, besteht ebenfalls aus unterschiedlichen Figuren. Allen voran ist da Libby, eine sehr sympathische Person, die eine starke Abneigung gegen die selbstfahrenden Autos hat. Sie ist eine der Hauptpersonen. Durch Zufall kennt sie auch einen der Insassen der gehackten Autos. Jude, den sie ein paar Wochen zuvor in einem Pub kennengelernt hat. Leider haben sich die beiden aus den Augen verloren. Umso geschockter ist Libby, dass sie ihn nun in einem der Autos wiedersehen muss. So entsteht neben der rasanten Fahrt in den Tod auch noch eine kleine Liebesgeschichte. Man fiebert mit, ob Libby sich wohl für Jude entscheiden wird. Ich muss zugeben, dass ich etwas skeptisch war, ob mich die Geschichte wohl mitreißen wird, da ich gewisse Ähnlichkeiten zu dem Film "Speed" sah. Doch der Autor hat mich überraschen können mit einer spannenden Story, die in einer nicht allzu entfernten Zukunft spielt. Wie Anfangs erwähnt, wurde ich erst nicht warm mit der Stimme des Sprechers Charles Rettinghaus, was sich aber zum Glück schnell geändert hat. Er ist unter anderem der Sprecher von Robert Downey Jr, Billy Zane und Jean-Claude van Damme. Ich habe ihn mir beim Hören als den Schauspieler Victor Williams vorgestellt, der in der Serie "King of Queens" den Deacon Palmer spielt. Durch seine ruhige Sprechweise hatte er mich Charles Rettinghaus dann doch einfangen können und in den Bann gezogen. Meggies Fussnote: Eine rasante Fahrt durch das London der Zukunft.

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Inhalt Die hoch schwangere Claire steigt in ihr selbstfahrendes Auto, welches sich daraufhin verriegelt und ihr mitteilt, dass sie in zwei Stunden tot sein wird. So wie ihr ergeht es auch sieben weiteren Personen. Die Autos wurden gehackt und das ganze wird live gestreamt, wobei die Zuschauer über Leben und Tod der Personen entscheiden dürfen. Eigene Meinung Aufgrund der Leseprobe habe ich mir das Buch geholt und danach erst festgestellt, dass es der gleiche Autor wie von dem Buch "The One" ist. "The One" fand ich echt schrecklich und dementsprechend habe ich meine Erwartungen dann nach unten geschraubt. Allerdings völlig zu Unrecht. Da wir viele Perspektivwechsel haben, da wir fast alle Passagiere näher kennen lernen und zusätzlich Libby, die sich außerhalb des Autos befindet, legt das Buch ein gutes Thempo vor. Das sorgt auch dafür, dass die Spannung immer oben bleibt und ich in den Genuss eines wunderbaren Pageturners gekommen bin. Zudem ist es nicht so unrealistisch und weit hergeholt, wie ich bei "The One" oft das Gefühl hatte. Autonome Fahrzeuge gibt es heutzutage schon teilweise und die Forschung schreitet mit großen Schritten voran. Ebenso wie das Internet und die damit verbundene Anonymität der User, die daher schnell zu Mitläufern werden. Fazit Mir hat "The Passengers" richtig gut gefallen. Einzig das Ende war mir dann doch ein bisschen zu übertrieben, da hätte man die letzten Kapitel lieber weglassen sollen. Ansonsten vollste Empfehlung für spannende Lesestunden.

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John Marrs hat sich in seinem neuen Thriller die umstrittene Thematik des autonomen Fahrens vorgeknöpft und ein unter die Haut gehendes „Was wäre, wenn…“-Szenario geschaffen. Im ersten Kapitel lernen wir Claire kennen, eine junge, hochschwangere Frau, die sich in ihr neues, selbstfahrendes Auto setzt, welches sie – zuverlässig wie sonst auch – zur ins Navi einprogrammierten Adresse bringen soll. Doch kaum hat sich das Fahrzeug in Bewegung gesetzt, hört Claire eine ihr unbekannte Stimme über die Lautsprecher des Autos. »Guten Morgen, Claire. Sie dürften bemerkt haben, dass sich Ihr Fahrzeug nicht mehr unter Ihrer Kontrolle befindet. Ab sofort bestimme ich, wohin Ihre Fahrt geht. Im Augenblick gibt es nur eines, das Sie wissen sollten: In zwei Stunden und dreißig Minuten sind Sie höchstwahrscheinlich tot.« Panisch versucht Claire das Fahrzeug anzuhalten, die Türen aufzureißen und das Navi umzuprogrammieren, doch alle Versuche bleiben erfolglos. Sie hat keinerlei Kontrolle mehr über ihr Auto und muss sich ihrem Schicksal ergeben. Doch nicht nur sie. Sieben weitere Passagiere erhalten die gleiche Botschaft des Hackers, der sich nicht nur in ihre Fahrzeuge gehackt hat, seine kriminellen Machenschaften ziehen weit größere Kreise. Das perfide an der ganzen Situation ist, dass der Unbekannte seinen Hackerangriff live ins Internet streamt. Aber nicht nur das, er bezieht die Menschen vor ihren Smartphones und Bildschirmen direkt mit ein. Sie dürfen entscheiden, wer diese Fahrt überlebt und welche Passiere in den Tod geschickt werden. Eine unheimlich gruselige Vorstellung, in seinem eigenen Auto gefangen zu sein und keinerlei Kontrolle darüber zu haben, wohin es fährt, oder? Mich hat dieser Gedanke ziemlich erschreckt. Noch mehr ging mir jedoch das ganze Drumherum unter die Haut, denn John Marrs hält unserer modernen „Social media“-Gesellschaft gekonnt und verdammt schmerzhaft den Spiegel vor. Sensationslüstern, hemmungslos, pietätlos, nach Unterhaltung lechzend – sind wir so wirklich? Ganz ehrlich, es tut weh, sich dieser Frage zu stellen und sie ehrlich zu beantworten. Sich sein eigenes (Online-)Verhalten immer wieder bewusst zu machen, ist heutzutage wichtiger denn je. Aber kehren wir zurück zum „Aufhänger-Thema“, nämlich das autonome Fahren. Übt der Autor Kritik an der Entwicklung dieser neuartigen Technologien? Ja, definitiv, dennoch lässt er auch all die positiven Aspekte, die diese Entwicklung mit sich bringt, nicht unerwähnt. Seit es (in seiner fiktiven Geschichte) selbstfahrende Autos gibt, ist die Anzahl an Unfällen massiv zurückgegangen. Groß Britanniens Straßen sind um einiges sicherer geworden. Den typischen Autofahrer, wie wir ihn kennen, gibt es nicht mehr. Für die Passagiere ist Autofahren zu einer angenehmen, entspannten und stressfreien Art zu reisen geworden. Zeitung lesen, am Laptop arbeiten, Alkohol trinken, schlafen – all das ist kein Problem mehr, selbst Kinder können sich ohne Aufsicht in ein Auto setzen und werden zuverlässig und sicher von A nach B gefahren. Doch was passiert in den wenigen Fällen, in denen es doch mal zu einem Unfall kommt? Ein Hund rennt auf die Straße und das Auto kann nicht mehr rechtzeitig bremsen. Wie reagiert es? Weicht es nach links oder rechts aus? Links läuft auf dem Gehweg ein alter Mann, rechts fährt der Gegenverkehr. Die KI erfasst und berechnet alle Faktoren in Windeseile und trifft schließlich eine Entscheidung: natürlich wird der Hund überfahren. Doch spielen wir ein bisschen mit diesem Szenario. Es läuft kein Hund auf die Straße, sondern ein Kind. Wie „reagiert“ das Auto jetzt? Und was ist, wenn eine weiße Frau vor das Auto läuft und links ein Mann mit schwarzer Hautfarbe läuft? Wie entscheidet sich die KI nun? Darf man diese moralische Entscheidung überhaupt von einer Technik treffen lassen? Sie komplett aus der Hand geben? John Marrs weiß ganz genau, wie er seine Leserinnen und Leser an seine Geschichte fesseln kann. Nicht nur mit solchen Konflikten und Fragen, sondern auch mit seinem nervenaufreibenden Plot, in dem gefühlt hinter jeder Straßenecke eine weitere Überraschung lauert. Unaufhaltsam treibt er seine Todesfahrt voran, nimmt seine Leserinnen und Leser mit, fesselt sie an sein Buch, konfrontiert sie mit aktuellen Themen, moralischen Fragen und schmerzhaften Erkenntnissen. Eine liebe Freundin, mit der ich dieses Buch zusammen gelesen habe, meinte atemlos „Ich habe das Gefühl, der Autor haut mir seine Geschichte um die Ohren.“ – und genau so ist es. Denn trotz der großen Portion Gesellschaftskritik, die er übt, verliert John Marrs niemals seinen Thriller aus den Augen. Kurze Kapitel, zum Teil mit Cliffhangern versehen, unerwartete Plot-Twists und Spannung zum Nägelkauen – all diese Mittel gehören zum typischen Handwerk eines Thrillerautoren und John Marrs beherrscht sie bravourös. Für mich wurde „The Passengers“ dadurch zu einem der besten Thriller, die ich je gelesen habe. Auch wenn ich am Ende ein Kapitel viel zu weichgespült und als absolut unnötig empfinde, fällt dieser kleiner Kritikpunkt nicht wirklich ins Gewicht. John Marrs hat mich mit „The Passengers“ begeistert, mitgerissen, gefesselt, beeindruckt und absolut überzeugt… zwischendurch sind bei mir sogar Tränen geflossen – welcher Thriller schafft das schon? Eine uneingeschränkte Leseempfehlung, wenn nicht sogar eine Lese-Aufforderung. Ich wünsche euch spannende Lesestunden mit diesem genialen Thriller!!

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„The Passengers“ ist ein Near-Future-Thriller, der in der nicht allzu fernen Zukunft in England spielt und sich mit dem Autonomen Fahren und dessen Auswirkungen beschäftigt. Im Buch werden acht Personen in ihren autonomen Fahrzeugen entführt. Diese Entführungen werden live im Internet übertragen und die Zuschauer haben die Wahl, welcher der Passagiere am Ende überleben wird. Ich bin eigentlich überhaupt kein Fan von Thrillern. Trotzdem haben mich der Aufbau der Geschichte und die Technologieaspekte gereizt und ich bin so froh, dass ich mich entschieden habe dieses Buch zu lesen! Wenn ihr also Respekt vor dem Genre Thriller habt, aber euch gesellschaftskritische Bücher mit einem nicht zu verachtenden Technologie-Anteil interessieren, gebt dem Buch doch mal eine Chance. Es lohnt sich! Anfangs wird der Leser direkt in die Handlung geworfen und mit den verschiedenen Charakteren bekannt gemacht. Dabei wechselt in jedem Kapitel die Perspektive. Damit hatte ich anfangs meine Probleme, weil es einfach sehr viele Informationen auf einmal waren. Später fand ich diesen Aufbau aber sehr interessant und auch wichtig für die Geschichte. So bekommt der Leser immer einen Einblick in die Gedanken der Protagonisten und kann für sich selbst abwägen, ob man den Geschehnissen Glauben schenken will, oder nicht. Durch den abwechslungsreichen Schreibstil konnte ich mich gut mit den verschiedenen Perspektiven anfreunden. Und, obwohl meistens mehrere Charaktere gleichzeitig im Vordergrund standen, hat der Autor es geschafft jede Figur auszuarbeiten und ihnen Tiefe zu geben. So viel es mir als Leser leicht eine Verbindung zu den Charakteren aufzubauen. Aber nicht nur die Charaktere, sondern auch die Handlung an sich war vielschichtig. Die Handlungsstränge waren an vielen unvorhergesehenen Stellen miteinander verknüpft und hatten einige Plottwists in petto. Manchmal saß ich minutenlang vor dem aufgeschlagenen Buch und habe versucht mit den neuen Informationen die vorherigen Situationen zu analysieren und zu durchschauen, was mir entgangen sein könnte. Und manchmal war ich auch einfach geschockt. Es wurden so viele Emotionen rübergebracht. Ich habe beim Lesen gelacht, gestaunt, mich geekelt, erschrocken und geweint. Dieses Buch hat für eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle gesorgt. Die Spannung der Geschichte wurde bis zur letzten Seite aufrecht gehalten und ich habe richtig mitgefiebert, welcher der Passagiere überleben würde. Trotzdem hätte ich überhaupt nicht mit dem Ende gerechnet. Wie schafft man es den Leser mit einem Ende zu überraschen, obwohl schon angekündigt ist, was passieren wird? Ich war am Ende auf jeden Fall baff. Außerdem hätte ich gerne noch einen Teil der Geschichte. Und das Ende hat ja auch eine Fortsetzung angeteasert, oder? Auf jeden Fall werde ich mir demnächst „The One“, ein anderes Buch des Autors, zulegen, da hier ein paar Anspielungen darauf gemacht wurden und ich jetzt unbedingt mehr von John Marrs lesen muss! „The Passengers“ ist für mich eine absolute Leseempfehlung.

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Das ich mal von einem Near-Future-Thriller schwärmen werde, hätte ich niemals erwartet. 8 Menschen in 8 autonom fahrenden Autos und ein Hacker hat die Kontrolle über die Fahrzeuge übernommen. Alle, bis auf eine Person, werden sterben. Nur wer die meisten Stimmen erhält wird überleben und alles wir in den Medien übertragen. Anfangs hatte ich wegen der vielen Personen und Namen Probleme zu verstehen, wie alles zusammenhängt. Das war aber zu dem Zeitpunkt in dem Buch wirklich egal, denn es ist so schnell, voller Wendungen und niemand scheint zu sein, wer er vorgibt zu sein. Während der "Amok-Fahrt" werden die dunkelsten Geheimnisse der Passagiere der Öffentlichkeit gezeigt und es hat mich schockiert, wie verurteilend die Menschheit ist und wie schnell die Meinung durch Social Media gebildet wird. Ich fand es großartig, wie der Autor die Gesellschaft so böse zeigen konnte, ohne das ich das Gefühl hatte, es wäre überzogen. "The Passengers" ist böse, kritisch, schockierend und unfassbar gut. Eine ganz klare Leseempfehlung für jeden Thrillerfan.

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Wie sieht unsere künftige Mobilität aus? Und welche Tücken stecken in solch einer Zukunftstechnologie, die heutzutage intensiv von den Großen der Branche erforscht wird? Im Mittelpunkt des neuen Thrillers von John Marrs stehen die selbstfahrenden Autos, das moralische Dilemma der Softwareprogrammierung im Falle eines Unfalls und die Auswirkungen der sozialen Medien im Allgemeinen. +++ Zukunftstechnologie +++ Der mehrteilige Aufbau des Buchs ist sehr gut gelungen und mit jedem Teil sind dem Leser diverse Überraschungen sicher. Es beginnt mit der Vorstellung der Personen, die in den selbstfahrenden Autos eingesperrt sind und in welcher Lebenslage sie sich befinden. Anschließend kommt “der Hacker” ins Spiel und der interessante Part beginnt. Allen Insassen wird mit dem Tod gedroht und eine Kommission wird dazu genötigt, sich für eine Person zu entscheiden, die überleben darf. Das Tückische dabei ist, dass nur begrenzte Informationen zur Verfügung stehen. Und damit ist der Leser genau in dem Dilemma der selbstfahrenden Autos, die in Grenzsituationen sich dafür entscheiden müssen, einer Person auszuweichen und möglicherweise eine andere zu gefährden oder eben nicht. Damit es spannend bleibt, füllt Marrs allerdings zahlreiche Wendungen ein und sorgt so für einige Ah-ha-Effekte – und das führt sich fort bis zur letzten Seite. Diese zahlreichen Wendungen sind es dann auch, die den Near-Future-Thriller so interessant und lesenswert machen. Als Leser weiß ich nicht, welche Überraschung das nächste Kapitel für mich bereithält. Auch die Darstellung des “Mobs der sozialen Medien” ist sehr treffend angesichts der Gewaltorgien der Bevölkerung in allen Herren Länder, wenn auch ein wenig überzeichnet. Wer den Thriller “The One – Finde dein perfektes Match” gelesen hat, wird sich sicherlich an dem Wiedersehen mit dieser Partnervermittlung erfreuen. Allerdings muss man das Buch nicht gelesen haben, um sich hier zurecht zu finden. +++ Fazit +++ “The One” hatte mir schon sehr gut gefallen und “The Passenger” steht diesem Buch in nichts nach. Sowohl die Komposition als auch die “Besetzung” sind sehr gut gelungen und lädt den Leser dazu ein, sein Verhalten in den sozialen Medien zu hinterfragen und sich ein paar Gedanken zu dem “Moraldilemma” der selbstfahrenden Autos zu machen.

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