Leserstimmen zu
Die unglaubliche Flucht des Uriah Heep

H.G. Parry

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ᴍᴇɪɴᴇ ᴍᴇɪɴᴜɴɢ: Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht damit gerechnet hatte, dass das Buch so dick ist und war daher auch echt anfangs etwas skeptisch, obwohl mich der Klappentext total angesprochen hat. Das Buch hat eine ganz ähnliche Thematik wie Tintenherz. Ein Professor namens Charley, der Charaktere aus Büchern lesen kann. Klingt super, oder?! Aber das kann auch ganz schön gefährlich werden. Hier wird man in eine Welt voller Geheimnissen, ganz vielen Büchern und literarischen Figuren entführt. Der Schreibstil war sehr flüssig zu lesen und im Ruck hatte man ein paar Seiten, ohne es so wirklich gemerkt zu haben. Trotzdem hatte ich das Gefühl, nie wirklich voran zukommen, was daran gelegen haben könnte, dass die Seiten ziemlich kleingedruckt sind. Die Geschichte hat es aber echt in sich. Erzählt wird aus der Sicht von Rob, dem Bruder von Charley. Die Perspektiven wechseln auch durch, sodass man einen guten Einblick in die Gedanken der Charaktere bekommt und ab und zu auch mal einen Blick in Charley Sutherlands Tagebuch werfen kann. Es geht in diesem Buch um Klassiker, wie die von Dickens usw. Da denkt man sich doch erst mal: Mhh, ist das nicht irgendwie langweilig? - Nein definitiv nicht. Der Autor schreibt hier humorvoll, aber auch trotzdem sehr spannend. Es gab auch ein paar überraschende Plot Twists, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Die Charaktere wurden mit einer ordentlichen Portion Charme ausgestattet, sodass man sie einfach nur mögen muss! Den Hintergrund der literarischen Figuren muss man vorher nicht kennen und kann sich durch die genauen Beschreibungen alles sehr gut vorstellen! Ich hätte mir auch mal gewünscht, eine Sicht von Charley zu lesen, weil ich ihn eigentlich schon von Anfang an in mein Herz geschlossen habe. Ich möchte unbedingt auch ein ganzes Haus voller Bücher haben und diese um mein Bett herum stapeln!😂💪🏼 Das Buch hat mich richtig neugierig auf Uriah Heep gemacht, weil er dort auch sehr genau beschrieben wurde. Und dann war ich irgendwann war ich so weit...und hab ihn gegoogelt.😂Ganz hässlicher Typ sag ich euch!😂😂 Aber jetzt werden wir mal wieder ernst. Nach diesem Buch habe ich jetzt richtig Lust bekommen einen Klassiker zu lesen! Diese brillante Geschichte sollte man auf keinen Fall verpassen. 5/5⭐️

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Meine Meinung Mich hat bei diesem Buch, zuerst das Cover und der ungewöhnliche Titel auf sich aufmerksam gemacht. Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich, dass es was für mich ist. Als Leseliebhaber, ist es eine tolle Vorstellung, Dinge und Charaktere aus einem Buch herauslesen zu können. Es hat mich zuerst auch etwas an "Tintenherz" von Cornelia Funke erinnert, wo die Hauptperson auch dieses Talent hat. Doch wartet Titel mit einer ganz eigenen Umsetzung auf, die sich von dem Werk stark unterscheidet. Zuerst einmal ist die Zielgruppe eher auf Erwachsene gerichtet aber natürlich können auch begeisterte junge Leser zu diesem Buch greifen. Die Story spielt sich an einem meiner liebsten Orte auf dieser Welt ab, Neuseeland. Um spezieller zu werden, in der Hauptstadt Wellington. Da ich selber öfter dort war, konnte ich mir vieles visuell genau vor Augen führen. Was bei mir ein ungemeines Fernweh ausgelöst hat und ich nun gerne wieder dorthin reisen möchte. Als Hauptcharaktere sind die beiden Sutherland Brüder aber auch die anderen Figuren dürfen jeweils mal als Geschichtenerzähler fungieren, wodurch auch die anderen Sichten zu Wort kommen. Denn auch wenn die Stadt nun nicht so groß ist, sind es doch verschiedene Handlungsorte, die man dadurch besser im Überblick hat. Nach und nach erfährt man mehr über die Brüder und deren Familiengeschichte aber auch über die Straße. Die Straße, ist der Rückzugsort für literarische Buchfiguren und geradewegs aus einem Dickens Roman. Der Autor und seine Romane stehen sehr im Fokus der Geschichte und viele Gestalten oder Orte kennt man daraus. Die Romanfiguren, machen richtig Lust, die Klassiker herauszuholen und mit dem Lesen zu beginnen. Bei manchen war mir die Vorlage auch bekannt, wodurch ich die Hintergrundgeschichte des Charakters kannte. Wenn die Figur herbei gelesen wird sie je nach Interpretation, des Lesers verändert aber manche Charakterzüge bleiben bestehen. Der Spannungsbogen, war es am Anfang sehr spannend aber der Mittelteil, hat sich ein bisschen gezogen und dadurch habe ich es zuerst zur Seite gelegt. Als ich dann weitergelesen habe, kam es zu einer krassen Wendung, die ich nicht ganz erwartet habe. Danach habe ich es sehr schnell beendet und kann sagen, es hat mir gefallen. Fazit "Die unglaubliche Flucht des Uria Heep", entführt einen in die Stadt Wellington aber auch in das dickensche London. Bevölkert mit zwielichtigen Gestalten und dem einen oder anderem Helden. Es war manchmal etwas durchwachsen aber im Ganzen, hat es mir gut gefallen.

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Für mich hörte sich der Klappentext zwar interessant und gut an, ein wenig wie Tintenherz, aber das was ich dann bekommen habe, habe ich echt nicht erwartet. Ich liebe dieses Buch! Der Schreibstil lässt sich sehr schön lesen, man fliegt geradezu durch die Seiten und das Buch scheint echt keine 600 Seiten lang zu sein. Es ist sehr fesselnd und auch informativ, ohne zu kompakt zu sein. Die Erzählperspektive fand ich sehr spannend, denn obwohl Charley die eigentliche Hauptfigur bzw. der Held der Geschichte ist, wird zu keiner Zeit aus seiner Sicht erzählt. Die meiste Zeit erfährt man die Geschichte aus der Sicht seines Bruders Rob, was ich sehr spannend fand, da es auch mal etwas ganz anderes ist und man einen ganz neuen Blickwinkel auf das Geschehen bekommt. Die Figuren fand ich alle richtig gut, sie sind super kreativ und einzigartig gestaltet und die meisten (außer eben die Bösewichte) schließt man schnell ins Herz. Der Handlungsstrang ist außerdem der Wahnsinn. Vom Klappentext her würde man nie eine solche Geschichte erwarten. Sie ist super komplex und die Idee sehr kreativ und war total nach meinem Geschmack. Ich fand es einfach nur genial. Mehr will ich nicht sagen, da ich es so spannend fand erst nach und nach in diese Welt einzutauchen und alles zu erfahren. Die Geschichte ist durchgehend spannend und hat immer neue Wendungen bereit, sodass es nie langweilig wird. Auch das Ende hat mir super gefallen, es hätte meiner Meinung nach nicht besser ausgehen können, ein super Abschluss. Ich kann echt gar nichts an dem Buch aussetzten, außer vielleicht dass mir Rob zwischendurch ein klein wenig auf die Nerven ging, weil er teilweise eben ein kleiner Feigling ist. Das fand ich aber voll ok und hat der Geschichte auch keinen Abbruch getan. Eine absolute Leseempfehlung, es ist spannend, interessant, super kreativ und einfach nur schön!

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Als erstes muss ich hier wieder sagen, ich liebe Geschichte die sich um Bücher drehen, und genau aus diesem Grund freut ich mich so auf dieses Rezensionsexemplar! Nicht nur das mich das Cover sehr angesprochen hat, denn das find ich wirklich toll, nein, auch die Zusammenfassung, also den Teil den ich gelesen hatte, fand ich schon mega spannend. Und so hab ich mich sehr gerne in diese Geschichte gestürzt ohne zu wissen was mich hier wirklich erwartet. Was ich auch toll finde ist, das der Originaltitel genau gleich lautet. Und das merkt man der Geschichte auch an, denn meist sind die deutschen Titel meist nicht so treffend wie das Original. Die Autorin, H. G. Parry, kannte ich bis jetzt nicht. Soviel ich weiss ist dieses Buch ihr zweites, das erste wurde glaub ich gar nie übersetzt. Aber ich hoffe das sich das vielleicht ändert, denn ich mag ihren Schreibstil, ihre Fantasy. auch wenn er locker ist, kann man das Buch nicht einfach so durchlesen, find ich. Nicht nur darum dauerte es dieses mal etwas länger bis ich die 600 Seiten durch hatte. Das Buch hat mich ziemlich schnell an die Tintenwelt-Bücher erinnert, ne ich hab sie nicht gelesen. Ich hab nur mal den ersten Teil als Verfilmung gesehen. Ich kann also nicht wirklich sagen ob es viele Ähnlichkeiten hat, aber irgendwie muss es ne Ähnlichkeit geben, sonst wär mir das nicht in den Sinn gekommen. Aber weiter mit dem Schreibstiel, H. G. Parry hat sich dazu entschieden die Geschichte des Charles Sutherland aus Wellington – Neuseeland, hauptsächlich aus der Sicht des Bruders zu erzählen. Was ich aber irgendwie noch spannend fand. Klar kommt auch Charly selber zu Wort aber eben, Robert ist eigentlich der Geschichten Erzähler. Durch ihn erfahren wir auch mehr über die Kindheit von ihnen beiden und was so passiert ist. Die Autorin schafft es gleich mit der ersten Seite einen für sich, die Geschichte, einzunehmen. Wass ist dass denn für eine tolle Begabung…? Findet ihr nicht? Also ich hab auch gleich überlegt wen ich denn so gerne herbei lesen würde! Da gäbe es sicher einige spannende Persönlichkeiten aus Historischen Büchern, wie bei mir Ramses, Hatschepsut, Nofretete oder auch Tut. Oder wie wärs mit mystische Wesen? Oder gar Götter? Doch in der Geschichte erfahren wir das dies nicht immer nur eine tolle Sache ist. Denn die Wesen, die Charly so herbei liest, werden durch seine Interpretation geformt. Und sind nicht nur reine Werke der Autoren die sie geschrieben haben. Also weiss man nie so genau was da aus den Bücher hervor tritt. Also, will ich das? Ich möchte mich ja dann nicht mit einem bösen Elf rumschlagen müssen oder mit einem psychopathischen Pharao 😂 Was Charly angeht, ist er mir sehr ans Herz gewachsen. Er hat was von einem zerstreuten Professor, leicht chaotisch aber ich fand ihn echt Liebenswert, auch wenn Robert, sein Bruder echt nicht grade nett über ihn spricht und manchmal auch nicht viel von ihm zu halten scheint. Er würde lieber sein „langweiliges“ Leben führen können ohne sich immer um seinen kleinen Bruder kümmern zu müssen. Aber wenn man genau hin hört, merkt man das er dennoch an ihm hängt. darum entscheidet er sich wohl auch, seinem Bruder zu helfen als alles eine unerwartete Wendung nimmt. Denn die eine Romanfigur, Uriah, sagte etwas merkwürdiges, kryptisches, was sie erst versucht haben zu ignorieren, doch schon bald nicht mehr zu ignorieren ist. Dinge passieren in Wellington… Strassen tauschen auf die nicht da waren, Häuser, ein ganzes Wohnviertel… Und weitere Wesen aus diversen Büchern. Meist geht es um die Zeitspanne aus der viktorianischen Zeit. Daher treffen wir hauptsächlich Wesen aus dieser Epoche, aber keine Angst, man muss die Bücher nicht gelesen haben um die Geschichte und Zusammenhänge zu verstehen, denn auch wenn man sie nich Gelsen hat, hat man schon von ihren Gehört und weiss meist um was es im Groben in den Büchern geht, also ich geh jetzt mal von uns Bucherwahnsinnigen aus 🙈 Aber auch wenn du kein grosser Leser bist oder ne grosse Affinität zu Büchern hast, die Autorin erklärt da einiges. Es ist alles auch dann noch sehr spannend und witzig. Die Geschichte ist eins meiner Highlight dieses Jahres. Danke also das ich diese Geschichte lesen durfte liebes Bloggerportalteam! H. G. Parry hat es geschafft eine einzigartige Welt mit vielen herbei gelesenen Wesen zu erschaffen die wirklich gut herausgearbeitet sind. Eine komplexe Geschichte in einer komplexen Welt. Also ehrlich, da wär ich gerne dabei gewesen! Es war sehr spannend zu sehen wie die Wesen in der realen Welt agieren, auch untereinander. Charley ist nicht nur über sich selber hinausgewachsen sondern im Verlauf der Geschichte hat er auch seine Gabe verbessert und verfeinert und diese wirklich geschickt eingesetzt. Denn es ging nicht nur darum einfach ein Wesen oder ein Gegenstand herbei zu lesen sondern vor allem das richtig im richtigen Moment. heisst, er musste wissen welches Buch er dazu verwenden muss. Wie ihr sehr, wirklich komplex die ganze Sache. Ich muss ja gestehen, ich hab bis jetzt noch keinen einzigen „Klassiker“ der in diesem Buch vor kommt gelesen. Eines steht zwar auf meinem SuB, schon laaange und zwar Das Bildnis des Dorian Gray“. Aber ich hab einfach zu viel Respekt davor, keine Ahnung warum. Aber es hat mich dran erinnert das ich das mal ändern sollte. Ich hab mich wirklich amüsiert und es hat Spass gemacht mich der Geschichte von Robert, Charly und den Anderen anzuschliessen. Mein Fazit Nicht nur ein buch für alle Liebhaber von Geschichten über Bücher, nein, ich kann es wirklich jedem ans Herz legen. Es ist spannend, witzig und es ist auch eine schönen Geschwistergeschichte und das Thema Freundschaft kommt sicher auch nicht zu kurz.

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Seit ich vor vielen Jahren durch Funke's Tinten-Trilogie die Liebe zum Lesen entdeckt habe, freue ich mich immer Bücher zu lesen, in welchen die fiktiven Charaktere aus ihren Geschichten schlüpfen können und so zum Leben erwachen. Demnach kam ich an "Die unglaubliche Flucht des Uriah Heep" nicht vorbei, auch wenn die Geschichte, welche mich hier erwartet hat, anders war, als der Klappentext vermuten ließ.  Robert und Charles Sutherland sind Brüder, die scheinbar nicht mit und nicht ohne einander leben können. Sie brauchen sich und auch, wenn sie das niemals zugeben würden, fehlt ihnen etwas, wenn der andere nicht in greifbarer Nähe ist. Doch Charles, welchen alle nur Charly nennen, ist anders als sein Bruder. Er hat die Gabe die Figuren aus seinen Büchern zum Leben zu erwecken - ob gewollt oder ungewollt spielt dabei keine Rolle, denn plötzlich stehen sie einfach neben ihm. So auch Uriah Heep, der Bösewicht aus Dickens Werk "David Copperfield" und im Gegensatz zu anderen Charakteren möchte dieser nur ungern zurück in seine Geschichte verschwinden. Ein Abenteuer beginnt, denn nun heißt es für die Brüder den "Beschwörer" zu finden, dass ihre Welt, wie sie sie kennen, nicht plötzlich ein böses Ende findet. Dieses Buch zu lesen war anders als so viele Bücher, die ich vorher zur Hand genommen habe. Es besticht nicht nur durch seine Länge, denn mit knapp 600 Seiten und - für mein Empfinden - relativ klein gehaltener Schrift, taucht man in eine Welt ab, welcher man als Leser nicht mehr so schnell entfliehen kann. Ich bin es nicht gewohnt, solch dicken "Schinken" zu lesen und so war es schon eine kleine Überwindung damit zu starten - auch wenn ich mich direkt in das Cover verliebt hatte und unbedingt wissen wollte, was mich dort wohl erwarten würde. H.G. Parry hat einen unglaublich humorvollen und doch fesselnden Schreibstil, welcher das Lesen des Buches so leicht macht. Man flog nur so durch die Seiten und wollte immer weiter lesen um zu erfahren, wohin die Reise wohl führen würde. Klar hatte es auch seine Längen, was bei der Dicke des Buches nicht all zu verwunderlich ist, jedoch hatte man nicht das Gefühl in der Geschichte auf der Stelle zu treten und nicht weiter zu kommen. Es war durchweg spannend und ließ uns als Leser in eine Welt eintauchen, die man so schnell nicht wieder vergisst. Charly war für mich ein Protagonist, den ich einfach nur knuddeln wollte. Er war auf eine sehr liebenswerte Art und Weise tollpatschig und verpeilt und das machte es mir als Leser es sehr leicht, ihn auch zu mögen. Robert wirkte dagegen auf den ersten Blick etwas hart und abgestumpft, jedoch merkte man schnell, wenn man es denn zugelassen hat, dass unter dieser harten Schale einfach die Sorge um seinen Bruder einen großen Platz eingenommen hat und er für Charly nur das Beste wollte. Was ich ein wenig zu bemängeln habe - mir aber das Lesevergnügen deshalb nicht weniger Spaß gemacht hat - ist, dass man zeitweise das Gefühl hatte, jedes Werk von Charles Dickens kennen zu müssen, um die Verbindungen der Buchcharaktere auch wirklich verstehen zu können. Diese Bücher spielen eine elementare Rolle im Geschehen und es ist definitiv nicht von Nachteil, wenn man die Geschichten kennt und weiß, wie sie zusammen gehören. Ansonsten kann ich zu dem Buch nur sagen, dass ich es immer wieder lesen würde und demnach jedem empfehlen kann, der gern auf Abenteuer mit bekannten Buchcharakteren geht.

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Was uns erstmal so fesselte: Ein Protagonist, der Figuren oder Dinge aus Büchern „herauslesen“ kann. In dem beschriebenen Abenteuer liest er Uriah Heep aus Charles Dickens‘ „David Copperfield“.. Ok wir müssen gestehen, dass wir nicht so sehr in der klassischen Literatur unterwegs sind und Uriah Heep erstmal googlen mussten, ABER: herauslesen? Herauslesen und Abenteuer mit Romanfiguren klingt doch super! Ein Glück bewahrheitete sich hier unser erster Eindruck und zwar die kompletten 600 Seiten lang. Und hier sollte zum ersten Mal der Autorin Respekt gezollt werden, auch wenn es bei weitem nicht meine Art ist großes Lob auszusprechen ohne nicht doch das ein oder andere Haar in der Suppe finden zu sollen. An dieser Stelle jedoch: Ehre wem Ehre gebührt! 600 Seiten Erzählfluss ohne Durststrecke, ohne Handlungsloch, ohne unnötig Nebenschauplätzen. Die Doktrin von Dickens – „jedes Wort in einem Buch hat seinen Sinn“ – wurde im Aufbau, dem Plot und sämtlichen Handlungsfäden bibliophil gelebt. Eine Geschichte, durchdacht bis zum Ende. Die Geschichte selbst überraschte übrigens auch sehr. Im Gegensatz zum Klappentext vermochte sie mit einem Abenteuer vieler Romanfiguren zu überzeugen. Uns liefen Dorian Grey, Sherlock Holmes und Lady MacBeth über den Weg. Ein besonderes Highlight war auch die Erwähnung der wütenden, explodierenden Anna Karenina oder den dauerhaft grummeligen Heathcliff aus Sturmhöhe. Jede Figur war detailreich gezeichnet und trug ihren Teil zur Geschichte bei. Im Großen und Ganzen geht es darum, dass in der realen Welt einige Romanfiguren leben, die herausgelesen wurden. Sie leben an einem eigenen Ort, welcher in Gefahr ist und von Charley, Rob und Konsorten beschützt werden will. „Ein Ort, welcher […] beschützt werden will“ ? Eigenartige Formulierung – so denkt ihr? Mitnichten! Nach der Lektüre dieses Buches sind wir uns einer Sache bewusst: Es vermag viel literarisches Können Figuren zu erschreiben, die andere Autoren geschaffen haben und sie so authentisch erscheinen zu lassen. Aber es bedarf noch einiges mehr eine Straße aus einer Zeit zu erschaffen, die uns selbst auch nur aus Erzählungen geläufig ist und diese so lebendig und voller Charakter zu schreiben, dass man sich selbst fast in dieser Straße verliert. Dafür brauch es nicht nur literarisches Geschick, sondern auch Stil. Apropos Stil. Vom Erzählstil waren wir zunächst sehr überrascht. Anstatt uns in der Haut des „Herauslesers“ Charley Sutherland zu befinden, wurde die Geschichte von seinem Bruder Rob (ohne besonderen Fähigkeiten) erzählt. Direkt auf den ersten Seiten macht er als erzählender großer Bruder deutlich, wie genervt er eigentlich von der Gabe von Charley ist. Und ja, wir konnten jeden Satz mitfühlen. Charley war und ist das Wunderkind der Familie. Studium in Oxford und Doktortitel mit 26 Jahren. Klingt nach einem Überstreber, stellt sich jedoch im weiteren Verlauf als ein Riesenchaot heraus. Wirklich sehr schön gemacht. Wir konnten uns sowohl in den einen als auch in den anderen Charakter komplett hineinversetzen. Die Perspektive, aus der meist erzählt wird, ist die des Bruders Rob. Doch ab und an kommen wir in den Genuss in den Kopf des Literaturgenies zu schauen – Tagebucheinträge eines 12 jährigen Genies haben ihren Reiz. Gerade wenn hoch intellektuelle Sichtweisen auf kindliche Naivität treffen, kommt man aus dem Staunen nur schwer heraus und ist umso mehr gefesselt von diesem Buch. Auch toll war das Setting der Geschichte. Anstatt die üblichen, ausgelutschten Orte Europas spielt dieses Werk in einem Ort in Neuseeland. Landestypische Aspekte, die auch überraschen, finden hier genauso Einzug in die Geschichte, wie die Romanfiguren aus England. Absolut gelungene Verknüpfung von „Welten“. Man kann die maximale Begeisterung einfach nicht in Worte fassen. An diesem Werk war einfach alles gelungen. Dem ist nichts hinzuzufügen!

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Eine unglaublich faszinierende Geschichte! Das Buch konnte mich bis zur letzten Seite begeistern und unterhalten. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Rob, der der Bruder von Charley ist. Die Sichtweisen wechseln ab und zu, sodass man einen guten Einblick in die Gedanken weiterer Charaktere erhält. Alle Charaktere haben mich beeindruckt und wurden sehr interessant beschrieben. Die literarischen Figuren muss man zuvor nicht kennen. Sie werden alle individuell und oft auch witzig beschrieben. Mir hat der Aufbau der Handlung und vor allem die unvorhersehbaren Wendungen der Geschichte besonders gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und man fliegt quasi durch die Seiten. Wobei für meinen Geschmack einige Situationen zu detailliert beschrieben wurden und ich daher einen halben Stern abgezogen habe. Ansonsten habe ich nichts auszusetzen und finde, dass man dieses wunderbare Buch nicht verpassen sollte!

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Damit hätte Rechtsanwalt Rob nicht gerechnet, als ein nächtlicher Anruf seines Bruders ihn an dessen Seite ruft: Der Literaturprofessor Charley hat aus Versehen den Ganoven Uriah Heep direkt aus einem Dickens-Roman in das englische Institut in Wellington, Neuseeland gelesen! Und dann kündigt dieser Ganove auch noch eine Gefahr für die ganze Stadt an, ehe er wieder in sein Buch zurückgebracht wird. Gemeinsam müssen Charley und Rob der Sache auf den Grund gehen und stoßen auf einen geheimen Ort voller lebendiger Buchfiguren, werden vom Hund von Baskerville bedroht und müssen sich mit widerspenstigen Literaturinterpretationen herumschlagen. Natürlich darf auch der Superschurke nicht fehlen, und nur Charley kann ihn vielleicht aufhalten, denn der Ganove scheint es auf die Brüder abgesehen zu haben – und das, obwohl Charley seine Gabe sein Leben lang geheim halten musste ... H. G. Parrys Debütroman ist eine Liebeserklärung an die Literaturkritik sowie an die Werke von Charles Dickens, und das mit zauberhafter Leichtigkeit. Es erzählt nicht nur die Geschichten diverser Romanfiguren, sondern auch die Geschichte zweier Brüder, die unterschiedlich sein mögen, aber dennoch zueinander stehen. Das alles findet sein Zuhause im neuseländischen Wellington und vermischt sich mit dem viktorianischen England. Während wir zunächst noch skeptisch waren – immerhin sind wir mit Tintenherz großgeworden – merkten wir schnell, dass es sich hierbei um einen ernstzunehmenden, gut konstruierten Roman handelt. Parry gelingt es, Rob eine Stimme zu geben, die uns mitreißt. Seine Beziehung zu seinem Bruder wie auch den anderen Menschen in seinem Leben ist jederzeit schlüssig und nachfühlbar, und er erzählt mit einem etwas trockenen Humor, der jedoch keinen Zweifel an der Warmherzigkeit des Charakters lässt. Lediglich am Ende waren wir ein wenig genervt, dass Rob es nicht immer schafft, über seinen Schatten zu springen, und hätten uns gewünscht, dass er das eine oder andere mal ein wenig schneller geschaltet hätte. Davon abgesehen ist die Geschichte von vorne bis hinten rund und unsere Kritik ist wirklich Jammern auf hohem Niveau. Alle Werke Dickens' zu kennen, ist zum Glück keine Voraussetzung dafür, das Buch zu verstehen. Also keine Berührungsängste! Nicht jeden Charakter oder jedes genannte Werk zu kennen, mindert den Lesegenuss in keiner Weise. Auch wir waren diesbezüglich zunächst skeptisch, aber Parry baut das derartig elegant ein, dass es uns beinahe so vorkommt, als würden wir all die Werke kennen, die genannt werden. Auch andere Romanfiguren lassen sich blicken – über den Besuch von Mr. Holmes haben wir uns sehr gefreut –, aber das Hauptaugenmerk liegt klar auf Dickens. Wir haben die Charaktere wirklich ins Herz geschlossen und waren ein wenig traurig, als wir die letzte Seite gelesen hatten. Unser Fazit: Ein gelungenes Debüt! Wir sind gespannt, was Parry als nächstes herausbringen wird."Die unglaubliche Flucht des Uriah Heep" hat uns wirklich überrascht und uns sehr viel Freude gemacht. Außerdem haben wir Lust bekommen, selbst ein paar Dickens-Werke zur Hand zu nehmen und freuen uns darauf, die Lektüre dann noch einmal zu wiederholen. Deshalb vergeben wir 4 1/2 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

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