Leserstimmen zu
Der Choreograph

Håkan Nesser

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Wäre besser in der Schublade geblieben

Von: Christina Allyn aus Berlin

15.10.2020

Von diesem Nesser-Erstling kann man gut die Finger lassen. Besonders den Menschen, die in Büchern auch gern neuen realen Welten begegnen, ist abzuraten. Das Buch ist überwiegend zäh, irritierend und prätentios. Abschreckend sind Sätze wie -schönste Frau der Welt -Wir sind die ersten Menschen -die ersten Übermenschen -sind die Ersten auf der Welt -während dieser Stunden …. lernte ich alles über das Leben -könnte allen Menschen etwas von ihr abgeben (würde sie das wollen od. „alle Menschen“??) xmal: aber dennoch xmal: bereits Nesser schreibt von Liebe, wo es um Begehren und Sex geht. Im Nachwort schreibt Paula Polanski von „Selbstironie, bestechendem Humor, existenzielle Spannung, philosophische Gelasssenheit“. Vielleicht meinte sie ein andres Buch!? An den Verlag: Es fehlt oben übrigens ein Kästchen für "Ich bin Buchhändlerin"

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Der erste Nesser

Von: HEIDIZ

01.09.2020

Der Protagonist erzählt seine Geschichte ... Hakan Nesser fasziniert mich immer wieder, ich habe schon verschiedene seiner Bücher gelesen und bin immer wieder positiv überrascht. Es hat mich echt beeindruckt, dass ich dieses erste Buch lesen durfte. Zu seinem 70. Geburtstag für uns deutsche Leser eine super geniale Überraschung. Ich gestehe, die Handlung ist nicht ganz leicht zu lesen, mal nicht so nebenbei würde ich behaupten wollen, aber, wenn man sich darauf einlässt, dann ist es ein Genuss, der einen mitreißt, der einen spannend unterhält mit den Charakteren, die ich gut einzuordnen wusste und mit der spannend durchdachten Handlung, die mich hinein gezogen hat in Nessers Idee, und deren Umsetzung finde ich sehr gelungen. Ich finde den Schreibstil emotional, anders kann ich es nicht ausdrücken. emotional und fesselnd authentisch, als wäre man in der Handlung. Wer Hakan Nesser mag, dem lege ich dieses Buch unbedingt ans Herz.

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Wie soll das Ganze gedeutet werden?

Von: mapefue aus Kirchbichl

14.07.2020

Limitierte Sonderausgabe zum 70. Geburtstag - Håkan Nessers erster Roman erstmals auf Deutsch. Der Choreograph erschien 1988. Nessers Debütroman, eine Liebesgeschichte in Form eines Thrillers. David. 28 Jahre Junggeselle, zwei Jahre verheiratet und zehn geschieden. Kinderlos, mittleren Alters, physisch in guter Form, mit einem nicht wirklich unvorteilhaften Äußeren und einem akzeptablen finanziellen Status. Maria. Es war Frühling, der Winter war vorüber und jetzt geschah es: D. sah in einem Geschäft für Damenbekleidung die schönste Frau der Welt, in einem roten Kleid aus dünnem Baumwollstoff – und es überkommt ihn eine eigenartige Erregung, das kann schon mal vorkommen. Carlo und D.: Einfache Regeln. Nacht. Das Messer liegt zwischen beiden. Der erste der das Messer nimmt, kann den anderen töten. Der Roman hat viele lose Fäden, Maria mit Carlo, Ds späteren schriftlichen Notizen und die Ereignisse rundum. Nessers Erzählstil ist eigenartig. Ein richtiges selbstvergessenes Lesen kommt nicht auf, weil der Leser nach Anker sucht und dauernd mit Neuem konfrontiert wird: Seltsame Abkürzungen, Kollegen, Tierversuche in Klinik, Militär und Putsch, … Professor G, „wie soll das Ganze gedeutet werden?“ Am Ende wird sich der Leser die gleiche Frage stellen wie Professor G.

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Das war mein erstes Buch von Hakan Nesser und ich bin sehr beeindruckt. Das Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen, schlicht und trotzdem nicht so grell. Ich liebe diese hellen und dunklen Farben, und es wirkt sehr geheimnisvoll. Es handelt sich um eine Liebesgeschichte, die keine typische Liebesgeschichte ist, und am Ende bleiben für den Leser sehr viele Fragen offen. Geschrieben wird die Geschichte in der Ich-Perspektive, was ich total mag, man fiebert von Anfang an mit Protagonisten mit. Es ist sehr emotional und mit sehr viel Gefühl erzählt, dass es mich einfach trotz seiner Einfachheit total in seinen Bann gezogen hat. Fazit: Tiefgründig, ernst und voller Leben. Eine tolle Mischung aus Liebesdrama, ein wenig Krimi und ein wenig Mystery. Große Empfehlung meinerseits!

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Die Dinge sind, was sie sind, jedes ruht in seinem eigenen Wesen, unterschieden von den anderen und von meinem Bewusstsein. Der Choreograph ist der erste Roman von Håkan Nesser und erscheint zu seinem 70. Geburtstag erstmals auf Deutsch. Es ist die Geschichte von einem Mann und einer Frau, die sich am Ende eines langen Winters treffen und zueinander hingezogen fühlen. Als würden sie von einem unterbewussten Choreographen gelenkt, werden sie ein Liebespaar. Gemeinsam fahren sie zu einem abgelegenen Ferienhaus, doch immer wieder verschwindet die Frau, und bald versteht der Mann nicht mehr, was eigentlich passiert. Mit einfachsten sprachlichen Mitteln hat Håkan Nesser eine kraft- und eindrucksvolle Geschichte verfasst, die mich ob ihrer unnachahmlichen und einzigartigen Sprachgewalt in den Bann gezogen hat. Immer im Fokus der Geschichte ist die paradoxe Liebe des Mannes zu der geheimnisvollen Frau, die er nicht handhabbar machen kann. Die Beschreibung von kurzen Bruchstücken der Vergangenheit im Wechsel mit der Gegenwart unterstreicht die offensichtliche Verwirrung des Mannes, der in die Irre geführt wurde und schließlich vor einer schwerwiegenden Entscheidung steht. Die allmähliche Dechiffrierung der Handlungsorte und Personen hebt diesen Zustand noch zusätzlich hervor. Das Buch hat mich in seiner Gesamtheit auf sprachlicher und inhaltlicher Ebene enorm beeindruckt, und ich kann es sehr empfehlen. Vielen Dank an den btb-Verlag für das Rezensionsexemplar!

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„Der Choreograph“ ist Nessers erster Roman, erstmals erschienen 1988. 🇸🇪 „Ein Mann und eine Frau. Er sieht sie eines Tages, als der Winter vorbei ist; etwas zögerlich sucht sie ein Kleid in einem Laden aus. Sie gefällt ihm. Sie erwidert seinen Blick. So werden sie - gelenkt von einer unüberwindlichen Choreographie - zu einem Liebespaar. Fahren schließlich gemeinsam zu einem abgelegenen Ferienhaus. Aber warum verschwindet sie immer wieder? Und warum hält er auf einmal ein Messer in der Hand?“ - so der Klappentext. Der Choreograph ist ein ruhiges Werk. Den Namen des Erzählers erfahren wir nicht, auch nicht Orte oder Namen. Es ist alles sehr anonym gehalten. Er erzählt bruchstückhaft aus der Vergangenheit und Gegenwart. Deutet oft nur an. Ein Fixpunkt ist die intensive und giftige Liebe zu einer Frau. Der Erzähler erwähnt auch nicht wo genau er sich befindet, trotzdem beschreibt er die Umgebung so bildhaft, dass ich am liebsten dort wäre. Es ist ein ruhiger Roman voll mit Gedanken und Bildern. Er lässt viel offen und trotzdem ist es ein schönes Ganzes. Mir hat es sprachlich sehr gefallen und ich mochte vor allem die Stimmung. Ein wirklich ansprechendes Debut und schön, dass es nun auf Deutsch erschienen ist. Das Vorwort, das auf sein weiteres literarisches Schaffen Bezug nimmt, fand ich außerdem sehr interessant! ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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Das ist mein erstes Buch von dem tollen Autor und ich war total gespannt was mich erwarte.  Der Autor nah mich hautnah mit auf seine Reise. Ich durfte all seine Lebensituationen und Gedanken mit ihm teilen. Nur wer ist er ? Wo befinden wir uns? Wie lautet sein Name ? Alles sehr spannend, aufregend und geheimnisvoll.  Wir spüren Maria die Frau die plötzlich in seinem Leben auftaucht. Und wieder verschwindet...... Diese Anonymität ist sicher gewollt und passt zur Buchatmosphäre. Wir werden hier auf eine spannende, bildliche Reise mitgenommen. Der Autor schreibt auf eine sehr ruhige und philosophische Art und Weise. Er versteht sein Werk. Am Ende steht man mit noch tausend Gedanken mit seinem Buch im hier und jetzt und begreift das war es ..... es ist zu Ende erzählt .... es holt uns ein und lässt uns wieder zurück......

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Ich kann sagen, dass ich fast alle Bücher von Hakan Nesser gelesen oder als Hörbuchversion genossen habe. Ganz besonders in Erinnerung geblieben ist mir „In Liebe Agnes“, „Kim Nowak badete nie im See von Genezareth“ und natürlich die Van-Veetreren- und Gunnar-Barbarotti-Reihe. Nun feiert der Autor seinen 70. Geburtstag und aus diesem Anlass ist sein allererstes Werk „Der Choreograph“ nun auch auf Deutsch erschienen. Im Gegensatz zu manch anderem aus seiner Feder ist dieses Werk nur knapp 200 Seiten stark. Durch das Vorwort von Eugen G. Brahms aufmerksam geworden, dass man als fleißiger Leser der späteren Bücher von Hakan Nesser hier durchaus den einen oder anderen Aha-Moment durchlebt, war ich gespannt, ob es mir auch so geht... Im Klappentext des Buches gibt es einen Einblick in diesen Roman, weswegen ich darüber hier nichts schreibe. Tatsächlich hatte ich den einen oder anderen Aha-Moment und erinnerte mich an weitere Bücher des Autors, deren Mitwirkende, Orte oder Plätze im aktuellen Juliäumsband ihren Ursprung haben... Fazit: Wer Fan der Bücher und der Erzählkunst von Hakan Nesser ist, der kommt an diesem Jubiläumsband auf keinem Fall vorbei und lesenswert ist es sowieso!

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