Astrid Lindgren. Ihr Leben

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Jens Andersen blickt in dieser ersten umfassenden Biografie nach Astrid Lindgrens Tod hinter die Fassade des weltweiten Erfolgs und erzählt ihr Leben neu. Eine einfühlsam-respektvolle Biographie, die uns den Menschen Astrid Lindgren zeigt, die bekannteste Geschichtenerzählerin der Welt, eine bedeutende politische Autorin und Kämpferin für Menschenrechte.

Vor siebzig Jahren begann Astrid Lindgrens außerordentliche Karriere als Schriftstellerin. Auf Pippi Langstrumpf folgten Bücher, die die Kinderliteratur revolutionierten – und ihre Autorin schon zu Lebzeiten zu einer Legende werden ließen. 2002 verstarb Lindgren 94-jährig; man kannte sie als engagierte Frau, die für Frieden, Gerechtigkeit und die Rechte von Kindern eintrat. Jens Andersen erzählt in seiner preisgekrönten Biographie »ihr Werk und Leben erschreckend neu« (SZ). Über Jahre hinweg studierte er unveröffentlichte Quellen, und so kommt eine Autorin zu Wort, die nicht nur weltweit Erfolge feiern durfte, sondern Einsamkeit und Trauer kannte und ein Leben lang von Schuldgefühlen geplagt war, weil sie ihren unehelichen Sohn bei Pflegeeltern hatte unterbringen müssen. Zugleich aber erzählt Jens Andersen eine Geschichte von Moderne und Modernisierung – Astrid Lindgren, die das 20. Jahrhundert miterlebt und mitgeprägt hat, wird zu einer bewundernswerten Ikone des Jahrhunderts der Gleichberechtigung.

»Lindgren fasziniert immer noch, als Ikone der Gleichberechtigung und des Feminismus, zu einer Zeit, als es diese Wörter noch gar nicht gab.«

SR 2, 16.10.2015

Aus dem Dänischen von Ulrich Sonnenberg
Originaltitel: Denne dag, et liv. En Astrid Lindgren-biografi
Originalverlag: Gyldendal
Paperback , Klappenbroschur, 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
mit Abb.
ISBN: 978-3-570-55352-7
Erschienen am  13. März 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Astrid Lindgren. Ihr Leben – Eine fulminante Biografie von Jens Andersen

Von: Ronja.Waldgaenger

26.01.2019

"Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar." Das Zitat ist fast so bekannt, wie seine Verfasserin. Astrid Lindgren, die bekannte Kinderbuchautorin, Heldin einer jeden Kindheit, Tagebuchschreiberin und leidenschaftliche Brieffreundin. Wer ist die Person hinter der Ikone? Dieser Frage nähert sich Jens Andersen, Biograph so mancher skandinavischer Schriftstellergröße, 2017 in seinem Buch: "Astrid Lindgren. Ihr Leben" und durchwühlt dabei Archive, um das Werk mit zahlreichen Zitaten und Fotos auszustatten. Die Verbindung, die er von der ersten Seite an, zwischen der privaten und der öffentlichen Person Lindgrens versucht herzustellen, scheint an mancher Stelle doch ein wenig zu übereifrig, wenngleich nie unsensibel. Anfangs wird eine stürmiche Jugendliche porträtiert, die schon früh gegen das ländliche Leben rebelliert, ohne ihre Arbeit in der Familie und auf dem Feld zu missachten. Der Wunsch Journalistin zu werden, verschwand aber nie aus ihrem Kopf und so wurde sie schon sehr früh als Volontärin in der größten Zeitung der Kleinstadt angestellt. Ausführlich berichtet Jens Andersen über ihre jungen Jahre, den Lebensgeist der neuen Generation, von einer neuen Zeit - schlicht, von der schwedischen Lebens- und Kulturgeschichte des anfänglichen 20. Jahrhunderts und gleitet dabei oft genug in Einzelheiten ab, die Lindgren ein Leben lang zu verbergen versuchte. Dass der Höhepunkt des Buches einen Skandal bereithält, überrascht kaum. Die achtzehnjährige Lindgrens flüchtet überstürzt nach Stockholm. Mit einem unehelichen Kind unter dem Herzen, - der Vater, ein Mann in Scheidung und Verleger der Zeitung, für die sie arbeitete. Die Motive der mutterlosen Kinder in ihren Büchern, das Engagement für Frauen- und Kinderrechte, werden nun vorschnell auf die Situation der jungen Lindgren zurückgeführt. Sie eigenen sich hervorragend, um die Verbindung zwischen der jungen Frau herzustellen, die schon zu früh erwachsen werden musste und ihr Kind über drei Jahre lang bei einer dänischen Pflegefamilie lassen musste. Schnell gleitet der Autor in Interpretationen über die Gefühlwelt der Autorin ab, schafft es aber gleichzeitig nicht, die Person Astrid Lindgren näher zu bringen. Vielmehr ist von lebenslangen Schuldgefühlen die Rede, von Ersatzhandlungen, die in den Geschichten Lindgrens auftauchen, um das zu verarbeiten, was in der Realität nicht zu verarbeiten war. Es kommt 1931 zur Heirat, schnell darauf zur Geburt des zweiten Kindes Karin. Das Leben als Hausfrau und Mutter wird erzählt, aber im Gegensatz zum restlichen Leben fast stiefmütterlich behandelt. Vielmehr rücken die Gedanken zur politischen Lage und der spätere Krieg in den Vordergrund. Andersen bezieht sich hier auf die kürzlich erschienenen Tagebücher und setzt auch hier wieder hauptsächlich auf die Suche nach Motiven in Lindgrens Werk. Dass Pippi Langstrumpf im direkten Zusammenhang zum 2. Weltkrieg entstanden ist, ist obligatorisch. Nur folgerichtig erscheint Andersens Darlegung des weiteren Werdegangs Lindgrens. Sie wird Chefredakteurin bei dem Verlag, in dem auch ihr Gesamtwerk erschien. Der Weg dorthin erscheint in diesem Buch wie eine nicht enden wollende Odyssee. Schließlich wird sie politisches Sprachrohr gegen Ungerechtigkeit und Verletzung der Kinderrechte. Andersen bezieht sich dabei fast ausschließlich auf die Rolle in Schweden und bleibt seinem Ziel, neben der Geschichte Astrid Lindgrens auch die schwedische Literatur- Verlags- und Lebenswelt aufzuzeigen, treu. Kann dies ein Punkt für Kritik sein, so stellt das zwanghafte interpretieren von Astrid Lindgrens Gefühlswelt bezogen auf ihr Werk, den zweiten und somit bedeutenderen Punkt für Kritik dar. Wobei die Tatsache nicht außen vorgelassen werden darf, dass dies der heutige Duktus der Biografien sein muss, bei dem Jens Andersen es allerdings sehr gut schafft, weder indiskret noch unsensibel, wenngleich aber übermotiviert und vorschnell vorzugehen. Er schafft einen neuen Blick auf Astrid Lindgren, auch wenn bei aller Motivik eines auf der Reise durch ihr Leben verloren geht: Ihre Persönlichkeit , und damit vor allem der Reiz, den ihre Bücher ausmachen. Die eingestaubten Kinderbücher werden allerdings schon während oder spätenstens nach der Lektüre der Biografie aus den Regalen geholt. Vielleicht mit dem Ziel, Parallelen zwischen Figuren und Biografie zu ziehen. Eine Vorgehensweise, die aber spätestens auf der zweiten Seite wieder vergessen ist, sind die Abenteuer Pippi Langstrumpfs doch spannender; ob nun Verweis auf Ideologie, Gewalt und Macht im 2. Weltkrieg, oder nicht. Pantheon 2017, 448 Seiten, 18,00€

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Interessant und informativ

Von: Amber144

04.01.2019

Ich bin auf der Suche nach einer Biografie von Astrid Lindgren auf dieses Buch gestoßen und war begeistert. Das Cover ist sehr schlicht gehalten und zeigt doch diese beeindruckende Person am besten. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Ich hätte mir ab und zu gewünscht, dass manche Abschnitte vom Leben Astrid Lindgrens weiter ausgeführt werden. Allerdings bekommt man auch so viel Hintergrundwissen mit an die Hand. Nicht umsonst habe ich mich schon lange gefragt, warum das Schwein von Lotta Teddy heißt. Dieses Buch liefert nicht nur zu dieser Frage Antworten, sondern zu fast allen Büchern. Ich fand es sehr interessant so viel über das Leben von Astrid Lindgren zu erfahren. Was sie alles schon erleben musste und wie sie damit umgegangen ist. Sie war eine sehr beeindruckende Person und dieses Buch zeigt dies sehr gut. Mich hat das Buch vollkommen begeistert und beeindruckt. Ich vergebe verdiente 5 Sterne.

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Vita

Jens Andersen, geboren 1955, hat sein Studium der Nordistik an der Universität von Kopenhagen mit einer Promotion abgeschlossen, arbeitete viele Jahre als Literaturkritiker für große dänische Zeitungen und lebt nun als Schriftsteller in Kopenhagen. Seit 1990 veröffentlicht er Biografien skandinavischer Persönlichkeiten, u.a. 2012 über Königin Margrethe II.; 2005 erschien auf Deutsch sein viel beachtetes Buch »Hans Christian Andersen«, für das er mehrfach ausgezeichnet wurde. Jens Andersen erhielt u.a. den Georg-Brandes-Preis, den Søren-Gyldendal-Preis und den Preis des dänischen Schriftstellerverbands. »Astrid Lindgren. Ihr Leben« wurde in Dänemark 2015 zum »Sachbuch des Jahres« gekürt und erhielt den renommierten Politikens Litteraturpris; das Buch wurde in Dänemark und Schweden zum Bestseller.

Zur AUTORENSEITE

Ulrich Sonnenberg

Ulrich Sonnenberg, geboren 1955 in Hannover, arbeitet als freier Übersetzer und Herausgeber in Frankfurt/Main. 2013 erhielt er den Übersetzerpreis des Staatlichen Dänischen Kunstrats.

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Pressestimmen

»Andersen schafft es, das Leben der engagierten Autorin aus einem eigenen Blickwinkel zu erzählen.«

SZ Extra, 05.11.2015