Astrid Lindgren. Ihr Leben

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Vor siebzig Jahren begann Astrid Lindgrens außerordentliche Karriere als Schriftstellerin. Auf Pippi Langstrumpf folgten Bücher, die die Kinderliteratur revolutionierten – und ihre Autorin schon zu Lebzeiten zu einer Legende werden ließen. 2002 verstarb Lindgren 94-jährig; man kannte sie als engagierte Frau, die für Frieden, Gerechtigkeit und die Rechte von Kindern eintrat. Jens Andersen erzählt in seiner preisgekrönten Biografie „ihr Werk und Leben erschreckend neu“ (SZ). Über Jahre hinweg studierte er unveröffentlichte Quellen, und so kommt eine Autorin zu Wort, die nicht nur weltweit Erfolge feiern durfte, sondern Einsamkeit und Trauer kannte und ein Leben lang von Schuldgefühlen geplagt war, weil sie ihren unehelichen Sohn bei Pflegeeltern hatte unterbringen müssen. Zugleich aber erzählt Jens Andersen eine Geschichte von Moderne und Modernisierung – Astrid Lindgren, die das 20. Jahrhundert miterlebt und mitgeprägt hat, wird zu einer bewundernswerten Ikone des Jahrhunderts der Gleichberechtigung.

"Ich lebe einfach und glaube, man muss jeden Tag so leben, als wäre es der einzige." Astrid Lindgren

»Eine Biografie, die alle bislang erschienenen Lebensdarstellungen in den Schatten stellt, der schieren Menge und Aussagekraft des benutzten Materials wegen, aber auch, weil darin eine Geschichte von Moderne und Modernisierung erzählt wird.«

Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung (27. Dezember 2014)

Aus dem Dänischen von Ulrich Sonnenberg
Originaltitel: Denne dag, et liv. En Astrid Lindgren-biografi
Originalverlag: Gyldendal
eBook epub (epub)
mit farbigen Abb.
ISBN: 978-3-641-16795-0
Erschienen am  28. September 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Interessante Persönlichkeit

Von: Tante Evi

30.04.2018

Ich bin mit Astrid Lindgren aufgewachsen und kenne und liebe nahezu alle Ihrer Bücher. Auch als Person ist mir Astrid Lindgren immer sehr sympathisch gewesen. Ich hatte auch immer den Eindruck, dass sie eine sehr emanzipierte und selbstbewusste Frau ist. Diesen Eindruck hat die Biografie noch unterstrichen. Interessant Frau, wobei die Biografie aus meiner Sicht nicht sonderlich packend geschrieben wurde.

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Anspruchsvolle Biografie

Von: Corinna

01.04.2018

Die Biografie von Jens Andersen, dänischer Journalist und Literaturwissenschaftler, ist anspruchsvoll, informativ und sehr ausführlich, leider dadurch stellenweise auch etwas langatmig. Er versucht, den Einfluss von persönlichen und gesellschaftlichen Ereignissen in Astrid Lindgrens Leben auf ihre Werke aufzuzeigen, was ihm auch gut gelingt. Ob ich dabei als Leser auch erfahren muss, was mit diversen Personen, die lediglich nur eine kurze Zeit eine recht geringe Rolle in Lindgrens Leben spielten, in den nächsten zehn oder zwanzig Jahren ihres Lebens geschehen ist, bleibt dahingestellt. Etwas Straffung und Struktur hätte dem Werk durchaus gut getan, so erschweren auch einige Zeitsprünge das Lesen. Aufgelockert wird der Inhalt durch die zahlreichen Fotografien, die viele Details illustrieren, erklären und auch zu manchem Schmunzeln verleiten, wie die Aufnahme von Astrid Lindgren im hohen Alter, als sie aus Spaß mit einer Freundin auf einen Baum klettert. Interessant sind über die eigentlich Lebensgeschichte hinaus auch die Textanalysen, die der Literaturwissenschaftler Jens Andersen liefert (wenn auch wieder etwas ausschweifend). Zusammenhänge zwischen persönlichen Schicksalsschlägen oder gesellschaftlichen Ereignissen werden gut hergestellt und zeigen deutlich, dass ein Schriftsteller nicht einfach im luftleeren Raum schreibt. Astrid Lindgrens bewegtes Leben Die Biografie lebt natürlich von dem bewegten und interessanten Leben Astrid Lindgrens (1907-2002). Verläuft ihre Kindheit noch recht normal, so wird sie bereits mit 18 Jahren nach einer Affäre ungewollt schwanger - und das vor über 90 Jahren. Sie entschließt sich dazu, den Vater des Kindes nicht zu heiraten. Sie hatte bereits damals das Gefühl, er würde sie in ihrer Freiheit einschränken und dominieren. Stattdessen entschließt sie sich dazu, ihren Sohn anonym in Dänemark zur Welt zu bringen und ihn die ersten drei Lebensjahre dort bei einer Pflegemutter aufwachsen zu lassen. Ein Fehler, wie sie später erkennt, doch daraus entsteht ihre Überzeugung, wie wichtig die ersten fünf bis zehn Jahre im Leben eines Kindes sind. Neben den gesellschaftlichten Veränderungen im damaligen Schweden hat auch die Gewalt im zweiten Weltkrieg einen maßgeblichen Einfluss auf Astrid Lindgrens Sichtweise der Welt. Doch auch weitere persönliche Belastungen hat sie zu verkraften. So führt etwa eine Affäre ihres Mannes  zu einer Ehekrise und unter seiner Alkoholsucht leidet die ganze Familie bis zu seinem frühen Tod. Ihr Leben lang hat Astrid Lindgren bedauert, ihren Sohn drei Jahre bei einer Pflegemutter aufwachsen lassen zu müssen, so viel Mutterersatz diese ihm auch geboten haben mag. Vielleicht ist dadurch ihre enge Bindung an Kinder zu erklären, ihre Motivation, an deren Spiel teilzuhaben und nicht nur von außen die Aufsicht zu führen, wie damals üblich. Auf jeden Fall hat Astrid Lindgren immer die Bedeutung der ersten fünf bis zehn Lebensjahre eines Kindes betont sowie den respektvollen Umgang zwischen Kindern und Erwachsenen, geprägt von Vertrauen. Sie sprach sich immer für eine gewaltfreie Erziehung aus. Nach ihrem Erfolgsrezept gefragt, antwortete sie einmal: "Keine langen und verwickelten Sätze, keine theoretischen Argumentationen, keine unverständlichen Worte, kein versteckter moralischer Zeigefinger." Pippi-Fieber in Schweden - und der ganzen Welt Auch wenn Astrid Lindgren bereits früh eine unkonventionelle Art zu schreiben und ein Sprachtalent bescheinigt wurden, so zeigt Jens Andersen doch auf, wie ihre persönlichen Erfahrungen ihre Bücher beeinflusst haben. Besonders interessant ist dabei natürlich die Entstehung von "Pippi Langstrumpf", Lindgrens erstem großen Erfolg, der zu einer komotenhaften Karriere als Schriftstellerin führte. Aber Andersen macht auch deutlich, dass an diesem Erfolg mehrere Menschen beteiligt waren: Lektorin, Illustratorin und literarischer Agent machten das Phänomen "Astrid Lindgren" erst möglich. Dabei musste sie durchaus auch Kritik einstecken. So bezeichnete der schwedische Professor John Landquist ihr Werk als "schlecht und preisgekrönt" und Pippi als "geistesgestört". Auch Flops hatte Lindgren zu verzeichnen, nicht alles wurde zum Bestseller. Bei der Fülle ihrer Publikationen gingen diese jedoch unter. Eine schöne Übersicht über die deutschen Ausgaben inklusive der (alten) Cover findet sich im Anhang der Biografie. Revolution der Kinderliteratur Aber was zeichnet Lindgrens Figuren und Werke nun eigentlich aus? Was hat zu diesem immensen und literaturverändernden Erfolg geführt? Bei allem darf man nicht heutige Maßstäbe anlegen, schließlich erschien Pippi Langstrumpf bereits 1945 in Schweden. Astrid Lindgren schrieb "von innen heraus", sie konnte in die Welt der Kinder eintauchen. Dabei waren ihre Figuren einfache glückliche Kinder. Viele waren Einzelgänger, hatten kein oder nur ein Elternteil, erlitten Unglück und Kummer. Trotzdem - oder gerade deshalb - waren sie starke und fröhliche Wesen, die sich behaupten konnten und das gewaltfrei. Auch hat Astrid Lindgren bei "Wir Kinder aus Bullerbü" insofern Neuland betreten, als sie das Buch aus der Ich-Perspektive der kleinen Lisa erzählen ließ, was ebenfalls zu einem tieferen Eintauchen in die Welt der Hauptfiguren beitrug. Neben Lindgrens stetem Einsatz für Gewaltfreiheit, Kinder- und Tierrechte hat sie immer die Bedeutung des Lesens für die Demokratien auf der Welt betont. Bevor ich noch weiter ins Schwärmen über diese starke Frau gerate, möchte ich mit einem Zitat von ihr zum Thema Kindererziehung schließen: "Lass die Kinder in Ruhe, aber sei in Reichweite, wenn sie dich brauchen." Fazit: Tolle Frau, interessantes Leben und Werk, gute Biografie zum Thema. Wer sich dafür interessiert, was hinter dem "Pippi-Phänomen" steht, wird hier alle Informationen darüber finden.

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Vita

Jens Andersen, geboren 1955, hat sein Studium der Nordistik an der Universität von Kopenhagen mit einer Promotion abgeschlossen, arbeitete viele Jahre als Literaturkritiker für große dänische Zeitungen und lebt nun als Schriftsteller in Kopenhagen. Seit 1990 veröffentlicht er Biografien skandinavischer Persönlichkeiten, u.a. 2012 über Königin Margrethe II.; 2005 erschien auf Deutsch sein viel beachtetes Buch »Hans Christian Andersen«, für das er mehrfach ausgezeichnet wurde. Jens Andersen erhielt u.a. den Georg-Brandes-Preis, den Søren-Gyldendal-Preis und den Preis des dänischen Schriftstellerverbands. »Astrid Lindgren. Ihr Leben« wurde in Dänemark 2015 zum »Sachbuch des Jahres« gekürt und erhielt den renommierten Politikens Litteraturpris; das Buch wurde in Dänemark und Schweden zum Bestseller.

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Ulrich Sonnenberg

Ulrich Sonnenberg, geboren 1955 in Hannover, arbeitet als freier Übersetzer und Herausgeber in Frankfurt/Main. 2013 erhielt er den Übersetzerpreis des Staatlichen Dänischen Kunstrats.

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Zitate

»Eine herausragende Biografie, deren Verfasser Jens Andersen [Astrid Lindgren] als eine Frau porträtiert, die ihrer Zeit aufgeschlossen begegnete.«

Der Spiegel (19. September 2015)

»Eine fundierte Biografie!«

Aldo Keel, Neue Zürcher Zeitung (08. Februar 2015)

»Jens Andersen hat mich zum Weinen gebracht, ohne dass ich genau sagen könnte wie. Auf seine bescheidene Art, Details aus Astrid Lindgrens Leben zu versammeln, seine Wortwahl und seinen Blick auf diese Frau passt das Wort Mitgefühl in seiner wahrsten Bedeutung: Einfühlungsvermögen, Respekt. In dieser kenntnisreichen Biografie dürfen wir alle Astrid Lindgren noch einmal erleben.«

Dagens Nyheter (08. Dezember 2014)

»Ein durchweg faszinierendes und ergreifendes Buch.«

Politiken

»Beim Lesen der Biografie kam dasselbe Gefühl auf, wie beim Lesen von Astrid Lindgrens Büchern: Möge das Buch nie enden! Die Biografie ist ganz in ihrem Sinne geschrieben: großzügig, warm, voller Einsicht und Liebe.«

NRK

»Eine herausragende Biografie!«

Jyllands-Posten

»Eine große, genau gearbeitete Biografie - überaus faszinierend und fesselnd. Auch derjenige, der glaubt, alles über Astrid Lindgren zu wissen, wird überrascht sein, benommen, von Mitgefühl durchströmt, mit Tränen in den Augen.«

Sydsvenskan

»Die erste große Astrid-Lindgren-Biografie. Jens Andersen erhielt Einsicht in bisher unzugängliche Quellen und erzählt von den unbekannten Seiten der Autorin. Ein Must-Read in diesem Buch-Herbst!«

Berlingske

»Ein ergreifendes Buch, das sich wie ein Roman liest.«

NDR, 16.10.2015

»Andersen schafft es, das Leben der engagierten Autorin aus einem eigenen Blickwinkel zu erzählen.«

SZ Extra, 05.11.2015

»Lindgren fasziniert immer noch, als Ikone der Gleichberechtigung und des Feminismus, zu einer Zeit, als es diese Wörter noch gar nicht gab.«

SR 2, 16.10.2015

»Die Pippi-Langstrumpf-Erfinderin in allen Facetten ihrer Persönlichkeit. Eine so komplizierte wie faszinierende Frau. Und ein faszinierendes Buch.«

Morgenpost am Sonntag, 04.10.2015

»Am Ende des Buches hat man den Eindruck, einer Person nahe gekommen zu sein, die man gerne einmal persönlich sprechen und kennenlernen würde.«

webcritics.de, 22.11.2015

»Die Biographie ist fundiert, ergreifend, faszinierend und fesselnd – genau wie Astrid Lindgren selbst.«

besser-nord-als-nie.net, 10.11.2015

»Andersen ist eine Biografie gelungen, die nicht nur fesselt, sondern auch am Ende das Gefühl vermittelt, man hätte Astrid Lindgren persönlich gekannt.«

haarblog.de, 12.10.2015

»Eine Lebensgeschichte, die einen beeindruckt, berührt und zum Lächeln bringt.«

leseengel.wordpress.com, 26.11.2015

»Sehr gut recherchiert, faszinierend geschrieben und einfach sehr lesenswert!«

vonmainbergsbuechertipps.wordpress.com, 02.12.2015

»Eine berührende Biografie über eine Frau, die das vergangene Jahrhundert reicher gemacht hat.«

Schwäbische Zeitung Leutkirch, 31.12.2015

»Jens Andersen ist eine umfangreiche und gleichsam einfühlsame wie respektvolle Biographie über eine große Frau und eine Kämpferin für Frieden und Menschenrechte gelungen.«

Ostfriesen-Zeitung, 18.12.2015

»Andersen schildert Lindgrens Leben in vielen lebhaften Zitaten der Autorin und in deren buntem Tonfall, erweckt frohe Gefühle wie Lindgrens Bücher.«

Die Weltwoche, 14.01.2016

»Das Buch rüttelt einen mehr auf, als es jeder Erziehungsratgeber könnte.«

geschichtenwolke.wordpress.com, 07.01.2016

»Ein schönes Buch, das durch die vielen Zitate mit O-Tönen zugleich ein Selbstporträt geworden ist, das ein hohes Maß an Authentizität erreicht.«

Neues Deutschland, Harald Loch, 11.02.2016

»Beste Biografie.«

watchareadin.de, 10.04.2016