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Das verborgene Spiel Roman

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-328-10053-9

NEU
Erschienen: 11.09.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Sieben Freunde. Rücksichtsloser Ehrgeiz. Ein geheimnisvoller Todesfall.

Oliver Marks bekommt immer nur die Nebenrollen. Trotzdem ist der junge Schauspieler glücklich am renommierten Dellecher College, einer abgeschiedenen Welt mit flackernden Kaminfeuern und ledergebundenen Büchern. Die sieben Studenten seines Jahrgangs sind eine eingeschworene Gemeinschaft, besessen von der Schauspielerei und von Shakespeare. Die Typen, die sie auf der Bühne verkörpern, legen sie auch privat nicht ab: Mitläufer, Verführerin, Held. Der charismatische Richard gibt die unberechenbaren Tyrannen. Doch eines Tages treibt einer der Freunde tot im Collegesee. Die anderen stehen vor einer schwierigen Wahl: Sollen sie der Wahrheit ins Auge sehen oder weiter gegen sie anspielen?

»Im Shakespeare-Fieber, auf sympathische und mitreißende Art. ... Sehr lesenswert und intelligent.«

New York Times Book Review (31.05.2017)

M. L. Rio (Autorin)

M. L. Rio hat zwei große Leidenschaften: Schriftstellerei und Theater. Sie schnupperte über zehn Jahre als Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin Theaterluft und hat am Londoner King's College einen Master in Shakespeare Studies erworben. »Das verborgene Spiel« ist ihr Debüt.

»Im Shakespeare-Fieber, auf sympathische und mitreißende Art. ... Sehr lesenswert und intelligent.«

New York Times Book Review (31.05.2017)

Wie Donna Tartts »Die geheime Geschichte« ist dieses großartige Debüt von M.L. Rio ein vielschichtiger Spannungsroman über Liebe, Freundschaft und unsere Leidenschaften ... absolut fesselnder Lesestoff bis zur allerletzten Seite.

Cynthia D’Aprix Sweeney, Autorin des New-York-Times-Bestsellers "Das Nest"

Ein großartiger Roman, der einen Blick hinter die sonst verschlossenen Türen eines Elitecolleges wirft, eine atemberaubende, spannende Geschichte. Ich kann kaum erwarten, was M.L. Rio als nächstes schreibt.

Emily St. John Mandel, Autorin des New-York-Times Bestsellers "Das Licht der letzten Tage"

»Faszinierend. Eine gut gestrickte Spannungshandlung, die bis zu den letzten Seiten fesselt.«

Publishers Weekly

»Eine Geschichte ganz im Sinne Shakespeares ... mit einer gelungenen Überraschung am Schluss. Unbedingt empfehlenswert für alle Leser, die 'etwas wie' Donna Tartt suchen.«

Booklist

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DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Karin Dufner
Originaltitel: If we were villains
Originalverlag: Flatiron Books, New York 2016

Paperback, Klappenbroschur, 464 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-328-10053-9

€ 13,00 [D] | € 13,40 [A] | CHF 17,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Penguin

NEU
Erschienen: 11.09.2017

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Modernes Drama, bei dem die Grenze zwischen Schauspiel und Realität verschwimmt

Von: schnäppchenjägerin Datum: 02.10.2017

erdbeersekt-testet.blogspot.de/

Sieben befreundete Studenten sind im vierten und letzten Jahr am elitären Dellecher Collage, wo sie sich intensiv mit den Stücken von William Shakespeare auseinandersetzen. Die Faszination für den Dramatiker geht sogar soweit, dass die Studenten in ihre ganz alltäglichen Unterhaltungen Zitate aus den Stücken von Shakespeare einfließen lassen.

Der Roman ist passend zum Plot formal wie ein Theaterstück aufgebaut. Er besteht aus fünf Akten, die in Szenen unterteilt sind und an denen jeweils ein Prolog vorangestellt ist. Der Prolog spielt in der Gegenwart als einer der ehemaligen Studenten, Oliver Marks, nach zehnjähriger Haft aus dem Gefängnis entlassen wird. Jetzt ist es für ihn an der Zeit dem Polizisten, der inzwischen pensioniert ist und schon damals dem nicht an seine Schuld geglaubt hat, zu erzählen, was vor zehn Jahren wirklich passiert ist.

"Das verborgene Spiel" erzählt von einem Mikrokosmos an einer Elite-Kunsthochschule, wo ganz unterschiedliche, angehende Schauspieler aufeinander treffen, die alle eins teilen: die Leidenschaft für das Theater. Wie in einem klassischen Theaterstück gibt es in der 7-köpfigen Clique einen tapferen Held, einen unsympathischen Bösewicht, eine verführerische, verruchte Schönheit, ein naives Mädchen und Nebencharaktere. Trotz ihrer Konkurrenz bei der Verteilung der Rollen, sind sie Freunde. Doch hinzukommen Ehrgeiz, Suche nach Anerkennung, Drogen, Eifersucht und eine sexuelle Anziehungskraft untereinander - alles Faktoren, die in ein Drama münden, an deren Ende ein Mensch tödlich verletzt in einem See aufgefunden wird.

Der Roman ist aufgrund der etwas anstrengenden Dialoge nicht ganz einfach zu lesen. Für das Verständnis des Romans ist es zudem wichtig, dass man sich mit dem Werk Shakespeares auskennt oder zumindest seine Dramen "Julius Cäsar", "König Lear" und "Macbeth" gelesen hat, da durchweg aus diesen Werken zitiert wird. Für mich hat dies den Lesefluss gestört und hätte stattdessen mehr über die einzelnen Persönlichkeiten der Protagonisten erfahren wollen und wie sie zueinander stehen, um zu begreifen, warum sie genauso handeln.

Der Roman ist raffiniert geschrieben, ein modernes Drama, das die Bühne in die Realität überträgt, so dass die Grenze zwischen Schauspielerei und Wirklichkeit verschwimmt. Es geht um Schuld und die Angst vor der Wahrheit, die den sechs Überlebenden zwar bewusst ist, aber erst nach zehn Jahren ans Licht kommt.

Die hinter "Das verborgene Spiel" hatte mich neugierig auf den Roman gemacht, die Umsetzung konnte mich aber aufgrund der Dominanz der Shakespeare Zitate, der ausschweifenden, dramatischen Dialoge, die zu Lasten des Hintergrunds der eigentlich spannenden Charaktere, nicht ganz überzeugen.

Ein shakespearisches Drama

Von: Lavender Datum: 21.09.2017

https://lavendercoriander.wordpress.com/


Als großer Fan von Donna Tarts „Die Geheime Geschichte“ musste ich dieses Buch natürlich lesen.

Eine Gruppe von 7 jungen Leuten ist auf einer Kunst-Universität im 4. und letzten Jahr. Ihre Schauspielabteilung ist auf Shakespeare spezialisiert. Es werden nur seine Stücke gespielt. Die Schüler leben und atmen Shakespeare. In jeder Unterhaltung fließen Zitate ein. Ganze Unterhaltungen können sie mit Zitaten aus seinen Stücken führen.

Das Buch beginnt damit, dass einer von ihnen, Oliver, aus dem Gefängnis entlassen wird. Er hat 10 Jahre gesessen für ein noch ungenanntes Verbrechen, das er vielleicht aber nicht begangen hat. Das jedenfalls glaubt der damals ermittelnde Polizist, der ihn immer noch besucht. Jetzt, wo Oliver endlich entlassen wird und er selber den Polizeidienst an den Nagel gehangen hat, will er endlich die Wahrheit wissen. Und Oliver ist endlich bereit, sie ihm zu erzählen.

Oliver ist also unser Erzähler. Aber er erzählt nicht alles, jedenfalls nicht sofort und nur nach seinem eigenen Tempo. Die 7 Schüler verkörpern das klassische Ensemble. Es gibt den Held, den Bösewicht, die Verführerin, die Naive, den Mitläufer. Wie in den Stücken von Shakespeare nimmt langsam ein Drama seinen Lauf. Plötzlich liegt jemand tot im See.

Das Buch ist clever konstruiert. Nicht nur nimmt Shakespeares Werk einen großen Platz ein. Auch sind einige Dialoge angelegt wie ein Theaterstück. Die Story selbst entwickelt sich nach einem klassischen Drama. Jemand kommt zu Tode. Die Schuld, die danach an allen frisst, führt zu weiteren Komplikationen und noch mehr Leid. Die Story hält die Balance zwischen einem shakespeareschen Drama und einem modernen Stück. Die Charaktere haben alle Tiefe. Sie konkurrieren miteinander um Rollen und um Aufmerksamkeit .Sie sind prätentiös und anstrengend und neigen zum Drama. Eine Reihe von Meinungsverschiedenheiten, Eifersüchteleien und Missverständnissen, oft von Alkohol angefeuert, führt nach und nach zu einer düsteren Entwicklung der Gruppe. Es ist eine düstere Geschichte um Freundschaft, Liebe und Eifersucht. In ihrer Schule führen sie ein Inseldasein und leben in ihrer eigenen Welt. Die Linie zwischen den Figuren, die sie auf der Bühne darstellen und ihrem realen Dasein verschwimmt und führt letztendlich zu diesem tragischen Tod.

Das Buch erinnert ein wenig an Donna Tarts Buch. Es hat aber nicht dessen Komplexität und vor allem nicht die stilistische Größe des Vorbildes. Es ist doch deutlich schlichter und einfacher angelegt als „Die Geheime Geschichte“. Trotzdem habe ich es sehr gerne gelesen. Ich mag einfach Bücher, die in diesen kleinen, elitären und exklusiven Unizirkeln spielen. Dazu gibt es hier noch jede Menge Shakespeare-Zitate und Anspielungen auf seine Stücke. Das hat mir sehr gefallen. Es ist ein leichteres Buch als das von Tart. Es liest sich locker weg und bietet kurzweilige Unterhaltung. Man sollte vielleicht Shakespeares Stücken nicht ganz abgeneigt sein, wenn man dieses Buch liest. Mir hat es gefallen.

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