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Wenn das Eis bricht Psychothriller

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-75717-6

NEU
Erschienen: 10.04.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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In der Wohnung des reichen Geschäftsmanns Jesper Orre wird die Leiche einer jungen Frau gefunden – auf brutale Art ermordet. Von ihm fehlt jede Spur. Vor zehn Jahren gab es einen ganz ähnlichen Fall – ungelöst. Hanne, die Kriminalpsychologin von damals, soll deshalb ermitteln. Sie muss in die Vergangenheit eintauchen, dabei verschwimmt gerade ihre Gegenwart – sie fürchtet, an beginnendem Alzheimer zu leiden. Ihre Existenz bekommt zunehmend Risse, und die beiden Fälle verbinden sich auf ungute Weise. Kann Hanne sich selbst und ihren Erinnerungen trauen? Ist sie auf der richtigen Spur? Wann bricht das Eis, und was kommt darunter zum Vorschein?

Camilla Grebe (Autorin)

Camilla Grebe, geboren 1968 in Älvsjö in der Nähe von Stockholm. Sie studierte an der Stockholm School of Economics, hat den Hörbuchverlag "StorySide" gegründet und betreibt ein Beratungsunternehmen. Geimeinsam mit ihrer Schwester schrieb sie die erfolgreichen Krimi-Reihe um die Stockholmer Psychotherapeutin Siri Bergman. Wenn das Eis bricht ist ihr erster eigener Roman, der für seine einzigartige Stimme in der Presse hochgelobt wurde. Camilla Grebe lebt mit ihrer Familie in Stockholm.


Gabriele Haefs (Übersetzerin)

Dr. Gabriele Haefs studierte in Bonn und Hamburg Sprachwissenschaft. Seit 25 Jahren übersetzt sie u.a. aus dem Dänischen, Englischen, Niederländischen und Walisischen. Sie wurde dafür u.a. mit dem Gustav- Heinemann-Friedenspreis und dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, zuletzt 2008 mit dem Sonderpreis für ihr übersetzerisches Gesamtwerk. Sie hat u.a. Werke von Jostein Gaarder, Håkan Nesser und Anne Holt übersetzt. Zusammen mit Dagmar Mißfeldt und Christel Hildebrandt hat sie schon mehrere Anthologien skandinavischer Schriftsteller herausgegeben.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Schwedischen von Gabriele Haefs
Originaltitel: Alskaren Fran Huvudkontoret
Originalverlag: Wahlström & Widstrand

Paperback, Klappenbroschur, 608 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-442-75717-6

€ 15,00 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

NEU
Erschienen: 10.04.2017

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Toller Krimi in einer tollen Erzählweise

Von: brigitta Datum: 24.04.2017

wunderbaregeschichten.blogspot.de/

Zusammenfassung:
Emma, eine junge Verkäuferin der Modekette "Clothes & More " lebt recht einsam, bis sie eines Tages auf Jesper Orre trifft. Jesper ist Vorstand der Modekette, eigentlich für Emma unerreichbar, aber trotzdem beginnt Jesper in Emmas Leben eine große Rolle zu spielen.
Natürlich muss dies alles geheim bleiben, aber dennoch kann Emma ihr Glück kaum fassen.
Bis Jesper sie ausgerechnet am Abend der Verlobung sitzen lässt. Noch nicht einmal per Brief oder mit Worten, er taucht einfach nicht mehr auf.
Irgendwann will Emma Klarheit und versucht mit Jesper in Kontakt zu treten, doch das ist gar nicht so einfach.

Dann wird in Jespers Haus eine grausam ermordete Frau gefunden. Die Polizei weiß nicht wer die Frau ist und Jesper ist spurlos verschwunden.
Er ist nicht aufzufinden und benutzt weder Kreditkarte noch Mobiltelefon.

Peter ermittelt in diesem Fall und da er Bezüge zu einem sehr alten Verbrechen hat, zieht er die Verhaltenspsychologin Hanne hinzu.
Hanne ist eigentlich nicht mehr aktive Beraterin, aber diesen Fall möchte sie dennoch mit aufklären....
Vielleicht auch, um einen Teil ihrer eigenen Vergangenheit zu klären.

Fazit:
Die Geschichte wird aus drei Perspektiven und auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt.
Peter, der Polizist erlebt den Fall im Hier und Jetzt, erzählt seine Eindrücke und beginnt mehr und mehr seine eigene Persönlichkeit zu reflektieren.
Hanne ist auch im Hier und Jetzt, entgleitet aber sehr oft in die Vergangenheit, die ihr auf einmal wieder sehr Nahe kommt.
Emmas Erzählung beginnt einige Monate vor dem Verbrechen und rollt den Fall quasi von hinten nach vorne auf.
In Emmas Beschreibungen erfahren wir, was passierte und warum das Geschehen zu einem bestimmten Punkt führte.
In Peter und Hannes Beschreibung ist alles schon passiert und sie versuchen herauszufinden was eigentlich passierte.
Die Wege aller drei kreuzen sich gelegentlich, ohne dass sie wissen, dass sich hier ihre Wege kreuzen.
Auch der Leser tappte sehr lange im Dunklen und weiß nicht, wessen Weg er gerade, beim Lesen kreuzt.
Ich fand diese Art des Erzählens sehr genial.
Immer wieder hatte ich das Gefühl, durch Emmas Erleben der Polizei einen Tick voraus zu sein und wenige Seiten später glaubte ich weniger zu wissen als zuvor.
Dadurch erhält das Buch noch eine zusätzliche Spannung, da mich die Autorin doch teilweise gehörig in die Irre führte.
Die Geschichte an sich ist schon sehr spannend, aber mit diesem Verwirrspiel bekommt die Spannung noch mal mehr Tempo.
Irgendwann dann, wurde das Verwirrspiel aufgelöst und ich, als Leser, wusste Bescheid, obwohl der Fall an sich noch nicht geklärt war.
Dann konnte ich in Ruhe und gemütlich lesen, wie Peter und Hanne die Tat aufklären und die letztendliche Auflösung genießen.
In der Buchklappe habe ich gelesen, dass der Roman in Hollywood verfilmt wird und das kann ich mir so richtig gut vorstellen.
Das Buch hat wirklich das Zeug zu einem super Film.
Mir hat der Roman total gut gefallen, der Schreibstil, die verschiedenen Perspektiven, die Protagonisten, die unterschiedlichen Zeitlinien, alles war stimmig und hat gut gepasst.
Wenn es hiervon einen Band zwei und drei gegeben hätte, wäre ich wohl geradewegs in den Buchladen gegangen um sofort weiter zu lesen. :)

Etwas stimmt nicht - aber was?

Von: Barbara62  aus Ludwigsburg Datum: 22.04.2017

mit-büchern-um-die-welt.de

Bisher kannte ich bereits die vier hervorragenden Krimis um die Stockholmer Psychotherapeutin Siri Bergman, die Camilla Grebe, Betriebswirtin, zusammen ihrer jüngeren Schwester Åsa Träff, Psychologin mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie, geschrieben hat. Ich war deshalb sehr gespannt, ob Camilla Grebe alleine genauso gut schreibt wie im Team, und vor allem, ob das psychologische Element genauso stark sein würde. Beide Fragen kann ich nach der Lektüre mit einem eindeutigen Ja beantworten.

Der Thriller „Wenn das Eis bricht“ beginnt einem scheußlichen Fund: In der Villa des ebenso erfolgreichen wie wegen seiner Methoden, seiner Frauengeschichten und seiner politisch unkorrekten Äußerungen umstrittenen 45-jährigen Managers einer erfolgreichen Modekette, Jesper Orre, wird eine enthauptete Frau gefunden, Orre selbst ist verschwunden. Die Auffindesituation gleicht frappierend einem nie aufgeklärten Mord an einem jungen Mann zehn Jahre zuvor ebenfalls in Stockholm. Können zwei verschiedene Täter dermaßen ähnliche Verbrechen begehen? Wer ist die Tote und wo ist Jesper Orre?

Erzählt wird abwechselnd aus drei Perspektiven. Peter Lindgren, 49 Jahre, latent depressiv, mit stark angeknackstem Selbstbewusstsein und pathologischer Bindungsangst, ermittelt heute wie damals bei der Stockholmer Kriminalpolizei. Hanne Lagerlind-Schön, 59 Jahre, Verhaltensforscherin und gelegentlich von der Polizei mit der Erstellung psychologischer Täterprofile beauftragt, war ebenfalls bereits in den alten Fall involviert. Gegen Peters Willen wird sie erneut hinzugezogen. Die Beiden hat einst eine ernsthafte Liebesbeziehung verbunden, die an Peters Bindungsangst gescheitert ist. Nun leidet Hanne an beginnender Demenz und steht vor der Frage, wie sie die Zeit vor dem Vergessen sinnvoll verbringen will. Die dritte Ich-Erzählerin, die häppchenweise über die zwei Monate vor der Tat berichtet, ist die junge Verkäuferin Emma Bohman, angestellt bei der gleichen Modekette wie Jesper Orre, durch die heimliche Verlobung mit ihm aufgestiegen vom Aschenputtel zur Prinzessin – bis er sich plötzlich nicht mehr meldet.

Anders als der Leser oder die Leserin, für die sich schnell ein Bild ergibt, tappt die Polizei lange im Dunkeln. Doch irgendetwas passt nicht so recht zusammen – aber was?

Ein über 600 Seiten durchgehend spannender, einfach zu lesender Psychothriller, stimmig erzählt und genial aufgelöst, eben ein echtes Produkt „made in Sweden“.

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