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Gregor Weber, Asphaltseele (Heyne Hardcore)

SPECIAL zu »Asphaltseele« von Gregor Weber (Heyne Hardcore)

Ein harter, authentischer Polizeithriller, der zeigt, wie der Apparat funktioniert – oder eben nicht.

Ruben Rubeck ist am Ende. Das finden seine Kollegen, seine Ex-Frau und auch er selbst. Zwar hat der Kriminalkommissar noch mindestens fünfzehn Jahre bis zur Pensionierung, aber niemand glaubt daran, dass er die erreichen wird. Rubeck säuft wie ein Loch, raucht wie ein Schlot und lebt alleine in einer heruntergekommenen Altbaubude im Frankfurter Bahnhofsviertel. Seine Dienststunden reißt er desinteressiert runter. Er ist ein Profi, aber er hat keinen Jagdinstinkt. Nicht mehr. Rubeck war früher Zivilfahnder, ein Straßenbeißer. Aber seine körperliche Fitness hat unter Alkohol und Zigaretten gelitten. Außerdem fühlt er sich privat im Rotlicht zu wohl. Vor dem Polizeidienst war er acht Jahre bei der Bundeswehr. Darüber redet er nicht gerne. Was manchen zu der Annahme bringt, dass hier ein Grund für sein Gehenlassen vergraben liegt. Nur Rubecks Ex weiß es besser. Den wohlverdienten Feierabend und das bevorstehende dienstfreie Wochenende beginnt Rubeck in seiner Lieblingskneipe, dem Schlabbekicker, mitten im Bahnhofsviertel. In Frankfurt gibt es kaum noch solche Kneipen. Hässlich, gemütlich und voll mit hartem Leben.

Vom harten Leben wird Rubeck sofort eingeholt, als er nach einigen Stunden aus der Kneipe schwankt. Er gerät in einen Überfall, reißt eine kreischende junge Frau zu Boden. Sein Bulleninstinkt funktioniert auch im alkoholischen Nebel, und er zieht seine Dienstwaffe und schießt. Zwei Männer liegen auf dem Bürgersteig, einer tot, einer verletzt. In seiner Dienststelle, der Kriminalwache des fürs Bahnhofsviertel zuständigen 4. Polizeireviers, ist der Fall am Montag aufgeregtes Dauerthema. Gerüchteweise ist der Tote ein Ex-Kollege, sozusagen. Er sei früher bei der GSG 9 gewesen, bekam Probleme und stieg aus. Seit ein paar Jahren war er offenbar Bodyguard des kosovarischen Gangsterbosses, dem Rubeck eine Kugel verpasst hat. Rubeck nimmt's zur Kenntnis und zündet sich eine neue Roth-Händle an. Der undurchschaubare LKA-Beamte Nawrocki schaltet sich in den Fall ein, und kurze darauf gerät Rubeck in einen brutalen Hinterhalt, der beinahe tödlich endet. Er weiß nicht mehr, wem er noch trauen kann.