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Samuel Bjørk über seinen neuen Thriller »Federgrab«

Mia Krüger

Bei unserer ersten Begegnung, in »Engelskalt«, hatte sich Mia Krüger auf eine abgelegene Insel in einem norwegischen Fjord zurückgezogen, um sich umzubringen. In Mias rotunterlaufenen Augen war kein Leben mehr zu finden, ihr ausgezehrter Körper hatte keinerlei Energie mehr, keinen Frieden. Die starke Mia, eine der besten Ermittlerinnen ihres Landes, war zu einer erschöpften Einzelgängerin geworden.

Zehn Jahre zuvor war Mias Zwillingsschwester Sigrid an einer Überdosis Heroin gestorben. Eines Tages fasste Mia dann den Plan, sich das Leben zu nehmen und wieder mit Sigrid zusammen zu sein. Und den wollte sie an Sigrids zehntem Todestag in die Tat umsetzen.
Die Schwestern Mia und Sigrid wurden gleich nach ihrer Geburt adoptiert und wuchsen bei liebevollen und glücklichen Eltern auf. Mia und Sigrid. Sigrid und Mia. Zwei Minuten hintereinander geboren, die eine blond, die andere dunkel – so verschieden und doch so ähnlich. Die Großmutter nannte Mia wegen ihrer langen schwarzen Haare und ihrer blauen Augen „meine kleine Indianerin“. Die blonde Sigrid war bei allen beliebt und hatte viele Freunde, während Mia schon früh wusste, dass sie selbst anders war. Sie sah Dinge, die außer ihr niemand sah. Sie war intelligent und mutig, aber auch verletzlich.
Noch als Teenager wurde Sigrid abhängig von harten Drogen und begann ihren unvermeidlichen Abstieg in die Finsternis. Vielleicht war das der Grund, warum Mia sich an der Polizeischule bewarb? Der erfahrene Ermittler Holger Munch entdeckte Mias übersprudelnde Intelligenz und ihr einzigartiges Gespür für Polizeiarbeit. Er holte sie in seine Sonderkommission für Mordermittlungen, noch ehe sie die Polizeischule beendet hatte.

In Mias besten Zeiten als Ermittlerin brauchte sie nur die Augen zu schließen, und schon sah sie in Gedanken vor sich, was wirklich passiert war. Dann erschoss Mia bei einem Einsatz einen Mann – den Mann, mit dem Sigrid zusammen war und den Mia für den Schuldigen an Sigrids Drogensucht hielt. Der Tod des Mannes lastet noch immer schwer auf Mia. Ihr Mentor Munch hatte damals Partei ergriffen. Ohne seine Hilfe könnte Mia jetzt durchaus hinter Gittern sitzen. Stattdessen wurde sie mit dem Befehl, sich erst einmal auszuruhen, in Zwangsurlaub geschickt. Ihre Reaktion bestand darin, ihren Schmerz mit Alkohol und Tabletten zu betäuben. Und dann wollte sie nur noch sterben.

An sich ist Mia Krüger stark, aber ihr Trauma hat sie schwach werden lassen. Sie hat nicht viele Freunde und sucht Trost in der Flasche und nicht bei den wenigen, die sie eben doch hat. Ihre außergewöhnliche Begabung hat ihr einen fast legendären Ruf eingetragen, und ihre Kollegen haben großen Respekt vor ihr und ihrer Intelligenz.

Als Norwegen vor einer Serie von Morden an kleinen Mädchen stand, gaben ihre ehemaligen Vorgesetzten alles, um sie zurückzuholen. Und als Mia erkannte, welche schrecklichen Dinge noch passieren würden, konnte sie ihrem Verlangen, den Fall zu lösen, nicht widerstehen. Ihre Wiedervereinigung mit Sigrid musste noch warten …

Holger Munch

Wenn seine Kollegen ihn beschreiben müssten, würden sie sagen, Holger Munch sei ein netter rundlicher Nerd, der niemals Alkohol anrührt und der Mathematik, klassische Musik, Kreuzworträtsel und Schach liebt. Er ist vielleicht ein wenig langweilig, aber ein überaus fähiger Ermittler. Und vor allem ein fairer Chef. Munch hat nicht viele Freunde, aber er hat über das Internet Kontakt zu anderen Mathe-Enthusiasten, mit denen er verzwickte Aufgaben austauscht.

Munch ist Mitte fünfzig, fühlt sich aber älter. Er ist emotional sehr stark gealtert, seit seine Frau ihm mitteilte, dass sie einen neuen Freund hat. Obwohl sie nun schon seit mehr als zehn Jahren geschieden sind, kann Munch sie nicht vergessen.

Munch hat eine komplizierte Beziehung zu seiner Tochter Miriam, die zur Zeit der Scheidung ihrer Eltern fünfzehn war. Miriam hat sich damals auf die Seite ihrer Mutter gestellt. Munch versucht, ihre Beziehung zu kitten, indem er sich viel um seine Enkelin Marion kümmert. Marion ist ein Sonnenstrahl in Munchs immer einsamer werdenden Leben.

Nach einer langen und ruhmreichen Karriere bei der Polizei wurde Munch nach einem Zwischenfall, in den sein Schützling Mia Krüger verwickelt war, degradiert. Mia hatte ihre dienstlichen Befugnisse weit überschritten, und Munch musste einen hohen Preis dafür zahlen, dass er sie deckte: Er wurde von Oslo in die Kleinstadt Hønefoss versetzt und hatte an seiner neuen Stelle weder Macht noch Einfluss. Seine ehemalige Sonderkommission für Mordermittlung wurde aufgelöst. Aber als ein sechs Jahre altes Mädchen ermordet und an einem Baum aufgehängt aufgefunden wurde, wurde die Sonderkommission wieder aktiviert ...

Munch hat Probleme im Umgang mit Autoritäten, vor allem mit seinem übereifrigen Chef Mikkelsen, mit dem er immer wieder aneinander gerät. Für Munch sind Regeln dazu da, gebrochen zu werden, und er sucht sich seine Mitarbeiter lieber nach Bauchgefühl aus als nach Empfehlungsschreiben. Und deswegen ist er auch immer bereit, alles zu geben, um Mia Krüger wieder mit in sein Team zu holen.

Federgrab Blick ins Buch

Samuel Bjørk

Federgrab

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