Robin Hobb: Die Chronik der Weitseher

Special zu Die Chronik der Weitseher und Das Erbe der Weitseher von Robin Hobb

Übersicht über die Charaktere


Fitz Chivalric Weitseher
Fitz, der Bastard des in Ungnade gefallenen Thronfolgers Chivalric, schwört König Listenreich schon in jungen Jahren die Treue. Zu der Zeit ahnt er nicht, was ihn diese Hingabe kosten wird. Er wurde von Chade, dem Meuchelmörder des Königs, zu dessen Nachfolger ausgebildet und außerdem in der magischen Gabe der Weitseher geschult. Da Fitz von König Listenreich enttäuscht ist und sich von ihm um seine Rache an Prinz Edel betrogen fühlt, verschiebt sich seine Loyalität immer mehr auf Prinz Veritas, dem Thronfolger. Von Edel nach dessen Machtergreifung brutal gefoltert, muss er nun mühsam zurück ins Leben finden. Seine größte Hilfe dabei ist sein Tiergefährte, der Wolf Nachtauge.

„Wenn alle Wege in den Tod führen, hat es keinen Sinn, sich dabei auch noch zu beeilen.“
„Ein Jahr vergeht für einen Wolf wie das Jahrzehnt für einen Menschen. Die Zeit ist beileibe kein Geizhals, wenn man immer im Jetzt lebt.“
„Wölfe haben keinen König.“
„Manchmal kommt es vor, dass ein Mann nicht weiß, wie tief seine Wunde ist, bis ein anderer daran rührt.“
„Wenn ein Dichter die Wahrheit ausschmücken muss, um uns zu helfen, sie in Erinnerung zu behalten, dann mag er es tun, und keiner soll sagen, er lügt. Die Wahrheit ist oft größer als die Tatsachen.“
König Listenreich aus dem Hause der Weitseher (†)
Das Alter setzte König Listenreich, der bislang weise und klug über die Sechs Provinzen herrschte, immer mehr zu. Krankheits- und altersbedingt übertrug er immer mehr der Regierungsgeschäfte auf den König zur Rechten, seinem Sohn Veritas. Listenreich ahnte nicht, dass sein schlechter Zustand nicht allein auf Altersschwäche zurückzuführen war. Doch tatsächlich wurde er von seinem ehrgeizigen Sohn Edel langsam vergiftet und schließlich ermordet.

„Tu nichts, was du nicht ungeschehen machen kannst, ohne zu überlegen, was du nicht mehr tun kannst, nachdem du es getan hast.“
Veritas aus dem Hause der Weitseher, der König zur Rechten
Nach dem Sturz seines Bruders Chivalric steigt Prinz Veritas zum Thronfolger auf. Er zeichnet sich durch großes Verantwortungsbewusstsein aus und verfügt in besonderem Maße über die Gabe, die erbliche Magie der Weitseher. Seine eigentlich glückliche Ehe mit Königin Kettricken leidet sehr darunter, dass er sich im Kampf gegen die Roten Korsaren aufreibt. Doch Veritas ist bereit, jedes Opfer für die Sechs Provinzen zu bringen. Und so bricht er auf, um das geheimnisvolle Volk der Uralten an das Bündnis mit seiner Familie zu erinnern. Als seine Expedition als verschollen gilt, wird er von Prinz Edel für tot erklärt. Nur Fitz weiß, dass Veritas noch am Leben ist.
Prinz Edel aus dem Hause der Weitseher
Als einziger Sohn aus Listenreichs zweiter Ehe ist der machthungrige Edel unter dem Einfluss seiner Mutter von Neid auf seine älteren Halbbrüder zerfressen. Er will Veritas aus der Thronfolge verdrängen und schreckt auch vor Mord nicht zurück. Seit Fitz einen Anschlag auf Veritas‘ Leben vereiteln konnte, hasst Edel seinen Neffen noch mehr als zuvor. Als Veritas für tot gehalten wird, ergreift Edel seine Chance. Er ermordet seinen Vater und beschuldigt Fitz der Tat. Seitdem herrscht er mit harter Hand über die Sechs Provinzen.
Chade
Der alte Meuchelmörder Chade dient dem Königshaus im Verborgenen. Mit tödlichen Giften und Klingen kennt er sich genauso gut aus wie mit überzeugenden Verkleidungen und gefährlichen Experimenten. Er hat Fitz in seiner Kunst ausgebildet und ist ihm noch immer ein Mentor. Er war König Listenreich stets treu ergeben und macht sich Vorwürfe, dass er den Mord an ihm nicht verhindern konnte. Nun kämpft er im Verborgenen gegen den Usurpator Edel.


„Die meisten Menschen leben in einem Gefängnis, das sie sich selbst geschaffen haben. Umgekehrt kann man sich aber auch seine eigene Freiheit schaffen.“
„Manchmal wäre es um vieles leichter, für seinen König zu sterben, als das Leben für ihn zu geben.“
„Denken ist nicht immer – angenehm. Es ist immer gut, aber nicht immer angenehm.“
Burrich
Der Stallmeister Burrich, der eine besondere Begabung im Umgang mit Tieren hat, ist Prinz Chivalric und seiner Gemahlin Philia treu ergeben. Als diese den königlichen Hof verlassen, wird er zum Ziehvater für Chivalrics unehelichen Sohn Fitz. Doch seit Fitz sich der alten Macht geöffnet hat, leidet ihr Verhältnis sehr. Denn Burrich hegt eine abergläubische Furcht vor der verbotenen Magie. Allerdings weiß er sehr wohl, wie man diese einsetzt und welche Möglichkeiten sie bietet. So gelingt es ihm, Fitz vor dem sicheren Tod zu bewahren.

„Wenn du mir nur einen Teil der Wahrheit erzählst, um nicht wie ein Narr auszusehen, dann hörst du dich stattdessen an wie ein Dummkopf.“
„Angst ist ein schlechter Lehrer.“
„Der Kampf ist nicht eher zu Ende, als bis du ihn gewonnen hast.“
„Überleben ist nicht dasselbe wie leben.“
Molly
Als Tochter eines trunksüchtigen Kerzenziehers hat Molly es im Leben nicht leicht. Doch trotz aller schlechten Erfahrungen ist sie offen für neue Freundschaften – auch mit einem Außenseiter wie Fitz. Aus der Kinderfreundschaft wird Liebe, doch Molly ahnt lange nicht, dass Fitz ein Meuchelmörder ist. Die Erkenntnis, dass Fitz seine Pflicht immer über ihre Liebe stellen wird, führt zum Ende ihrer Beziehung. Nach den Ereignissen um Listenreichs Ermordung hält Molly Fitz für tot.
König Kettricken
Kettricken war die Prinzessin des Bergreichs, dessen König nicht als Herrscher, sondern als Diener seines Volkes gilt. Pflichtergeben ist sie daher bereit, Veritas aus politischen Gründen zu heiraten, ohne ihn vorher auch nur kennengelernt zu haben. Als seine Königin ist sie ihm eine große Stütze. Als Veritas den königlichen Hof verlässt, versucht sie, in seinem Sinne zu handeln, hat als Außenseiterin jedoch kaum eine Chance gegen Edels Intrigen. Als Edel die Macht an sich reißt, flieht die schwangere Königin mit Burrichs Hilfe in ihre Heimat.
Der Narr
Listenreichs Hofnarr mag auf den ersten Blick wie ein alberner Possenreißer wirken, doch mit ihm hat es mehr auf sich, als man ihm ansieht. Während Prinz Edel den greisen König immer mehr von der Umwelt abschottet, ist der Narr Listenreich noch immer treu ergeben. Seine Sehergabe und seine Angewohnheit, in Rätseln zu sprechen, machen ihn schwer durchschaubar, dennoch betrachtet Fitz ihn als seinen engsten Freund.


„Wenn du die Beweggründe eines Mannes erkunden willst, dann bedenke, du kannst seinen Weizen nicht immer mit deinem Scheffel messen. Möglicherweise urteilt er nach ganz anderen Maßstäben.“
„Kein Mann ist so gefährlich wie der Mann, der nicht weiß, wovor er sich zu fürchten hat.“
„Kinder, habe ich gemerkt, sind viel eher bereit, das Ungewöhnliche hinzunehmen. Sie gestehen ihre Neugier offen ein und verachten nicht gleich den Gegenstand, der sie auslöst.“

Der Erbe der Schatten

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