Das Dorf der Toten

Thriller

(5)
Taschenbuch
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Aurora Scalviati ist die beste Profilerin der italienischen Polizei. Doch seit sie bei einem Einsatz lebensgefährlich verletzt wurde, ist sie nur noch bedingt arbeitsfähig. Man versetzt sie daher in ein kleines Dorf in der Emilia Romagna, doch Ruhe findet Aurora auch dort nicht: Bereits in der Nacht nach ihrer Ankunft wird eine Frau in ihrem eigenen Haus brutal ermordet. An eine Wand hat der Täter mit Blut geschrieben: »Du wirst keinen Schaden tun.« Psychopathische Mörder sind Auroras Spezialgebiet. Doch sie kämpft nicht nur gegen einen gefährlichen Killer, sondern auch gegen ihre eigenen Dämonen …

»Aurora Scalviati ist eine so lebendige Figur, dass sie geradezu aus dem Buch in die Realität springt.«

Erika Zini, Wonderful Monster

Aus dem Italienischen von Julika Brandestini
Originaltitel: Aurora nel buio
Originalverlag: Giunti
Taschenbuch, Broschur, 576 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48805-6
Erschienen am  18. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Emilia Romagna, Italien

Leserstimmen

Bester Thriller, den ich jemals gelesen habe

Von: Miracleofwords

12.10.2019

Zusammenfassung: Die italienische Region Emilia Romagna wird von einem brutalen Mord erschüttert, die Kommissare sind ratlos. Zur gleichen Zeit erreicht die Profilerin Aurora Scalviati das Städtchen Sparvara, nachdem sie dort hin versetzt wurde. Unglücklicherweise verirrt sie sich auf den erschreckenden Tatort, was dazu führt, dass sie sich dem Fall annimmt. Während ihre neuen Kollegen von ihr verlangen, dass sie den Fall fallen lässt, verstrickt sich Aurora immer mehr in die Angelegenheiten und findet unfassbare Details heraus. Dabei hat sie nicht nur mit dem Kommissariat und dem Fall zu kämpfen, sondern auch mit allen Dämonen, die versuchen sie zu verschlingen. Meine Meinung: Dies war mein erster Thriller, der sich mit einem Mord beschäftigt hat und bei dem eine Kommissarin die Hauptrolle spielt. Erst habe ich Bedenken gehabt, dass mich gewöhnliche Ermittlungen langweilen würden. Stattdessen hat sich „Das Dorf der Toten“ von Barbara Baraldi zu einem meiner Jahresfavoriten und dem besten Thriller, den ich jemals gelesen habe, entwickelt. Für mich verkörpert dieses Buch einen perfekten Thriller. Angefangen mit dem angenehmen Schreibstil, wodurch sich die Geschichte leicht lesen lies. Selbst in komplexen Situationen verflogen die Seiten nur so. Barbara Baraldi hat mich von Anfang an mit ihrem Schreibstil gefesselt. Ebenso gefesselt hat mich die Spannung. Von Anfang an bis zum Ende wird der Leser gepackt und immer wieder mit überraschenden Wendungen konfrontiert. Dadurch, dass immer wieder neue Details an das Licht kommen, hat der Leser nicht die leiseste Ahnung, was vor sich geht. Man glaubt zu wissen, in welche Richtung es geht, und dann findet Aurora etwas Neues heraus. Es bleibt bis zum Ende ungewiss, wer für den Horror, der passiert, verantwortlich ist. Was ich ganz besonders hervor heben möchte, ist die Ausarbeitung der Geschichte, angefangen mit der Protagonistin. Aurora Scalviati repräsentiert nicht die starke furchtlose Frau, die es jedem Bösewicht zeigen kann. Sie trägt eine belastende Vergangenheit mit sich. Seither trägt sie Dämonen mit sich, die ihr das Leben immer wieder schwer machen. Dadurch wirkt sie sehr real, sehr menschlich. Sie ist nicht perfekt, sondern hat Probleme, wie jeder andere Mensch auch. Aufgrund ihres labilen Zustandes wird die Geschichte an einigen Stellen schwammig. Es ist bis zum Ende nicht sicher, ob sie sich einige Geschehnisse nur eingebildet hat oder nicht. Das macht alles noch umso spannender. Aber auch alle anderen Charaktere tragen etwas besonderes. Baraldi ist es besonders gut gelungen, die Charaktere auszuarbeiten und jedem eine besondere Hintergrundgeschichte zu geben, ohne überflüssige Details zu erzählen. Es gibt nicht eine unnötige Erzählung. Im Allgemeinen ist die Idee der Geschichte genial. Jede kleine Faser des Falles ist durchdacht und ausgearbeitet. Alles macht einen Sinn, im Nachhinein. Dabei bezieht sich die Autorin auch auf die Vergangenheit und baut Geschehnisse aus dem 14. Jahrhundert mit ein. Dies macht den Fall um einiges spannender und komplexer. Einen weiteren kleinen Pluspunkt gibt es dafür, dass eine kleine Liebesgeschichte mit eingebaut wurde. Es geht nicht ganze Zeit nur um einen Mord, sondern auch um die Entwicklung von Aurora. Während sie ihre Ängste überwindet, findet sie dabei jemanden, der an ihrer Seite ist und sie dabei unterstützt. Mir fällt zu diesem Zeitpunkt kein einziger Kritikpunkt ein. Wenn ich etwas bemängeln müsste, würde dies dauern, da ich erst einmal nach Schwachstellen suchen müsste. Für mich hat dieser Thriller keine einzige Schwachstelle. Für mich ist es ein perfekter Thriller. Fazit: „Das Dorf der Toten“ ist der beste Thriller, den ich jemals gelesen habe. Ein Buch, getränkt in Spannung, Emotionen und Horror. Der Suchtfaktor bei diesem Thriller ist so groß, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Jeder Thrillerfan sollte dieses Buch gelesen haben.

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Wenn das Böse Italien heimsucht

Von: Kaisu

21.08.2019

“Es gibt Geschichten über heimgesuchte Orte, über Häuser, in denen sich das Böse tief eingegraben hat durch die Tragödien, die dort geschehen sind, und über Orte, die diesem Bösen eine Bühne gaben.” (Buchbeginn) Aurora Scalviati wird versetzt. Nach einem Unfall während eines Einsatzes hatte sie sich schwere Verletzungen zugezogen und man rät ihr nun, alles etwas ruhiger angehen zu lassen. Also wird sie nach Casa Ranuzzi geschickt. Kaum dort angekommen, fährt sie förmlich in ihren ersten Tatort hinein. Forsch wird sie darauf hingewiesen, dass ihre Arbeit noch nicht begonnen hat und sie sich gefälligst gedulden soll. Das lässt sich die Profilerin natürlich nicht gefallen und erhebt Einspruch. Hach, welcher schöner Start in den neuen Job. Ihr Auftreten hat natürlich Folgen. Der Polizeichef macht ihr klar, wo sie in der Hackordnung steht. Sollte sie sich nicht zurückhalten, wird sie noch weiter nach unten gestuft. Man kann es sich schon denken: Aurora wird nicht ihren Mund halten. Aus gutem Grund. Nachdem sie den Tatort eines Massakers gesehen hat, keimt in ihr ein Gedanke auf. Das war keine Familientragödie, das war gezielt geplant und der Mörder hat ihnen sogar Hinweise gegeben. Sie müssen nur den Brotkrumen folgen. Aber davon will man in der Provinz Italiens nichts wissen. “Ich kann dieses Zimmer nicht betreten.” “Und warum nicht?” Der Junge fuhr sich über die Lippen. Beinahe flüsternd sagte er: “Ich habe Angst, dass der Nagelmann mich auch holen kommt.” (S.220) Währenddessen taucht Aurora in die Geschichte der Stadt ab. Beobachtet und analysiert. Sie will den Mörder fassen, bevor er noch mehr Familien grausam hinrichtet. Dabei trägt sie ein schweres Laster mich sich herum. Muss Tabletten nehmen, hat Panikattacken und denkt des Öfteren über Suizid nach. Die Gründe werden nach und nach deutlich. Man kann ihr Elend förmlich spüren, möchte ihr helfen und sie stützen. Doch genau das will sie nicht. Eine Einzelkämpferin, der erst lernen muss Hilfe anzunehmen. Ja, die gute Frau ist nicht immer einfach. Trotzdem bleibt man am Ball und will wissen, was sie als nächstes macht. Denn anstatt sich mit einem (möglichen) Täter zufrieden zu geben, beharrt sie darauf, dass der Killer weiterhin frei herumläuft. Degradierung incoming. Zumal ihr Vorgesetzter wirklich kein leichter Zeitgenosse ist. Bei diesen Streitszenen habe ich mehrfach die Stirn kraus gezogen und gehofft es geht schnell vorbei. “Eine Frage quälte sie immer wieder: Wem konnte sie wirklich trauen?” (S.357) Das Buch erfindet den Krimi nicht neu. Es gibt einen Mörder, der sein Unwesen treibt; eine Profilerin, die sich neu eingliedern muss; einen Polizeichef, der nicht auf die Neue hört und den Vermittler, einen Kollegen der alle besänftigen möchte. Alles mit einer ordentlichen Prise italienisches Temperament und dunkler Vergangenheit und schon hat man ein Buch, was einen über 500 Seiten wunderbar unterhalten kann. Als besonderes Goodie reist man gelegentlich in die Vergangenheit, das 13.Jahrhundert. Diese wirft nämlich äußerst lange Schatten. >> Es ist der Mix der unterschiedlichen Charaktere, ihre Entwicklung mitsamt kontrastreicher Ansichten, der für mich die Geschichte so lesenswert gemacht hat. Da sehe ich auch großzügig über die Ecken und Kanten hinweg, die es gelegentlich gab. Denn bis zur letzten Seite habe ich mitgefiebert und möchte auf jeden Fall noch mehr von Aurora lesen.

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Vita

Barbara Baraldi ist Autorin von Noir-Thrillern und Young Adult Gothic. Außerdem schreibt sie die Drehbücher für die Comicserie Dylan Dog. Die Autorin lebt in der Nähe von Modena. »Das Dorf der Toten« ist der Beginn einer Thrillerserie um die junge Profilerin Aurora Scalvati, die in der Emilia Romagna ermittelt.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Ein Thriller, der die Leser zunächst neugierig macht, sie dann packt und schließlich zwingt, sich ganz auf die Geschichte einzulassen.«

Patrizia Debicke, Contorni di noir

»Ein hervorragend geschriebener Thriller, der für dauerhaften Adrenalinausstoß sorgt.«

Valeria Martellotti, Thriller Nord