Das Spiel - Opfer

Thriller

Taschenbuch
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Am idyllischen Crescent Lake im amerikanischen Hinterland ist die Welt noch in Ordnung. Vor der Kulisse des malerischen Sees findet sich in wild-romantischer Umgebung eine Siedlung von Ferienhütten. Hier will die Familie Lambert ihr Wochenende verbringen: Mit Fischen, Barbecue und Freizeitspielen. Auch die beiden Fannelli-Brüder haben sich zum See aufgemacht. Auch sie möchten das Wochenende genießen. Auf ihre Art. Mit Spielen. Bösen Spielen. Und ihre Mitspieler haben sie schon auserkoren …


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Sven-Eric Wehmeyer
Originaltitel: Bad Games
Originalverlag: Mind Mess Press
Taschenbuch, Broschur, 400 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-67707-4
Erschienen am  11. Juli 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

"Das Spiel"-Trilogie

Leserstimmen

Nichts für schwache Nerven

Von: __Bücherwelten__

08.03.2019

Die Lamberts sind eine perfekte Familie. Patrick, Amy und ihre Kinder, der vier Jahre alte Caleb und die sechs Jahre alte Carrie, sind auf dem Weg in ein gemeinsames Familienwochende zum abgelegenen Crescent Lake, wo sie bereits von einem älteren, befreundeten Ehepaar erwartet werden. Schon auf dem Weg ins Ferienwochenende treffen sie an einer Tankstelle auf Arty, der sich hinterhältig in einem Gespräch mit Patrick Informationen über die Familie erschleicht. Und somit überbringt Arty seinem Bruder Jim die freudige Nachricht, dass er neue Mitspieler für das nächste Spiel auserkoren hat.  Daraufhin kommt es zu weiteren dubiosen Aufeinandertreffen zwischen Arty, Jim und der Familie Lambert. Vor allem Amy fühlt sich bedroht und überlegt den Ausflug abzubrechen und nach Hause zu fahren, entscheidet sich dann aber doch dagegen. Und so passiert das Unvermeidliche und Jim und Arty treiben ihr Spiel weiter. Hierbei geht es weniger darum, die auserkorenen Opfer zu töten, sondern um Folter und Qualen. Die beiden Brüder machen das, weil es sie amüsiert, das Leid anderer zu beobachten. Es ist schon sehr harter Lesestoff, den man mit diesem Buch bekommt, aber wenn man den Autor kennt und den Klappentext gelesen hat, weiß man schon vorher, auf was man sich einlässt. Detailsreich geht er auf Folterpraktiken an den Spielpartnern von Arty und Jim ein und lässt uns auch an der kranken Gefühlswelt der beiden teilhaben, z.B. wie sie schon als Kinder ihren ersten Mord begangen und was sie dabei fühlten. Der Idee der Geschichte, so grauenhaft wie sie auch ist, ist wirklich gut verarbeitet. Die absolut perfekte Familie Lambert, bei der wirklich alles stimmt. Der fast zu perfekte Ehemann Patrick, die zügellose sexy Ehefrau und gute Mutter Amy und die beiden Kinder, die in dieser perfekten Welt groß werden. Dies alles steht im krassen Kontrast zu dem, was sie erwartet. Seelische und körperliche Schmerzen, die weit über das Vorstellbare hinausgehen. Die Spannung steigert sich stetig, bis sie zum Ende hin teilweise in Entsetzen umschlägt, aber wie gesagt, man weiß, worauf man sich einlässt, wenn man ein solches Buch liest. Wäre man nicht entsetzt, wäre es nicht Jeff Menapace. Und auch am Ende bleibt die Spannung noch, denn man möchte wissen, wie die Geschichte für Familie Lambert ausgeht. Es gab am Anfang einige wenige Momente, in denen ich das Gefühl hätte, dass es sich etwas zog, die verflogen dann aber auch sehr schnell. Das Ende hat mich dann noch mal positiv überrascht, dass es so ausgeht hatte ich nicht vermutet. Fazit Das Buch war genau so, wie ich es erwartet habe. Spannend und grausam. Teilweise gehen die Taten sehr ins Details und, vor allem auch auf Grund der Kinder, an die Nerven. Ich habe mich von Anfang bis Ende gut unterhalten gefühlt und empfehle diesen Thriller jedem weiter, der gerne auch mal etwas "härtere" Bücher liest.

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Typischer Hinterland-Horror – nicht mehr und nicht weniger

Von: Büchermonster

24.06.2018

Wer schon mal einen Horrorfilm geguckt hat, bei dem die Hauptfiguren für einen entspannten Kurzurlaub ins idyllische Hinterland fahren und unterwegs an einer Tankstelle die Bekanntschaft mit einem etwas seltsamen Fremden machen, hört bereits an dieser Stelle vermutlich schon die Alarmglocken laut schrillen – zumal man es bei dem Roman „Das Spiel – Opfer“ von Jeff Menapace wie schon am blutigen Cover mit dem „Heyne Hardcore“-Label erkennbar mit vermeintlich etwas härterer Thrillerkost zu tun bekommt. Familie Lambert, die Protagonisten in diesem ersten Band der „Das Spiel“-Trilogie, sind aber entweder keine großen Grusel-Fans oder einfach nur eher naiver Natur, denn trotz mehrerer Warnzeichen lassen sich Patrick, Amy und ihre beiden Kinder nicht von ihrem Wochenendausflug zu ihrem Ferienhaus am Crescent Lake abbringen und laufen (zumindest für den erfahrenen Thriller-Leser) sehenden Auges in ihr Verderben. Eine Familie, ein idyllisches Ferienhaus und zwei kranke Psychopathen Die Zutaten dieses Romans sind dabei relativ simpel und altbekannt: Man nehme eine typische amerikanische Vorzeige-Familie, bei der Ehefrau und Kinder auch nach Jahren des Zusammenlebens immer noch über die schlechten Witze des Vaters lachen und die beiden Erwachsenen in keiner freien Minute die Finger von einander lassen können, ein malerisches Setting mit einem schicken Haus am See in einer kleinen Ferienhaus-Siedlung im Nirgendwo von Pennsylvania und natürlich die „Bad Guys“, zwei irre Psychopathen, die nur auf unschuldige Opfer wie die Lamberts warten, um ihre unersättliche Mordlust zu stillen. Kurz gesagt: man bekommt das, was man von einem Horror-Thriller im Stil von Richard Laymon, Jack Ketchum und Konsorten erwarten darf. Jeff Menapace macht dabei nicht einmal um die Identität seiner Killer ein Geheimnis, sondern lässt Täter und Opfer bereits auf der zweiten Seite des Buches aufeinandertreffen – und das auf wenig subtile Weise. Ein bewährtes Erfolgsrezept ohne Experimente „Das Spiel – Opfer“ ist folglich nicht gerade der originellste Thriller, funktioniert aber trotz des bekannten Schemas überraschend gut. Obwohl die Karten vom ersten Kapitel an mehr oder weniger offen auf dem Tisch liegen, schafft es der Autor, ein wirklich solides Level an Spannung aufzubauen, welches den Leser durch die Geschichte trägt, obwohl in der ersten Romanhälfte streng genommen gar nicht so viel passiert. Patrick und Amy geben als Protagonisten der guten Seite ebenfalls eine ordentliche Figur ab, wenngleich es selbst im Horror-Genre weitaus glaubwürdigere Charaktere als das sympathische, dauergeile und mit einem an Dummheit grenzenden Maß an Naivität ausgestattete Ehepaar Lambert gibt – aber die Geschichte wäre eben auch schnell vorbei, wenn die Familie nach der unheimlichen Raststätten-Begegnung bereits verängstigt den Heimweg angetreten hätte. Auch die beiden Killer wirken eher klischeehaft, wobei man bei einem solchen Roman aber auch wohl eher keine differenzierte Charakterstudie des Bösen erwartet. Dennoch hat man auch in Büchern dieser Machart schon intelligentere Schurken gesehen, sodass „Das Spiel“ der beiden insgesamt nicht allzu raffiniert ausfällt. Typischer Hinterland-Horror – nicht mehr und nicht weniger Das alles klingt vielleicht nicht allzu euphorisch, trotzdem ist Jeff Menapaces Roman durchaus ein netter, kurzweiliger und stellenweise auch wirklich spannender Zeitvertreib. Wäre „Das Spiel – Opfer“ ein Horrorfilm, würde man dafür zwar wohl nicht unbedingt ins Kino gehen, für einen unterhaltsamen DVD-Abend wäre er aber eine solide Wahl. Wer die Inhaltsbeschreibung des Buches liest, weiß genau, worauf er sich einlässt, und das ist auch genau das, was man bekommt: typischen Hinterland-Horror, den man sich zwischendurch gut zu Gemüte führen und dabei mit den dümmlich-sympathischen Charakteren leicht mitfiebern kann, der aber bei allem Entertainment auch kaum länger in Erinnerung bleiben wird. Insofern sei die Frage erlaubt, ob diese eher simpel gestrickte Idee noch reicht, um zwei weitere Bücher zu füllen – zumal bereits die letzten Kapitel des Trilogie-Auftakts ein wenig überflüssig wirken und die eigentlich bereits abgehandelte Geschichte gefühlt eher unnötig in die Länge ziehen. Allerdings ist die Handlung in sich zu größten Teilen abgeschlossen, sodass man sich hier keinesfalls gleich auf die gesamte Trilogie einlassen muss. Ein letztes Wort noch zum „Härtegrad“ dieses Romans: „Das Spiel – Opfer“ kommt zwar mit dem „Heyne Hardcore“-Etikett, fällt aber nicht unbedingt durch übertriebene Brutalität oder endlose Gewaltorgien auf – da lassen es z.B. Richard Laymon oder Jack Kilborn in ihren Büchern weitaus drastischer eskalieren.

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Vita

Jeff Menapace, geboren in Philadelphia, verbringt seine meiste Zeit damit, Bücher zu schreiben und sich Horrorfilme anzusehen. Mit seiner Spiel-Trilogie wird er in Amerika als neuer Stern am Horror-Himmel gefeiert. Er liebt Martial Arts, die 3 Stooges und ist überzeugt davon, dass The Texas Chainsaw Massacre von 1974 der größte Film aller Zeiten ist.

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